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The Chance
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Times|Arial|Helvetica
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| von gugi28 erstellt: 18.11.2005 letztes Update: 18.11.2005 Romanze / P18 Slash (fertiggestellt, keine anonymen Reviews) | 53 Reviews |
The Chance
Oneshot - oder eher Kurzgeschichte! (Weil es für einen oneshot einfach zu lang ist)
Diesen oneshot widme ich allen meinen Fans, die mir weiterhin brav Kommis schreiben, zu mir stehen und noch immer an mich glauben! Ihr seid mir alle sehr wichtig und deshalb möchte ich euch meine Gedanken hier zum Geschenk machen!
ACHTUNG: Diese Story ist 41 Seiten lang! Nehmt euch Zeit zum Lesen!
P.s. ich bedanke mich schon im Vorhinein vor die Kommis, da ich vielleicht aus Zeitgründen nicht dazu kommen werde Antworten zu schreiben! DANKE!!!!!
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Disclaimer: nichts gehört mir, alles JKR. Ich borge mir die Charas aus und gebe sie nach Ende dieser Story wieder zurück.
Rating: Slash R18! Da diese Kurzgeschichte auch Lemon enthält, setze ich es hoch an! Wer Slash und Lemon nicht mag, sollte es nicht lesen!
Genre: leichtes Drama, dann Humor und Romantik
Pairing: Harry Potter/Draco Malfoy
Inhalt: Harry Potter hat es geschafft, nach dem sechsten Jahr auf Hogwarts gegen Voldemort zu gewinnen. Die Zauberwelt lebt wieder in Frieden, doch der Frieden in Hogwarts steht auf wackeligen Beinen. Harry kann nicht glauben, wie sehr sich seine angeblichen Freunde verändert haben, nachdem er ihnen etwas anvertraut hatte, was er hätte lieber bleiben lassen sollen. Was wird er tun wenn Freunde auf einmal zu Feinden werden? So weiter leben wie bisher, oder die neue Chance - die sich ihm bietet - ergreifen?
Anmerkung: die Schüler aus Gryffindor kommen teilweise nicht gut bei mir weg, doch dafür wird Harry neue Freunde finden... Tut leid, wem das nicht gefällt *snief*
Wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen und schreibt mir ob es euch gefallen hat!
Knutsch an euch! Gugi und darkgugi (die sich wieder einmal einmischt)
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The Chance - by gugi28 - Kurzgeschichte
Harry Potter saß wie vom Donner gerührt auf seinem Bett im Gryffindorturm und konnte einfach nicht glauben was er für Antworten zu hören bekam. Was hatte er nicht alles für die Zaubergemeinschaft getan? Und was bekam er dafür zurück? Nichts, als abfällige Worte, - von Leuten, bei denen er immer gedacht hatte, dass sie seine Freunde wären.
"Aber Harry! Findest du nicht, dass das abnormal ist? Ich meine, willst du eventuell zu Madam Pomfrey gehen und dich untersuchen lassen? Vielleicht kann sie dir helfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das normal ist!", regte sich Ron lautstark auf, Harrys Mund stand noch immer weit offen.
"Hermine?", wisperte Harry leise, drehte seinen Kopf in ihre Richtung. Seine ehemals beste Freundin stand schweigend vor ihm, behielt den Kopf gesenkt und spielte nervös an ihrem Umhang herum. Außerdem befanden sich Dean, Seamus und Neville ebenso im Schlafraum der Jungs, verhielten sich eher still.
"Sag bitte etwas", krächzte Harry in aller Hoffnung, Hermine räusperte sich, Ron schnaubte und schüttelte eingehend den Kopf.
"Weißt du, Harry.. Es ist wirklich nicht leicht für mich, aber ich muss Ron Recht geben. Harry, ich...", fing sie leise an, Harrys Wut steigerte sich ins Unermessliche.
"Spinnt ihr denn alle? Und ich dachte, ihr wärt meine Freunde! Glaubt ihr, dass es für mich kein Schock war herauszufinden, dass ich schwul bin? Was kann ich denn für meine Neigung! Und NEIN, Ron! Ich bilde es mir nicht ein! Ich bin es wirklich! Ich hatte schon damit gerechnet, dass es für euch schwer zu glauben sein würde, doch dass ihr euch SO aufspielt... unfassbar.", wurde er immer leiser, war maßlos enttäuscht über die Reaktion seiner Freunde. Und so wie es schien, wollten beide Parteien nicht nachgeben. Harry nicht, der "schwul sein" nicht schlimm fand, sowie seine Freunde, die es abartig fanden.
Harry schnitt diese Erkenntnis tief ins Herz, als er einen nach den anderen hoffnungsvoll ansah und Verachtung, sowie Verabscheuung in deren Gesichtern ablesen konnte. Hatte er sich Jahrelang so in seinen Freunden getäuscht? Ohne auch nur eine Antwort abzuwarten, sprang er aus dem Bett hoch und rauschte aus der Türe hinaus - zog sie hart und mit einem Knall ins Schloss.
Mit brennenden Augen lehnte er sich an ihr an, hörte die aufgeregten Stimmen seiner "Freunde".
"Oh Merlin! Das ist ja abartig! Das kann ja nicht normal sein!", zischte Dean eingehend.
"Der Meinung bin ich auch! Könnt ihr euch vorstellen, dass Harry einen anderen Jungen küsst? Igitt!", wisperte Ron, Ekel lag in seiner Stimme.
"Was ich noch schlimmer finde ist die Vorstellung, wenn Harry mit einem anderen Typen ins Bett steigt! Oh Merlin! Mir wird gleich übel!", jammerte Seamus nun, Harry verkniff sich ein Schluchzen. Völlig überrumpelt lief er die Stiegen hinunter, hetzte mit Tränen verschleierten Blick durch den Gemeinschaftsraum und bemerkte somit nicht die besorgten Blicke der Nichtwissenden.
"Schätze, Harry hat uns gehört?", meinte Hermine ruhig, als sie vor der Türe Gepolter ausmachen konnte. Ron, Neville und Seamus, sowie Dean nickten nur.
"Na und? Soll er doch! Entweder, er wird wieder normal, oder er war einmal mein Freund. Muss ich jetzt angst haben, dass wenn ich mit ihm duschen gehen, er mich anbraten will?", schnaubte Ron nun, Hermine murmelte zustimmend.
"Ich weiß nicht was in Harry gefahren ist. Aber wir müssen ihm das ausreden! Alleine schon bei dem Gedanken daran wird mir unwohl.", verzog sie ihre Nase, Neville verhielt sich still. Auch wenn er Harrys Neigung nicht sonderlich gut fand, mochte er Harry weiterhin. Und auch er fragte sich, ob die anderen jemals richtige Freunde für den Helden gewesen waren, oder ob sie nur ihre Rolle perfekt spielten.
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Und so kam es, dass Harry sich den Moment, an dem er es seinen angeblichen Freunden gebeichtet hatte, verfluchte. Sie schnitten ihn, versuchten ihn umzustimmen - redeten auf ihn ein und zerrten ihn zur Krankenschwester. Doch diese stand Harry bei, versuchte den anderen mitzuteilen, dass Homosexualität in der Zauberwelt sehr wohl etwas vollkommen Normales war. Harry war ihr natürlich sehr dankbar dafür, doch schimpften die anderen weiterhin über seine Neigung und setzten sich von ihm ab. Den anderen Häusern blieb natürlich nicht verborgen, dass der Held der Zauberwelt auf einmal ausgeschlossen wurde, er sich immer mehr zurückzog.
Sie hänselten ihn, stichelten und trieben es manchmal einfach zu bunt. Streiche jeder Art musste Harry über sich ergehen lassen, so dass er sich seit diesem Moment in den Raum der Wünsche verkroch, nur noch dort übernachtete. Als er den Tag darauf zum Frühstück erschien, setzte er sich ziemlich weit weg und aß sein Frühstück schnell und schweigend. Gehässige Blicke streiften seine Person, doch Harry pinnte seinen Blick weiterhin auf sein Essen. Tiefe Augenringe zierten sein Gesicht, welches ebenso aschfahl wirkte.
"Schwule Sau!", rief einer der Schüler an ihrem Tisch zu Harry hinüber, der nun klirrend seine Gabel fallen ließ - die Halle war augenblicklich still. Harrys Nerven lagen seit langem blank, Zorn stieg in ihm hoch. Schadenfrohes Lachen folgte, Essen wurde in seine Richtung geworfen. Harry zischte von der Bank hoch, zog seinen Zauberstab und richtete ihn ruhig, jedoch schnell auf eine kleine Gruppe, die damals seine Freunde gewesen waren. Leise murmelte er einige Worte, Wind kaum auf, seine Aura pulsierte immer stärker. Ein grelles Licht hüllte ihn ein, der Zauber brach aus seinem Stab und traf erstaunte Gesichter.
Ron, Dean, Seamus, Hermine und noch einige andere, die sich ihnen angeschlossen hatten, riss es von der Bank hoch - wurden von ihren Plätzen gefegt und krachten laut schreiend auf den Boden. Sie stöhnten und wälzten sich umher, richteten sich langsam wieder auf und blickten ängstlich zu Harry.
"Wenn einer von euch es nochmals wagen sollte mich zu beleidigen, werde ich mit euch dasselbe anstellen wie mit Voldemort. Verstanden?", zischte er düster, zitterte vor unterdrückter Wut. Er erntete ein zaghaftes Nicken seitens der am Boden liegenden, wobei Ron ihn hasserfüllt anblitzte.
Minerva, die bereits aufstehen wollte, um Harry eine Strafe zu verpassen, wurde von Dumbledore augenblicklich zurückgehalten. Besorgt musterte er den Helden der Zauberwelt, der nun den Stab wieder einsteckte, sich umdrehte und mit wehendem Umhang zur Türe schritt. Irgendwie hatte Harry das Gefühl, dass ihn ALLE anstarrten, so blieb er stehen. Langsam drehte er sich wieder um, nahm den Tisch der Slytherins ins Visier und sah einen nach den anderen ausdruckslos an. Ja, sie waren eine Einheit, die Slytherins - und dennoch blickten sie ihn nicht so gehässig an wie sein eigenes Haus.
"Blöder Arsch, glaubt wie immer etwas Besseres zu sein.", hörte Harry Rons Stimme, Hermine versuchte krampfhaft den Rotschopf wieder zu beruhigen. Harry jedoch hörte nicht darauf, sein Blick fixierte weiterhin die Slytherins, die ihn neutral ansahen. Und das wunderte Harry sehr.
"Mister Potter! Bitte geleiten Sie mich in mein Büro!", hallte die Stimme Dumbledore durch den Saal, sämtliche Köpfe schossen in seine Richtung. Harry sagte kein Wort, wartete bis Dumbledore bei ihm war, ihm zunickte. Seufzend machte er sich wieder auf den Weg und verschwand aus der großen Halle - gehässiges Gelächter begleitete ihn. Auf dem Weg zu Dumbledores Büro blieb Harry still, behielt demütig seinen Kopf gesenkt. Er bekam nicht einmal das Passwort mit, welches Dumbledore zum Wasserspeier sagte, somit die Treppen frei gab.
"Folge mir, Harry.", meinte er leise, Harry nickte betäubt. Als sie ankamen, dirigierte Dumbledore ihn zu einem Stuhl, wies ihn an sich zu setzen und nahm selber hinter seinem Schreibtisch Platz.
"Harry, sieh mich bitte an.", kam er sofort zum Punkt, Harry hob langsam seinen Kopf. Tiefe Trauer und Hilflosigkeit spiegelte sich in seinem Blick wieder - Dumbledore zog scharf die Luft ein.
"Sir?", fragte Harry leise, schien jedoch mit seinen Gedanken weit weg zu sein. Dumbledore beugte sich vor, betrachtete Harry eingehend.
"Erzähl mir was zwischen euch passiert ist. Mir bleibt nicht verborgen, dass Gryffindor sich spaltet. Was ist geschehen, dass deine Freunde sich gegen dich stellen?", entgegnete er leise, Harry seufzte und senkte abermals seinen Blick.
"Ich bin schwul.", sprach er das Problem an, wartete eine weitere Predigt ab.
"Und?", fragte Dumbledore verdutzt, Harrys Kopf schnellte in die Höhe.
"Sir?", wisperte er hoffnungsvoll, Dumbledore schmunzelte ein wenig, stand auf und trat um den Tisch herum. Langsam beugte er sich zu Harry hinab, seine Augen glitzerten.
"Gut, du bist homosexuell. Sollte diese Information ein Grund zur Besorgnis sein? Hast du dich vielleicht angesteckt, oder...", fragte Dumbledore weiter, Harry wurde rot im Gesicht.
"Nein, nein! Ich hatte noch nie etwas mit einem Jungen. Aber ich weiß, dass ich.. ähm. Nun ja, meinen Schulkollegen gefällt meine Veranlagung nicht.", nuschelte er leise, Dumbledore richtete sich wieder auf und strich sich nachdenklich über den Bart.
"Das kann ich nicht glauben.", überlegte er, ließ seinen Blick in die Ferne schweifen.
"Doch. Seit dem meiden sie mich, spielen mir Streiche. Sie... sie.. hatten mich letztens mit einer Ganzkörperklammer belegt und mir dann Mädchenkleider angehext.", wimmerte Harry, Dumbledores Augen verhärteten sich.
"Und wieso kamst du nicht gleich zu mir? Lass mich raten, du schämtest dich dafür - nicht wahr?", fragte er sanft, Harry nickte, doch seine Wangen brannten.
"Harry..", seufzte Dumbledore eingehend, legte seine Hände auf Harrys Schultern und zwang den Gryffindor somit hochzusehen.
"So kann es jedenfalls nicht weiter gehen, das ist dir doch klar?", nickte er ihm zu, Harry sank in sich zusammen.
"Ja, Sir, ich weiß. Aber ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Ich schlafe nicht mehr im Schlafraum der Gryffindors, sondern im Raum der Wünsche." Dumbledore war erschüttert, hatte er davon wirklich nichts mitbekommen. Denn sonst war er eigentlich immer am Laufenden!
"Du weißt, dass es eine Möglichkeit gibt, oder?", zwinkerte Dumbledore ihm zu, Harrys Wangen fingen nun zu glühen an.
"Wie? Sie meinen, von einer Hölle in die andere wechseln? Nein, danke. Ich würde dort nicht anders behandelt werden, glauben Sie mir.", murmelte er niedergeschlagen, Dumbledore seufzte.
"Ich kann dir nur eines raten, Harry. Gehe in die Ferien und denke über alles nochmals nach, einverstanden? Und wenn du zurückkommst, solltest du dich entscheiden. Denn der Raum der Wünsche steht dir nicht eine jede Nacht zur Verfügung, das weißt du. Leider bin auch ich daran gebunden, dir nicht einfach so ein Einzelzimmer geben zu können, so musst du dich entscheiden. Es tut mir leid, Harry.", gab er sein Mitleid kund, Harry nickte und stand langsam auf.
"Kann ich nun gehen?"
"Natürlich."
Dumbledore sah Harry lange nach, nachdem er mit hängenden Schultern und vollkommen fertig durch die Türe verschwunden war. Der Schulleiter durfte es nicht zeigen, doch machte er sich sehr wohl Sorgen um seinen Schützling. Nie hätte er sich gedacht, dass Harrys beste Freunde so intolerant sein würden, Harry das Leben zur Hölle machen konnten. Langsam schritt er zum Fenster, blickte auf die verschneite Landschaft hinaus und wünschte den Schülern im Stillen schöne Weihnachten.
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Nun, Harry hätte dieses Jahr sowieso nicht auf Hogwarts bleiben wollen, da er sich in Gryffindor nicht mehr wohl fühlte. Stattdessen wurde er von einem ziemlich mies gelaunten Vernon abgeholt, in den Wagen verfrachtet und "nach Hause" gefahren. Harry ließ die Zugfahrt nochmals Revue passieren, erschauderte ein wenig.
Diesmal waren es nicht Malfoy und seine Gang gewesen, die ihn das Leben zur Hölle gemacht hatten, nein. Ron, Dean und Seamus hatten mit vielen magischen Sprüchen versucht die verschlossene Türe zum Zugabteil zu sprengen, indem Harry natürlich gesessen hatte. Da Harry jedoch um einiges besser in Zauberei war, als Ron und seine Idioten zusammen, hatten diese absolut keine Chance gehabt. Harry fragte sich nicht einmal, wo Granger gewesen war, oder Neville. Es interessierte ihn nicht mehr - und diesmal war es das erste Mal, dass er einfach nur in sein altes Zimmer wollte. Weit weg von Hogwarts.
"Geh auf dein Zimmer, Junge.", brummte Vernon leise, Harry folgte widerstandslos. Petunia, die gerade mit einem Geschirrtuch in Händen in den Flur trat, sah Harry nach, als dieser schweigend die Treppen hochstieg.
"Was ist denn mit dem los?", fragte sie pikiert, Vernon kniff seine Augen zusammen.
"Keine Ahnung, Petunia. Soll mir nur Recht sein, dass er schweigt. So fällt der nutzlose Bengel wenigstens nicht auf." Das waren seine letzten Worte, ehe er sich seinem Alltag widmete.
Harry knallte seinen Koffer auf das Bett, setzte Hedwigs Käfig am Schreibtisch ab und ließ sich auf den Stuhl fallen. Vollkommen fertig sank sein Kopf auf die Tischplatte, ehe die Türe aufgesprengt wurde und Cousin Dudley im Rahmen stand. Natürlich, das hatte Harry noch gefehlt.
"Was ist mit dir, Hosenscheißer! Ne harte Schulzeit gehabt, oder was?", fragte er gehässig, lachte dümmlich und hielt sich den dicken Bauch. Als von Harry jedoch kein Ton kam, schritt er wütend ins Zimmer, schupste Harry einfach so vom Stuhl und sah schadenfroh zu, wie dieser zu Boden krachte.
"Antworte!", keifte er los, doch Harry blieb weiterhin stumm und sah emotionslos zu seinem Cousin hoch.
"So macht das keinen Spaß! Wehr dich!", rief Dudley aus und hob seine Faust um Harry, wie immer zur Begrüßung, ins Gesicht zu schlagen. Dudley hielt in seiner Bewegung inne, als keine Reaktion erfolgte, ließ sie wieder sinken.
"Zur Hölle, was ist nur los mit dir?", runzelte er die Stirn, Harry senkte den Blick und setzte sich auf, zog die Beine an seinen Körper. Beleidigt, weil Harry sich nicht einmal ansatzweise verteidigte, schoss er aus der Türe, knallte sie hinter sich zu. Obwohl Harry jetzt eigentlich "frei" war, hatte Dumbledore ihn anfangs des letzten Schuljahres gebeten, weiterhin bei den Dursleys wohnen zu bleiben, da noch einige Todesser ausständig waren. Wie Dumbledore meinte, waren viele von ihnen noch auf Rache aus und würden ihre Gelegenheiten nutzen. Harry hatte dem nur schwer zugestimmt, da Dumbledore das Ultimatum der Freiheit auf "nach Neujahr" setzte.
Harrys Augen wanderten zum Kalender, der ihm zeigte, dass es nur noch zwei Wochen bis Neujahr waren. Dann war er endlich frei und konnte wohnen wo immer er wollte...
Die Tage vergingen, Weihnachten kam und ging spurlos an Harry vorüber. Meist lag er im Zimmer am Bett und dachte über vieles nach. Gesang drang an sein Ohr, als die Weihnachtslieder überall erklangen. Doch er war nicht eingeladen dem Fest beizuwohnen und Harry hatte auch keine große Lust dazu. Mit Geschenken hatte er nicht gerechnet, doch kamen wenigstens zwei Pakete, (durch Eulen, versteht sich) die ihn doch sehr freuten. Jedoch hatte er keine Lust sie aufzumachen, so ging er einfach schlafen und erwartete den nächsten Tag.
Als die Sonne ihn weckte, setzt er sich auf, rieb sich die Augen und angelte nach seiner Brille. Sofort stachen ihm die zwei Pakete ins Auge, die er sich nun doch schnappte, sie auf die Decke legte. Da es gerade einmal 7 Uhr Früh war, hatte er noch eine Stunde, bevor er seinen Verwandten im Haushalt helfen musste. Das erste, wie es schien, war von den Zwillingen, was Harry doch wunderte. Ein Brief lag bei, den er sofort öffnete.
Lieber Harry!
Wir können nicht glauben wie sehr unser Bruder zu einem Arsch mutiert ist. Er hat uns allen sofort erzählt, dass du den Besen von der anderen Seite besteigst, was wir absolut nicht schlimm finden. Du kannst immer auf uns zählen, Harry! Außerdem haben wir für Ron noch eine kleine Überraschung, die er erst in der Schule bekommen wird. Wenn du unsere Hilfe brauchen solltest, sind wir immer für dich da. Fred und ich hoffen, dass dir unsere Geschenke gefallen werden. Schöne Weihnachten!
Liebe Grüße, Fred und Georg
Harry grinste von einem Ohr zum anderen, was in letzter Zeit nur noch selten vorkam. Eiligst riss er das Paket auf und freute sich, als er verschiedene Artikel aus dem Laden ausfindig machen konnte. Harry war sich sicher, dass er dies bald gebrauchen konnte. Gewisse Mitschüler kamen ihm da in den Sinn und dazu gehörte diesmal nicht Draco Malfoy.
Als er das zweite Paket zu sich zog, schüttelte er belustigt den Kopf. Hagrid hatte ihm wieder einmal Kekse geschickt, die jedoch die Form eines Weihnachtsmannes hatten. Und wie Harry feststellte, waren sie diesmal nicht hart, sondern zart und schmeckten zumal auch gut! Genüsslich verspeiste er sein Frühstück und zog den Brief heraus, den ihn Hagrid geschickt hatte.
Lieber Harry!
Stell dir vor, Dumbledore war bei mir, wir hatten uns ein wenig unterhalten. Und was ich da erfahren musste, war für mich mehr als unglaublich. Hätte nie gedacht, dass Hermine, Ron und die anderen so gemein zu dir sein könnten! Aber glaube mir eines, Harry. Ich mag dich noch immer, egal wen du eines Tages lieben wirst. Anbei habe ich dir wieder Kekse geschickt und danke dir dafür, dass du mir nicht an den Kopf geknallt hast, dass sie eigentlich steinhart waren! Ich hatte es erst bemerkt, als ich sie selber kostete. Du hattest dich sicherlich gewundert, wieso ich in der letzten Zeit kaum anzutreffen war, oder? Stell dir vor, ich habe mir bei den Elfen Kochunterricht geben lassen, damit ich dir gute Kekse backen konnte. Hoffe, diesmal schmecken sie dir wirklich! Ich will ja nicht, dass du verhungerst! Wenn du Nachschub brauchst, sage es mir! Die nächste Ladung ist schon zu dir unterwegs!
Ich wünsche dir schöne Weihnachten, Harry!
Liebe Grüße, Hagrid
P.s. In der Schachtel findest du noch einen Brief, der eines Tages vor meiner Türe lag. Ich weiß nicht, wer ihn geschrieben hat, doch stand auf dem Umschlag, dass ich ihn dir zu Weihnachten mitschicken sollte. Woher der Schreiber wusste, dass ich dir immer Kekse schicke?
Harry runzelte die Stirn, verlegte das Beantworten der Briefe auf einen späteren Zeitpunkt. Vorsichtig schob er kauend einige Kekse beiseite und bemerkte einen weiteren verschlossenen Brief, den er neugierig öffnete - seine Augen flogen begierig über die Zeilen.
Ich habe dich beobachtet, Harry Potter! Du scheinst nicht glücklich zu sein, stimmts? Wie dem auch sei, ich würde dir nahe legen, es dir wirklich zu überlegen. Nimm die Veränderung wahr und schlage einen anderen Weg ein - du wirst es nicht bereuen! Ich bin mir sicher, du weißt, was ich meine. Wir sehen uns in der Schule.
Grüße, ein stiller Bewunderer von dir
Seltsam! Harry las sich die Zeilen immer und immer wieder durch. Die Schrift kam ihm bekannt vor, doch konnte er sich jetzt nicht erinnern, zu welcher Person sie gehörte! Darüber in Gedanken versunken, legte er ihn weg und fragte sich immer wieder, wer anscheinend Interesse hatte ihm zu helfen? Seufzend stand er auf, machte sich zu Recht und brachte den Tag mit Frühstück machen, Hausputz und bedienen seiner Verwandten hinter sich.
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug, denn die Dursleys mussten ihn nicht einmal befehlen die Hauseinfahrt vom Schnee zu befreien. Harry tat es freiwillig, wollte sich nur ablenken. Kaum, dass er fertig war, betätigte er sich wieder der Hausarbeit und bereitete seinen Verwandten das Essen zu. Er bekam nicht einmal die verwunderten Blicke mit, die ihm seine Familie zuwarf. Auch Dudley fand Harry ziemlich eigenartig und ließ ihn sogar in Ruhe. Es machte ihm keinen Spaß, wenn Harry sich nicht einmal wehrte. So verstrichen weitere Tage bis der unheilvolle Moment kam an dem er seine Sachen ein weiteres Mal packen musste. Die Reise nach Hogwarts stand an und diesmal freute er sich absolut nicht darauf.
"Hey Saftsack! Heute siehst du deine beschissene Schule wieder! Ist das nicht schön? Und wir sehen dich nie wieder!", lachte Dudley los, verschluckte sich beinahe an dem Keks, den er Harry geklaut hatte. Harry sagte wie immer kein einziges Wort, hatte beinahe das sprechen in diesen Ferien verlernt.
"Idiot! Ich rede mit dir!", keifte Dudley weiter, Harry hob den Kopf und sah ihn direkt an. Seine Augen schienen zu fragen, was er eigentlich erwartet und anscheinend drang das auch bis zu Dudley durch. Sein Cousin runzelte die Stirn, schloss die Türe und schlenderte auf Harry zu, der noch immer ruhig auf seinem Stuhl beim Schreibtisch saß.
"Freust du dich denn gar nicht uns endlich verlassen zu können?", kam es leise von Dudley, was bei Harry einen offen stehenden Mund hervor rief. Seit wann klang Dudley besorgt? Harry seufzte, schüttelte den Kopf, Dudley setzte sich auf den Schreibtisch.
"Ist irgendetwas passiert? Ich meine, in deiner Schule?", fragte er neugierig weiter, Harry nickte zustimmend.
"Und was?", hackte er nach, Harry öffnete den Mund. Doch als er zum Sprechen ansetzte, kam kein Ton über seine Lippen. Sein Blick wurde panisch, die Hand legte sich um seinen Hals. Gehetzt sprang er auf, fuchtelte mit den Armen umher und bekam sich nicht mehr ein.
"DAD? DAAADDDD!!!", brüllte Dudley los, versuchte nebenbei Harry mit einem starken Griff wieder zur Ruhe zu zwingen. Die Türe wurde ein weiteres Mal aufgezogen, Vernon trat gehetzt herein und kannte sich im ersten Moment nicht aus.
"DAD! Du musst ihm helfen! Er kann nicht mehr sprechen!", rief Dudley panisch aus, zwang Harry sich aufs Bett zu setzen. Vernon kam nun näher, musterte seinen Sohn eingehend.
"Na und? Ist dass denn so wichtig?", hackte er nach, Dudley starrte seinen Vater an, Harry hingegen seinen Cousin.
"Ja, Dad! Irgendwas stimmt mit ihm nicht! Stell dir vor, wenn er nicht mehr sprechen kann, kann er auch nicht mehr zaubern!", ereiferte er sich, Harry riss die Augen auf. Woher wusste Dudley so gut über seine Machenschaften Bescheid? Vernon kniff seine Augen zusammen, knurrte.
"Dudley! Hast du schon wieder herumgeschnüffelt? Du weißt doch, dass dieser Brief nur für uns gedacht war, nicht für dich!", brauste Vernon nun auf, Dudley schien kurzzeitig verlegen zu sein, doch dann riss er sich zusammen.
"Ja, habe ich! Aber da wusste ich noch nicht wie cool Harry in dieser Welt ist! Dad, versteh doch! Bei uns ist es nie aufregend, da passiert nie etwas! Und Harry hatte mir einmal das Leben gerettet vor den... ähm... Dematoren oder so.", haspelte er weiter, Harry zog an seinem Shirt.
"Was?", fragte Dudley verwirrt, Harry formte mit seinen Lippen das richtige Wort.
"Du meinst: Dementoren?", nickte Dudley, Harry lächelte ein wenig.
"Das gibt dir noch lange nicht das Recht...", brauste Vernon auf, doch Dudley schüttelte den Kopf.
"Kann schon sein, dass ich es nicht hätte lesen sollen, aber dann hättet ihr diesen Brief auch verstecken sollen! Er lag offen auf dem Küchentisch und dieser Dumbledore meinte darin, dass Harry ihre Welt gerettet hätte! Ich finde das cool! Also? Können wir ihm helfen?" Bittend sah er seinen Vater an, der nun seufzte und sich über den dicken Brauch streichelte.
"Nein, mein Sohn, können wir nicht. Du weißt, wir sind keine Zauberer.", murmelte er leise und wunderte sich, wieso Dudley so ein Interesse an Harry hatte. Anscheinend war er von diesem Brief ziemlich beeindruckt gewesen, Vernon auch - doch würde er dies niemals öffentlich und schon gar nicht vor Harry Potter zugeben.
"Okay. Dann... Harry? Gibt es in eurer Schule eine Krankenschwester?", fragte er gleich nach, Harry nickte wie wild.
"Ja, also wenn du dann dort bist, geh einfach so schnell wie möglich dort hin, oder zu diesem Dumbledore, ja?", ereiferte er sich schnell, Harry überlegte und nickte ein klein wenig.
"Dad?", wandte er sich zu seinem Vater, der mehr als erstaunt über seinen Sohn war.
"Können wir Harry diesmal zum Bahnhof bringen? Sonst geht er ja immer alleine. Er kann sich sicherlich nicht wehren wenn er nicht sprechen kann.", überlegte er laut, Vernon knurrte.
"Meinetwegen.", zischte er, drehte sich umher und verschwand aus der Türe. Dudley fühlte den Blick auf sich, wandte seinen Kopf und sah Harry eingehend an.
"Was denn?", kam er sogleich zum Punkt, Harry grinste. Er formte abermals etwas mit seinen Lippen, Dudley kicherte.
"Gern geschehen. Weißt du, Harry, ich hatte schon sehr viel Angst vor diesem Zauberkram, aber als ich vorgestern diesen Brief las..." Dudley seufzte und setzte sich neben Harry.
"Du bist so mutig! Und du kämpfst nicht einmal mit Fäusten! Ich könnte das nie! Du musst sehr mächtig sein. Also ich sehe das so. Ich bin der King hier in der Straße, ich verteidige sie, ja? Und du bist halt der King in der Zauberwelt. Was auch immer für Arschlöcher dort sind die dir das Leben zur Hölle machen... Das darf nur ich! Also zeig ihnen, was du drauf hast, Harry! Du hast doch diesen Oberheini in die ewigen Jagdgründe geschickt, oder?", haspelte Dudley weiter, Harry gluckste lautlos und nickte nochmals.
"Und da lässt du dich von anderen Idioten die nicht so viel draufhatten fertig machen? Du hast dir nicht einmal etwas von mir sagen lassen und ich bin eindeutig der stärkere von uns beiden! Also? Was ist jetzt? Trittst du den anderen nun in den Arsch, oder nicht?", grinste Dudley schief, Harrys Augen strahlten wieder - ein weiteres, heftiges Nicken folgte.
"Gut so, Lackaffe. Pack dein Zeug und mach dich fertig. Ich warte beim Wagen, klar?", plusterte er sich auf, Harry schüttelte amüsiert den Kopf. Wo Dudley Recht hatte, hatte er Recht. Also machte er sich fertig und schwor sich, ab nun einen anderen Weg einzuschlagen.
Eine Autofahrt später verabschiedete sich Dudley zwar wie immer, doch grinste er, seine Augen sprachen eher von "viel Glück". Harry winkte und sah dem Wagen lange nach. Es war ein Abschied ohne Rückkehr. Seufzend zog er seinen Hoffer hinter sich her, in der anderen Hand hielt er den Käfig von Hedwig, die erst heute Morgen die Nachrichten überbracht hatte - schnell wieder bei ihm war.
Als er am Bahngleis ankam, den Hogwartsexpress vor sich sah, stieg er rasch ein und suchte sich ganz hinten ein leeres Abteil. Sein Gepäck verstaut, hoffte er, dass es bald losging. Die Fahrt begann sehr ruhig ehe einige Schüler bei ihm vorbei sahen, Harry neugierig musterten und wieder abzogen. Harrys Augen nahmen wieder eine trübe Schattierung an, vermisste er doch wahre Freunde. Er fragte sich wie man so untolerant sein konnte, doch jetzt wusste er, dass sie niemals seine wahren Freunde gewesen waren.
Tief in Gedanken versunken, bemerkte er nicht wie die Schiebetüre ein weiteres Mal betätigt wurde, gehässiges Gelächter erklang.
"Potter, alte Schwuchtel! Na? Tolle Ferien gehabt? Oder hat dein fetter Cousin endlich ran dürfen?", zischte Ron böswillig, Harry zuckte zusammen.
"Ich rede mit dir, Potter! Hat es dir die Sprache verschlagen?", grinste er fies, Dean und Seamus kreuzten auf und stellten sich lachend zu ihm.
"Wie es scheint, ist es so. Kommt, lasst uns ein anderes Abteil finden, sonst bekommt der große Retter der Zauberwelt eventuell noch einen Ständer wenn er uns sieht.", kicherte Dean froh, Harry seufzte niedergeschlagen. Doch bevor sie verschwanden, sprach Ron noch einen Spruch auf Harry, der schon wieder in einer Ganzkörperklammer gefangen war. Hart knallte er zu Boden, Seamus runzelte die Stirn.
"Er wehrt sich nicht einmal, gut für uns!", rief er aus, wollte bereits gehen.
"Scheiß doch auf diesen Idioten. Er hat uns diesen Trottel von Lord vom Hals gehalten, ihn aus der Welt geschafft - jetzt ist er für uns nutzlos. Und mit einer Tunte will ich nichts mehr zu tun haben.", kam es kalt von Ron, Hermine und Neville waren weit und breit nicht zu sehen. Harry bekam nur im Augenwinkel mit wie die drei zum gehen ansetzten doch nicht weit kamen.
Wer auch immer, schoss einen weiteren Fluch ab, die drei Freunde flogen schreiend einige Meter weit durch den Gang. Harry wunderte sich wer ihm da half, doch war er noch immer erstarrt. Weitere, gemurmelte Worte und schon konnte sich Harry wieder rühren. Hastig sprang er hoch, eilte aus dem Abteil und sah zu, wie seine damaligen Freunde sich stöhnend am Boden wälzten, ihnen anscheinend alles wehtat. Harry grinste zufrieden, blickte in die andere Richtung und konnte allerdings niemanden ausmachen. Langsam wurde es mysteriös, fand er.
Den Rest der Fahrt wurde er in Ruhe gelassen und Harry wunderte sich wieso Malfoy mit seiner Gang nicht schon lange bei ihm vorbei geschaut hatte. Als der Zug endlich in Hogsmeade eintraf war er schon umgezogen, stürmte aus dem Zug. Leider waren die Kutschen schon besetzt, so versuchte er es bei der ersten, zog die Türe auf.
Danach erstarrte er, wollte etwas sagen, doch schloss er resigniert den Mund. Malfoy sah ihn betont uninteressiert entgegen, neben ihm saß Pansy Parkinson, die ihn verstohlen musterte. Gegenüber befanden sich Crabbe, Goyle und Zabini, die sich fragten, was Harry Potter wohl wollte. Ein Pfiff erklang, es war Zeit einzusteigen. Harry hatte nun keine Möglichkeit mehr sich eine andere Kutsche zu suchen, wusste nicht, was er tun sollte.
"Glotz nicht so, steig endlich ein, Potter!", schnarrte Draco Malfoy, Harry senkte verlegen den Kopf. Schnell kam er der Aufforderung nach, setzte sich neben Pansy und verhielt sich still. Die fünf Slytherins starrten ihn an, doch Harry senkte seinen Kopf und sagte kein Wort.
"Sag mal, Potter, bist du wirklich schwul?", schnarrte Pansy mit verzogener Nase, Harry verfiel. Doch was hatte er zu verlieren? Langsam nickte er, die Slytherins verhielten sich weiterhin still.
"Also war es doch kein Gerücht?", hackte Pansy neugierig nach, Harrys Wangen brannten, ebenso wie seine Augen. Mechanisch schüttelte er den Kopf, erwartete Gelächter - vor allem von Draco Malfoy, doch die Insassen blieben weiterhin still.
"Wenn´s nichts weiter ist, würde ich die Fahrt zur Schule endlich genießen können, Parkinson. Geht das?", schnarrte Draco gelangweilt, Harrys Mund stand offen.
"Potter, Mund zu, du fängst Fliegen.", kommentierte er leise, blickte wieder aus dem Fenster. Pansy murrte, war beleidigt und Blaise grinste Harry an. Der Gryffindor hätte vieles erwartet, aber nicht, dass sie sich NICHT über ihn lustig machten! Als sie endlich ankamen, wartete Harry bis alle ausgestiegen waren. Was ihm nicht auffiel war, dass sie irgendwie auf ihn warteten, ihn nicht ansprachen sondern in Ruhe ließen.
Draco schüttelte einfach nur den Kopf, schritt hoheitlich voran und kehrte Harry somit den Rücken zu. Harry sprang aus der Kutsche, lief an Draco vorbei und versuchte so schnell wie möglich zum Schloss zu gelangen. Das neue Jahr fing ja schon gut an, dachte er bei sich und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Langsam füllte sich die Halle und Harry hatte abermals am Ende des Tisches Platz genommen.
Sein Blick fing den von Neville ein, der ihn ziemlich erschüttert ansah. Wortlos ging er an ihm vorbei, betrachtete ihn nicht länger, ebenso tat dies Hermine. Harrys Herz brach, er wollte es noch immer nicht glauben. Als alle Schüler eingetroffen waren rief Dumbledore sie zur Ruhe, hieß sie herzlich willkommen und füllte die Tische mit einem Händeklatschen mit Essen.
Harry löffelte gerade seine Suppe, als ein Papierflieger direkt vor dem Teller landete, er mit zitternden Fingern danach griff. Als er das Papier entfaltete bewegten sich die Figuren und Harrys Blick verschwamm. Alles, was er noch entziffern konnte war: "Blöder Arschficker, noch immer stockschwul?" Wütend stand er auf, rauschte aus der Halle und bekam die besorgten Blicke nicht mit, die ihm sehr wohl folgten. Wo sollte er hin? In den Raum der Wünsche konnte er nicht, wie er nach einer Stunde feststellte, da dieser leider besetzt war. Ob er diesmal im Turm übernachten sollte? Nein, das war eindeutig zu gefährlich.
Es wurde bereits dunkel, als Harry sich in einer Nische versteckte, am Gemäuer hinab sank und in die Dunkelheit blickte. Nun wurde es ihm doch zu viel, Tränen stiegen empor. Mit einem lautlosen Schluchzen zog er die Beine an, versteckte seinen Kopf darin und weinte leise vor sich hin. Die Realität schoss in diesem Moment auf ihn ein, traf ihn hart und unvorbereitet. Er war doch "nur" schwul! Wieso konnte so eine Aussage aus Menschen, von denen man glaubte, dass sie Freunde wären, nur solche Heuchler machen? Wieso ließen sie ihn nicht in Ruhe? Harry bemerkte nicht die leisen Schritte, die immer lauter wurden, schließlich vor ihm stoppten.
"Potter?", fragte ihn diese Person, Harry sah mit verweintem Gesicht hoch. Natürlich, was kam denn noch? Harry schüttelte ergeben den Kopf, zog die Beine noch näher zu sich und ließ weiterhin seinen Tränen freien Lauf.
"Hör mal, Potter, ich weiß nicht, wie ich jetzt mit dir umgehen soll. Irgendwie tust du mir leid?", wisperte die Stimme, die Person ging vor ihm in die Knie und versuchte sein Kinn zu ergattern, welches nun hoch gedrückt wurde. Harry sah dank des Mondlichtes, dass es sich hier um ein Mädchen handelte. Und zwar um genau zu sein, um Pansy Parkinson. Sie hatte trug noch immer einen Pony als Frisur, ihre braunen Augen sahen ihn ein wenig besorgt an.
"Sag was, verdammt.", herrschte sie ihn an, doch Harry weinte einfach weiter und entzog sich ihrer Finger. Leise fing sie zu knurren an.
"Gut, wenn du nicht mit mir sprechen willst.", meinte sie kalt, sie wollte sich erheben. Harrys Hand schnellte lautlos schluchzend hervor, krallte sich an ihrem Umhang fest. Mit der anderen zeigte er auf seinen Hals, Pansy runzelte die Stirn.
"Was? Hast du Halsweh? Nein? Was denn sonst? Sag schon!" Harry schmiss seine Arme in die Höhe, doch weinte er wenigstens nicht mehr. Da ging Pansy ein Licht auf.
"Du.. du kannst nicht mehr sprechen?", wisperte sie leise, Harry nickte wie wild.
"Aber wieso?", keuchte sie nun, Harry zuckte mit den Schultern.
"Du weißt es also nicht, hm? Wann genau passierte es denn?", fragte sie nach, Harry sah sie mit schräg liegendem Kopf an.
"Oh...ähm... Ja, du kannst es mir ja nicht sagen. Passierte es auf den Weg hierher?", versuchte sie das Rätsel zu lösen, Harry schüttelte den Kopf.
"In der Kutsche?", versuchte sie es wieder, Harry verdrehte die Augen.
"Vorher? In den Ferien schon?", haspelte sie weiter, Harry hielt den Daumen hoch.
"Und du weißt nicht wieso?" Harry seufzte lautlos und sah sie traurig an.
"Glaubst du, dass dich jemand verflucht hat?" Harry überlegte, zuckte mit den Schultern.
"Weißt du, ich glaube es ist besser wenn wir zur Krankenstation gehen. Soll ich mitkommen?", traute sie sich zu fragen, Harry fing zu lächeln an.
"Heißt das ein ja?", kam es leise von ihr, Harry grinste noch immer, er nickte abermals.
"Danke! Endlich will mich jemand dabei haben!", kicherte sie noch immer leise, rutschte auf ihren Knien zwischen die von Harry und umarmte ihn stürmisch. Harry war irgendwie überrumpelt, doch schloss er seine Arme um sie und fühlte sich das erste Mal verstanden. Er konnte es nicht verhindern, dass ihm schon wieder die Tränen kamen. Seine Schultern zuckten, Pansy verstand. Sie wurde ernster, zog ihn näher zu sich und wiegte ihn sanft umher.
"Du vermisst deine Freunde, wie?", fragte sie sanft, spürte Harrys nicken an ihrer Schulter.
"Sie waren nie Freunde, habe ich Recht?", überlegte sie weiter, Harry klammerte sich geradezu an sie, das Zucken der Schultern wurde immer heftiger.
"Schhhtttt, schon gut. Wein dich ruhig aus, ja?", wisperte sie leise und drückte ihn noch näher zu sich.
"Potter?", fragte sie nach einiger Zeit, als Harry sich beruhigt hatte und sie sich langsam von ihm löste. Fest sah sie ihm ins Gesicht, wollte sichergehen, dass er wieder okay war.
"Wäre es schlimm für dich, wenn ich eventuell deine Freundin sein dürfte? Keiner will mich als Freundin haben und Draco mault nur mit mir herum. Der ist in letzter Zeit so still und nachdenklich geworden, weißt du? Irgendwas stimmt mit dem nicht. Was rede ich denn da! Du willst sicherlich nichts über deinen Erzfeind wissen, wie?", lächelte sie milde, legte ihren Kopf schief. Die schrille Pansy gab es anscheinend nicht mehr. Harry wunderte sich, wie einfühlsam dieses Mädchen sein konnte.
...in Slytherin findest du wahre Freunde....
...kamen ihm die Worte des sprechenden Hutes in den Sinn. Langsam nickte er nun, lächelte und Pansy flog ihm kreischend um den Hals. Gut, die kreischende Pansy war doch noch anwesend, aber sie wirkte sehr nett.
"Komm schon, Potter, wir müssen los.", meinte sie nach einiger Zeit und zwei seligen Seufzern, stand auf und hielt Harry ihre Hand entgegen. Dankbar nahm er sie an, ließ sich hochziehen. Sie ließ seine Hand nicht los, sah ihm tief in die Augen.
"Ich bin Pansy, Harry.", lächelte sie leicht und nickte ihm zu. Harry strahlte sie an, nickte ebenso und folgte ihr. Beiden war nicht bewusst, dass sie einen Beobachter hatten, dessen Gedanken sich nun überschlugen. Pansy hatte immer schon ein Gespür für Besonderheiten besessen - und wie es schien, lag sie auch diesmal wieder goldrichtig. Der Beobachter zog sich zurück, um nachdenklich zu seinen Gemächern zu schlendern. Doch auf den Weg dorthin blieb er stehen - er musste handeln! Seine Schritte wurden immer schneller, sie trugen ihn zu einer gewissen Person...
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"Herein?", seufzte Dumbledore, der nun seine Feder beiseite legte und aufsah. Die Türe wurde aufgedrückt, gehetzte Schritte erklangen.
"Oh! Welche Ehre! Was kann ich für Sie tun, Mister...", fing Dumbledore neugierig an, doch wurde er hart unterbrochen.
"Sir! Verzeihen Sie die späte Störung, aber ich muss Sie dringend sprechen!", keuchte der Besucher los, Dumbledore stand nun auf und schritt um den Tisch herum.
"Und um was geht es?", fragte er nach, wartete ab, bis sich sein Gegenüber erholt hatte.
"Um Harry Potter, Sir. Und es ist dringend. Ich habe eine Entdeckung gemacht und würde gerne eine Bitte äußern..", kam er zum Punkt, Dumbledores Augen glitzerten verdächtig.
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"Miss Parkinson? Mister Potter? Was kann ich für Sie tun?", fragte die Medihexe, die bereits im Nachtgewand erschien, sie beide genau musterte.
"Madam Pomfrey? Könnten Sie sich bitte Harry ansehen?", fragte Pansy scheu, Poppy riss die Augen auf. Seit wann nannte Pansy Parkinson den jungen Mister Potter "Harry"?
"Nun, was fehlt ihm denn? Kann er nicht für sich selber sprechen?", fragte sie pikiert, Pansy zog wütend die Stirn kraus.
"Nein, darin liegt ja das Problem!", brauste sie auf und verschränkte böse ihre Hände vor der Brust. Harry konnte noch immer nicht glauben, dass Pansy sich für ihn einsetzte und musste sich eingestehen, dass sie eine sehr nette Person war. Poppy kam der Aufforderung sofort nach und untersuchte sofort seinen Hals. Die Türe zur Krankenstation ging auf, Dumbledore kam herein.
"Harry! Wieso kamst du nicht sofort zu mir?", fing er sogleich an, Harry verdrehte die Augen.
"Oh! Das Passwort, ich verstehe!", lächelte Dumbledore milde, drehte sich zu Pansy und musterte sie eingehend.
"Miss Parkinson? Darf ich fragen, was Sie hier tun?", fragte er leise, Pansy wurde ein klein wenig rot.
"Nun, Professor, ich habe Harry am Gang gefunden. Er weinte - und als ich ihn fragte, was los sei, kam ich mit der Zeit drauf, dass er nicht sprechen konnte.", fing sie zu erklären an, Dumbledore nickte ihr zu und beobachtete danach die Krankenschwester, die noch immer Harry untersuchte. Seufzend ließ sie ihren Zauberstab sinken, drehte sich zu Dumbledore und sah hoch.
"Ich würde meinen, dass Mister Potter im wahrsten Worte seine Stimme verloren hat. So ein Phänomen kommt nur vor, wenn....", fing sie an, ihr Kopf rauschte wieder zu Harry, der sein Haupt schuldbewusst sinken ließ.
"Harry? Setzt es dir so sehr zu? Kommst du mit der Situation nicht klar?", fragte Dumbledore leise, da er wusste, auf was Poppy hinaus wollte. Harry schüttelte den Kopf, ohne die anderen auch nur anzusehen.
"Ach Harry..", wisperte Pansy nun und setzte sich auf der anderen Seite des Bettes auf die Matratze drauf.
"Bist du so fertig wegen der Idioten von Gryffindor, die dich so fertig machen?", kam sie auf den Punkt, Harry sah sie lange an und nickte langsam.
"Nun gut, Mister Potter. Ich bin mir sicher, Professor Dumbledore lässt sich etwas einfallen. Und heute dürfen Sie hier übernachten, wenn Sie wollen. Leider habe ich hierfür kein Gegenmittel, müssen Sie wissen. Das können Sie nur alleine bewerkstelligen. Erst, wenn Sie ihre Probleme gelöst haben, dann finden Sie auch ihre Stimme wieder.", sah Poppy ihn mitleidig an, Harry sank in sich zusammen. Ja, er hatte versucht es zu verdrängen, doch holten ihn die Probleme jetzt erst so recht ein.
"Gut, danke, Poppy. Harry? Morgen Früh erwarte ich dich in der großen Halle, zum Frühstück. Ich habe meine Entscheidung bereits in den Ferien getroffen. Doch wurde sie erst gefestigt, als ich vorhin gerade interessanten Besuch hatte.", zwinkerte Dumbledore ihn zu, Pansy platzte vor Neugierde.
"Darf ich fragen wer es war, Professor?", quiekte sie leise, Dumbledores Augen funkelten belustigt.
"Dürfen Sie, Miss Parkinson. Doch werde ich Ihnen nicht verraten, wer bei mir war. Es half mir nur in der Entscheidung, welche Sie morgen ebenfalls erfahren werden. Miss Parkinson? Die Ausgangssperre beginnt in einer halben Stunde. Ich würde Sie dann gerne im Kerker wissen.", nickte er ihr zu, Pansy bejahte sofort. Dumbledores Augen glitzerten noch immer, als er sich verabschiedete und wieder verschwand. Poppy machte es ihm gleich, so befanden sich nur noch Harry und Pansy auf der Krankenstation.
"Hast du eine Ahnung wer bei Dumbledore im Büro war?", fragte sie geradeaus, Harry verzog nachdenklich sein Gesicht und zuckte mit den Schultern.
"Mist, jetzt kann ich bis morgen warten, ich mag das nicht. Harry? Mach dir bitte keine Sorgen, ja? Du wirst sehen, es wird alles wieder gut werden, das verspreche ich dir. Und noch etwas..." Langsam stand sie auf, hielt noch immer seine Hand, was Harry vormals nicht bewusst gewesen war.
"Ich habe kein Problem damit, dass du schwul bist. Wir in Slytherin sind dem Thema sehr aufgeschlossen. Außerdem gibt es einige Jungs bei uns, die ebenso schwul sind. Nur zu deiner Information. Und wenn du morgen in der Halle bist und sie dich wieder ärgern, komme ich zu dir und rette dich, okay?", zwinkerte sie ihm zu, Harry stiegen schon wieder Tränen in die Augen.
Wortlos breitete er seine Arme aus, seine Augen sprachen Bände. Pansy strahlte ihn an, flog in seine Arme und kuschelte sich an ihn. Harry seufzte lautlos, streichelte ihren Kopf und ließ sie bald wieder frei.
"Nichts zu Danken, Neuling.", zwinkerte sie ihm zu und verließ leise summend die Krankenstation. Harry starrte ihr lange nach. Was sollte "Neuling" bedeuten? Hieß es etwa, dass er zu ihr dazugehörte? Sie ihn eventuell als Slytherin sah? Harrys Herz schlug das erste Mal seit langem freudig, während er sich ins Bett kuschelte, seine Augen schloss - die Lichter wie von Zauberhand gelöscht wurde, und schlief sofort ein.
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Am nächsten Tag war Harry mehr als nervös, schlich zittrig in die Waschräume, die Poppy ihm zeigte, um sich frisch zu machen. Nervös schritt er in die große Halle, wirkte selbstsicherer denn je. Pansy und ihre Mitschüler saßen schon am Tisch, viele blickten hoch und entgegneten seinen Blick neutral, was Harry sehr wunderte. Seien Augen hafteten auf Draco Malfoy, der ihn einfach nur ansah und ihm sogar zunickte? Harry runzelte die Stirn, setzte sich zu seinem Tisch und spürte sofort die hasserfüllten Blicke seiner Mitschüler. Das Frühstück erschien auf den Tischen, Harry langte ordentlich zu.
Abermals hörte er gehässige Rufe in seine Richtung, doch diesmal blitzten seine Augen vor Wut und Rache, er grinste sie schadenfroh an und prostete ihnen zu. Harry bemerkte das erfreute Lachen von Pansy, den fragenden Blick von Hermine und Neville. Ron schien verdutzt und etwas ängstlich. Er kannte diesen Blick von Harry, den er beim letzten Kampf ebenso zur Schau getragen hatte. Dumbledore kam hinzu, setzte sich und nickte Harry zu, als dieser auch ihm zuprostete.
Harrys Grinsen wuchs, seine Augen funkelten dunkel und keiner am Gryffindortisch sprach ihn schräg an. Irgendwie hatten sie alle eine Ahnung, dass Harry etwas plante, wussten sie ja nichts von den letzten Ereignissen. Es hatte sie ja auch nicht interessiert, dass Harry wieder gefehlt hatte.
"Meine lieben Schüler! Ich bitte kurz um Ruhe!", donnerte Dumbledores Stimme durch die Halle, Harrys Herz fing zu pochen an. Sein Kopf schnellte zu Pansy, die ihm aufmunternd zunickte. Blaise und Draco betrachteten die beiden eingehend, runzelten die Stirn. Doch Harry konnte durch den stummen Kontakt zu ihr nicht sehen, wie die beiden Jungen leicht zu grinsen anfingen.
~Es wird alles gut gehen, Harry~, formte sie mit ihren Lippen, Harry lächelte schief und schnaubte. Pansys Gesicht erhellte sich, sie war mir Harrys Auftreten mehr als zufrieden.
"Wie ich leider bemerken musste, gibt es im Hause Gryffindor einige Schwierigkeiten, die ich nicht mehr mit ansehen werde! Aus diesem Grund habe ich eine Entscheidung getroffen, die ich hier und jetzt vollstrecken werde! Minerva?!", bat er seine Gehilfin, die sich nun erhob, etwas vom Boden aufhob und damit nach vorne schritt. Das Gemurmel wurde lauter, als man nun freie Sicht auf Minerva hatte, die sich mittig in der Halle aufstellte und den sprechenden Hut hochhielt. Harrys Augen weiteten sich, sein Herz schlug noch schneller in der Brust. Entsetztes Keuchen seiner Schulkollegen drang an sein Ohr.
"Harry? Würdest du bitte nach vorne kommen?", sah Dumbledore ihn über seine Halbmondbrille an, Harry erhob sich.
"Wenn Sie sich alle fragen, wieso Harry Potter nochmals wählen darf, dann deshalb, weil er damals die Auswahl zwischen zwei Häusern hatte und sich leider Gottes für Gryffindor entschied.", sprach er kalt aus, die Schüler von Gryffindor sahen ihn entsetzt an. Harry spürte brennende Blicke in seinem Rücken, als er langsam und sehr nervös auf den leeren Stuhl zuschritt, leises Gewisper hören konnte. Viele flüsterten miteinander, wohin Harry Potter wohl gewählt werden würde.
"Hoffentlich kommt er zu uns.", wisperte ein junges Mädchen aus Ravenclaw, Harry schmunzelte. Seine Augen wanderten während des Gehens zu Minerva, die ihn besorgt musterte, ihm jedoch zunickte. Als er saß setzte sie ihm den Hut auf. Seine Augen suchten die von Pansy, beinahe hypnotisiert starrte er sie an - sein Herz klopfte wild, seine Hände waren schweißnass. Pansy hingegen faltete ihre Hände und führte sie zum Mund. Sie bewegte ihre Lippen, anscheinend betete sie. Draco Malfoy riss gehetzt die Augen auf, setzte sich gerade hin. Auch sein Herz klopfte immer schneller, hart musste er schlucken. Wohin würde Harry Potter nun kommen? Vielleicht...
Harry schloss nun seine Augen, sein Gesicht wirkte mehr als entspannt. Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen, bis es zu einem Grinsen wuchs. Der Hut sprach leise mit ihm, kicherte ab und zu und schien höchst erfreut zu sein.
"Bist du nun wieder bei mir? Ich hätte dir auch damals sagen können, dass die Wahl zwar gut, aber nicht richtig war. Jetzt bist du endlich soweit deine Chance und dein wahres Haus anzunehmen?", flüsterte der Hut leise, Harry nickte nur.
"Wenn es so ist, dann darf ich dich beglückwünschen." Stille hüllte die Halle ein, Draco knetete nervös auf seinen Fingern herum und biss sich auf die Unterlippe.
"SLYTHERIN!!!!!", donnerte der sprechende Hut los, das besagte Haus fing zu kreischen, zu klatschen und zu johlen an. Minerva seufzte wehleidig, gab ein "Es tut mir so Leid, Potter. Aber dort wird es Ihnen sicherlich besser gehen.", von sich und nahm ihm den Hut ab. Harry öffnete seine Augen, immer wieder hörte er die besonderen Worte des sprechenden Hutes. Als er aufstand, zitterten seine Beine. Der Beifall vom Hause Slytherin wurde immer heftiger und auch Draco Malfoy klatschte erleichtert, doch hielt er sich zurück. Nur seine glitzernden Augen verrieten die Freude.
Als Harry zu seinem neuen Haus schritt, zückte Dumbledore seinen Zauberstab, richtete ihn auf Harry und murmelte einige Worte. Während des Gehens veränderte sich seine Schulkleidung. Mit einem jeden Schritt wich sie immer mehr ins Slytheringrün, bis Harry endlich zu ihnen gehörte. Das Getuschel wurde immer lauter, sowie der Beifall. Einige der Schüler an anderen Tischen standen nun auf und klatschten für Harry Potter.
Der "Neuling" von Slytherin strahlte Pansy an, behielt sie im Auge, die sofort Platz machte und sich nicht mehr einbekam. Als Harry endlich Platz nahm, saß er zwischen Pansy und Draco, Harry lächelte zufrieden. Stürmisch wurde er von Pansy umarmt, was Harry sehr schön fand. Doch sein Lächeln verflog, als er eine kleine Pergamentrolle vor sich auf dem Tisch vor sich liegen sah. Verwirrt runzelte er die Stirn, Pansy starrte ebenso auf den Tisch.
"Woher kam die denn?", fragte sie leise, Harry zuckte mit den Schultern.
"Willst du sie denn nicht aufmachen, Potter?", schnarrte Draco zufrieden, Harry tat es sogleich.
Endlich hast du deine Chance wahrgenommen, sie ergriffen. Endlich bist du dort, wo du schon immer hättest sein sollen. Willkommen in Slytherin, Harry Potter! Wir freuen uns sehr, dich bei uns zu sehen! Du wirst es niemals bereuen!
Gezeichnet, ein stiller Bewunderer von dir
Harry ließ das Pergament sinken, Pansy fischte danach und überflog die Zeilen. Natürlich erkannte sie die Handschrift und wollte sich sofort grinsend dazu äußern. Doch wurde sie von gewissen Augenpaaren warnend daran gehindert, Pansy hielt den Mund.
"Willkommen in Slytherin, Potter. Es freut uns, dass du nun einer von uns bist.", meinte Draco selbstgefällig, schenkte Harry ein kleines, aber ehrliches Lächeln. Dracos Augen funkelten zufrieden, Harry versank geradezu in ihnen. Sie waren so verflucht silbern? Unglaublich schön... Er erwischte sich beim Starren, hätte ewig in Dracos Augen versinken können. Schnell nickte er Draco zu, wurde rot und machte sich daran das Essen, welches Pansy ihm bemutternd auf den Teller schaufelte, zu sich zu nehmen.
Kauend sah er zum Tisch seines damaligen Hauses, bei dem es beinahe komplett still war. Sie alle schienen geschockt und bedrückt zu sein, hatten sie nicht erwartet, dass Harry das Haus wechseln würde. Und schon gar nicht zu den Slytherins! Was Harry jedoch wunderte war, dass Neville verhalten klatschte und ernsthaft zu ihm sah, nickte. Harry zog eine Augenbraue hoch, doch lächelte er ein wenig. Was den neuen Slytherin jedoch noch mehr erstaunte, war die Tatsache, dass er unter den Tisch sehen konnte, dort Hermines Hände erhaschte, die ebenso leise, doch sichtbar klatschte. Ihr Gesicht jedoch verriet keine Regung, doch dann schickte sie ihm ein kleines Lächeln.
So hatte Harry immerhin die Gewissheit, dass Neville und Hermine es für gut befanden, dass er endlich das Haus wechseln konnte. War er ihnen doch nicht so egal? Ron schäumte vor Wut, ballte seine Fäuste und Draco blitzte zu Weasley zurück. Das machte Ron noch wütender, der nun von Dean und Seamus zurück gehalten werden musste. Draco Malfoy hatte sich noch nie so befriedigt gefühlt, wie in diesem Moment. Endlich hatte er gegenüber diesem Wiesel gesiegt! Harry Potter gehörte nun endlich zu ihnen!
"Schüler von Slytherin! Ich hoffe, ihr werdet Harry Potter Freundschaft, Zusammenhalt und Einigkeit entgegenbringen, was zu meiner grenzenlosen Enttäuschung vom Hause Gryffindor nicht zu erwarten war! Obwohl Mister Potter im Vertrauen seine Kollegen von einer sehr heiklen Sache unterrichtet hatte, musste ich nun feststellen, dass dieses Haus mehr untoleranter war, als ich es mir hätte jemals erträumen hätte können! Schüler von Gryffindor! Sie alle sollten sich schämen! Besonders SIE, Mister Weasley!
Ich hoffe, Sie alle lernen aus diesem Vorfall, denn ich wünsche keine weiteren Vorkommnisse in dieser Hinsicht! Außerdem muss ich Ihnen allen noch mitteilen, dass Harry Potter aufgrund der seelischen Belastung seine Stimme verlor und er somit unter besonderem Schutz von mir und dem Hause Slytherin steht! Sobald sich erholt hat, erhoffe ich mir sehr, dass Mister Potter seine Stimme wieder finden wird! Ich wünsche Ihnen weiterhin guten Appetit!"
Dumbledore setzte sich zufrieden, ignorierte die offen stehenden Münder der Gryffindors. Ginny beschimpfte Ron leise aber hart, da sie es immer schon gewusst hatte, was Harry anging. Zwar war auch sie froh, dass es Harry nun besser ging, doch hatte sie sich niemals auf die Stufe ihres Bruders und seiner Freunde gestellt.
"Hey Harry! Harrryyy? Hallo? Ich bin, - Draco rutsch mal zurück, ich gelange ja nicht einmal zu ihm - äh, ich bin Blaise.. Blaise Zabini!", plapperte der dunkelhaarige Slytherin, bester Freund von Draco, Harry an und reichte ihm die Hand. Draco schnaubte und verschränkte mit düsterem Blick seine Hände vor der Brust.
Harry hielt im Kauen inne, wischte sich die Hände am Umhang ab und schlug freudig ein. Seine Augen strahlten, er öffnete den Mund und hielt inne.
"Ja, ja, ich weiß schon, was du sagen willst!", lachte Blaise los, "Nämlich, dass du höchst erfreut bist mich kennen zu lernen, richtig? Weil ich so nett bin, im Gegensatz zu Draco, stimmts? Und vor allem, weil ich charmant bin und...", plapperte Blaise weiter und schweifte gnadenlos ab. Pansy verschluckte sich kichernd an ihrem Essen, Harry sah ihn verdutzt an und Draco kochte bereits.
"Schnauze, Zabini! Potter würde sicherlich nur ein ~angenehm~ sagen und eventuell seinen Vornamen nennen. Aber ich kann dir garantieren, dass er dich nicht charmant findet.", zischte er seinen besten Freund an, Harry und Blaise lösten ihre Hände.
"Wieso denn nicht? Ich BIN charmant.", schmollte der Slytherin jetzt, Harry grinste schief und fühlte sich sofort wohl.
"Bist du nicht."
"Bin ich doch."
"Bist du nicht."
"Bin ich dooohoooch."
"Halt die Klappe, denn du bist das nicht!", zischte Draco mit roten Wangen, schließlich hat Harry ihm die Hand gegeben. Pansy beobachtete die beiden Streithähne mit einem Lächeln, beugte sich zu Harry und räusperte sich leise, während die beiden sich leise anmaulten und anblitzten.
"Schätze, da ist ein blonder Schönling eifersüchtig.", kicherte sie und machte sich an ihrem Pudding zu schaffen. Harry sah sie blinzelnd an, die Frage stand ihm ins Gesicht geschrieben. Kauend blickte sie wieder Harry an, grinste und fing beinahe zu sabbern an.
"Wieso? Hm, weil du Blaise Hand angenommen hast, aber die von Draco hattest du damals ausgeschlagen. Mann, war der sauer. Weißt du, er ist nicht einmal so ein Arsch wie er immer tut. Er zeigt selten bis nie Gefühle, aber ich weiß, er hat welche. Ich kenne ihn schon sehr gut, weißt du?", zwinkerte sie ihm zu, Harry überlegte und runzelte die Stirn. Dann seufzte er, nickte Pansy nervös zu und drehte sich zu Dracos Rücken. Während sich Crabbe und Goyle amüsierten, Theodore Nott ergeben den Kopf schüttelte, Draco und Blaise sich noch immer anmaulten, - tippte Harry dem Blonden auf die Schulter.
Wütend drehte Draco sich umher, blitzte Harry an.
"WAS", knurrte er, Harrys Grinsen verflog, er senkte betroffen den Kopf und schüttelte diesen verneinend.
"Ach Potter, der Typ nervt einfach. War nicht gegen dich. Also? Spuck´s aus.", meinte er etwas milder, rutschte nervös am Stuhl umher. Blaise schaukelte am Platz nach vorne und zurück, weil Draco die Frechheit besaß überhaupt anwesend zu sein und ihm die Sicht auf Harry Potter, Schüler von SLYTHERIN, versperrte. Harrys Wangen fingen leicht zu glühen an, langsam sah er wieder hoch. Als er Dracos Gesicht erhaschte, glaubte er Nervosität darin zu sehen.
"Potter?", runzelte Draco die Stirn, fragte sich, was Harry wollte. Gesamt Slytherin starrte zu ihnen, wollten sehen, was Harry nun tat.
"Na los", stieß ihn Pansy sanft an, vergrub sich sogleich im Essen, als Draco sie strafend ansah.
Harry war mehr als nervös, streckte seine Hand aus und hielt sie Draco hin. Pansy verschluckte sich abermals, als sie Dracos verdattertes Gesicht sehen konnte.
"Potter, das... Du meinst das Ernst?", wisperte er unsicher, Harry nickte und sah ihm fest in die Augen. Draco richtete sich gerade auf, sah auf Harrys Hand und schlug sofort ein. Das war der Moment, wo beide nicht wussten, was sie tun sollten. Draco wollte Harrys Hand am liebsten nicht mehr loslassen, hätte sie ewig halten können. Diese Hände hatten Voldemort getötet und trotzdem war seine Hand so warm, so weich und passte perfekt in seine. Er konnte es nicht verhindern, doch ein Grinsen, welches immer breiter wurde, zierte sein Gesicht - erreichte sogar seine Augen.
"Potter ich.. nun. Gut, fangen wir von vorne an, ja? Also ich bin Draco Lucius Malfoy und ich freue mich deine Bekanntschaft zu machen.", nickte er zufrieden, Harry lächelte schüchtern und schüttelte Dracos Hand länger als die von Blaise. Auch er überlegte, öffnete den Mund und zuckte dann mit den Schultern. Entschuldigend sah er den Blonden an, der mit der anderen Hand abwinkte.
"Keine Bange, Potter, sag es mir später, wenn du wieder sprechen kannst, einverstanden?", schnarrte er leise, er konnte es einfach nicht lassen. Zwar klang er milder als damals, doch wollte er noch immer Harry beeindrucken. Harrys Augen funkelten vergnügt, er drückte Dracos Hand ein wenig fester und streichelte sogar mit seinem Daumen nur kurzzeitig über dessen Handrücken. Ein kleiner Ruck ging durch Dracos Körper, sein Herz klopfte ein wenig schneller - er war verwirrt.
Als Harry bemerkte was er da tat, riss er die Augen auf und wurde etwas verlegen. Auf Dracos Wangen zeichnete sich ein leichter Rotschimmer ab, etwas berührt der Situation sah er an Harry vorbei.
"Äh, Jungs? Ihr könnt die Hände nun loslassen", mischte sich Pansy leise ein, Draco zuckte abermals zusammen. Beide fuhren ein wenig auseinander, sahen in die andere Richtung, Blaise fing zu lachen an.
"Sag mal, Vince, wird Chefchen rot im Gesicht?", fragte Greg seinen Kumpel, Dracos Augen glühten - ebenso seine Wangen.
"Haltet gefälligst die Schnauze! Ich werde nicht rot im Gesicht, ihr Jammerlappen!", zischte er die beiden an.
"Sorry Boss.", kam es von beiden, mampften weiter, während Blaise kicherte und dauernd Dracos Wange anstupste.
"Zaaabbiiinniii", knirschte er leise, saß wie ein erstarrter Stein am Platz, während Harry sich nervös durch die Haare fuhr und gerade noch ein Grinsen verbergen konnte.
"Du BIST rot!", lachte Blaise nun los, Draco schnappte sich Zabinis Krawatte und zog ihn sehr dicht zu sich. Ihre Nasen berührten sich beinahe, Blaise riss die Augen auf und lächelte lieblich.
"Nicht?", quietschte er leise, Draco knurrte.
"Absolut nicht.", kam es hart von Draco, Blaise nickte sogleich.
"War vermutlich die Lichteinstrahlung, sonst nichts weiter.", klimperte Blaise mit den Augen, Draco ließ zufrieden seine Krawatte los.
"Schon besser.", kommentierte er und aß hoheitlich weiter. Harrys Grinsen klebte noch immer auf seinem Gesicht, ebenso glühten seine Wangen weiterhin. Im Gegensatz zu Draco war er es schon gewohnt dauernd rot zu werden - und Draco WAR eindeutig rot im Gesicht... noch immer. Harry fragte sich wieso, spürte den Atem von Pansy an seinem Ohr.
"Draco wurde bisher noch nie rot, Harryleinchen. Darf ich dich so nennen?", zwitscherte sie in sein Ohr, Harry verdrehte die Augen. Draco, der dies bemerkt hatte, grinste verstohlen und legte eine Hand auf dessen Schulter.
"Was ist los, Potter?", fragte er anzüglich, Harry fuchtelte wild mit seinen Armen.
"Nein, nein, so geht das nicht. Warte.", unterbrach Draco den Pantomimen und zauberte ein Pergament herbei. Danach sprach er einen Zauber auf Harry aus, der ihn entsetzt ansah und ein Kribbeln verspürte.
"So, jetzt kannst du mit deinem Zauberstab gegen deinen Kopf tippen und dann auf das Pergament. Wenn du dies machst, erscheint der Gedanke, den du uns mitteilen willst auf dem Papier. Okay?" Harry nickte, machte es sogleich und berührte das Pergament. Buchstaben suchten sich ihren Weg zu einem Satz, während Pansy verdattert das seitliche Profil von Harry musterte.
"Aber Harryleinchen!", stieß sie aus, Blaise lachte wieder, Crabbe und Goyle grinsten und Theo seufzte. Dracos Grinsen wuchs, als er erkannte was Harry mitteilen wollte.
"Jetzt bist du ebenso eine arme Sau wie ich, wie? Mich nennt sie Draci oder Dracoleinchen und dich jetzt... äh... Harryleinchen? Armes Schwein, mein Beileid.", meinte Draco ernst, Harry sah ihn flehend an.
"Was hast du, Harryleinchen?", zwitscherte Pansy dazwischen, verstand nicht, um was es ging. Dracos Augen funkelten, als er Harrys bittende Augen sah. Leise fing er zu seufzen an und legte seinen Kopf etwas schief.
"Pansy? Bitte nenn Potter nicht Harryleinchen. Schätze, er mag das nicht so sehr. Er hat einen Vornamen, einen ganz normalen. Und dieser lautet HARRY, verstanden?", wandte er sich an Pansy, die nun leicht schmollte und an Harrys Umhang zupfte.
"Harryleinchen? Du magst das doch, oder? Draci hat nicht Recht, hm?", fragte sie leise, Harry hätte schreien können. Panik und Hysterie lagen in seinem Blick, der gesamte Slytherintisch fing schallend zu lachen an. Draco klopfte noch immer auf Harrys Schulter, lachte befreit und schüttelte den Kopf.
"Wie gesagt, Potter, mein Beileid.", raunte er Harry ins Ohr, der sofort Gänsehaut bekam, sowie rote Wangen. Verlegen studierte er sein Essen, Pansy stieß ihn abermals an.
"Wieso lachen die denn alle, Harryleinchen? Willst du nichts mehr essen? Du siehst so mager aus, hast fast nichts auf den Rippen. Bitte iss doch was!", forderte sie ihn nun auf, Harry verschlang geradezu sein Essen, sah grimmig drein. Blaise schüttelte noch immer den Kopf, Draco seufzte nochmals zufrieden. Endlich, Potter gehörte zu ihnen!
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Draco hatte das Pergament zusammengerollt, es Harry in die Hand gedrückt und dirigierte ihn geradewegs in den Kerker. Sämtliche Schüler Slytherin wollten neben Harry gehen, ebenso Pansy. Sie fing abermals zu schmollen an, als sie hart weggestoßen wurde, was Harry jedoch mitbekam. Als er stehen blieb, verstummten die neugierigen Fragen, suchend sah er sich um. Pansy kam mit gesenktem Kopf angeschlendert, blieb ebenso stehen und sah sie alle verwundert an. Als Harry ihr die Hand entgegenstreckte, ihre in seine nahm und sie hinterher schleifte, staunten die Slytherins nicht schlecht.
"Ich bin eben seine Freundin.", meinte sie pikiert und streckte hoheitsvoll ihre Nase in die Höhe.
"Aber.. Potter ist doch schwul, oder?", meinte Draco überrascht, Harry drehte seinen Kopf zu ihm und nickte zustimmend.
"Doch nicht SO eine Freundin, Dödl. Halt eine Freundin. Und er stößt mich nicht ab, nicht wahr, Harryleinchen?", fragte sie zuckersüß, Harry blieb abermals stehen und ließ ergeben seinen Kopf sinken. Die Gruppe fing abermals zu lachen an, Dracos Augen funkelten wieder - zufrieden schritt er voran.
"Solange du nicht sprechen kannst, wird dich einer unserer Leute begleiten, damit du in den Kerker kommst, klar, Potter?", schnarrte Draco, der stolz neben ihm her schritt. Als sie nun in den Gemeinschaftsraum traten, staunte Harry nicht schlecht. Anscheinend hatten sie diesen ein wenig umgeändert, denn er schien nun mehr als gemütlich zu sein. Er sah beinahe so wie der von den Gryffindors aus, doch standen mehrere Sofas in ihm, sowie Couchsessel und viele Tische. Im Kamin loderte bereits ein Feuer, ließ den Raum noch gemütlicher erscheinen.
Langsam füllte sich der Gemeinschaftsraum, Draco drehte sich umher und sah Harry neutral an.
"Du fragst dich sicherlich wo du schlafen wirst, Potter.", fing er an, Getuschel entstand.
"Wir haben hier keine Gemeinschaftsräume, so wie Gryffindor, sondern Zweibettzimmer. Da ich Vertrauensschüler bin und mein Vater es damals so verlangte, bin ich der einzige, der ein Einzelzimmer besitzt.", erklärte er eingebildet weiter, Harry sah sich noch immer staunend um. Die Schüler tuschelten miteinander wo Harry nun schlafen sollte, weil alle Betten bereits belegt waren.
"Dray! Spuck´s aus, wo wird Harry nun schlafen?", grinste Blaise ihn an und verschränkte seine Arme vor der Brust, alle Augenpaare lagen auf dem Blonden. Harry starrte Draco an, der ihn verstohlen musterte und abermals seufzte.
"Ich erbarme mich, Potter. Du wirst ab jetzt in meinem Zimmer schlafen. Ein Bett steht schon bereit. Ich habe alles mit unserem Hauslehrer, Professor Snape abgesprochen. Folge mir.", wies er ihn leise und beinahe gelangweilt an, Blaise Kiefer landete am Boden.
"BEI DIR??", kreischte Blaise los, bekam Glupschaugen, Theodore Nott glotzte ebenso den Rücken von Draco an. Murrend blieb Draco stehen, drehte sich langsam umher und ließ seinen Blick über ungläubige Gesichter schweifen.
"Jawohl, bei mir. Ende der Diskussion."
"Aber.. aber ich bin dein bester Freund und du wolltest mich NIE in deinem Zimmer haben!", jammerte Blaise los, zog einen Schmollmund, Dracos Augenbraue wanderte in die Höhe. Harry war beeindruckt, nahm sämtliche Eindrücke in sich auf und frage sich neugierig, wieso Draco dieses Opfer brachte.
"ICH passe auf ihn auf! Jawohl! Snape hatte mich damit beauftragt! Folge dessen schläft er auch in meinem Zimmer, haben das alle verstanden?", zischte er nun, fühlte sich wie der King, Blaise grummelte vor sich hin.
"Wir hätten auch auf Harry aufpassen können! Wir ALLE sind Slytherins!", begehrte er auf zustimmendes Gemurmel erklang. Harry amüsierte sich prächtig, sah immer wieder von einem zum anderen.
"Natürlich seid ihr Slytherins! Aber ICH bin Vertrauensschüler und somit steht er unter meinem Schutz. Keine Fragen mehr!" Wütend drehte er sich wieder umher, legte seine Hände um Harrys Schultern und dirigierte ihn nun zu seinem Zimmer. Musste ja keiner wissen, dass er sich freiwillig angeboten hatte, Potter bei sich aufzunehmen. Es war alles von vornhinein abgesprochen gewesen - und zwar schon vor einer langen Zeit...
Die Türe zu Dracos Gemächern fiel ins Schloss, stutzende Gesichter starrten diese an.
"Ich fasse es nicht. Draco wollte niemals jemanden bei sich haben. Aber bei Potter...", überlegte Blaise mit einem Stirnrunzeln, Pansys Grinsen wurde teuflisch.
"Wenn ich nicht wüsste, dass er hetero ist, würde ich meinen...", fing sie an, Blaise Kopf schnellte zu ihr. Ebenso die der anderen Schüler.
"Wer sagt, dass er hetero ist?", grinste Blaise nun, Pansy hob eine Augenbraue an.
"Hast du gegenteilige Beweise?", fragte sie lauernd, die restlichen Schüler lauschten neugierig dem Gespräch.
"Nein, aber hast DU Beweise, die deine Theorie festigen?", kam es teuflisch zurück, Pansy überlegte.
"Nein, habe ich nicht.", gab sie zu, Blaise nickte.
"Leute? Wird Zeit, dass wir unseren Eisprinzen ein wenig unter die Lupe nehmen. Wie mir scheint, könnte das letzte dreiviertel Jahr an dieser Schule noch höchst interessant werden.", raunte er vor sich hin, die anderen tuschelten miteinander.
"Auf das kannst du wetten.", lautete Pansy´s nachdenklicher Kommentar, sie starrte weiterhin zur geschlossenen Türe.
°;°;°;°;°;°;°
"So, Potter! Das linke Bett ist meines, das gegenüber, deines. Ich hoffe, du magst grün?", meinte Draco neutral und hoffnungsvoll, Harry lächelte charmant. Dracos Augen wurden groß, hatte er von Harry Potter noch nie SO ein Lächeln geschenkt bekommen.
"Ähm...ja..äh.", stotterte er vor sich hin, wurde er von diesem bescheuerten Lächeln doch glatt aus der Bahn geworfen? Schnell hatte er sich wieder unter Kontrolle, fuhr fort.
"Wir teilen uns ein Bad, aber ich bin mir sicher, wir können uns absprechen, ist es so?", nickte er dem Schwarzhaarigen zu, der einverstanden seine Hand hob und sofort ins Badezimmer steuerte. Neugierig sah er sich um, Draco lehnte am Türrahmen zum Bad an und schmunzelte. Er liebte es, wie Harry alles begutachtete, sogar den Spiegel in Augenschein nahm, das Waschbecken - die Duschwand auf und zuzog.
"Noch nie ein Badezimmer gesehen, Potter?", konnte er sich nicht verkneifen, seine Augen wanderten abermals über Harrys Gestalt. Etwas erbost drehte sich Harry umher, zog verärgert seine Augenbrauen zusammen und schnaufte.
"Mein Gott, Potter! Ein wenig ärgern darf ich dich doch noch, oder? Ich wollte eigentlich wissen, ob dir dieses hier besser gefällt als in Gryffindor.", lachte er nun, Harry entspannte sich zusehends. Noch einmal ließ er seinen Blick wandern, nickte dann zufrieden - Draco war es ebenso.
"Das hatte ich mir erhofft! Noch Fragen?" Harry wollte bereits sein Pergament zücken und sehr wohl Fragen stellen, doch wurde ihm bewusst was Draco im Gemeinschaftsraum Blaise Zabini geantwortet hatte. Wurde er tatsächlich von Snape beauftragt? Weshalb war er nicht wütend, weil er bei Draco schlafen musste? Stimmte es? Irgendwie wollte sich Harry mit dieser Aussage nicht zufrieden geben. Nachdem Harry ausgepackt hatte - Draco half ihm mit einem Zauber - traten sie wieder in den Gemeinschaftsraum hinaus, wo Snape bereits auf sie wartete.
Harry zuckte ein klein wenig zusammen, konnte er keine Gefühlsregung von Snapes Gesicht ablesen. Dessen Lippen kräuselten sich leicht, als Harry näher schritt, Draco an seiner Seite war.
"Nun, Potter? Herzlich Willkommen in Slytherin. Als Schüler dieses Hauses erwarte ich korrektes Verhalten und gute Schulnoten. Sie wissen selber, in welchem Fach Sie noch üben müssen. Ich bin mir durchaus sicher, dass es viele Schüler hier gibt, die Ihnen dabei helfen werden. Hier, Potter, Ihr Stundenplan. Sie können froh sein, dass heute Sonntag ist. So haben Sie noch Zeit sich ein wenig einzugewöhnen. Ich dulde keine Streitereien in meinem Haus, verstanden? Sollten Sie Probleme - welcher Art auch immer - haben, dann wenden Sie sich bitte an mich. Soweit alles verstanden?", fragte er Harry mit eindringlichem Blick, Harry nickte brav.
"Gut. Dann wünsche ich angenehmen Aufenthalt. Auf Wiedersehen.", verabschiedete sich Snape und rauschte mit aufgebauschten Umhang ab. Harry zückte sein Pergament, tippte auf seinen Kopf, dann wieder aufs Papier - ein Satz bildete sich. Draco starrte darauf, beugte sich vor und grinste.
"Ja, ich würde auch gerne wissen wie Professor Snape es schafft, immer wieder so einen Abgang zu machen. So mit Fledermausumhang und beeindruckend.", grinste er vor sich hin, die anderen fingen zu lachen an. Sämtliche Schüler stürmten wieder auf Harry ein, Draco versuchte sie so gut es ging, abzuschirmen.
"Geduld, Geduld! Potter bleibt bei uns, vergesst es nicht! Er ist kein Besucher, er ist jetzt fester Schüler unseres Hauses!", verkündete er stolz, Harry strahlte.
"Harryleinchen? Fühlst du dich wohl bei uns?", kam es zaghaft von Pansy, Harry verzog seinen Mund, doch nickte er brav. Die anderen Schüler fingen wieder zu lachen an.
"Sollten wir nicht zu Pomfrey gehen und nachsehen wie es mit deiner Stimme aussieht?", klimperte sie mit ihren Augen, Harry schüttelte sofort den Kopf.
~Sicher nicht! Die fummelt dann wieder an meinem Hals herum und sagt mir, dass es sowieso hoffnungslos ist!~, erschien der Satz am Pergament, welches er nun Pansy hinhielt. Blaise, Theo und Draco lasen es natürlich auch.
"Doch, Harryleinchen, du musst dahin! Ich will schließlich wissen, ob du Fortschritte machst!", lachte Pansy nun, Blaise gluckste und Dracos Augen funkelten wieder einmal. Harry seufzte lautlos und ließ seine Schultern hängen. Pansy sprang auf, schnappte sich Harrys Hand und zerrte ihn zum Ausgang. Harry versuchte sich halbherzig zu wehren, stemmte seine Füße gegen den Boden, Draco fing leise zu lachen an.
"Versuche dich nicht zu wehren, Potter! Bei Pansy ist es sowieso nutzlos!", lachte er weiter, Harry warf ihm einen düsteren Blick zu. So verschwanden die beiden, Draco ließ sich seufzend auf die breite und sehr bequeme Couch fallen. Genießerisch schloss er seine Augen, legte seine Hände auf der Lehne ab und barg seinen Kopf darauf. Die Beine schlug er übereinander, Blaise setzte sich zu ihm.
"Ähm, Draco? Ist alles in Ordnung mit dir?", fragte er zaghaft, Draco öffnete eines seiner Augen und linste zu seinem besten Freund.
"Natürlich, wieso fragst du?", kam es sogleich, Blaise schüttelte belustig seinen Kopf.
"Nun, du hast geseufzt!", kicherte er los, Draco zuckte mit den Schultern.
"Ja, und?", brummte er, Blaise holte tief Luft.
"Bei Potter! Und du hast ein zweites Mal geseufzt, als du ihm die Hand gegeben hast! Und vorhin gerade ebenso! Und weißt du was? Du hast gelacht! Meine Güte, wo hast du das denn gelernt?", riss Blaise die Augen auf und tat so, als wäre er maßlos schockiert. Draco knurrte, richtete sich auf, blitzte Blaise an.
"Darf ich nicht einmal seufzen und lachen? Ich bin heute gut aufgelegt.", gab er preis, Blaise amüsierte sich über Dracos leicht rosa Wagen.
"Jaaaaaa, habe ich gemerkt.", nickte er zufrieden, seine Augen leuchteten unheilvoll.
"Was?", zischte Draco, kniff die seinen zusammen.
"Och, nichts.", winkte Blaise ab und erhob sich. Er hätte Draco sagen können, dass seine Laune sicherlich mit Potter zu tun hatte, doch wollte er nicht einen ungewollten Freitod sterben.
Als Draco alleine war, betrachtete er seine "Schäfchen", die friedlich und tratschend beieinander saßen. Ja, dieser Tag war einfach perfekt, fehlte nur noch ein Brandy, um ihn abzurunden. Sein Herz hüpfte vor Freude, doch wollte er sich noch nicht fragen wieso es so war.
°;°;°;°;°
"Nun, Mister Potter, ihre Stimmbänder sind fast nicht mehr steif. Ich würde meinen, es geht Bergauf mit Ihnen. Hier, dieser Trank wird bei der Regeneration helfen, doch nur Sie selber können sich heilen. Freut mich, dass Sie in nur einem Tag schon Fortschritte machen. Wie mir scheint, werden Sie bald ihre Stimme wieder finden. Ihnen tut Ihr neues Haus gut, oder?", fragte Poppy liebevoll, Harry grinste. Das war Antwort genug für sie.
"Darf ich fragen, ob Sie bereits Ihren Stimmbruch hatten?", kam es etwas leiser von ihr, Harry wurde leicht rot und räusperte sich lautlos. Zaghaft zuckte er die Schultern, konnte er sich daran erinnern, eine Veränderung gespürt zu haben. Damals hatten viele seiner damaligen Freunde gelacht - aber nur, bis sie ebenso dieses Dilemma erlebten.
"Nun, ich fasse Ihre Reaktion als ein JA auf. Doch eines muss ich Ihnen sagen...", wisperte sie leise, als Harry den Trank geschluckt hatte und sein Gesicht verzog - Pansy sich zu ihm aufs Bett setzte. Harry sah sie neugierig an, Poppy lächelte leicht.
"Dieser Trank hat als Nebenwirkung, dass ihre Stimmbänder stimuliert werden. Ich will damit sagen, dass sich Ihre Stimme ein wenig verändern wird, wenn Sie wieder sprechen können.", zwinkerte sie ihm zu, Harry riss die Augen auf.
"Was meinen Sie damit, Madam Pomfrey?", quiekte Pansy leise, Harry nickte wie wild.
"Ich meine damit, dass seine Stimme tiefer wird - um einiges tiefer. Erlauben Sie mir zu sagen, dass Sie mit Ihrem Aussehen sicherlich viele Schüler jetzt schon anziehen. Doch wenn Sie ihre Stimme einsetzen, würde ich beinahe schwören können, dass sie alle damit verzaubern werden.", kicherte sie untypisch, wurde sogar ein wenig rot.
"Meinen Sie damit, dass Harrys Stimme so richtig sexy und dunkel werden wird?", flüsterte Pansy mit Herzchenblick, Poppy seufzte.
"Ja! Eine sehr schöne Nebenwirkung des Trankes. Ich bin mir sicher, dass Sie mit Ihrer Ausstrahlung, Ihrem Lächeln und der Stimme Herzen brechen werden.", schmunzelte sie leicht, Harrys Augenbaue schoss in die Höhe.
"Gut, Sie können gehen, Mister Potter. Miss Parkinson? Achten Sie auf ihn, ja?", wandte sie sich an das Mädchen, die eifrig bejahte.
"Harry? Hast du das gehört?", wisperte sie leise, als Poppy bereits verschwunden war. Harrys Herz klopfte laut, seine Augen leuchteten.
"Wie viele Herzen wirst du von Jungs brechen? Ich bin mir sicher, mindestens von einem ganz besonderem.", schnurrte sie anzüglich, ihre Augenlider befanden sich auf Halbmast. Harry, absolut nicht neugierig, zückte sein Pergament, tippte einmal auf das Papier, ein Wort erschien. Schnell hielt er es Pansy unter die Nase, die leise zu glucksen anfing.
~WER?~, stand darauf, Pansy hielt sich den Mund zu.
"Sag ich nicht.", kam es gedämpft, Harry schmollte. Sein Zauberstab tippte in schnellen Abständen auf das Papier, hielt ihr wieder das Pergament unter die Nase.
~Wer, Wer, Wer, Weeeeerrrrrrrr?~ stand darauf, Pansy fing schallend zu lachen an.
"SAG ICH NICHT!", lachte sie los, Harry sprang aus dem Bett und Pansy lief kreischend davon. Harry gluckste lautlos, war er doch sooo neugierig! Wen hatte Pansy denn gemeint? Vielleicht Draco? Ja?
"Ich sag´s nicht!", hallte ihre lachende Stimme durch den Korridor, als sie um die Ecke bog und die Stufen hinab sprang. Harry folgte ihr in Windeseile, hörte wie sie das Passwort keuchte und eiligst in den Gemeinschaftsraum lief. Kreischend erhielt sie die gesamte Aufmerksamkeit der Schüler, lief aufgeregt und lachend um den Couchsessel herum.
"Harryleinchen! NEIN!", kreischte sie weiter, Harry folgte wie eine wütende Dampflok. Zwar war er nicht wütend, aber er liebte es, sie ein wenig zu verarschen. Draco schmunzelte, Blaise sah interessiert zu und verfolgte grinsend die Verfolgungsjagd. Bevor Harry sie erwischen konnte, sprang sie hoch, kreischte wieder und lief lachend davon. Doch Harry hatte sie bald eingeholt, umarmte sie von hinten und hielt sie eisern fest. Sie japste nach Luft, bekam sich nicht ein und wiederholte immer wieder, dass er es nicht erfahren würde.
"Um was geht´s denn?", fragte Draco neugierig, jetzt fing Pansy wirklich schallend zu lachen an, Tränen traten in ihre Augen. Ja, genau den, der gerade fragte - den meinte sie.
"Nichts!", rief sie aus, schnappte noch immer nach Luft, Harry ließ sie los und schmollte bockig. Ihr kurz einen bösen Blick zuwerfend, schlenderte er lautlos knurrend zur Couch, setzte sich zu Draco und verschränkte seine Arme vor der Brust. Pansy sah ihn aufmerksam an, schlich sich nun davon und kicherte. Draco und Blaise hatten Platz gemacht, so saß Harry zwischen ihnen und überlegte.
"Was ist, Harry?", quengelte Blaise, Harry schnaufte. Das Pergament auf dem Schoß, tippte er abermals seinen Zauberstab gegen den Kopf, dann auf das Papier.
~WEIBER!~, stand darauf, Draco fing zu kichern an.
"Das kannst du laut sagen!", rief er aus, Blaise sah ihn erstaunt an.
"Es kichert?", fragte er scheinheilig, Draco knurrte jetzt. Wütend beugte er sich über Harrys Schoß, Hände wollten den armen Blaise würgen. Harry handelte rein instinktiv, schloss seine Arme um Dracos Taille und zog fest daran, so dass Blaise aufspringen konnte, nun flüchtete.
"BLAISE!", knurrte Draco weiter, riss sich von Harry los, der jedoch abermals zuschnappte. Überrumpelt kippte Draco nach rückwärts, war er ja bereits gestanden. Nun stolperte und landete ungalant auf Harrys Schoß.
"Oh oh!", lachte Blaise los, Pfiffe erklangen. Draco und Harry wurden knallrot, Harry hatte noch immer seine Arme um ihn geschlossen und genoss es sehr, drückte ihn sogar näher zu sich. Als beiden bewusst wurde, wie die Situation auf andere wirkte, ließ Harry los, Draco sprang auf.
"Potter! Misch dich bitte nicht mehr ein! Wenn ich Blaise erwürgen will, dann tu ich das!", keifte er Harry mit dunkelroten Wangen an, drehte sich umher und stolzierte in sein Zimmer. Harry grinste verlegen, zuckte die Schultern, Blaise klatschte und fing schallend zu lachen an.
"Hui! Scheint Draco gefallen zu haben auf deinem Schoß sitzen zu können.", zwitscherte er los - Harry nahm gerne Dracos Stelle als "Ich muss dich gleich erwürgen" ein und sprintete hinter Blaise her.
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Die nächsten Tage kamen und gingen rasch und Pansy war am folgenden schon früh auf. Harry, der einfach nicht schlafen konnte, beobachtete Draco im gegenüberliegenden Bett, sah ihm beim Schlafen zu. Er musste sich eingestehen, dass der Blonde eine gewisse Macht auf ihn ausübte und im Schlaf wie ein schöner Engel aussah. Harrys Herz schlug schneller, seine Wangen färbten sich leicht rosa. Sollte er sich ausgerechnet in seien damaligen Erzfeind verlieben? Oh Merlin, nein! Schnell stieg er aus dem Bett, huschte ins Badezimmer und machte sich zu Recht. Irgendwie wollte er sich heute besonders Mühe geben und fragte sich, ob er jetzt endlich einmal gut aussah. Schließlich gab er es auf, schlenderte aus dem Badezimmer und blieb an Dracos Bett stehen.
Nachdenklich betrachtete er den Blonden, beugte sich leicht vor und starrte auf seine wunderschön geschwungenen Lippen. Er ertappte sich dabei sich heimlich den Wunsch zustellen, ob sie sich auch so weich anfühlten, würde er sie küssen.
"Hm..Harry..", hörte er die leisen Worte, zischte in die Höhe. Sein Herz raste in der Brust, als Draco sich im Bett bewegte und seinen Namen murmelte. Harry griff sich an die Brust, war wie betäubt. Selten hatte sein Name so verflucht schön geklungen. Ein heftiges Ziehen breitete sich in seiner Brust aus, er nahm all seinen Mut zusammen.
Langsam kniete er sich auf das Bett, beugte sich vor. Draco rührte sich nicht, schlief noch immer weiter. Harrys Atem ging unglaublich schnell, er war mehr als nervös. Mutig schluckte er den Kloß im Hals hinunter, näherte sich den wundervollen Lippen des Blonden. Seine geöffneten Lippen kamen den schimmernden des Blonden immer näher, Harry zitterte. Und was wäre, wenn Draco Malfoy JETZT aufwachen würde? Dann wäre er im Arsch, ganz sicher... Harry schmunzelte bei dem Gedanken.
Als er sich weiterhin langsam vorbeugte, endlich die Lippen des blonden Engels berührte, fühlte er tausend Blitze durch seinen Körper jagen. Langsam schloss er die Augen, verweilte in dieser Position. Doch dann erschrak er, als eine Hand sich in seinen Nacken legte, dort bewegungslos liegen blieb. Adrenalin pulsierte durch seine Adern, riss die Augen auf und starrte auf Dracos entspanntes Gesicht. Harrys Herz sprang hart in der Brust, als Draco zu keuchen anfing, seinen Mund leicht öffnete. Harry sah seine Chance, tauchte tastend mit der Zunge ein und stupste die von Draco kurz an. Doch dann reichte sein Mut nicht mehr, langsam zog er sich zurück.
Zaghaft löste er seine Lippen, hob seinen Kopf an, die Hand im Nacken rutschte wieder aufs Bett zurück. Draco seufzte zufrieden, drehte seinen Kopf und legte seinen Hals frei. Harry war das erste Mal froh, dass er keine Stimme hatte, denn sein Stöhnen wäre ziemlich laut gewesen. Er konnte nicht widerstehen, beugte sich abermals vor und küsste sanft Dracos Halsschlagader. Ein weiteres Seufzen erklang, Harry stöhnte abermals lautlos auf. Er handelte nur noch, leckte langsam mit seiner Zunge über den Hals und erhob sich mit zittrigen Armen.
Prüfend sah er in das Gesicht von Draco, der ein sanftes Lächeln auf den Lippen trug. Harry zitterte bereits am ganzen Körper, seine Mitte schmerzte ein wenig. Wie gerne hätte er den Blonden weiter geküsst, nach dem Wissen verlangt, wie sich ein richtiger Zungenkuss mit einem Jungen anfühlte. Völlig überrumpelt glitt er vom Bett, stolperte zur Türe und riss diese auf. Pansy wartete schon auf ihn, begrüßte ihn überschwänglich und fragte ihn, ob er bereits fürs Frühstück wäre.
°;°;°;°;°
Draco erwachte einige Minuten später, bildete sich ein geweckt worden zu sein. Als er sich hoch drückte, lag noch immer ein Lächeln auf seinen Lippen, welches wieder verschwand, als er das leere Bett von Harry vorfand. Irgendwie war er enttäuscht und fragte sich, wieso es so war. Instinktiv griff er sich an die Lippen, danach auf den Hals.
"Was...", murmelte er und roch an seiner Kleidung.
"Harry?..", wisperte er leise, runzelte die Stirn.
"Wie kommt sein Geruch an mein Hemd?", brummte er, zuckte die Schultern und schlurfte ins Bad. Irgendwie kribbelten seine Lippen noch immer, waren sogar leicht feucht - ebenso sein Hals.
"Äußerst komisch.", überlegte er und fing an sich zu Recht zu machen. Auch ihm ging es nicht anders als Harry, denn er wollte heute besonders gut aussehen. Nichts, dass es mit Potter überhaupt etwas zu tun hatte!
Während er wieder einmal "Stunden" brauchte, trafen sämtliche Schüler in Slytherin ein und befragten Harry über seine Zeit in Gryffindor. Einige Minuten später zog Pansy ihn genervt aus dem Gemeinschaftsraum. Sie redete, er hörte zu und bemerkte dabei ihre Hand in seiner. Er mochte sie immer mehr und fand ihre Gesellschaft wundervoll. Nur eines mochte er nicht: Harryleinchen.
"Na sieh mal einer an! Das Slytherinpack!" Harry erkannte Ron´s Stimme sofort, während Dean und Seamus eher nachdenklich neben ihm standen, Hermine und Neville sich bei Rons Erwähnung umdrehten und Harry beinahe gehetzt anblickten. Ron stand der Hass noch immer ins Gesicht geschrieben, doch Harry blieb cool.
"Habe gehört, du kannst nicht sprechen, Potter? Bei Merlin, bist du arm! Hat dich diese Schlampe auch schön getröstet? Oh! Ich vergaß! Du bevorzugst ja Ärsche!", spottete Ron gemeingefährlich, Harry zitterte vor Wut.
"Halts Maul, Weasley! Verzieh dich zu deinen Schlammfreunden und zieh deinen Schwanz ein!", schnarrte Pansy eiskalt, Harry lächelte in ebenso dieser Kälte.
"Du hast mir nichts zu sagen, Parkinson!", zischte Ron nun, beide zogen den Zauberstab.
"Lass gefälligst Harry in Ruhe.", knurrte sie bedrohend und stellte sich vor ihn. Beinahe hätte Harry zu lachen angefangen, da Pansy sehr wohl zart war und um einiges kleiner als er selber. Er fand es süß, dass sie sich so um ihn kümmerte. Ron fing schallend und gehässig zu lachen an, kugelte sich beinahe, Dean und Seamus grinste verstohlen. Nur Neville und Hermine hielten sich zurück, schämten sich anscheinend für ihre "Freunde".
"D-Du willst mich aufhalten? Du, Parkinson? So eine blöde Schlampe wie dich mache ich mit links fertig.", knurrte er fies und fing an einen Spruch zu murmeln. Harry konnte Pansys Angst beinahe fühlen und Hermine bewunderte die Haltung von ihr. Bevor Ron jedoch etwas tun konnte, fühlte Harry so viel aufgestaute Wut in sich, dass er sie nicht mehr zügeln konnte. Wie von alleine streckte er seine Hand aus, schickte eine Schockwelle los, die sämtliche Schüler Gryffindors von den Füßen riss, Meterweit weg katapultierte. Nicht nur er war erstaunt, auch Pansy, die sich mit offen stehendem Mund zu ihm drehte. Neville und Hermine blieben unverletzt, sahen ihn dankbar an.
"Es tut mir so Leid, Harry.", wisperte Hermine leise, senkte den Kopf und zog einen verdatterten und bekümmerten Neville mit sich. Ron, Dean und Seamus fluchten unfein, während gehässiges und schadenfrohes Gelächter erklang. Harry und Pansy drehten sich umher, sahen die Slytherins der siebten Klasse auf sich zueilen. Draco bildete den Anführer der Gruppe.
"Potter! Das war sagenhaft!", rief er freudig aus, stellte sich zu ihm und nickte.
"WAS IST HIER LOS!", donnerte auf einmal eine Stimme, die natürlich zu Snape gehörte.
"Professor! Weasley beleidigte Harry und mich. Er wollte ihn angreifen, da habe ich mir vor ihm gestellt um ihn zu beschützen! Aber dann war Harry schneller und ... und schickte eine Schockwelle auf sie los? Harry? Wie hast du das ohne Stab gemacht?", fragte sie nun, Snape zog scharf die Luft ein. Auch Draco studierte Harry, der verlegen zu Boden blickte.
"Stimmt das, Mister Potter?", fragte Snape leise, doch bedrohlich, Harry nickte.
"Er.. er hat mich nur verteidigt, Professor! Wir haben nicht angefangen!", ereiferte sie sich schnell, Harry nickte sofort. Ron, Dean und Seamus mischten sich ein, wollten glaubhaft machen, dass Harry angefangen hätte. Wütend drehte sich Snape umher, starrte Ron an.
"Und DAS soll ich Ihnen glauben, Mister Weasley? Mister Potter kann nicht einmal sprechen! Ich kann mir kaum vorstellen, dass ER SIE beleidigt haben sollte!", knurrte er los, ein Räuspern erklang.
"P-Professor? Miss Parkinson hat Recht.", wisperte eine Stimme, die zu Hermine gehörte. Kurzzeitig war es still, Ron starrte Hermine geschockt an.
"Hermine! Wie kannst du nur!", keifte er los, Harry verzog genießerisch seinen Mund. Hermine blitzte Ron böse an.
"Wie ich nur kann? Wie kannst DU nur! Harry war einmal unser Freund! Verflucht, ich habe einen Fehler gemacht und mich von dir einlullen lassen, du Hornochse! Du glaubst der neue Anführer zu sein, da irrst du dich! Pass auf mit wem du dich anlegst, Ronald Weasley!", rief sie wütend aus, ballte ihre Hände zu Fäusten.
"Na das wird ja mal interessant.", raunte Draco Harry ins Ohr, der sofort seinen Kopf drehte. Beide rissen die Augen auf, da Draco seinen Kopf noch nicht zurückgezogen hatte. Da alle sich auf das Streitgespräch konzentrierten, bemerkte niemand, dass sich ihre Lippen beinahe berührten, Draco einen verklärten Blick bekam.
"Potter...", hauchte er leise, starrte auf seine Lippen. Harry schluckte.
"Das gibt 50 Punkte Abzug von Gryffindor! Und nun verschwinden Sie, Mister Weasley, bevor ich Ihnen noch Nachsitzen erteile!", donnerte Snape weiterhin los, Hermine und Neville senkten ergeben ihr Haupt. Ron knurrte sauer, drehte sich umher und rauschte ab. Dean und Seamus folgten.
"Verräter.", zischte Ron Richtung Hermine und Neville, die sich nur kurz ansahen und die Schultern zuckten. Harry und Draco ruckten auseinander, als sie die gesamte Aufmerksamkeit auf sich fühlten.
"Es tut uns beiden Leid, Harry. Wir hätten zu dir stehen sollen. Wie blöd kann man nur sein, so ein Gewicht auf so eine Lappalie zu legen? Wir haben falsch gehandelt und dich verloren. Hoffentlich geht es dir in diesem Haus besser.", meinte Neville leise, doch ernsthaft, Harry lächelte die beiden dankbar an.
"Wir können es nicht mehr gut machen, aber vielleicht verzeihst du uns eines Tages.", schluckte Hermine hart, Tränen traten in ihre Augen.
"Du bist noch immer mein bester Freund und ich .. ich ..." Hermines Blick verschwamm, sie drehte sich um und lief leise weinend davon.
"Hermine! Warte!", rief Neville ihr hinterher und versuchte sie einzuholen.
"Nun, das hätte ich nun nicht erwartet.", brummte Snape nun, musterte Harry eingehend.
"Sie haben in der Tat ehrliche Freunde, Mister Potter. Und Sie überraschen mich immer wieder. Wir sehen uns dann später im Unterricht und seien Sie pünktlich.", meinte er leise und verschwand wieder. Draco seufzte, grinste schief und legte einen Arm um Harrys Schulter, zog ihn näher.
"Potter, du bist einfach brillant! Scheint mir, seit dem du nicht mehr sprechen kannst, dass deine anderen Vorzüge zur Geltung kommen. Du willst weiterhin zaubern und da du die Sprüche nicht aufsagen kannst, machst du es per Hand. Perfekt, einfach nur perfekt! Potter, du bist ein wahrer Slytherin!", triefte Dracos Stimme voller Stolz, marschierte so mit Harry weiter. Blaise pfiff leise, da Draco noch immer seinen Arm um Harrys Schulter geschlungen hatte. Pansy seufzte zufrieden, himmelte Harry an und kuschelte sich an ihn, legte ebenso eine Hand um seine Taille.
"Ich will auch mal!", rief Blaise beleidigt aus, Theo schmiss sich an ihn ran.
"Kannst ja mit mir kuscheln!", lachte er los, Blaise schmollte.
"Ich will aber Harry auch mal umarmen! Schließlich ist er jetzt bei uns! Mann.. Na gut, komm her!", lachte Blaise und knuddelte Theodore liebevoll und verspielt. Die anderen Sly´s kicherten die ganze Zeit und bestaunten Draco und Harry, wobei Draco leise mit ihm sprach und Harry immer wieder nickte. Als sie knapp vor der Halle waren, hörten sie Theos Stimme.
"Ähm, Leute? Wollt ihr eng umschlungen da hineinspazieren? Ich meine, Harry ist schwul, aber du, Draco...", fing er an, die beiden Angesprochenen zischten auseinander und wurden sofort rot.
"Hört auf so dämlich zu lachen!", keifte Draco dunkelrot im Gesicht, Harry blickte verschämt zu Boden, drehte sich weg und versteckte seinen Kopf in Pansys Halsbeuge. Lachend umarmte sie ihn, wiegte ihn umher.
"Hach, er steht auf dich, ganz sicher.", lächelte sie, Harry glühte im Gesicht. Draco versuchte seine Maske wieder zu finden, schritt in die Halle und setzte sich. Die anderen folgten. Als alle beim Essen waren und sich angeregt unterhielten, flogen die Eulen ein und verteilten die Post. Eine Schuleule ließ ein Pergament vor Harry fallen, Draco unterhielt sich angeregt mit Blaise.
"Na mach schon auf!", meinte Pansy sofort, Harry griff danach. Als er es aufrollte, schlug sein Herz hart in der Brust.
Du bist so unglaublich süß, Harry Potter.
Harry lief feuerrot an, Pansys Augen wurden immer größer und ihr Mund stand offen. Sofort zückte Harry seinen Zauberstab, richtete das Pergament danach direkt an Pansy.
~Kennst du diese Schrift! Los, sage es mir! Bitte!~, flehte er darauf, Pansy schüttelte eingehend den Kopf, biss sich auf die Lippen, als ein besagter Blick mit roten Wangen streifte. Nein, sie durfte es nicht sagen, schade, eigentlich.
"Tut mir Leid, Harry. Ich weiß es nicht. Sorry?", meinte sie leise, Harry zog die Stirn kraus.
~Lügnerin~, stand nun auf dem Papier, Pansy drehte sich verschämt weg. Doch grinste sie heimlich, denn das hätte sie nicht gedacht!
"RONALD WEASLEY! WAS GLAUBST DU EIGENTLICH WER DU BIST???? WIE KANNST DU ES WAGEN HARRY SO FERTIG ZU MACHEN??? DU DÄMLICHER IDIOT VERSPOTTEST IHN WEGEN SEINER VERANLAGUNG?? GESCHIEHT DIR RECHT, DASS ER NUN DAS HAUS GEWECHSELT HAT!! DUMBLEDORE HAT UNS ALLES ERZÄHLT!!! UND WIR SIND DER MEINUNG, DASS SLYTHERIN IHN VIEL BESSER BEHANDELT!!!
WAS HAT HARRY NICHT ALLES GETAN, UM DEINEN VERFLUCHTEN ARSCH ZU RETTEN!!! DU SOLLTEST DICH SCHÄMEN!!! DU BIST NICHT MEHR UNSER BRUDER, VERSTANDEN??? WIR SCHÄMEN UNS SEHR FÜR DICH!!! WERDE ENDLICH WIEDER NORMAL, DU PSYCHO!!!! ANSONSTEN WERDEN WIR NIE WIEDER MIT DIR SPRECHEN!!! UND SO EIN TYP WIE DU SCHIMPFT SICH DIE GANZE ZEIT ÜBER EINEN FREUND????
AUSSERDEM WISSEN WIR, DASS FINNIGAN UND THOMAS EBENSO FLASCHEN SIND WIE DU!!! WIE PEINLICH FÜR DAS HAUS GRYFFINDOR!!! WENN WIR NOCH EINMAL ERFAHREN SOLLTEN, DASS DU HARRY ETWAS ANTUST, SCHICKEN WIR ALLE SCHERZARTIKEL NACH HOGWARTS, DIE HARRY AN DIR AUSPROBIEREN DARF!"
Kurzzeitig war die gesamte Halle still, erst dann brachen alle in schallendem Gelächter aus. Draco schlug lachend die Faust auf den Tisch und amüsierte sich über den knallroten Ron, der leider Gottes einen Heuler von seinen Brüdern bekommen hatte. Harry grinste fies, wurde dabei beobachtet, Draco war mehr als stolz.
"Er war es immer und ist für immer ein Trottel, Potter.", brummte Draco zufrieden, Harry nickte ihm zu. Sein Herz sprang verrückt in der Brust, als er auf Dracos Lippen starrte. Er würde so gerne! Aber er traute sich nicht.. Mist. So ließ er wieder seine Augen über den Gryffindortisch wandern, bemerkte mit Zufriedenheit, wie Hermine und Neville grinsten, Dean und Seamus betreten zu Tisch sahen. Als Harry Dumbledore erspähte, funkelten dessen Augen belustigt und Snape schien mehr als zufrieden zu sein.
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ANMERKUNG! Gleich geht es weiter.... (Story war fürs hoch laden zu lang..oops) *hihi*
Oneshot - oder eher Kurzgeschichte! (Weil es für einen oneshot einfach zu lang ist)
Diesen oneshot widme ich allen meinen Fans, die mir weiterhin brav Kommis schreiben, zu mir stehen und noch immer an mich glauben! Ihr seid mir alle sehr wichtig und deshalb möchte ich euch meine Gedanken hier zum Geschenk machen!
ACHTUNG: Diese Story ist 41 Seiten lang! Nehmt euch Zeit zum Lesen!
P.s. ich bedanke mich schon im Vorhinein vor die Kommis, da ich vielleicht aus Zeitgründen nicht dazu kommen werde Antworten zu schreiben! DANKE!!!!!
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Disclaimer: nichts gehört mir, alles JKR. Ich borge mir die Charas aus und gebe sie nach Ende dieser Story wieder zurück.
Rating: Slash R18! Da diese Kurzgeschichte auch Lemon enthält, setze ich es hoch an! Wer Slash und Lemon nicht mag, sollte es nicht lesen!
Genre: leichtes Drama, dann Humor und Romantik
Pairing: Harry Potter/Draco Malfoy
Inhalt: Harry Potter hat es geschafft, nach dem sechsten Jahr auf Hogwarts gegen Voldemort zu gewinnen. Die Zauberwelt lebt wieder in Frieden, doch der Frieden in Hogwarts steht auf wackeligen Beinen. Harry kann nicht glauben, wie sehr sich seine angeblichen Freunde verändert haben, nachdem er ihnen etwas anvertraut hatte, was er hätte lieber bleiben lassen sollen. Was wird er tun wenn Freunde auf einmal zu Feinden werden? So weiter leben wie bisher, oder die neue Chance - die sich ihm bietet - ergreifen?
Anmerkung: die Schüler aus Gryffindor kommen teilweise nicht gut bei mir weg, doch dafür wird Harry neue Freunde finden... Tut leid, wem das nicht gefällt *snief*
Wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen und schreibt mir ob es euch gefallen hat!
Knutsch an euch! Gugi und darkgugi (die sich wieder einmal einmischt)
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The Chance - by gugi28 - Kurzgeschichte
Harry Potter saß wie vom Donner gerührt auf seinem Bett im Gryffindorturm und konnte einfach nicht glauben was er für Antworten zu hören bekam. Was hatte er nicht alles für die Zaubergemeinschaft getan? Und was bekam er dafür zurück? Nichts, als abfällige Worte, - von Leuten, bei denen er immer gedacht hatte, dass sie seine Freunde wären.
"Aber Harry! Findest du nicht, dass das abnormal ist? Ich meine, willst du eventuell zu Madam Pomfrey gehen und dich untersuchen lassen? Vielleicht kann sie dir helfen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das normal ist!", regte sich Ron lautstark auf, Harrys Mund stand noch immer weit offen.
"Hermine?", wisperte Harry leise, drehte seinen Kopf in ihre Richtung. Seine ehemals beste Freundin stand schweigend vor ihm, behielt den Kopf gesenkt und spielte nervös an ihrem Umhang herum. Außerdem befanden sich Dean, Seamus und Neville ebenso im Schlafraum der Jungs, verhielten sich eher still.
"Sag bitte etwas", krächzte Harry in aller Hoffnung, Hermine räusperte sich, Ron schnaubte und schüttelte eingehend den Kopf.
"Weißt du, Harry.. Es ist wirklich nicht leicht für mich, aber ich muss Ron Recht geben. Harry, ich...", fing sie leise an, Harrys Wut steigerte sich ins Unermessliche.
"Spinnt ihr denn alle? Und ich dachte, ihr wärt meine Freunde! Glaubt ihr, dass es für mich kein Schock war herauszufinden, dass ich schwul bin? Was kann ich denn für meine Neigung! Und NEIN, Ron! Ich bilde es mir nicht ein! Ich bin es wirklich! Ich hatte schon damit gerechnet, dass es für euch schwer zu glauben sein würde, doch dass ihr euch SO aufspielt... unfassbar.", wurde er immer leiser, war maßlos enttäuscht über die Reaktion seiner Freunde. Und so wie es schien, wollten beide Parteien nicht nachgeben. Harry nicht, der "schwul sein" nicht schlimm fand, sowie seine Freunde, die es abartig fanden.
Harry schnitt diese Erkenntnis tief ins Herz, als er einen nach den anderen hoffnungsvoll ansah und Verachtung, sowie Verabscheuung in deren Gesichtern ablesen konnte. Hatte er sich Jahrelang so in seinen Freunden getäuscht? Ohne auch nur eine Antwort abzuwarten, sprang er aus dem Bett hoch und rauschte aus der Türe hinaus - zog sie hart und mit einem Knall ins Schloss.
Mit brennenden Augen lehnte er sich an ihr an, hörte die aufgeregten Stimmen seiner "Freunde".
"Oh Merlin! Das ist ja abartig! Das kann ja nicht normal sein!", zischte Dean eingehend.
"Der Meinung bin ich auch! Könnt ihr euch vorstellen, dass Harry einen anderen Jungen küsst? Igitt!", wisperte Ron, Ekel lag in seiner Stimme.
"Was ich noch schlimmer finde ist die Vorstellung, wenn Harry mit einem anderen Typen ins Bett steigt! Oh Merlin! Mir wird gleich übel!", jammerte Seamus nun, Harry verkniff sich ein Schluchzen. Völlig überrumpelt lief er die Stiegen hinunter, hetzte mit Tränen verschleierten Blick durch den Gemeinschaftsraum und bemerkte somit nicht die besorgten Blicke der Nichtwissenden.
"Schätze, Harry hat uns gehört?", meinte Hermine ruhig, als sie vor der Türe Gepolter ausmachen konnte. Ron, Neville und Seamus, sowie Dean nickten nur.
"Na und? Soll er doch! Entweder, er wird wieder normal, oder er war einmal mein Freund. Muss ich jetzt angst haben, dass wenn ich mit ihm duschen gehen, er mich anbraten will?", schnaubte Ron nun, Hermine murmelte zustimmend.
"Ich weiß nicht was in Harry gefahren ist. Aber wir müssen ihm das ausreden! Alleine schon bei dem Gedanken daran wird mir unwohl.", verzog sie ihre Nase, Neville verhielt sich still. Auch wenn er Harrys Neigung nicht sonderlich gut fand, mochte er Harry weiterhin. Und auch er fragte sich, ob die anderen jemals richtige Freunde für den Helden gewesen waren, oder ob sie nur ihre Rolle perfekt spielten.
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Und so kam es, dass Harry sich den Moment, an dem er es seinen angeblichen Freunden gebeichtet hatte, verfluchte. Sie schnitten ihn, versuchten ihn umzustimmen - redeten auf ihn ein und zerrten ihn zur Krankenschwester. Doch diese stand Harry bei, versuchte den anderen mitzuteilen, dass Homosexualität in der Zauberwelt sehr wohl etwas vollkommen Normales war. Harry war ihr natürlich sehr dankbar dafür, doch schimpften die anderen weiterhin über seine Neigung und setzten sich von ihm ab. Den anderen Häusern blieb natürlich nicht verborgen, dass der Held der Zauberwelt auf einmal ausgeschlossen wurde, er sich immer mehr zurückzog.
Sie hänselten ihn, stichelten und trieben es manchmal einfach zu bunt. Streiche jeder Art musste Harry über sich ergehen lassen, so dass er sich seit diesem Moment in den Raum der Wünsche verkroch, nur noch dort übernachtete. Als er den Tag darauf zum Frühstück erschien, setzte er sich ziemlich weit weg und aß sein Frühstück schnell und schweigend. Gehässige Blicke streiften seine Person, doch Harry pinnte seinen Blick weiterhin auf sein Essen. Tiefe Augenringe zierten sein Gesicht, welches ebenso aschfahl wirkte.
"Schwule Sau!", rief einer der Schüler an ihrem Tisch zu Harry hinüber, der nun klirrend seine Gabel fallen ließ - die Halle war augenblicklich still. Harrys Nerven lagen seit langem blank, Zorn stieg in ihm hoch. Schadenfrohes Lachen folgte, Essen wurde in seine Richtung geworfen. Harry zischte von der Bank hoch, zog seinen Zauberstab und richtete ihn ruhig, jedoch schnell auf eine kleine Gruppe, die damals seine Freunde gewesen waren. Leise murmelte er einige Worte, Wind kaum auf, seine Aura pulsierte immer stärker. Ein grelles Licht hüllte ihn ein, der Zauber brach aus seinem Stab und traf erstaunte Gesichter.
Ron, Dean, Seamus, Hermine und noch einige andere, die sich ihnen angeschlossen hatten, riss es von der Bank hoch - wurden von ihren Plätzen gefegt und krachten laut schreiend auf den Boden. Sie stöhnten und wälzten sich umher, richteten sich langsam wieder auf und blickten ängstlich zu Harry.
"Wenn einer von euch es nochmals wagen sollte mich zu beleidigen, werde ich mit euch dasselbe anstellen wie mit Voldemort. Verstanden?", zischte er düster, zitterte vor unterdrückter Wut. Er erntete ein zaghaftes Nicken seitens der am Boden liegenden, wobei Ron ihn hasserfüllt anblitzte.
Minerva, die bereits aufstehen wollte, um Harry eine Strafe zu verpassen, wurde von Dumbledore augenblicklich zurückgehalten. Besorgt musterte er den Helden der Zauberwelt, der nun den Stab wieder einsteckte, sich umdrehte und mit wehendem Umhang zur Türe schritt. Irgendwie hatte Harry das Gefühl, dass ihn ALLE anstarrten, so blieb er stehen. Langsam drehte er sich wieder um, nahm den Tisch der Slytherins ins Visier und sah einen nach den anderen ausdruckslos an. Ja, sie waren eine Einheit, die Slytherins - und dennoch blickten sie ihn nicht so gehässig an wie sein eigenes Haus.
"Blöder Arsch, glaubt wie immer etwas Besseres zu sein.", hörte Harry Rons Stimme, Hermine versuchte krampfhaft den Rotschopf wieder zu beruhigen. Harry jedoch hörte nicht darauf, sein Blick fixierte weiterhin die Slytherins, die ihn neutral ansahen. Und das wunderte Harry sehr.
"Mister Potter! Bitte geleiten Sie mich in mein Büro!", hallte die Stimme Dumbledore durch den Saal, sämtliche Köpfe schossen in seine Richtung. Harry sagte kein Wort, wartete bis Dumbledore bei ihm war, ihm zunickte. Seufzend machte er sich wieder auf den Weg und verschwand aus der großen Halle - gehässiges Gelächter begleitete ihn. Auf dem Weg zu Dumbledores Büro blieb Harry still, behielt demütig seinen Kopf gesenkt. Er bekam nicht einmal das Passwort mit, welches Dumbledore zum Wasserspeier sagte, somit die Treppen frei gab.
"Folge mir, Harry.", meinte er leise, Harry nickte betäubt. Als sie ankamen, dirigierte Dumbledore ihn zu einem Stuhl, wies ihn an sich zu setzen und nahm selber hinter seinem Schreibtisch Platz.
"Harry, sieh mich bitte an.", kam er sofort zum Punkt, Harry hob langsam seinen Kopf. Tiefe Trauer und Hilflosigkeit spiegelte sich in seinem Blick wieder - Dumbledore zog scharf die Luft ein.
"Sir?", fragte Harry leise, schien jedoch mit seinen Gedanken weit weg zu sein. Dumbledore beugte sich vor, betrachtete Harry eingehend.
"Erzähl mir was zwischen euch passiert ist. Mir bleibt nicht verborgen, dass Gryffindor sich spaltet. Was ist geschehen, dass deine Freunde sich gegen dich stellen?", entgegnete er leise, Harry seufzte und senkte abermals seinen Blick.
"Ich bin schwul.", sprach er das Problem an, wartete eine weitere Predigt ab.
"Und?", fragte Dumbledore verdutzt, Harrys Kopf schnellte in die Höhe.
"Sir?", wisperte er hoffnungsvoll, Dumbledore schmunzelte ein wenig, stand auf und trat um den Tisch herum. Langsam beugte er sich zu Harry hinab, seine Augen glitzerten.
"Gut, du bist homosexuell. Sollte diese Information ein Grund zur Besorgnis sein? Hast du dich vielleicht angesteckt, oder...", fragte Dumbledore weiter, Harry wurde rot im Gesicht.
"Nein, nein! Ich hatte noch nie etwas mit einem Jungen. Aber ich weiß, dass ich.. ähm. Nun ja, meinen Schulkollegen gefällt meine Veranlagung nicht.", nuschelte er leise, Dumbledore richtete sich wieder auf und strich sich nachdenklich über den Bart.
"Das kann ich nicht glauben.", überlegte er, ließ seinen Blick in die Ferne schweifen.
"Doch. Seit dem meiden sie mich, spielen mir Streiche. Sie... sie.. hatten mich letztens mit einer Ganzkörperklammer belegt und mir dann Mädchenkleider angehext.", wimmerte Harry, Dumbledores Augen verhärteten sich.
"Und wieso kamst du nicht gleich zu mir? Lass mich raten, du schämtest dich dafür - nicht wahr?", fragte er sanft, Harry nickte, doch seine Wangen brannten.
"Harry..", seufzte Dumbledore eingehend, legte seine Hände auf Harrys Schultern und zwang den Gryffindor somit hochzusehen.
"So kann es jedenfalls nicht weiter gehen, das ist dir doch klar?", nickte er ihm zu, Harry sank in sich zusammen.
"Ja, Sir, ich weiß. Aber ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Ich schlafe nicht mehr im Schlafraum der Gryffindors, sondern im Raum der Wünsche." Dumbledore war erschüttert, hatte er davon wirklich nichts mitbekommen. Denn sonst war er eigentlich immer am Laufenden!
"Du weißt, dass es eine Möglichkeit gibt, oder?", zwinkerte Dumbledore ihm zu, Harrys Wangen fingen nun zu glühen an.
"Wie? Sie meinen, von einer Hölle in die andere wechseln? Nein, danke. Ich würde dort nicht anders behandelt werden, glauben Sie mir.", murmelte er niedergeschlagen, Dumbledore seufzte.
"Ich kann dir nur eines raten, Harry. Gehe in die Ferien und denke über alles nochmals nach, einverstanden? Und wenn du zurückkommst, solltest du dich entscheiden. Denn der Raum der Wünsche steht dir nicht eine jede Nacht zur Verfügung, das weißt du. Leider bin auch ich daran gebunden, dir nicht einfach so ein Einzelzimmer geben zu können, so musst du dich entscheiden. Es tut mir leid, Harry.", gab er sein Mitleid kund, Harry nickte und stand langsam auf.
"Kann ich nun gehen?"
"Natürlich."
Dumbledore sah Harry lange nach, nachdem er mit hängenden Schultern und vollkommen fertig durch die Türe verschwunden war. Der Schulleiter durfte es nicht zeigen, doch machte er sich sehr wohl Sorgen um seinen Schützling. Nie hätte er sich gedacht, dass Harrys beste Freunde so intolerant sein würden, Harry das Leben zur Hölle machen konnten. Langsam schritt er zum Fenster, blickte auf die verschneite Landschaft hinaus und wünschte den Schülern im Stillen schöne Weihnachten.
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Nun, Harry hätte dieses Jahr sowieso nicht auf Hogwarts bleiben wollen, da er sich in Gryffindor nicht mehr wohl fühlte. Stattdessen wurde er von einem ziemlich mies gelaunten Vernon abgeholt, in den Wagen verfrachtet und "nach Hause" gefahren. Harry ließ die Zugfahrt nochmals Revue passieren, erschauderte ein wenig.
Diesmal waren es nicht Malfoy und seine Gang gewesen, die ihn das Leben zur Hölle gemacht hatten, nein. Ron, Dean und Seamus hatten mit vielen magischen Sprüchen versucht die verschlossene Türe zum Zugabteil zu sprengen, indem Harry natürlich gesessen hatte. Da Harry jedoch um einiges besser in Zauberei war, als Ron und seine Idioten zusammen, hatten diese absolut keine Chance gehabt. Harry fragte sich nicht einmal, wo Granger gewesen war, oder Neville. Es interessierte ihn nicht mehr - und diesmal war es das erste Mal, dass er einfach nur in sein altes Zimmer wollte. Weit weg von Hogwarts.
"Geh auf dein Zimmer, Junge.", brummte Vernon leise, Harry folgte widerstandslos. Petunia, die gerade mit einem Geschirrtuch in Händen in den Flur trat, sah Harry nach, als dieser schweigend die Treppen hochstieg.
"Was ist denn mit dem los?", fragte sie pikiert, Vernon kniff seine Augen zusammen.
"Keine Ahnung, Petunia. Soll mir nur Recht sein, dass er schweigt. So fällt der nutzlose Bengel wenigstens nicht auf." Das waren seine letzten Worte, ehe er sich seinem Alltag widmete.
Harry knallte seinen Koffer auf das Bett, setzte Hedwigs Käfig am Schreibtisch ab und ließ sich auf den Stuhl fallen. Vollkommen fertig sank sein Kopf auf die Tischplatte, ehe die Türe aufgesprengt wurde und Cousin Dudley im Rahmen stand. Natürlich, das hatte Harry noch gefehlt.
"Was ist mit dir, Hosenscheißer! Ne harte Schulzeit gehabt, oder was?", fragte er gehässig, lachte dümmlich und hielt sich den dicken Bauch. Als von Harry jedoch kein Ton kam, schritt er wütend ins Zimmer, schupste Harry einfach so vom Stuhl und sah schadenfroh zu, wie dieser zu Boden krachte.
"Antworte!", keifte er los, doch Harry blieb weiterhin stumm und sah emotionslos zu seinem Cousin hoch.
"So macht das keinen Spaß! Wehr dich!", rief Dudley aus und hob seine Faust um Harry, wie immer zur Begrüßung, ins Gesicht zu schlagen. Dudley hielt in seiner Bewegung inne, als keine Reaktion erfolgte, ließ sie wieder sinken.
"Zur Hölle, was ist nur los mit dir?", runzelte er die Stirn, Harry senkte den Blick und setzte sich auf, zog die Beine an seinen Körper. Beleidigt, weil Harry sich nicht einmal ansatzweise verteidigte, schoss er aus der Türe, knallte sie hinter sich zu. Obwohl Harry jetzt eigentlich "frei" war, hatte Dumbledore ihn anfangs des letzten Schuljahres gebeten, weiterhin bei den Dursleys wohnen zu bleiben, da noch einige Todesser ausständig waren. Wie Dumbledore meinte, waren viele von ihnen noch auf Rache aus und würden ihre Gelegenheiten nutzen. Harry hatte dem nur schwer zugestimmt, da Dumbledore das Ultimatum der Freiheit auf "nach Neujahr" setzte.
Harrys Augen wanderten zum Kalender, der ihm zeigte, dass es nur noch zwei Wochen bis Neujahr waren. Dann war er endlich frei und konnte wohnen wo immer er wollte...
Die Tage vergingen, Weihnachten kam und ging spurlos an Harry vorüber. Meist lag er im Zimmer am Bett und dachte über vieles nach. Gesang drang an sein Ohr, als die Weihnachtslieder überall erklangen. Doch er war nicht eingeladen dem Fest beizuwohnen und Harry hatte auch keine große Lust dazu. Mit Geschenken hatte er nicht gerechnet, doch kamen wenigstens zwei Pakete, (durch Eulen, versteht sich) die ihn doch sehr freuten. Jedoch hatte er keine Lust sie aufzumachen, so ging er einfach schlafen und erwartete den nächsten Tag.
Als die Sonne ihn weckte, setzt er sich auf, rieb sich die Augen und angelte nach seiner Brille. Sofort stachen ihm die zwei Pakete ins Auge, die er sich nun doch schnappte, sie auf die Decke legte. Da es gerade einmal 7 Uhr Früh war, hatte er noch eine Stunde, bevor er seinen Verwandten im Haushalt helfen musste. Das erste, wie es schien, war von den Zwillingen, was Harry doch wunderte. Ein Brief lag bei, den er sofort öffnete.
Lieber Harry!
Wir können nicht glauben wie sehr unser Bruder zu einem Arsch mutiert ist. Er hat uns allen sofort erzählt, dass du den Besen von der anderen Seite besteigst, was wir absolut nicht schlimm finden. Du kannst immer auf uns zählen, Harry! Außerdem haben wir für Ron noch eine kleine Überraschung, die er erst in der Schule bekommen wird. Wenn du unsere Hilfe brauchen solltest, sind wir immer für dich da. Fred und ich hoffen, dass dir unsere Geschenke gefallen werden. Schöne Weihnachten!
Liebe Grüße, Fred und Georg
Harry grinste von einem Ohr zum anderen, was in letzter Zeit nur noch selten vorkam. Eiligst riss er das Paket auf und freute sich, als er verschiedene Artikel aus dem Laden ausfindig machen konnte. Harry war sich sicher, dass er dies bald gebrauchen konnte. Gewisse Mitschüler kamen ihm da in den Sinn und dazu gehörte diesmal nicht Draco Malfoy.
Als er das zweite Paket zu sich zog, schüttelte er belustigt den Kopf. Hagrid hatte ihm wieder einmal Kekse geschickt, die jedoch die Form eines Weihnachtsmannes hatten. Und wie Harry feststellte, waren sie diesmal nicht hart, sondern zart und schmeckten zumal auch gut! Genüsslich verspeiste er sein Frühstück und zog den Brief heraus, den ihn Hagrid geschickt hatte.
Lieber Harry!
Stell dir vor, Dumbledore war bei mir, wir hatten uns ein wenig unterhalten. Und was ich da erfahren musste, war für mich mehr als unglaublich. Hätte nie gedacht, dass Hermine, Ron und die anderen so gemein zu dir sein könnten! Aber glaube mir eines, Harry. Ich mag dich noch immer, egal wen du eines Tages lieben wirst. Anbei habe ich dir wieder Kekse geschickt und danke dir dafür, dass du mir nicht an den Kopf geknallt hast, dass sie eigentlich steinhart waren! Ich hatte es erst bemerkt, als ich sie selber kostete. Du hattest dich sicherlich gewundert, wieso ich in der letzten Zeit kaum anzutreffen war, oder? Stell dir vor, ich habe mir bei den Elfen Kochunterricht geben lassen, damit ich dir gute Kekse backen konnte. Hoffe, diesmal schmecken sie dir wirklich! Ich will ja nicht, dass du verhungerst! Wenn du Nachschub brauchst, sage es mir! Die nächste Ladung ist schon zu dir unterwegs!
Ich wünsche dir schöne Weihnachten, Harry!
Liebe Grüße, Hagrid
P.s. In der Schachtel findest du noch einen Brief, der eines Tages vor meiner Türe lag. Ich weiß nicht, wer ihn geschrieben hat, doch stand auf dem Umschlag, dass ich ihn dir zu Weihnachten mitschicken sollte. Woher der Schreiber wusste, dass ich dir immer Kekse schicke?
Harry runzelte die Stirn, verlegte das Beantworten der Briefe auf einen späteren Zeitpunkt. Vorsichtig schob er kauend einige Kekse beiseite und bemerkte einen weiteren verschlossenen Brief, den er neugierig öffnete - seine Augen flogen begierig über die Zeilen.
Ich habe dich beobachtet, Harry Potter! Du scheinst nicht glücklich zu sein, stimmts? Wie dem auch sei, ich würde dir nahe legen, es dir wirklich zu überlegen. Nimm die Veränderung wahr und schlage einen anderen Weg ein - du wirst es nicht bereuen! Ich bin mir sicher, du weißt, was ich meine. Wir sehen uns in der Schule.
Grüße, ein stiller Bewunderer von dir
Seltsam! Harry las sich die Zeilen immer und immer wieder durch. Die Schrift kam ihm bekannt vor, doch konnte er sich jetzt nicht erinnern, zu welcher Person sie gehörte! Darüber in Gedanken versunken, legte er ihn weg und fragte sich immer wieder, wer anscheinend Interesse hatte ihm zu helfen? Seufzend stand er auf, machte sich zu Recht und brachte den Tag mit Frühstück machen, Hausputz und bedienen seiner Verwandten hinter sich.
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug, denn die Dursleys mussten ihn nicht einmal befehlen die Hauseinfahrt vom Schnee zu befreien. Harry tat es freiwillig, wollte sich nur ablenken. Kaum, dass er fertig war, betätigte er sich wieder der Hausarbeit und bereitete seinen Verwandten das Essen zu. Er bekam nicht einmal die verwunderten Blicke mit, die ihm seine Familie zuwarf. Auch Dudley fand Harry ziemlich eigenartig und ließ ihn sogar in Ruhe. Es machte ihm keinen Spaß, wenn Harry sich nicht einmal wehrte. So verstrichen weitere Tage bis der unheilvolle Moment kam an dem er seine Sachen ein weiteres Mal packen musste. Die Reise nach Hogwarts stand an und diesmal freute er sich absolut nicht darauf.
"Hey Saftsack! Heute siehst du deine beschissene Schule wieder! Ist das nicht schön? Und wir sehen dich nie wieder!", lachte Dudley los, verschluckte sich beinahe an dem Keks, den er Harry geklaut hatte. Harry sagte wie immer kein einziges Wort, hatte beinahe das sprechen in diesen Ferien verlernt.
"Idiot! Ich rede mit dir!", keifte Dudley weiter, Harry hob den Kopf und sah ihn direkt an. Seine Augen schienen zu fragen, was er eigentlich erwartet und anscheinend drang das auch bis zu Dudley durch. Sein Cousin runzelte die Stirn, schloss die Türe und schlenderte auf Harry zu, der noch immer ruhig auf seinem Stuhl beim Schreibtisch saß.
"Freust du dich denn gar nicht uns endlich verlassen zu können?", kam es leise von Dudley, was bei Harry einen offen stehenden Mund hervor rief. Seit wann klang Dudley besorgt? Harry seufzte, schüttelte den Kopf, Dudley setzte sich auf den Schreibtisch.
"Ist irgendetwas passiert? Ich meine, in deiner Schule?", fragte er neugierig weiter, Harry nickte zustimmend.
"Und was?", hackte er nach, Harry öffnete den Mund. Doch als er zum Sprechen ansetzte, kam kein Ton über seine Lippen. Sein Blick wurde panisch, die Hand legte sich um seinen Hals. Gehetzt sprang er auf, fuchtelte mit den Armen umher und bekam sich nicht mehr ein.
"DAD? DAAADDDD!!!", brüllte Dudley los, versuchte nebenbei Harry mit einem starken Griff wieder zur Ruhe zu zwingen. Die Türe wurde ein weiteres Mal aufgezogen, Vernon trat gehetzt herein und kannte sich im ersten Moment nicht aus.
"DAD! Du musst ihm helfen! Er kann nicht mehr sprechen!", rief Dudley panisch aus, zwang Harry sich aufs Bett zu setzen. Vernon kam nun näher, musterte seinen Sohn eingehend.
"Na und? Ist dass denn so wichtig?", hackte er nach, Dudley starrte seinen Vater an, Harry hingegen seinen Cousin.
"Ja, Dad! Irgendwas stimmt mit ihm nicht! Stell dir vor, wenn er nicht mehr sprechen kann, kann er auch nicht mehr zaubern!", ereiferte er sich, Harry riss die Augen auf. Woher wusste Dudley so gut über seine Machenschaften Bescheid? Vernon kniff seine Augen zusammen, knurrte.
"Dudley! Hast du schon wieder herumgeschnüffelt? Du weißt doch, dass dieser Brief nur für uns gedacht war, nicht für dich!", brauste Vernon nun auf, Dudley schien kurzzeitig verlegen zu sein, doch dann riss er sich zusammen.
"Ja, habe ich! Aber da wusste ich noch nicht wie cool Harry in dieser Welt ist! Dad, versteh doch! Bei uns ist es nie aufregend, da passiert nie etwas! Und Harry hatte mir einmal das Leben gerettet vor den... ähm... Dematoren oder so.", haspelte er weiter, Harry zog an seinem Shirt.
"Was?", fragte Dudley verwirrt, Harry formte mit seinen Lippen das richtige Wort.
"Du meinst: Dementoren?", nickte Dudley, Harry lächelte ein wenig.
"Das gibt dir noch lange nicht das Recht...", brauste Vernon auf, doch Dudley schüttelte den Kopf.
"Kann schon sein, dass ich es nicht hätte lesen sollen, aber dann hättet ihr diesen Brief auch verstecken sollen! Er lag offen auf dem Küchentisch und dieser Dumbledore meinte darin, dass Harry ihre Welt gerettet hätte! Ich finde das cool! Also? Können wir ihm helfen?" Bittend sah er seinen Vater an, der nun seufzte und sich über den dicken Brauch streichelte.
"Nein, mein Sohn, können wir nicht. Du weißt, wir sind keine Zauberer.", murmelte er leise und wunderte sich, wieso Dudley so ein Interesse an Harry hatte. Anscheinend war er von diesem Brief ziemlich beeindruckt gewesen, Vernon auch - doch würde er dies niemals öffentlich und schon gar nicht vor Harry Potter zugeben.
"Okay. Dann... Harry? Gibt es in eurer Schule eine Krankenschwester?", fragte er gleich nach, Harry nickte wie wild.
"Ja, also wenn du dann dort bist, geh einfach so schnell wie möglich dort hin, oder zu diesem Dumbledore, ja?", ereiferte er sich schnell, Harry überlegte und nickte ein klein wenig.
"Dad?", wandte er sich zu seinem Vater, der mehr als erstaunt über seinen Sohn war.
"Können wir Harry diesmal zum Bahnhof bringen? Sonst geht er ja immer alleine. Er kann sich sicherlich nicht wehren wenn er nicht sprechen kann.", überlegte er laut, Vernon knurrte.
"Meinetwegen.", zischte er, drehte sich umher und verschwand aus der Türe. Dudley fühlte den Blick auf sich, wandte seinen Kopf und sah Harry eingehend an.
"Was denn?", kam er sogleich zum Punkt, Harry grinste. Er formte abermals etwas mit seinen Lippen, Dudley kicherte.
"Gern geschehen. Weißt du, Harry, ich hatte schon sehr viel Angst vor diesem Zauberkram, aber als ich vorgestern diesen Brief las..." Dudley seufzte und setzte sich neben Harry.
"Du bist so mutig! Und du kämpfst nicht einmal mit Fäusten! Ich könnte das nie! Du musst sehr mächtig sein. Also ich sehe das so. Ich bin der King hier in der Straße, ich verteidige sie, ja? Und du bist halt der King in der Zauberwelt. Was auch immer für Arschlöcher dort sind die dir das Leben zur Hölle machen... Das darf nur ich! Also zeig ihnen, was du drauf hast, Harry! Du hast doch diesen Oberheini in die ewigen Jagdgründe geschickt, oder?", haspelte Dudley weiter, Harry gluckste lautlos und nickte nochmals.
"Und da lässt du dich von anderen Idioten die nicht so viel draufhatten fertig machen? Du hast dir nicht einmal etwas von mir sagen lassen und ich bin eindeutig der stärkere von uns beiden! Also? Was ist jetzt? Trittst du den anderen nun in den Arsch, oder nicht?", grinste Dudley schief, Harrys Augen strahlten wieder - ein weiteres, heftiges Nicken folgte.
"Gut so, Lackaffe. Pack dein Zeug und mach dich fertig. Ich warte beim Wagen, klar?", plusterte er sich auf, Harry schüttelte amüsiert den Kopf. Wo Dudley Recht hatte, hatte er Recht. Also machte er sich fertig und schwor sich, ab nun einen anderen Weg einzuschlagen.
Eine Autofahrt später verabschiedete sich Dudley zwar wie immer, doch grinste er, seine Augen sprachen eher von "viel Glück". Harry winkte und sah dem Wagen lange nach. Es war ein Abschied ohne Rückkehr. Seufzend zog er seinen Hoffer hinter sich her, in der anderen Hand hielt er den Käfig von Hedwig, die erst heute Morgen die Nachrichten überbracht hatte - schnell wieder bei ihm war.
Als er am Bahngleis ankam, den Hogwartsexpress vor sich sah, stieg er rasch ein und suchte sich ganz hinten ein leeres Abteil. Sein Gepäck verstaut, hoffte er, dass es bald losging. Die Fahrt begann sehr ruhig ehe einige Schüler bei ihm vorbei sahen, Harry neugierig musterten und wieder abzogen. Harrys Augen nahmen wieder eine trübe Schattierung an, vermisste er doch wahre Freunde. Er fragte sich wie man so untolerant sein konnte, doch jetzt wusste er, dass sie niemals seine wahren Freunde gewesen waren.
Tief in Gedanken versunken, bemerkte er nicht wie die Schiebetüre ein weiteres Mal betätigt wurde, gehässiges Gelächter erklang.
"Potter, alte Schwuchtel! Na? Tolle Ferien gehabt? Oder hat dein fetter Cousin endlich ran dürfen?", zischte Ron böswillig, Harry zuckte zusammen.
"Ich rede mit dir, Potter! Hat es dir die Sprache verschlagen?", grinste er fies, Dean und Seamus kreuzten auf und stellten sich lachend zu ihm.
"Wie es scheint, ist es so. Kommt, lasst uns ein anderes Abteil finden, sonst bekommt der große Retter der Zauberwelt eventuell noch einen Ständer wenn er uns sieht.", kicherte Dean froh, Harry seufzte niedergeschlagen. Doch bevor sie verschwanden, sprach Ron noch einen Spruch auf Harry, der schon wieder in einer Ganzkörperklammer gefangen war. Hart knallte er zu Boden, Seamus runzelte die Stirn.
"Er wehrt sich nicht einmal, gut für uns!", rief er aus, wollte bereits gehen.
"Scheiß doch auf diesen Idioten. Er hat uns diesen Trottel von Lord vom Hals gehalten, ihn aus der Welt geschafft - jetzt ist er für uns nutzlos. Und mit einer Tunte will ich nichts mehr zu tun haben.", kam es kalt von Ron, Hermine und Neville waren weit und breit nicht zu sehen. Harry bekam nur im Augenwinkel mit wie die drei zum gehen ansetzten doch nicht weit kamen.
Wer auch immer, schoss einen weiteren Fluch ab, die drei Freunde flogen schreiend einige Meter weit durch den Gang. Harry wunderte sich wer ihm da half, doch war er noch immer erstarrt. Weitere, gemurmelte Worte und schon konnte sich Harry wieder rühren. Hastig sprang er hoch, eilte aus dem Abteil und sah zu, wie seine damaligen Freunde sich stöhnend am Boden wälzten, ihnen anscheinend alles wehtat. Harry grinste zufrieden, blickte in die andere Richtung und konnte allerdings niemanden ausmachen. Langsam wurde es mysteriös, fand er.
Den Rest der Fahrt wurde er in Ruhe gelassen und Harry wunderte sich wieso Malfoy mit seiner Gang nicht schon lange bei ihm vorbei geschaut hatte. Als der Zug endlich in Hogsmeade eintraf war er schon umgezogen, stürmte aus dem Zug. Leider waren die Kutschen schon besetzt, so versuchte er es bei der ersten, zog die Türe auf.
Danach erstarrte er, wollte etwas sagen, doch schloss er resigniert den Mund. Malfoy sah ihn betont uninteressiert entgegen, neben ihm saß Pansy Parkinson, die ihn verstohlen musterte. Gegenüber befanden sich Crabbe, Goyle und Zabini, die sich fragten, was Harry Potter wohl wollte. Ein Pfiff erklang, es war Zeit einzusteigen. Harry hatte nun keine Möglichkeit mehr sich eine andere Kutsche zu suchen, wusste nicht, was er tun sollte.
"Glotz nicht so, steig endlich ein, Potter!", schnarrte Draco Malfoy, Harry senkte verlegen den Kopf. Schnell kam er der Aufforderung nach, setzte sich neben Pansy und verhielt sich still. Die fünf Slytherins starrten ihn an, doch Harry senkte seinen Kopf und sagte kein Wort.
"Sag mal, Potter, bist du wirklich schwul?", schnarrte Pansy mit verzogener Nase, Harry verfiel. Doch was hatte er zu verlieren? Langsam nickte er, die Slytherins verhielten sich weiterhin still.
"Also war es doch kein Gerücht?", hackte Pansy neugierig nach, Harrys Wangen brannten, ebenso wie seine Augen. Mechanisch schüttelte er den Kopf, erwartete Gelächter - vor allem von Draco Malfoy, doch die Insassen blieben weiterhin still.
"Wenn´s nichts weiter ist, würde ich die Fahrt zur Schule endlich genießen können, Parkinson. Geht das?", schnarrte Draco gelangweilt, Harrys Mund stand offen.
"Potter, Mund zu, du fängst Fliegen.", kommentierte er leise, blickte wieder aus dem Fenster. Pansy murrte, war beleidigt und Blaise grinste Harry an. Der Gryffindor hätte vieles erwartet, aber nicht, dass sie sich NICHT über ihn lustig machten! Als sie endlich ankamen, wartete Harry bis alle ausgestiegen waren. Was ihm nicht auffiel war, dass sie irgendwie auf ihn warteten, ihn nicht ansprachen sondern in Ruhe ließen.
Draco schüttelte einfach nur den Kopf, schritt hoheitlich voran und kehrte Harry somit den Rücken zu. Harry sprang aus der Kutsche, lief an Draco vorbei und versuchte so schnell wie möglich zum Schloss zu gelangen. Das neue Jahr fing ja schon gut an, dachte er bei sich und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Langsam füllte sich die Halle und Harry hatte abermals am Ende des Tisches Platz genommen.
Sein Blick fing den von Neville ein, der ihn ziemlich erschüttert ansah. Wortlos ging er an ihm vorbei, betrachtete ihn nicht länger, ebenso tat dies Hermine. Harrys Herz brach, er wollte es noch immer nicht glauben. Als alle Schüler eingetroffen waren rief Dumbledore sie zur Ruhe, hieß sie herzlich willkommen und füllte die Tische mit einem Händeklatschen mit Essen.
Harry löffelte gerade seine Suppe, als ein Papierflieger direkt vor dem Teller landete, er mit zitternden Fingern danach griff. Als er das Papier entfaltete bewegten sich die Figuren und Harrys Blick verschwamm. Alles, was er noch entziffern konnte war: "Blöder Arschficker, noch immer stockschwul?" Wütend stand er auf, rauschte aus der Halle und bekam die besorgten Blicke nicht mit, die ihm sehr wohl folgten. Wo sollte er hin? In den Raum der Wünsche konnte er nicht, wie er nach einer Stunde feststellte, da dieser leider besetzt war. Ob er diesmal im Turm übernachten sollte? Nein, das war eindeutig zu gefährlich.
Es wurde bereits dunkel, als Harry sich in einer Nische versteckte, am Gemäuer hinab sank und in die Dunkelheit blickte. Nun wurde es ihm doch zu viel, Tränen stiegen empor. Mit einem lautlosen Schluchzen zog er die Beine an, versteckte seinen Kopf darin und weinte leise vor sich hin. Die Realität schoss in diesem Moment auf ihn ein, traf ihn hart und unvorbereitet. Er war doch "nur" schwul! Wieso konnte so eine Aussage aus Menschen, von denen man glaubte, dass sie Freunde wären, nur solche Heuchler machen? Wieso ließen sie ihn nicht in Ruhe? Harry bemerkte nicht die leisen Schritte, die immer lauter wurden, schließlich vor ihm stoppten.
"Potter?", fragte ihn diese Person, Harry sah mit verweintem Gesicht hoch. Natürlich, was kam denn noch? Harry schüttelte ergeben den Kopf, zog die Beine noch näher zu sich und ließ weiterhin seinen Tränen freien Lauf.
"Hör mal, Potter, ich weiß nicht, wie ich jetzt mit dir umgehen soll. Irgendwie tust du mir leid?", wisperte die Stimme, die Person ging vor ihm in die Knie und versuchte sein Kinn zu ergattern, welches nun hoch gedrückt wurde. Harry sah dank des Mondlichtes, dass es sich hier um ein Mädchen handelte. Und zwar um genau zu sein, um Pansy Parkinson. Sie hatte trug noch immer einen Pony als Frisur, ihre braunen Augen sahen ihn ein wenig besorgt an.
"Sag was, verdammt.", herrschte sie ihn an, doch Harry weinte einfach weiter und entzog sich ihrer Finger. Leise fing sie zu knurren an.
"Gut, wenn du nicht mit mir sprechen willst.", meinte sie kalt, sie wollte sich erheben. Harrys Hand schnellte lautlos schluchzend hervor, krallte sich an ihrem Umhang fest. Mit der anderen zeigte er auf seinen Hals, Pansy runzelte die Stirn.
"Was? Hast du Halsweh? Nein? Was denn sonst? Sag schon!" Harry schmiss seine Arme in die Höhe, doch weinte er wenigstens nicht mehr. Da ging Pansy ein Licht auf.
"Du.. du kannst nicht mehr sprechen?", wisperte sie leise, Harry nickte wie wild.
"Aber wieso?", keuchte sie nun, Harry zuckte mit den Schultern.
"Du weißt es also nicht, hm? Wann genau passierte es denn?", fragte sie nach, Harry sah sie mit schräg liegendem Kopf an.
"Oh...ähm... Ja, du kannst es mir ja nicht sagen. Passierte es auf den Weg hierher?", versuchte sie das Rätsel zu lösen, Harry schüttelte den Kopf.
"In der Kutsche?", versuchte sie es wieder, Harry verdrehte die Augen.
"Vorher? In den Ferien schon?", haspelte sie weiter, Harry hielt den Daumen hoch.
"Und du weißt nicht wieso?" Harry seufzte lautlos und sah sie traurig an.
"Glaubst du, dass dich jemand verflucht hat?" Harry überlegte, zuckte mit den Schultern.
"Weißt du, ich glaube es ist besser wenn wir zur Krankenstation gehen. Soll ich mitkommen?", traute sie sich zu fragen, Harry fing zu lächeln an.
"Heißt das ein ja?", kam es leise von ihr, Harry grinste noch immer, er nickte abermals.
"Danke! Endlich will mich jemand dabei haben!", kicherte sie noch immer leise, rutschte auf ihren Knien zwischen die von Harry und umarmte ihn stürmisch. Harry war irgendwie überrumpelt, doch schloss er seine Arme um sie und fühlte sich das erste Mal verstanden. Er konnte es nicht verhindern, dass ihm schon wieder die Tränen kamen. Seine Schultern zuckten, Pansy verstand. Sie wurde ernster, zog ihn näher zu sich und wiegte ihn sanft umher.
"Du vermisst deine Freunde, wie?", fragte sie sanft, spürte Harrys nicken an ihrer Schulter.
"Sie waren nie Freunde, habe ich Recht?", überlegte sie weiter, Harry klammerte sich geradezu an sie, das Zucken der Schultern wurde immer heftiger.
"Schhhtttt, schon gut. Wein dich ruhig aus, ja?", wisperte sie leise und drückte ihn noch näher zu sich.
"Potter?", fragte sie nach einiger Zeit, als Harry sich beruhigt hatte und sie sich langsam von ihm löste. Fest sah sie ihm ins Gesicht, wollte sichergehen, dass er wieder okay war.
"Wäre es schlimm für dich, wenn ich eventuell deine Freundin sein dürfte? Keiner will mich als Freundin haben und Draco mault nur mit mir herum. Der ist in letzter Zeit so still und nachdenklich geworden, weißt du? Irgendwas stimmt mit dem nicht. Was rede ich denn da! Du willst sicherlich nichts über deinen Erzfeind wissen, wie?", lächelte sie milde, legte ihren Kopf schief. Die schrille Pansy gab es anscheinend nicht mehr. Harry wunderte sich, wie einfühlsam dieses Mädchen sein konnte.
...in Slytherin findest du wahre Freunde....
...kamen ihm die Worte des sprechenden Hutes in den Sinn. Langsam nickte er nun, lächelte und Pansy flog ihm kreischend um den Hals. Gut, die kreischende Pansy war doch noch anwesend, aber sie wirkte sehr nett.
"Komm schon, Potter, wir müssen los.", meinte sie nach einiger Zeit und zwei seligen Seufzern, stand auf und hielt Harry ihre Hand entgegen. Dankbar nahm er sie an, ließ sich hochziehen. Sie ließ seine Hand nicht los, sah ihm tief in die Augen.
"Ich bin Pansy, Harry.", lächelte sie leicht und nickte ihm zu. Harry strahlte sie an, nickte ebenso und folgte ihr. Beiden war nicht bewusst, dass sie einen Beobachter hatten, dessen Gedanken sich nun überschlugen. Pansy hatte immer schon ein Gespür für Besonderheiten besessen - und wie es schien, lag sie auch diesmal wieder goldrichtig. Der Beobachter zog sich zurück, um nachdenklich zu seinen Gemächern zu schlendern. Doch auf den Weg dorthin blieb er stehen - er musste handeln! Seine Schritte wurden immer schneller, sie trugen ihn zu einer gewissen Person...
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"Herein?", seufzte Dumbledore, der nun seine Feder beiseite legte und aufsah. Die Türe wurde aufgedrückt, gehetzte Schritte erklangen.
"Oh! Welche Ehre! Was kann ich für Sie tun, Mister...", fing Dumbledore neugierig an, doch wurde er hart unterbrochen.
"Sir! Verzeihen Sie die späte Störung, aber ich muss Sie dringend sprechen!", keuchte der Besucher los, Dumbledore stand nun auf und schritt um den Tisch herum.
"Und um was geht es?", fragte er nach, wartete ab, bis sich sein Gegenüber erholt hatte.
"Um Harry Potter, Sir. Und es ist dringend. Ich habe eine Entdeckung gemacht und würde gerne eine Bitte äußern..", kam er zum Punkt, Dumbledores Augen glitzerten verdächtig.
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"Miss Parkinson? Mister Potter? Was kann ich für Sie tun?", fragte die Medihexe, die bereits im Nachtgewand erschien, sie beide genau musterte.
"Madam Pomfrey? Könnten Sie sich bitte Harry ansehen?", fragte Pansy scheu, Poppy riss die Augen auf. Seit wann nannte Pansy Parkinson den jungen Mister Potter "Harry"?
"Nun, was fehlt ihm denn? Kann er nicht für sich selber sprechen?", fragte sie pikiert, Pansy zog wütend die Stirn kraus.
"Nein, darin liegt ja das Problem!", brauste sie auf und verschränkte böse ihre Hände vor der Brust. Harry konnte noch immer nicht glauben, dass Pansy sich für ihn einsetzte und musste sich eingestehen, dass sie eine sehr nette Person war. Poppy kam der Aufforderung sofort nach und untersuchte sofort seinen Hals. Die Türe zur Krankenstation ging auf, Dumbledore kam herein.
"Harry! Wieso kamst du nicht sofort zu mir?", fing er sogleich an, Harry verdrehte die Augen.
"Oh! Das Passwort, ich verstehe!", lächelte Dumbledore milde, drehte sich zu Pansy und musterte sie eingehend.
"Miss Parkinson? Darf ich fragen, was Sie hier tun?", fragte er leise, Pansy wurde ein klein wenig rot.
"Nun, Professor, ich habe Harry am Gang gefunden. Er weinte - und als ich ihn fragte, was los sei, kam ich mit der Zeit drauf, dass er nicht sprechen konnte.", fing sie zu erklären an, Dumbledore nickte ihr zu und beobachtete danach die Krankenschwester, die noch immer Harry untersuchte. Seufzend ließ sie ihren Zauberstab sinken, drehte sich zu Dumbledore und sah hoch.
"Ich würde meinen, dass Mister Potter im wahrsten Worte seine Stimme verloren hat. So ein Phänomen kommt nur vor, wenn....", fing sie an, ihr Kopf rauschte wieder zu Harry, der sein Haupt schuldbewusst sinken ließ.
"Harry? Setzt es dir so sehr zu? Kommst du mit der Situation nicht klar?", fragte Dumbledore leise, da er wusste, auf was Poppy hinaus wollte. Harry schüttelte den Kopf, ohne die anderen auch nur anzusehen.
"Ach Harry..", wisperte Pansy nun und setzte sich auf der anderen Seite des Bettes auf die Matratze drauf.
"Bist du so fertig wegen der Idioten von Gryffindor, die dich so fertig machen?", kam sie auf den Punkt, Harry sah sie lange an und nickte langsam.
"Nun gut, Mister Potter. Ich bin mir sicher, Professor Dumbledore lässt sich etwas einfallen. Und heute dürfen Sie hier übernachten, wenn Sie wollen. Leider habe ich hierfür kein Gegenmittel, müssen Sie wissen. Das können Sie nur alleine bewerkstelligen. Erst, wenn Sie ihre Probleme gelöst haben, dann finden Sie auch ihre Stimme wieder.", sah Poppy ihn mitleidig an, Harry sank in sich zusammen. Ja, er hatte versucht es zu verdrängen, doch holten ihn die Probleme jetzt erst so recht ein.
"Gut, danke, Poppy. Harry? Morgen Früh erwarte ich dich in der großen Halle, zum Frühstück. Ich habe meine Entscheidung bereits in den Ferien getroffen. Doch wurde sie erst gefestigt, als ich vorhin gerade interessanten Besuch hatte.", zwinkerte Dumbledore ihn zu, Pansy platzte vor Neugierde.
"Darf ich fragen wer es war, Professor?", quiekte sie leise, Dumbledores Augen funkelten belustigt.
"Dürfen Sie, Miss Parkinson. Doch werde ich Ihnen nicht verraten, wer bei mir war. Es half mir nur in der Entscheidung, welche Sie morgen ebenfalls erfahren werden. Miss Parkinson? Die Ausgangssperre beginnt in einer halben Stunde. Ich würde Sie dann gerne im Kerker wissen.", nickte er ihr zu, Pansy bejahte sofort. Dumbledores Augen glitzerten noch immer, als er sich verabschiedete und wieder verschwand. Poppy machte es ihm gleich, so befanden sich nur noch Harry und Pansy auf der Krankenstation.
"Hast du eine Ahnung wer bei Dumbledore im Büro war?", fragte sie geradeaus, Harry verzog nachdenklich sein Gesicht und zuckte mit den Schultern.
"Mist, jetzt kann ich bis morgen warten, ich mag das nicht. Harry? Mach dir bitte keine Sorgen, ja? Du wirst sehen, es wird alles wieder gut werden, das verspreche ich dir. Und noch etwas..." Langsam stand sie auf, hielt noch immer seine Hand, was Harry vormals nicht bewusst gewesen war.
"Ich habe kein Problem damit, dass du schwul bist. Wir in Slytherin sind dem Thema sehr aufgeschlossen. Außerdem gibt es einige Jungs bei uns, die ebenso schwul sind. Nur zu deiner Information. Und wenn du morgen in der Halle bist und sie dich wieder ärgern, komme ich zu dir und rette dich, okay?", zwinkerte sie ihm zu, Harry stiegen schon wieder Tränen in die Augen.
Wortlos breitete er seine Arme aus, seine Augen sprachen Bände. Pansy strahlte ihn an, flog in seine Arme und kuschelte sich an ihn. Harry seufzte lautlos, streichelte ihren Kopf und ließ sie bald wieder frei.
"Nichts zu Danken, Neuling.", zwinkerte sie ihm zu und verließ leise summend die Krankenstation. Harry starrte ihr lange nach. Was sollte "Neuling" bedeuten? Hieß es etwa, dass er zu ihr dazugehörte? Sie ihn eventuell als Slytherin sah? Harrys Herz schlug das erste Mal seit langem freudig, während er sich ins Bett kuschelte, seine Augen schloss - die Lichter wie von Zauberhand gelöscht wurde, und schlief sofort ein.
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Am nächsten Tag war Harry mehr als nervös, schlich zittrig in die Waschräume, die Poppy ihm zeigte, um sich frisch zu machen. Nervös schritt er in die große Halle, wirkte selbstsicherer denn je. Pansy und ihre Mitschüler saßen schon am Tisch, viele blickten hoch und entgegneten seinen Blick neutral, was Harry sehr wunderte. Seien Augen hafteten auf Draco Malfoy, der ihn einfach nur ansah und ihm sogar zunickte? Harry runzelte die Stirn, setzte sich zu seinem Tisch und spürte sofort die hasserfüllten Blicke seiner Mitschüler. Das Frühstück erschien auf den Tischen, Harry langte ordentlich zu.
Abermals hörte er gehässige Rufe in seine Richtung, doch diesmal blitzten seine Augen vor Wut und Rache, er grinste sie schadenfroh an und prostete ihnen zu. Harry bemerkte das erfreute Lachen von Pansy, den fragenden Blick von Hermine und Neville. Ron schien verdutzt und etwas ängstlich. Er kannte diesen Blick von Harry, den er beim letzten Kampf ebenso zur Schau getragen hatte. Dumbledore kam hinzu, setzte sich und nickte Harry zu, als dieser auch ihm zuprostete.
Harrys Grinsen wuchs, seine Augen funkelten dunkel und keiner am Gryffindortisch sprach ihn schräg an. Irgendwie hatten sie alle eine Ahnung, dass Harry etwas plante, wussten sie ja nichts von den letzten Ereignissen. Es hatte sie ja auch nicht interessiert, dass Harry wieder gefehlt hatte.
"Meine lieben Schüler! Ich bitte kurz um Ruhe!", donnerte Dumbledores Stimme durch die Halle, Harrys Herz fing zu pochen an. Sein Kopf schnellte zu Pansy, die ihm aufmunternd zunickte. Blaise und Draco betrachteten die beiden eingehend, runzelten die Stirn. Doch Harry konnte durch den stummen Kontakt zu ihr nicht sehen, wie die beiden Jungen leicht zu grinsen anfingen.
~Es wird alles gut gehen, Harry~, formte sie mit ihren Lippen, Harry lächelte schief und schnaubte. Pansys Gesicht erhellte sich, sie war mir Harrys Auftreten mehr als zufrieden.
"Wie ich leider bemerken musste, gibt es im Hause Gryffindor einige Schwierigkeiten, die ich nicht mehr mit ansehen werde! Aus diesem Grund habe ich eine Entscheidung getroffen, die ich hier und jetzt vollstrecken werde! Minerva?!", bat er seine Gehilfin, die sich nun erhob, etwas vom Boden aufhob und damit nach vorne schritt. Das Gemurmel wurde lauter, als man nun freie Sicht auf Minerva hatte, die sich mittig in der Halle aufstellte und den sprechenden Hut hochhielt. Harrys Augen weiteten sich, sein Herz schlug noch schneller in der Brust. Entsetztes Keuchen seiner Schulkollegen drang an sein Ohr.
"Harry? Würdest du bitte nach vorne kommen?", sah Dumbledore ihn über seine Halbmondbrille an, Harry erhob sich.
"Wenn Sie sich alle fragen, wieso Harry Potter nochmals wählen darf, dann deshalb, weil er damals die Auswahl zwischen zwei Häusern hatte und sich leider Gottes für Gryffindor entschied.", sprach er kalt aus, die Schüler von Gryffindor sahen ihn entsetzt an. Harry spürte brennende Blicke in seinem Rücken, als er langsam und sehr nervös auf den leeren Stuhl zuschritt, leises Gewisper hören konnte. Viele flüsterten miteinander, wohin Harry Potter wohl gewählt werden würde.
"Hoffentlich kommt er zu uns.", wisperte ein junges Mädchen aus Ravenclaw, Harry schmunzelte. Seine Augen wanderten während des Gehens zu Minerva, die ihn besorgt musterte, ihm jedoch zunickte. Als er saß setzte sie ihm den Hut auf. Seine Augen suchten die von Pansy, beinahe hypnotisiert starrte er sie an - sein Herz klopfte wild, seine Hände waren schweißnass. Pansy hingegen faltete ihre Hände und führte sie zum Mund. Sie bewegte ihre Lippen, anscheinend betete sie. Draco Malfoy riss gehetzt die Augen auf, setzte sich gerade hin. Auch sein Herz klopfte immer schneller, hart musste er schlucken. Wohin würde Harry Potter nun kommen? Vielleicht...
Harry schloss nun seine Augen, sein Gesicht wirkte mehr als entspannt. Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen, bis es zu einem Grinsen wuchs. Der Hut sprach leise mit ihm, kicherte ab und zu und schien höchst erfreut zu sein.
"Bist du nun wieder bei mir? Ich hätte dir auch damals sagen können, dass die Wahl zwar gut, aber nicht richtig war. Jetzt bist du endlich soweit deine Chance und dein wahres Haus anzunehmen?", flüsterte der Hut leise, Harry nickte nur.
"Wenn es so ist, dann darf ich dich beglückwünschen." Stille hüllte die Halle ein, Draco knetete nervös auf seinen Fingern herum und biss sich auf die Unterlippe.
"SLYTHERIN!!!!!", donnerte der sprechende Hut los, das besagte Haus fing zu kreischen, zu klatschen und zu johlen an. Minerva seufzte wehleidig, gab ein "Es tut mir so Leid, Potter. Aber dort wird es Ihnen sicherlich besser gehen.", von sich und nahm ihm den Hut ab. Harry öffnete seine Augen, immer wieder hörte er die besonderen Worte des sprechenden Hutes. Als er aufstand, zitterten seine Beine. Der Beifall vom Hause Slytherin wurde immer heftiger und auch Draco Malfoy klatschte erleichtert, doch hielt er sich zurück. Nur seine glitzernden Augen verrieten die Freude.
Als Harry zu seinem neuen Haus schritt, zückte Dumbledore seinen Zauberstab, richtete ihn auf Harry und murmelte einige Worte. Während des Gehens veränderte sich seine Schulkleidung. Mit einem jeden Schritt wich sie immer mehr ins Slytheringrün, bis Harry endlich zu ihnen gehörte. Das Getuschel wurde immer lauter, sowie der Beifall. Einige der Schüler an anderen Tischen standen nun auf und klatschten für Harry Potter.
Der "Neuling" von Slytherin strahlte Pansy an, behielt sie im Auge, die sofort Platz machte und sich nicht mehr einbekam. Als Harry endlich Platz nahm, saß er zwischen Pansy und Draco, Harry lächelte zufrieden. Stürmisch wurde er von Pansy umarmt, was Harry sehr schön fand. Doch sein Lächeln verflog, als er eine kleine Pergamentrolle vor sich auf dem Tisch vor sich liegen sah. Verwirrt runzelte er die Stirn, Pansy starrte ebenso auf den Tisch.
"Woher kam die denn?", fragte sie leise, Harry zuckte mit den Schultern.
"Willst du sie denn nicht aufmachen, Potter?", schnarrte Draco zufrieden, Harry tat es sogleich.
Endlich hast du deine Chance wahrgenommen, sie ergriffen. Endlich bist du dort, wo du schon immer hättest sein sollen. Willkommen in Slytherin, Harry Potter! Wir freuen uns sehr, dich bei uns zu sehen! Du wirst es niemals bereuen!
Gezeichnet, ein stiller Bewunderer von dir
Harry ließ das Pergament sinken, Pansy fischte danach und überflog die Zeilen. Natürlich erkannte sie die Handschrift und wollte sich sofort grinsend dazu äußern. Doch wurde sie von gewissen Augenpaaren warnend daran gehindert, Pansy hielt den Mund.
"Willkommen in Slytherin, Potter. Es freut uns, dass du nun einer von uns bist.", meinte Draco selbstgefällig, schenkte Harry ein kleines, aber ehrliches Lächeln. Dracos Augen funkelten zufrieden, Harry versank geradezu in ihnen. Sie waren so verflucht silbern? Unglaublich schön... Er erwischte sich beim Starren, hätte ewig in Dracos Augen versinken können. Schnell nickte er Draco zu, wurde rot und machte sich daran das Essen, welches Pansy ihm bemutternd auf den Teller schaufelte, zu sich zu nehmen.
Kauend sah er zum Tisch seines damaligen Hauses, bei dem es beinahe komplett still war. Sie alle schienen geschockt und bedrückt zu sein, hatten sie nicht erwartet, dass Harry das Haus wechseln würde. Und schon gar nicht zu den Slytherins! Was Harry jedoch wunderte war, dass Neville verhalten klatschte und ernsthaft zu ihm sah, nickte. Harry zog eine Augenbraue hoch, doch lächelte er ein wenig. Was den neuen Slytherin jedoch noch mehr erstaunte, war die Tatsache, dass er unter den Tisch sehen konnte, dort Hermines Hände erhaschte, die ebenso leise, doch sichtbar klatschte. Ihr Gesicht jedoch verriet keine Regung, doch dann schickte sie ihm ein kleines Lächeln.
So hatte Harry immerhin die Gewissheit, dass Neville und Hermine es für gut befanden, dass er endlich das Haus wechseln konnte. War er ihnen doch nicht so egal? Ron schäumte vor Wut, ballte seine Fäuste und Draco blitzte zu Weasley zurück. Das machte Ron noch wütender, der nun von Dean und Seamus zurück gehalten werden musste. Draco Malfoy hatte sich noch nie so befriedigt gefühlt, wie in diesem Moment. Endlich hatte er gegenüber diesem Wiesel gesiegt! Harry Potter gehörte nun endlich zu ihnen!
"Schüler von Slytherin! Ich hoffe, ihr werdet Harry Potter Freundschaft, Zusammenhalt und Einigkeit entgegenbringen, was zu meiner grenzenlosen Enttäuschung vom Hause Gryffindor nicht zu erwarten war! Obwohl Mister Potter im Vertrauen seine Kollegen von einer sehr heiklen Sache unterrichtet hatte, musste ich nun feststellen, dass dieses Haus mehr untoleranter war, als ich es mir hätte jemals erträumen hätte können! Schüler von Gryffindor! Sie alle sollten sich schämen! Besonders SIE, Mister Weasley!
Ich hoffe, Sie alle lernen aus diesem Vorfall, denn ich wünsche keine weiteren Vorkommnisse in dieser Hinsicht! Außerdem muss ich Ihnen allen noch mitteilen, dass Harry Potter aufgrund der seelischen Belastung seine Stimme verlor und er somit unter besonderem Schutz von mir und dem Hause Slytherin steht! Sobald sich erholt hat, erhoffe ich mir sehr, dass Mister Potter seine Stimme wieder finden wird! Ich wünsche Ihnen weiterhin guten Appetit!"
Dumbledore setzte sich zufrieden, ignorierte die offen stehenden Münder der Gryffindors. Ginny beschimpfte Ron leise aber hart, da sie es immer schon gewusst hatte, was Harry anging. Zwar war auch sie froh, dass es Harry nun besser ging, doch hatte sie sich niemals auf die Stufe ihres Bruders und seiner Freunde gestellt.
"Hey Harry! Harrryyy? Hallo? Ich bin, - Draco rutsch mal zurück, ich gelange ja nicht einmal zu ihm - äh, ich bin Blaise.. Blaise Zabini!", plapperte der dunkelhaarige Slytherin, bester Freund von Draco, Harry an und reichte ihm die Hand. Draco schnaubte und verschränkte mit düsterem Blick seine Hände vor der Brust.
Harry hielt im Kauen inne, wischte sich die Hände am Umhang ab und schlug freudig ein. Seine Augen strahlten, er öffnete den Mund und hielt inne.
"Ja, ja, ich weiß schon, was du sagen willst!", lachte Blaise los, "Nämlich, dass du höchst erfreut bist mich kennen zu lernen, richtig? Weil ich so nett bin, im Gegensatz zu Draco, stimmts? Und vor allem, weil ich charmant bin und...", plapperte Blaise weiter und schweifte gnadenlos ab. Pansy verschluckte sich kichernd an ihrem Essen, Harry sah ihn verdutzt an und Draco kochte bereits.
"Schnauze, Zabini! Potter würde sicherlich nur ein ~angenehm~ sagen und eventuell seinen Vornamen nennen. Aber ich kann dir garantieren, dass er dich nicht charmant findet.", zischte er seinen besten Freund an, Harry und Blaise lösten ihre Hände.
"Wieso denn nicht? Ich BIN charmant.", schmollte der Slytherin jetzt, Harry grinste schief und fühlte sich sofort wohl.
"Bist du nicht."
"Bin ich doch."
"Bist du nicht."
"Bin ich dooohoooch."
"Halt die Klappe, denn du bist das nicht!", zischte Draco mit roten Wangen, schließlich hat Harry ihm die Hand gegeben. Pansy beobachtete die beiden Streithähne mit einem Lächeln, beugte sich zu Harry und räusperte sich leise, während die beiden sich leise anmaulten und anblitzten.
"Schätze, da ist ein blonder Schönling eifersüchtig.", kicherte sie und machte sich an ihrem Pudding zu schaffen. Harry sah sie blinzelnd an, die Frage stand ihm ins Gesicht geschrieben. Kauend blickte sie wieder Harry an, grinste und fing beinahe zu sabbern an.
"Wieso? Hm, weil du Blaise Hand angenommen hast, aber die von Draco hattest du damals ausgeschlagen. Mann, war der sauer. Weißt du, er ist nicht einmal so ein Arsch wie er immer tut. Er zeigt selten bis nie Gefühle, aber ich weiß, er hat welche. Ich kenne ihn schon sehr gut, weißt du?", zwinkerte sie ihm zu, Harry überlegte und runzelte die Stirn. Dann seufzte er, nickte Pansy nervös zu und drehte sich zu Dracos Rücken. Während sich Crabbe und Goyle amüsierten, Theodore Nott ergeben den Kopf schüttelte, Draco und Blaise sich noch immer anmaulten, - tippte Harry dem Blonden auf die Schulter.
Wütend drehte Draco sich umher, blitzte Harry an.
"WAS", knurrte er, Harrys Grinsen verflog, er senkte betroffen den Kopf und schüttelte diesen verneinend.
"Ach Potter, der Typ nervt einfach. War nicht gegen dich. Also? Spuck´s aus.", meinte er etwas milder, rutschte nervös am Stuhl umher. Blaise schaukelte am Platz nach vorne und zurück, weil Draco die Frechheit besaß überhaupt anwesend zu sein und ihm die Sicht auf Harry Potter, Schüler von SLYTHERIN, versperrte. Harrys Wangen fingen leicht zu glühen an, langsam sah er wieder hoch. Als er Dracos Gesicht erhaschte, glaubte er Nervosität darin zu sehen.
"Potter?", runzelte Draco die Stirn, fragte sich, was Harry wollte. Gesamt Slytherin starrte zu ihnen, wollten sehen, was Harry nun tat.
"Na los", stieß ihn Pansy sanft an, vergrub sich sogleich im Essen, als Draco sie strafend ansah.
Harry war mehr als nervös, streckte seine Hand aus und hielt sie Draco hin. Pansy verschluckte sich abermals, als sie Dracos verdattertes Gesicht sehen konnte.
"Potter, das... Du meinst das Ernst?", wisperte er unsicher, Harry nickte und sah ihm fest in die Augen. Draco richtete sich gerade auf, sah auf Harrys Hand und schlug sofort ein. Das war der Moment, wo beide nicht wussten, was sie tun sollten. Draco wollte Harrys Hand am liebsten nicht mehr loslassen, hätte sie ewig halten können. Diese Hände hatten Voldemort getötet und trotzdem war seine Hand so warm, so weich und passte perfekt in seine. Er konnte es nicht verhindern, doch ein Grinsen, welches immer breiter wurde, zierte sein Gesicht - erreichte sogar seine Augen.
"Potter ich.. nun. Gut, fangen wir von vorne an, ja? Also ich bin Draco Lucius Malfoy und ich freue mich deine Bekanntschaft zu machen.", nickte er zufrieden, Harry lächelte schüchtern und schüttelte Dracos Hand länger als die von Blaise. Auch er überlegte, öffnete den Mund und zuckte dann mit den Schultern. Entschuldigend sah er den Blonden an, der mit der anderen Hand abwinkte.
"Keine Bange, Potter, sag es mir später, wenn du wieder sprechen kannst, einverstanden?", schnarrte er leise, er konnte es einfach nicht lassen. Zwar klang er milder als damals, doch wollte er noch immer Harry beeindrucken. Harrys Augen funkelten vergnügt, er drückte Dracos Hand ein wenig fester und streichelte sogar mit seinem Daumen nur kurzzeitig über dessen Handrücken. Ein kleiner Ruck ging durch Dracos Körper, sein Herz klopfte ein wenig schneller - er war verwirrt.
Als Harry bemerkte was er da tat, riss er die Augen auf und wurde etwas verlegen. Auf Dracos Wangen zeichnete sich ein leichter Rotschimmer ab, etwas berührt der Situation sah er an Harry vorbei.
"Äh, Jungs? Ihr könnt die Hände nun loslassen", mischte sich Pansy leise ein, Draco zuckte abermals zusammen. Beide fuhren ein wenig auseinander, sahen in die andere Richtung, Blaise fing zu lachen an.
"Sag mal, Vince, wird Chefchen rot im Gesicht?", fragte Greg seinen Kumpel, Dracos Augen glühten - ebenso seine Wangen.
"Haltet gefälligst die Schnauze! Ich werde nicht rot im Gesicht, ihr Jammerlappen!", zischte er die beiden an.
"Sorry Boss.", kam es von beiden, mampften weiter, während Blaise kicherte und dauernd Dracos Wange anstupste.
"Zaaabbiiinniii", knirschte er leise, saß wie ein erstarrter Stein am Platz, während Harry sich nervös durch die Haare fuhr und gerade noch ein Grinsen verbergen konnte.
"Du BIST rot!", lachte Blaise nun los, Draco schnappte sich Zabinis Krawatte und zog ihn sehr dicht zu sich. Ihre Nasen berührten sich beinahe, Blaise riss die Augen auf und lächelte lieblich.
"Nicht?", quietschte er leise, Draco knurrte.
"Absolut nicht.", kam es hart von Draco, Blaise nickte sogleich.
"War vermutlich die Lichteinstrahlung, sonst nichts weiter.", klimperte Blaise mit den Augen, Draco ließ zufrieden seine Krawatte los.
"Schon besser.", kommentierte er und aß hoheitlich weiter. Harrys Grinsen klebte noch immer auf seinem Gesicht, ebenso glühten seine Wangen weiterhin. Im Gegensatz zu Draco war er es schon gewohnt dauernd rot zu werden - und Draco WAR eindeutig rot im Gesicht... noch immer. Harry fragte sich wieso, spürte den Atem von Pansy an seinem Ohr.
"Draco wurde bisher noch nie rot, Harryleinchen. Darf ich dich so nennen?", zwitscherte sie in sein Ohr, Harry verdrehte die Augen. Draco, der dies bemerkt hatte, grinste verstohlen und legte eine Hand auf dessen Schulter.
"Was ist los, Potter?", fragte er anzüglich, Harry fuchtelte wild mit seinen Armen.
"Nein, nein, so geht das nicht. Warte.", unterbrach Draco den Pantomimen und zauberte ein Pergament herbei. Danach sprach er einen Zauber auf Harry aus, der ihn entsetzt ansah und ein Kribbeln verspürte.
"So, jetzt kannst du mit deinem Zauberstab gegen deinen Kopf tippen und dann auf das Pergament. Wenn du dies machst, erscheint der Gedanke, den du uns mitteilen willst auf dem Papier. Okay?" Harry nickte, machte es sogleich und berührte das Pergament. Buchstaben suchten sich ihren Weg zu einem Satz, während Pansy verdattert das seitliche Profil von Harry musterte.
"Aber Harryleinchen!", stieß sie aus, Blaise lachte wieder, Crabbe und Goyle grinsten und Theo seufzte. Dracos Grinsen wuchs, als er erkannte was Harry mitteilen wollte.
"Jetzt bist du ebenso eine arme Sau wie ich, wie? Mich nennt sie Draci oder Dracoleinchen und dich jetzt... äh... Harryleinchen? Armes Schwein, mein Beileid.", meinte Draco ernst, Harry sah ihn flehend an.
"Was hast du, Harryleinchen?", zwitscherte Pansy dazwischen, verstand nicht, um was es ging. Dracos Augen funkelten, als er Harrys bittende Augen sah. Leise fing er zu seufzen an und legte seinen Kopf etwas schief.
"Pansy? Bitte nenn Potter nicht Harryleinchen. Schätze, er mag das nicht so sehr. Er hat einen Vornamen, einen ganz normalen. Und dieser lautet HARRY, verstanden?", wandte er sich an Pansy, die nun leicht schmollte und an Harrys Umhang zupfte.
"Harryleinchen? Du magst das doch, oder? Draci hat nicht Recht, hm?", fragte sie leise, Harry hätte schreien können. Panik und Hysterie lagen in seinem Blick, der gesamte Slytherintisch fing schallend zu lachen an. Draco klopfte noch immer auf Harrys Schulter, lachte befreit und schüttelte den Kopf.
"Wie gesagt, Potter, mein Beileid.", raunte er Harry ins Ohr, der sofort Gänsehaut bekam, sowie rote Wangen. Verlegen studierte er sein Essen, Pansy stieß ihn abermals an.
"Wieso lachen die denn alle, Harryleinchen? Willst du nichts mehr essen? Du siehst so mager aus, hast fast nichts auf den Rippen. Bitte iss doch was!", forderte sie ihn nun auf, Harry verschlang geradezu sein Essen, sah grimmig drein. Blaise schüttelte noch immer den Kopf, Draco seufzte nochmals zufrieden. Endlich, Potter gehörte zu ihnen!
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Draco hatte das Pergament zusammengerollt, es Harry in die Hand gedrückt und dirigierte ihn geradewegs in den Kerker. Sämtliche Schüler Slytherin wollten neben Harry gehen, ebenso Pansy. Sie fing abermals zu schmollen an, als sie hart weggestoßen wurde, was Harry jedoch mitbekam. Als er stehen blieb, verstummten die neugierigen Fragen, suchend sah er sich um. Pansy kam mit gesenktem Kopf angeschlendert, blieb ebenso stehen und sah sie alle verwundert an. Als Harry ihr die Hand entgegenstreckte, ihre in seine nahm und sie hinterher schleifte, staunten die Slytherins nicht schlecht.
"Ich bin eben seine Freundin.", meinte sie pikiert und streckte hoheitsvoll ihre Nase in die Höhe.
"Aber.. Potter ist doch schwul, oder?", meinte Draco überrascht, Harry drehte seinen Kopf zu ihm und nickte zustimmend.
"Doch nicht SO eine Freundin, Dödl. Halt eine Freundin. Und er stößt mich nicht ab, nicht wahr, Harryleinchen?", fragte sie zuckersüß, Harry blieb abermals stehen und ließ ergeben seinen Kopf sinken. Die Gruppe fing abermals zu lachen an, Dracos Augen funkelten wieder - zufrieden schritt er voran.
"Solange du nicht sprechen kannst, wird dich einer unserer Leute begleiten, damit du in den Kerker kommst, klar, Potter?", schnarrte Draco, der stolz neben ihm her schritt. Als sie nun in den Gemeinschaftsraum traten, staunte Harry nicht schlecht. Anscheinend hatten sie diesen ein wenig umgeändert, denn er schien nun mehr als gemütlich zu sein. Er sah beinahe so wie der von den Gryffindors aus, doch standen mehrere Sofas in ihm, sowie Couchsessel und viele Tische. Im Kamin loderte bereits ein Feuer, ließ den Raum noch gemütlicher erscheinen.
Langsam füllte sich der Gemeinschaftsraum, Draco drehte sich umher und sah Harry neutral an.
"Du fragst dich sicherlich wo du schlafen wirst, Potter.", fing er an, Getuschel entstand.
"Wir haben hier keine Gemeinschaftsräume, so wie Gryffindor, sondern Zweibettzimmer. Da ich Vertrauensschüler bin und mein Vater es damals so verlangte, bin ich der einzige, der ein Einzelzimmer besitzt.", erklärte er eingebildet weiter, Harry sah sich noch immer staunend um. Die Schüler tuschelten miteinander wo Harry nun schlafen sollte, weil alle Betten bereits belegt waren.
"Dray! Spuck´s aus, wo wird Harry nun schlafen?", grinste Blaise ihn an und verschränkte seine Arme vor der Brust, alle Augenpaare lagen auf dem Blonden. Harry starrte Draco an, der ihn verstohlen musterte und abermals seufzte.
"Ich erbarme mich, Potter. Du wirst ab jetzt in meinem Zimmer schlafen. Ein Bett steht schon bereit. Ich habe alles mit unserem Hauslehrer, Professor Snape abgesprochen. Folge mir.", wies er ihn leise und beinahe gelangweilt an, Blaise Kiefer landete am Boden.
"BEI DIR??", kreischte Blaise los, bekam Glupschaugen, Theodore Nott glotzte ebenso den Rücken von Draco an. Murrend blieb Draco stehen, drehte sich langsam umher und ließ seinen Blick über ungläubige Gesichter schweifen.
"Jawohl, bei mir. Ende der Diskussion."
"Aber.. aber ich bin dein bester Freund und du wolltest mich NIE in deinem Zimmer haben!", jammerte Blaise los, zog einen Schmollmund, Dracos Augenbraue wanderte in die Höhe. Harry war beeindruckt, nahm sämtliche Eindrücke in sich auf und frage sich neugierig, wieso Draco dieses Opfer brachte.
"ICH passe auf ihn auf! Jawohl! Snape hatte mich damit beauftragt! Folge dessen schläft er auch in meinem Zimmer, haben das alle verstanden?", zischte er nun, fühlte sich wie der King, Blaise grummelte vor sich hin.
"Wir hätten auch auf Harry aufpassen können! Wir ALLE sind Slytherins!", begehrte er auf zustimmendes Gemurmel erklang. Harry amüsierte sich prächtig, sah immer wieder von einem zum anderen.
"Natürlich seid ihr Slytherins! Aber ICH bin Vertrauensschüler und somit steht er unter meinem Schutz. Keine Fragen mehr!" Wütend drehte er sich wieder umher, legte seine Hände um Harrys Schultern und dirigierte ihn nun zu seinem Zimmer. Musste ja keiner wissen, dass er sich freiwillig angeboten hatte, Potter bei sich aufzunehmen. Es war alles von vornhinein abgesprochen gewesen - und zwar schon vor einer langen Zeit...
Die Türe zu Dracos Gemächern fiel ins Schloss, stutzende Gesichter starrten diese an.
"Ich fasse es nicht. Draco wollte niemals jemanden bei sich haben. Aber bei Potter...", überlegte Blaise mit einem Stirnrunzeln, Pansys Grinsen wurde teuflisch.
"Wenn ich nicht wüsste, dass er hetero ist, würde ich meinen...", fing sie an, Blaise Kopf schnellte zu ihr. Ebenso die der anderen Schüler.
"Wer sagt, dass er hetero ist?", grinste Blaise nun, Pansy hob eine Augenbraue an.
"Hast du gegenteilige Beweise?", fragte sie lauernd, die restlichen Schüler lauschten neugierig dem Gespräch.
"Nein, aber hast DU Beweise, die deine Theorie festigen?", kam es teuflisch zurück, Pansy überlegte.
"Nein, habe ich nicht.", gab sie zu, Blaise nickte.
"Leute? Wird Zeit, dass wir unseren Eisprinzen ein wenig unter die Lupe nehmen. Wie mir scheint, könnte das letzte dreiviertel Jahr an dieser Schule noch höchst interessant werden.", raunte er vor sich hin, die anderen tuschelten miteinander.
"Auf das kannst du wetten.", lautete Pansy´s nachdenklicher Kommentar, sie starrte weiterhin zur geschlossenen Türe.
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"So, Potter! Das linke Bett ist meines, das gegenüber, deines. Ich hoffe, du magst grün?", meinte Draco neutral und hoffnungsvoll, Harry lächelte charmant. Dracos Augen wurden groß, hatte er von Harry Potter noch nie SO ein Lächeln geschenkt bekommen.
"Ähm...ja..äh.", stotterte er vor sich hin, wurde er von diesem bescheuerten Lächeln doch glatt aus der Bahn geworfen? Schnell hatte er sich wieder unter Kontrolle, fuhr fort.
"Wir teilen uns ein Bad, aber ich bin mir sicher, wir können uns absprechen, ist es so?", nickte er dem Schwarzhaarigen zu, der einverstanden seine Hand hob und sofort ins Badezimmer steuerte. Neugierig sah er sich um, Draco lehnte am Türrahmen zum Bad an und schmunzelte. Er liebte es, wie Harry alles begutachtete, sogar den Spiegel in Augenschein nahm, das Waschbecken - die Duschwand auf und zuzog.
"Noch nie ein Badezimmer gesehen, Potter?", konnte er sich nicht verkneifen, seine Augen wanderten abermals über Harrys Gestalt. Etwas erbost drehte sich Harry umher, zog verärgert seine Augenbrauen zusammen und schnaufte.
"Mein Gott, Potter! Ein wenig ärgern darf ich dich doch noch, oder? Ich wollte eigentlich wissen, ob dir dieses hier besser gefällt als in Gryffindor.", lachte er nun, Harry entspannte sich zusehends. Noch einmal ließ er seinen Blick wandern, nickte dann zufrieden - Draco war es ebenso.
"Das hatte ich mir erhofft! Noch Fragen?" Harry wollte bereits sein Pergament zücken und sehr wohl Fragen stellen, doch wurde ihm bewusst was Draco im Gemeinschaftsraum Blaise Zabini geantwortet hatte. Wurde er tatsächlich von Snape beauftragt? Weshalb war er nicht wütend, weil er bei Draco schlafen musste? Stimmte es? Irgendwie wollte sich Harry mit dieser Aussage nicht zufrieden geben. Nachdem Harry ausgepackt hatte - Draco half ihm mit einem Zauber - traten sie wieder in den Gemeinschaftsraum hinaus, wo Snape bereits auf sie wartete.
Harry zuckte ein klein wenig zusammen, konnte er keine Gefühlsregung von Snapes Gesicht ablesen. Dessen Lippen kräuselten sich leicht, als Harry näher schritt, Draco an seiner Seite war.
"Nun, Potter? Herzlich Willkommen in Slytherin. Als Schüler dieses Hauses erwarte ich korrektes Verhalten und gute Schulnoten. Sie wissen selber, in welchem Fach Sie noch üben müssen. Ich bin mir durchaus sicher, dass es viele Schüler hier gibt, die Ihnen dabei helfen werden. Hier, Potter, Ihr Stundenplan. Sie können froh sein, dass heute Sonntag ist. So haben Sie noch Zeit sich ein wenig einzugewöhnen. Ich dulde keine Streitereien in meinem Haus, verstanden? Sollten Sie Probleme - welcher Art auch immer - haben, dann wenden Sie sich bitte an mich. Soweit alles verstanden?", fragte er Harry mit eindringlichem Blick, Harry nickte brav.
"Gut. Dann wünsche ich angenehmen Aufenthalt. Auf Wiedersehen.", verabschiedete sich Snape und rauschte mit aufgebauschten Umhang ab. Harry zückte sein Pergament, tippte auf seinen Kopf, dann wieder aufs Papier - ein Satz bildete sich. Draco starrte darauf, beugte sich vor und grinste.
"Ja, ich würde auch gerne wissen wie Professor Snape es schafft, immer wieder so einen Abgang zu machen. So mit Fledermausumhang und beeindruckend.", grinste er vor sich hin, die anderen fingen zu lachen an. Sämtliche Schüler stürmten wieder auf Harry ein, Draco versuchte sie so gut es ging, abzuschirmen.
"Geduld, Geduld! Potter bleibt bei uns, vergesst es nicht! Er ist kein Besucher, er ist jetzt fester Schüler unseres Hauses!", verkündete er stolz, Harry strahlte.
"Harryleinchen? Fühlst du dich wohl bei uns?", kam es zaghaft von Pansy, Harry verzog seinen Mund, doch nickte er brav. Die anderen Schüler fingen wieder zu lachen an.
"Sollten wir nicht zu Pomfrey gehen und nachsehen wie es mit deiner Stimme aussieht?", klimperte sie mit ihren Augen, Harry schüttelte sofort den Kopf.
~Sicher nicht! Die fummelt dann wieder an meinem Hals herum und sagt mir, dass es sowieso hoffnungslos ist!~, erschien der Satz am Pergament, welches er nun Pansy hinhielt. Blaise, Theo und Draco lasen es natürlich auch.
"Doch, Harryleinchen, du musst dahin! Ich will schließlich wissen, ob du Fortschritte machst!", lachte Pansy nun, Blaise gluckste und Dracos Augen funkelten wieder einmal. Harry seufzte lautlos und ließ seine Schultern hängen. Pansy sprang auf, schnappte sich Harrys Hand und zerrte ihn zum Ausgang. Harry versuchte sich halbherzig zu wehren, stemmte seine Füße gegen den Boden, Draco fing leise zu lachen an.
"Versuche dich nicht zu wehren, Potter! Bei Pansy ist es sowieso nutzlos!", lachte er weiter, Harry warf ihm einen düsteren Blick zu. So verschwanden die beiden, Draco ließ sich seufzend auf die breite und sehr bequeme Couch fallen. Genießerisch schloss er seine Augen, legte seine Hände auf der Lehne ab und barg seinen Kopf darauf. Die Beine schlug er übereinander, Blaise setzte sich zu ihm.
"Ähm, Draco? Ist alles in Ordnung mit dir?", fragte er zaghaft, Draco öffnete eines seiner Augen und linste zu seinem besten Freund.
"Natürlich, wieso fragst du?", kam es sogleich, Blaise schüttelte belustig seinen Kopf.
"Nun, du hast geseufzt!", kicherte er los, Draco zuckte mit den Schultern.
"Ja, und?", brummte er, Blaise holte tief Luft.
"Bei Potter! Und du hast ein zweites Mal geseufzt, als du ihm die Hand gegeben hast! Und vorhin gerade ebenso! Und weißt du was? Du hast gelacht! Meine Güte, wo hast du das denn gelernt?", riss Blaise die Augen auf und tat so, als wäre er maßlos schockiert. Draco knurrte, richtete sich auf, blitzte Blaise an.
"Darf ich nicht einmal seufzen und lachen? Ich bin heute gut aufgelegt.", gab er preis, Blaise amüsierte sich über Dracos leicht rosa Wagen.
"Jaaaaaa, habe ich gemerkt.", nickte er zufrieden, seine Augen leuchteten unheilvoll.
"Was?", zischte Draco, kniff die seinen zusammen.
"Och, nichts.", winkte Blaise ab und erhob sich. Er hätte Draco sagen können, dass seine Laune sicherlich mit Potter zu tun hatte, doch wollte er nicht einen ungewollten Freitod sterben.
Als Draco alleine war, betrachtete er seine "Schäfchen", die friedlich und tratschend beieinander saßen. Ja, dieser Tag war einfach perfekt, fehlte nur noch ein Brandy, um ihn abzurunden. Sein Herz hüpfte vor Freude, doch wollte er sich noch nicht fragen wieso es so war.
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"Nun, Mister Potter, ihre Stimmbänder sind fast nicht mehr steif. Ich würde meinen, es geht Bergauf mit Ihnen. Hier, dieser Trank wird bei der Regeneration helfen, doch nur Sie selber können sich heilen. Freut mich, dass Sie in nur einem Tag schon Fortschritte machen. Wie mir scheint, werden Sie bald ihre Stimme wieder finden. Ihnen tut Ihr neues Haus gut, oder?", fragte Poppy liebevoll, Harry grinste. Das war Antwort genug für sie.
"Darf ich fragen, ob Sie bereits Ihren Stimmbruch hatten?", kam es etwas leiser von ihr, Harry wurde leicht rot und räusperte sich lautlos. Zaghaft zuckte er die Schultern, konnte er sich daran erinnern, eine Veränderung gespürt zu haben. Damals hatten viele seiner damaligen Freunde gelacht - aber nur, bis sie ebenso dieses Dilemma erlebten.
"Nun, ich fasse Ihre Reaktion als ein JA auf. Doch eines muss ich Ihnen sagen...", wisperte sie leise, als Harry den Trank geschluckt hatte und sein Gesicht verzog - Pansy sich zu ihm aufs Bett setzte. Harry sah sie neugierig an, Poppy lächelte leicht.
"Dieser Trank hat als Nebenwirkung, dass ihre Stimmbänder stimuliert werden. Ich will damit sagen, dass sich Ihre Stimme ein wenig verändern wird, wenn Sie wieder sprechen können.", zwinkerte sie ihm zu, Harry riss die Augen auf.
"Was meinen Sie damit, Madam Pomfrey?", quiekte Pansy leise, Harry nickte wie wild.
"Ich meine damit, dass seine Stimme tiefer wird - um einiges tiefer. Erlauben Sie mir zu sagen, dass Sie mit Ihrem Aussehen sicherlich viele Schüler jetzt schon anziehen. Doch wenn Sie ihre Stimme einsetzen, würde ich beinahe schwören können, dass sie alle damit verzaubern werden.", kicherte sie untypisch, wurde sogar ein wenig rot.
"Meinen Sie damit, dass Harrys Stimme so richtig sexy und dunkel werden wird?", flüsterte Pansy mit Herzchenblick, Poppy seufzte.
"Ja! Eine sehr schöne Nebenwirkung des Trankes. Ich bin mir sicher, dass Sie mit Ihrer Ausstrahlung, Ihrem Lächeln und der Stimme Herzen brechen werden.", schmunzelte sie leicht, Harrys Augenbaue schoss in die Höhe.
"Gut, Sie können gehen, Mister Potter. Miss Parkinson? Achten Sie auf ihn, ja?", wandte sie sich an das Mädchen, die eifrig bejahte.
"Harry? Hast du das gehört?", wisperte sie leise, als Poppy bereits verschwunden war. Harrys Herz klopfte laut, seine Augen leuchteten.
"Wie viele Herzen wirst du von Jungs brechen? Ich bin mir sicher, mindestens von einem ganz besonderem.", schnurrte sie anzüglich, ihre Augenlider befanden sich auf Halbmast. Harry, absolut nicht neugierig, zückte sein Pergament, tippte einmal auf das Papier, ein Wort erschien. Schnell hielt er es Pansy unter die Nase, die leise zu glucksen anfing.
~WER?~, stand darauf, Pansy hielt sich den Mund zu.
"Sag ich nicht.", kam es gedämpft, Harry schmollte. Sein Zauberstab tippte in schnellen Abständen auf das Papier, hielt ihr wieder das Pergament unter die Nase.
~Wer, Wer, Wer, Weeeeerrrrrrrr?~ stand darauf, Pansy fing schallend zu lachen an.
"SAG ICH NICHT!", lachte sie los, Harry sprang aus dem Bett und Pansy lief kreischend davon. Harry gluckste lautlos, war er doch sooo neugierig! Wen hatte Pansy denn gemeint? Vielleicht Draco? Ja?
"Ich sag´s nicht!", hallte ihre lachende Stimme durch den Korridor, als sie um die Ecke bog und die Stufen hinab sprang. Harry folgte ihr in Windeseile, hörte wie sie das Passwort keuchte und eiligst in den Gemeinschaftsraum lief. Kreischend erhielt sie die gesamte Aufmerksamkeit der Schüler, lief aufgeregt und lachend um den Couchsessel herum.
"Harryleinchen! NEIN!", kreischte sie weiter, Harry folgte wie eine wütende Dampflok. Zwar war er nicht wütend, aber er liebte es, sie ein wenig zu verarschen. Draco schmunzelte, Blaise sah interessiert zu und verfolgte grinsend die Verfolgungsjagd. Bevor Harry sie erwischen konnte, sprang sie hoch, kreischte wieder und lief lachend davon. Doch Harry hatte sie bald eingeholt, umarmte sie von hinten und hielt sie eisern fest. Sie japste nach Luft, bekam sich nicht ein und wiederholte immer wieder, dass er es nicht erfahren würde.
"Um was geht´s denn?", fragte Draco neugierig, jetzt fing Pansy wirklich schallend zu lachen an, Tränen traten in ihre Augen. Ja, genau den, der gerade fragte - den meinte sie.
"Nichts!", rief sie aus, schnappte noch immer nach Luft, Harry ließ sie los und schmollte bockig. Ihr kurz einen bösen Blick zuwerfend, schlenderte er lautlos knurrend zur Couch, setzte sich zu Draco und verschränkte seine Arme vor der Brust. Pansy sah ihn aufmerksam an, schlich sich nun davon und kicherte. Draco und Blaise hatten Platz gemacht, so saß Harry zwischen ihnen und überlegte.
"Was ist, Harry?", quengelte Blaise, Harry schnaufte. Das Pergament auf dem Schoß, tippte er abermals seinen Zauberstab gegen den Kopf, dann auf das Papier.
~WEIBER!~, stand darauf, Draco fing zu kichern an.
"Das kannst du laut sagen!", rief er aus, Blaise sah ihn erstaunt an.
"Es kichert?", fragte er scheinheilig, Draco knurrte jetzt. Wütend beugte er sich über Harrys Schoß, Hände wollten den armen Blaise würgen. Harry handelte rein instinktiv, schloss seine Arme um Dracos Taille und zog fest daran, so dass Blaise aufspringen konnte, nun flüchtete.
"BLAISE!", knurrte Draco weiter, riss sich von Harry los, der jedoch abermals zuschnappte. Überrumpelt kippte Draco nach rückwärts, war er ja bereits gestanden. Nun stolperte und landete ungalant auf Harrys Schoß.
"Oh oh!", lachte Blaise los, Pfiffe erklangen. Draco und Harry wurden knallrot, Harry hatte noch immer seine Arme um ihn geschlossen und genoss es sehr, drückte ihn sogar näher zu sich. Als beiden bewusst wurde, wie die Situation auf andere wirkte, ließ Harry los, Draco sprang auf.
"Potter! Misch dich bitte nicht mehr ein! Wenn ich Blaise erwürgen will, dann tu ich das!", keifte er Harry mit dunkelroten Wangen an, drehte sich umher und stolzierte in sein Zimmer. Harry grinste verlegen, zuckte die Schultern, Blaise klatschte und fing schallend zu lachen an.
"Hui! Scheint Draco gefallen zu haben auf deinem Schoß sitzen zu können.", zwitscherte er los - Harry nahm gerne Dracos Stelle als "Ich muss dich gleich erwürgen" ein und sprintete hinter Blaise her.
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Die nächsten Tage kamen und gingen rasch und Pansy war am folgenden schon früh auf. Harry, der einfach nicht schlafen konnte, beobachtete Draco im gegenüberliegenden Bett, sah ihm beim Schlafen zu. Er musste sich eingestehen, dass der Blonde eine gewisse Macht auf ihn ausübte und im Schlaf wie ein schöner Engel aussah. Harrys Herz schlug schneller, seine Wangen färbten sich leicht rosa. Sollte er sich ausgerechnet in seien damaligen Erzfeind verlieben? Oh Merlin, nein! Schnell stieg er aus dem Bett, huschte ins Badezimmer und machte sich zu Recht. Irgendwie wollte er sich heute besonders Mühe geben und fragte sich, ob er jetzt endlich einmal gut aussah. Schließlich gab er es auf, schlenderte aus dem Badezimmer und blieb an Dracos Bett stehen.
Nachdenklich betrachtete er den Blonden, beugte sich leicht vor und starrte auf seine wunderschön geschwungenen Lippen. Er ertappte sich dabei sich heimlich den Wunsch zustellen, ob sie sich auch so weich anfühlten, würde er sie küssen.
"Hm..Harry..", hörte er die leisen Worte, zischte in die Höhe. Sein Herz raste in der Brust, als Draco sich im Bett bewegte und seinen Namen murmelte. Harry griff sich an die Brust, war wie betäubt. Selten hatte sein Name so verflucht schön geklungen. Ein heftiges Ziehen breitete sich in seiner Brust aus, er nahm all seinen Mut zusammen.
Langsam kniete er sich auf das Bett, beugte sich vor. Draco rührte sich nicht, schlief noch immer weiter. Harrys Atem ging unglaublich schnell, er war mehr als nervös. Mutig schluckte er den Kloß im Hals hinunter, näherte sich den wundervollen Lippen des Blonden. Seine geöffneten Lippen kamen den schimmernden des Blonden immer näher, Harry zitterte. Und was wäre, wenn Draco Malfoy JETZT aufwachen würde? Dann wäre er im Arsch, ganz sicher... Harry schmunzelte bei dem Gedanken.
Als er sich weiterhin langsam vorbeugte, endlich die Lippen des blonden Engels berührte, fühlte er tausend Blitze durch seinen Körper jagen. Langsam schloss er die Augen, verweilte in dieser Position. Doch dann erschrak er, als eine Hand sich in seinen Nacken legte, dort bewegungslos liegen blieb. Adrenalin pulsierte durch seine Adern, riss die Augen auf und starrte auf Dracos entspanntes Gesicht. Harrys Herz sprang hart in der Brust, als Draco zu keuchen anfing, seinen Mund leicht öffnete. Harry sah seine Chance, tauchte tastend mit der Zunge ein und stupste die von Draco kurz an. Doch dann reichte sein Mut nicht mehr, langsam zog er sich zurück.
Zaghaft löste er seine Lippen, hob seinen Kopf an, die Hand im Nacken rutschte wieder aufs Bett zurück. Draco seufzte zufrieden, drehte seinen Kopf und legte seinen Hals frei. Harry war das erste Mal froh, dass er keine Stimme hatte, denn sein Stöhnen wäre ziemlich laut gewesen. Er konnte nicht widerstehen, beugte sich abermals vor und küsste sanft Dracos Halsschlagader. Ein weiteres Seufzen erklang, Harry stöhnte abermals lautlos auf. Er handelte nur noch, leckte langsam mit seiner Zunge über den Hals und erhob sich mit zittrigen Armen.
Prüfend sah er in das Gesicht von Draco, der ein sanftes Lächeln auf den Lippen trug. Harry zitterte bereits am ganzen Körper, seine Mitte schmerzte ein wenig. Wie gerne hätte er den Blonden weiter geküsst, nach dem Wissen verlangt, wie sich ein richtiger Zungenkuss mit einem Jungen anfühlte. Völlig überrumpelt glitt er vom Bett, stolperte zur Türe und riss diese auf. Pansy wartete schon auf ihn, begrüßte ihn überschwänglich und fragte ihn, ob er bereits fürs Frühstück wäre.
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Draco erwachte einige Minuten später, bildete sich ein geweckt worden zu sein. Als er sich hoch drückte, lag noch immer ein Lächeln auf seinen Lippen, welches wieder verschwand, als er das leere Bett von Harry vorfand. Irgendwie war er enttäuscht und fragte sich, wieso es so war. Instinktiv griff er sich an die Lippen, danach auf den Hals.
"Was...", murmelte er und roch an seiner Kleidung.
"Harry?..", wisperte er leise, runzelte die Stirn.
"Wie kommt sein Geruch an mein Hemd?", brummte er, zuckte die Schultern und schlurfte ins Bad. Irgendwie kribbelten seine Lippen noch immer, waren sogar leicht feucht - ebenso sein Hals.
"Äußerst komisch.", überlegte er und fing an sich zu Recht zu machen. Auch ihm ging es nicht anders als Harry, denn er wollte heute besonders gut aussehen. Nichts, dass es mit Potter überhaupt etwas zu tun hatte!
Während er wieder einmal "Stunden" brauchte, trafen sämtliche Schüler in Slytherin ein und befragten Harry über seine Zeit in Gryffindor. Einige Minuten später zog Pansy ihn genervt aus dem Gemeinschaftsraum. Sie redete, er hörte zu und bemerkte dabei ihre Hand in seiner. Er mochte sie immer mehr und fand ihre Gesellschaft wundervoll. Nur eines mochte er nicht: Harryleinchen.
"Na sieh mal einer an! Das Slytherinpack!" Harry erkannte Ron´s Stimme sofort, während Dean und Seamus eher nachdenklich neben ihm standen, Hermine und Neville sich bei Rons Erwähnung umdrehten und Harry beinahe gehetzt anblickten. Ron stand der Hass noch immer ins Gesicht geschrieben, doch Harry blieb cool.
"Habe gehört, du kannst nicht sprechen, Potter? Bei Merlin, bist du arm! Hat dich diese Schlampe auch schön getröstet? Oh! Ich vergaß! Du bevorzugst ja Ärsche!", spottete Ron gemeingefährlich, Harry zitterte vor Wut.
"Halts Maul, Weasley! Verzieh dich zu deinen Schlammfreunden und zieh deinen Schwanz ein!", schnarrte Pansy eiskalt, Harry lächelte in ebenso dieser Kälte.
"Du hast mir nichts zu sagen, Parkinson!", zischte Ron nun, beide zogen den Zauberstab.
"Lass gefälligst Harry in Ruhe.", knurrte sie bedrohend und stellte sich vor ihn. Beinahe hätte Harry zu lachen angefangen, da Pansy sehr wohl zart war und um einiges kleiner als er selber. Er fand es süß, dass sie sich so um ihn kümmerte. Ron fing schallend und gehässig zu lachen an, kugelte sich beinahe, Dean und Seamus grinste verstohlen. Nur Neville und Hermine hielten sich zurück, schämten sich anscheinend für ihre "Freunde".
"D-Du willst mich aufhalten? Du, Parkinson? So eine blöde Schlampe wie dich mache ich mit links fertig.", knurrte er fies und fing an einen Spruch zu murmeln. Harry konnte Pansys Angst beinahe fühlen und Hermine bewunderte die Haltung von ihr. Bevor Ron jedoch etwas tun konnte, fühlte Harry so viel aufgestaute Wut in sich, dass er sie nicht mehr zügeln konnte. Wie von alleine streckte er seine Hand aus, schickte eine Schockwelle los, die sämtliche Schüler Gryffindors von den Füßen riss, Meterweit weg katapultierte. Nicht nur er war erstaunt, auch Pansy, die sich mit offen stehendem Mund zu ihm drehte. Neville und Hermine blieben unverletzt, sahen ihn dankbar an.
"Es tut mir so Leid, Harry.", wisperte Hermine leise, senkte den Kopf und zog einen verdatterten und bekümmerten Neville mit sich. Ron, Dean und Seamus fluchten unfein, während gehässiges und schadenfrohes Gelächter erklang. Harry und Pansy drehten sich umher, sahen die Slytherins der siebten Klasse auf sich zueilen. Draco bildete den Anführer der Gruppe.
"Potter! Das war sagenhaft!", rief er freudig aus, stellte sich zu ihm und nickte.
"WAS IST HIER LOS!", donnerte auf einmal eine Stimme, die natürlich zu Snape gehörte.
"Professor! Weasley beleidigte Harry und mich. Er wollte ihn angreifen, da habe ich mir vor ihm gestellt um ihn zu beschützen! Aber dann war Harry schneller und ... und schickte eine Schockwelle auf sie los? Harry? Wie hast du das ohne Stab gemacht?", fragte sie nun, Snape zog scharf die Luft ein. Auch Draco studierte Harry, der verlegen zu Boden blickte.
"Stimmt das, Mister Potter?", fragte Snape leise, doch bedrohlich, Harry nickte.
"Er.. er hat mich nur verteidigt, Professor! Wir haben nicht angefangen!", ereiferte sie sich schnell, Harry nickte sofort. Ron, Dean und Seamus mischten sich ein, wollten glaubhaft machen, dass Harry angefangen hätte. Wütend drehte sich Snape umher, starrte Ron an.
"Und DAS soll ich Ihnen glauben, Mister Weasley? Mister Potter kann nicht einmal sprechen! Ich kann mir kaum vorstellen, dass ER SIE beleidigt haben sollte!", knurrte er los, ein Räuspern erklang.
"P-Professor? Miss Parkinson hat Recht.", wisperte eine Stimme, die zu Hermine gehörte. Kurzzeitig war es still, Ron starrte Hermine geschockt an.
"Hermine! Wie kannst du nur!", keifte er los, Harry verzog genießerisch seinen Mund. Hermine blitzte Ron böse an.
"Wie ich nur kann? Wie kannst DU nur! Harry war einmal unser Freund! Verflucht, ich habe einen Fehler gemacht und mich von dir einlullen lassen, du Hornochse! Du glaubst der neue Anführer zu sein, da irrst du dich! Pass auf mit wem du dich anlegst, Ronald Weasley!", rief sie wütend aus, ballte ihre Hände zu Fäusten.
"Na das wird ja mal interessant.", raunte Draco Harry ins Ohr, der sofort seinen Kopf drehte. Beide rissen die Augen auf, da Draco seinen Kopf noch nicht zurückgezogen hatte. Da alle sich auf das Streitgespräch konzentrierten, bemerkte niemand, dass sich ihre Lippen beinahe berührten, Draco einen verklärten Blick bekam.
"Potter...", hauchte er leise, starrte auf seine Lippen. Harry schluckte.
"Das gibt 50 Punkte Abzug von Gryffindor! Und nun verschwinden Sie, Mister Weasley, bevor ich Ihnen noch Nachsitzen erteile!", donnerte Snape weiterhin los, Hermine und Neville senkten ergeben ihr Haupt. Ron knurrte sauer, drehte sich umher und rauschte ab. Dean und Seamus folgten.
"Verräter.", zischte Ron Richtung Hermine und Neville, die sich nur kurz ansahen und die Schultern zuckten. Harry und Draco ruckten auseinander, als sie die gesamte Aufmerksamkeit auf sich fühlten.
"Es tut uns beiden Leid, Harry. Wir hätten zu dir stehen sollen. Wie blöd kann man nur sein, so ein Gewicht auf so eine Lappalie zu legen? Wir haben falsch gehandelt und dich verloren. Hoffentlich geht es dir in diesem Haus besser.", meinte Neville leise, doch ernsthaft, Harry lächelte die beiden dankbar an.
"Wir können es nicht mehr gut machen, aber vielleicht verzeihst du uns eines Tages.", schluckte Hermine hart, Tränen traten in ihre Augen.
"Du bist noch immer mein bester Freund und ich .. ich ..." Hermines Blick verschwamm, sie drehte sich um und lief leise weinend davon.
"Hermine! Warte!", rief Neville ihr hinterher und versuchte sie einzuholen.
"Nun, das hätte ich nun nicht erwartet.", brummte Snape nun, musterte Harry eingehend.
"Sie haben in der Tat ehrliche Freunde, Mister Potter. Und Sie überraschen mich immer wieder. Wir sehen uns dann später im Unterricht und seien Sie pünktlich.", meinte er leise und verschwand wieder. Draco seufzte, grinste schief und legte einen Arm um Harrys Schulter, zog ihn näher.
"Potter, du bist einfach brillant! Scheint mir, seit dem du nicht mehr sprechen kannst, dass deine anderen Vorzüge zur Geltung kommen. Du willst weiterhin zaubern und da du die Sprüche nicht aufsagen kannst, machst du es per Hand. Perfekt, einfach nur perfekt! Potter, du bist ein wahrer Slytherin!", triefte Dracos Stimme voller Stolz, marschierte so mit Harry weiter. Blaise pfiff leise, da Draco noch immer seinen Arm um Harrys Schulter geschlungen hatte. Pansy seufzte zufrieden, himmelte Harry an und kuschelte sich an ihn, legte ebenso eine Hand um seine Taille.
"Ich will auch mal!", rief Blaise beleidigt aus, Theo schmiss sich an ihn ran.
"Kannst ja mit mir kuscheln!", lachte er los, Blaise schmollte.
"Ich will aber Harry auch mal umarmen! Schließlich ist er jetzt bei uns! Mann.. Na gut, komm her!", lachte Blaise und knuddelte Theodore liebevoll und verspielt. Die anderen Sly´s kicherten die ganze Zeit und bestaunten Draco und Harry, wobei Draco leise mit ihm sprach und Harry immer wieder nickte. Als sie knapp vor der Halle waren, hörten sie Theos Stimme.
"Ähm, Leute? Wollt ihr eng umschlungen da hineinspazieren? Ich meine, Harry ist schwul, aber du, Draco...", fing er an, die beiden Angesprochenen zischten auseinander und wurden sofort rot.
"Hört auf so dämlich zu lachen!", keifte Draco dunkelrot im Gesicht, Harry blickte verschämt zu Boden, drehte sich weg und versteckte seinen Kopf in Pansys Halsbeuge. Lachend umarmte sie ihn, wiegte ihn umher.
"Hach, er steht auf dich, ganz sicher.", lächelte sie, Harry glühte im Gesicht. Draco versuchte seine Maske wieder zu finden, schritt in die Halle und setzte sich. Die anderen folgten. Als alle beim Essen waren und sich angeregt unterhielten, flogen die Eulen ein und verteilten die Post. Eine Schuleule ließ ein Pergament vor Harry fallen, Draco unterhielt sich angeregt mit Blaise.
"Na mach schon auf!", meinte Pansy sofort, Harry griff danach. Als er es aufrollte, schlug sein Herz hart in der Brust.
Du bist so unglaublich süß, Harry Potter.
Harry lief feuerrot an, Pansys Augen wurden immer größer und ihr Mund stand offen. Sofort zückte Harry seinen Zauberstab, richtete das Pergament danach direkt an Pansy.
~Kennst du diese Schrift! Los, sage es mir! Bitte!~, flehte er darauf, Pansy schüttelte eingehend den Kopf, biss sich auf die Lippen, als ein besagter Blick mit roten Wangen streifte. Nein, sie durfte es nicht sagen, schade, eigentlich.
"Tut mir Leid, Harry. Ich weiß es nicht. Sorry?", meinte sie leise, Harry zog die Stirn kraus.
~Lügnerin~, stand nun auf dem Papier, Pansy drehte sich verschämt weg. Doch grinste sie heimlich, denn das hätte sie nicht gedacht!
"RONALD WEASLEY! WAS GLAUBST DU EIGENTLICH WER DU BIST???? WIE KANNST DU ES WAGEN HARRY SO FERTIG ZU MACHEN??? DU DÄMLICHER IDIOT VERSPOTTEST IHN WEGEN SEINER VERANLAGUNG?? GESCHIEHT DIR RECHT, DASS ER NUN DAS HAUS GEWECHSELT HAT!! DUMBLEDORE HAT UNS ALLES ERZÄHLT!!! UND WIR SIND DER MEINUNG, DASS SLYTHERIN IHN VIEL BESSER BEHANDELT!!!
WAS HAT HARRY NICHT ALLES GETAN, UM DEINEN VERFLUCHTEN ARSCH ZU RETTEN!!! DU SOLLTEST DICH SCHÄMEN!!! DU BIST NICHT MEHR UNSER BRUDER, VERSTANDEN??? WIR SCHÄMEN UNS SEHR FÜR DICH!!! WERDE ENDLICH WIEDER NORMAL, DU PSYCHO!!!! ANSONSTEN WERDEN WIR NIE WIEDER MIT DIR SPRECHEN!!! UND SO EIN TYP WIE DU SCHIMPFT SICH DIE GANZE ZEIT ÜBER EINEN FREUND????
AUSSERDEM WISSEN WIR, DASS FINNIGAN UND THOMAS EBENSO FLASCHEN SIND WIE DU!!! WIE PEINLICH FÜR DAS HAUS GRYFFINDOR!!! WENN WIR NOCH EINMAL ERFAHREN SOLLTEN, DASS DU HARRY ETWAS ANTUST, SCHICKEN WIR ALLE SCHERZARTIKEL NACH HOGWARTS, DIE HARRY AN DIR AUSPROBIEREN DARF!"
Kurzzeitig war die gesamte Halle still, erst dann brachen alle in schallendem Gelächter aus. Draco schlug lachend die Faust auf den Tisch und amüsierte sich über den knallroten Ron, der leider Gottes einen Heuler von seinen Brüdern bekommen hatte. Harry grinste fies, wurde dabei beobachtet, Draco war mehr als stolz.
"Er war es immer und ist für immer ein Trottel, Potter.", brummte Draco zufrieden, Harry nickte ihm zu. Sein Herz sprang verrückt in der Brust, als er auf Dracos Lippen starrte. Er würde so gerne! Aber er traute sich nicht.. Mist. So ließ er wieder seine Augen über den Gryffindortisch wandern, bemerkte mit Zufriedenheit, wie Hermine und Neville grinsten, Dean und Seamus betreten zu Tisch sahen. Als Harry Dumbledore erspähte, funkelten dessen Augen belustigt und Snape schien mehr als zufrieden zu sein.
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ANMERKUNG! Gleich geht es weiter.... (Story war fürs hoch laden zu lang..oops) *hihi*
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