■
Harry Potter - the dark half
||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
| von gugi28 erstellt: 08.01.2006 letztes Update: 08.01.2006 Romanze / P18 Slash (fertiggestellt, keine anonymen Reviews) | 94 Reviews |
Harry Potter - the dark half
*lach* Oh Mann! Ich kann es nicht lassen! Da lese ich gerade ein tolles Chap von Dark Harry [dabei hatte sich noch nichts getan] und mir kam eine Idee. Schon wieder. Oder...Gott sei Dank! Ich habe beschlossen meine dunkle Seite ein wenig hervorzukehren und hoffe dieser Monstershot wird einigermaßen gut.
Wisst ihr was? Lest ihn euch einfach durch, lebt mit und am Ende gucken wir, wie mein Werk geworden ist. All zu dark wird der Monstershot nicht werden. Nix Drama oder so. *gg* Allerdings warne ich vor: er ist äußerst gewöhnungsbedürftig und ich beschreibe die Geschehnisse doch ein wenig anders. Bin gespannt wie er euch gefällt...
P.s. Fehler dürft ihr behalten, habe sicherlich einige überlesen.. snief.
°;°;°;°;°;°;°
Disclaimer: Mir gehört leider nichts. Nur meine Fantasie und die grotesken Handlungen.
Titel: Harry Potter - the dark half
Genre: manchmal Dark, Romantik, teilweise sarkastischer, ausgefallener und schräger Humor, OOC!!!, Happy end....oder?
Rating: Slash R18, Lemon
Pairing: Muss ich das echt noch sagen? *gg* Natürlich Harry und Draco [ich kann nicht anders!!]
Inhalt: Harry Potter sollte der Retter der Zauberwelt sein. Was geschieht allerdings, wenn er die Schnauze voll hat? Rebelliert er, gibt er auf, oder findet er einen Weg, der mit viel Geschick und Überlegung sehr wohl zu beschreiten ist? Und wenn er schon dabei ist, angelt er sich doch gleich einmal Draco Malfoy. Toller Plan, oder? - Leichter gesagt als getan, mit Sicherheit.
Seiten: 38, Schrift 8,5 - wegen Länge auf zwei Chaps aufgeteilt.
Warnung und wichtige Anmerkung!: Bin Neuling auf diesem Gebiet. [Richtung Dark] Kann mir also gelingen, oder auch nicht. Wer Slash nicht mag [Junge mit Junge inkl. sexuellen Handlungen] und ebenso Kämpfe, sollte diese Story nicht lesen!
Widmung: allen, die mir immer so liebevoll Kommis schreiben und mein Herz erwärmen! Ich bin euch mehr als nur dankbar! Bin immer so happy! Danke! Und... ich weiß, ich kann es nicht einem jeden Recht machen, ist leider so *snief* Habt Nachsicht, denn Geschmäcker sind eben verschieden..
°;°;°;°;°;°;°
Harry Potter - the dark half
Der letzte Ferientag ging langsam zu Ende und Harry lag auf seinem Bett, nachdenklich, vollkommen ruhig. Vieles ging ihm durch den Kopf, unter anderem sein bisheriges Leben. Größtenteils konnte er es als "scheiße" betiteln, hätte er nicht wahre Freunde gefunden die ihm sehr oft halfen. Harry war dazu auserkoren immer wieder in Schwierigkeiten zu geraten, oftmals nicht unbedingt freiwillig. Vor seinem inneren Auge zog sein bisheriges Leben vorbei, leider eher unerfreuliche Dinge, die er nicht mehr sehen wollte.
Ein leises Seufzen verließ seine Lippen, Harry hing weiterhin seinen Gedanken nach und genoss die Ruhe. Er fühlte sich in einem goldenen Käfig, wurde immer wieder voran gestoßen - auf seinem Weg des Lebens. Wieso überließen sie ihm nicht die Entscheidungen? Wieso musste er die Welt retten? Wer hatte ihn gefragt, ob er es wollte? Harry hatte die Schnauze voll, gehörig voll. Sein Ziel war es aus seinem goldenen Käfig auszubrechen.
Die Dursleys hatten es in diesen Ferien zu weit getrieben, besonders Vernon und Dudley. Ein sanftes Lächeln glitt über seine Lippen, funkeln trat in seine Augen. Wie war er eigentlich auf die absurde Idee gekommen das zu tun was diese Familie von ihm verlangte? Doch sie befahlen weiterhin - und Harry? Der wehrte sich. Als Vernon wegen seiner ersten Weigerung den Gürtel zog, um Harry zu verprügeln, knurrte Harry vor Wut auf und ballte seine Hände zu Fäusten. Mit wildem Geschrei stürzte er sich auf Vernon, stieß den Koloss zu Boden und setzte sich auf dessen schwabbeligen Bauch.
Harry war wie von Sinnen, erhob seine Fäuste und schlug zu. Immer und immer wieder, denn er konnte sich einfach nicht beherrschen. Zwar bemerkte er, dass Vernon versuchte sich zu verteidigen, seine Hände in Schutzhaltung vor sein Gesicht hielt, aber es behinderte Harry absolut nicht. Petunia kreischte und Harry schlug abermals zu. Egal wohin, er wollte nur treffen. Sich sozusagen dafür revangieren was der liebe Vernon mit ihm so angestellt hatte. Zuerst waren es Ohrfeigen, dann kam ein Kochlöffel zum Einsatz, der viel härter war. Dieser wurde von einem Ledergürtel abgelöst, der hart schnalzend auf Harrys nackten Rücken auftraf. Und wäre dies nicht zu viel des "Guten", versuchte Vernon in den letzten Ferien vor dem sechsten Schuljahr Harry zu vergewaltigen. Gott sei Dank war damals Petunia nach Hause gekommen, Harry war in Sicherheit. Wie er es schaffte die damaligen Ferien zu überstehen, das wusste er nicht.
Und dann war da noch Dudley, der meinte Vernons Nachfolger zu sein. Als Harry in den vorherigen Ferien übelst zusammengeschlagen wurde, lief das Fass über. Im sechsten Jahr dann, hatte er keine Zeit gehabt sich einen Racheplan auszudenken, doch seit dem er wieder hier war, loderte der pure und blanke Hass in ihm.
°°°°
Noch immer saß er auf Vernon, prügelte mit ungeahnter Kraft auf ihn ein, schlug und kratzte ihn. Das Schluchzen von Petunia drang an sein Ohr, doch das war Harry egal. Mit der Zeit merkte er schon, dass Vernon anscheinend bewusstlos geworden war, aber das kratzte ihn keinesfalls. Schritte erklangen hinter ihm, Harry wusste es Dudley war. Bevor dieser ihn jedoch angreifen konnte, hielt Harry inne, drehte seinen Oberkörper und knurrte Dudley mit Wut verzerrter Miene an. Sein Cousin zuckte zurück, pure Angst spiegelte sich in seinen Augen wider. Langsam aber sicher stand Harry auf, er schnaufte, sein Gesicht besaß eine gesunde Farbe. Mit zusammengekniffenen Augen starrte er zwischen Petunia und Dudley hin und her.
"Wenn einer von euch es nochmals wagen sollte mich anzugreifen, dann seid ihr geliefert, verstanden? Ab jetzt verstehe ich keinen Spaß mehr, ist das klar? Liebe Tante Petunia.", säuselte er zum Schluss falsch und steckte seine Hände in die Hosentaschen.
"Du wirst deine Hausarbeit zukünftig ohne mich verrichten müssen. Und du, Dudley, wirst mich nie wieder verprügeln. Egal mit wie vielen Typen du ankommst, ich werde gewinnen. Glaube mir.", knurrte er gefährlich, fletschte beinahe seine Zähne und spuckte Dudley angewidert vor die Füße.
"Und was Onkel Vernon angeht. Hm, er schlug mich mit verschiedensten Gegenständen, aber dass er mich vergewaltigen wollte war mir neu. Starrt mich nicht so an! Wusstet ihr denn nichts davon?", blaffte er in die geschockten Gesichter, holte tief Luft und fühlte pure Befriedigung in sich aufwallen. Gehässig fing er zu grinsen an.
"Oh ja, das wollte er. Doch Gott sei Dank kam seine ahnungslose Frau nach Hause, sonst hätte er es doch geschafft. Ich befürchtete schon, dass es so weiter gehen würde, aber jetzt reicht es mir. Dudley! Wenn dein Vater aufwachen sollte, bestell ihm schöne Grüße von mir, klar? Sag ihm, was ich euch gesagt habe. Von nun an lasst mich in Ruhe, geht mir nicht ja auf den Sack!" Mit diesen Worten stieg er einfach über den bewusstlosen, blutenden Vernon hinweg und verschwand die Treppen hinauf. Sprachlose Gesichter sahen ihm hinterher.
Wie es schien, hatten Harrys Taten und Worte ihre Wirkung nicht verfehlt. Sie ließen ihn tatsächlich in Ruhe und gingen ihm sogar aus dem Weg. Ab diesem Moment beschloss Harry sich zu ändern. Wo er damals seine Freizeit mit putzen verbrachte, gestaltete er sich diese neu. Es war ihm vollkommen egal, ob er bewacht wurde, oder nicht. Er musste hier raus! An einem sonnigen Sommertag lief er die Straßen entlang, rief den fahrenden Ritter herbei und ließ sich hin und her schaukelnd, oder unfreiwillig Frontscheibe küssend in die Zauberwelt bringen. Die Winkelgasse war seine Endstation, wo er sich so viel wie möglich an Geld verschaffen wollte. Die Kobolde bei Gringotts sahen ihn zweifelhaft an, doch Harry bestand darauf. Außerdem eröffnete er ein anderes Verließ, wo er das Geld nun ablegte. Er hatte keinen Bock darauf, dass Dumbledore noch länger seine schützende Hand über ihn hielt.
Gemütlich schlenderte er die Winkelgasse entlang, reckte sein Gesicht der Sonne entgegen. Er wirkte mit sich zufrieden, hatte sich lange nicht mehr so befreit gefühlt. Würden nun Todesser auftauchen, es wäre ihm scheiß egal. Er würde kämpfen, mit vollem Einsatz. Denn Harry wollte nur eines: leben! Wieso sollte er wegen einem machtgeilen Arsch namens Voldemort, Mörder seiner Eltern, sein Leben opfern? Na sicher nicht! Wie man so schön sagte, ging ihm Voldemort gewaltig am Arsch vorbei. Harry drehte seinen Kopf, schritt selbstsicher voran und bemerkte sein Spiegelbild in einem der Schaufenster. Seine Schritte wurden immer langsamer, er wendete und marschierte geradewegs auf das reflektierende Fenster zu.
Als er davor stand und sein Erscheinungsbild betrachtete, schüttelte er langsam seinen Kopf und schnaubte abfällig. Die Klamotten waren ausgeleiert und alt, schmutzig und abgetragen. Seine Haare hingen ihm in wilden Strähnen ins Gesicht, die Brille saß schief auf seiner Nase.
"Mann, ich seh´ echt scheiße aus.", nuschelte er seinem Spiegelbild zu und wusste sofort, wo er mit den Änderungen anfangen würde. Zuerst suchte er sich einen geeigneten Laden, der Jeans und sämtliche andere Klamotten verkaufte. Mit schnellen Schritten steuerte er darauf zu, schob die Türe an und hörte eine kleine Klingel die ihn begrüßte. Die Verkäuferinnen waren entzückt so einen berühmten Gast bei sich zu haben und wuselten auf ihn zu. Harry lächelte schmal, gab ihnen sofort eine Vorstellung seiner Ideen.
"Und scheuen Sie keine Kosten. Es ist egal wie viel ich bezahlen muss.", fügte er noch hinzu, die Verkäuferinnen waren hin und weg. Dies war für sie der Tag an dem Weihnachten und Ostern zusammenfiel. Eiligst suchten sie Jeans in verschiedenen Blau- und Schwarztönen zusammen, schnappten sich sämtliche Shirts und Hemden, brachten sie Harry sofort. Dieser war schon angetan von der neuesten Mode, studierte sie genau und grinste spitzbübisch. Neue Unterwäsche folgte, Socken, neue Schuhe. Eine Stunde später, gespickt mit dreitausend Mal umziehen und sich im Spiegel bewundern, schritt er neu eingekleidet aus der Kabine und strahlte die Ladys an.
"Die alten Sachen dürfen Sie gerne verbrennen.", grinste er schief, trat zur Kassa und gab zu verstehen, dass er alles nehmen würde. Pfeifend stolzierte er aus dem Laden, die Damen starrten ihm entzückt hinterher und hingen mit ihren Augen an Harrys kleinem, sexy Arsch. Harry brauchte sich auf der Straße nicht umsehen, um zu bemerken, dass sich sämtliche Köpfe nach ihm umdrehten. Außerdem hatte er schon ein neues Ziel im Visier. Breit grinsend lief er darauf zu, seine Ware schaukelte in den dazugehörigen Taschen wild hin und her. Abermals betrat er einen Laden, ein amüsiert drein sehender Junge kam ihm entgegen.
"Harry Potter, nehme ich frecher Weise an?", zwinkerte er gut gelaunt, Harry gluckste.
"Sollte ich dich fragen wie du mich erkannt hast?", scherzte er das erste Mal über seine Narbe.
"Die Augen waren es! Die hatten dich verraten!", lachte der andere, Harry schüttelte den Kopf und fing ebenfalls zu lachen an.
"Wie wahr, wie wahr."
"Also? Was kann ich für dich tun?", kam der Besitzer des Ladens auf das Thema zu sprechen, Harry überlegte.
"Eine Augenkorrektur wäre klasse. Ginge das?", fragte er nach, ein freudiges nicken folgte.
"Aber sicher doch! Mal sehen wie du ohne dem Ding aussiehst." Langsam kam er auf Harry zu, zog ihm die Brille von der Nase und pfiff.
"Heiß. Steht dir jedenfalls besser. Nimm Platz.", nickte er erfreut und Harry war Feuer und Flamme.
Harry war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, nur seine Haare gingen ihm noch auf die Nerven. Natürlich hatte er sich schon verschiedene Frisuren ausgedacht, Zauber probiert, die jedoch zwecklos waren. Er konnte sein Glück kaum fassen, als er nun doch ein Geschäft fand, wo es wahre Künstler gab. Satte Strähnen verließen sein Haupt, weiche Hände gruben sich in seinen Schopf und formten ihn neu. Und Harry staunte.
°°°°
"Harry Potter! Das Essen ist fertig!", schallte es von unten, Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen. Schade eigentlich. Endlich hatte er angenehme und nun wurde er wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt. Seufzend stand Harry auf, durchquerte sein kleines Zimmer und schloss die Türe von außen. Sein Koffer stand startklar bereit, Hedwig saß friedlich neben ihrem Käfig und freute sich besonders. Harry hatte natürlich schon die Bücher eingekauft und sich neue Schulkleidung, Roben und Festumhänge besorgt. Ja, dieser Tag war absolut sagenhaft gewesen!
Als er leise die Stiegen hinab schritt, huschte ein sagenhaftes Lächeln über seine Lippen. Harry hatte damals auch noch etwas anderes entdeckt. Vor langer Zeit leider durch Zufall, doch diesmal mit festem Willen: die Nokturngasse. Wunderbare schwarze Magie präsentierte diese, zog den Auserwählten magisch an. Die starrenden, sehr mysteriösen Leute waren ihm egal, er kaufte sich die Bücher die ihn interessierten. Der Besitzer des Ladens wunderte sich natürlich, doch als das Geld stimmte, wurde er immer freundlicher und beriet Harry wo es ging. Anscheinend wusste er nicht wen er vor sich hatte. Ob es daran lag, dass Harry einen Zauber auf seine Narbe legte, damit es keine unangenehmen Fragen gab?
°°°°
"Onkel Vernon, du bist doch sicherlich so nett und bringst mich zum Bahnsteig?", säuselte Harry lieblich, doch verbarg sich eine deutliche Drohung dahinter.
"N- Natürlich.", stotterte der Dicke eingehend, Dudley verhielt sich ruhig. Zu komisch wie sich Menschen änderten, wenn andere es taten. Während der Ferien, nachdem er den ersten Schritt in ein neues Leben wagte, entdeckte er durch Zufall ein Trainingsstudio, wo er sich gleich anmeldete. Harry lief morgens immer seine Runden, welche mit der Zeit ausgedehnter wurden. Doch dies alles wurde langweilig und Harry wollte mehr.
Als er im Trainingsstudio an einem der Übungssäle vorbeiging, trainierte gerade jemand darin, boxte in die Luft. Harry wurde neugierig, stieß die Türe auf und fing mit dem verschwitzten Trainer ein Gespräch an.
"Na endlich kommt mal einer!", schwang er seine Arme in die Luft, sein Gesicht war vor Anstrengung ziemlich rot angelaufen.
"Weißt du, ich bin ziemlich verschrien, aber nur weil ich sehr hart trainiere.", keuchte er außer Atem, Harry war nicht unbedingt beeindruckt.
"Na das will ich sehen.", gab Harry selbstsicher von sich, der Trainer sah ihn neugierig an.
"Erik Winter. Und du bist?"
"Harry Potter."
"Sehr angenehm!" Beide reichten sich die Hände, tauschten einen harten Druck aus.
"Du kannst Kickboxen?", fragte Erik nach, Harry schüttelte den Kopf.
"Nein, nicht das ich wüsste.", grinste er schief, Erik tat es ihm gleich.
"Jetzt noch nicht. Aber wenn du durchhältst garantiere ich dir, dass du es in vier Wochen kannst.", zwinkerte er ihm zu, Harry überlegte ein klein wenig.
"Ja, die Zeit habe ich. Also? Gehen wir es an?"
Seit diesem Treffen trainierte Harry hart. Holte sich Muskelkater, Zerrungen, fluchte laut, gab allerdings niemals auf. Erik bewunderte seinen Ehrgeiz und bildete ihn weiterhin aus. Endlich hatte er einen Schüler der auch durchhielt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und darauf war Erik stolz.
°°°°
Harry grinste. Ja, Dudley hatte sehr wohl gemerkt, dass Harry etwas an Muskelmasse zulegte, nicht mehr so dürr war. Natürlich war dies auch Petunias Verdienst, die sich Mühe gab für Harry ein jedes Mal ein besonderes Mahl zu kochen. Harry gab ihr strikte Anweisungen was er gebrauchen könnte, blieb jedoch immer höflich. Petunia wunderte dies, allerdings tat sie es. Dudley aß auch mit und kam nicht darum herum es gut zu finden. Sogar er verlor einige Pfunde, worüber er sich freute. Selbstverständlich gab er es nicht zu und konnte Harry trotz allem weiterhin nicht leiden.
"Wann soll es losgehen?", fragte Vernon nach, Harry lugte auf die Uhr.
"In einer halben Stunde wenn es Recht ist."
"Und wo wirst du schlafen? Ich meine, geht der Zug nicht erst morgen?", haspelte Vernon weiter, Harry lehnte sich zurück und besah ihn sich mit vollkommener Gleichgültigkeit.
"Hm, das lass mal meine Sorge sein, Onkel Vernon. Ich sehe dir doch von tausenden Metern Entfernung an, dass du dich freust mich los zu werden. Also freue dich gefälligst darüber.", vermittelte Harry tonlos, Vernon nickte.
"Gut. Mach dich dann bereit.", war sein letzter Kommentar, welcher durchaus freundlich rüber kam. Er hoffte Harry niemals wieder sehen zu müssen und dieser Wunsch wurde ihm glatt erfüllt. Die Türe knallte, der Wagen fuhr davon und Harry schloss ein weiteres, sehr lästiges Kapitel seiner Vergangenheit ab. Langsam glitt er in Gedanken, Hedwig fiepte. Wo sollte er übernachten? Ein kleines Lächeln lag auf seinen Lippen, Harry schnappte sich seine Sachen. Mit schnellen Schritten steuerte er auf sein Ziel zu, welches er natürlich in und auswendig kannte.
"Hallo Tom!", begrüßte Harry ihn lächelnd, Angesprochener hob sofort seinen Kopf hoch.
"Harry Potter? Harry Potter! Schön dich wieder zu sehen! Mensch, Harry! Beinahe hätte ich dich nicht wieder erkannt?", kicherte er leise und drehte sich zur Wand, an der sämtliche Schlüsseln hingen.
"Die Königssuite, wie immer?", drehte Tom seinen Kopf über die Schulter ihm zu und lächelte mit unrasierten, eingefallenem Gesicht, sowie einem schwarzen Zahn.
"Ja, klar!", prustete Harry los und hielt sich kurzzeitig an den Tresen fest. Von wegen Königssuite! Modrig war sie, altmodisch, und besaß im normalen Fall nicht einmal ein komfortables Bett! Für eine Nacht war das Zimmer gerade einmal gut genug. In diesem Moment des stillen und lächelnden Schweigens, vollkommen mit seinen Gedanken wo anders - schritt der nächste Gast ein und wanderte mit seinen Augen die Eingangshalle ab. Etwas nachdenklich musterte er die Gestalt, welche ihn noch nicht bemerkt hatte. Woher kam ihm dieser junge Mann denn nur so bekannt vor?
"Hier, Harry! Dein Schlüssel! Ich denke nicht, dass ich dir noch erklären muss wo es liegt?", schmunzelte Tom, überreichte den schäbigen Schlüssel, Harry zuckte mit den Schultern.
"Nein, nicht nötig, Tom. Wenn du in einigen Tagen allerdings noch immer nichts von mir hörst, dann habe ich mich wahrscheinlich doch verlaufen. Bis dann, Tom!", hob Harry zum Gruße die Hand, legte sie danach mit Schwung um den Griff des Käfigs - ein Lachen von Tom diente als Antwort. Die andere Hand zog den Koffer hinter Harry her. Der neue Gast riss die Augen auf, sein Herz klopfte hart in der Brust. Nein! Das konnte unmöglich wahr sein! Dies sollte Potter sein? Der ebenso junge Mann stand noch immer ratlos beim Eingang, doch änderte er diese Tatsache rasch. Mit hartem und entschlossenem Blick marschierte er beim Tresen vorbei, sein Blick war allerdings auf Potter gerichtet.
"AH! Mister Malfoy! Hier! Ihr Schlüssel!", erfreute sich Tom, schnappte sich diesen und warf ihn dem Blonden zu. Ohne darauf zu achten, schloss sich Dracos Hand nach dem Fang zu einer Faust, seine Schritte wurden immer schneller.
"Danke, Tom.", brachte er mühsam hervor, jagte Harry hinterher.
"Keine Ursache." Tom seufzte und schüttelte den Kopf. Malfoy und Potter, Eis und Feuer. Es würde niemals anders sein.
"Potter!", erklang eine Stimme hinter Harry, der Angesprochene blieb im schäbigen und muffigen Gang stehen, seufzte, rollte die Augen und legte langsam seinen Kopf leise aufstöhnend in den Nacken.
"Malfoy.", murmelte er ohne sich umzudrehen und marschierte sogleich weiter.
"Ich rede mit dir! Bleib stehen!", fauchte Draco ihm hinterher, bald hatte er ihn eingeholt.
"Und wenn nicht?", fragte Harry ihn unbekümmert, ein harter Griff legte sich um seinen Oberarm. Kurz spannte Harry seinen Muskel an, die Hand schnellte zurück. Nicht, dass er jetzt mit Muskeln hart bepackt wäre, athletisch und definiert waren der richtige Ausdruck. Es lag eher daran, dass Draco Malfoy ein wenig darüber erstaunt war. Langsam ließ Harry den Käfig sinken, stellte den Koffer ab und drehte sich zu dem Blonden umher.
Als sich ihre Blicke trafen, hingen sie ineinander, ihre Miene schien gegenseitig ausdruckslos. Im Inneren sah es jedoch anders aus. Ein heißer Blitz schoss durch ihre Körper, bei der Erkenntnis, dass ihr Gegenüber verflucht heiß aussah. Während sich Harry über diesen Gedanken amüsierte, schrie innerlich Dracos kindliche Seite auf, kreischte und lief überstürzt davon. Zu dumm, dass seine Füße irgendwie am Boden festklebten. Die Lösung wäre einfach die Füße zu heben, doch wenn kein Gedanke vom Gehirn kam, wussten selbst die Füße nicht was sie tun sollten.
"Also, Malfoy? Was kann ich für dich tun?", lächelte Harry leicht, seine schön geschwungene Augenbraue zuckte ein klein wenig nach oben. Dracos Herz raste, sein Atem wurde langsam aber sicher flacher. Das sollte Potter sein? Niemals!
"Was tust du hier!", schnarrte er leise, Merlin sei Dank, die Maske und die Frisur saßen.
"Hm, was tut man wohl in einem Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit? Vielleicht übernachten... Malfoy?", fragte er ihn scheinheilig, Dracos Nasenflügel bebten, die Hände fanden sich in Form von Fäusten wieder.
"Verarsch dich selber, Potter! Ich will wissen was du JETZT schon hier tust!", brauste er auf, Harry räusperte sich.
"Hab´s versucht, ist nur halb so lustig. Und was den Zeitpunkt angeht, Malfoy, das kann dir gleich sein. Lass mich einfach in mein Zimmer verschwinden und du geh in deines. Dann brauchen wir uns nicht mehr zu sehen. Im Zug darfst du dann wieder zu mir kommen und mir kräftig auf die Eier gehen - versprochen!", gab er sich hell erfreut, nickte kurz und wild, legte danach ein gleichgültiges Gesicht auf. Draco zeigte wütend mit dem Finger Richtung Eingangshalle.
"Du kannst deinen Arsch gleich einmal wieder in die andere Richtung schieben. Denn wenn ich so ein hässliches Narbengesicht, und Halbblut dazu, in meiner Nähe habe, störst du mich sehr wohl! Ich will keinen Abschaum in meiner Nähe wenn ich mein Schlafgemach betrete!", zischte Draco voller Hass, seine Augen loderten besonders.
"Kein Interesse.", zuckte Harry desinteressiert mit den Schultern, schnappte sich Käfig und Koffer, marschierte einfach weiter. Kurzzeitig erlaubte es sich Draco ein wenig fassungslos zu wirken, fing sich jedoch rasch wieder.
"Verzieh dich, Potter!", keifte er wild darauf los.
"Ach leck mich doch.", seufzte Harry, war endlich angekommen.
"Sicher nicht, sonst sterbe ich noch an deinen Ausdünstungen und Geschmack. Du bist wirklich eine kranke Sau.", zischte Draco angewidert, Harry lachte laut auf. Belustigt stellte er alles hin, drehte sich leicht zu Malfoy und betrachtete ihn von oben bis unten - genüsslich.
"Du, Malfoy? Ich glaube, ich muss dich darüber informieren, dass ich nicht vom lecken speziell gesprochen hatte. Man sieht meine Aussage eigentlich als einen Spruch an, nicht als Aufforderung. Ich bin mir sicher, du hattest schon einmal etwas davon gehört? Wenn du allerdings darauf bestehst, muss ich dich leider enttäuschen. Ich stehe darauf erst vorne geleckt zu werden, bevor ich meinem Partner das Vertrauen schenke es auch mit meinem Arsch zu tun. Verstanden?" Harry lächelte zuckersüß, griff in den Hosensack und fischte nach seinem Schlüssel. Gemächlich steckte er ihn ins Schloss, dieses Geräusch war überdeutlich wegen der andauernden und peinlichen Stille. Dracos Kinnlade lag am Boden.
Als Harry aus Dracos Sichtfeld verschwand, brauchte er zwei lange Schritte, um ins Zimmer abbiegen zu können. Wütend baute er sich im Türrahmen auf.
"Was glaubst du eigentlich wer du bist, Potter? Ich kann absolut nicht verstehen woher du dieses Selbstbewusstsein nimmst! GOTT, du bist so hässlich wie die Nacht, ich könnte kotzen wenn ich dich sehe! Was hast du bloß für Sachen an! Hätte mir niemals denken können, dass du dich noch hässlicher machen kannst!", blaffte er los, trat immer mehr ins Zimmer ein. Harry hörte sich alles stumm und ausdruckslos an, trotz der Entfernung bemerkte Draco in Harrys Augen ein kurzes Aufflammen von Schmerz. Kurz darauf tat Harry wieder so, als wäre es ihm vollkommen unwichtig. Langsam schritt er zum Spiegel, ließ seinen Blick schweifen.
Er sah einfach nur heiß aus! Schwarze, enge Jeans, Hüfen schmiegend, stachen in sein Blickfeld. Durch die Farbe wirkten die Beine länger und noch schlanker. Muskelstränge zeichneten sich deutlich ab, sein blutrotes Shirt lag sehr eng an seinem wohlgeformten Oberkörper. Harry war mehr als nur ein Hingucker. Wenn man ihn sah, lief einem das Wasser im Mund zusammen und ließ jeden zu einem gehirnlosen Affen mutieren. Harry seufzte und betrachtete sein Gesicht. Fein geschnitten, sinnlich, männlich. Grüne, blitzende und schöne Augen strahlten ihn an, das pechschwarze Haar glänzte modern mit Blaustich versehen. Abermals sah er zu Draco, der irgendwie unsicher wirkte.
"Sehr schade! Dachte ehrlich, dass ich gut aussehen würde. Mein Arsch..", hier zeigte er ihn seinem Spiegelbild, streckte ihn heraus, "ist eigentlich sehr klein und fest. Bin mir sicher, dass ihn einige heiß finden werden. Und trainiert habe ich ebenso. Ich mag es nicht dürr zu sein. Meine Haare können sich endlich sehen lassen und ohne Brille bin ich ein neuer Mensch! Tja, Geschmäcker sind eben verschieden.", wurde er zum Schluss immer leiser, drehte sich wieder gleichgültig zu seinem Spiegelbild.
"Stimmt, Geschmäcker sind verschieden. Und deiner ist scheiße. Ebenso dein generelles Aussehen.", schnarrte Draco, allerdings suchte sein Blick dauernd Harrys Körper ab. Dracos Augen wurden groß, als Harry sich das Shirt auszog, es in die Ecke pfefferte und seinen Oberkörper bestaunte. Zarte Muskelpartien zeichneten diesen aus, Harry fand es nicht schlecht. Da Draco jedoch weiterhin nichts sagte, sah Harry ihn wieder an, zog eine Augenbraue hoch.
"Was ist? Du scheinst beinahe so, als würdest du sabbern. Allerdings glaube ich schon, dass ich mir das nur einbilde. Des Weiteren befindest du dich noch immer in meinem Zimmer. Lautete deine Devise denn nicht: Je weiter weg von Potter, desto besser und reiner ist die Luft? Steh nicht so rum, verschwinde endlich!" Harry grinste hart, Draco fing zu schnauben an. Der Blonde lief rot an, bebte vor Zorn. Er war blamiert! Einfach so bloßgestellt! Harry hatte nicht einmal Luft geholt, da war Draco auch schon Türe zuknallend verschwunden.
"Versteh mal einer Malfoy.", schüttelte Harry seufzend den Kopf, während Draco fluchend im Zimmer auf und abging.
°°°°
Der nächste Tag kam schnell und Harry war startklar. Obwohl es noch ziemlich zeitig war, konnte er vor Aufregung kaum schlafen und wachte deshalb früh auf. Die Dunkelheit ließ alle Bewohner noch immer schlafen, doch die Freude auf die Schule machte Harry munter. Noch etwas benommen stolperte er aus dem Bett, ging duschen, zog sich frisch an und legte alles bereit. Er überprüfte seinen Koffer, fütterte Hedwig und schon ging es los. Tom sah ihn ziemlich verdattert an, da Harry mehr als ausgeruht schien. Er selber brauchte Zahnstocher, damit er seine Augen offen hielt. Wie machte der Junge das bloß?
"Hier, dein Schlüssel! Machs gut, Tom! Bis vielleicht irgendwann einmal!", rief Harry ihm hinterher, Tom winkte ihm verdutzt nach.
"Ja, mach´s gut, Harry!"
Der scharlachrote Zug lag im Nebel, aus seinem Schornstein qualmten bereits die ersten Dampfwolken. Harry schnaufte zufrieden und lächelte. Keine Sau am Bahnsteig. Wie schön. Mit eiligen Schritten stieg er hinein, suchte eines der Kabinen auf und schob seinen Koffer vor seine Füße. Hedwig wurde ihm vorhin abgenommen, was ihm nur Recht war. Sehr neugierig öffnete er den Koffer, stöberte herum und fand schließlich das Gesuchte. Danach schloss er ihn wieder, hievte ihn hoch und setzte sich mit einem ächzen. Freudig schnappte er sich das dicke Buch, welches vor schwarzer Magie nur so strotzte. Bewundernd öffnete er es und fing darin zu lesen an.
Die Sonne ging auf, der Bahnsteig füllte sich langsam. Schüler verabschiedeten sich von ihren Eltern, Rufe erklangen, Schritte hetzten zum Zug. Darunter befanden sich auch Hermine und Ron, die mit Harry in einem regen Briefwechsel standen. So hielten sie Kontakt und wussten von den Geschehnissen Bescheid. Während Ron dies las, jauchzte er - Hermine hingegen machte sich Sorgen. Ob Harry sich all zu heftig verändert hatte? Suchende Augenpaare streiften den Bahnsteig ab, doch Harry blieb verschwunden.
"Komm schon, Ron. Gehen wir. Vielleicht ist Harry schon eingestiegen?", versuchte es Hermine, Ron schnaubte.
"Der und früher kommen? Wo lebst du? Auf dem Mond?", gab Ron von sich, Hermine knurrte.
Allerdings folgte er ihr, während Hermine beschloss kein Wort mit ihm zu wechseln. Ron war ein Tölpel durch und durch und meist der Elefant im Porzellanladen. Was sie nur an ihm fand? In Gedanken versunken stieg sie die Stufen hoch, suchte die Abteile ab. Schließlich fand sie Harry, ihr Gesicht strahlte vor Freude. Mit einem Ruck zog sie die Türe zur Seite.
"Harry!", rief sie lachend aus, Harry sah hoch und grinste schief.
"Hallo Mine!", begrüßte er sie, nickte ihr zu. So wurde er umarmt, bekam einen Kuss auf die Wange und sah zu wie sie sich zu ihm setzte. Interessiert sah sie auf sein Buch, während Ron ins Abteil platzte.
"Hey Kumpel! Boah Mann! Stark siehst du aus!", brachte er staunend hervor, Hermine seufzte.
"Ja, das tut er. Du siehst echt sehr gut aus, Harry!", kicherte sie los, pure Bewunderung stand ihr ins Gesicht geschrieben.
"Hallo Ron! Danke, Leute!", lachte Harry erleichtert, auch Ron kam näher.
"Was liest du denn da?", fragte er sofort, Harry tat so, als ob er überlegen würde.
"Wie wäre es mit einem Buch?", kicherte er leise, Ron zog eine Schnute.
"Mann, du weißt was ich meine!", rief er aus, rutschte ihm gegenübersitzend näher.
"Schwarze Magie? Aber Harry!", machte sich die neugierige Hermine Sorgen, sah ihn dementsprechend an.
"Schwarze Magie, Alter?", keuchte Ron entsetzt, Harry rollte mit den Augen.
"Ist doch nichts Schlimmes dabei! Weiße Magie ist gut, aber die schwarze hat mehr Tricks auf Lager. Außerdem täte es mir nicht schlecht sie zu können.", klärte er sie auf, Ron brummte und nickte sofort.
"Glasklar, Kumpel. Das verstehe ich. Schließlich musst du ja die Welt retten.", stimmte er ihm zu, Harry schnaubte kurzzeitig.
"Hat Ron Recht? Willst du es tatsächlich lernen, um gegen Voldemort siegen zu können? Aber Harry! Schwarze Magie ist gefährlich!", versuchte sie ihn zur Vernunft zu bringen, doch Harry blockte ab.
"Erstens: Ich will nicht mehr in den Krieg ziehen. Sollen die beiden doch ihren beschissenen Krieg alleine führen. Ich habe die Schnauze voll, ehrlich. Mich fragte damals auch niemand ob ich es wollte! Ich habe mir bereits einen Plan zu Recht gelegt, wie ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen kann.", gab er die Neuigkeiten weiter, machte beide damit kurzzeitig sprachlos.
"Aber das kannst du doch nicht machen!", regte sich Hermine panisch auf, befürchtete, dass Voldemort den Sieg davontragen würde. Natürlich verstand sie Harrys Situation, aber wer rettete dann die Zauberwelt?
"Und ob ich das kann, Mine. Aber keine Sorge, Voldemort wird uns niemals gefährlich werden. Das verspreche ich dir." Hermine setzte zur Antwort an, da unterbrach Ron sie.
"Scheiße! Wir müssen los, Mine!", rief er aus, hastig stand Harrys beste Freundin auf.
"Wir sprechen nochmals darüber.", gab sie leise von sich, Harry seufzte nur.
"Ja, ja. Bis dann.", verabschiedete er sie, waren die beiden zu Vertrauensschüler gewählt worden. Das letzte Jahr war eben etwas Besonderes und auch Regelungen wurden in diesem letzten Schuljahr erweitert.
°°°°
Eine ganze halbe Stunde verging und Harry fühlte sich in eine andere Welt versetzt. Sein Gehirn nahm ein jedes Wort auf, pure Neugierde ließ ihn von Seite zu Seite wandern. Aus diesem Grund nahm Harry nichts mehr wahr, nicht einmal wie sich die Türe öffnete und eine andere Person eintrat.
"Sieh an, sieh an! Potter! Schon wieder!", schnarrte Malfoy, zog die Türe zu und setzte sich ohne Aufforderung Harry gegenüber. Als er in der Früh aufgestanden war und Tom den Schlüssel übergab, hatte er sich sofort über Potter erkundigt. Als Tom ihm sagte Potter hätte ausgecheckt, wirkte Malfoy ein wenig verdutzt. So etwas sah Potter doch niemals ähnlich, war er immer einer der zu spät kam.
"Malfoy.", seufzte Harry ohne aufzusehen und las einfach weiter. Die Konzentration hingegen verschwand immer mehr. Was wollte Malfoy hier?
"Was willst du?", meinte Harry desinteressiert, hob seinen Blick und ließ ihn über Draco schweifen. In der Tat, Malfoy hatte sich verändert, war in Harrys Augen noch hübscher geworden. Wenn der Blonde den Mund hielt, konnte man ihn sogar als atemberaubend schön betiteln. Wie gesagt, nur bis zu dem Moment, bevor Malfoy diesen aufmachte. Dann verblasste die Wirkung sofort.
"Nach was sieht es denn aus? Wo sind denn Schlammblut und Wiesel?", sah er sich übertrieben neugierig um, Harry seufzte und rollte mit den Augen.
"Da du anscheinend kein Vertrauensschüler geworden bist, kannst du auch nicht wissen wo sie sich gerade befinden. Sie sind es jedenfalls.", gab Harry ihm zu verstehen, Draco zog eine Augenbraue hoch.
"Wiesel ist Vertrauensschüler? Bei Schlammblut konnte ich es mir schon denken, aber bei Wiesel? Standen alle unter Drogen, als sie das Urteil fällten?", schnarrte Draco weiter, lachte gehässig auf, Harry nervte dieses Gehabe eingehend.
"Kann dir doch egal sein. Eifersüchtig?", grinste Harry kurz aufsehend, Draco verzog sein Gesicht.
"Ich und eifersüchtig? Sicher nicht.", blaffte er leise, Harry lachte kurz auf.
"Wo sind denn deine Gorillas?", fragte er interessiert, Draco schnaufte.
"Nicht hier wie du siehst. Außerdem geht es dich nichts an."
"Ach so! Sie hatten dich verlassen und nun fühlst du dich einsam. Deshalb gehst du mir auf den Senkel, weil dich keiner will, was?", stichelte Harry, Draco fühlte abermals Wut aufkeimen.
"Ich brauche sie nicht! Ich kann dich auch alleine ärgern, brauche niemanden der mich bemuttert.", zischte er los, Harry nickte.
"Siehst du! Bei mir ist es genauso! Schön wenn man mal alleine ist, oder, Malfoy?", versuchte es Harry im Guten, Draco überlegte. Er wusste selber nicht, wieso er Potter dauernd aufsuchen musste, aber irgendwie war er an Harry Potters Veränderung interessiert. Natürlich hatte er versucht ihn zu ärgern, aber Harry schien alles, was er ihm je ins Gesicht spuckte, nicht zu beeindrucken. Zugegebener Weise ärgerte dies Malfoy mehr denn je. Er wollte Potter auf die Palme bringen, aber wie?
"Was liest du da für ein Buch?", fragte er unvermittelt, da er nicht wusste was er sonst sagen sollte. Schon schlimm, aber leider wahr. Es war das erste Mal, seit ihrem Treffen, dass der veränderte Harry Potter ihn sprachlos werden ließ - mehrmals. Peinlich, peinlich.
"Schwarze Magie.", antwortete Harry, las einfach weiter. Draco hob erstaunt die Augenbraue an, wollte bereits etwas sagen. Doch dann hielt er inne, denn Harry zückte seinen Zauberstab, richtete ihn zu Boden.
"Spinnst du, Potter? Was soll das!", rief Draco aus, irgendwie war er verwirrt. Potter und schwarze Magie?
"Halt die Klappe, ich versuche einen Zauber.", murmelte Harry konzentriert, Draco schnappte nach Luft. Er wollte nicht dabei sein, wenn Potter das Abteil in die Luft sprengte, doch fühlte er sich wie gelähmt. Harry murmelte eine Formel, ein kleiner Strudel entstand. Blaue Blitze zuckten, formten sich zu einer Eiskugel, welche aufstieg und jetzt mittig im Abteil schwebte. Beide keuchten los, kniffen die Augen zusammen, als ein grelles Licht die Kugel explodieren ließ. Danach war es still, nur ein kleines Poltern und zischen war zu hören. Neugierig öffneten sie die Augen, sahen sich um. Am Boden lagen die restlichen und rauchenden Stücke der Kugel, Harry seufzte. Malfoy fing lauthals zu lachen an, hielt sich den Bauch.
"Was.. was sollte das denn werden, Potter!", japste er los, Harry grummelte.
"Ein Drache, ein kleiner versteht sich. Mist aber auch, hat nicht geklappt. Schätze, ich muss noch mehr üben."
"Und wozu?", wischte sich Draco die Lachtränen aus den Augenwinkeln, machte es sich gemütlich. Harry knurrte.
"Weil ich es eben so will! Schwarze Magie ist interessant, Ende der Erklärung.", zischte Harry säuerlich, Dracos Grinsen nahm zu.
"Du wirst es nie schaffen, Potter.", schnarrte Draco sicher, Harry sah ihn wütend an. Draco blickte einfach weg, sah desinteressiert und hochmütig aus dem Fenster. Seine Miene veränderte sich schlagartig, seine Augen wurden groß.
"Po... Potter? Siehst du das auch?", fing er zu keuchen an, Harry runzelte die Stirn. Was meinte Malfoy? Seinem Blick folgend, sah er aus dem Fenster, sprang auf. Ein mittelgroßer Drache flog draußen umher, spie Feuer und verbrannte somit einige Wipfel der umstehenden Bäume. Der goldene Drache versuchte mit dem Zug mitzuhalten, spähte mit zu Schlitzen verengten Augen immer wieder zu Harrys Fenster, kam immer näher.
"Oh Scheiße!", rief Harry aus, zielte mit dem Zauberstab auf das Fenster.
"Potter, du Idiot!", stieß Draco hervor, rammte ihn, so dass Harry wieder auf die Sitzbank zurückgeworfen wurde. Danach schob er das Fenster hoch, zog selber seinen Zauberstab und schrie laut eine Formel. Der Zauber brach aus der Spitze des Zauberstabs, traf den wütenden Drachen und schon löste sich dieser in sprühenden Funken auf. Seufzend schloss er das Fenster, setzte sich hin und deutete Harry schnell das Buch verschwinden zu lassen. Hektik brach außerhalb des Abteils aus, Schritte erklangen. Als die Türe zu Harrys Abteil aufgerissen wurde, sah ein panisch aussehender Drittklässler herein.
"Habt ihr diesen Drachen gesehen?", kreischte er los, Harry und Draco machten eine desinteressierte Miene.
"Drachen? Von was träumst du denn nachts, Kleiner? Wo denn?", schnarrte Draco, erhob sich galant und sah suchend aus dem Fenster.
"Na dort!", rief der Junge aus, zeigte auf das Fenster, kam ins Abteil und starrte mit offen stehendem Mund hinaus.
"Aber.. der war doch noch gerade..."
"Mann, verzieh dich ganz schnell und störe uns gefälligst nicht!", zischte Draco, der andere Schüler wich ängstlich zurück und verschwand aus dem Abteil. Harry grinste leicht, Draco starrte ihn an.
"WAS!", blaffte er los, Harry lehnte sich amüsiert zurück.
"Du hast mir geholfen! Malfoy! Wieso das denn? Du beherrscht schwarze Magie?", fragte er ihn interessiert, Draco wirkte kurzzeitig von der Rolle.
"Ja, stört es dich?", schnarrte er leise, Harry schüttelte sofort den Kopf.
"Im Gegenteil!", lachte Harry los, seine Augen blitzten. Draco runzelte die Stirn, sah Harry Potter zweifelnd an und schritt langsam zur Türe.
"Glaube jetzt ja nicht, dass wir Freunde sind, Potter! Ich hasse dich weiterhin, du Loser! Ich half dir nur damit wir nicht beide in eine beschissene Lage kommen! Stell dir vor, es würde publik werden, hm? Dann würden wir beide von der Schule fliegen! Wenn es nur dich treffen würde hätte ich keine Einwände. Wir sehen uns, Potter.", giftete er weiter, verschwand aus dem Abteil. Harry sah ihm hinterher, lächelte schmal.
"Du bist mir noch immer ein Rätsel, Malfoy. Weißt du eigentlich was du willst?", flüsterte Harry leise ins Abteil, verriegelte es eingehend und schnappte sich abermals sein Buch. Zu dumm, dass der Drache doch erschienen war, zumindest so auffällig. Wie es aussah, musste er weiterhin üben und so viel wie möglich lesen.
°°°°
Stunden später traf der Zug ein, Hermine und Ron hatten Harry gerade noch eingeholt. Die Besprechung hatte ziemlich lange gedauert und somit waren sie dem Stress verfallen. Keuchend kamen sie bei Harry an, stiegen gemeinsam mit ihm in die Kutsche ein. Seamus und Dean, sowie Neville folgten, pfiffen leise bei Harrys Anblick. Bisher hatten sie ihn nicht zu Gesicht bekommen, sich natürlich gewundert. Eine rege Unterhaltung begann und Harry musste natürlich lachend Frage und Antwort stehen. Ein einziger Blick reichte jedoch aus, um Hermines Miene zu deuten. Das Thema dunkle Magie war noch nicht vom Tisch.
Blaise Zabini, Draco Malfoy, Pansy Parkinson sowie die beiden Gorillas schlenderten dem Gryffindor Team hinterher, spotteten über sie. Besonders Draco, dem bei Harrys letzter Begegnung leider nichts Glorreiches eingefallen war. Er schämte sich dafür, verfluchte sich im Stillen selber. Noch nie war ihm dies passiert, wieso ausgerechnet jetzt? Blaise lachte ihn wieder einmal aus, was ihn ebenso auf die Palme brachte.
"Mann, Draco! Was ist denn mit dir los!", lachte er weiter, schlug dem maulenden Draco auf die Schulter.
"Ja! Draci! Was hast du denn? Hat dich Potter schon wieder geärgert? Armes Hasi!", trällerte Pansy los, Draco rollte genervt mit den Augen.
"Klar hat er genervt, was denn sonst!", regte sich Draco auf, doch Blaise war noch etwas anderes an Draco aufgefallen. Irgendwie schien er über etwas nachzudenken und wenn die Zeit gekommen war, würde er Draco natürlich ausfragen. Ihnen allen war Harrys Veränderung natürlich aufgefallen, wobei Blaise die meisten Kommentare abgelassen hatte. Draco hingegen schnaubte immerzu, versteifte sich darauf, dass Potter weiterhin Potthässlich war.
°°°°
Die große Halle füllte sich immer mehr und Harry plauderte ausgelassen mit seinen Freunden. Sämtliche Blicke richteten sich auf den veränderten Harry, dem es trotz allem egal war. Alles was er wollte war frei zu sein und dieses Ziel würde er sich erfüllen. Neue Schüler kamen hinzu, die alljährliche Zeremonie begann und verteilte sie in verschiedene Häuser. Klatschen und Johlen begleitete die Aufteilung, während Dumbledore sich sichtlich wohl fühlte.
"Ach, Harry? Ist dir bewusst, dass Malfoy dauernd hersieht?", mampfte Ron neben Harrys Ohr, als das Essen aufgetischt wurde und alle kräftig zulangten.
"Wie? Oh! Tatsächlich? Er ist manchmal süß, oder?", kicherte Harry, Ron verschluckte sich fast.
"SÜSS? Sag mal, spinnst du, Harry? Was ist denn nur mit dir los?", blinzelte er schockiert, Harry grinste von einem Ohr zum anderen.
"Lies meine Briefe, und zwar richtig. Dann weißt du was mit mir los ist. Ich will nicht mehr der alte Harry sein und mein Leben genießen. Wenn ich was gut finde, sage ich es auch. Dasselbe gilt auch, wenn ich was sehr schlecht finde. Du kannst mich beim Wort nehmen. Außerdem bin ich an Malfoy interessiert. Hätte ich selber niemals gedacht! Aber als ich ihn gestern Abend das erste Mal seit langem sah, da...", fing Harry zu schwärmen an, Ron japste nach Luft. Hermine starrte ihn fassungslos an.
"Ist das dein Ernst, Harry? Seit wann bist du denn schwul? Ich meine, das ist Malfoy! Ja, er sieht nicht übel aus, aber er ist ein Slytherin! Der Sohn eines Todessers! Er hasst dich und du ihn! Außerdem seid ihr schon seit Jahren Feinde!", warf Hermine ein, sie schien ein wenig verwirrt zu sein. Sämtliche Schüler die in ihrer Nähe saßen, betrachteten Malfoy eingehend, dem das auf einmal bewusst wurde. Etwas verärgert senkte er seinen Blick, stocherte im Essen umher und wurde von Blaise wieder einmal aufgezogen. Ein Klaps auf Blaise Hinterkopf folgte, der Dracos besten Freund schmollen ließ, während Draco leise zu keifen anfing.
"Tja, weißt du, Hermine....", fing Harry an und holte tief Luft. Neville, Seamus und Dean beugten sich interessiert vor, Ron schüttelte immer wieder seinen Kopf und nuschelte vor sich hin, dass dies sowieso nur ein Traum wäre.
"Ich weiß nicht, ob man das als schwul bezeichnen könnte. Immerhin hatte ich noch nie etwas mit einem Jungen. Ich bin der Meinung, dass ich es ausprobieren sollte. Als ich ihn gestern sah, da spürte ich ein gewisses Verlangen. Meiner Meinung nach knisterte die Luft geradezu. Auch wenn er mich nur beleidigte, er lief mir dauernd hinterher. Er hasst mich? Wen kümmert es? Vielleicht ist es doch ganz anders und wenn nicht, dann ändere ich es eben. Ja, wir sind seit Jahren Feinde, es wird also Zeit diese Tatsache zu ändern. Noch Fragen?", wandte sich Harry einer sprachlosen Hermine zu, Seamus grinste breit und Dean glotzte nur. Neville stotterte herum, brachte aber kein vernünftiges Wort heraus.
"Was ist wenn Malfoy schon ein Todesser ist?", zischte Hermine leise, Harry überlegte.
"Dann ist er es eben. So lange er mich oder euch nicht umbringt, stört es mich nicht."
"WAAASSSS!", rief Hermine aus, Ron kippte nach hinten um und landete unsanft am Boden. Harry seufzte und fuhr sich durch sein dichtes Haar.
"Ich erkläre es euch wenn wir oben sind, okay? Nicht hier.", gab Harry kalt von sich, Hermine krampfte ihre Finger um die Gabel. Sämtlichen Freunden stand der Mund offen - was war bloß in Harry gefahren? Seit wann machte es ihm nichts mehr aus wenn jemand ein Todesser war?
°°°°
"Cool. Weasley fällt in Ohnmacht und Granger packt die Welt nicht mehr. Was zur Hölle hat Potter ihnen erzählt?", wollte Blaise neugierig wissen, Draco ging es genauso.
"Keine Ahnung, ist auch scheiß egal."
"Klar, so wie sein Aussehen, oder?", zwinkerte Blaise ihm zu, Draco wurde abermals ein wenig wütend.
"Wie oft soll ich es dir noch sagen! Potter ist hässlich und ich bin nicht an ihm interessiert!", zischte er los, Blaise grinste breit.
"Wer hat denn etwas davon gesagt, dass du an ihm interessiert wärst, Draco?", säuselte er lieblich, Draco war sprachlos.
°°°°
"WAS IST NUR IN DICH GEFAHREN, HARRY! ICH ERKENNE DICH KAUM WIEDER!", rief Ron aufgebracht aus, er tigerte im Gemeinschaftsraum auf und ab. Der späte Abend zog ins Land, sämtliche Schüler schliefen bereits. Nur eine kleine Gruppe an Freunden blieb noch zurück. Darunter befanden sich Ron, Hermine, Neville, Seamus, Dean sowie Harry. Der Schwarzhaarige lehnte sich zurück und betrachtete seinen Freund eingehend.
"Setz dich, Ron, ich erkläre es dir gerne nochmals.", wies er ihn an, was Ron sofort tat.
"Unterbrich mich bitte nicht, ja? Ich erzähle dir meinen Plan und dann kannst du nochmals urteilen.", meinte Harry ruhig, seine Freunde wurden neugierig. Und so fing er zu erklären an, erzählte grob über sein Leben und was er zukünftig damit anstellen würde. Aufmerksam hörten sie ihm zu, zogen jedoch scharf die Luft ein und fielen in Überlegungen. Als Harry endete, war es kurzzeitig still, Harry wartete nervös ab. Ob sie ihm trotzdem vertrauen würden? Es verstehen würden?
"Was würdet ihr an meiner Stelle tun?", flüsterte er leise, nur das Prasseln des Feuers unterbrach die Stille. Hermine legte sich die Hände vors Gesicht, seufzte und versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Ron blieb weiterhin starr, musste alles erst verdauen.
"Ich kann dich verstehen, Harry.", wisperte Neville leise, Harry horchte auf, sah ihn hoffnungsvoll an.
"Wirklich?", fragte er beinahe verlegen, Neville nickte.
"Ja! Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich ebenso handeln, wenn ich endlich leben wollen würde. Man hatte dich damals nicht gefragt, dich einfach in die Rolle des Helden gezwängt. Deine Beweggründe sind verständlich, aber wie stellst du dir das denn vor?", fragte er leise, Harry beugte sich vor und wischte sich seine schweißnassen Hände an der Schuluniform ab. Schon in der Kutsche wurde er mit Komplimenten überschüttet, da ihm die neue Uniform ausgezeichnet stand, man die sehr gute Qualität sehr wohl erkannte.
"Ich werde mit beiden Parteien reden.", teile Harry ihnen ruhig mit, Rons Kinn landete am Boden.
"DU WILLST WAS? Du gehst zu Vol.. Vol.. du weißt schon wem? Bist du verrückt?", quietschte er los, Hermine stand unter Schock. Harry senkte den Kopf, überlegte seine Worte genau.
"Ist das auch der Grund wieso du schwarze Magie lernst? Damit du dich, im Falle, dass dich der dunkle Lord angreift, wehren kannst?", fragte Hermine zögerlich, Harry sah ihr direkt ins Gesicht. Unwirkliche Schatten zeichneten sich darauf ab, ließen es ernster denn je wirken. Kaum merklich nickte Harry zu ihren Vermutungen.
"Ach, Harry.", seufzte sie leise, lehnte sich in den Ohrensessel zurück und starrte abwesend an ihm vorbei. Sie wirkte traurig.
"Aber das kannst du doch nicht machen!", wiederholte Ron panisch, krallte seine Fingernägel in Harrys Arm.
"Wieso denn nicht? Ich rede mit ihm, erkläre ihm die Situation und dann sehen wir weiter. Dasselbe mache ich bei Dumbledore. Leute, ich weiß es wird gefährlich, aber ich muss es durchziehen. Wenn ich genauso stark wie Voldemort bin, kann er mir nichts mehr antun. Auch wenn er von meinem Vorschlag nicht begeistert sein wird. Ich habe es satt die Marionette zu spielen! Die beiden sollten das unter sich ausmachen.", knirschte Harry eingehend, machte einen auf stur.
"Aber denk doch mal an die anderen! Wenn du nicht mehr gegen ihn kämpfst, dann mordet er weiterhin.", schaltete sich Seamus ernsthaft ein, Harry wandte den Kopf in seine Richtung.
"Das tut er sowieso. Egal wie weit ich wäre, wann ich mich gegen ihn stellen würde. Er mordet immer weiter. Bisher hatte es Dumbledore und sein Orden auch ohne mich geschafft, oder? Bisher war ich noch nicht so weit, kam eher mit Glück davon. Hatte ich früher schon etwas gegen ihn ausrichten können? Hm? Nur durch Zufall, nicht mit Können.", fragte Harry in die Runde, betretenes Schweigen breitete sich aus.
"Da hat Harry Recht. Aber... wie wird unsere Zukunft aussehen?", wisperte Dean leise, Harry zuckte die Schultern.
"Ich werde meinen Weg gehen, Leute. Ob ihr mich unterstützt, oder nicht. Wir werden dann schon sehen wie er reagiert, was er tun wird.", fügte Harry hinzu, Ron seufzte leise und rieb sich die Stirn.
"Da ich keine Antwort von euch erhalte gehe ich hoch. Überlegt es euch." Harry wirkte enttäuscht, aber er konnte seine Freunde verstehen. Sie hatten sich, wie auch alle anderen, auf ihn verlassen. Sie glaubten alle, dass Harry ihre Zukunft retten würde. Allerdings wusste Harry selber nicht wie diese aussah. Sie konnte sich immer wieder ändern, denn ein jeder Mensch war seines Schicksals Schmied. Er war "nur" ein Junge von 17 Jahren, der sein Leben noch vor sich hatte. Harry wollte sich nicht in ein Schema quetschen lassen, er wollte leben! In Gedanken versunken machte er den ersten Schritt auf die Treppen.
"Harry." Langsam drehte er sich um, seine Freunde standen geschlossen vor ihm.
"Wir werden dir beistehen. Egal was kommt. Wenn du es nicht mehr durchziehen willst, soll es so sein. Wir warten erstmals ab was passiert, dann entscheiden wir weiter. Eine Frage hätten wir jedoch. Wären wir, oder unsere Familie in Gefahr...", traute sich Ron zu sprechen, Harry lächelte leicht.
"...dann würde ich an eurer Seite kämpfen und euch beschützen. So viel ist sicher.", nickte er ihnen zu, Ron grinste.
"Na wenn das so ist, dann geh deinen Weg, Harry!", grinste er, doch die Unsicherheit blieb. Harry stürmte auf sie zu, umarmte sie herzlich und murmelte immer wieder die besten Freunde der Welt zu haben.
"Jetzt sag uns endlich welche Bücher du zur schwarzen Magie hast! Eventuell könnte ich noch weiter forschen und mehr Material besorgen?", drang Hermines weiche und leise Stimme an sein Ohr. Sämtliche Jungs starrten sie an, Hermine räusperte sich und wurde ein wenig rot im Gesicht.
"Was ist? Harry hat entschieden, also machen wir das Beste daraus! In einem Punkt muss ich ihm Recht geben. Harry kann die weiße Magie, aber nicht die schwarze. Voldemort hingegen beherrscht "nur" die schwarze Magie. Es kann nur von Vorteil sein sie zu erlernen. Wenn...", hier hielt sie kurz inne, "...er aufpasst sie richtig anzuwenden. Schwarze Magie ist gefährlich, Harry. Das weißt du."
Harry strahlte übers gesamte Gesicht, nickte immer wieder, denn Hermine war perfekt im recherchieren. Grinsend setzten sich die Freunde nochmals zusammen, als Harry seine Bücher holte und ihnen alles erzählte.
"Moment! Der... Der Drache war von dir?", riss Dean die Augen auf, ein erstauntes Lächeln zierte seine Lippen.
"So in etwa?", kratzte sich Harry beschämt am Kopf, Seamus prustete los.
"Geil! Ehrlich! Aber wie verschwand er wieder?", fragte er neugierig, Harry wurde verlegen.
"Malfoy half mir.", wisperte er leise, der Schock der anderen stand ihnen ins Gesicht geschrieben.
"MALFOY?", kreischten alle los, Harry konnte sich auf etwas gefasst machen und setzte sofort zu einer Erklärung an.
°°°°
Die Tage vergingen und Harry verbrachte immer mehr Zeit in der Bibliothek. Seine Freunde hielten Wort und wenn Harry nicht mit Aufgaben machen beschäftigt war, vergrub er seine Nase in schwarzmagischen Büchern. Meist kam er gegen Abend in die Bibliothek, setzte sich in die hinterste Ecke und verkleidete die Bücher mit einem anderen Umschlag. So fiel es nicht auf und Harry hatte seine Ruhe. Abermals flogen seine Augen über die Zeilen, ein sattes Lächeln zierte seine Lippen. Er konnte sich einfach nicht konzentrieren, denn vorhin war folgendes passiert....
Während Hermine und Ron gemeinsam unter dem Tarnumhang die verbotene Abteilung aufsuchten, Hermine meist fluchte (Ron war eben ungeschickt), schlenderte Harry nach dem Abendessen durch die Gänge. Einen jeden Tag wo er Malfoy sah, grüßte er ihn lasziv, grinste ihn an. Blaise grinste sofort zurück, Draco knurrte und wies ihn meist mit einem "Verpiss dich, Potter." ab. Harry trafen diese Worte nicht, er zwinkerte Malfoy zu und marschierte einfach weiter. Ron verdrehte damals die Augen, Hermine schmunzelte, die anderen konnten sich ein Lachen nicht verkneifen.
Doch an diesem Abend begegnete er Draco Malfoy alleine, der Blonde erstarrte zu Eis und wollte schon umkehren.
"Hey Malfoy! Die Sachen stehen dir, hatte ich dir das schon jemals gesagt?", säuselte Harry, kam schlendernd näher und vergrub seine Hände im Hosensack. Malfoy machte einige Schritte nach hinten, immer darauf bedacht Abstand zu halten.
"Wen interessiert das, Potter? Deine Meinung ist mir scheiß egal. Zieh Leine, Potter, das Schloss ist groß genug!", spie er ihm entgegen, wendete mit wehendem Umhang und wurde im gehen schneller. Harrys Lachen hallte durch die Gänge, natürlich folgte er ihm. Draco drehte sich immer wieder gehetzt umher, stieß einen wütenden Schrei aus.
"Was soll das, Potter! Verfolgst du mich etwa!", rief er aus, Harry grinste spitzbübisch.
"Sieht wohl so aus, Malfoy!", lachte er weiter, nahm an Geschwindigkeit zu. Draco schluckte hart, so ein hartnäckiger Potter war ihm sehr unangenehm.
"Wieso?! Hau ab! Geh mir nicht am Arsch, Potter!", stieß er hervor, beherrschte sich nicht zu laufen.
"Aber wieso denn, Malfoy? Ich genieße gerade die Aussicht! Oder hast du Angst vor mir, Malfoy?" Gut, das konnte der Blonde nicht auf sich sitzen lassen, blieb hart stehen und drehte sich schwungvoll umher. Seine Augen glitzerten, sein Gesicht wirkte verzerrt.
"ANGST, POTTER?", spuckte er ihm entgegen und knurrte.
"Malfoys haben niemals Angst!", schnarrte er überzeugt, Harry lächelte immer mehr.
"Na wenn das so ist, dann ist es ja gut!" Harry kam immer näher, Draco blieb stehen, jedoch wirkte er nervös. Was wollte Potter alias Gartenzwerg von ihm? Der konnte ihm doch nichts antun, oder? Potter war schließlich etwas kleiner als er, um genau zu sein einen ganzen Kopf. Und trotzdem...
"Nervös, Malfoy?" hauchte ihm eine Stimme ins Ohr. Seit wann war Potter so nahe aufgerückt?
"Bleib mir vom Leib, Potter!", keifte Draco los, spürte die kalte Wand des verlassenen Ganges an seinem Rücken. Verdammt!
"Wieso denn? War ich nicht deutlich genug?", wisperte Harry und tat so als wäre er überaus enttäuscht darüber.
"Was meinst du damit!" Draco versuchte seine Maske aufrecht zu erhalten, ballte weiterhin seine Hände zu Fäusten.
"Du willst es wohl nicht verstehen, oder, Malfoy? Ich mache dir Komplimente, schimpfe nicht zurück. Ich lächle dich an, flirte sogar mit dir! Und was machst du? Erweist dich nicht einmal als dankbar und lässt mich einfach so stehen! Das finde ich schon etwas fies von dir! Um es deutlich zu machen, ich will was von dir, Malfoy.", raunte er ihm zu, Draco lief es heiß und kalt den Rücken hinunter.
"WAS?", kreischte er abermals los, Harry lächelte nur.
"Hast du es endlich verstanden?", seufzte Harry, Draco suchte nach Worten.
"Du.. Das meinst du doch nicht ernst! Mann, Potter! Wir sind Feinde und keine Freunde! Außerdem bin ich nicht so eine Schwuchtel wie du! Ich hasse dich, schnall es endlich! Mich ekelt es an dich auch nur ansehen zu müssen! Mach dich an Zabini ran, der steht sicherlich auf dich!", schnarrte er wütend los, Harry tat so, als müsste er überlegen.
"Nein! Weißt du, Zabini interessiert mich nicht. Ich stehe auf Blonde. Ich weiß nicht ob ich schwul bin, aber ich würde es gerne mit dir ausprobieren.", hauchte er ihm zu, Dracos Herz raste.
"Verdammt, Potter! Rück mir nicht so auf die Pelle! Ich will nichts von dir! Und nun hau ab!", rief er panisch aus, stieß Harry von sich weg und wollte abhauen. Ein harter Griff legte sich um seinen Arm, schleuderte ihn herum - Draco befand sich abermals an der Mauer.
"Aber, aber. Wer wird denn schon gehen wollen? Da gibt es sicherlich besseres, was wir zwei tun könnten, oder?", versprach Harry, Draco riss panisch die Augen auf. Bevor er etwas sagen konnte, wurde er hart an die Mauer gepresst, ein unglaublicher Körper drückte sich an seine Vorderseite. Lippen nahmen die von Draco ein, der zu Stein erstarrt war. Als der Gedanke durch ihn schoss, dass er gerade geküsst wurde, versuchte er sich zu wehren. Dummerweise war Harry ein klein wenig schneller, pinnte seine Hände an die Mauer und liebkoste weiterhin Dracos Lippen. Sein sanftes Stöhnen entwich Harry, der die Augen geschlossen hielt. So sehr er sich allerdings auch bemühte, Dracos Lippen blieben fest aufeinander gepresst. Harry wollte nicht aufgeben, küsste sie weiterhin sanft. Draco war allerdings stur, fing sogar an sich zu wehren.
Plötzlich befanden sich Harrys Lippen an seinem Hals, saugten daran, warmer Atem streifte Dracos empfindliche Partie. Draco verdrehte die Augen, entspannte sich ein wenig und fing zu japsen an. Diese Lippen machten ihn fertig und nun kam auch noch die Zunge zum Einsatz! Harry hielt seine Handgelenke noch immer fest, stöhnte immer wieder auf und saugte sich an Dracos Hals fest. Dracos Beine fingen zu zittern an, er versuchte seinem Körper zu sagen, dass er das nicht wollte! Wieso hatte er dann das Gefühl an der Wand zu kleben? Draco schloss die Augen, legte ohne sein Wissen den Kopf seitlich und spürte die Gänsehaut, die seinen Körper belegte. Ein Keuchen entfloh seinen Lippen, dies nutzte Harry natürlich aus.
Sofort legten sich seine Lippen auf die des Blonden, seine Zunge drang ungefragt in Dracos Mund ein. Draco keuchte erschrocken, riss die Augen auf und fühlte die unglaubliche Zunge in seiner Mundhöhle. Nein! Das war Potter! Ein Junge! Sein Feind! Andererseits war Harrys Kuss mehr als sanft, dessen Zunge umschmeichelte seine. Nur ein klein wenig, nur ein bisschen wollte er genießen. Seufzend schloss er seine Augen, hörte auf sich zu wehren und erwiderte zaghaft den Kuss. Kleine Blitze schossen durch seinen Körper, angetrieben von Harrys Stöhnen. Abermals schaltete sich sein Verstand ein, Draco unterbrach den Kuss. Unbändiger Wille und Kraft durchströmte seinen Körper, hart stieß er Potter ein weiteres Mal von sich. Keuchend sahen sie sich an, Draco allerdings wirkte entsetzt.
"Sag mal spinnst du, Potter! Das ist ja ekelig! Jetzt kann ich mir den Mund auswaschen, du schwule Sau! Fass mich nie wieder an!", schrie er Harry an, der noch immer leicht vernebelt wirkte. Draco wischte sich angewidert über den Mund, spuckte Harry vor die Füße und rauschte ab. Harry zitterte leicht, sein Herz machte Überstunden. Er gratulierte sich selber, da er niemals gedachte hätte so dreist zu sein. Gerade diese Methode aber half den Blonden sehr wohl zu verunsichern, Harry war glücklich. Draco hatte den Kuss erwidert! Also konnte es gar nicht so ekelig gewesen sein, oder? Und dann war da noch etwas gewesen, was er deutlich hatte spüren können.
Malfoys Erregung, die sich hart an die seine presste - bis vor kurzem noch.
Ein teuflisches Grinsen legte sich auf Harrys Lippen, die Jagd war eröffnet. Obwohl Harry damals eher schüchtern gewesen war, musste er endlich anfangen selbstbewusster zu sein, an sich und seine Talente zu glauben. Würde er Malfoy knacken, hätte er auch Chancen sich mutig gegen Voldemort und Dumbledore aufzulehnen.
°°°°
Harry seufzte, streichelte über die Seiten und schüttelte seinen Kopf. Ja, der Kuss war faszinierend gewesen, wunderschön. Draco besaß unglaublich weiche Lippen, er roch auch noch so gut! Himmel, wieso war ihm nicht aufgefallen, dass der Blonden absolut göttlich aussah? Wie es außerdem aussah, besaß Malfoy ein mächtiges Teil in der Hose, von dem er bis zu dem Kuss nichts wusste. Harry schüttelte den Kopf und machte sich weiterhin daran das Buch zu durchforsten.
Abermals vergingen weitere Tage, Harry flirtete mit Malfoy wo es nur ging. Meist ging ihm Draco aus dem Weg, oder drehte sich panisch um und flüchtete. Die Flucht wurde von einem lachen begleitet, welches Blaise gehörte. Der fand die Aktionen von Harry unglaublich mutig und lobte ihn sogar. Etwas verwirrt musterte Harry den besten Freund von Draco, da dieser meinte, Harry wäre ein perfekter Slytherin geworden. Seit diesem Treffen nickten sich die beiden immer wieder zu, Respekt stand in Blaise Augen.
°°°°
Eines Abends wanderte Draco unruhig in den Gängen Hogwarts umher, konnte sich nicht erklären was Potter von ihm wollte. War es eine Verarsche? Potter konnte es doch nicht ernst meinen! Himmel noch Mal! Sie beide waren Jungs! Apropos Potter... Neugierig und fasziniert schritt er zur Aussicht, die die untersten Gänge boten, sah hinaus in die sterneklare Nacht. Auf dem Gelände trainierte jemand, Draco kniff die Augen zusammen.
"Potter? Was tut der denn da?", fragte er sich leise, machten sich sofort auf den Weg.
Harry genoss den Wind des Sommers, das Zirpen der Grillen, die Sommernacht. Er fühlte sich ein wenig schlapp, hatte er schon seit Wochen nicht mehr trainiert. Das einzige Training bestand daraus Malfoy nachzujagen, den er immer seltener antraf. Ob der Blonde vor ihm Angst hätte? NEIN! Oder? Harry schloss die Augen, hatte nur eine Trainingshose an. Barfuss übte er am Rasen, genoss die Grashalme an seinen Fußsohlen. Seine Hände übten sämtliche Bewegungen aus, die Füße stießen mit einem jeden Tritt in die Luft. Er konnte sie schon so hoch schleudern, so dass es einem Spagat gleichkam. Kraftvoll zischten seine angewinkelten Arme nach vorne, tat so als wolle er jemanden in den Bauch rammen. Danach folgte eine Drehung, abermals streckte er den Fuß aus. Er war so in seinem Training gefangen, dass er den stillen Beobachter, welcher an einem Baum anlehnte, nicht bemerkte.
Eine halbe Stunde später keuchte er, Schweiß bedeckte seinen Oberkörper, der sich rasch hob und senkte. Mit einem schnippen seiner Finger hielt er ein Handtuch in der Hand, wischte sich damit übers Gesicht und sank dabei in die Knie. Keuchend blickte er in den Himmel, legte sich das Handtuch in den Nacken und schluckte. Jetzt könnte er etwas zu trinken gebrauchen.
"Sehr interessante Vorstellung, Potter.", schnarrte eine Stimme, Harrys Herz fing zu rasen an. Wie sehr er diese Stimme vergötterte! War es nur Lust, nur Verlangen, oder mehr? Wieso schlich sich dieser blonde und heißblütige Slytherin immer wieder in seine Träume? Wohlgemerkt, es waren feuchte Träume, sehr heiße noch dazu. Harry stand langsam auf, grinste und drehte sich im selbigen Tempo umher. Er kreiste seine Schultern, kam schlendernd auf Malfoy zu. Der Blonde lehnte noch immer am Baum, seine Hände hatte er tief in den Hosentaschen vergraben. Sein weißes Hemd stach in der vom Mond beleuchteten Nacht hervor, Harry hätte sabbern können.
"Hat es dir gefallen, Malfoy?", keuchte Harry außer Atem, kam nochmals näher. Moment, Draco schien nicht gerade so als hätte er Schiss? Harry wurde bewusst, dass der Blonde um einiges größer war, das gefiel ihm irgendwie.
"Hm, weiß noch nicht. Wieso springst du wie ein Idiot herum, Potter? Ich habe dich beobachtet, Goldjunge. Du führst doch irgendetwas im Schilde, oder? Hat es mit dem dunklen Lord zu tun?", schnarrte er leise, Harry zuckte mit den Schultern.
"Und wenn schon, bald wirst du es herausfinden, oder?", fragte Harry, Malfoys Augenbraue wanderte in die Höhe.
"Wie sollte das gehen, Potter?", schnarrte er weiter, Harry sah ihm fest in die Augen.
"Du bist doch ein Todesser, nicht wahr, Malfoy? Keine Sorge, es ist mir sogar egal. Demnächst werde ich euch besuchen kommen, verlasse dich darauf. Mal sehen was du dann zu meinem Auftritt sagen wirst.", zwinkerte Harry eingehend, Draco wirkte erstaunt und ein wenig durchschaut.
"Woher willst du wissen, dass ich ein Todesser bin, Potter!", zischte er leise, Harrys Reaktion folgte sogleich. Mit einem Griff zog er an Malfoys Ärmel, weiße Haut kam zum Vorschein. Harry drehte den Arm blitzschnell, ein Schnauben glitt über seine Lippen.
"Weil ich Recht hatte. Du bist einer. Aber keine Sorge, ich werde es niemandem verraten. Du solltest deinen Illusionszauber besser erneuern, sonst bemerkt es noch ein anderer."
"Aber woher...", keuchte Draco, der die Welt nicht mehr verstand.
"Vermutung, Malfoy. Reine Vermutung. Trotzdem fahr ich voll auf dich ab, daran wird sich nichts ändern." Dracos Maske saß wieder, er entriss Harry seinen Arm.
"Du bist erbärmlich, Potter. Nichts wird sich ändern. Auch nicht meine Gefühle zu dir. Sie bestehen weiterhin aus Hass, klar? Und was den dunklen Lord angeht: Vergiss es, du hast keine Chance ihn zu besiegen und..."
"Wer sagte denn etwas davon, dass ich ihn bekämpfen, geschweige denn besiegen will? Alles was ich will ist gleiches Recht. Dumbledore und er sollen ihren Krieg alleine führen. Ich will nicht mehr.", warf Harry ein, grinste, drehte sich umher und ging davon.
"POTTER!", rief Draco leise aus, Harry blieb stehen.
"Das wird nicht klappen, Potter. Du wirst umkommen, glaube mir. Keiner ist so stark wie der Lord. Nicht einmal Dumbledore." Wirkte Dracos Aussage müde? - überlegte Harry und lauschte weiterhin interessiert, mit dem Rücken zu ihm stehend.
"Außer... tja, außer du lernst noch mehr schwarzmagische Flüche, nicht nur den kleinen, den du vorhin zeigtest. Was dieses Kampftraining der Muggel angeht... Ich weiß nicht, was du damit bezweckst." Dracos Stimme triefte vor Neugierde, Harry wandte sich langsam umher.
"Das was du gesehen hast nennt man Kickboxen. Glaube mir, das kennt dein Lord nicht, denn man sollte nicht nur mit Stäben kämpfen können. Lass dich überraschen, Malfoy! Ich hatte bisher immer etwas auf Lager, sei es auch nur durch pures Glück. Aber glaube mir eines! Diesmal bin ich vorbereitet und ich werde meinen Weg gehen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich sterbe, oder ich überlebe und er geht auf meinen Vorschlag ein."
Ein kurzes Kopfnicken und weg war er. Draco starrte ihm noch lange hinterher und war sehr aufgewühlt. Ja, er war ein Todesser geworden, aber er wurde aus Potter nicht schlau. Wenn Potter nicht mehr für das Gute kämpfte, was sollte dann aus ihm werden? Immerhin war er nicht freiwillig Todesser geworden. In Gedanken versunken stieß er sich ab, wanderte zum Schloss zurück und überlegte sich einen Plan.
°°°°
Das Wochenende brach bereits an und schon zum dritten Male beobachtete Draco einen trainierenden Harry, der als Schatten der Nacht immer besser und schneller wurde. Draco bewunderte dessen Bewegungen und noch ein anderes Gefühl mischte sich dazu. Man könnte meinen, Malfoy wäre heiß auf ihn, doch er selber dachte nicht einmal daran. So verfolgte er mit Adlersaugen mit, wie Harry Potter ins Schloss wanderte, sich eingehend umsah - Draco versteckte sich sofort. Harry schritt Stirn runzelnd weiter, sah sich nochmals um und blieb vor dem Vertrauensschülerbad stehen. Draco schüttelte den Kopf und schnaufte. War ja klar, oder? Er fragte sich auch, wieso Potters Freunde nie beim Training waren. Ob sie seinen Plan kannten?
Draco wusste nicht wie lange er dort stand und nachdachte, doch seine Gedanken schweiften ab. Erst heute Morgen hatte er Harry Potter ebenso beobachtet, dessen Mimenspiel beigewohnt, als er neue Bücher über schwarzmagische Flüche in seiner Tasche fand. Durch einen provozierenden Streit, gemischt mit einer kleinen Rauferei, die Harry doch erstaunte, hatte er unbemerkt die Bücher in Harrys Tasche gleiten lassen, ihn danach beschimpft. Mit einem Grinsen verließ er einen erstaunten Harry, versteckte sich hinter der nächsten Ecke und beobachtete weiter. Ein zufriedener Ausdruck zierte sein Gesicht, als Harry die Bücher bestaunte, übers gesamte Gesicht strahlte.
"Du bist ein Schuft, Malfoy. Wieso gibst du sie mir nicht einfach? Ich weiß doch, dass sie von dir sind.", wisperte Harry damals, Draco fühlte sich ertappt und schlich schnellen Schrittes davon.
°°°°
Draco wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Türe vom Vertrauensschülerbad aufging und Harry in frischen Sachen hinaus schritt. Der Gang lag in der Dunkelheit, Grillen zirpten von draußen herein. Draco starrte Harry eingehend an, denn in diesen verwaschenen Jeans und dem engeren Shirt sah er irgendwie nicht übel aus. Draco hielt in seinen Gedanken inne und schüttelte eingehend den Kopf. Als er flüchten wollte, rammte er eine Ritterrüstung, er fluchte.
"Malfoy? Was machst du denn hier? Hast du mich die ganze Zeit beschattet?" Harrys Stimme klang belustigt, Draco zuckte zusammen, drehte sich wütend umher. Wieso musste ihm das passieren?
"Sicher nicht! Ich kam gerade vorbei, als du aus der Türe herauskamst! Da ich dir nicht begegnen wollte, wollte ich..."
"...flüchten?", half Harry mit einem lächeln nach, kam immer näher.
"Fang nicht schon wieder damit an, Potter! Ich flüchte nicht vor dir! Ich... Ich gehe jetzt." Verdammt! Wieso musste er in letzter Zeit immer so unsicher werden, wenn Potter anwesend war?
"Das wirst du nicht, Draco.", wisperte Harry abermals an seinem Ohr, Draco hisste kurz auf. Abermals fand er sich an der Wand wieder, panisch sah er sich um. Es war mitten in der Nacht. Wieso kam kein Lehrer, wenn man ihn brauchte?
"Lass mich los, Potter. Spiel deine verfluchten Spielchen mit jemand anderem.", zischte er los, Harry küsste ihn auf die Wange.
"Will aber nur dich.", wisperte er leise und küsste Dracos empfindliche Stelle am Hals, von der er nun wusste. Hungrig drängte er sich an ihn, Draco japste nach Luft. Wieder einmal fühlte er sich schwindlig. Einerseits wollte er sich wehren, andererseits machte sich sein Körper selbstständig und tat wieder einmal nicht das was er wollte! Ein kleines seufzen kam über seine Lippen, als Harry sich an seinem Hals festsaugte, sanft stöhnte.
"L- Lass das, Potter.", wimmerte Draco, wehrte sich allerdings nur halbherzig.
"Wieso? Soll ich etwa etwas anderes tun? Was, sag es mir, Draco.", raunte Harry an Dracos Ohr, leckte die Ohrmuschel ab und wanderte mit seinen Küssen zu Dracos Mund. Sein Herz klopfte freudig, als Draco leise zu stöhnen anfing und seine Lippen gerne in Beschlag nehmen ließ. Harry erwartete eine Gegenwehr, doch Draco ließ es einfach zu. Langsam leckte Harry über Dracos weiche Lippen, bat somit um Einlass. Harrys eine Hand fasste in Dracos wundervolles Haar, die andere schlang sich um seine Hüften. Draco stöhnte abermals, als er Harrys Bereitschaft fühlen konnte, dennoch legte sich eine feine Röte auf seine Wangen. Aus welchen Gründen auch immer, reagierte er auf Potter und stand mit seiner Erregung der von Potter um nichts nach. Harrys Zunge schlängelte sich in Dracos Mund, hungrig fing er an Draco zu küssen.
Dracos Knie zitterten abermals, denn Harrys Kuss ließ ihn alles vergessen. Er wurde hungriger, feuriger und Harrys Hände waren überall. Draco gab es auf sich zu wehren, schlang seine Arme um Harrys Nacken und zog ihn noch dichter an sich. Jetzt war er dran die Kontrolle zu übernehmen, küsste Harry heiß und feurig. Harrys Stöhnen war Musik in seinen Ohren, genüsslich zog er den Duft seines Rivalen ein. Als sich jemand räusperte, zuckte Draco zusammen, wollte den Kuss abbrechen. Doch Harry machte einfach weiter, ließ es nicht dazu kommen.
"Also hier steckst du, Draco? Es ist mitten in der Nacht! Ich machte mir Sorgen! Stellst du Potter schon wieder nach?", lachte Blaise leise und schaute den beiden zu. Harry beendete langsam den Kuss, setzte noch einen kleinen auf die geschwollenen Lippen und sah zu Blaise hinüber. Dracos Gesicht brannte vor Scham, er wollte sich befreien. Harry allerdings presste ihn weiterhin an die Wand, rieb sich an ihm und lächelte Blaise eingehend an.
"Blaise, ich will ja nicht unhöflich sein, aber ich versuche gerade deinen besten Freund zu verführen und du störst dabei.", meinte Harry zuckersüß, Blaise grinste noch immer.
"Oh! Na wenn das so ist, dann werde ich euch beide gerne alleine lassen! Lasst euch nicht erwischen! Viel Spaß noch, Draco.", kicherte er, verzog sich pfeifend. Draco wollte protestieren, da dies nur ein Missverständnis war, doch wurde er von Harrys Kuss unterbrochen. Abermals versank er in einer anderen Welt, ließ sich in den Kuss fallen. Einige Zeit später beendete Harry ihn, tanzte mit seinen Lippen wieder über Dracos Hals. Draco keuchte auf, wimmerte leise und bemerkte zu spät, dass Harry an seiner Hose herumfummelte.
"Potter! Was...", schnarrte er los, doch Harry verschloss ihm nochmals den Mund mit einem feurigen und hungrigen Kuss. Die Hose fiel, die Boxer folgte und Dracos Herz raste. Zittrig stand er da, wollte, dass es aufhörte! Doch Harry legte seine Hand um Dracos steifes Glied, fing während des Küssens an ihn zu bearbeiten. Draco stöhnte heftig in Harrys Mund, ihm wurde abermals schwindlig. Draco erwiderte leidenschaftlich, stöhnte immer heftiger, während Harrys unglaubliche Hand langsam den Schaft auf und ab rieb, sein Daumen über Dracos Eichel huschte. Draco zuckte zusammen, diese Hand war der Wahnsinn!
Plötzlich ging Harry in die Knie, sah zu Draco auf, der benommen zu ihm hinabstarrte.
"Das wagst du nicht, Potter.", keuchte er erregt, wollte sich dennoch nicht wehren. Was, wenn Harrys Mund genauso talentiert war wie... NEIN! Er war nicht schwul!
"AAAH!!! Oh Merlin, Potter!", stieß Draco heiser aus, da Harry sich doch traute. Obwohl Harry mehr als nervös war, selber dies noch nie gemacht hatte, küsste er ausgiebig Dracos pralle Eichel, leckte die ersten Lusttropfen ab und bemerkte mit Freunden das Wippen von Dracos Glied. Dracos Hände krallten sich in Harrys Schopf, zogen ihn näher. Draco zischte durch die Zähne, sein Atem wurde immer flacher, die Augen flatterten. SCHEISSE WAR DAS GEIL! Harry schloss stöhnend seine Augen, öffnete die Lippen und versenkte Dracos pochendes und warmes Glied in seinem Mund. Draco öffnete stumm schreiend seinen Mund, er zitterte am ganzen Körper. Dieser Mund war einfach nur göttlich und aufregend zugleich. Himmel, konnte Potter saugen! Und das tat Harry auch. Sein Kopf schnellte immer schneller nach vorne und zurück, er leckte über Dracos warmen Schaft und saugte sich abermals fest.
Draco wäre beinahe gekommen, riss an Harrys Haaren und stieß ihn weg. Harry keuchte und sah ihn erstaunt an, Draco wirkte vollkommen verwirrt.
"Scheiße, Potter! Das... das geht nicht! Verstehst du! Lass mich in Ruhe!", keifte Draco von Sinnen los, stolperte mit runter gelassener Hose voran und versuchte sie sich während des laufens wieder hoch zu ziehen. Harry knurrte und sprang auf die Füße, eilte hinter Draco her.
"Irrtum! Ich werde es zu Ende führen und du wirst gefälligst hier bleiben!", zischte er los, umfasste Dracos Hüften und schleuderte ihn herum. Draco stolperte, landete durch Harry jedoch sanft am Boden. Draco wimmerte verzweifelt, sein Glied schmerzte. Trotzdem war es ein Junge, der ihn so dermaßen in Ekstase versetzte, ihn abschweifen ließ. HIMMEL, WIE OFT HATTE ER SCHON EINEN GEBLASEN BEKOMMEN!!?? Niemals zuvor war es so verflucht geil gewesen! Draco schluchzte leise auf, als Harry sich zwischen seine Knie warf, seine Hüften am kalten Boden fest pinnte und sein zuckendes Glied abermals in den Mund nahm. Draco bog den Oberkörper durch, kniff die Augen zusammen und wimmerte.
"AAAHH! Po...AAHH Jaaa!", krächzte er vor Lust, die Stimme versagte danach. Abermals fasste er hart in Harrys Haar, spürte, wie Harrys Hände von seinen Hüften verschwanden. Wie von Sinnen stieß er in Harrys Mund, wollte endlich Erlösung finden. Harrys Mund brachte ihn in die Hölle, noch nie hatte jemand so göttlich geblasen wie er! Draco stieß immer heftiger zu, schrie leise auf, wimmerte, keuchte und schluchzte.
"Oh Potter. Verflucht... wieso...du...aaaahhhh! JA!", stieß er leise hervor, sein Kopf wanderte von einer Seite zur anderen. Harry stöhnte ebenfalls, vertiefte sein Tun und ließ Draco sämtliche Tode sterben. Kurzzeitig löste er sich von Dracos hartem Stahl, saugte an dessen Hoden, leckte sie und stieß sie mit der Zungenspitze an. Abermals folgte ein leises und unterdrücktes Stöhnen vom Blonden, dessen Körper zitterte eingehend. Harry spürte es, fühlte, dass Draco nicht mehr all zu lange brauchte. Erneut nahm er Dracos steinhartes Glied in sich auf, leckte, saugte daran und wurde immer wilder. Draco glitt ab, sein Körper kribbelte. Er konnte nicht mehr.
"AAAAHH! JAAA! OH POTTER JAAA!", rief er aus, spritzte hart ab und Harry schluckte. Dracos versteifter Körper entspannte sich wieder, erschöpft sank er auf den kalten Boden zurück und schnaufte. Seine Wangen glühten, er musste sich erst einmal erholen. Währenddessen leckte ihn Harry sauber, zückte seinen Zauberstab und reinigte ihn. Danach zog er ihn an und lehnte sich über Draco.
"Du schmeckst vorzüglich, Draco. Du bist der Richtige für mich.", seufzte Harry leise und küsste den Blonden eingehend. Draco kam wieder zu sich, stemmte sich dagegen und entzog sich dem Kuss. Stolpernd und keuchend kam er auf die Beine, schüttelte immer wieder den Kopf.
"Was habe ich getan? Was hast du getan? Was..." Dracos Stimme brach, Harry wurde sprachlos. So verstört hatte er Draco noch nie gesehen!
"Draco?", hauchte Harry leise, streckte eine Hand nach ihm aus. Draco schüttelte sofort den Kopf, stolperte weiterhin von ihm weg und atmete tief ein und aus.
"Das... war... falsch... Potter. Bitte, ich bitte dich, lass mich in Ruhe. Fass mich nie wieder an." Obwohl leise gesprochen, hallte es überlaut in Harrys Ohren wider. Irgendwas in seinem Herzen brach, denn er war zu weit gegangen. Wollte Draco doch nichts von ihm? War es vorbei, obwohl es noch lange nicht angefangen hatte? Draco sagte nichts mehr, lief davon und Harry sah ihm nach.
"Aber ich liebe dich doch, Draco.", sagte Harry in den leeren, dunklen Gang hinein und ließ seinen Kopf hängen.
"Ich gebe dich nicht auf, denn dies hätte der alte Harry getan. Ich jedoch bin der neue und ich bekomme immer das was ich will.", zischte er. Harry hatte einen weiteren Schritt hinter sich gebracht, gespickt mit neuer Erkenntnis.
"Und ich werde es dir beweisen." Entschlossen machte er Kehrt und marschierte zum Turm. Ja, er war soweit. Nur noch einige Tage Training und Bücher lesen, dann ging es los. Das erste Gespräch würde sich nicht mehr länger aufschieben lassen.
°°°°
*lach* Oh Mann! Ich kann es nicht lassen! Da lese ich gerade ein tolles Chap von Dark Harry [dabei hatte sich noch nichts getan] und mir kam eine Idee. Schon wieder. Oder...Gott sei Dank! Ich habe beschlossen meine dunkle Seite ein wenig hervorzukehren und hoffe dieser Monstershot wird einigermaßen gut.
Wisst ihr was? Lest ihn euch einfach durch, lebt mit und am Ende gucken wir, wie mein Werk geworden ist. All zu dark wird der Monstershot nicht werden. Nix Drama oder so. *gg* Allerdings warne ich vor: er ist äußerst gewöhnungsbedürftig und ich beschreibe die Geschehnisse doch ein wenig anders. Bin gespannt wie er euch gefällt...
P.s. Fehler dürft ihr behalten, habe sicherlich einige überlesen.. snief.
°;°;°;°;°;°;°
Disclaimer: Mir gehört leider nichts. Nur meine Fantasie und die grotesken Handlungen.
Titel: Harry Potter - the dark half
Genre: manchmal Dark, Romantik, teilweise sarkastischer, ausgefallener und schräger Humor, OOC!!!, Happy end....oder?
Rating: Slash R18, Lemon
Pairing: Muss ich das echt noch sagen? *gg* Natürlich Harry und Draco [ich kann nicht anders!!]
Inhalt: Harry Potter sollte der Retter der Zauberwelt sein. Was geschieht allerdings, wenn er die Schnauze voll hat? Rebelliert er, gibt er auf, oder findet er einen Weg, der mit viel Geschick und Überlegung sehr wohl zu beschreiten ist? Und wenn er schon dabei ist, angelt er sich doch gleich einmal Draco Malfoy. Toller Plan, oder? - Leichter gesagt als getan, mit Sicherheit.
Seiten: 38, Schrift 8,5 - wegen Länge auf zwei Chaps aufgeteilt.
Warnung und wichtige Anmerkung!: Bin Neuling auf diesem Gebiet. [Richtung Dark] Kann mir also gelingen, oder auch nicht. Wer Slash nicht mag [Junge mit Junge inkl. sexuellen Handlungen] und ebenso Kämpfe, sollte diese Story nicht lesen!
Widmung: allen, die mir immer so liebevoll Kommis schreiben und mein Herz erwärmen! Ich bin euch mehr als nur dankbar! Bin immer so happy! Danke! Und... ich weiß, ich kann es nicht einem jeden Recht machen, ist leider so *snief* Habt Nachsicht, denn Geschmäcker sind eben verschieden..
°;°;°;°;°;°;°
Harry Potter - the dark half
Der letzte Ferientag ging langsam zu Ende und Harry lag auf seinem Bett, nachdenklich, vollkommen ruhig. Vieles ging ihm durch den Kopf, unter anderem sein bisheriges Leben. Größtenteils konnte er es als "scheiße" betiteln, hätte er nicht wahre Freunde gefunden die ihm sehr oft halfen. Harry war dazu auserkoren immer wieder in Schwierigkeiten zu geraten, oftmals nicht unbedingt freiwillig. Vor seinem inneren Auge zog sein bisheriges Leben vorbei, leider eher unerfreuliche Dinge, die er nicht mehr sehen wollte.
Ein leises Seufzen verließ seine Lippen, Harry hing weiterhin seinen Gedanken nach und genoss die Ruhe. Er fühlte sich in einem goldenen Käfig, wurde immer wieder voran gestoßen - auf seinem Weg des Lebens. Wieso überließen sie ihm nicht die Entscheidungen? Wieso musste er die Welt retten? Wer hatte ihn gefragt, ob er es wollte? Harry hatte die Schnauze voll, gehörig voll. Sein Ziel war es aus seinem goldenen Käfig auszubrechen.
Die Dursleys hatten es in diesen Ferien zu weit getrieben, besonders Vernon und Dudley. Ein sanftes Lächeln glitt über seine Lippen, funkeln trat in seine Augen. Wie war er eigentlich auf die absurde Idee gekommen das zu tun was diese Familie von ihm verlangte? Doch sie befahlen weiterhin - und Harry? Der wehrte sich. Als Vernon wegen seiner ersten Weigerung den Gürtel zog, um Harry zu verprügeln, knurrte Harry vor Wut auf und ballte seine Hände zu Fäusten. Mit wildem Geschrei stürzte er sich auf Vernon, stieß den Koloss zu Boden und setzte sich auf dessen schwabbeligen Bauch.
Harry war wie von Sinnen, erhob seine Fäuste und schlug zu. Immer und immer wieder, denn er konnte sich einfach nicht beherrschen. Zwar bemerkte er, dass Vernon versuchte sich zu verteidigen, seine Hände in Schutzhaltung vor sein Gesicht hielt, aber es behinderte Harry absolut nicht. Petunia kreischte und Harry schlug abermals zu. Egal wohin, er wollte nur treffen. Sich sozusagen dafür revangieren was der liebe Vernon mit ihm so angestellt hatte. Zuerst waren es Ohrfeigen, dann kam ein Kochlöffel zum Einsatz, der viel härter war. Dieser wurde von einem Ledergürtel abgelöst, der hart schnalzend auf Harrys nackten Rücken auftraf. Und wäre dies nicht zu viel des "Guten", versuchte Vernon in den letzten Ferien vor dem sechsten Schuljahr Harry zu vergewaltigen. Gott sei Dank war damals Petunia nach Hause gekommen, Harry war in Sicherheit. Wie er es schaffte die damaligen Ferien zu überstehen, das wusste er nicht.
Und dann war da noch Dudley, der meinte Vernons Nachfolger zu sein. Als Harry in den vorherigen Ferien übelst zusammengeschlagen wurde, lief das Fass über. Im sechsten Jahr dann, hatte er keine Zeit gehabt sich einen Racheplan auszudenken, doch seit dem er wieder hier war, loderte der pure und blanke Hass in ihm.
°°°°
Noch immer saß er auf Vernon, prügelte mit ungeahnter Kraft auf ihn ein, schlug und kratzte ihn. Das Schluchzen von Petunia drang an sein Ohr, doch das war Harry egal. Mit der Zeit merkte er schon, dass Vernon anscheinend bewusstlos geworden war, aber das kratzte ihn keinesfalls. Schritte erklangen hinter ihm, Harry wusste es Dudley war. Bevor dieser ihn jedoch angreifen konnte, hielt Harry inne, drehte seinen Oberkörper und knurrte Dudley mit Wut verzerrter Miene an. Sein Cousin zuckte zurück, pure Angst spiegelte sich in seinen Augen wider. Langsam aber sicher stand Harry auf, er schnaufte, sein Gesicht besaß eine gesunde Farbe. Mit zusammengekniffenen Augen starrte er zwischen Petunia und Dudley hin und her.
"Wenn einer von euch es nochmals wagen sollte mich anzugreifen, dann seid ihr geliefert, verstanden? Ab jetzt verstehe ich keinen Spaß mehr, ist das klar? Liebe Tante Petunia.", säuselte er zum Schluss falsch und steckte seine Hände in die Hosentaschen.
"Du wirst deine Hausarbeit zukünftig ohne mich verrichten müssen. Und du, Dudley, wirst mich nie wieder verprügeln. Egal mit wie vielen Typen du ankommst, ich werde gewinnen. Glaube mir.", knurrte er gefährlich, fletschte beinahe seine Zähne und spuckte Dudley angewidert vor die Füße.
"Und was Onkel Vernon angeht. Hm, er schlug mich mit verschiedensten Gegenständen, aber dass er mich vergewaltigen wollte war mir neu. Starrt mich nicht so an! Wusstet ihr denn nichts davon?", blaffte er in die geschockten Gesichter, holte tief Luft und fühlte pure Befriedigung in sich aufwallen. Gehässig fing er zu grinsen an.
"Oh ja, das wollte er. Doch Gott sei Dank kam seine ahnungslose Frau nach Hause, sonst hätte er es doch geschafft. Ich befürchtete schon, dass es so weiter gehen würde, aber jetzt reicht es mir. Dudley! Wenn dein Vater aufwachen sollte, bestell ihm schöne Grüße von mir, klar? Sag ihm, was ich euch gesagt habe. Von nun an lasst mich in Ruhe, geht mir nicht ja auf den Sack!" Mit diesen Worten stieg er einfach über den bewusstlosen, blutenden Vernon hinweg und verschwand die Treppen hinauf. Sprachlose Gesichter sahen ihm hinterher.
Wie es schien, hatten Harrys Taten und Worte ihre Wirkung nicht verfehlt. Sie ließen ihn tatsächlich in Ruhe und gingen ihm sogar aus dem Weg. Ab diesem Moment beschloss Harry sich zu ändern. Wo er damals seine Freizeit mit putzen verbrachte, gestaltete er sich diese neu. Es war ihm vollkommen egal, ob er bewacht wurde, oder nicht. Er musste hier raus! An einem sonnigen Sommertag lief er die Straßen entlang, rief den fahrenden Ritter herbei und ließ sich hin und her schaukelnd, oder unfreiwillig Frontscheibe küssend in die Zauberwelt bringen. Die Winkelgasse war seine Endstation, wo er sich so viel wie möglich an Geld verschaffen wollte. Die Kobolde bei Gringotts sahen ihn zweifelhaft an, doch Harry bestand darauf. Außerdem eröffnete er ein anderes Verließ, wo er das Geld nun ablegte. Er hatte keinen Bock darauf, dass Dumbledore noch länger seine schützende Hand über ihn hielt.
Gemütlich schlenderte er die Winkelgasse entlang, reckte sein Gesicht der Sonne entgegen. Er wirkte mit sich zufrieden, hatte sich lange nicht mehr so befreit gefühlt. Würden nun Todesser auftauchen, es wäre ihm scheiß egal. Er würde kämpfen, mit vollem Einsatz. Denn Harry wollte nur eines: leben! Wieso sollte er wegen einem machtgeilen Arsch namens Voldemort, Mörder seiner Eltern, sein Leben opfern? Na sicher nicht! Wie man so schön sagte, ging ihm Voldemort gewaltig am Arsch vorbei. Harry drehte seinen Kopf, schritt selbstsicher voran und bemerkte sein Spiegelbild in einem der Schaufenster. Seine Schritte wurden immer langsamer, er wendete und marschierte geradewegs auf das reflektierende Fenster zu.
Als er davor stand und sein Erscheinungsbild betrachtete, schüttelte er langsam seinen Kopf und schnaubte abfällig. Die Klamotten waren ausgeleiert und alt, schmutzig und abgetragen. Seine Haare hingen ihm in wilden Strähnen ins Gesicht, die Brille saß schief auf seiner Nase.
"Mann, ich seh´ echt scheiße aus.", nuschelte er seinem Spiegelbild zu und wusste sofort, wo er mit den Änderungen anfangen würde. Zuerst suchte er sich einen geeigneten Laden, der Jeans und sämtliche andere Klamotten verkaufte. Mit schnellen Schritten steuerte er darauf zu, schob die Türe an und hörte eine kleine Klingel die ihn begrüßte. Die Verkäuferinnen waren entzückt so einen berühmten Gast bei sich zu haben und wuselten auf ihn zu. Harry lächelte schmal, gab ihnen sofort eine Vorstellung seiner Ideen.
"Und scheuen Sie keine Kosten. Es ist egal wie viel ich bezahlen muss.", fügte er noch hinzu, die Verkäuferinnen waren hin und weg. Dies war für sie der Tag an dem Weihnachten und Ostern zusammenfiel. Eiligst suchten sie Jeans in verschiedenen Blau- und Schwarztönen zusammen, schnappten sich sämtliche Shirts und Hemden, brachten sie Harry sofort. Dieser war schon angetan von der neuesten Mode, studierte sie genau und grinste spitzbübisch. Neue Unterwäsche folgte, Socken, neue Schuhe. Eine Stunde später, gespickt mit dreitausend Mal umziehen und sich im Spiegel bewundern, schritt er neu eingekleidet aus der Kabine und strahlte die Ladys an.
"Die alten Sachen dürfen Sie gerne verbrennen.", grinste er schief, trat zur Kassa und gab zu verstehen, dass er alles nehmen würde. Pfeifend stolzierte er aus dem Laden, die Damen starrten ihm entzückt hinterher und hingen mit ihren Augen an Harrys kleinem, sexy Arsch. Harry brauchte sich auf der Straße nicht umsehen, um zu bemerken, dass sich sämtliche Köpfe nach ihm umdrehten. Außerdem hatte er schon ein neues Ziel im Visier. Breit grinsend lief er darauf zu, seine Ware schaukelte in den dazugehörigen Taschen wild hin und her. Abermals betrat er einen Laden, ein amüsiert drein sehender Junge kam ihm entgegen.
"Harry Potter, nehme ich frecher Weise an?", zwinkerte er gut gelaunt, Harry gluckste.
"Sollte ich dich fragen wie du mich erkannt hast?", scherzte er das erste Mal über seine Narbe.
"Die Augen waren es! Die hatten dich verraten!", lachte der andere, Harry schüttelte den Kopf und fing ebenfalls zu lachen an.
"Wie wahr, wie wahr."
"Also? Was kann ich für dich tun?", kam der Besitzer des Ladens auf das Thema zu sprechen, Harry überlegte.
"Eine Augenkorrektur wäre klasse. Ginge das?", fragte er nach, ein freudiges nicken folgte.
"Aber sicher doch! Mal sehen wie du ohne dem Ding aussiehst." Langsam kam er auf Harry zu, zog ihm die Brille von der Nase und pfiff.
"Heiß. Steht dir jedenfalls besser. Nimm Platz.", nickte er erfreut und Harry war Feuer und Flamme.
Harry war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis, nur seine Haare gingen ihm noch auf die Nerven. Natürlich hatte er sich schon verschiedene Frisuren ausgedacht, Zauber probiert, die jedoch zwecklos waren. Er konnte sein Glück kaum fassen, als er nun doch ein Geschäft fand, wo es wahre Künstler gab. Satte Strähnen verließen sein Haupt, weiche Hände gruben sich in seinen Schopf und formten ihn neu. Und Harry staunte.
°°°°
"Harry Potter! Das Essen ist fertig!", schallte es von unten, Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen. Schade eigentlich. Endlich hatte er angenehme und nun wurde er wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt. Seufzend stand Harry auf, durchquerte sein kleines Zimmer und schloss die Türe von außen. Sein Koffer stand startklar bereit, Hedwig saß friedlich neben ihrem Käfig und freute sich besonders. Harry hatte natürlich schon die Bücher eingekauft und sich neue Schulkleidung, Roben und Festumhänge besorgt. Ja, dieser Tag war absolut sagenhaft gewesen!
Als er leise die Stiegen hinab schritt, huschte ein sagenhaftes Lächeln über seine Lippen. Harry hatte damals auch noch etwas anderes entdeckt. Vor langer Zeit leider durch Zufall, doch diesmal mit festem Willen: die Nokturngasse. Wunderbare schwarze Magie präsentierte diese, zog den Auserwählten magisch an. Die starrenden, sehr mysteriösen Leute waren ihm egal, er kaufte sich die Bücher die ihn interessierten. Der Besitzer des Ladens wunderte sich natürlich, doch als das Geld stimmte, wurde er immer freundlicher und beriet Harry wo es ging. Anscheinend wusste er nicht wen er vor sich hatte. Ob es daran lag, dass Harry einen Zauber auf seine Narbe legte, damit es keine unangenehmen Fragen gab?
°°°°
"Onkel Vernon, du bist doch sicherlich so nett und bringst mich zum Bahnsteig?", säuselte Harry lieblich, doch verbarg sich eine deutliche Drohung dahinter.
"N- Natürlich.", stotterte der Dicke eingehend, Dudley verhielt sich ruhig. Zu komisch wie sich Menschen änderten, wenn andere es taten. Während der Ferien, nachdem er den ersten Schritt in ein neues Leben wagte, entdeckte er durch Zufall ein Trainingsstudio, wo er sich gleich anmeldete. Harry lief morgens immer seine Runden, welche mit der Zeit ausgedehnter wurden. Doch dies alles wurde langweilig und Harry wollte mehr.
Als er im Trainingsstudio an einem der Übungssäle vorbeiging, trainierte gerade jemand darin, boxte in die Luft. Harry wurde neugierig, stieß die Türe auf und fing mit dem verschwitzten Trainer ein Gespräch an.
"Na endlich kommt mal einer!", schwang er seine Arme in die Luft, sein Gesicht war vor Anstrengung ziemlich rot angelaufen.
"Weißt du, ich bin ziemlich verschrien, aber nur weil ich sehr hart trainiere.", keuchte er außer Atem, Harry war nicht unbedingt beeindruckt.
"Na das will ich sehen.", gab Harry selbstsicher von sich, der Trainer sah ihn neugierig an.
"Erik Winter. Und du bist?"
"Harry Potter."
"Sehr angenehm!" Beide reichten sich die Hände, tauschten einen harten Druck aus.
"Du kannst Kickboxen?", fragte Erik nach, Harry schüttelte den Kopf.
"Nein, nicht das ich wüsste.", grinste er schief, Erik tat es ihm gleich.
"Jetzt noch nicht. Aber wenn du durchhältst garantiere ich dir, dass du es in vier Wochen kannst.", zwinkerte er ihm zu, Harry überlegte ein klein wenig.
"Ja, die Zeit habe ich. Also? Gehen wir es an?"
Seit diesem Treffen trainierte Harry hart. Holte sich Muskelkater, Zerrungen, fluchte laut, gab allerdings niemals auf. Erik bewunderte seinen Ehrgeiz und bildete ihn weiterhin aus. Endlich hatte er einen Schüler der auch durchhielt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und darauf war Erik stolz.
°°°°
Harry grinste. Ja, Dudley hatte sehr wohl gemerkt, dass Harry etwas an Muskelmasse zulegte, nicht mehr so dürr war. Natürlich war dies auch Petunias Verdienst, die sich Mühe gab für Harry ein jedes Mal ein besonderes Mahl zu kochen. Harry gab ihr strikte Anweisungen was er gebrauchen könnte, blieb jedoch immer höflich. Petunia wunderte dies, allerdings tat sie es. Dudley aß auch mit und kam nicht darum herum es gut zu finden. Sogar er verlor einige Pfunde, worüber er sich freute. Selbstverständlich gab er es nicht zu und konnte Harry trotz allem weiterhin nicht leiden.
"Wann soll es losgehen?", fragte Vernon nach, Harry lugte auf die Uhr.
"In einer halben Stunde wenn es Recht ist."
"Und wo wirst du schlafen? Ich meine, geht der Zug nicht erst morgen?", haspelte Vernon weiter, Harry lehnte sich zurück und besah ihn sich mit vollkommener Gleichgültigkeit.
"Hm, das lass mal meine Sorge sein, Onkel Vernon. Ich sehe dir doch von tausenden Metern Entfernung an, dass du dich freust mich los zu werden. Also freue dich gefälligst darüber.", vermittelte Harry tonlos, Vernon nickte.
"Gut. Mach dich dann bereit.", war sein letzter Kommentar, welcher durchaus freundlich rüber kam. Er hoffte Harry niemals wieder sehen zu müssen und dieser Wunsch wurde ihm glatt erfüllt. Die Türe knallte, der Wagen fuhr davon und Harry schloss ein weiteres, sehr lästiges Kapitel seiner Vergangenheit ab. Langsam glitt er in Gedanken, Hedwig fiepte. Wo sollte er übernachten? Ein kleines Lächeln lag auf seinen Lippen, Harry schnappte sich seine Sachen. Mit schnellen Schritten steuerte er auf sein Ziel zu, welches er natürlich in und auswendig kannte.
"Hallo Tom!", begrüßte Harry ihn lächelnd, Angesprochener hob sofort seinen Kopf hoch.
"Harry Potter? Harry Potter! Schön dich wieder zu sehen! Mensch, Harry! Beinahe hätte ich dich nicht wieder erkannt?", kicherte er leise und drehte sich zur Wand, an der sämtliche Schlüsseln hingen.
"Die Königssuite, wie immer?", drehte Tom seinen Kopf über die Schulter ihm zu und lächelte mit unrasierten, eingefallenem Gesicht, sowie einem schwarzen Zahn.
"Ja, klar!", prustete Harry los und hielt sich kurzzeitig an den Tresen fest. Von wegen Königssuite! Modrig war sie, altmodisch, und besaß im normalen Fall nicht einmal ein komfortables Bett! Für eine Nacht war das Zimmer gerade einmal gut genug. In diesem Moment des stillen und lächelnden Schweigens, vollkommen mit seinen Gedanken wo anders - schritt der nächste Gast ein und wanderte mit seinen Augen die Eingangshalle ab. Etwas nachdenklich musterte er die Gestalt, welche ihn noch nicht bemerkt hatte. Woher kam ihm dieser junge Mann denn nur so bekannt vor?
"Hier, Harry! Dein Schlüssel! Ich denke nicht, dass ich dir noch erklären muss wo es liegt?", schmunzelte Tom, überreichte den schäbigen Schlüssel, Harry zuckte mit den Schultern.
"Nein, nicht nötig, Tom. Wenn du in einigen Tagen allerdings noch immer nichts von mir hörst, dann habe ich mich wahrscheinlich doch verlaufen. Bis dann, Tom!", hob Harry zum Gruße die Hand, legte sie danach mit Schwung um den Griff des Käfigs - ein Lachen von Tom diente als Antwort. Die andere Hand zog den Koffer hinter Harry her. Der neue Gast riss die Augen auf, sein Herz klopfte hart in der Brust. Nein! Das konnte unmöglich wahr sein! Dies sollte Potter sein? Der ebenso junge Mann stand noch immer ratlos beim Eingang, doch änderte er diese Tatsache rasch. Mit hartem und entschlossenem Blick marschierte er beim Tresen vorbei, sein Blick war allerdings auf Potter gerichtet.
"AH! Mister Malfoy! Hier! Ihr Schlüssel!", erfreute sich Tom, schnappte sich diesen und warf ihn dem Blonden zu. Ohne darauf zu achten, schloss sich Dracos Hand nach dem Fang zu einer Faust, seine Schritte wurden immer schneller.
"Danke, Tom.", brachte er mühsam hervor, jagte Harry hinterher.
"Keine Ursache." Tom seufzte und schüttelte den Kopf. Malfoy und Potter, Eis und Feuer. Es würde niemals anders sein.
"Potter!", erklang eine Stimme hinter Harry, der Angesprochene blieb im schäbigen und muffigen Gang stehen, seufzte, rollte die Augen und legte langsam seinen Kopf leise aufstöhnend in den Nacken.
"Malfoy.", murmelte er ohne sich umzudrehen und marschierte sogleich weiter.
"Ich rede mit dir! Bleib stehen!", fauchte Draco ihm hinterher, bald hatte er ihn eingeholt.
"Und wenn nicht?", fragte Harry ihn unbekümmert, ein harter Griff legte sich um seinen Oberarm. Kurz spannte Harry seinen Muskel an, die Hand schnellte zurück. Nicht, dass er jetzt mit Muskeln hart bepackt wäre, athletisch und definiert waren der richtige Ausdruck. Es lag eher daran, dass Draco Malfoy ein wenig darüber erstaunt war. Langsam ließ Harry den Käfig sinken, stellte den Koffer ab und drehte sich zu dem Blonden umher.
Als sich ihre Blicke trafen, hingen sie ineinander, ihre Miene schien gegenseitig ausdruckslos. Im Inneren sah es jedoch anders aus. Ein heißer Blitz schoss durch ihre Körper, bei der Erkenntnis, dass ihr Gegenüber verflucht heiß aussah. Während sich Harry über diesen Gedanken amüsierte, schrie innerlich Dracos kindliche Seite auf, kreischte und lief überstürzt davon. Zu dumm, dass seine Füße irgendwie am Boden festklebten. Die Lösung wäre einfach die Füße zu heben, doch wenn kein Gedanke vom Gehirn kam, wussten selbst die Füße nicht was sie tun sollten.
"Also, Malfoy? Was kann ich für dich tun?", lächelte Harry leicht, seine schön geschwungene Augenbraue zuckte ein klein wenig nach oben. Dracos Herz raste, sein Atem wurde langsam aber sicher flacher. Das sollte Potter sein? Niemals!
"Was tust du hier!", schnarrte er leise, Merlin sei Dank, die Maske und die Frisur saßen.
"Hm, was tut man wohl in einem Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit? Vielleicht übernachten... Malfoy?", fragte er ihn scheinheilig, Dracos Nasenflügel bebten, die Hände fanden sich in Form von Fäusten wieder.
"Verarsch dich selber, Potter! Ich will wissen was du JETZT schon hier tust!", brauste er auf, Harry räusperte sich.
"Hab´s versucht, ist nur halb so lustig. Und was den Zeitpunkt angeht, Malfoy, das kann dir gleich sein. Lass mich einfach in mein Zimmer verschwinden und du geh in deines. Dann brauchen wir uns nicht mehr zu sehen. Im Zug darfst du dann wieder zu mir kommen und mir kräftig auf die Eier gehen - versprochen!", gab er sich hell erfreut, nickte kurz und wild, legte danach ein gleichgültiges Gesicht auf. Draco zeigte wütend mit dem Finger Richtung Eingangshalle.
"Du kannst deinen Arsch gleich einmal wieder in die andere Richtung schieben. Denn wenn ich so ein hässliches Narbengesicht, und Halbblut dazu, in meiner Nähe habe, störst du mich sehr wohl! Ich will keinen Abschaum in meiner Nähe wenn ich mein Schlafgemach betrete!", zischte Draco voller Hass, seine Augen loderten besonders.
"Kein Interesse.", zuckte Harry desinteressiert mit den Schultern, schnappte sich Käfig und Koffer, marschierte einfach weiter. Kurzzeitig erlaubte es sich Draco ein wenig fassungslos zu wirken, fing sich jedoch rasch wieder.
"Verzieh dich, Potter!", keifte er wild darauf los.
"Ach leck mich doch.", seufzte Harry, war endlich angekommen.
"Sicher nicht, sonst sterbe ich noch an deinen Ausdünstungen und Geschmack. Du bist wirklich eine kranke Sau.", zischte Draco angewidert, Harry lachte laut auf. Belustigt stellte er alles hin, drehte sich leicht zu Malfoy und betrachtete ihn von oben bis unten - genüsslich.
"Du, Malfoy? Ich glaube, ich muss dich darüber informieren, dass ich nicht vom lecken speziell gesprochen hatte. Man sieht meine Aussage eigentlich als einen Spruch an, nicht als Aufforderung. Ich bin mir sicher, du hattest schon einmal etwas davon gehört? Wenn du allerdings darauf bestehst, muss ich dich leider enttäuschen. Ich stehe darauf erst vorne geleckt zu werden, bevor ich meinem Partner das Vertrauen schenke es auch mit meinem Arsch zu tun. Verstanden?" Harry lächelte zuckersüß, griff in den Hosensack und fischte nach seinem Schlüssel. Gemächlich steckte er ihn ins Schloss, dieses Geräusch war überdeutlich wegen der andauernden und peinlichen Stille. Dracos Kinnlade lag am Boden.
Als Harry aus Dracos Sichtfeld verschwand, brauchte er zwei lange Schritte, um ins Zimmer abbiegen zu können. Wütend baute er sich im Türrahmen auf.
"Was glaubst du eigentlich wer du bist, Potter? Ich kann absolut nicht verstehen woher du dieses Selbstbewusstsein nimmst! GOTT, du bist so hässlich wie die Nacht, ich könnte kotzen wenn ich dich sehe! Was hast du bloß für Sachen an! Hätte mir niemals denken können, dass du dich noch hässlicher machen kannst!", blaffte er los, trat immer mehr ins Zimmer ein. Harry hörte sich alles stumm und ausdruckslos an, trotz der Entfernung bemerkte Draco in Harrys Augen ein kurzes Aufflammen von Schmerz. Kurz darauf tat Harry wieder so, als wäre es ihm vollkommen unwichtig. Langsam schritt er zum Spiegel, ließ seinen Blick schweifen.
Er sah einfach nur heiß aus! Schwarze, enge Jeans, Hüfen schmiegend, stachen in sein Blickfeld. Durch die Farbe wirkten die Beine länger und noch schlanker. Muskelstränge zeichneten sich deutlich ab, sein blutrotes Shirt lag sehr eng an seinem wohlgeformten Oberkörper. Harry war mehr als nur ein Hingucker. Wenn man ihn sah, lief einem das Wasser im Mund zusammen und ließ jeden zu einem gehirnlosen Affen mutieren. Harry seufzte und betrachtete sein Gesicht. Fein geschnitten, sinnlich, männlich. Grüne, blitzende und schöne Augen strahlten ihn an, das pechschwarze Haar glänzte modern mit Blaustich versehen. Abermals sah er zu Draco, der irgendwie unsicher wirkte.
"Sehr schade! Dachte ehrlich, dass ich gut aussehen würde. Mein Arsch..", hier zeigte er ihn seinem Spiegelbild, streckte ihn heraus, "ist eigentlich sehr klein und fest. Bin mir sicher, dass ihn einige heiß finden werden. Und trainiert habe ich ebenso. Ich mag es nicht dürr zu sein. Meine Haare können sich endlich sehen lassen und ohne Brille bin ich ein neuer Mensch! Tja, Geschmäcker sind eben verschieden.", wurde er zum Schluss immer leiser, drehte sich wieder gleichgültig zu seinem Spiegelbild.
"Stimmt, Geschmäcker sind verschieden. Und deiner ist scheiße. Ebenso dein generelles Aussehen.", schnarrte Draco, allerdings suchte sein Blick dauernd Harrys Körper ab. Dracos Augen wurden groß, als Harry sich das Shirt auszog, es in die Ecke pfefferte und seinen Oberkörper bestaunte. Zarte Muskelpartien zeichneten diesen aus, Harry fand es nicht schlecht. Da Draco jedoch weiterhin nichts sagte, sah Harry ihn wieder an, zog eine Augenbraue hoch.
"Was ist? Du scheinst beinahe so, als würdest du sabbern. Allerdings glaube ich schon, dass ich mir das nur einbilde. Des Weiteren befindest du dich noch immer in meinem Zimmer. Lautete deine Devise denn nicht: Je weiter weg von Potter, desto besser und reiner ist die Luft? Steh nicht so rum, verschwinde endlich!" Harry grinste hart, Draco fing zu schnauben an. Der Blonde lief rot an, bebte vor Zorn. Er war blamiert! Einfach so bloßgestellt! Harry hatte nicht einmal Luft geholt, da war Draco auch schon Türe zuknallend verschwunden.
"Versteh mal einer Malfoy.", schüttelte Harry seufzend den Kopf, während Draco fluchend im Zimmer auf und abging.
°°°°
Der nächste Tag kam schnell und Harry war startklar. Obwohl es noch ziemlich zeitig war, konnte er vor Aufregung kaum schlafen und wachte deshalb früh auf. Die Dunkelheit ließ alle Bewohner noch immer schlafen, doch die Freude auf die Schule machte Harry munter. Noch etwas benommen stolperte er aus dem Bett, ging duschen, zog sich frisch an und legte alles bereit. Er überprüfte seinen Koffer, fütterte Hedwig und schon ging es los. Tom sah ihn ziemlich verdattert an, da Harry mehr als ausgeruht schien. Er selber brauchte Zahnstocher, damit er seine Augen offen hielt. Wie machte der Junge das bloß?
"Hier, dein Schlüssel! Machs gut, Tom! Bis vielleicht irgendwann einmal!", rief Harry ihm hinterher, Tom winkte ihm verdutzt nach.
"Ja, mach´s gut, Harry!"
Der scharlachrote Zug lag im Nebel, aus seinem Schornstein qualmten bereits die ersten Dampfwolken. Harry schnaufte zufrieden und lächelte. Keine Sau am Bahnsteig. Wie schön. Mit eiligen Schritten stieg er hinein, suchte eines der Kabinen auf und schob seinen Koffer vor seine Füße. Hedwig wurde ihm vorhin abgenommen, was ihm nur Recht war. Sehr neugierig öffnete er den Koffer, stöberte herum und fand schließlich das Gesuchte. Danach schloss er ihn wieder, hievte ihn hoch und setzte sich mit einem ächzen. Freudig schnappte er sich das dicke Buch, welches vor schwarzer Magie nur so strotzte. Bewundernd öffnete er es und fing darin zu lesen an.
Die Sonne ging auf, der Bahnsteig füllte sich langsam. Schüler verabschiedeten sich von ihren Eltern, Rufe erklangen, Schritte hetzten zum Zug. Darunter befanden sich auch Hermine und Ron, die mit Harry in einem regen Briefwechsel standen. So hielten sie Kontakt und wussten von den Geschehnissen Bescheid. Während Ron dies las, jauchzte er - Hermine hingegen machte sich Sorgen. Ob Harry sich all zu heftig verändert hatte? Suchende Augenpaare streiften den Bahnsteig ab, doch Harry blieb verschwunden.
"Komm schon, Ron. Gehen wir. Vielleicht ist Harry schon eingestiegen?", versuchte es Hermine, Ron schnaubte.
"Der und früher kommen? Wo lebst du? Auf dem Mond?", gab Ron von sich, Hermine knurrte.
Allerdings folgte er ihr, während Hermine beschloss kein Wort mit ihm zu wechseln. Ron war ein Tölpel durch und durch und meist der Elefant im Porzellanladen. Was sie nur an ihm fand? In Gedanken versunken stieg sie die Stufen hoch, suchte die Abteile ab. Schließlich fand sie Harry, ihr Gesicht strahlte vor Freude. Mit einem Ruck zog sie die Türe zur Seite.
"Harry!", rief sie lachend aus, Harry sah hoch und grinste schief.
"Hallo Mine!", begrüßte er sie, nickte ihr zu. So wurde er umarmt, bekam einen Kuss auf die Wange und sah zu wie sie sich zu ihm setzte. Interessiert sah sie auf sein Buch, während Ron ins Abteil platzte.
"Hey Kumpel! Boah Mann! Stark siehst du aus!", brachte er staunend hervor, Hermine seufzte.
"Ja, das tut er. Du siehst echt sehr gut aus, Harry!", kicherte sie los, pure Bewunderung stand ihr ins Gesicht geschrieben.
"Hallo Ron! Danke, Leute!", lachte Harry erleichtert, auch Ron kam näher.
"Was liest du denn da?", fragte er sofort, Harry tat so, als ob er überlegen würde.
"Wie wäre es mit einem Buch?", kicherte er leise, Ron zog eine Schnute.
"Mann, du weißt was ich meine!", rief er aus, rutschte ihm gegenübersitzend näher.
"Schwarze Magie? Aber Harry!", machte sich die neugierige Hermine Sorgen, sah ihn dementsprechend an.
"Schwarze Magie, Alter?", keuchte Ron entsetzt, Harry rollte mit den Augen.
"Ist doch nichts Schlimmes dabei! Weiße Magie ist gut, aber die schwarze hat mehr Tricks auf Lager. Außerdem täte es mir nicht schlecht sie zu können.", klärte er sie auf, Ron brummte und nickte sofort.
"Glasklar, Kumpel. Das verstehe ich. Schließlich musst du ja die Welt retten.", stimmte er ihm zu, Harry schnaubte kurzzeitig.
"Hat Ron Recht? Willst du es tatsächlich lernen, um gegen Voldemort siegen zu können? Aber Harry! Schwarze Magie ist gefährlich!", versuchte sie ihn zur Vernunft zu bringen, doch Harry blockte ab.
"Erstens: Ich will nicht mehr in den Krieg ziehen. Sollen die beiden doch ihren beschissenen Krieg alleine führen. Ich habe die Schnauze voll, ehrlich. Mich fragte damals auch niemand ob ich es wollte! Ich habe mir bereits einen Plan zu Recht gelegt, wie ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen kann.", gab er die Neuigkeiten weiter, machte beide damit kurzzeitig sprachlos.
"Aber das kannst du doch nicht machen!", regte sich Hermine panisch auf, befürchtete, dass Voldemort den Sieg davontragen würde. Natürlich verstand sie Harrys Situation, aber wer rettete dann die Zauberwelt?
"Und ob ich das kann, Mine. Aber keine Sorge, Voldemort wird uns niemals gefährlich werden. Das verspreche ich dir." Hermine setzte zur Antwort an, da unterbrach Ron sie.
"Scheiße! Wir müssen los, Mine!", rief er aus, hastig stand Harrys beste Freundin auf.
"Wir sprechen nochmals darüber.", gab sie leise von sich, Harry seufzte nur.
"Ja, ja. Bis dann.", verabschiedete er sie, waren die beiden zu Vertrauensschüler gewählt worden. Das letzte Jahr war eben etwas Besonderes und auch Regelungen wurden in diesem letzten Schuljahr erweitert.
°°°°
Eine ganze halbe Stunde verging und Harry fühlte sich in eine andere Welt versetzt. Sein Gehirn nahm ein jedes Wort auf, pure Neugierde ließ ihn von Seite zu Seite wandern. Aus diesem Grund nahm Harry nichts mehr wahr, nicht einmal wie sich die Türe öffnete und eine andere Person eintrat.
"Sieh an, sieh an! Potter! Schon wieder!", schnarrte Malfoy, zog die Türe zu und setzte sich ohne Aufforderung Harry gegenüber. Als er in der Früh aufgestanden war und Tom den Schlüssel übergab, hatte er sich sofort über Potter erkundigt. Als Tom ihm sagte Potter hätte ausgecheckt, wirkte Malfoy ein wenig verdutzt. So etwas sah Potter doch niemals ähnlich, war er immer einer der zu spät kam.
"Malfoy.", seufzte Harry ohne aufzusehen und las einfach weiter. Die Konzentration hingegen verschwand immer mehr. Was wollte Malfoy hier?
"Was willst du?", meinte Harry desinteressiert, hob seinen Blick und ließ ihn über Draco schweifen. In der Tat, Malfoy hatte sich verändert, war in Harrys Augen noch hübscher geworden. Wenn der Blonde den Mund hielt, konnte man ihn sogar als atemberaubend schön betiteln. Wie gesagt, nur bis zu dem Moment, bevor Malfoy diesen aufmachte. Dann verblasste die Wirkung sofort.
"Nach was sieht es denn aus? Wo sind denn Schlammblut und Wiesel?", sah er sich übertrieben neugierig um, Harry seufzte und rollte mit den Augen.
"Da du anscheinend kein Vertrauensschüler geworden bist, kannst du auch nicht wissen wo sie sich gerade befinden. Sie sind es jedenfalls.", gab Harry ihm zu verstehen, Draco zog eine Augenbraue hoch.
"Wiesel ist Vertrauensschüler? Bei Schlammblut konnte ich es mir schon denken, aber bei Wiesel? Standen alle unter Drogen, als sie das Urteil fällten?", schnarrte Draco weiter, lachte gehässig auf, Harry nervte dieses Gehabe eingehend.
"Kann dir doch egal sein. Eifersüchtig?", grinste Harry kurz aufsehend, Draco verzog sein Gesicht.
"Ich und eifersüchtig? Sicher nicht.", blaffte er leise, Harry lachte kurz auf.
"Wo sind denn deine Gorillas?", fragte er interessiert, Draco schnaufte.
"Nicht hier wie du siehst. Außerdem geht es dich nichts an."
"Ach so! Sie hatten dich verlassen und nun fühlst du dich einsam. Deshalb gehst du mir auf den Senkel, weil dich keiner will, was?", stichelte Harry, Draco fühlte abermals Wut aufkeimen.
"Ich brauche sie nicht! Ich kann dich auch alleine ärgern, brauche niemanden der mich bemuttert.", zischte er los, Harry nickte.
"Siehst du! Bei mir ist es genauso! Schön wenn man mal alleine ist, oder, Malfoy?", versuchte es Harry im Guten, Draco überlegte. Er wusste selber nicht, wieso er Potter dauernd aufsuchen musste, aber irgendwie war er an Harry Potters Veränderung interessiert. Natürlich hatte er versucht ihn zu ärgern, aber Harry schien alles, was er ihm je ins Gesicht spuckte, nicht zu beeindrucken. Zugegebener Weise ärgerte dies Malfoy mehr denn je. Er wollte Potter auf die Palme bringen, aber wie?
"Was liest du da für ein Buch?", fragte er unvermittelt, da er nicht wusste was er sonst sagen sollte. Schon schlimm, aber leider wahr. Es war das erste Mal, seit ihrem Treffen, dass der veränderte Harry Potter ihn sprachlos werden ließ - mehrmals. Peinlich, peinlich.
"Schwarze Magie.", antwortete Harry, las einfach weiter. Draco hob erstaunt die Augenbraue an, wollte bereits etwas sagen. Doch dann hielt er inne, denn Harry zückte seinen Zauberstab, richtete ihn zu Boden.
"Spinnst du, Potter? Was soll das!", rief Draco aus, irgendwie war er verwirrt. Potter und schwarze Magie?
"Halt die Klappe, ich versuche einen Zauber.", murmelte Harry konzentriert, Draco schnappte nach Luft. Er wollte nicht dabei sein, wenn Potter das Abteil in die Luft sprengte, doch fühlte er sich wie gelähmt. Harry murmelte eine Formel, ein kleiner Strudel entstand. Blaue Blitze zuckten, formten sich zu einer Eiskugel, welche aufstieg und jetzt mittig im Abteil schwebte. Beide keuchten los, kniffen die Augen zusammen, als ein grelles Licht die Kugel explodieren ließ. Danach war es still, nur ein kleines Poltern und zischen war zu hören. Neugierig öffneten sie die Augen, sahen sich um. Am Boden lagen die restlichen und rauchenden Stücke der Kugel, Harry seufzte. Malfoy fing lauthals zu lachen an, hielt sich den Bauch.
"Was.. was sollte das denn werden, Potter!", japste er los, Harry grummelte.
"Ein Drache, ein kleiner versteht sich. Mist aber auch, hat nicht geklappt. Schätze, ich muss noch mehr üben."
"Und wozu?", wischte sich Draco die Lachtränen aus den Augenwinkeln, machte es sich gemütlich. Harry knurrte.
"Weil ich es eben so will! Schwarze Magie ist interessant, Ende der Erklärung.", zischte Harry säuerlich, Dracos Grinsen nahm zu.
"Du wirst es nie schaffen, Potter.", schnarrte Draco sicher, Harry sah ihn wütend an. Draco blickte einfach weg, sah desinteressiert und hochmütig aus dem Fenster. Seine Miene veränderte sich schlagartig, seine Augen wurden groß.
"Po... Potter? Siehst du das auch?", fing er zu keuchen an, Harry runzelte die Stirn. Was meinte Malfoy? Seinem Blick folgend, sah er aus dem Fenster, sprang auf. Ein mittelgroßer Drache flog draußen umher, spie Feuer und verbrannte somit einige Wipfel der umstehenden Bäume. Der goldene Drache versuchte mit dem Zug mitzuhalten, spähte mit zu Schlitzen verengten Augen immer wieder zu Harrys Fenster, kam immer näher.
"Oh Scheiße!", rief Harry aus, zielte mit dem Zauberstab auf das Fenster.
"Potter, du Idiot!", stieß Draco hervor, rammte ihn, so dass Harry wieder auf die Sitzbank zurückgeworfen wurde. Danach schob er das Fenster hoch, zog selber seinen Zauberstab und schrie laut eine Formel. Der Zauber brach aus der Spitze des Zauberstabs, traf den wütenden Drachen und schon löste sich dieser in sprühenden Funken auf. Seufzend schloss er das Fenster, setzte sich hin und deutete Harry schnell das Buch verschwinden zu lassen. Hektik brach außerhalb des Abteils aus, Schritte erklangen. Als die Türe zu Harrys Abteil aufgerissen wurde, sah ein panisch aussehender Drittklässler herein.
"Habt ihr diesen Drachen gesehen?", kreischte er los, Harry und Draco machten eine desinteressierte Miene.
"Drachen? Von was träumst du denn nachts, Kleiner? Wo denn?", schnarrte Draco, erhob sich galant und sah suchend aus dem Fenster.
"Na dort!", rief der Junge aus, zeigte auf das Fenster, kam ins Abteil und starrte mit offen stehendem Mund hinaus.
"Aber.. der war doch noch gerade..."
"Mann, verzieh dich ganz schnell und störe uns gefälligst nicht!", zischte Draco, der andere Schüler wich ängstlich zurück und verschwand aus dem Abteil. Harry grinste leicht, Draco starrte ihn an.
"WAS!", blaffte er los, Harry lehnte sich amüsiert zurück.
"Du hast mir geholfen! Malfoy! Wieso das denn? Du beherrscht schwarze Magie?", fragte er ihn interessiert, Draco wirkte kurzzeitig von der Rolle.
"Ja, stört es dich?", schnarrte er leise, Harry schüttelte sofort den Kopf.
"Im Gegenteil!", lachte Harry los, seine Augen blitzten. Draco runzelte die Stirn, sah Harry Potter zweifelnd an und schritt langsam zur Türe.
"Glaube jetzt ja nicht, dass wir Freunde sind, Potter! Ich hasse dich weiterhin, du Loser! Ich half dir nur damit wir nicht beide in eine beschissene Lage kommen! Stell dir vor, es würde publik werden, hm? Dann würden wir beide von der Schule fliegen! Wenn es nur dich treffen würde hätte ich keine Einwände. Wir sehen uns, Potter.", giftete er weiter, verschwand aus dem Abteil. Harry sah ihm hinterher, lächelte schmal.
"Du bist mir noch immer ein Rätsel, Malfoy. Weißt du eigentlich was du willst?", flüsterte Harry leise ins Abteil, verriegelte es eingehend und schnappte sich abermals sein Buch. Zu dumm, dass der Drache doch erschienen war, zumindest so auffällig. Wie es aussah, musste er weiterhin üben und so viel wie möglich lesen.
°°°°
Stunden später traf der Zug ein, Hermine und Ron hatten Harry gerade noch eingeholt. Die Besprechung hatte ziemlich lange gedauert und somit waren sie dem Stress verfallen. Keuchend kamen sie bei Harry an, stiegen gemeinsam mit ihm in die Kutsche ein. Seamus und Dean, sowie Neville folgten, pfiffen leise bei Harrys Anblick. Bisher hatten sie ihn nicht zu Gesicht bekommen, sich natürlich gewundert. Eine rege Unterhaltung begann und Harry musste natürlich lachend Frage und Antwort stehen. Ein einziger Blick reichte jedoch aus, um Hermines Miene zu deuten. Das Thema dunkle Magie war noch nicht vom Tisch.
Blaise Zabini, Draco Malfoy, Pansy Parkinson sowie die beiden Gorillas schlenderten dem Gryffindor Team hinterher, spotteten über sie. Besonders Draco, dem bei Harrys letzter Begegnung leider nichts Glorreiches eingefallen war. Er schämte sich dafür, verfluchte sich im Stillen selber. Noch nie war ihm dies passiert, wieso ausgerechnet jetzt? Blaise lachte ihn wieder einmal aus, was ihn ebenso auf die Palme brachte.
"Mann, Draco! Was ist denn mit dir los!", lachte er weiter, schlug dem maulenden Draco auf die Schulter.
"Ja! Draci! Was hast du denn? Hat dich Potter schon wieder geärgert? Armes Hasi!", trällerte Pansy los, Draco rollte genervt mit den Augen.
"Klar hat er genervt, was denn sonst!", regte sich Draco auf, doch Blaise war noch etwas anderes an Draco aufgefallen. Irgendwie schien er über etwas nachzudenken und wenn die Zeit gekommen war, würde er Draco natürlich ausfragen. Ihnen allen war Harrys Veränderung natürlich aufgefallen, wobei Blaise die meisten Kommentare abgelassen hatte. Draco hingegen schnaubte immerzu, versteifte sich darauf, dass Potter weiterhin Potthässlich war.
°°°°
Die große Halle füllte sich immer mehr und Harry plauderte ausgelassen mit seinen Freunden. Sämtliche Blicke richteten sich auf den veränderten Harry, dem es trotz allem egal war. Alles was er wollte war frei zu sein und dieses Ziel würde er sich erfüllen. Neue Schüler kamen hinzu, die alljährliche Zeremonie begann und verteilte sie in verschiedene Häuser. Klatschen und Johlen begleitete die Aufteilung, während Dumbledore sich sichtlich wohl fühlte.
"Ach, Harry? Ist dir bewusst, dass Malfoy dauernd hersieht?", mampfte Ron neben Harrys Ohr, als das Essen aufgetischt wurde und alle kräftig zulangten.
"Wie? Oh! Tatsächlich? Er ist manchmal süß, oder?", kicherte Harry, Ron verschluckte sich fast.
"SÜSS? Sag mal, spinnst du, Harry? Was ist denn nur mit dir los?", blinzelte er schockiert, Harry grinste von einem Ohr zum anderen.
"Lies meine Briefe, und zwar richtig. Dann weißt du was mit mir los ist. Ich will nicht mehr der alte Harry sein und mein Leben genießen. Wenn ich was gut finde, sage ich es auch. Dasselbe gilt auch, wenn ich was sehr schlecht finde. Du kannst mich beim Wort nehmen. Außerdem bin ich an Malfoy interessiert. Hätte ich selber niemals gedacht! Aber als ich ihn gestern Abend das erste Mal seit langem sah, da...", fing Harry zu schwärmen an, Ron japste nach Luft. Hermine starrte ihn fassungslos an.
"Ist das dein Ernst, Harry? Seit wann bist du denn schwul? Ich meine, das ist Malfoy! Ja, er sieht nicht übel aus, aber er ist ein Slytherin! Der Sohn eines Todessers! Er hasst dich und du ihn! Außerdem seid ihr schon seit Jahren Feinde!", warf Hermine ein, sie schien ein wenig verwirrt zu sein. Sämtliche Schüler die in ihrer Nähe saßen, betrachteten Malfoy eingehend, dem das auf einmal bewusst wurde. Etwas verärgert senkte er seinen Blick, stocherte im Essen umher und wurde von Blaise wieder einmal aufgezogen. Ein Klaps auf Blaise Hinterkopf folgte, der Dracos besten Freund schmollen ließ, während Draco leise zu keifen anfing.
"Tja, weißt du, Hermine....", fing Harry an und holte tief Luft. Neville, Seamus und Dean beugten sich interessiert vor, Ron schüttelte immer wieder seinen Kopf und nuschelte vor sich hin, dass dies sowieso nur ein Traum wäre.
"Ich weiß nicht, ob man das als schwul bezeichnen könnte. Immerhin hatte ich noch nie etwas mit einem Jungen. Ich bin der Meinung, dass ich es ausprobieren sollte. Als ich ihn gestern sah, da spürte ich ein gewisses Verlangen. Meiner Meinung nach knisterte die Luft geradezu. Auch wenn er mich nur beleidigte, er lief mir dauernd hinterher. Er hasst mich? Wen kümmert es? Vielleicht ist es doch ganz anders und wenn nicht, dann ändere ich es eben. Ja, wir sind seit Jahren Feinde, es wird also Zeit diese Tatsache zu ändern. Noch Fragen?", wandte sich Harry einer sprachlosen Hermine zu, Seamus grinste breit und Dean glotzte nur. Neville stotterte herum, brachte aber kein vernünftiges Wort heraus.
"Was ist wenn Malfoy schon ein Todesser ist?", zischte Hermine leise, Harry überlegte.
"Dann ist er es eben. So lange er mich oder euch nicht umbringt, stört es mich nicht."
"WAAASSSS!", rief Hermine aus, Ron kippte nach hinten um und landete unsanft am Boden. Harry seufzte und fuhr sich durch sein dichtes Haar.
"Ich erkläre es euch wenn wir oben sind, okay? Nicht hier.", gab Harry kalt von sich, Hermine krampfte ihre Finger um die Gabel. Sämtlichen Freunden stand der Mund offen - was war bloß in Harry gefahren? Seit wann machte es ihm nichts mehr aus wenn jemand ein Todesser war?
°°°°
"Cool. Weasley fällt in Ohnmacht und Granger packt die Welt nicht mehr. Was zur Hölle hat Potter ihnen erzählt?", wollte Blaise neugierig wissen, Draco ging es genauso.
"Keine Ahnung, ist auch scheiß egal."
"Klar, so wie sein Aussehen, oder?", zwinkerte Blaise ihm zu, Draco wurde abermals ein wenig wütend.
"Wie oft soll ich es dir noch sagen! Potter ist hässlich und ich bin nicht an ihm interessiert!", zischte er los, Blaise grinste breit.
"Wer hat denn etwas davon gesagt, dass du an ihm interessiert wärst, Draco?", säuselte er lieblich, Draco war sprachlos.
°°°°
"WAS IST NUR IN DICH GEFAHREN, HARRY! ICH ERKENNE DICH KAUM WIEDER!", rief Ron aufgebracht aus, er tigerte im Gemeinschaftsraum auf und ab. Der späte Abend zog ins Land, sämtliche Schüler schliefen bereits. Nur eine kleine Gruppe an Freunden blieb noch zurück. Darunter befanden sich Ron, Hermine, Neville, Seamus, Dean sowie Harry. Der Schwarzhaarige lehnte sich zurück und betrachtete seinen Freund eingehend.
"Setz dich, Ron, ich erkläre es dir gerne nochmals.", wies er ihn an, was Ron sofort tat.
"Unterbrich mich bitte nicht, ja? Ich erzähle dir meinen Plan und dann kannst du nochmals urteilen.", meinte Harry ruhig, seine Freunde wurden neugierig. Und so fing er zu erklären an, erzählte grob über sein Leben und was er zukünftig damit anstellen würde. Aufmerksam hörten sie ihm zu, zogen jedoch scharf die Luft ein und fielen in Überlegungen. Als Harry endete, war es kurzzeitig still, Harry wartete nervös ab. Ob sie ihm trotzdem vertrauen würden? Es verstehen würden?
"Was würdet ihr an meiner Stelle tun?", flüsterte er leise, nur das Prasseln des Feuers unterbrach die Stille. Hermine legte sich die Hände vors Gesicht, seufzte und versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Ron blieb weiterhin starr, musste alles erst verdauen.
"Ich kann dich verstehen, Harry.", wisperte Neville leise, Harry horchte auf, sah ihn hoffnungsvoll an.
"Wirklich?", fragte er beinahe verlegen, Neville nickte.
"Ja! Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich ebenso handeln, wenn ich endlich leben wollen würde. Man hatte dich damals nicht gefragt, dich einfach in die Rolle des Helden gezwängt. Deine Beweggründe sind verständlich, aber wie stellst du dir das denn vor?", fragte er leise, Harry beugte sich vor und wischte sich seine schweißnassen Hände an der Schuluniform ab. Schon in der Kutsche wurde er mit Komplimenten überschüttet, da ihm die neue Uniform ausgezeichnet stand, man die sehr gute Qualität sehr wohl erkannte.
"Ich werde mit beiden Parteien reden.", teile Harry ihnen ruhig mit, Rons Kinn landete am Boden.
"DU WILLST WAS? Du gehst zu Vol.. Vol.. du weißt schon wem? Bist du verrückt?", quietschte er los, Hermine stand unter Schock. Harry senkte den Kopf, überlegte seine Worte genau.
"Ist das auch der Grund wieso du schwarze Magie lernst? Damit du dich, im Falle, dass dich der dunkle Lord angreift, wehren kannst?", fragte Hermine zögerlich, Harry sah ihr direkt ins Gesicht. Unwirkliche Schatten zeichneten sich darauf ab, ließen es ernster denn je wirken. Kaum merklich nickte Harry zu ihren Vermutungen.
"Ach, Harry.", seufzte sie leise, lehnte sich in den Ohrensessel zurück und starrte abwesend an ihm vorbei. Sie wirkte traurig.
"Aber das kannst du doch nicht machen!", wiederholte Ron panisch, krallte seine Fingernägel in Harrys Arm.
"Wieso denn nicht? Ich rede mit ihm, erkläre ihm die Situation und dann sehen wir weiter. Dasselbe mache ich bei Dumbledore. Leute, ich weiß es wird gefährlich, aber ich muss es durchziehen. Wenn ich genauso stark wie Voldemort bin, kann er mir nichts mehr antun. Auch wenn er von meinem Vorschlag nicht begeistert sein wird. Ich habe es satt die Marionette zu spielen! Die beiden sollten das unter sich ausmachen.", knirschte Harry eingehend, machte einen auf stur.
"Aber denk doch mal an die anderen! Wenn du nicht mehr gegen ihn kämpfst, dann mordet er weiterhin.", schaltete sich Seamus ernsthaft ein, Harry wandte den Kopf in seine Richtung.
"Das tut er sowieso. Egal wie weit ich wäre, wann ich mich gegen ihn stellen würde. Er mordet immer weiter. Bisher hatte es Dumbledore und sein Orden auch ohne mich geschafft, oder? Bisher war ich noch nicht so weit, kam eher mit Glück davon. Hatte ich früher schon etwas gegen ihn ausrichten können? Hm? Nur durch Zufall, nicht mit Können.", fragte Harry in die Runde, betretenes Schweigen breitete sich aus.
"Da hat Harry Recht. Aber... wie wird unsere Zukunft aussehen?", wisperte Dean leise, Harry zuckte die Schultern.
"Ich werde meinen Weg gehen, Leute. Ob ihr mich unterstützt, oder nicht. Wir werden dann schon sehen wie er reagiert, was er tun wird.", fügte Harry hinzu, Ron seufzte leise und rieb sich die Stirn.
"Da ich keine Antwort von euch erhalte gehe ich hoch. Überlegt es euch." Harry wirkte enttäuscht, aber er konnte seine Freunde verstehen. Sie hatten sich, wie auch alle anderen, auf ihn verlassen. Sie glaubten alle, dass Harry ihre Zukunft retten würde. Allerdings wusste Harry selber nicht wie diese aussah. Sie konnte sich immer wieder ändern, denn ein jeder Mensch war seines Schicksals Schmied. Er war "nur" ein Junge von 17 Jahren, der sein Leben noch vor sich hatte. Harry wollte sich nicht in ein Schema quetschen lassen, er wollte leben! In Gedanken versunken machte er den ersten Schritt auf die Treppen.
"Harry." Langsam drehte er sich um, seine Freunde standen geschlossen vor ihm.
"Wir werden dir beistehen. Egal was kommt. Wenn du es nicht mehr durchziehen willst, soll es so sein. Wir warten erstmals ab was passiert, dann entscheiden wir weiter. Eine Frage hätten wir jedoch. Wären wir, oder unsere Familie in Gefahr...", traute sich Ron zu sprechen, Harry lächelte leicht.
"...dann würde ich an eurer Seite kämpfen und euch beschützen. So viel ist sicher.", nickte er ihnen zu, Ron grinste.
"Na wenn das so ist, dann geh deinen Weg, Harry!", grinste er, doch die Unsicherheit blieb. Harry stürmte auf sie zu, umarmte sie herzlich und murmelte immer wieder die besten Freunde der Welt zu haben.
"Jetzt sag uns endlich welche Bücher du zur schwarzen Magie hast! Eventuell könnte ich noch weiter forschen und mehr Material besorgen?", drang Hermines weiche und leise Stimme an sein Ohr. Sämtliche Jungs starrten sie an, Hermine räusperte sich und wurde ein wenig rot im Gesicht.
"Was ist? Harry hat entschieden, also machen wir das Beste daraus! In einem Punkt muss ich ihm Recht geben. Harry kann die weiße Magie, aber nicht die schwarze. Voldemort hingegen beherrscht "nur" die schwarze Magie. Es kann nur von Vorteil sein sie zu erlernen. Wenn...", hier hielt sie kurz inne, "...er aufpasst sie richtig anzuwenden. Schwarze Magie ist gefährlich, Harry. Das weißt du."
Harry strahlte übers gesamte Gesicht, nickte immer wieder, denn Hermine war perfekt im recherchieren. Grinsend setzten sich die Freunde nochmals zusammen, als Harry seine Bücher holte und ihnen alles erzählte.
"Moment! Der... Der Drache war von dir?", riss Dean die Augen auf, ein erstauntes Lächeln zierte seine Lippen.
"So in etwa?", kratzte sich Harry beschämt am Kopf, Seamus prustete los.
"Geil! Ehrlich! Aber wie verschwand er wieder?", fragte er neugierig, Harry wurde verlegen.
"Malfoy half mir.", wisperte er leise, der Schock der anderen stand ihnen ins Gesicht geschrieben.
"MALFOY?", kreischten alle los, Harry konnte sich auf etwas gefasst machen und setzte sofort zu einer Erklärung an.
°°°°
Die Tage vergingen und Harry verbrachte immer mehr Zeit in der Bibliothek. Seine Freunde hielten Wort und wenn Harry nicht mit Aufgaben machen beschäftigt war, vergrub er seine Nase in schwarzmagischen Büchern. Meist kam er gegen Abend in die Bibliothek, setzte sich in die hinterste Ecke und verkleidete die Bücher mit einem anderen Umschlag. So fiel es nicht auf und Harry hatte seine Ruhe. Abermals flogen seine Augen über die Zeilen, ein sattes Lächeln zierte seine Lippen. Er konnte sich einfach nicht konzentrieren, denn vorhin war folgendes passiert....
Während Hermine und Ron gemeinsam unter dem Tarnumhang die verbotene Abteilung aufsuchten, Hermine meist fluchte (Ron war eben ungeschickt), schlenderte Harry nach dem Abendessen durch die Gänge. Einen jeden Tag wo er Malfoy sah, grüßte er ihn lasziv, grinste ihn an. Blaise grinste sofort zurück, Draco knurrte und wies ihn meist mit einem "Verpiss dich, Potter." ab. Harry trafen diese Worte nicht, er zwinkerte Malfoy zu und marschierte einfach weiter. Ron verdrehte damals die Augen, Hermine schmunzelte, die anderen konnten sich ein Lachen nicht verkneifen.
Doch an diesem Abend begegnete er Draco Malfoy alleine, der Blonde erstarrte zu Eis und wollte schon umkehren.
"Hey Malfoy! Die Sachen stehen dir, hatte ich dir das schon jemals gesagt?", säuselte Harry, kam schlendernd näher und vergrub seine Hände im Hosensack. Malfoy machte einige Schritte nach hinten, immer darauf bedacht Abstand zu halten.
"Wen interessiert das, Potter? Deine Meinung ist mir scheiß egal. Zieh Leine, Potter, das Schloss ist groß genug!", spie er ihm entgegen, wendete mit wehendem Umhang und wurde im gehen schneller. Harrys Lachen hallte durch die Gänge, natürlich folgte er ihm. Draco drehte sich immer wieder gehetzt umher, stieß einen wütenden Schrei aus.
"Was soll das, Potter! Verfolgst du mich etwa!", rief er aus, Harry grinste spitzbübisch.
"Sieht wohl so aus, Malfoy!", lachte er weiter, nahm an Geschwindigkeit zu. Draco schluckte hart, so ein hartnäckiger Potter war ihm sehr unangenehm.
"Wieso?! Hau ab! Geh mir nicht am Arsch, Potter!", stieß er hervor, beherrschte sich nicht zu laufen.
"Aber wieso denn, Malfoy? Ich genieße gerade die Aussicht! Oder hast du Angst vor mir, Malfoy?" Gut, das konnte der Blonde nicht auf sich sitzen lassen, blieb hart stehen und drehte sich schwungvoll umher. Seine Augen glitzerten, sein Gesicht wirkte verzerrt.
"ANGST, POTTER?", spuckte er ihm entgegen und knurrte.
"Malfoys haben niemals Angst!", schnarrte er überzeugt, Harry lächelte immer mehr.
"Na wenn das so ist, dann ist es ja gut!" Harry kam immer näher, Draco blieb stehen, jedoch wirkte er nervös. Was wollte Potter alias Gartenzwerg von ihm? Der konnte ihm doch nichts antun, oder? Potter war schließlich etwas kleiner als er, um genau zu sein einen ganzen Kopf. Und trotzdem...
"Nervös, Malfoy?" hauchte ihm eine Stimme ins Ohr. Seit wann war Potter so nahe aufgerückt?
"Bleib mir vom Leib, Potter!", keifte Draco los, spürte die kalte Wand des verlassenen Ganges an seinem Rücken. Verdammt!
"Wieso denn? War ich nicht deutlich genug?", wisperte Harry und tat so als wäre er überaus enttäuscht darüber.
"Was meinst du damit!" Draco versuchte seine Maske aufrecht zu erhalten, ballte weiterhin seine Hände zu Fäusten.
"Du willst es wohl nicht verstehen, oder, Malfoy? Ich mache dir Komplimente, schimpfe nicht zurück. Ich lächle dich an, flirte sogar mit dir! Und was machst du? Erweist dich nicht einmal als dankbar und lässt mich einfach so stehen! Das finde ich schon etwas fies von dir! Um es deutlich zu machen, ich will was von dir, Malfoy.", raunte er ihm zu, Draco lief es heiß und kalt den Rücken hinunter.
"WAS?", kreischte er abermals los, Harry lächelte nur.
"Hast du es endlich verstanden?", seufzte Harry, Draco suchte nach Worten.
"Du.. Das meinst du doch nicht ernst! Mann, Potter! Wir sind Feinde und keine Freunde! Außerdem bin ich nicht so eine Schwuchtel wie du! Ich hasse dich, schnall es endlich! Mich ekelt es an dich auch nur ansehen zu müssen! Mach dich an Zabini ran, der steht sicherlich auf dich!", schnarrte er wütend los, Harry tat so, als müsste er überlegen.
"Nein! Weißt du, Zabini interessiert mich nicht. Ich stehe auf Blonde. Ich weiß nicht ob ich schwul bin, aber ich würde es gerne mit dir ausprobieren.", hauchte er ihm zu, Dracos Herz raste.
"Verdammt, Potter! Rück mir nicht so auf die Pelle! Ich will nichts von dir! Und nun hau ab!", rief er panisch aus, stieß Harry von sich weg und wollte abhauen. Ein harter Griff legte sich um seinen Arm, schleuderte ihn herum - Draco befand sich abermals an der Mauer.
"Aber, aber. Wer wird denn schon gehen wollen? Da gibt es sicherlich besseres, was wir zwei tun könnten, oder?", versprach Harry, Draco riss panisch die Augen auf. Bevor er etwas sagen konnte, wurde er hart an die Mauer gepresst, ein unglaublicher Körper drückte sich an seine Vorderseite. Lippen nahmen die von Draco ein, der zu Stein erstarrt war. Als der Gedanke durch ihn schoss, dass er gerade geküsst wurde, versuchte er sich zu wehren. Dummerweise war Harry ein klein wenig schneller, pinnte seine Hände an die Mauer und liebkoste weiterhin Dracos Lippen. Sein sanftes Stöhnen entwich Harry, der die Augen geschlossen hielt. So sehr er sich allerdings auch bemühte, Dracos Lippen blieben fest aufeinander gepresst. Harry wollte nicht aufgeben, küsste sie weiterhin sanft. Draco war allerdings stur, fing sogar an sich zu wehren.
Plötzlich befanden sich Harrys Lippen an seinem Hals, saugten daran, warmer Atem streifte Dracos empfindliche Partie. Draco verdrehte die Augen, entspannte sich ein wenig und fing zu japsen an. Diese Lippen machten ihn fertig und nun kam auch noch die Zunge zum Einsatz! Harry hielt seine Handgelenke noch immer fest, stöhnte immer wieder auf und saugte sich an Dracos Hals fest. Dracos Beine fingen zu zittern an, er versuchte seinem Körper zu sagen, dass er das nicht wollte! Wieso hatte er dann das Gefühl an der Wand zu kleben? Draco schloss die Augen, legte ohne sein Wissen den Kopf seitlich und spürte die Gänsehaut, die seinen Körper belegte. Ein Keuchen entfloh seinen Lippen, dies nutzte Harry natürlich aus.
Sofort legten sich seine Lippen auf die des Blonden, seine Zunge drang ungefragt in Dracos Mund ein. Draco keuchte erschrocken, riss die Augen auf und fühlte die unglaubliche Zunge in seiner Mundhöhle. Nein! Das war Potter! Ein Junge! Sein Feind! Andererseits war Harrys Kuss mehr als sanft, dessen Zunge umschmeichelte seine. Nur ein klein wenig, nur ein bisschen wollte er genießen. Seufzend schloss er seine Augen, hörte auf sich zu wehren und erwiderte zaghaft den Kuss. Kleine Blitze schossen durch seinen Körper, angetrieben von Harrys Stöhnen. Abermals schaltete sich sein Verstand ein, Draco unterbrach den Kuss. Unbändiger Wille und Kraft durchströmte seinen Körper, hart stieß er Potter ein weiteres Mal von sich. Keuchend sahen sie sich an, Draco allerdings wirkte entsetzt.
"Sag mal spinnst du, Potter! Das ist ja ekelig! Jetzt kann ich mir den Mund auswaschen, du schwule Sau! Fass mich nie wieder an!", schrie er Harry an, der noch immer leicht vernebelt wirkte. Draco wischte sich angewidert über den Mund, spuckte Harry vor die Füße und rauschte ab. Harry zitterte leicht, sein Herz machte Überstunden. Er gratulierte sich selber, da er niemals gedachte hätte so dreist zu sein. Gerade diese Methode aber half den Blonden sehr wohl zu verunsichern, Harry war glücklich. Draco hatte den Kuss erwidert! Also konnte es gar nicht so ekelig gewesen sein, oder? Und dann war da noch etwas gewesen, was er deutlich hatte spüren können.
Malfoys Erregung, die sich hart an die seine presste - bis vor kurzem noch.
Ein teuflisches Grinsen legte sich auf Harrys Lippen, die Jagd war eröffnet. Obwohl Harry damals eher schüchtern gewesen war, musste er endlich anfangen selbstbewusster zu sein, an sich und seine Talente zu glauben. Würde er Malfoy knacken, hätte er auch Chancen sich mutig gegen Voldemort und Dumbledore aufzulehnen.
°°°°
Harry seufzte, streichelte über die Seiten und schüttelte seinen Kopf. Ja, der Kuss war faszinierend gewesen, wunderschön. Draco besaß unglaublich weiche Lippen, er roch auch noch so gut! Himmel, wieso war ihm nicht aufgefallen, dass der Blonden absolut göttlich aussah? Wie es außerdem aussah, besaß Malfoy ein mächtiges Teil in der Hose, von dem er bis zu dem Kuss nichts wusste. Harry schüttelte den Kopf und machte sich weiterhin daran das Buch zu durchforsten.
Abermals vergingen weitere Tage, Harry flirtete mit Malfoy wo es nur ging. Meist ging ihm Draco aus dem Weg, oder drehte sich panisch um und flüchtete. Die Flucht wurde von einem lachen begleitet, welches Blaise gehörte. Der fand die Aktionen von Harry unglaublich mutig und lobte ihn sogar. Etwas verwirrt musterte Harry den besten Freund von Draco, da dieser meinte, Harry wäre ein perfekter Slytherin geworden. Seit diesem Treffen nickten sich die beiden immer wieder zu, Respekt stand in Blaise Augen.
°°°°
Eines Abends wanderte Draco unruhig in den Gängen Hogwarts umher, konnte sich nicht erklären was Potter von ihm wollte. War es eine Verarsche? Potter konnte es doch nicht ernst meinen! Himmel noch Mal! Sie beide waren Jungs! Apropos Potter... Neugierig und fasziniert schritt er zur Aussicht, die die untersten Gänge boten, sah hinaus in die sterneklare Nacht. Auf dem Gelände trainierte jemand, Draco kniff die Augen zusammen.
"Potter? Was tut der denn da?", fragte er sich leise, machten sich sofort auf den Weg.
Harry genoss den Wind des Sommers, das Zirpen der Grillen, die Sommernacht. Er fühlte sich ein wenig schlapp, hatte er schon seit Wochen nicht mehr trainiert. Das einzige Training bestand daraus Malfoy nachzujagen, den er immer seltener antraf. Ob der Blonde vor ihm Angst hätte? NEIN! Oder? Harry schloss die Augen, hatte nur eine Trainingshose an. Barfuss übte er am Rasen, genoss die Grashalme an seinen Fußsohlen. Seine Hände übten sämtliche Bewegungen aus, die Füße stießen mit einem jeden Tritt in die Luft. Er konnte sie schon so hoch schleudern, so dass es einem Spagat gleichkam. Kraftvoll zischten seine angewinkelten Arme nach vorne, tat so als wolle er jemanden in den Bauch rammen. Danach folgte eine Drehung, abermals streckte er den Fuß aus. Er war so in seinem Training gefangen, dass er den stillen Beobachter, welcher an einem Baum anlehnte, nicht bemerkte.
Eine halbe Stunde später keuchte er, Schweiß bedeckte seinen Oberkörper, der sich rasch hob und senkte. Mit einem schnippen seiner Finger hielt er ein Handtuch in der Hand, wischte sich damit übers Gesicht und sank dabei in die Knie. Keuchend blickte er in den Himmel, legte sich das Handtuch in den Nacken und schluckte. Jetzt könnte er etwas zu trinken gebrauchen.
"Sehr interessante Vorstellung, Potter.", schnarrte eine Stimme, Harrys Herz fing zu rasen an. Wie sehr er diese Stimme vergötterte! War es nur Lust, nur Verlangen, oder mehr? Wieso schlich sich dieser blonde und heißblütige Slytherin immer wieder in seine Träume? Wohlgemerkt, es waren feuchte Träume, sehr heiße noch dazu. Harry stand langsam auf, grinste und drehte sich im selbigen Tempo umher. Er kreiste seine Schultern, kam schlendernd auf Malfoy zu. Der Blonde lehnte noch immer am Baum, seine Hände hatte er tief in den Hosentaschen vergraben. Sein weißes Hemd stach in der vom Mond beleuchteten Nacht hervor, Harry hätte sabbern können.
"Hat es dir gefallen, Malfoy?", keuchte Harry außer Atem, kam nochmals näher. Moment, Draco schien nicht gerade so als hätte er Schiss? Harry wurde bewusst, dass der Blonde um einiges größer war, das gefiel ihm irgendwie.
"Hm, weiß noch nicht. Wieso springst du wie ein Idiot herum, Potter? Ich habe dich beobachtet, Goldjunge. Du führst doch irgendetwas im Schilde, oder? Hat es mit dem dunklen Lord zu tun?", schnarrte er leise, Harry zuckte mit den Schultern.
"Und wenn schon, bald wirst du es herausfinden, oder?", fragte Harry, Malfoys Augenbraue wanderte in die Höhe.
"Wie sollte das gehen, Potter?", schnarrte er weiter, Harry sah ihm fest in die Augen.
"Du bist doch ein Todesser, nicht wahr, Malfoy? Keine Sorge, es ist mir sogar egal. Demnächst werde ich euch besuchen kommen, verlasse dich darauf. Mal sehen was du dann zu meinem Auftritt sagen wirst.", zwinkerte Harry eingehend, Draco wirkte erstaunt und ein wenig durchschaut.
"Woher willst du wissen, dass ich ein Todesser bin, Potter!", zischte er leise, Harrys Reaktion folgte sogleich. Mit einem Griff zog er an Malfoys Ärmel, weiße Haut kam zum Vorschein. Harry drehte den Arm blitzschnell, ein Schnauben glitt über seine Lippen.
"Weil ich Recht hatte. Du bist einer. Aber keine Sorge, ich werde es niemandem verraten. Du solltest deinen Illusionszauber besser erneuern, sonst bemerkt es noch ein anderer."
"Aber woher...", keuchte Draco, der die Welt nicht mehr verstand.
"Vermutung, Malfoy. Reine Vermutung. Trotzdem fahr ich voll auf dich ab, daran wird sich nichts ändern." Dracos Maske saß wieder, er entriss Harry seinen Arm.
"Du bist erbärmlich, Potter. Nichts wird sich ändern. Auch nicht meine Gefühle zu dir. Sie bestehen weiterhin aus Hass, klar? Und was den dunklen Lord angeht: Vergiss es, du hast keine Chance ihn zu besiegen und..."
"Wer sagte denn etwas davon, dass ich ihn bekämpfen, geschweige denn besiegen will? Alles was ich will ist gleiches Recht. Dumbledore und er sollen ihren Krieg alleine führen. Ich will nicht mehr.", warf Harry ein, grinste, drehte sich umher und ging davon.
"POTTER!", rief Draco leise aus, Harry blieb stehen.
"Das wird nicht klappen, Potter. Du wirst umkommen, glaube mir. Keiner ist so stark wie der Lord. Nicht einmal Dumbledore." Wirkte Dracos Aussage müde? - überlegte Harry und lauschte weiterhin interessiert, mit dem Rücken zu ihm stehend.
"Außer... tja, außer du lernst noch mehr schwarzmagische Flüche, nicht nur den kleinen, den du vorhin zeigtest. Was dieses Kampftraining der Muggel angeht... Ich weiß nicht, was du damit bezweckst." Dracos Stimme triefte vor Neugierde, Harry wandte sich langsam umher.
"Das was du gesehen hast nennt man Kickboxen. Glaube mir, das kennt dein Lord nicht, denn man sollte nicht nur mit Stäben kämpfen können. Lass dich überraschen, Malfoy! Ich hatte bisher immer etwas auf Lager, sei es auch nur durch pures Glück. Aber glaube mir eines! Diesmal bin ich vorbereitet und ich werde meinen Weg gehen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich sterbe, oder ich überlebe und er geht auf meinen Vorschlag ein."
Ein kurzes Kopfnicken und weg war er. Draco starrte ihm noch lange hinterher und war sehr aufgewühlt. Ja, er war ein Todesser geworden, aber er wurde aus Potter nicht schlau. Wenn Potter nicht mehr für das Gute kämpfte, was sollte dann aus ihm werden? Immerhin war er nicht freiwillig Todesser geworden. In Gedanken versunken stieß er sich ab, wanderte zum Schloss zurück und überlegte sich einen Plan.
°°°°
Das Wochenende brach bereits an und schon zum dritten Male beobachtete Draco einen trainierenden Harry, der als Schatten der Nacht immer besser und schneller wurde. Draco bewunderte dessen Bewegungen und noch ein anderes Gefühl mischte sich dazu. Man könnte meinen, Malfoy wäre heiß auf ihn, doch er selber dachte nicht einmal daran. So verfolgte er mit Adlersaugen mit, wie Harry Potter ins Schloss wanderte, sich eingehend umsah - Draco versteckte sich sofort. Harry schritt Stirn runzelnd weiter, sah sich nochmals um und blieb vor dem Vertrauensschülerbad stehen. Draco schüttelte den Kopf und schnaufte. War ja klar, oder? Er fragte sich auch, wieso Potters Freunde nie beim Training waren. Ob sie seinen Plan kannten?
Draco wusste nicht wie lange er dort stand und nachdachte, doch seine Gedanken schweiften ab. Erst heute Morgen hatte er Harry Potter ebenso beobachtet, dessen Mimenspiel beigewohnt, als er neue Bücher über schwarzmagische Flüche in seiner Tasche fand. Durch einen provozierenden Streit, gemischt mit einer kleinen Rauferei, die Harry doch erstaunte, hatte er unbemerkt die Bücher in Harrys Tasche gleiten lassen, ihn danach beschimpft. Mit einem Grinsen verließ er einen erstaunten Harry, versteckte sich hinter der nächsten Ecke und beobachtete weiter. Ein zufriedener Ausdruck zierte sein Gesicht, als Harry die Bücher bestaunte, übers gesamte Gesicht strahlte.
"Du bist ein Schuft, Malfoy. Wieso gibst du sie mir nicht einfach? Ich weiß doch, dass sie von dir sind.", wisperte Harry damals, Draco fühlte sich ertappt und schlich schnellen Schrittes davon.
°°°°
Draco wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Türe vom Vertrauensschülerbad aufging und Harry in frischen Sachen hinaus schritt. Der Gang lag in der Dunkelheit, Grillen zirpten von draußen herein. Draco starrte Harry eingehend an, denn in diesen verwaschenen Jeans und dem engeren Shirt sah er irgendwie nicht übel aus. Draco hielt in seinen Gedanken inne und schüttelte eingehend den Kopf. Als er flüchten wollte, rammte er eine Ritterrüstung, er fluchte.
"Malfoy? Was machst du denn hier? Hast du mich die ganze Zeit beschattet?" Harrys Stimme klang belustigt, Draco zuckte zusammen, drehte sich wütend umher. Wieso musste ihm das passieren?
"Sicher nicht! Ich kam gerade vorbei, als du aus der Türe herauskamst! Da ich dir nicht begegnen wollte, wollte ich..."
"...flüchten?", half Harry mit einem lächeln nach, kam immer näher.
"Fang nicht schon wieder damit an, Potter! Ich flüchte nicht vor dir! Ich... Ich gehe jetzt." Verdammt! Wieso musste er in letzter Zeit immer so unsicher werden, wenn Potter anwesend war?
"Das wirst du nicht, Draco.", wisperte Harry abermals an seinem Ohr, Draco hisste kurz auf. Abermals fand er sich an der Wand wieder, panisch sah er sich um. Es war mitten in der Nacht. Wieso kam kein Lehrer, wenn man ihn brauchte?
"Lass mich los, Potter. Spiel deine verfluchten Spielchen mit jemand anderem.", zischte er los, Harry küsste ihn auf die Wange.
"Will aber nur dich.", wisperte er leise und küsste Dracos empfindliche Stelle am Hals, von der er nun wusste. Hungrig drängte er sich an ihn, Draco japste nach Luft. Wieder einmal fühlte er sich schwindlig. Einerseits wollte er sich wehren, andererseits machte sich sein Körper selbstständig und tat wieder einmal nicht das was er wollte! Ein kleines seufzen kam über seine Lippen, als Harry sich an seinem Hals festsaugte, sanft stöhnte.
"L- Lass das, Potter.", wimmerte Draco, wehrte sich allerdings nur halbherzig.
"Wieso? Soll ich etwa etwas anderes tun? Was, sag es mir, Draco.", raunte Harry an Dracos Ohr, leckte die Ohrmuschel ab und wanderte mit seinen Küssen zu Dracos Mund. Sein Herz klopfte freudig, als Draco leise zu stöhnen anfing und seine Lippen gerne in Beschlag nehmen ließ. Harry erwartete eine Gegenwehr, doch Draco ließ es einfach zu. Langsam leckte Harry über Dracos weiche Lippen, bat somit um Einlass. Harrys eine Hand fasste in Dracos wundervolles Haar, die andere schlang sich um seine Hüften. Draco stöhnte abermals, als er Harrys Bereitschaft fühlen konnte, dennoch legte sich eine feine Röte auf seine Wangen. Aus welchen Gründen auch immer, reagierte er auf Potter und stand mit seiner Erregung der von Potter um nichts nach. Harrys Zunge schlängelte sich in Dracos Mund, hungrig fing er an Draco zu küssen.
Dracos Knie zitterten abermals, denn Harrys Kuss ließ ihn alles vergessen. Er wurde hungriger, feuriger und Harrys Hände waren überall. Draco gab es auf sich zu wehren, schlang seine Arme um Harrys Nacken und zog ihn noch dichter an sich. Jetzt war er dran die Kontrolle zu übernehmen, küsste Harry heiß und feurig. Harrys Stöhnen war Musik in seinen Ohren, genüsslich zog er den Duft seines Rivalen ein. Als sich jemand räusperte, zuckte Draco zusammen, wollte den Kuss abbrechen. Doch Harry machte einfach weiter, ließ es nicht dazu kommen.
"Also hier steckst du, Draco? Es ist mitten in der Nacht! Ich machte mir Sorgen! Stellst du Potter schon wieder nach?", lachte Blaise leise und schaute den beiden zu. Harry beendete langsam den Kuss, setzte noch einen kleinen auf die geschwollenen Lippen und sah zu Blaise hinüber. Dracos Gesicht brannte vor Scham, er wollte sich befreien. Harry allerdings presste ihn weiterhin an die Wand, rieb sich an ihm und lächelte Blaise eingehend an.
"Blaise, ich will ja nicht unhöflich sein, aber ich versuche gerade deinen besten Freund zu verführen und du störst dabei.", meinte Harry zuckersüß, Blaise grinste noch immer.
"Oh! Na wenn das so ist, dann werde ich euch beide gerne alleine lassen! Lasst euch nicht erwischen! Viel Spaß noch, Draco.", kicherte er, verzog sich pfeifend. Draco wollte protestieren, da dies nur ein Missverständnis war, doch wurde er von Harrys Kuss unterbrochen. Abermals versank er in einer anderen Welt, ließ sich in den Kuss fallen. Einige Zeit später beendete Harry ihn, tanzte mit seinen Lippen wieder über Dracos Hals. Draco keuchte auf, wimmerte leise und bemerkte zu spät, dass Harry an seiner Hose herumfummelte.
"Potter! Was...", schnarrte er los, doch Harry verschloss ihm nochmals den Mund mit einem feurigen und hungrigen Kuss. Die Hose fiel, die Boxer folgte und Dracos Herz raste. Zittrig stand er da, wollte, dass es aufhörte! Doch Harry legte seine Hand um Dracos steifes Glied, fing während des Küssens an ihn zu bearbeiten. Draco stöhnte heftig in Harrys Mund, ihm wurde abermals schwindlig. Draco erwiderte leidenschaftlich, stöhnte immer heftiger, während Harrys unglaubliche Hand langsam den Schaft auf und ab rieb, sein Daumen über Dracos Eichel huschte. Draco zuckte zusammen, diese Hand war der Wahnsinn!
Plötzlich ging Harry in die Knie, sah zu Draco auf, der benommen zu ihm hinabstarrte.
"Das wagst du nicht, Potter.", keuchte er erregt, wollte sich dennoch nicht wehren. Was, wenn Harrys Mund genauso talentiert war wie... NEIN! Er war nicht schwul!
"AAAH!!! Oh Merlin, Potter!", stieß Draco heiser aus, da Harry sich doch traute. Obwohl Harry mehr als nervös war, selber dies noch nie gemacht hatte, küsste er ausgiebig Dracos pralle Eichel, leckte die ersten Lusttropfen ab und bemerkte mit Freunden das Wippen von Dracos Glied. Dracos Hände krallten sich in Harrys Schopf, zogen ihn näher. Draco zischte durch die Zähne, sein Atem wurde immer flacher, die Augen flatterten. SCHEISSE WAR DAS GEIL! Harry schloss stöhnend seine Augen, öffnete die Lippen und versenkte Dracos pochendes und warmes Glied in seinem Mund. Draco öffnete stumm schreiend seinen Mund, er zitterte am ganzen Körper. Dieser Mund war einfach nur göttlich und aufregend zugleich. Himmel, konnte Potter saugen! Und das tat Harry auch. Sein Kopf schnellte immer schneller nach vorne und zurück, er leckte über Dracos warmen Schaft und saugte sich abermals fest.
Draco wäre beinahe gekommen, riss an Harrys Haaren und stieß ihn weg. Harry keuchte und sah ihn erstaunt an, Draco wirkte vollkommen verwirrt.
"Scheiße, Potter! Das... das geht nicht! Verstehst du! Lass mich in Ruhe!", keifte Draco von Sinnen los, stolperte mit runter gelassener Hose voran und versuchte sie sich während des laufens wieder hoch zu ziehen. Harry knurrte und sprang auf die Füße, eilte hinter Draco her.
"Irrtum! Ich werde es zu Ende führen und du wirst gefälligst hier bleiben!", zischte er los, umfasste Dracos Hüften und schleuderte ihn herum. Draco stolperte, landete durch Harry jedoch sanft am Boden. Draco wimmerte verzweifelt, sein Glied schmerzte. Trotzdem war es ein Junge, der ihn so dermaßen in Ekstase versetzte, ihn abschweifen ließ. HIMMEL, WIE OFT HATTE ER SCHON EINEN GEBLASEN BEKOMMEN!!?? Niemals zuvor war es so verflucht geil gewesen! Draco schluchzte leise auf, als Harry sich zwischen seine Knie warf, seine Hüften am kalten Boden fest pinnte und sein zuckendes Glied abermals in den Mund nahm. Draco bog den Oberkörper durch, kniff die Augen zusammen und wimmerte.
"AAAHH! Po...AAHH Jaaa!", krächzte er vor Lust, die Stimme versagte danach. Abermals fasste er hart in Harrys Haar, spürte, wie Harrys Hände von seinen Hüften verschwanden. Wie von Sinnen stieß er in Harrys Mund, wollte endlich Erlösung finden. Harrys Mund brachte ihn in die Hölle, noch nie hatte jemand so göttlich geblasen wie er! Draco stieß immer heftiger zu, schrie leise auf, wimmerte, keuchte und schluchzte.
"Oh Potter. Verflucht... wieso...du...aaaahhhh! JA!", stieß er leise hervor, sein Kopf wanderte von einer Seite zur anderen. Harry stöhnte ebenfalls, vertiefte sein Tun und ließ Draco sämtliche Tode sterben. Kurzzeitig löste er sich von Dracos hartem Stahl, saugte an dessen Hoden, leckte sie und stieß sie mit der Zungenspitze an. Abermals folgte ein leises und unterdrücktes Stöhnen vom Blonden, dessen Körper zitterte eingehend. Harry spürte es, fühlte, dass Draco nicht mehr all zu lange brauchte. Erneut nahm er Dracos steinhartes Glied in sich auf, leckte, saugte daran und wurde immer wilder. Draco glitt ab, sein Körper kribbelte. Er konnte nicht mehr.
"AAAAHH! JAAA! OH POTTER JAAA!", rief er aus, spritzte hart ab und Harry schluckte. Dracos versteifter Körper entspannte sich wieder, erschöpft sank er auf den kalten Boden zurück und schnaufte. Seine Wangen glühten, er musste sich erst einmal erholen. Währenddessen leckte ihn Harry sauber, zückte seinen Zauberstab und reinigte ihn. Danach zog er ihn an und lehnte sich über Draco.
"Du schmeckst vorzüglich, Draco. Du bist der Richtige für mich.", seufzte Harry leise und küsste den Blonden eingehend. Draco kam wieder zu sich, stemmte sich dagegen und entzog sich dem Kuss. Stolpernd und keuchend kam er auf die Beine, schüttelte immer wieder den Kopf.
"Was habe ich getan? Was hast du getan? Was..." Dracos Stimme brach, Harry wurde sprachlos. So verstört hatte er Draco noch nie gesehen!
"Draco?", hauchte Harry leise, streckte eine Hand nach ihm aus. Draco schüttelte sofort den Kopf, stolperte weiterhin von ihm weg und atmete tief ein und aus.
"Das... war... falsch... Potter. Bitte, ich bitte dich, lass mich in Ruhe. Fass mich nie wieder an." Obwohl leise gesprochen, hallte es überlaut in Harrys Ohren wider. Irgendwas in seinem Herzen brach, denn er war zu weit gegangen. Wollte Draco doch nichts von ihm? War es vorbei, obwohl es noch lange nicht angefangen hatte? Draco sagte nichts mehr, lief davon und Harry sah ihm nach.
"Aber ich liebe dich doch, Draco.", sagte Harry in den leeren, dunklen Gang hinein und ließ seinen Kopf hängen.
"Ich gebe dich nicht auf, denn dies hätte der alte Harry getan. Ich jedoch bin der neue und ich bekomme immer das was ich will.", zischte er. Harry hatte einen weiteren Schritt hinter sich gebracht, gespickt mit neuer Erkenntnis.
"Und ich werde es dir beweisen." Entschlossen machte er Kehrt und marschierte zum Turm. Ja, er war soweit. Nur noch einige Tage Training und Bücher lesen, dann ging es los. Das erste Gespräch würde sich nicht mehr länger aufschieben lassen.
°°°°
|
||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
