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Der Fluchbrecher
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| von gugi28 erstellt: 22.01.2006 letztes Update: 22.01.2006 Romanze / P18 Slash (fertiggestellt, keine anonymen Reviews) | 92 Reviews |
Der Fluchbrecher
Oneshot - Monstershot
Heute, meine lieben Leser, drehen wir das Rad der Ideen neu. Darkgugi war so nett und hatte dies "ubernommen, so blieb der Zeiger auf folgendem stehen... Willkommen in unserer verr"uckten Ideenwelt!
Disclaimer: Das Harry Potter Universum geh"ort einzig und alleine JKR und trotzdem stibitze ich mir zwei s"usse Hasen und missbrauche sie f"ur meine neueste Idee. Frage: Muss ich sie wieder zur"uckgeben? *heul*
Autorin: ich und meine dunkle Seite. Uns geh"oren nur die durchgeknallten Ideen, sowie die OOC Handlungen der Charas in dieser Story.
Genre: Romantik/Humor
Pairing: Harry/Draco
Rating: R18, slash, Lemon - ACHTUNG! Nur f"ur User "uber 18 Jahren. Seid gewarnt! Wer slash, also Liebe zwischen zwei M"annern nicht mag, sollte diese Story verlassen! ACHTUNG!
Inhalt: Es war einmal ein Blondi, der es immer besser wusste und seine Umgebung wie unw"urdigen Dreck behandelte. Doch eines Tages traf ihn beim letzten Kampf ein Fluch, der sein jetziges Leben und dessen Anschauungen vollkommen ver"anderte. Denn es gab nur einen, der sich auf solche Fl"uche spezialisierte - und diese Person stand auf seiner Hassliste auf Nummer eins: Auror Harry James Potter.
Anmerkung: Ich halte mich NICHT an Buch sechs! Kann sein, dass Harrys Freunde so gut wie nicht vorkommen, nur zur Info! Post Hogwarts - liebt es, oder hasst es - aber lest es. [grins]
Dieser oneshot entstand, als ich "far away von Nickelback" h"orte. Da geht es nur um die Liebe... so sch"on das Lied. *snief*
Eure f"ur immer, darkgugi und gugi
P.s. SORRY! FORMAT SPINNT! Sollte im zweiten Teil wieder funktionieren... hm...
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Der Fluchbrecher - von gugi28
Tiefe Nacht beherrschte diesen Moment. Es war kalt und nass, da der Regen nur so auf ihn niederprasselte. Was hatte er sich dabei gedacht bei diesem letzten Gefecht mitzumischen? Wie waghalsig und lebensm"ude musste ein Mensch sein, der seine eigene Haut retten wollte? Alles andere war ihm egal, einzig und alleine z"ahlte seine Sicherheit. Und f"ur die w"urde er alles tun. Mit sorgf"altiger Abw"agung hatte er sich schon vor Jahren dazu entschieden, Dumbledore in seine Pl"ane eingeweiht. Schweren Herzens, da er ihn nicht leiden konnte - und trotzdem tat er es. Vorkehrungen wurden getroffen, Hilfestellung und Unterst"utzung geleistet. Und ja, er war mit diesem Ergebnis zufrieden. Glaubte er doch an die Sicherheit, dass sein Standpunkt niemals auffliegen w"urde. Wie sehr man sich doch irren konnte...
"Verflucht! Pass auf!" Nicht nur dieser Ruf hallte durch die ungem"utliche Nacht, weitere folgten. Schwarz k"ampfte gegen weiss, gute gegen schlechte Magie. Der letzte Kampf hatte begonnen und Draco Malfoy lag im Schlamm, eiskalte Feuchtigkeit kroch durch seine durchn"asste Kleidung. Ja, er war auf der Flucht, auf der Flucht vor den Todessern. W"ahrend Potter und seine Anh"angsel gegen Voldemort k"ampften, rappelte sich Draco unter st"ohnen auf, lief hektisch keuchend durch den dichten Wald. S"amtliches Ge"ast peitschte ihm entgegen, sein Atem rasselte in der Lunge. Er wusste nicht wie lange er schon lief, immer wieder stolperte. Er wollte sich nur in Sicherheit wissen.
"Bleib stehen du verfluchter Abschaum!", kreischte eine Stimme hinter ihm, die eindeutig Bellatrix geh"orte. Sie war anscheinend die einzige die sein Spiel durchschaute, die einzige, die es dem Meister sagte. Seit dem war er auf der Flucht, die beinahe schon 2 Tage anhielt. Aus lauter Verzweiflung sah Draco seine Rettung in Hogwarts, nahm nat"urlich Kurs darauf und passierte bereits die Grenzen. Der dunkle Lord hatte Bellatrix beauftragt den jungen Malfoy zu jagen, ihn zu foltern. Schlussendlich durfte sie ihn auch t"oten, denn Draco Malfoy war ein "ubler Verr"ater. Ein Spion. Nur durch Zufall und gute Aufmerksamkeit hatte Bellatrix dies herausgefunden und war nat"urlich belohnt worden. Sie stieg auf der Karriereleiter der Todesser eine Treppe nach oben, was sie geh"assig grinsen liess.
Draco Malfoy sp"urte wie seine Kraftreserven ihn langsam verliessen. Dummerweise hatte er auch noch seinen Zauberstab verloren, so konnte er sich nat"urlich nicht wehren. Er war sich sicher, dass Bellatrix ihn zerbrochen hatte. Wieso Draco diesen Weg gew"ahlt hatte? Nun, obwohl er Potter nicht leiden konnte, verfolgte er seinen Lebensweg sehr wohl mit und kam zu der Ansicht, dass Potter Voldemort durchaus besiegen konnte. Ein Malfoy stand niemals auf der Verliererseite, auch wenn sich Dracos Verhalten den Guten gegen"uber mit Sicherheit nicht ver"anderte. Im Gegenteil: Er war noch immer das arrogante Arschloch und wusste alles besser - bis jetzt.
"Ich sagte, du sollst stehen bleiben, Malfoy! Ich krieg' dich noch, du Mistkerl! Und wenn nicht ich, dann wird sich dein Vater gerne um dich k"ummern!", hallte die kreischende Stimme, irre geworden, durch den Wald - Draco bekam G"ansehaut.
"Mich wirst du niemals in deine Finger bekommen und auch nicht mein Vater.", kr"achzte Draco m"ude und ersch"opft, doch noch immer kampfeslustig. Sich durch das dichte Dickicht zu k"ampfen erforderte viel mehr Anstrengung, als Draco jemals angenommen h"atte. So wurde er langsamer und die Schritte seiner Verfolgerin kamen immer n"aher. Panisch drehte sich Draco um, untersuchte hektisch mit seinen Augen die Gegend, keuchte noch immer.
"Verdammt.", fing er zu wimmern an, als er abermals "uber eine Wurzel, die aus dem Boden herausragte, stolperte und kraftlos im Schlamm liegen blieb. Einzig und alleine der Regen prasselte auf ihn hinab, kannte kein Erbarmen. Etwas schwummrig blickte Draco in den Himmel, der in verschiedenen Farben aufleuchtete. Schreie drangen an sein Ohr - Todesschreie. Ob Potter es schaffen w"urde? Gerne h"atte Draco zugesehen, wie Potter den Arsch von Voldemort zur Strecke brachte, aber leider flog seine Tarnung auf.
"Na endlich! Sch"atzchen, du h"attest dich nicht so anstrengen brauchen! Egal wo du auch bist, ich h"atte dich immer wieder gefunden! Schon einmal etwas von meinem magischen Sender geh"ort?", kicherte Bellatrix und zeigte mit ihrem Zauberstab und Wut verzerrtem Gesicht auf den blonden, ersch"opften jungen Mann.
"Du kannst allerdings um Gnade flehen!", zischte sie eiskalt, Draco drehte seinen Kopf langsam in ihre Richtung. Er spuckte ihr vor die F"usse und setzte ein geh"assiges Grinsen auf.
"Niemals.", kr"achzte er heiser, gleich w"urde er in Ohnmacht fallen. Ihm war spei"ubel, Schwindel erfasste ihn - er konnte einfach nicht mehr.
"Na dann nicht! CRUZIO!", rief sie aus, ein weisser Strahl brach aus ihrem Zauberstab hervor. Dracos Schrei hallte qualvoll durch den Wald, vermischte sich mit den anderen Schreien, die ihre Situation dadurch unterstrichen. Draco kr"ummte sich vor Schmerz zusammen, warf den Kopf in den Nacken und w"unschte sich endlich den Tod herbei. Seine Kr"afte waren am Ende und dennoch besass er so viel davon, dass diese seine Ged"arme zusammenzogen. Draco hatte das Gef"uhl innerlich zu verbrennen, Sekunden kamen ihm wie Stunden vor. Seine Gliedmassen zuckten immer wieder, bis sich das Zittern nur noch auf seine F"usse beschr"ankte, er seine H"ande vor der Brust gekreuzt hielt. Bald, bald w"are es zu Ende.
Pl"otzlich liessen die Schmerzen nach und Bellatrix lachte schaurig auf. Oh nein, sie hatte noch mehr im Petto und machte weiter. Der n"achste Fluch wurde gerade gesprochen, doch nicht ganz vervollst"andigt. Draco sah nur noch schemenhaft wie ihr Gesicht erstarrte, ihre Augen glasig und leblos wurden. Trotz allem traf der Fluch und Draco riss stumm schreiend den Mund auf. Kein Ton kam heraus und so konnte er nur zusehen. Sein Blick wich in Erstaunen, als Bellatrix mit offen stehendem Mund dastand, Blut "uber ihre Mundwinkel floss. Danach kippte sie seitlich, erstarrt, weg und blieb neben ihm liegen. Draco wollte sich angewidert wegdrehen, doch er schaffte es nicht mehr. Er blinzelte, versuchte zu fokussieren und trotzdem sah er unscharf. Eine m"annliche Gestalt in schwarzen Roben schritt hinkend auf ihn zu, kam vor ihm auf die Knie. Potter?
"Du hast es "uberstanden, Malfoy. Sie und Voldemort sind tot.", klang dessen Stimme hohl und von weit her, ehe Draco die Augen verdrehte und alles um ihn herum schwarz wurde.
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Es gab viele Verluste, doch die gute Seite hatte gewonnen. Allem voran Harry Potter, der doch tats"achlich Voldemort zur Strecke gebracht hatte. Obwohl einige Todesser fl"uchten konnten, darunter Malfoys Eltern, wurden 80 Prozent von ihnen nach Askaban gebracht, w"ahrend Harry seine Ohren spitzte. Sein Kopf zischte in besagte Richtung, da er die Stimme sehr wohl erkannte. Eigentlich hatte er gedacht, dass Draco Malfoy gegen ihn k"ampfen w"urde und doch wurde er "uberrascht. Kurz vor ihrem letzten Kampf hatte Dumbledore ihm anvertraut, dass Draco Malfoy seit einigen Jahren als Spion arbeitete, was Harry anfangs nicht glauben wollte.
Als er mit seinen 22 Jahren auf dem Schlachtfeld stand, was einst das Gel"ande Hogwarts gewesen war, und einen blonden Schopf erhaschte, runzelte er nachdenklich die Stirn. Erst da fielen ihm Dumbledores Worte wieder ein, und er wusste, er musste schnell handeln. Wie es schien wurde Draco verfolgt, war aus dem Nichts aufgetaucht. Er hatte sicherlich gewusst, dass heute die entscheidende Schlacht beginnen w"urde, sah sicherlich darin seine letzte Chance gerettet zu werden. Und Bellatrix verfolgte ihn. Vorhin war sie Harry entwischt, als er verbissen gegen Voldemort k"ampfte. Nachdem der ehemalige dunkle Lord jedoch das Zeitliche gesegnet hatte, rannte Harry gehetzt hinterher und suchte den Wald nach seinem ehemaligen Feind ab. Er wusste, dass Bellatrix dabei war einen weiteren Unverzeihlichen zu sprechen, aber Harry hielt sie auf. Endlich sah er seine Chance und auch wenn sie mit dem R"ucken zu ihm stand kannte Harry kein Erbarmen ihr den "Avada Kedavra" anzufluchen. Und dann sah er ihn: Draco Lucius Malfoy. Dreckig von oben bis unten, durchn"asst und vollkommen ersch"opft am Boden liegend. Man sah ihm an, dass er um sein Leben k"ampfte und auch, dass er nicht aufgegeben hatte. Bis zu dem jetzigen Zeitpunkt. Harry sprach ihn an, "ubermittelte ihm den letzten Stand und bevor er weiters handeln konnte, sank Malfoy in sich zusammen, verdrehte die Augen und blieb regungslos im Dreck liegen.
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"Jungs? Ich bin "ausserst zufrieden! Die letzte Schlacht ist gewonnen, der dunkle Lord weilt nicht mehr unter uns! Dank Harry!", rief Harrys Vorgesetzter aus. Eine Woche war seit dem letzten Gefecht vergangen, nachdem Harry ebenso wie die anderen gleich in Hogwarts verarztet wurde. Wie durch ein Wunder waren seine Verletzungen nicht schlimm gewesen, wurden mit einer Leichtigkeit geheilt. Draco Malfoy, der neben ihm gelegen hatte, schlief noch immer, doch das war Harry vollkommen egal. Malfoy hatte es nicht anders verdient als gejagt zu werden, endlich einmal zu erfahren wie es war nicht immer auf der Gewinnerseite zu stehen. Damals hatte er Harry ausgelacht, diesmal h"atte er es tun sollen. Allerdings stellte er sich nicht auf dieselbe Stufe, auf der der Blonde stand. Hass war das einzige was sie verband.
Die jungen und auch die "alteren Auroren klatschten und pfiffen, viele strahlten Harry an und klopften ihm anerkennend auf die Schulter. Gl"uckw"unsche folgten und Harry grinste von einem Ohr zum anderen. Eine kleine Feier stand an, auf der sich sein bester Freund und Kollege Ron sichtlich am"usierte und mit Harry einen Scherz nach dem anderen riss. Meist ging es um Malfoy, der diesmal das Opfer gewesen war. Normalerweise w"urde Harry Mitleid empfinden, aber Malfoy hatte sogar in den letzten Jahren nicht aufgeh"ort in seinen Gedanken herum zu spucken.
"Harry? D"urfte ich dich kurz einmal sprechen?", rief sein Chef aus, Harry hob kurz die Hand.
"Ich komme!", lachte er los und verabschiedete sich von einem sehr gut gelaunten Ron Weasley. Mit einem Grinsen auf den Lippen folgte er seinem Vorgesetzten, verschwand mit ihm im angrenzenden Zimmer, wo hinter Harry die T"ure geschlossen wurde. Seth wurde ernst, was Harry doch stocken liess.
"Was liegt an, Seth?", fragte Harry sogleich, setzte sich auf den angewiesenen Stuhl. Seth seufzte m"ude, setzte sich ebenso, nur hinter seinem Schreibtisch. M"ude massierte er sich die Schl"afen, was Harry die Stirn zusammenziehen liess.
"Ich verwette meine letzte Robe, dass das was ich dir nun sage, dir nicht schmecken wird.", "ausserte sich Seth, Harry schwante B"oses.
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"Das kannst du mir doch nicht antun!", donnerte Harry schockiert los, sprang von seinem Stuhl hoch und funkelte seinen Vorgesetzten w"utend an.
"Harry, es tut mir Leid, aber..."
"Was, ABER!", brauste Harry weiterhin auf, warf seine H"ande in die Luft und drehte sich mit dem R"ucken zu dem Sitzenden.
"H"or mal, Harry. Ich kann mir schon vorstellen wie du dich f"uhlst, aber du bist der einzige der...", versuchte es Seth von Neuem, Harry wirbelte herum.
"Wieso! Wieso ich? Sag mir wieso! Ich meine, ich bin doch nicht der einzige der das kann! Du weisst ganz genau, dass ich Malfoy von ganzem Herzen hasse! Du kennst meine gesamte Vorgeschichte seit dem Einstellungsgespr"ach! Ich hatte dir vertraut und ebenso einiges anvertraut, was Malfoy anging! Ich war froh ihn nie wieder sehen zu m"ussen! Weisst du, zuerst erz"ahlte mir Dumbledore, dass Malfoy ein verfluchter Spion sei! Dann bemerkte ich ihn bei der Schlacht und rettete ihn auch noch! Rettete dieses verfluchte, versnobte Frettchen, der mich nur dem"utigte, beschimpfte und qu"alte!", schrie sich Harry in Rage, da er vollkommen verzweifelt war. Seth seufzte wieder und h"orte sich die Vorw"urfe ruhig an.
"Er zog meine verstorbenen Eltern in den Dreck, behandelte mich und meine Freunde wie Abfall! Ihm fiel alles in den Schoss und er geht noch immer den Weg des geringsten Widerstandes! Es ist mir heute noch ein R"atsel, wie er sich Dumbledore anschliessen konnte, dieser Feigling! Es ist mir scheiss egal welchen Fluch er abbekommen hatte! Endlich h"alt er seine verfluchte Klappe!", regte sich Harry weiterhin auf, die aufgestauten Gef"uhle, die er jahrelang in sich verschlossen hatte, kamen endlich hervor. Seth hatte schon fr"uher mit so einem Ausbruch gerechnet, da Harry in Sachen Malfoy eine tickende Zeitbombe war. Niemand zuvor hatte es geschafft diesen unglaublichen, jungen Mann so auf die Palme zu treiben.
Harry holte tief Luft und knurrte mit roten Wangen. W"utend raufte er sich die Haare, konnte es einfach nicht glauben. Das Leben war schier ungerecht. Wieso immer er? Wieso immer Malfoy?
"Jetzt ist es aber genug, Harry!", stand Seth energisch sprechend auf, lehnte sich "uber den Tisch und st"utzte sich mit den H"anden darauf hin ab.
"Wie w"urdest du dich f"uhlen, wenn niemand draufkommt wie man den Fluch brechen kann? Wie verzweifelt w"arst du, wenn du nie wieder sprechen k"onntest? Himmel noch einmal, Malfoy ist stumm! Er wird nie wieder auch nur ein einziges Wort sagen k"onnen!", versuchte er Harry zur Einsicht zu bekehren, Harry grinste fies.
"Das kann mir nur Recht sein. Malfoy hat es nicht anders verdient. Vielleicht lernt er endlich einmal sich wie ein Mensch aufzuf"uhren und..."
"ES REICHT!" Harry klappte der Mund auf, langsam liess er sich in seinen Stuhl fallen. Seth holte tief Luft, schloss die Augen und sah Harry danach entschuldigend an.
"Verzeih mir meinen Ausbruch, Harry. Aber dir ist sicherlich bewusst, dass es nicht anders geht. Ich kann dich ja verstehen - in allen Punkten. UND!", hob er die Hand, da Harry widersprechen wollte, "Ich gebe dir vollkommen Recht. Wenn es nach meiner pers"onlichen Meinung gehen w"urde, k"onnte er ebenso verrecken und f"ur immer stumm bleiben. Allerdings gibt es auch in der Zauberwelt ein Rechtssystem und Malfoy steht genauso Hilfe zu wie einem jeden anderen Zauberer. Es tut mir Leid dich damit belangen zu m"ussen, doch du bist der einzige, der in beinahe allen Ausbildungspunkten als Bester abgeschnitten hatte. Ausserdem kennst du Malfoy besser als kein anderer. Diese Tatsache k"onnte dir helfen. Und bevor du fragst - nein, Malfoy ist kein richtiger Todesser gewesen. Das Ministerium hatte diese Angelegenheit diskret und sehr eingehend untersucht und auch Dumbledore legt f"ur ihn eine Hand ins Feuer."
"Ich will nicht.", wimmerte Harry verzweifelt, er konnte es noch immer nicht fassen. Seth legte einen mitleidigen Ausdruck auf, schritt um den Tisch herum und setzte eine Hand auf Harrys Schulter.
"Sieh es einmal so. Malfoy wird sich in den Arsch beissen sich von dir helfen lassen zu m"ussen. Ihm bleibt keine andere Wahl. Dumbledore stellte den Antrag im Ministerium und er weiss auch, dass du der Beste auf dem Gebiet bist. Harry, du stehst mit Malfoy nicht auf derselben Stufe, verstehst du? Du stehst "uber ihn! Versetze dich mal in Malfoys Lage. Was w"urdest du an seiner Stelle machen, wenn dein Erzfeind dein Leben rettet und dann auch noch der einzige ist, der dir deine Stimme wieder zur"uckgeben kann? Er steht mehrmals in deiner Schuld, oder?", grinste Seth nun, Harry machte es ihm nach.
"Gut, ich bin dabei. Aber nur eine Geste von Malfoy und ich kastriere ihn mit blossen H"anden.", knackte Harry mit seinen Fingern, Seth fing schallend zu lachen an.
"Hey, von seinen Eiern war niemals die Rede. Er sollte wieder sprechen k"onnen.", zwinkerte Seth fr"ohlich, Harry stand weiterhin grinsend auf.
"War's das dann? Wann muss ich zu ihm? Und wo wohnt er?", ging Harry auf das gesch"aftliche ein, Seth Augen fingen zu funkeln an.
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Harry verfluchte sich nun erst Recht zugesagt zu haben. Denn die letzten Details zu seinem neuesten Fall hatten ihn buchst"ablich wieder knallhart in die Realit"at zur"uckgeholt. Harry h"atte sich eigentlich vorgestellt einige Stunden mit Malfoy zu verbringen, in s"amtlichen B"uchern zu schm"okern und ihn danach abzuweisen. Stattdessen erkl"arte ihn Seth, dass die Nachforschungen sicherlich um einiges l"anger dauern w"urden und er mit Sicherheit auch Malfoys Hilfe gebrauchen k"onnte. Schliesslich besass die Familie Malfoy eine einzigartige Bibliothek, die ihm vielleicht helfen k"onnte. Malfoy Manor war seit dem Angriff verlassen, so konnte Harry sich gem"utlich umsehen. Sicherlich kannte Malfoy Junior viele der B"ucher, aber Seth war sich sicher, dass Malfoy nicht alles an Inhalten verstand. Denn einige B"ucher, und dies war dem Ministerium bekannt, waren nur f"ur Auroren bestimmt. Wie sie allerdings vor Jahrzehnten in Malfoy Seniors Besitz kamen, wusste keiner. Malfoy Senior hatte sie in einer Stunde der Gunst legal erworben.
Die n"achste Hiobsbotschaft war, dass Harry den jungen Malfoy Tag und Nacht bewachen sollte, auf Hoffnung einiger positiver Reaktionen, die vielleicht ebenso helfen k"onnten. Dies hiess, Harry wurde f"ur seinen neuen Fall freigestellt und musste mit Malfoy zusammenwohnen. Toll, ganz toll. Harry verwendete den Einwand, dass der Rest der Todesser noch frei herum lief. Worauf Seth ihm k"uhl mitteilte, dass sie dies auch ohne Harrys Hilfe schaffen w"urden. Ausserdem w"urden die Todesser niemals bei ihm zu Hause suchen, sie mit Sicherheit von Malfoys Spiont"atigkeit erfahren hatten - ihm nach dem Leben trachteten.
Harry fluchte unfein, schritt auf die T"ure von Dracos Behausung zu. Nachdem - laut Informationen von Seth - Malfoy vollj"ahrig wurde, war er ausgezogen. Er lebte weiterhin in London, jedoch ausserhalb des regen Treibens. Am liebsten w"are er umgekehrt, h"atte Malfoy Malfoy sein lassen. Seth schaffte es immer wieder ihn einzulullen und schon wieder war er darauf hereingefallen. Harry und sein beschissenes Schicksal!
"Wenn ich diesen beschissenen Einsatz auf unbegrenzte Zeit "uberlebe k"undige ich.", maulte er leise und blieb nerv"os vor der Haust"ure stehen. Eine sanfte Melodie ert"onte, als Harry die Glocke bet"atigte.
"Bitte sei nicht hier, du kannst ja ausgewandert sein, oder so.", nuschelte Harry hoffnungsvoll, doch dieser Gefallen wurde ihm nicht getan. Schritte erklangen, zuerst leise, dann immer lauter. Mit Schwung ging die T"ure auf und dann sahen sich die beiden Feinde direkt ins Gesicht. Schockiert war der mindeste Ausdruck, den der hoch gewachsene Blonde auf seinem Gesicht trug. Er war fassungslos und wurde stink w"utend. Draco wollte gerade die T"ure wieder ins Schloss schleudern, als Harry seinen Fuss ausstreckte und dagegen trat. Abermals sprang sie auf und Malfoy machte einen Satz nach r"uckw"arts. Stumm und mit funkelnden Augen erdolchte er Harry, der ihm "uberheblich entgegengrinste.
"Ja, ja, Malfoy. Ich weiss wie sehr du dich freust mich zu sehen. Ganz meinerseits. Darf ich reinkommen? Ja? Oh! Wie "uberaus freundlich von dir!", lud sich Harry selber ein, trat in das kleine Haus ein und dr"uckte die T"ure ins Schloss. Malfoys Atem ging hektisch, er verschr"ankte erbost die Arme vor der Brust. Verachtung stand in seinem Gesicht, er w"urde gleich auf Harry losspringen.
"H"ubsch hast du es hier! Um auf den Punkt zu kommen, du fragst dich sicherlich was ich hier mache, oder?", legte Harry den Kopf schief, Draco machte den Mund auf. Jetzt lief er rot an, da er Harry nicht einmal eine gepflegte Antwort entgegenschleudern konnte. Scheisse aber auch. Stampfend erreichte Draco die T"ure, riss sie auf und sah Harry aus zornigen Augen an.
"Es geht um den Fluch der dich stumm machte.", erwiderte Harry leise, da ihm Draco doch irgendwie leid tat. Er mochte weiterhin ein Arschloch sein, aber Harry hatte sehr wohl dar"uber nachgedacht was es hiess stumm zu sein. Dracos Reaktion im Gesicht ver"anderte sich schlagartig. Einerseits wegen dem was Harry sagte, andererseits wurde er neugierig. Was wollte Potter von ihm? Noch immer Harry anstarrend, schwang er sanft die T"ure zu und wartete ab.
"Zeit mir dein Wohnzimmer, Malfoy. Ich glaube, wir sollten uns setzen. Denn das was du jetzt von mir h"oren wirst, wird dich im wahrsten Sinne des Wortes umhauen.", sprach Harry ruhig weiter, Draco schnaubte. Trotz allem folgte er artig und musterte Harry von der Kehrseite. Mit einem nicken hatte er vorhin angedeutet in welche Richtung Harry zu gehen hatte, der sich nat"urlich neugierig umsah. In Dracos Augen trat ein glitzern ein und nur all zu gerne h"atte er diesem Arsch von Potter um die Ohren geschmissen, dass er selber sicherlich keinen solchen Luxus kannte. Gut, Draco besass keine Hauselfen mehr, wollte eigentlich nur noch alleine sein und hatte sie entlassen, sie nach Hogwarts geschickt. Harry pfiff leise.
"Wow, meinen Respekt Malfoy! Du hast es hier wirklich sehr sch"on und gem"utlich.", nickte Harry anerkennend, beide waren bereits im Wohnzimmer angelangt. Ein Feuer prasselte im Kamin, schm"uckte damit das kleine Wohnzimmer aus. Die Einrichtung wirkte warm und freundlich, ein grosser L"aufer lag mittig im Wohnzimmer. Die Couch schien einladend und Harry drehte sich zu Draco umher.
"Darf ich mich setzen?" Kurz blinzelte Draco mit den Augen - hatte Potter tats"achlich gefragt? Normalerweise h"atte Draco ihm keine Manieren zugetraut. Nochmals musterte er sein verhasstes Gegen"uber, welches er eigentlich auf den Mond w"unschte und fragte sich zum zweiten Male, was an Potter anders war. Gut, er war gewachsen, reifte zum Mann herbei und trotzdem...
"Darf ich jetzt?", unterbrach Harry seine Gedanken, Malfoy nickte nur. Wohlig seufzend liess sich Harry darauf nieder und holte tief Luft, wartete bis Malfoy sich auch setzte.
"Dumbledore hatte dir sicherlich schon gesagt, dass der Fluch, den du abbekommen hattest kein einfacher war, oder?", fing Harry an, Draco rollte mit den Augen und verzog sein Gesicht.
"Ja, dachte ich es mir. War sicherlich ein Schock f"ur dich, hm?", setzte Harry hinten dran und Draco sah ihn an, als w"are Harry geisteskrank. Seine Miene schien beinahe zu schreien, dass es die H"olle war.
"Nun, auch Dumbledore weiss, dass ich der Beste bin, was Fl"uche angeht. H"atte ich selber niemals gedacht, aber dieses Thema interessierte mich schon immer. Malfoy... ich bekam aufgetragen dir zu helfen.", meinte Harry etwas unsicher, Draco schnaubte abermals und sch"uttelte immer wieder den Kopf. Wieso er! Wieso ausgerechnet Potter! Scheiss Potter, scheiss Leben!
"Glaube mir, ich war auch nicht sonderlich begeistert dar"uber, aber vielleicht kann ich dir wirklich helfen. Seitdem ich davon weiss, machte ich mir nat"urlich Gedanken dar"uber. Als ich dich und dieses Mistst"uck im Wald sah, dachte ich zuerst sie w"urde dich gleich t"oten. Ich versuchte mich krampfhaft zu erinnern, welchen Zauber sie anwenden wollte. Ich irrte mich, Malfoy.", runzelte Harry "uberlegend die Stirn, Draco zog eine Augenbraue hoch und sah ihn abwartend an. Schliesslich hatte er in dieser beschissenen Lage keine andere M"oglichkeit.
"Sie wollte mit dir noch etwas anderes machen, doch weiss ich nicht was. Es ist jedenfalls sicher, dass sie dich nicht umbringen wollte - vorerst. Ich kam ihr in die Quere und w"are dies nicht geschehen, h"atte es f"ur dich schlimmer ausgehen k"onnen.", fuhr Harry weiterhin fort und sah Draco ernsthaft an. Dracos Augen wurden ausdruckslos, er schien zu resignieren, sank in sich zusammen. Harry glaubte zu wissen was Malfoy damit ausdr"ucken wollte. Hoffnungslosigkeit. Malfoy war ja schliesslich nicht dumm und konnte eins und eins zusammenz"ahlen.
"Du weisst allerdings auch, dass ich niemals aufgebe, oder?", versuchte es Harry nochmals, Draco sah ihn wieder an. Er wirkte nachdenklich, bewegte sich nicht.
"Wir werden gemeinsam eine L"osung finden und dazu brauche ich deine Hilfe. Wir m"ussen wahrscheinlich nach Malfoy Manor, um dort die Bibliothek zu durchsuchen. Ich bekam einen Geheimtipp vom Ministerium, wo dein Vater s"amtliche B"ucher versteckt h"alt, ohne dass du davon etwas wusstest. Glaube es ruhig, es ist so. Denn wenn du es gefunden h"attest, w"urdest du das richtige Buch f"ur den Fluch bereits vor Augen haben. Und ja, dein Vater hatte sich vor vielen Jahren diese B"ucher erkauft. Keiner weiss wie. Was ich dir allerdings jetzt sage wird dir nicht schmecken.", r"ausperte Harry sich, in Malfoys Augen stand Panik. Harry fand es als Ironie des Schicksals, da Malfoy fr"uher niemals Gef"uhle gezeigt h"atte. Jetzt, da er stumm war, musste er sich anders ausdr"ucken.
"Erstens, Malfoy Manor ist verlassen. Deine Eltern befinden sich auf der Flucht und dein Elternhaus wird von unseren Leuten bewacht. Bis jetzt alles verstanden?", zog Harry es in die L"ange, Draco knurrte lautlos - zumindest verzog er so sein Gesicht.
"Gut. "Ahm... wie soll ich es dir sagen? Damit wir schnellere Fortschritte machen will Seth, mein Vorgesetzter, dass wir in dieser Zeit zusammenwohnen. Das heisst, wir werden Tag und Nacht aneinander kleben, damit ich dich beobachten kann. Ausserdem musst du umziehen - besser gesagt zu mir. Die restlichen Todesser hatten sicherlich schon erfahren, dass du ein Spion bist und werden versuchen deinen Standort ausfindig zu machen. Es geschieht nur zu deiner Sicherheit, Malfoy. Ich bin mindestens genauso begeistert wie du und..." Harry unterbrach sich, da Draco aufgesprungen war. Mit wild herumwedelnden Armen sprang er auf und ab, schimpfte Harry stumm aus. Er wurde knallrot im Gesicht und br"ullte Harry eingehend an, obwohl kein Ton zu h"oren war.
Harry grinste das erste Mal, seit er angekommen war. Ein stummer Malfoy hatte etwas f"ur sich.
"Wie bitte? Ich kann dich nicht h"oren?", meinte Harry fies, stand ebenso auf und legte seine Hand hinters Ohr. Er bemerkte sehr wohl, dass Malfoy seine H"ande zu F"austen ballte, er vor Wut bebte.
"Du musst schon lauter sprechen.", lachte Harry los, wollte es dem Blonden wenigstens einmal heimzahlen. Es knallte und Harrys Kopf fegte zur Seite. Seine Wange brannte, keuchend hielt er sich diese. Bevor Draco jedoch bl"od grinsen konnte, holte Harry ebenso aus und verpasste Draco eine schallende Ohrfeige. Jetzt war es Draco, der ihn verdutzt und schockiert musterte, w"ahrend Harry schnaubte.
"Damit das klar ist, Malfoy! Diese Kindereien haben ein Ende! Du hast nicht das Recht mich zu schlagen, schliesslich sind wir erwachsen! Solltest du es dennoch tun, werde ich Gleiches mit Gleichem vergelten! Mir geht es am Arsch vorbei dir zu helfen - SCHON WIEDER! Aber so ist es nun mal, sieh es endlich ein! Glaubst du denn, ich will DICH in meiner N"ahe haben? Pah! Sicher nicht! Also reiss dich zusammen, Malfoy! Je eher wir zusammenarbeiten, desto eher bist du mich los und bekommst deine Stimme wieder zur"uck!", blaffte ihn Harry mit blitzenden Augen an, Draco starrte ihn noch immer fassungslos an. Nein, er hatte keine Angst vor Harry, doch dieser Blick zwang alle in die Knie. Resigniert liess er seine Hand sinken, sah emotionslos an Harry vorbei.
"Sieh mal, Malfoy.", beruhigte sich Harry wieder und rieb sich seine rote Wange.
"Ich wollte dich nicht provozieren, aber es bot sich so gut an. Du weisst sicherlich selber, dass du nicht beliebt bist und alle wie Dreck behandelst. Sieh es als eine Retourkutsche, wenn du magst, sozusagen als Rache. Ich habe dir noch etwas anzubieten, Malfoy. Wir lernen weiterhin wortlose Magie, damit du trotz allem mit Zauberstab zaubern kannst, einverstanden? Ich bin perfekt darin, glaube mir. W"are das was? So kommst du einen Schritt n"aher an dein Ziel heran wieder der Alte zu werden.", seufzte Harry, Draco "uberlegte. Langsam nickte er, doch schien er noch immer w"utend zu sein. Potter hatte die Oberhand und das gefiel ihm absolut nicht! Mann, was war anders an Potter? Zum dritten Male stellte er sich die Frage.
"Sag mal, wie bist du bisher ohne Magie ausgekommen?" Harry wurde neugierig, Dracos Blick panisch. Harry lief an Malfoy vorbei, suchte die K"uche auf. Schliesslich musste Draco ja auch essen, oder? Und wie hatte er es fertig gebracht ein Feuer zu entfachen? So ohne Magie? Er sp"urte Malfoys harten Griff an seinem Arm und bemerkte den Widerstand, den er nun aufbringen musste, um in die K"uche zu gelangen.
"Wieso willst du nicht, dass ich mir die K"uche ansehe?", lachte Harry los, Draco hing bereits an seinem Arm. Als Harry mit viel M"uhe und Not diese erreichte, klappte ihm der Mund auf.
"Wie sieht es denn hier aus?", stammelte er fassungslos, da hier eine Bombe eingeschlagen hatte. Gleich darauf h"orte er Dracos Magen knurren, Harry verkniff sich ein L"acheln und drehte sich umher.
"Hast du noch immer Hunger? Du musst ja halb verhungert sein, nachdem du nicht zaubern kannst?", "uberlegte Harry, Draco drehte sich schnaubend weg. Dummerweise verriet ihn sein Magen abermals, Harry l"achelte milde. Er zog seinen Zauberstab, reinigte mit einem Schlenker die K"uche und mit dem n"achsten stand ein wundervolles, heisses Gericht auf dem K"uchentisch. Draco rollte seine Augen in besagte Richtung, ohne den Kopf zu bewegen. Danach schnupperte er, wimmerte leise.
"Hey, das ist alles f"ur dich und keine Sorge, es ist nicht vergiftet. Du solltest etwas essen, ja? Na komm schon, schmeckt sicherlich gut!", lachte Harry auf und setzte sich einfach. Draco rang mit sich selber, wollte er nichts essen, was St. Potter gezaubert hatte. Da Harry sich allerdings eine H"uhnerkeule nahm und herzhaft abbiss, sprintete Draco darauf zu, riss es Harry aus der Hand und stopfte es sich in den Mund. Demonstrativ fing er zu kauen an, Harry grinste schief und kaute ebenso weiter.
"Du willst mir damit wohl sagen, dass alles deines ist, was?", grinste Harry schief, Draco verzog mit vollem Mund seine Lippen zu einem Grinsen.
"Na gut, ich hatte sowieso schon gegessen, hau rein.", unterstrich Harry die Aussage mit einer einladenden Handbewegung, was Draco sich nicht zweimal sagen liess. Normalerweise ass Draco Malfoy - so kannte es Harry - vorbildlich erzogen, doch diesmal stopfte er alles in sich hinein. Harry bekam Mitleid und wusste, dass Draco ohne Zauberstab aufgeschmissen war. Als Draco fertig war, rieb er sich den Bauch und lehnte sich gem"utlich an die Sessellehne an. Er konnte nicht verhindern, dass er r"ulpsen musste, jedoch lautlos. Geschockt dar"uber wurde er ein wenig r"otlich um die Nase, was Harry mit einem Grinsen abtat.
"Macht nichts, habe es sowieso nicht geh"ort. Ausserdem zeigt es mir, dass es dir geschmeckt hat und du nun satt bist. Also? Gehen wir es an?", wechselte Harry schnell das Thema und stand auf. Malfoy schien dar"uber erleichtert zu sein, erhob sich ebenso.
"Zeig mir dein Schlafzimmer, dann k"onnen wir deine Sachen einpacken, ja? Du musst mich nur darauf aufmerksam machen was du gerne mitnehmen willst.", meinte Harry leichthin, Draco sah ihn "uberheblich an. Ohne sich mit einer Geste zu bedanken schritt er einfach voran, hoheitsvoll, was Harry die Augen verdrehen liess. Gemeinsam stiegen sie Stufen empor, gelangten in Dracos Schlafzimmer. Auch dieses war geschmackvoll eingerichtet, wie sich Harry eingestehen musste. Draco stiess Harry unsanft an, da er seine Aufmerksamkeit haben wollte - Harry riss sich vom Bestaunen los. Draco "offnete seine beiden K"asten, zeigte mit seinem Finger hinein.
"Gut, und was genau willst du mitnehmen?", fragte Harry nach, Draco stemmte seine H"ande in die H"uften und klopfte mit dem Fuss auf den Boden.
"Was? ALLES?", keuchte Harry, Draco grinste fies und nickte.
"Mann, du bist ja "uberhaupt nicht eitel, oder?", verzog Harry sein Gesicht, Draco sah ihn hochn"asig an und strich sich "uber sein weissblondes Haar.
"Ja, ja, du bist der Sch"onste, ich weiss.", schnarrte Harry Kopf sch"uttelnd und zog abermals seinen Zauberstab, um endlich anzufangen. Draco sah ihn erstaunt an, wusste nicht, was er von Harrys Kommentar halten sollte. Harry zauberte einen Koffer herbei und schon flogen alle Kleidungst"ucke fein s"auberlich und zusammengelegt hinein. Als Harry unter den wachsamen Augen Dracos endlich fertig wurde, schleppte Draco ihn ins Bad, was Harry zum knurren brachte.
"Mann, Malfoy! Da stehen eine Menge an Gel und Kleinzeugs herum! Das h"attest du selber auch tragen k"onnen!", regte sich Harry auf, doch Draco ging darauf nicht ein. Er zeigte pausenlos auf seine Sachen, nickte grimmig, was Harry zum verzweifeln brachte.
"Du meinst, du weigerst dich? Meinst, ich sollte es tun, weil du bei mir wohnen musst?", glaubte Harry zu wissen, heftiges nicken kam zur Antwort. Dracos Augen glitzerten angriffslustig, doch Harry ging nicht darauf ein. Er marschierte zur Dusche, schnappte sich eine Tube Gel und "offnete es. Dann schnupperte er daran, doch Draco riss es ihm aus der Hand und sah ihn b"ose an.
"Ich werde doch wohl noch daran riechen d"urfen!", maulte Harry, Draco fletschte die Z"ahne.
"Gut, dann nicht."
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Eine Stunde sp"ater war Harry froh, dass sie beinahe das gesamte Haus von Malfoy in die Tasche gezw"angt hatten. Sichtlich befriedigt sah Draco ihn von oben herab an, was Harry gar nicht gefiel. Schliesslich war der Blonde einen knappen Kopf gr"osser als er. Mist. Harry verkleinerte die Tasche, steckte sie in seine Robe. Danach schritt er auf Draco zu und blieb ziemlich dicht vor ihm stehen. Draco riss die Augen auf, sah ihn etwas unsicher an.
"Wir m"ussen apparieren. Sonst f"allt es auf. Auch wenn du mir nicht traust, halte dich an mir fest.", murmelte Harry leise, ein sanftes L"acheln umspielte seine Lippen. Mit einem harten Ruck umfasste er mit einem Arm Dracos schmale Taille, zog ihn hart zu sich, gurrte kurz und zwinkerte Draco zu. Er wusste selber nicht was in ihn gefahren war, aber irgendwie war Malfoy anders. Und so wie er war, gefiel er ihm. Endlich einmal sprachlos. Draco riss erschrocken die Augen auf, legte seine H"ande auf Harrys Brust und wollte sich von ihm wegdr"ucken.
"Auf geht's.", grinste Harry charmant und mit einem Plopp waren sie verschwunden. Mit einem weiteren kamen sie vor Harrys T"ure an, wo Draco sich endlich befreien konnte und Harry angewidert ansah. Zudem zeigte er ihm dauernd den Vogel - Harry sah ihn resigniert an und winkte einfach ab.
"Nein, du bist durch meine Ber"uhrung nicht vergiftet worden. Und wenn schon, dann wirst du es merken und qualvoll sterben.", meinte Harry sarkastisch und dr"uckte die T"ure zu seinem kleinen Haus auf. Jetzt war es Draco der sich neugierig umsah und alles genauestens inspizieren musste. Ja, er gestand sich ein, dass auch Harrys Heim sehr sch"on eingerichtet war. Zwar schien es etwas kleiner zu sein wie sein eigenes Haus, aber durchaus gem"utlich. Draco stellte sich schon auf den Schock ein nur rot zu sehen, doch dem war nicht so. Nur warme T"one kleideten die Einrichtung ein und Draco f"uhlte sich wohl. Es war klar, dass er dies Potter niemals sagen w"urde, er war ja schliesslich ein Malfoy.
"Na los? Sieh dich um?", kicherte Harry mit Schalk, was sich Draco nicht zweimal sagen liess. Schon verschwand er den Flur entlang schreitend Richtung K"uche, inspizierte das Wohnzimmer und die kleine Bibliothek. Harry folgte ihm am"usiert, w"ahrend Draco nicht glaubend die Augen aufriss und sich im letzten Zimmer umherdrehte.
"Ja, Malfoy, ich besitze eine Bibliothek! Toll, was? Und weisst du was? Ich kann sogar lesen!", lachte Harry auf, Draco schnaubte. Er verzog sein Gesicht, schob Harry brutal beiseite und verschwand wieder. Als n"achstes h"orte Harry die Treppen knarren, eilte Draco hinterher. Oben befand sich Harrys Schlafzimmer, ein Zimmer zum entspannen und ein Badezimmer. Pl"otzlich h"orte er einen dumpfen Laut, Harry war in Alarmbereitschaft. Hektisch st"urmte er ins Zimmer, sah sich um.
"Malfoy! Was ist? Hallo! Hey!", rief er aus und wedelte mit seiner Hand vor Dracos geschocktem Gesicht umher.
"Hallo? Malfoy? Zeig es mir! Na mach schon!", forderte Harry ihn auf, da Draco ja nicht sprechen konnte. Harry verstand nicht was der Blonde auf einmal hatte, suchte das Schlafzimmer nach Hinweisen ab und blieb ratlos. Pl"otzlich traf ihn etwas Weiches mit voller Wucht und immer wieder gegen den Kopf. Harry zog die H"ande hoch und hielt sie sch"utzend "uber sein Haupt.
"Verdammt, Malfoy! Was soll denn der Scheiss! H"or auf mich mit dem Kissen zu schlagen!", br"ullte Harry los, schnappte es sich und schon zogen beide an den "uberdimensionalen Kissen.
"Malfoy!", sprach ihn Harry nochmals hart an, der ihn b"ose anfunkelte. Mit einem Nicken deutete er Richtung Bett, ehe Harry verstand. Scheisse! Er hatte ja nur eines!
"Oh!", kam es geistreich von ihm, nun wurde Harry ein wenig r"otlich um die Nase. Daran hatte er nicht mehr gedacht gehabt! W"ahrend er dar"uber nachdachte liess er das Kissen los und schon flog es ihm nochmals um die Ohren.
"Es reicht, Malfoy! Ich habe es ja verstanden!", blaffte er ihn an, riss an dem Kissen und schleuderte es aufs Bett zur"uck.
"Mann! Ja! Ich hatte selber nicht daran gedacht! Na und? Dann werden wir das auch noch "uberstehen! Ich bin nicht giftig, Malfoy!", schnaufte Harry, auch wenn ihm unwohl dabei war. Draco wirkte kampflustig und wollte sicherlich mit seinem Blick aussagen, dass Harry ja ein Gryffindor gewesen war. Mit einem sp"ottischen Grinsen warf er sich quer auf das Bett, streckte alle Gliedmassen von sich und schnaufte. Harry fing zu lachen an und ging neben dem Bett in die Hocke.
"Du meinst wohl damit, dass dir das Bett alleine geh"ort und ich mich verziehen soll?", fragte er scheinheilig, Draco sah auf und nickte wild. Beinahe schien es so als w"urde er schmollen, was sich Harry sicherlich nur einbildete. Danach grinste er fies.
"Tja, Malfoy. Wie soll ich es dir sagen? Es ist mein Haus, ich rette dir den Arsch, du darfst hier wohnen und es ist mein Bett. Ausserdem habe ich einen Zauberstab und du nicht, oder? Also? Wie entscheidest du dich? Folgender Vorschlag: Potter und Malfoy teilen sich das sehr grosse Bett, oder Malfoy schl"aft auf der Couch. Hm? Na? Die Zeit dr"angt! Tick, Tack. Potter oder Couch? Potter, Couch, Couch, Potter?", wiegte Harry seinen Kopf hin und her, Draco knurrte - auch wenn lautlos. W"utend schlug er mit der Faust auf die Matratze, zog dabei Harrys Geruch ein. Das erste was sein Gehirn durchstr"omte war: riecht gut, riecht sehr gut. Ertappt dar"uber und vollkommen verunsichert rollte sich Draco zur Seite, legte sich der L"ange nach auf den R"ucken und maulte lautlos vor sich hin. Harry lachte leise auf, legte sich neben ihn und kuschelte sich ins Kissen. Einige Minuten blieben sie stumm, bis Harry seinen Kopf zu Draco drehte.
"Na siehst du? Du bist noch immer nicht gestorben - Folge dessen bin ich nicht giftig. Deine Wahl war sehr gut, Malfoy.", kicherte Harry eingehend, Draco schmollte - und diesmal bildete es sich Harry nicht ein. Draco grummelte noch immer lautlos vor sich hin, drehte allerdings ebenso seinen Kopf Richtung Harry und zog "uberrascht eine Augenbraue hoch.
"Was ist? Habe ich einen Pickel? Oder wieso glotzt du mich so an?", wollte Harry sofort wissen, ihm war nicht wohl bei der Sache. Malfoy sah ihn noch immer eingehend an und grinste. Dann tippte er auf seine Augen und Harry verstand.
"Ach so! Ja, ich trage keine Brille mehr, falls du das meinst.", kicherte Harry verlegen und r"ausperte sich. Draco nickte, sein Blick schien zu sagen, dass Potter endlich einmal das Richtige getan hatte. Denn das bl"ode Brillengestell hatte ihm nie gestanden.
"Weisst du, sie ging schon mehrmals zu Bruch und auch wenn ich sie mittels Zauber immer wieder reparierte, blieb trotzdem etwas zur"uck. Dann gab ich es auf und suchte nach einem geeigneten Zauber. Jetzt sehe ich klar, habe ein viel gr"osseres Blickfeld. Himmlisch.", seufzte Harry zufrieden, Draco be"augte ihn kritisch. Na wenigstens wusste er nun, was an Potter so ver"andert war. Und ja, es stand ihm. Draco riss die Augen auf, starrte nun an die Decke und konnte nicht glauben was er da gerade dachte! Zum Henker damit was Potter besser passte!
"Ich will dich ja nicht in deinen Gedankeng"angen unterbrechen, aber wie w"are es, wenn wir deine Sachen ausr"aumen? Leider passt hier aufgrund der Gr"osse des Zimmers weder ein zweites Bett hinein, noch zwei weitere K"asten. Aber im Flur k"onnte ich...", fing Harry an, Draco sprang aus dem Bett. Ungeduldig sah er Harry an, der lachend auf die F"usse kam und den verkleinerten Koffer herauszog. Schon wurde er vergr"ossert und Draco w"uhlte darin umher. Als Harry in den Flur schritt und zwei K"asten erschuf, stand Draco auf einmal hinter ihm, tippte ihn auf die Schultern.
"Was?", n"orgelte Harry, Draco sch"uttelte entschieden den Kopf. Er deutete mit seinen H"anden an, dass Harry sie noch vergr"ossern sollte, stiess ihn immer wieder an und fing lautlos zu maulen an.
"Ja, ja! Wie der Herr w"unschen!", keifte Harry, schwang nochmals seinen Zauberstab. Endlich wirkte Draco zufrieden, eilte ins Schlafzimmer zur"uck und fing an seine Sachen in die Schr"anke zu r"aumen. Harry machte sich an den Toilettenartikeln zu schaffen und schlichtete sie ins angrenzende Badezimmer ein. Er seufzte, da das Badezimmer nun mehr als "uberladen war. Wieso brauchte Malfoy immer so viel Zeugs? Eine weitere Stunde sp"ater waren Malfoys Sachen aufgeteilt, Harry "achzte.
"Es ist noch fr"uh. Was h"altst du davon wenn wir dir einen Zauberstab besorgen gehen?", grinste Harry schief, Draco wusste nicht ob er erfreut sein sollte. Einerseits wollte er wieder einen Zauberstab besitzen, andererseits hatte er Angst davor erkannt zu werden. Harry erkannte seine Gef"uhlsregung im Gesicht, legte beschwichtigend eine Hand auf Dracos Unterarm.
"Keine Sorge, ich passe auf dich auf. Weisst du was? Ich gebe dir eine Robe von mir - mit Kapuze. So kannst du dich ein wenig tarnen. Und was mich angeht..", "uberlegte Harry, Draco zog angewidert seinen Arm weg. Potter hatte ihn gef"alligst nicht zu ber"uhren!
"Ich werde mich in eine andere Person verwandeln. Der Zauber sollte eine Stunde anhalten. Doch wen sollte ich nehmen?", "uberlegte er weiter, Draco bekam grosse Augen. Seit wann kannte Potter solch schwere Zauber? Klar, als Auror musste er es k"onnen. Mann, Potter hatte ja immer Schwein, oder? Trottel, dieser Potter. Egal ob er ihm half oder nicht, entschied Draco im Stillen. Und nein, er w"urde sich nicht f"ur dessen Hilfe bedanken! So weit kam es ja noch!
"Ich hab's!", rief Harry aus, stand auf und schwang den Zauberstab "uber sein Haupt. Draco sah gespannt zu, seine Augen wurden "ubergross. Potter fing langsam an sich zu verwandeln und vor ihm stand kein anderer als Blaise Zabini!
"Na? Was sagst du dazu? Ich bin ein perfektes Duplikat, oder? So erkennt mich niemand als Harry Potter und keiner kann mir andichten dir zu helfen. Also? Gehen wir los?", zwinkerte Harry ihm mit braunen Augen zu, Draco sah ihn mit offen stehendem Mund an. Wenn er nicht wusste, dass dies Potter war, dann h"atte er in der Tat geglaubt seine ehemals besten Freund vor sich zu haben. Schade, dass Blaise mit seinen Eltern ausgewandert war - sie noch rechtzeitig den Absprung schafften. Wie es ihm wohl ging?
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"Zapple nicht so rum, Malfoy.", zischte Harry leise, als sie durch die Winkelgasse schlenderten, ihr Ziel genau vor den Augen hatten. Draco f"uhlte sich in dieser Robe zwar wohl, doch geh"orte sie noch immer Harry Potter! Bis jetzt hatte ihn keiner erkannt und langsam entspannte er sich. Mit Eifer betraten sie den neuen Laden f"ur Zauberst"abe, wo sie auch gleich empfangen wurden. Harry erkl"arte alias Slytherinmanier was er wollte, bevor Draco auch noch den Mund aufmachen konnte. Draco staunte nicht schlecht, da Harry seine Rolle perfekt spielte und Blaise einwandfrei imitieren konnte.
S"amtliche Schachteln mit verschiedenen St"aben lagen ausgebreitet auf den Tresen und Draco machte sich gleich daran einen nach den anderen auszuprobieren. W"ahrend vier der Regale durch den falschen in Flammen aufgingen und er vor Wut rot anlief, l"oschte Harry ohne mit einer Wimper zu zucken das Feuer, was den armen Ladenbesitzer beinahe einen Herzinfarkt bescherte. Als danach s"amtliche Schachtel aus den Regalen flogen und der Laden zus"atzlich verw"ustet wurde, langte Draco mit ausgestreckten Armen "uber die Theke und wollte den armen Mann erw"urgen.
Der Alte riss darauf hin geschockt die Augen auf, fl"uchtete und suchte nach dem richtigen, w"ahrend Harry M"uhe hatte einen aufgebrachten Draco Malfoy davon abzuhalten "uber den Tresen zu klettern, um den armen Mann zu verfolgen. Drei weitere Versuche und Wutanf"alle sp"ater, strahlte Draco endlich den richtigen Zauberstab in H"anden zu halten. Harry behob den angerichteten Schaden, bezahlte ohne etwas zu sagen und l"oschte das letzte Erlebnis aus dem Ged"achtnis des Verk"aufers. Verdattert sah dieser ihnen nach, als Harry den breit grinsenden Draco nach draussen schob und mit ihm apparierte.
Endlich waren sie angekommen und Draco versuchte es nochmals mit dem Zauberstab. Angestrengt verzog er sein Gesicht, welches nochmals rot anlief, doch nichts passierte. Harry fing zu lachen an und legte den Umhang ab.
"Nur mit der Ruhe, Malfoy! Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut." Draco richtete w"utend seinen Stab auf Harrys Halsschlagader, dachte an etwas geh"assiges, doch nichts passierte. Harry g"ahnte und Draco bekam grosse, w"assrige Augen. Es schien beinahe so als w"urde er verzweifeln und Harry t"atschelte gutm"utig seine Wange.
"Sag ich doch. Was h"altst du davon, wenn ich f"ur uns koche?", rief er "uber die Schulter und schlenderte in die K"uche. Draco knurrte lautlos, pfefferte seinen sch"onen und neuen Zauberstab auf den Boden, trat ihn und keifte ihn an. Er hasste seinen Zustand, da kein Wort "uber seine Lippen kam. Erst jetzt bemerkte er, dass Harry verschwunden war und folgte ihm sogleich. W"ahrend Harry T"opfe holte, im K"uhlschrank nach etwas Essbarem suchte, setzte sich Draco und sah Harry gelangweilt zu.
"Wir bekommen heute Spaghetti Bolognese!", schnarrte Harry alias Koch und schwang dabei seinen Kochl"offel. "Uber Dracos Kopf schwebte ein Fragezeichen, ausserdem wollte er kein Muggelessen zu sich nehmen! Abermals maulte er Harrys R"ucken an, der gut gelaunt pfeifend die Sauce zubereitete und abschmeckte. Draco verging das raunzen, er schnupperte. Langsam bekam er Hunger, stand auf und kam n"aher, lugte in den brodelnden Topf hinein.
"Riecht gut, hm?", versuchte es Harry, Draco sah ihn nur absch"atzend an.
"Kannst du mal kosten? Vielleicht fehlt noch etwas.", meinte Harry abwesend, w"ahrend er nach Nudeln suchte und einen zweiten Topf mit Wasser zum kochen brachte. Draco r"umpfte die Nase, drehte sich demonstrativ weg und verschr"ankte seine H"ande vor der Brust.
"Gut, dann nicht.", zuckte Harry mit den Schultern, nahm einen L"offel und probierte selber.
"Hm... sehr gut.", seufzte er zufrieden und verschwand danach kurzzeitig aus der K"uche. Draco sah ihm hinterher, wurde neugierig und lugte abermals in den Topf hinein. Er musste sich zu seiner Schande eingestehen, dass es tats"achlich unheimlich gut roch und schnupperte nochmals. Da er nun wusste wo sich die L"offel befanden, zog er an der Lade, nahm sich einen und tauchte damit in die Sauce ein. Etwas unsicher kostete er davon, riss die Augen auf. Verdammt! Das war gut! Gen"usslich leckte er sich "uber die Lippen und schloss die Augen.
"Schmeckt dir doch, was?" Draco wirbelte herum, sah einem grinsenden Harry entgegen und verzog sein Gesicht. Er wurde leicht rot um die Nase, weil er Harry nicht geh"ort hatte.
"Wenn du willst, kannst du nochmals kosten.", zwinkerte Harry gut gelaunt, Draco Malfoy schien so ver"andert! Irgendwie wirkte der Blonde sehr unsicher, doch h"orte er mehr denn je zu und unterbrach ihn niemals. Ausserdem bemerkte Harry dessen Neugierde, die beinahe kindlich war. Ja, langsam fing er an diesen Malfoy zu m"ogen. Ob er der alte werden w"urde, wenn er wieder sprechen konnte? Harry hoffte es nicht, denn es war das erste Mal, dass sie beinahe friedlich auskamen.
10 Minuten sp"ater sassen sie am Tisch und Draco versuchte die Spaghetti auf seine Gabel zu bekommen. Harry zeigte ihm wie er dies am Besten machen konnte, aber Draco weigerte sich. Wieso sollte er einen Rat von Potter befolgen? Nach einiger Zeit Beobachtung verd"usterte sich Dracos Gesicht und er tat dann doch was Harry ihm sagte. Harry hingegen kicherte leise, sah Draco neutral an. Er merkte, dass Draco ihn immer wieder verstohlen musterte und fragte sich wo der alte Draco Malfoy hingekommen war. Draco hingegen fragte sich dauernd, wieso Potter so nett zu ihm war. Ausserdem f"uhlte er sich langsam aber sicher in Harrys Gegenwart wohl und dann war da noch so ein anderes Gef"uhl, welches er sich nicht erkl"aren konnte. Potter war so anders als auf der Schule und endlich geh"orte nur ihm alleine seine Aufmerksamkeit!
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Der Fernseher war das Wunder der Woche, entschied Draco, der wild auf der Fernbedienung umherdr"uckte und Harry damit zum lachen brachte. Schliesslich landeten sie bei einem Actionfilm und Draco kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Mit offen stehendem Mund sass er dort, starrte auf den Bildschirm - seine Augen leuchteten. Harry betrachtete ihn verstohlen von der Seite und dachte sich dabei, dass Draco gerade in diesem Moment mehr als nur s"uss wirkte. Erschrocken "uber seine Gedanken sah er verwirrt weg, schluckte hart. Er wurde aus den Gedanken gerissen, als Draco aufstand, hinter den Fernseher lugte und anscheinend etwas suchte.
""Ahm, Malfoy? Das ist ein Bildschirm. Die Leute stecken nicht in diesem Ding, keine Sorge. Ausserdem w"urde es zu lange dauern, um es dir zu erkl"aren.", grinste Harry am"usiert, Draco sah ihn s"auerlich an. Er ertappte sich immer wieder dabei sich vor Harry bloss zu stellen und lief danach meist rot an. Wieso war das so? Wieso funkelten Potters Augen so intensiv? Was war nur mit ihm passiert? Ja, er hatte gelernt zuzuh"oren und er kam zu dem Schluss, dass er dadurch viel mehr aufnehmen konnte. Er bemerkte dabei nicht, dass er auf dem besten Wege war sich zu ver"andern.
Die Nacht brach heran und Draco sass noch immer mit offen stehendem Mund vor der Flimmerkiste. Der Abspann lief und Harry fing zu g"ahnen an.
"Zeit f"urs Bett, Malfoy.", grinste er keck, Draco riss sich aus der Starre los, sah auf die Uhr. Tats"achlich, es war bereits weit nach 1 Uhr Fr"uh. Erst jetzt bemerkte er die M"udigkeit und starrte trotzdem auf Harrys Po, als dieser als erstes aus dem Wohnzimmer ging. Draco sank in sich zusammen und raufte sich die Haare. WAS PASSIERT MIT MIR!? Wieso klopfte sein Herz schneller, wenn Potter ihn so ansah? Heftig sch"uttelte er seine Gedanken ab, folgte Harry hinauf und stand nun alleine im Schlafzimmer. Harry war noch im Bad verschwunden, kam in diesem Moment heraus und l"achelte Draco zu.
"Jetzt kannst du rein.", meinte er knapp, schl"upfte unter die Decke und kuschelte sich ins Kissen. Draco sah ihn nachdenklich an, zuckte mit den Schultern und verschwand hinter der Badezimmert"ure. Minuten sp"ater war er wieder im Schlafzimmer und stand unschl"ussig vor dem Bett. Gott! Eine Nacht mit Potter! So nahe! In einem Bett! Bei Salazar! Draco wusste nicht was er davon halten sollte, als Harrys Stimme zu ihm vordrang.
"Alles in Ordnung mit dir? Das Bett frisst dich schon nicht. Dir wird sonst noch kalt. Komm schon unter die Decke.", murmelte Harry m"ude und schlug sie auf, klopfte mit der Hand auf die Matratze. Ohne Harry anzusehen, krabbelte Draco ins Bett, schnappte sich den anderen Wipfel der Decke und zog diese bis zu seinem Kinn.
"Gute Nacht, Malfoy. Tr"aum was Sch"ones.", nuschelte Harry leise, ehe er die Augen schloss und zufrieden seufzte. Draco starrte wieder einmal an die Decke, dachte in der Dunkelheit nach. Er "uberlegte, ob er noch immer Hass f"ur den ehemaligen Gryffindor empfand. Einerseits schon, andererseits war Potter so hilfsbereit ihm gegen"uber, was seine Wut beinahe komplett verrauchen liess. 7 Jahre purer Hass und nur ein freundlicher Blick von Potter reichte aus, um ihn vers"ohnlicher zu stimmen? Draco war verwirrt, wusste nicht was er damit anfangen sollte. 7 Jahre lang hatte er sich so ein L"acheln von Potter gew"unscht, welches dieser immer nur seinen Freunden geschenkt hatte. Und heute war es f"ur ihn bestimmt gewesen, satte dreimal. Tja, einem Malfoy konnte man einfach nicht widerstehen. Mit einem breiten Grinsen schlief Draco ein und f"uhlte sich das erste Mal seit langem ruhiger.
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Die Sonne stand am Mittagshimmel, als Harry seine Augen aufschlug und schnaubend seinen Kopf sch"uttelte. Was f"ur einen unglaublichen Traum er gehabt hatte! Malfoy wohnte bei ihm! Nat"urlich! Aber... Harrys Atem beschleunigte sich, als ihm eine gewisse Schwere bewusst wurde, leises Schmatzen zu h"oren war. Harrys Mund wurde trocken, als er langsam seinen Kopf drehte und dabei einen blonden Haarschopf erkannte. Sein Herz sprang vor Schreck kurzzeitig in der Brust, ehe er realisierte, dass es kein Traum gewesen war. Irgendwie konnte er es noch immer nicht glauben, dass der Blonde sich in seine Arme gekuschelt hatte, sein Bein in jenes von Harry einhackte. Trotzdem nutzte er die Zeit sich Draco genauer anzusehen. Wie sch"on dessen Gesicht auf einmal war, wenn er dieses nicht geh"assig verzog? Unbewusst zog er Draco n"aher zu sich, sog dessen Duft ein. Es war unglaublich Draco Malfoy im Arm zu halten, da er sich so warm und weich anf"uhlte. Dennoch konnte Harry unter dem Stoff des Pyjamas Dracos Muskeln erkennen, die ihn mehr als m"annlich auszeichneten. Ja, Draco Malfoy war schon eine imposante Erscheinung - war er schon immer gewesen. Harrys Herz schlug auf einmal schneller.
Als sich der Blonde regte, schloss Harry schnell seine Augen und wartete ab. Pl"otzlich verspannte sich der damalige Slytherin, stiess Harry von sich und dann erklang ein dumpfer Laut. Harry "offnete langsam die Augen, sah sich verpeilt um und nahm einen am Rande des Bettes auftauchenden blonden Schopf wahr, der ihn aus grossen Augen musterte.
"Was denn los, Malfoy?", nuschelte Harry verschlafen und rieb sich die Augen. Draco blitzte ihn scharf an, "offnete seinen Mund, schloss ihn knallrot wieder.
"Wieso hast du mich denn gestossen? Kannst du mir das einmal verraten? Und was zum Henker machst du ausserhalb vom Bett?", fragte er erstaunt, musste sich ein Grinsen verkneifen. Draco kam mit hochn"asigem Gesichtsausdruck hoch, machte kehrt und marschierte ins angrenzende Bad. Und Harry? Der verschr"ankte seine Arme hinter dem Kopf und grinste fies die zugemachte Badezimmert"ure an.
Heute war der Tag an dem Harry und Draco Malfoy Manor besuchen wollten. Draco war nerv"os, da er dem Frieden nicht traute. Ausserdem waren sie sowieso sp"at dran, da Draco wieder einmal Stunden gebraucht hatte, um endlich fertig zu werden. Harry war da viel schneller und versuchte Draco einzureden, dass er zu keinem Sch"onheitswettbewerb musste. Draco knurrte ihn an und zog an Harrys Haaren um ihn zu verdeutlichen, dass Harry heute wieder einmal wie durch den Wind aussah, was Harry schmollen liess. Schliesslich apparierten sie zu Malfoy Manor und Draco liess es wieder einmal murrend "uber sich ergehen, dass Harry ihn fest umarmte. Zwar wurde er ein wenig rot im Gesicht, doch sah er schnell weg, als Harry breit grinste. Als sie ankamen stutzte Harry, hielt Draco auf.
"Warte, Malfoy. Die Wachen stehen nicht an ihrem Posten.", wisperte er leise, Draco "uberfiel G"ansehaut. Mit bleichem Gesicht krallte er sich in Harrys Arm, der mit ihm langsam entlang schritt.
"Bleib ja nahe bei mir, okay? Ich will nicht, dass dir etwas passiert.", zischte Harry wachsam und sah sich dementsprechend um. Er lauschte auf jedes Ger"ausch, wobei Draco sich fragte, wieso Harry wollte, dass ihm nichts passierte. W"are er denn nicht froh, wenn Draco nicht mehr an seiner Seite war? Vorsichtig dr"uckte Harry die grossen Fl"ugelt"uren auf, sp"ahte hinein und zog Draco mit sich. Langsam folgte der Blonde, dessen Herz hart in der Brust klopfte. Er hatte sicherheitshalber seinen neuen Zauberstab eingesteckt, auch wenn er damit noch nicht richtig umgehen konnte. Eigentlich gar nicht. Gemeinsam gingen sie wachsam die G"ange entlang, Draco zeigte ihm den Weg.
"Wenn du etwas h"orst, warne mich, ja?", wisperte Harry leise, Draco nickte nur. Er fing zu zittern an, wusste er doch, dass seine Eltern noch auf freiem Fuss waren. Ausserdem war er sich den Hass seines Vaters sicher, da Draco ein Verr"ater war. Harry bemerkte den Zustand sehr wohl, dr"uckte Dracos Arm und sah ihn zuversichtlich an.
"Wird schon gut gehen. Ich bin mir sicher sie sind nicht hier.", wisperte er leise, Draco nickte "angstlich. Ja, er hatte Angst, h"ollische Angst. Fr"uher h"atte er es niemals gezeigt, doch jetzt konnte er nicht anders. Irgendetwas war hier faul und er wusste nicht was es war. Er wollte es Harry sehr gerne mitteilen, doch seine Stimme versagte. Wie Raubtiere, die vorsichtig einen Dschungel durchstreiften, wanderten sie durch die G"ange des Anwesens, wobei sie Raum f"ur Raum absuchten. Harry wollte sichergehen, dass niemand ausser ihnen anwesend war und trotzdem fragte er sich wo die Wachen abgeblieben waren. W"ahrend Harry sich den n"achsten Raum vornahm, inspizierte Draco den zweiten. Harry war sich sicher, dass Draco in seiner N"ahe blieb, um so verwunderte war er, als er alleine dastand.
"Malfoy?", fragte er leise, Panik stieg in ihm hoch.
"Malfoy!", rief er lauter, doch von Draco war keine Spur. Hastig fing Harry zu laufen an, irgendwie machte er sich Sorgen. Seine Schritte hallten laut im Korridor wider, w"ahrend er keuchte und sich hektisch umsah.
"Komm raus! Das ist nicht lustig!", rief er abermals aus, doch Draco machte sich nicht bemerkbar. W"ahrend Harrys Alarmglocken schrillten, tauchte Draco immer tiefer in Malfoy Manor ein und durchsuchte alles. Da das Anwesen so gross war, konnte er Harrys Rufe nicht h"oren. Auch er war in der Annahme, dass Harry ihm folgte und als er sich umdrehte war er alleine. Draco fing zu zittern an, schluckte hart und f"uhlte sich verlassen? Lautlos formte er ein "Potter?", doch Harry blieb verschwunden. Auch er machte sich auf die Suche, lief nun durch die G"ange und bekam das ungute Gef"uhl einfach nicht los. Eine T"ure nach der anderen riss er auf, auch jene einer Kammer. Doch dann stockte ihm der Atem, denn was er sah, liess ihn w"urgen. Die Wachen, von denen Harry erz"ahlte, lagen ziemlich schlimm zugerichtet und deformiert auf einem Haufen zusammen - leblos. Starre Augen sahen ihm entgegen. Kalte Schauer liefen "uber Dracos K"orper, denn nun wusste er, dass sie nicht alleine waren.
"MALFOY!" Draco horchte auf. Das war Potters Stimme! Erleichtert machte er sich auf den Weg, wollte zu ihm und schlidderte um die Ecke. Einen sehr langen Gang vor sich habend, zuckte er zusammen, als Harry am Ende von diesem stand und sich umsah. Draco wollte auf sich aufmerksam machen, doch dann trat aus einem Schatten eine andere Gestalt hervor. Sein Vater.
"POTTER!", rief Draco aus, doch mehr als ein leises Wimmern war nicht drin. Tr"anen der Wut und Hilflosigkeit liessen seine Sicht unscharf werden, w"ahrend sein Vater sich mit dem R"ucken zu Draco aufbaute, seinen Stab zog. Potter war in Gefahr, das wusste er nun. Wenn er sich nicht bald umdrehen w"urde, dann... Nochmals versuchte er nach ihm zu rufen, aber es war zwecklos. Und dieser verdammte Gang war so lang! Gott sei Dank wusste Draco wie er sich beinahe lautlos bewegen konnte, ging ins laufen "uber. Seine Schritte wurden immer schneller, wobei seine F"usse sich wie Pudding anf"uhlten.
"Verdammt, Malfoy! Wo bist du! Komm zu mir! DRACO!", br"ullte Harry los, eilte noch immer her und sah nicht die Gefahr. Draco schallte Harry einen Idioten, da Harry nicht auf seine Instinkte achtete. Er betete verzweifelt, dass Potter sich endlich umdrehen w"urde, denn sonst w"are er genauso tot wie die Wachen! Die Zeit schien stehen zu bleiben, als Draco auf seinen Vater zulief, dieser von Dracos Anwesenheit noch immer nichts ahnte. Draco sah noch wie sein Vater den Stab anhob und ihn auf Harrys R"ucken richtete...
Langsam drehte sich Harry um, irgendwas stimmte hier nicht. Er war nicht mehr alleine und Harry wusste bereits, dass es sich hierbei nicht um Draco handelte. Sein Herz pochte hart in der Brust, als er die Umdrehung vollendete und starr in Malfoy Seniors Gesicht blickte.
"So sieht man sich wieder, Potter.", schnarrte Malfoy Senior, hielt sich nicht lange mit Floskeln auf. Der Todesfluch kam als n"achstes "uber seine Lippen, doch konnte er ihn nicht mehr komplett aussprechen. Harry duckte sich einfach, denn zu einer Abwehr war es zu sp"at. Ausserdem h"atte er sowieso keine Chance gegen einen Todesfluch. Als Malfoy Senior jedoch erstarrte und hart zur Seite kippte, sah Harry erstaunt hoch, direkt in Dracos graublaue Augen. Draco stand wie ein Fels in der Brandung dort, wirkte entschlossen, obwohl sein Herz hart klopfte, sein Atem hektisch ging.
"Malfoy.", kr"achzte Harry dankbar, er f"uhlte sich wie ein Versager. Wieso hatten seine Sinne nicht Alarm geschlagen? Wie konnte ihm das passieren? War es die Sorge um den blonden, jungen Mann gewesen, der alle Sinne l"ahmte?
"Wie hast du..", kr"achzte Harry fassungslos weiter, rutschte an der Wand hinab, w"ahrend Draco zitternd seinen Zauberstab senkte. Draco nickte nur, konnte er noch immer keinen Ton sagen. Harry wusste Bescheid, richtete sich langsam auf und kam auf Malfoy zu. Dann allerdings wurde er w"utend, krallte sich Dracos Kragen und zog ihn hart zu sich. Draco riss erstaunt die Augen auf, liess japsend seinen Zauberstab fallen.
"Du verfluchter Idiot! Weisst du eigentlich was f"ur Sorgen ich mir wegen dir gemacht habe? Wegen dir konnte ich nicht aufmerksam genug sein! Und was w"are, wenn dein Vater dich zuerst erwischt h"atte? Ich h"atte dich nicht einmal aufsuchen k"onnen!", kreischte Harry los, bl"ahte seine Nasenfl"ugel auf. Draco sah ihn verdattert an, konnte all die Sorge in den gr"unen Smaragden sehen. Harrys Blick "anderte sich, pure Erleichterung stand darin.
"Mach das nie wieder! H"orst du! Wenn wir wo gemeinsam hingehen, dann bleiben wir zusammen! Sonst gehst du mir wieder verloren und dann..." Harry unterbrach sich einfach, zog Draco hart in eine Umarmung und seufzte.
"Idiot.", nuschelte er leise, Draco schnaufte. Einerseits war er gl"ucklich, weil Potter sich um ihn ehrlich sorgte, andererseits h"atte er Harry ebenso gerne eins reingew"urgt, weil er selber ein Volltrottel war. Harry liess ihn langsam wieder los, sah zu Malfoy Senior.
"Ist er tot?", fragte er leise, Draco sch"uttelte verneinend den Kopf.
"Du hast ihn gel"ahmt, was?", hackte Harry nach, Draco nickte.
"Sehr gut. Jetzt m"ussen wir nur noch das Ministerium benachrichtigen, damit..." Harry wurde schroff unterbrochen, da Draco seine Hand schnappte und ihn durch den quer verlaufenden Gang zerrte.
"Malfoy, was...", stotterte Harry und wurde rot im Gesicht. Dracos Hand f"uhlte sich so unglaublich gut in seiner an, es war ein unbeschreibliches Gef"uhl. So dr"uckte er fester zu, in der Hoffnung, dass Draco seine Hand nicht loslassen w"urde. Draco f"uhrte ihn weiterhin, bis sie zu einer Art Alarmaufh"angung kamen. Dort grinste Draco Harry an, legte seine Hand um den Hebel und zog daran. Ein schrilles Ger"ausch durchbrach die Stille, klirrte in Harrys und Dracos Ohren wider. Beide verzogen das Gesicht, doch das war ihnen egal. Harry wollte nicht einmal nachfragen wieso Malfoy Manor eine Alarmanlage besass, da es sowieso zwecklos w"are. Innerhalb einer Minute `ploppte' es und viele der Auroren standen ihnen gegen"uber. Die Sirenen verstummten.
"Harry! Ist alles okay mit dir!?", rief Ron nun aus, als er auf Harry zust"urmte und dieser nur nicken konnte.
"Was tut Malfoy hier?", r"umpfte Ron die Nase, Harry rollte mit den Augen und Draco erdolchte ihn mit Blicken.
"Na was wohl! Wir waren gerade dabei die Bibliothek auf den Kopf zu stellen, da "uberraschte uns sein Vater.", hielt sich Harry kurz, Ron nickte nur.
"Gut, dann werden wir Malfoy abtransportieren und ihn nach Askaban bringen. Mrs. Malfoy haben wir auch schon schnappen k"onnen. Tut mir Leid f"ur dich, Malfoy.", grinste Ron ein klein wenig, Harry stiess ihn in die Rippen.
"Mehr Taktgef"uhl, bitte! Du weisst, Malfoy war ein Spion und er hatte es nicht gut gefunden, dass seine Eltern dem Lord dienten! Wie w"urdest du dich f"uhlen, wenn deine Eltern in Askaban s"assen!", zischte Harry los, Ron wirkte verdattert.
"Aber.. aber..", stotterte er eingehend, Draco sah nachdenklich zu Boden.
"Nichts aber. Egal wie Malfoy zu uns war, seine Eltern zu verlieren ist scheiss hart, klar?", murrte Harry eingehend, da verstand Ron.
"Sicherlich. Tut mir Leid, Harry. Auch was dich angeht, Malfoy. Und das meine ich ehrlich. Ich mache mich nun an die Arbeit und ihr zwei solltet mit eurer Aufgabe weiter machen.", meinte er ernsthaft, erntete ein sanftes L"acheln von Harry.
"Danke, Kumpel.", grinste er schief, Ron nickte knapp.
"Keine Ursache. Pass auf dich auf, klar?", meinte er mit einem Seitenblick zu Draco Malfoy, der ihn ziemlich w"utend ansah.
"Ja, mache ich.", stimmte Harry zu. Beide sahen dem regen Treiben zu, da die Auroren Malfoy Senior mitnahmen und das restliche Haus auf den Kopf stellten. Draco wedelte vor Harrys Gesicht umher, der sofort aufmerksam wurde.
"Was denn?", fragte Harry nach, Draco deutete in die andere Richtung.
"Ja?", kam Harry nicht mit, Draco murrte und stampfte w"utend mit dem Fuss auf. Er zog Harrys Handfl"ache zu sich und zeichnete einige Buchstaben mit seinem Finger darauf.
A-U-R-O-R-E-N, T-O-T, K-A-M-M-E-R, schrieb Draco, Harry ging ein Licht auf.
"Ach, Ron!", rief er aus, Rotschopf hielt kurz inne.
"Ja, Harry?"
"Malfoy meinte, dass ihr die Kammern durchsuchen solltet. Die beiden Auroren die als Wachen abgestellt wurden sind leider tot." Rons Gesicht wurde weiss, er nickte zaghaft.
"Dachte ich mir schon. Danke f"ur den Tipp." Mit diesen Worten verschwand er und liess Harry sowie Draco alleine. Es dauerte keine zwei Minuten, da wurden die beiden Leichen gefunden und die Autoren verschwanden mit ihnen.
"So, Malfoy, jetzt sind wir wieder alleine. Sch"atze, die R"aumlichkeiten m"ussen wir nicht mehr durchsuchen. Gehen wir lieber zur Bibliothek, ja? Zeigst du mir den Weg?", fragte er leise, Draco nickte niedergeschlagen. W"ahrend sie also weiterhin die G"ange entlang schritten, musterte Harry ihn von der Seite her.
"Bist du traurig?", hackte er nach, Draco sah ihn absch"atzend an. Er zuckte die Schultern, Harry seufzte.
"Ich kann dich verstehen, Malfoy. Wie du weisst, habe auch ich meine Eltern verloren. Wenn du dich mir irgendwie einmal mitteilen willst, bin ich da und h"ore dir zu, okay?", fragte er freundlich, Draco nickte abermals und wirkte dabei weit weg. Nach einiger Zeit hatten sie die Bibliothek erreicht und Harry bekam vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Draco grinste absch"atzend, verschr"ankte seine Arme vor der Brust und verfolgte jeden Schritt von Harry. Der Schwarzhaarige drehte sich mehrmals im Kreis und staunte noch immer, ehe er sich kurzzeitig erinnerte, wo der Mechanismus des Geheimganges war. Nachdenklich schritt er in die hinterste Ecke und las sich die Titel auf den Buchr"ucken s"amtlicher B"ucher durch. Draco trat neben ihn, betrachtete absch"atzend grinsend die B"ucher, dann Harry. Na klar, Potter w"urde ja wissen wo sich alles befand! Nicht, dass Draco sich damals, als er noch hier wohnte, mehrmals umgesehen h"atte. Potter w"urde niemals den geheimen Eingang finden! Ausserdem gab es keinen, weil...
Draco riss die Augen auf und Harry rief ein "HA!" aus. Gut, jetzt war Draco "uberrascht, als sich eine geheime T"ure "offnete, Treppen hinab f"uhrten. Draco kam sich verarscht vor, schnaubte und fing zu knurren an. Harry eilte voran und schnappte sich eine Fackel, die beim "offnen von alleine anging. Draco sch"uttelte permanent den Kopf und konnte einfach nicht glauben, dass es tats"achlich einen geheimen Eingang gab - er nie darauf gekommen war. In diesem Moment verachtete er Potter abermals, weil er wieder einmal etwas vor ihm wusste. Beleidigt folgte er ihm die Stufen hinab und sah sich danach neugierig um. Harry schien in seinem Element zu sein, tastete alle B"ucher ab und zog eines nach dem anderen heraus.
"Wow, dein Vater besass eine beachtliche Sammlung! Mann, so viel zu lesen!", ereiferte sich Harry mit gl"anzenden Augen, Draco seufzte lautlos. Ja, er w"are auch interessiert, wenn ER als erstes draufgekommen w"are! Verfluchter Potter! Draco war noch immer beleidigt. Still beobachtete er Harry, erkannte dessen Eifer und musste dar"uber ein wenig schmunzeln. Draco machte sich n"utzlich, durchsuchte ebenso s"amtliche B"ucher und bekam grosse Augen. Ein jedes schien interessant zu sein und so h"aufte sich der Stapel an B"uchern auf den kleinen, sehr wackeligen Holztisch, der mittig in dem kleinen, verstaubten Raume stand. Eine halbe Stunde sp"ater wirkten beide ersch"opft, st"ohnten bei dem Stapel an B"uchern. Sie w"urden Jahre brauchen um diese zu durchforsten!
"Welche nehmen wir mit?", raunzte Harry, der kein Licht am Ende des Tunnels sah. Draco machte eine ausladende Handbewegung, Harry riss die Augen auf.
"ALLE?", kreischte er los, Draco sah ihn w"utend an.
"Ja, ja! Schon gut! Ich weiss ja, dass wir alles durchsuchen m"ussen, um eine L"osung f"ur dich zu finden.", gab Harry nach, z"uckte seinen Zauberstab und liess mit einem Schlenker alle B"ucher schrumpfen, welche von selber in Harrys Tasche flogen. Draco war mehr als zufrieden, w"ahrend Harry langsam verzweifelte. Wie lange w"urde es wohl dauern auf die L"osung zu kommen? Ja, der Fluch war ein harter Brocken, aber vielleicht durchaus wert?
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Mittlerweile war eine Woche vergangen, in der die beiden sich relativ gut verstanden. Harry quatschte Draco zu, der manchmal sich sogar die Ohren zuhielt und die Augen zusammen kniff. Manchmal war Harry einfach nur eine Plaudertasche und Draco w"unschte sich mehr denn je Ruhe. Ausserdem gestand sich der Blonde ein, dass es Spass machte mit Harry neue Gerichte auszuprobieren, wobei Harry es das erste Mal schaffte den Topf zum "uberkochen zu bringen. Draco schimpfte ihn lautlos aus, verpasste ihm eine Kopfnuss und reinigte alles. Inzwischen kannte auch er sich in der K"uche aus und half ab und zu mit. Die N"achte verbrachten sie so, dass sie weiterhin getrennt duschen gingen, sich beim schlafen gehen ebenfalls die Pyjamas anzogen und sich eine gute Nacht w"unschten. Jetzt war es schon so, dass Draco seine Lippen bewegte, um Harry ebenfalls eine gute Nacht zu w"unschen.
Morgens wachten sie meist eng umschlungen auf und je nachdem wer als erstes wach war, r"uckte dieser schnell und hochrot im Gesicht ab, um gleich darauf wieder einzuschlafen und abermals eng umschlungen aufzuwachen. Sie genossen beide die N"ahe des anderen, was meist in einem Gef"uhlschaos endete. Der Tag verlief dann so, dass Draco ab und zu ebenfalls in den B"uchern schm"okerte, Harry sich darin eingrub. Wenn Draco dann langweilig wurde, "ubte er einige Zauber, denn in Malfoy Manor hatte er es ja auch geschafft, oder?
Am Anfang der Woche bekam Draco regelm"assig Wutanf"alle und schleuderte meist seinen Zauberstab quer durchs Wohnzimmer, w"ahrend sich Harry beim lesen duckte und der Stab dann an der Mauer auftraf. Wenn dann der Satz kam: "Nur Geduld, Malfoy. Du kannst das sicherlich bald.", kam, h"atte Draco den Schwarzhaarigen erw"urgen k"onnen. Mitte der Woche war es dann so weit, er st"urmte auf Harry zu und fing an ihn zu w"urgen. Harry japste lachend nach Luft und schon w"alzten sie sich am Boden umher, w"alzten die B"ucher platt. Harry lachte immerzu, da Draco knallrot vor Wut war und austickte, weil er noch immer nicht sprechen konnte.
War Harry einmal nicht gleich am Morgen aus den Federn, zog Draco einfach die Decke weg und kitzelte Harry so lange durch, bis dieser missmutig und maulend aufstand. Tr"odelte Harry beim Fr"uhst"uck, nahm Draco den Tost von Harrys Teller und stopfte ihn dem Schwarzhaarigen in den Mund. Dann schupste er ihn ins Wohnzimmer, wo er ihn zu den B"uchern zerrte und abermals mit ihm lautlos schimpfte. Harry sah meist wie ein gepr"ugelter Hund aus, doch konnte er Draco verstehen. Draco revanchierte sich damit, dass er Kaffee kochte und Harry damit belieferte. So glich sich ihr Zusammenspiel aus, w"ahrend Harry sich bem"uhte. Mitte der Woche gelang es Draco endlich an einen "harmlosen" Spruch zu denken, der auch funktionierte.
Harry sass gerade "uber den B"uchern vertieft, da zeigte Draco mit dem Zauberstab auf ihn, dachte angestrengt an einen Zauber und schon klappte es. Harrys Haare wurden giftgr"un und noch immer bemerkte er es nicht. Er kratzte sich nach einem Kribbeln nur am Kopf, was Draco zum lachen brachte. Schliesslich w"alzte sich Draco bereits am Boden, hatte Lachtr"anen in den Augen, Harry sah auf und runzelte die Stirn.
"Was ist denn so lustig?", fragte er nach, Draco japste nach Luft und k"usste seinen Zauberstab. Harry bekam grosse Augen, sprintete zum Spiegel und stiess einen spitzen Schrei aus.
"Meine Haare! Malfoy!", kreischte er los und hechtete "uber die Couch auf den Blonden zu. Harry versuchte Draco den Zauberstab zu entreissen, was Draco zu vereiteln wusste. Beide rauften spielend am Boden umher, suchten - ohne es zu wissen - abermals die N"ahe des anderen und kuschelten sogar sekundenlang. Sie schoben es darauf, dass sie ausser Atem waren, ehe die Rauferei um den armen Zauberstab weiter ging. Allerdings gewann Harry, da er Draco durchkitzelte und ihn anblaffte den Zauber r"uckg"angig zu machen. Draco sah ihn schuldbewusst an, so als w"usste er den Gegenspruch nicht.
Harry erhob sich knurrend und sprach seit dem kein Wort mehr mit Draco. Still schweigend, diesmal genoss Draco die Ruhe mit keinem bisschen, fertigten sie ihr Abendessen. Draco half wieder brav mit und bevor sie zu Bett gingen, verschanzte sich Harry mit Zauberstab im Bad. Draco lauschte gespannt am Bett sitzend, kicherte immer wieder. Denn Harrys Gekeife drang durch die T"ure hindurch - Draco lachte sich schief. Gleich morgen w"urde er nach dem Gegenzauber suchen. Dummerweise konnte Draco keinen finden und so lief Harry weiterhin mit giftgr"unen Augen herum.
Am n"achsten Tag betrachtete Harry seufzend im Spiegel des Badezimmers sein Haupt, zupfte an den gr"unen Spitzen und verzweifelte. Wenn es ein einfacher Zauber gewesen w"are, dann w"are es ja gut gewesen. Aber Malfoy musste ja immer die komplizierten versuchen und dann wusste er nicht einmal den Gegenspruch? Harry schmollte und Dracos Gesicht erschien hinter ihm im Spiegel. Er grinste wie ein Unschuldslamm, schnappte sich seine Zahnb"urste und fing an sich beherzt die Z"ahne zu putzen. Wie man so sch"on sagte verstanden sich die beiden in stummer "Ubereinkunft und wenn Blicke t"oten k"onnten, sie w"urden es tun. Trotz allem "uberlegte Harry Draco sein bisheriges Leben n"aher zu bringen, konnte sich nicht mehr auf die B"ucher konzentrieren. Auch Draco h"orte mit dem "Uben auf, krabbelte vorher am Boden sitzend auf Harry zu und sah ihm fragend in die Augen.
"Malfoy? Willst du mehr "uber mich wissen? Ich meine, mein Leben? Ach was, war eine bl"ode Frage.", sch"amte sich Harry, doch vertraute er Draco bereits und wollte es mit ihm als Freund teilen. Ja, sie hassten sich nicht mehr, beinahe schien eine Freundschaft zu entstehen. Und vielleicht mehr? Draco nicke wie wild, zupfte an Harrys Shirt und als Harry nicht reagierte stiess er ihn einfach um.
"Ja, ja! Ich mache es ja schon!", rief Harry lachend aus, da er die Neugierde in Dracos Augen lesen konnte. Gemeinsam gingen sie ins Schlafzimmer, wo Harry seinen Schrank aufmachte und aus dem hintersten Ecke ein Denkarium herausfischte. Draco bekam Stielaugen, Harry seufzte.
"Ich warne dich, es wird nicht sch"on sein. Aber weisst du was, Malfoy? Ich vertraue dir. Ja, das tue ich. Ich h"atte es mir niemals denken k"onnen, aber ich mag deine Gesellschaft und..." Harry wurde rot, Draco sah ihn offen an. Sein Herz schlug bei Harrys s"ussem Anblick schneller, das Kribbeln nahm zu. Was war das bloss?
"Du bist f"ur mich ein Freund geworden, auch wenn du mich nicht leiden kannst.", wisperte Harry leise und senkte seinen Kopf. Draco f"uhlte sich schuldig, dr"uckte Harrys Kinn mit seinen Fingern hoch und l"achelte schmal. Dann umarmte er Harry und zog ihn fest an sich, sog Harrys Duft ein und vergrub seine Nase in Harrys Haar. Harrys Herz h"ammerte schmerzlich in der Brust und wenn er das Denkarium nicht in H"anden gehalten h"atte, er h"atte die Umarmung erwidert.
"Heisst dass, du kannst mich auch ein wenig leiden?", wisperte er leise, Draco liess ihn los. Dann grinste er breit, t"atschelte Harrys Wange, der zu schmollen anfing. Draco h"atte ihm am liebsten gesagt, dass es mehr war als nur "ich kann dich leiden.", doch er selber wusste ja nicht was es war. Eigentlich wollte er nicht mehr zur"uck in sein kaltes Haus, wo er einsam und alleine war. Bei Harry war es viel sch"oner, gestand er sich ein. Das gemeinsame Kochen machte Spass, da es mit Zaubertr"anke zu vergleichen war. So zauberte Draco im wahrsten Sinne des Wortes "ofters leckere Gerichte, er verw"ohnte Harry eingehend damit.
"Fein! Gut, setzen wir uns hin, ja? Und dann kannst du hineinsehen. Ich kann dir jedenfalls nur sagen, dass ich hier alle schlimmen Erinnerungen gespeichert habe, okay? Erschrick nicht. Ich hoffe, du verstehst mich danach besser.", wisperte Harry betr"ubt, Draco nickte ernsthaft. Beide setzten sich aufs Bett und Harry dr"uckte Draco sein Denkarium in die Hand. Draco sch"atzte den Vertrauensbeweis sehr, war allerdings mehr als nerv"os. Dann holte er tief Luft, tauchte ein und verschwand in eine andere Welt.
Oneshot - Monstershot
Heute, meine lieben Leser, drehen wir das Rad der Ideen neu. Darkgugi war so nett und hatte dies "ubernommen, so blieb der Zeiger auf folgendem stehen... Willkommen in unserer verr"uckten Ideenwelt!
Disclaimer: Das Harry Potter Universum geh"ort einzig und alleine JKR und trotzdem stibitze ich mir zwei s"usse Hasen und missbrauche sie f"ur meine neueste Idee. Frage: Muss ich sie wieder zur"uckgeben? *heul*
Autorin: ich und meine dunkle Seite. Uns geh"oren nur die durchgeknallten Ideen, sowie die OOC Handlungen der Charas in dieser Story.
Genre: Romantik/Humor
Pairing: Harry/Draco
Rating: R18, slash, Lemon - ACHTUNG! Nur f"ur User "uber 18 Jahren. Seid gewarnt! Wer slash, also Liebe zwischen zwei M"annern nicht mag, sollte diese Story verlassen! ACHTUNG!
Inhalt: Es war einmal ein Blondi, der es immer besser wusste und seine Umgebung wie unw"urdigen Dreck behandelte. Doch eines Tages traf ihn beim letzten Kampf ein Fluch, der sein jetziges Leben und dessen Anschauungen vollkommen ver"anderte. Denn es gab nur einen, der sich auf solche Fl"uche spezialisierte - und diese Person stand auf seiner Hassliste auf Nummer eins: Auror Harry James Potter.
Anmerkung: Ich halte mich NICHT an Buch sechs! Kann sein, dass Harrys Freunde so gut wie nicht vorkommen, nur zur Info! Post Hogwarts - liebt es, oder hasst es - aber lest es. [grins]
Dieser oneshot entstand, als ich "far away von Nickelback" h"orte. Da geht es nur um die Liebe... so sch"on das Lied. *snief*
Eure f"ur immer, darkgugi und gugi
P.s. SORRY! FORMAT SPINNT! Sollte im zweiten Teil wieder funktionieren... hm...
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Der Fluchbrecher - von gugi28
Tiefe Nacht beherrschte diesen Moment. Es war kalt und nass, da der Regen nur so auf ihn niederprasselte. Was hatte er sich dabei gedacht bei diesem letzten Gefecht mitzumischen? Wie waghalsig und lebensm"ude musste ein Mensch sein, der seine eigene Haut retten wollte? Alles andere war ihm egal, einzig und alleine z"ahlte seine Sicherheit. Und f"ur die w"urde er alles tun. Mit sorgf"altiger Abw"agung hatte er sich schon vor Jahren dazu entschieden, Dumbledore in seine Pl"ane eingeweiht. Schweren Herzens, da er ihn nicht leiden konnte - und trotzdem tat er es. Vorkehrungen wurden getroffen, Hilfestellung und Unterst"utzung geleistet. Und ja, er war mit diesem Ergebnis zufrieden. Glaubte er doch an die Sicherheit, dass sein Standpunkt niemals auffliegen w"urde. Wie sehr man sich doch irren konnte...
"Verflucht! Pass auf!" Nicht nur dieser Ruf hallte durch die ungem"utliche Nacht, weitere folgten. Schwarz k"ampfte gegen weiss, gute gegen schlechte Magie. Der letzte Kampf hatte begonnen und Draco Malfoy lag im Schlamm, eiskalte Feuchtigkeit kroch durch seine durchn"asste Kleidung. Ja, er war auf der Flucht, auf der Flucht vor den Todessern. W"ahrend Potter und seine Anh"angsel gegen Voldemort k"ampften, rappelte sich Draco unter st"ohnen auf, lief hektisch keuchend durch den dichten Wald. S"amtliches Ge"ast peitschte ihm entgegen, sein Atem rasselte in der Lunge. Er wusste nicht wie lange er schon lief, immer wieder stolperte. Er wollte sich nur in Sicherheit wissen.
"Bleib stehen du verfluchter Abschaum!", kreischte eine Stimme hinter ihm, die eindeutig Bellatrix geh"orte. Sie war anscheinend die einzige die sein Spiel durchschaute, die einzige, die es dem Meister sagte. Seit dem war er auf der Flucht, die beinahe schon 2 Tage anhielt. Aus lauter Verzweiflung sah Draco seine Rettung in Hogwarts, nahm nat"urlich Kurs darauf und passierte bereits die Grenzen. Der dunkle Lord hatte Bellatrix beauftragt den jungen Malfoy zu jagen, ihn zu foltern. Schlussendlich durfte sie ihn auch t"oten, denn Draco Malfoy war ein "ubler Verr"ater. Ein Spion. Nur durch Zufall und gute Aufmerksamkeit hatte Bellatrix dies herausgefunden und war nat"urlich belohnt worden. Sie stieg auf der Karriereleiter der Todesser eine Treppe nach oben, was sie geh"assig grinsen liess.
Draco Malfoy sp"urte wie seine Kraftreserven ihn langsam verliessen. Dummerweise hatte er auch noch seinen Zauberstab verloren, so konnte er sich nat"urlich nicht wehren. Er war sich sicher, dass Bellatrix ihn zerbrochen hatte. Wieso Draco diesen Weg gew"ahlt hatte? Nun, obwohl er Potter nicht leiden konnte, verfolgte er seinen Lebensweg sehr wohl mit und kam zu der Ansicht, dass Potter Voldemort durchaus besiegen konnte. Ein Malfoy stand niemals auf der Verliererseite, auch wenn sich Dracos Verhalten den Guten gegen"uber mit Sicherheit nicht ver"anderte. Im Gegenteil: Er war noch immer das arrogante Arschloch und wusste alles besser - bis jetzt.
"Ich sagte, du sollst stehen bleiben, Malfoy! Ich krieg' dich noch, du Mistkerl! Und wenn nicht ich, dann wird sich dein Vater gerne um dich k"ummern!", hallte die kreischende Stimme, irre geworden, durch den Wald - Draco bekam G"ansehaut.
"Mich wirst du niemals in deine Finger bekommen und auch nicht mein Vater.", kr"achzte Draco m"ude und ersch"opft, doch noch immer kampfeslustig. Sich durch das dichte Dickicht zu k"ampfen erforderte viel mehr Anstrengung, als Draco jemals angenommen h"atte. So wurde er langsamer und die Schritte seiner Verfolgerin kamen immer n"aher. Panisch drehte sich Draco um, untersuchte hektisch mit seinen Augen die Gegend, keuchte noch immer.
"Verdammt.", fing er zu wimmern an, als er abermals "uber eine Wurzel, die aus dem Boden herausragte, stolperte und kraftlos im Schlamm liegen blieb. Einzig und alleine der Regen prasselte auf ihn hinab, kannte kein Erbarmen. Etwas schwummrig blickte Draco in den Himmel, der in verschiedenen Farben aufleuchtete. Schreie drangen an sein Ohr - Todesschreie. Ob Potter es schaffen w"urde? Gerne h"atte Draco zugesehen, wie Potter den Arsch von Voldemort zur Strecke brachte, aber leider flog seine Tarnung auf.
"Na endlich! Sch"atzchen, du h"attest dich nicht so anstrengen brauchen! Egal wo du auch bist, ich h"atte dich immer wieder gefunden! Schon einmal etwas von meinem magischen Sender geh"ort?", kicherte Bellatrix und zeigte mit ihrem Zauberstab und Wut verzerrtem Gesicht auf den blonden, ersch"opften jungen Mann.
"Du kannst allerdings um Gnade flehen!", zischte sie eiskalt, Draco drehte seinen Kopf langsam in ihre Richtung. Er spuckte ihr vor die F"usse und setzte ein geh"assiges Grinsen auf.
"Niemals.", kr"achzte er heiser, gleich w"urde er in Ohnmacht fallen. Ihm war spei"ubel, Schwindel erfasste ihn - er konnte einfach nicht mehr.
"Na dann nicht! CRUZIO!", rief sie aus, ein weisser Strahl brach aus ihrem Zauberstab hervor. Dracos Schrei hallte qualvoll durch den Wald, vermischte sich mit den anderen Schreien, die ihre Situation dadurch unterstrichen. Draco kr"ummte sich vor Schmerz zusammen, warf den Kopf in den Nacken und w"unschte sich endlich den Tod herbei. Seine Kr"afte waren am Ende und dennoch besass er so viel davon, dass diese seine Ged"arme zusammenzogen. Draco hatte das Gef"uhl innerlich zu verbrennen, Sekunden kamen ihm wie Stunden vor. Seine Gliedmassen zuckten immer wieder, bis sich das Zittern nur noch auf seine F"usse beschr"ankte, er seine H"ande vor der Brust gekreuzt hielt. Bald, bald w"are es zu Ende.
Pl"otzlich liessen die Schmerzen nach und Bellatrix lachte schaurig auf. Oh nein, sie hatte noch mehr im Petto und machte weiter. Der n"achste Fluch wurde gerade gesprochen, doch nicht ganz vervollst"andigt. Draco sah nur noch schemenhaft wie ihr Gesicht erstarrte, ihre Augen glasig und leblos wurden. Trotz allem traf der Fluch und Draco riss stumm schreiend den Mund auf. Kein Ton kam heraus und so konnte er nur zusehen. Sein Blick wich in Erstaunen, als Bellatrix mit offen stehendem Mund dastand, Blut "uber ihre Mundwinkel floss. Danach kippte sie seitlich, erstarrt, weg und blieb neben ihm liegen. Draco wollte sich angewidert wegdrehen, doch er schaffte es nicht mehr. Er blinzelte, versuchte zu fokussieren und trotzdem sah er unscharf. Eine m"annliche Gestalt in schwarzen Roben schritt hinkend auf ihn zu, kam vor ihm auf die Knie. Potter?
"Du hast es "uberstanden, Malfoy. Sie und Voldemort sind tot.", klang dessen Stimme hohl und von weit her, ehe Draco die Augen verdrehte und alles um ihn herum schwarz wurde.
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Es gab viele Verluste, doch die gute Seite hatte gewonnen. Allem voran Harry Potter, der doch tats"achlich Voldemort zur Strecke gebracht hatte. Obwohl einige Todesser fl"uchten konnten, darunter Malfoys Eltern, wurden 80 Prozent von ihnen nach Askaban gebracht, w"ahrend Harry seine Ohren spitzte. Sein Kopf zischte in besagte Richtung, da er die Stimme sehr wohl erkannte. Eigentlich hatte er gedacht, dass Draco Malfoy gegen ihn k"ampfen w"urde und doch wurde er "uberrascht. Kurz vor ihrem letzten Kampf hatte Dumbledore ihm anvertraut, dass Draco Malfoy seit einigen Jahren als Spion arbeitete, was Harry anfangs nicht glauben wollte.
Als er mit seinen 22 Jahren auf dem Schlachtfeld stand, was einst das Gel"ande Hogwarts gewesen war, und einen blonden Schopf erhaschte, runzelte er nachdenklich die Stirn. Erst da fielen ihm Dumbledores Worte wieder ein, und er wusste, er musste schnell handeln. Wie es schien wurde Draco verfolgt, war aus dem Nichts aufgetaucht. Er hatte sicherlich gewusst, dass heute die entscheidende Schlacht beginnen w"urde, sah sicherlich darin seine letzte Chance gerettet zu werden. Und Bellatrix verfolgte ihn. Vorhin war sie Harry entwischt, als er verbissen gegen Voldemort k"ampfte. Nachdem der ehemalige dunkle Lord jedoch das Zeitliche gesegnet hatte, rannte Harry gehetzt hinterher und suchte den Wald nach seinem ehemaligen Feind ab. Er wusste, dass Bellatrix dabei war einen weiteren Unverzeihlichen zu sprechen, aber Harry hielt sie auf. Endlich sah er seine Chance und auch wenn sie mit dem R"ucken zu ihm stand kannte Harry kein Erbarmen ihr den "Avada Kedavra" anzufluchen. Und dann sah er ihn: Draco Lucius Malfoy. Dreckig von oben bis unten, durchn"asst und vollkommen ersch"opft am Boden liegend. Man sah ihm an, dass er um sein Leben k"ampfte und auch, dass er nicht aufgegeben hatte. Bis zu dem jetzigen Zeitpunkt. Harry sprach ihn an, "ubermittelte ihm den letzten Stand und bevor er weiters handeln konnte, sank Malfoy in sich zusammen, verdrehte die Augen und blieb regungslos im Dreck liegen.
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"Jungs? Ich bin "ausserst zufrieden! Die letzte Schlacht ist gewonnen, der dunkle Lord weilt nicht mehr unter uns! Dank Harry!", rief Harrys Vorgesetzter aus. Eine Woche war seit dem letzten Gefecht vergangen, nachdem Harry ebenso wie die anderen gleich in Hogwarts verarztet wurde. Wie durch ein Wunder waren seine Verletzungen nicht schlimm gewesen, wurden mit einer Leichtigkeit geheilt. Draco Malfoy, der neben ihm gelegen hatte, schlief noch immer, doch das war Harry vollkommen egal. Malfoy hatte es nicht anders verdient als gejagt zu werden, endlich einmal zu erfahren wie es war nicht immer auf der Gewinnerseite zu stehen. Damals hatte er Harry ausgelacht, diesmal h"atte er es tun sollen. Allerdings stellte er sich nicht auf dieselbe Stufe, auf der der Blonde stand. Hass war das einzige was sie verband.
Die jungen und auch die "alteren Auroren klatschten und pfiffen, viele strahlten Harry an und klopften ihm anerkennend auf die Schulter. Gl"uckw"unsche folgten und Harry grinste von einem Ohr zum anderen. Eine kleine Feier stand an, auf der sich sein bester Freund und Kollege Ron sichtlich am"usierte und mit Harry einen Scherz nach dem anderen riss. Meist ging es um Malfoy, der diesmal das Opfer gewesen war. Normalerweise w"urde Harry Mitleid empfinden, aber Malfoy hatte sogar in den letzten Jahren nicht aufgeh"ort in seinen Gedanken herum zu spucken.
"Harry? D"urfte ich dich kurz einmal sprechen?", rief sein Chef aus, Harry hob kurz die Hand.
"Ich komme!", lachte er los und verabschiedete sich von einem sehr gut gelaunten Ron Weasley. Mit einem Grinsen auf den Lippen folgte er seinem Vorgesetzten, verschwand mit ihm im angrenzenden Zimmer, wo hinter Harry die T"ure geschlossen wurde. Seth wurde ernst, was Harry doch stocken liess.
"Was liegt an, Seth?", fragte Harry sogleich, setzte sich auf den angewiesenen Stuhl. Seth seufzte m"ude, setzte sich ebenso, nur hinter seinem Schreibtisch. M"ude massierte er sich die Schl"afen, was Harry die Stirn zusammenziehen liess.
"Ich verwette meine letzte Robe, dass das was ich dir nun sage, dir nicht schmecken wird.", "ausserte sich Seth, Harry schwante B"oses.
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"Das kannst du mir doch nicht antun!", donnerte Harry schockiert los, sprang von seinem Stuhl hoch und funkelte seinen Vorgesetzten w"utend an.
"Harry, es tut mir Leid, aber..."
"Was, ABER!", brauste Harry weiterhin auf, warf seine H"ande in die Luft und drehte sich mit dem R"ucken zu dem Sitzenden.
"H"or mal, Harry. Ich kann mir schon vorstellen wie du dich f"uhlst, aber du bist der einzige der...", versuchte es Seth von Neuem, Harry wirbelte herum.
"Wieso! Wieso ich? Sag mir wieso! Ich meine, ich bin doch nicht der einzige der das kann! Du weisst ganz genau, dass ich Malfoy von ganzem Herzen hasse! Du kennst meine gesamte Vorgeschichte seit dem Einstellungsgespr"ach! Ich hatte dir vertraut und ebenso einiges anvertraut, was Malfoy anging! Ich war froh ihn nie wieder sehen zu m"ussen! Weisst du, zuerst erz"ahlte mir Dumbledore, dass Malfoy ein verfluchter Spion sei! Dann bemerkte ich ihn bei der Schlacht und rettete ihn auch noch! Rettete dieses verfluchte, versnobte Frettchen, der mich nur dem"utigte, beschimpfte und qu"alte!", schrie sich Harry in Rage, da er vollkommen verzweifelt war. Seth seufzte wieder und h"orte sich die Vorw"urfe ruhig an.
"Er zog meine verstorbenen Eltern in den Dreck, behandelte mich und meine Freunde wie Abfall! Ihm fiel alles in den Schoss und er geht noch immer den Weg des geringsten Widerstandes! Es ist mir heute noch ein R"atsel, wie er sich Dumbledore anschliessen konnte, dieser Feigling! Es ist mir scheiss egal welchen Fluch er abbekommen hatte! Endlich h"alt er seine verfluchte Klappe!", regte sich Harry weiterhin auf, die aufgestauten Gef"uhle, die er jahrelang in sich verschlossen hatte, kamen endlich hervor. Seth hatte schon fr"uher mit so einem Ausbruch gerechnet, da Harry in Sachen Malfoy eine tickende Zeitbombe war. Niemand zuvor hatte es geschafft diesen unglaublichen, jungen Mann so auf die Palme zu treiben.
Harry holte tief Luft und knurrte mit roten Wangen. W"utend raufte er sich die Haare, konnte es einfach nicht glauben. Das Leben war schier ungerecht. Wieso immer er? Wieso immer Malfoy?
"Jetzt ist es aber genug, Harry!", stand Seth energisch sprechend auf, lehnte sich "uber den Tisch und st"utzte sich mit den H"anden darauf hin ab.
"Wie w"urdest du dich f"uhlen, wenn niemand draufkommt wie man den Fluch brechen kann? Wie verzweifelt w"arst du, wenn du nie wieder sprechen k"onntest? Himmel noch einmal, Malfoy ist stumm! Er wird nie wieder auch nur ein einziges Wort sagen k"onnen!", versuchte er Harry zur Einsicht zu bekehren, Harry grinste fies.
"Das kann mir nur Recht sein. Malfoy hat es nicht anders verdient. Vielleicht lernt er endlich einmal sich wie ein Mensch aufzuf"uhren und..."
"ES REICHT!" Harry klappte der Mund auf, langsam liess er sich in seinen Stuhl fallen. Seth holte tief Luft, schloss die Augen und sah Harry danach entschuldigend an.
"Verzeih mir meinen Ausbruch, Harry. Aber dir ist sicherlich bewusst, dass es nicht anders geht. Ich kann dich ja verstehen - in allen Punkten. UND!", hob er die Hand, da Harry widersprechen wollte, "Ich gebe dir vollkommen Recht. Wenn es nach meiner pers"onlichen Meinung gehen w"urde, k"onnte er ebenso verrecken und f"ur immer stumm bleiben. Allerdings gibt es auch in der Zauberwelt ein Rechtssystem und Malfoy steht genauso Hilfe zu wie einem jeden anderen Zauberer. Es tut mir Leid dich damit belangen zu m"ussen, doch du bist der einzige, der in beinahe allen Ausbildungspunkten als Bester abgeschnitten hatte. Ausserdem kennst du Malfoy besser als kein anderer. Diese Tatsache k"onnte dir helfen. Und bevor du fragst - nein, Malfoy ist kein richtiger Todesser gewesen. Das Ministerium hatte diese Angelegenheit diskret und sehr eingehend untersucht und auch Dumbledore legt f"ur ihn eine Hand ins Feuer."
"Ich will nicht.", wimmerte Harry verzweifelt, er konnte es noch immer nicht fassen. Seth legte einen mitleidigen Ausdruck auf, schritt um den Tisch herum und setzte eine Hand auf Harrys Schulter.
"Sieh es einmal so. Malfoy wird sich in den Arsch beissen sich von dir helfen lassen zu m"ussen. Ihm bleibt keine andere Wahl. Dumbledore stellte den Antrag im Ministerium und er weiss auch, dass du der Beste auf dem Gebiet bist. Harry, du stehst mit Malfoy nicht auf derselben Stufe, verstehst du? Du stehst "uber ihn! Versetze dich mal in Malfoys Lage. Was w"urdest du an seiner Stelle machen, wenn dein Erzfeind dein Leben rettet und dann auch noch der einzige ist, der dir deine Stimme wieder zur"uckgeben kann? Er steht mehrmals in deiner Schuld, oder?", grinste Seth nun, Harry machte es ihm nach.
"Gut, ich bin dabei. Aber nur eine Geste von Malfoy und ich kastriere ihn mit blossen H"anden.", knackte Harry mit seinen Fingern, Seth fing schallend zu lachen an.
"Hey, von seinen Eiern war niemals die Rede. Er sollte wieder sprechen k"onnen.", zwinkerte Seth fr"ohlich, Harry stand weiterhin grinsend auf.
"War's das dann? Wann muss ich zu ihm? Und wo wohnt er?", ging Harry auf das gesch"aftliche ein, Seth Augen fingen zu funkeln an.
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Harry verfluchte sich nun erst Recht zugesagt zu haben. Denn die letzten Details zu seinem neuesten Fall hatten ihn buchst"ablich wieder knallhart in die Realit"at zur"uckgeholt. Harry h"atte sich eigentlich vorgestellt einige Stunden mit Malfoy zu verbringen, in s"amtlichen B"uchern zu schm"okern und ihn danach abzuweisen. Stattdessen erkl"arte ihn Seth, dass die Nachforschungen sicherlich um einiges l"anger dauern w"urden und er mit Sicherheit auch Malfoys Hilfe gebrauchen k"onnte. Schliesslich besass die Familie Malfoy eine einzigartige Bibliothek, die ihm vielleicht helfen k"onnte. Malfoy Manor war seit dem Angriff verlassen, so konnte Harry sich gem"utlich umsehen. Sicherlich kannte Malfoy Junior viele der B"ucher, aber Seth war sich sicher, dass Malfoy nicht alles an Inhalten verstand. Denn einige B"ucher, und dies war dem Ministerium bekannt, waren nur f"ur Auroren bestimmt. Wie sie allerdings vor Jahrzehnten in Malfoy Seniors Besitz kamen, wusste keiner. Malfoy Senior hatte sie in einer Stunde der Gunst legal erworben.
Die n"achste Hiobsbotschaft war, dass Harry den jungen Malfoy Tag und Nacht bewachen sollte, auf Hoffnung einiger positiver Reaktionen, die vielleicht ebenso helfen k"onnten. Dies hiess, Harry wurde f"ur seinen neuen Fall freigestellt und musste mit Malfoy zusammenwohnen. Toll, ganz toll. Harry verwendete den Einwand, dass der Rest der Todesser noch frei herum lief. Worauf Seth ihm k"uhl mitteilte, dass sie dies auch ohne Harrys Hilfe schaffen w"urden. Ausserdem w"urden die Todesser niemals bei ihm zu Hause suchen, sie mit Sicherheit von Malfoys Spiont"atigkeit erfahren hatten - ihm nach dem Leben trachteten.
Harry fluchte unfein, schritt auf die T"ure von Dracos Behausung zu. Nachdem - laut Informationen von Seth - Malfoy vollj"ahrig wurde, war er ausgezogen. Er lebte weiterhin in London, jedoch ausserhalb des regen Treibens. Am liebsten w"are er umgekehrt, h"atte Malfoy Malfoy sein lassen. Seth schaffte es immer wieder ihn einzulullen und schon wieder war er darauf hereingefallen. Harry und sein beschissenes Schicksal!
"Wenn ich diesen beschissenen Einsatz auf unbegrenzte Zeit "uberlebe k"undige ich.", maulte er leise und blieb nerv"os vor der Haust"ure stehen. Eine sanfte Melodie ert"onte, als Harry die Glocke bet"atigte.
"Bitte sei nicht hier, du kannst ja ausgewandert sein, oder so.", nuschelte Harry hoffnungsvoll, doch dieser Gefallen wurde ihm nicht getan. Schritte erklangen, zuerst leise, dann immer lauter. Mit Schwung ging die T"ure auf und dann sahen sich die beiden Feinde direkt ins Gesicht. Schockiert war der mindeste Ausdruck, den der hoch gewachsene Blonde auf seinem Gesicht trug. Er war fassungslos und wurde stink w"utend. Draco wollte gerade die T"ure wieder ins Schloss schleudern, als Harry seinen Fuss ausstreckte und dagegen trat. Abermals sprang sie auf und Malfoy machte einen Satz nach r"uckw"arts. Stumm und mit funkelnden Augen erdolchte er Harry, der ihm "uberheblich entgegengrinste.
"Ja, ja, Malfoy. Ich weiss wie sehr du dich freust mich zu sehen. Ganz meinerseits. Darf ich reinkommen? Ja? Oh! Wie "uberaus freundlich von dir!", lud sich Harry selber ein, trat in das kleine Haus ein und dr"uckte die T"ure ins Schloss. Malfoys Atem ging hektisch, er verschr"ankte erbost die Arme vor der Brust. Verachtung stand in seinem Gesicht, er w"urde gleich auf Harry losspringen.
"H"ubsch hast du es hier! Um auf den Punkt zu kommen, du fragst dich sicherlich was ich hier mache, oder?", legte Harry den Kopf schief, Draco machte den Mund auf. Jetzt lief er rot an, da er Harry nicht einmal eine gepflegte Antwort entgegenschleudern konnte. Scheisse aber auch. Stampfend erreichte Draco die T"ure, riss sie auf und sah Harry aus zornigen Augen an.
"Es geht um den Fluch der dich stumm machte.", erwiderte Harry leise, da ihm Draco doch irgendwie leid tat. Er mochte weiterhin ein Arschloch sein, aber Harry hatte sehr wohl dar"uber nachgedacht was es hiess stumm zu sein. Dracos Reaktion im Gesicht ver"anderte sich schlagartig. Einerseits wegen dem was Harry sagte, andererseits wurde er neugierig. Was wollte Potter von ihm? Noch immer Harry anstarrend, schwang er sanft die T"ure zu und wartete ab.
"Zeit mir dein Wohnzimmer, Malfoy. Ich glaube, wir sollten uns setzen. Denn das was du jetzt von mir h"oren wirst, wird dich im wahrsten Sinne des Wortes umhauen.", sprach Harry ruhig weiter, Draco schnaubte. Trotz allem folgte er artig und musterte Harry von der Kehrseite. Mit einem nicken hatte er vorhin angedeutet in welche Richtung Harry zu gehen hatte, der sich nat"urlich neugierig umsah. In Dracos Augen trat ein glitzern ein und nur all zu gerne h"atte er diesem Arsch von Potter um die Ohren geschmissen, dass er selber sicherlich keinen solchen Luxus kannte. Gut, Draco besass keine Hauselfen mehr, wollte eigentlich nur noch alleine sein und hatte sie entlassen, sie nach Hogwarts geschickt. Harry pfiff leise.
"Wow, meinen Respekt Malfoy! Du hast es hier wirklich sehr sch"on und gem"utlich.", nickte Harry anerkennend, beide waren bereits im Wohnzimmer angelangt. Ein Feuer prasselte im Kamin, schm"uckte damit das kleine Wohnzimmer aus. Die Einrichtung wirkte warm und freundlich, ein grosser L"aufer lag mittig im Wohnzimmer. Die Couch schien einladend und Harry drehte sich zu Draco umher.
"Darf ich mich setzen?" Kurz blinzelte Draco mit den Augen - hatte Potter tats"achlich gefragt? Normalerweise h"atte Draco ihm keine Manieren zugetraut. Nochmals musterte er sein verhasstes Gegen"uber, welches er eigentlich auf den Mond w"unschte und fragte sich zum zweiten Male, was an Potter anders war. Gut, er war gewachsen, reifte zum Mann herbei und trotzdem...
"Darf ich jetzt?", unterbrach Harry seine Gedanken, Malfoy nickte nur. Wohlig seufzend liess sich Harry darauf nieder und holte tief Luft, wartete bis Malfoy sich auch setzte.
"Dumbledore hatte dir sicherlich schon gesagt, dass der Fluch, den du abbekommen hattest kein einfacher war, oder?", fing Harry an, Draco rollte mit den Augen und verzog sein Gesicht.
"Ja, dachte ich es mir. War sicherlich ein Schock f"ur dich, hm?", setzte Harry hinten dran und Draco sah ihn an, als w"are Harry geisteskrank. Seine Miene schien beinahe zu schreien, dass es die H"olle war.
"Nun, auch Dumbledore weiss, dass ich der Beste bin, was Fl"uche angeht. H"atte ich selber niemals gedacht, aber dieses Thema interessierte mich schon immer. Malfoy... ich bekam aufgetragen dir zu helfen.", meinte Harry etwas unsicher, Draco schnaubte abermals und sch"uttelte immer wieder den Kopf. Wieso er! Wieso ausgerechnet Potter! Scheiss Potter, scheiss Leben!
"Glaube mir, ich war auch nicht sonderlich begeistert dar"uber, aber vielleicht kann ich dir wirklich helfen. Seitdem ich davon weiss, machte ich mir nat"urlich Gedanken dar"uber. Als ich dich und dieses Mistst"uck im Wald sah, dachte ich zuerst sie w"urde dich gleich t"oten. Ich versuchte mich krampfhaft zu erinnern, welchen Zauber sie anwenden wollte. Ich irrte mich, Malfoy.", runzelte Harry "uberlegend die Stirn, Draco zog eine Augenbraue hoch und sah ihn abwartend an. Schliesslich hatte er in dieser beschissenen Lage keine andere M"oglichkeit.
"Sie wollte mit dir noch etwas anderes machen, doch weiss ich nicht was. Es ist jedenfalls sicher, dass sie dich nicht umbringen wollte - vorerst. Ich kam ihr in die Quere und w"are dies nicht geschehen, h"atte es f"ur dich schlimmer ausgehen k"onnen.", fuhr Harry weiterhin fort und sah Draco ernsthaft an. Dracos Augen wurden ausdruckslos, er schien zu resignieren, sank in sich zusammen. Harry glaubte zu wissen was Malfoy damit ausdr"ucken wollte. Hoffnungslosigkeit. Malfoy war ja schliesslich nicht dumm und konnte eins und eins zusammenz"ahlen.
"Du weisst allerdings auch, dass ich niemals aufgebe, oder?", versuchte es Harry nochmals, Draco sah ihn wieder an. Er wirkte nachdenklich, bewegte sich nicht.
"Wir werden gemeinsam eine L"osung finden und dazu brauche ich deine Hilfe. Wir m"ussen wahrscheinlich nach Malfoy Manor, um dort die Bibliothek zu durchsuchen. Ich bekam einen Geheimtipp vom Ministerium, wo dein Vater s"amtliche B"ucher versteckt h"alt, ohne dass du davon etwas wusstest. Glaube es ruhig, es ist so. Denn wenn du es gefunden h"attest, w"urdest du das richtige Buch f"ur den Fluch bereits vor Augen haben. Und ja, dein Vater hatte sich vor vielen Jahren diese B"ucher erkauft. Keiner weiss wie. Was ich dir allerdings jetzt sage wird dir nicht schmecken.", r"ausperte Harry sich, in Malfoys Augen stand Panik. Harry fand es als Ironie des Schicksals, da Malfoy fr"uher niemals Gef"uhle gezeigt h"atte. Jetzt, da er stumm war, musste er sich anders ausdr"ucken.
"Erstens, Malfoy Manor ist verlassen. Deine Eltern befinden sich auf der Flucht und dein Elternhaus wird von unseren Leuten bewacht. Bis jetzt alles verstanden?", zog Harry es in die L"ange, Draco knurrte lautlos - zumindest verzog er so sein Gesicht.
"Gut. "Ahm... wie soll ich es dir sagen? Damit wir schnellere Fortschritte machen will Seth, mein Vorgesetzter, dass wir in dieser Zeit zusammenwohnen. Das heisst, wir werden Tag und Nacht aneinander kleben, damit ich dich beobachten kann. Ausserdem musst du umziehen - besser gesagt zu mir. Die restlichen Todesser hatten sicherlich schon erfahren, dass du ein Spion bist und werden versuchen deinen Standort ausfindig zu machen. Es geschieht nur zu deiner Sicherheit, Malfoy. Ich bin mindestens genauso begeistert wie du und..." Harry unterbrach sich, da Draco aufgesprungen war. Mit wild herumwedelnden Armen sprang er auf und ab, schimpfte Harry stumm aus. Er wurde knallrot im Gesicht und br"ullte Harry eingehend an, obwohl kein Ton zu h"oren war.
Harry grinste das erste Mal, seit er angekommen war. Ein stummer Malfoy hatte etwas f"ur sich.
"Wie bitte? Ich kann dich nicht h"oren?", meinte Harry fies, stand ebenso auf und legte seine Hand hinters Ohr. Er bemerkte sehr wohl, dass Malfoy seine H"ande zu F"austen ballte, er vor Wut bebte.
"Du musst schon lauter sprechen.", lachte Harry los, wollte es dem Blonden wenigstens einmal heimzahlen. Es knallte und Harrys Kopf fegte zur Seite. Seine Wange brannte, keuchend hielt er sich diese. Bevor Draco jedoch bl"od grinsen konnte, holte Harry ebenso aus und verpasste Draco eine schallende Ohrfeige. Jetzt war es Draco, der ihn verdutzt und schockiert musterte, w"ahrend Harry schnaubte.
"Damit das klar ist, Malfoy! Diese Kindereien haben ein Ende! Du hast nicht das Recht mich zu schlagen, schliesslich sind wir erwachsen! Solltest du es dennoch tun, werde ich Gleiches mit Gleichem vergelten! Mir geht es am Arsch vorbei dir zu helfen - SCHON WIEDER! Aber so ist es nun mal, sieh es endlich ein! Glaubst du denn, ich will DICH in meiner N"ahe haben? Pah! Sicher nicht! Also reiss dich zusammen, Malfoy! Je eher wir zusammenarbeiten, desto eher bist du mich los und bekommst deine Stimme wieder zur"uck!", blaffte ihn Harry mit blitzenden Augen an, Draco starrte ihn noch immer fassungslos an. Nein, er hatte keine Angst vor Harry, doch dieser Blick zwang alle in die Knie. Resigniert liess er seine Hand sinken, sah emotionslos an Harry vorbei.
"Sieh mal, Malfoy.", beruhigte sich Harry wieder und rieb sich seine rote Wange.
"Ich wollte dich nicht provozieren, aber es bot sich so gut an. Du weisst sicherlich selber, dass du nicht beliebt bist und alle wie Dreck behandelst. Sieh es als eine Retourkutsche, wenn du magst, sozusagen als Rache. Ich habe dir noch etwas anzubieten, Malfoy. Wir lernen weiterhin wortlose Magie, damit du trotz allem mit Zauberstab zaubern kannst, einverstanden? Ich bin perfekt darin, glaube mir. W"are das was? So kommst du einen Schritt n"aher an dein Ziel heran wieder der Alte zu werden.", seufzte Harry, Draco "uberlegte. Langsam nickte er, doch schien er noch immer w"utend zu sein. Potter hatte die Oberhand und das gefiel ihm absolut nicht! Mann, was war anders an Potter? Zum dritten Male stellte er sich die Frage.
"Sag mal, wie bist du bisher ohne Magie ausgekommen?" Harry wurde neugierig, Dracos Blick panisch. Harry lief an Malfoy vorbei, suchte die K"uche auf. Schliesslich musste Draco ja auch essen, oder? Und wie hatte er es fertig gebracht ein Feuer zu entfachen? So ohne Magie? Er sp"urte Malfoys harten Griff an seinem Arm und bemerkte den Widerstand, den er nun aufbringen musste, um in die K"uche zu gelangen.
"Wieso willst du nicht, dass ich mir die K"uche ansehe?", lachte Harry los, Draco hing bereits an seinem Arm. Als Harry mit viel M"uhe und Not diese erreichte, klappte ihm der Mund auf.
"Wie sieht es denn hier aus?", stammelte er fassungslos, da hier eine Bombe eingeschlagen hatte. Gleich darauf h"orte er Dracos Magen knurren, Harry verkniff sich ein L"acheln und drehte sich umher.
"Hast du noch immer Hunger? Du musst ja halb verhungert sein, nachdem du nicht zaubern kannst?", "uberlegte Harry, Draco drehte sich schnaubend weg. Dummerweise verriet ihn sein Magen abermals, Harry l"achelte milde. Er zog seinen Zauberstab, reinigte mit einem Schlenker die K"uche und mit dem n"achsten stand ein wundervolles, heisses Gericht auf dem K"uchentisch. Draco rollte seine Augen in besagte Richtung, ohne den Kopf zu bewegen. Danach schnupperte er, wimmerte leise.
"Hey, das ist alles f"ur dich und keine Sorge, es ist nicht vergiftet. Du solltest etwas essen, ja? Na komm schon, schmeckt sicherlich gut!", lachte Harry auf und setzte sich einfach. Draco rang mit sich selber, wollte er nichts essen, was St. Potter gezaubert hatte. Da Harry sich allerdings eine H"uhnerkeule nahm und herzhaft abbiss, sprintete Draco darauf zu, riss es Harry aus der Hand und stopfte es sich in den Mund. Demonstrativ fing er zu kauen an, Harry grinste schief und kaute ebenso weiter.
"Du willst mir damit wohl sagen, dass alles deines ist, was?", grinste Harry schief, Draco verzog mit vollem Mund seine Lippen zu einem Grinsen.
"Na gut, ich hatte sowieso schon gegessen, hau rein.", unterstrich Harry die Aussage mit einer einladenden Handbewegung, was Draco sich nicht zweimal sagen liess. Normalerweise ass Draco Malfoy - so kannte es Harry - vorbildlich erzogen, doch diesmal stopfte er alles in sich hinein. Harry bekam Mitleid und wusste, dass Draco ohne Zauberstab aufgeschmissen war. Als Draco fertig war, rieb er sich den Bauch und lehnte sich gem"utlich an die Sessellehne an. Er konnte nicht verhindern, dass er r"ulpsen musste, jedoch lautlos. Geschockt dar"uber wurde er ein wenig r"otlich um die Nase, was Harry mit einem Grinsen abtat.
"Macht nichts, habe es sowieso nicht geh"ort. Ausserdem zeigt es mir, dass es dir geschmeckt hat und du nun satt bist. Also? Gehen wir es an?", wechselte Harry schnell das Thema und stand auf. Malfoy schien dar"uber erleichtert zu sein, erhob sich ebenso.
"Zeig mir dein Schlafzimmer, dann k"onnen wir deine Sachen einpacken, ja? Du musst mich nur darauf aufmerksam machen was du gerne mitnehmen willst.", meinte Harry leichthin, Draco sah ihn "uberheblich an. Ohne sich mit einer Geste zu bedanken schritt er einfach voran, hoheitsvoll, was Harry die Augen verdrehen liess. Gemeinsam stiegen sie Stufen empor, gelangten in Dracos Schlafzimmer. Auch dieses war geschmackvoll eingerichtet, wie sich Harry eingestehen musste. Draco stiess Harry unsanft an, da er seine Aufmerksamkeit haben wollte - Harry riss sich vom Bestaunen los. Draco "offnete seine beiden K"asten, zeigte mit seinem Finger hinein.
"Gut, und was genau willst du mitnehmen?", fragte Harry nach, Draco stemmte seine H"ande in die H"uften und klopfte mit dem Fuss auf den Boden.
"Was? ALLES?", keuchte Harry, Draco grinste fies und nickte.
"Mann, du bist ja "uberhaupt nicht eitel, oder?", verzog Harry sein Gesicht, Draco sah ihn hochn"asig an und strich sich "uber sein weissblondes Haar.
"Ja, ja, du bist der Sch"onste, ich weiss.", schnarrte Harry Kopf sch"uttelnd und zog abermals seinen Zauberstab, um endlich anzufangen. Draco sah ihn erstaunt an, wusste nicht, was er von Harrys Kommentar halten sollte. Harry zauberte einen Koffer herbei und schon flogen alle Kleidungst"ucke fein s"auberlich und zusammengelegt hinein. Als Harry unter den wachsamen Augen Dracos endlich fertig wurde, schleppte Draco ihn ins Bad, was Harry zum knurren brachte.
"Mann, Malfoy! Da stehen eine Menge an Gel und Kleinzeugs herum! Das h"attest du selber auch tragen k"onnen!", regte sich Harry auf, doch Draco ging darauf nicht ein. Er zeigte pausenlos auf seine Sachen, nickte grimmig, was Harry zum verzweifeln brachte.
"Du meinst, du weigerst dich? Meinst, ich sollte es tun, weil du bei mir wohnen musst?", glaubte Harry zu wissen, heftiges nicken kam zur Antwort. Dracos Augen glitzerten angriffslustig, doch Harry ging nicht darauf ein. Er marschierte zur Dusche, schnappte sich eine Tube Gel und "offnete es. Dann schnupperte er daran, doch Draco riss es ihm aus der Hand und sah ihn b"ose an.
"Ich werde doch wohl noch daran riechen d"urfen!", maulte Harry, Draco fletschte die Z"ahne.
"Gut, dann nicht."
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Eine Stunde sp"ater war Harry froh, dass sie beinahe das gesamte Haus von Malfoy in die Tasche gezw"angt hatten. Sichtlich befriedigt sah Draco ihn von oben herab an, was Harry gar nicht gefiel. Schliesslich war der Blonde einen knappen Kopf gr"osser als er. Mist. Harry verkleinerte die Tasche, steckte sie in seine Robe. Danach schritt er auf Draco zu und blieb ziemlich dicht vor ihm stehen. Draco riss die Augen auf, sah ihn etwas unsicher an.
"Wir m"ussen apparieren. Sonst f"allt es auf. Auch wenn du mir nicht traust, halte dich an mir fest.", murmelte Harry leise, ein sanftes L"acheln umspielte seine Lippen. Mit einem harten Ruck umfasste er mit einem Arm Dracos schmale Taille, zog ihn hart zu sich, gurrte kurz und zwinkerte Draco zu. Er wusste selber nicht was in ihn gefahren war, aber irgendwie war Malfoy anders. Und so wie er war, gefiel er ihm. Endlich einmal sprachlos. Draco riss erschrocken die Augen auf, legte seine H"ande auf Harrys Brust und wollte sich von ihm wegdr"ucken.
"Auf geht's.", grinste Harry charmant und mit einem Plopp waren sie verschwunden. Mit einem weiteren kamen sie vor Harrys T"ure an, wo Draco sich endlich befreien konnte und Harry angewidert ansah. Zudem zeigte er ihm dauernd den Vogel - Harry sah ihn resigniert an und winkte einfach ab.
"Nein, du bist durch meine Ber"uhrung nicht vergiftet worden. Und wenn schon, dann wirst du es merken und qualvoll sterben.", meinte Harry sarkastisch und dr"uckte die T"ure zu seinem kleinen Haus auf. Jetzt war es Draco der sich neugierig umsah und alles genauestens inspizieren musste. Ja, er gestand sich ein, dass auch Harrys Heim sehr sch"on eingerichtet war. Zwar schien es etwas kleiner zu sein wie sein eigenes Haus, aber durchaus gem"utlich. Draco stellte sich schon auf den Schock ein nur rot zu sehen, doch dem war nicht so. Nur warme T"one kleideten die Einrichtung ein und Draco f"uhlte sich wohl. Es war klar, dass er dies Potter niemals sagen w"urde, er war ja schliesslich ein Malfoy.
"Na los? Sieh dich um?", kicherte Harry mit Schalk, was sich Draco nicht zweimal sagen liess. Schon verschwand er den Flur entlang schreitend Richtung K"uche, inspizierte das Wohnzimmer und die kleine Bibliothek. Harry folgte ihm am"usiert, w"ahrend Draco nicht glaubend die Augen aufriss und sich im letzten Zimmer umherdrehte.
"Ja, Malfoy, ich besitze eine Bibliothek! Toll, was? Und weisst du was? Ich kann sogar lesen!", lachte Harry auf, Draco schnaubte. Er verzog sein Gesicht, schob Harry brutal beiseite und verschwand wieder. Als n"achstes h"orte Harry die Treppen knarren, eilte Draco hinterher. Oben befand sich Harrys Schlafzimmer, ein Zimmer zum entspannen und ein Badezimmer. Pl"otzlich h"orte er einen dumpfen Laut, Harry war in Alarmbereitschaft. Hektisch st"urmte er ins Zimmer, sah sich um.
"Malfoy! Was ist? Hallo! Hey!", rief er aus und wedelte mit seiner Hand vor Dracos geschocktem Gesicht umher.
"Hallo? Malfoy? Zeig es mir! Na mach schon!", forderte Harry ihn auf, da Draco ja nicht sprechen konnte. Harry verstand nicht was der Blonde auf einmal hatte, suchte das Schlafzimmer nach Hinweisen ab und blieb ratlos. Pl"otzlich traf ihn etwas Weiches mit voller Wucht und immer wieder gegen den Kopf. Harry zog die H"ande hoch und hielt sie sch"utzend "uber sein Haupt.
"Verdammt, Malfoy! Was soll denn der Scheiss! H"or auf mich mit dem Kissen zu schlagen!", br"ullte Harry los, schnappte es sich und schon zogen beide an den "uberdimensionalen Kissen.
"Malfoy!", sprach ihn Harry nochmals hart an, der ihn b"ose anfunkelte. Mit einem Nicken deutete er Richtung Bett, ehe Harry verstand. Scheisse! Er hatte ja nur eines!
"Oh!", kam es geistreich von ihm, nun wurde Harry ein wenig r"otlich um die Nase. Daran hatte er nicht mehr gedacht gehabt! W"ahrend er dar"uber nachdachte liess er das Kissen los und schon flog es ihm nochmals um die Ohren.
"Es reicht, Malfoy! Ich habe es ja verstanden!", blaffte er ihn an, riss an dem Kissen und schleuderte es aufs Bett zur"uck.
"Mann! Ja! Ich hatte selber nicht daran gedacht! Na und? Dann werden wir das auch noch "uberstehen! Ich bin nicht giftig, Malfoy!", schnaufte Harry, auch wenn ihm unwohl dabei war. Draco wirkte kampflustig und wollte sicherlich mit seinem Blick aussagen, dass Harry ja ein Gryffindor gewesen war. Mit einem sp"ottischen Grinsen warf er sich quer auf das Bett, streckte alle Gliedmassen von sich und schnaufte. Harry fing zu lachen an und ging neben dem Bett in die Hocke.
"Du meinst wohl damit, dass dir das Bett alleine geh"ort und ich mich verziehen soll?", fragte er scheinheilig, Draco sah auf und nickte wild. Beinahe schien es so als w"urde er schmollen, was sich Harry sicherlich nur einbildete. Danach grinste er fies.
"Tja, Malfoy. Wie soll ich es dir sagen? Es ist mein Haus, ich rette dir den Arsch, du darfst hier wohnen und es ist mein Bett. Ausserdem habe ich einen Zauberstab und du nicht, oder? Also? Wie entscheidest du dich? Folgender Vorschlag: Potter und Malfoy teilen sich das sehr grosse Bett, oder Malfoy schl"aft auf der Couch. Hm? Na? Die Zeit dr"angt! Tick, Tack. Potter oder Couch? Potter, Couch, Couch, Potter?", wiegte Harry seinen Kopf hin und her, Draco knurrte - auch wenn lautlos. W"utend schlug er mit der Faust auf die Matratze, zog dabei Harrys Geruch ein. Das erste was sein Gehirn durchstr"omte war: riecht gut, riecht sehr gut. Ertappt dar"uber und vollkommen verunsichert rollte sich Draco zur Seite, legte sich der L"ange nach auf den R"ucken und maulte lautlos vor sich hin. Harry lachte leise auf, legte sich neben ihn und kuschelte sich ins Kissen. Einige Minuten blieben sie stumm, bis Harry seinen Kopf zu Draco drehte.
"Na siehst du? Du bist noch immer nicht gestorben - Folge dessen bin ich nicht giftig. Deine Wahl war sehr gut, Malfoy.", kicherte Harry eingehend, Draco schmollte - und diesmal bildete es sich Harry nicht ein. Draco grummelte noch immer lautlos vor sich hin, drehte allerdings ebenso seinen Kopf Richtung Harry und zog "uberrascht eine Augenbraue hoch.
"Was ist? Habe ich einen Pickel? Oder wieso glotzt du mich so an?", wollte Harry sofort wissen, ihm war nicht wohl bei der Sache. Malfoy sah ihn noch immer eingehend an und grinste. Dann tippte er auf seine Augen und Harry verstand.
"Ach so! Ja, ich trage keine Brille mehr, falls du das meinst.", kicherte Harry verlegen und r"ausperte sich. Draco nickte, sein Blick schien zu sagen, dass Potter endlich einmal das Richtige getan hatte. Denn das bl"ode Brillengestell hatte ihm nie gestanden.
"Weisst du, sie ging schon mehrmals zu Bruch und auch wenn ich sie mittels Zauber immer wieder reparierte, blieb trotzdem etwas zur"uck. Dann gab ich es auf und suchte nach einem geeigneten Zauber. Jetzt sehe ich klar, habe ein viel gr"osseres Blickfeld. Himmlisch.", seufzte Harry zufrieden, Draco be"augte ihn kritisch. Na wenigstens wusste er nun, was an Potter so ver"andert war. Und ja, es stand ihm. Draco riss die Augen auf, starrte nun an die Decke und konnte nicht glauben was er da gerade dachte! Zum Henker damit was Potter besser passte!
"Ich will dich ja nicht in deinen Gedankeng"angen unterbrechen, aber wie w"are es, wenn wir deine Sachen ausr"aumen? Leider passt hier aufgrund der Gr"osse des Zimmers weder ein zweites Bett hinein, noch zwei weitere K"asten. Aber im Flur k"onnte ich...", fing Harry an, Draco sprang aus dem Bett. Ungeduldig sah er Harry an, der lachend auf die F"usse kam und den verkleinerten Koffer herauszog. Schon wurde er vergr"ossert und Draco w"uhlte darin umher. Als Harry in den Flur schritt und zwei K"asten erschuf, stand Draco auf einmal hinter ihm, tippte ihn auf die Schultern.
"Was?", n"orgelte Harry, Draco sch"uttelte entschieden den Kopf. Er deutete mit seinen H"anden an, dass Harry sie noch vergr"ossern sollte, stiess ihn immer wieder an und fing lautlos zu maulen an.
"Ja, ja! Wie der Herr w"unschen!", keifte Harry, schwang nochmals seinen Zauberstab. Endlich wirkte Draco zufrieden, eilte ins Schlafzimmer zur"uck und fing an seine Sachen in die Schr"anke zu r"aumen. Harry machte sich an den Toilettenartikeln zu schaffen und schlichtete sie ins angrenzende Badezimmer ein. Er seufzte, da das Badezimmer nun mehr als "uberladen war. Wieso brauchte Malfoy immer so viel Zeugs? Eine weitere Stunde sp"ater waren Malfoys Sachen aufgeteilt, Harry "achzte.
"Es ist noch fr"uh. Was h"altst du davon wenn wir dir einen Zauberstab besorgen gehen?", grinste Harry schief, Draco wusste nicht ob er erfreut sein sollte. Einerseits wollte er wieder einen Zauberstab besitzen, andererseits hatte er Angst davor erkannt zu werden. Harry erkannte seine Gef"uhlsregung im Gesicht, legte beschwichtigend eine Hand auf Dracos Unterarm.
"Keine Sorge, ich passe auf dich auf. Weisst du was? Ich gebe dir eine Robe von mir - mit Kapuze. So kannst du dich ein wenig tarnen. Und was mich angeht..", "uberlegte Harry, Draco zog angewidert seinen Arm weg. Potter hatte ihn gef"alligst nicht zu ber"uhren!
"Ich werde mich in eine andere Person verwandeln. Der Zauber sollte eine Stunde anhalten. Doch wen sollte ich nehmen?", "uberlegte er weiter, Draco bekam grosse Augen. Seit wann kannte Potter solch schwere Zauber? Klar, als Auror musste er es k"onnen. Mann, Potter hatte ja immer Schwein, oder? Trottel, dieser Potter. Egal ob er ihm half oder nicht, entschied Draco im Stillen. Und nein, er w"urde sich nicht f"ur dessen Hilfe bedanken! So weit kam es ja noch!
"Ich hab's!", rief Harry aus, stand auf und schwang den Zauberstab "uber sein Haupt. Draco sah gespannt zu, seine Augen wurden "ubergross. Potter fing langsam an sich zu verwandeln und vor ihm stand kein anderer als Blaise Zabini!
"Na? Was sagst du dazu? Ich bin ein perfektes Duplikat, oder? So erkennt mich niemand als Harry Potter und keiner kann mir andichten dir zu helfen. Also? Gehen wir los?", zwinkerte Harry ihm mit braunen Augen zu, Draco sah ihn mit offen stehendem Mund an. Wenn er nicht wusste, dass dies Potter war, dann h"atte er in der Tat geglaubt seine ehemals besten Freund vor sich zu haben. Schade, dass Blaise mit seinen Eltern ausgewandert war - sie noch rechtzeitig den Absprung schafften. Wie es ihm wohl ging?
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"Zapple nicht so rum, Malfoy.", zischte Harry leise, als sie durch die Winkelgasse schlenderten, ihr Ziel genau vor den Augen hatten. Draco f"uhlte sich in dieser Robe zwar wohl, doch geh"orte sie noch immer Harry Potter! Bis jetzt hatte ihn keiner erkannt und langsam entspannte er sich. Mit Eifer betraten sie den neuen Laden f"ur Zauberst"abe, wo sie auch gleich empfangen wurden. Harry erkl"arte alias Slytherinmanier was er wollte, bevor Draco auch noch den Mund aufmachen konnte. Draco staunte nicht schlecht, da Harry seine Rolle perfekt spielte und Blaise einwandfrei imitieren konnte.
S"amtliche Schachteln mit verschiedenen St"aben lagen ausgebreitet auf den Tresen und Draco machte sich gleich daran einen nach den anderen auszuprobieren. W"ahrend vier der Regale durch den falschen in Flammen aufgingen und er vor Wut rot anlief, l"oschte Harry ohne mit einer Wimper zu zucken das Feuer, was den armen Ladenbesitzer beinahe einen Herzinfarkt bescherte. Als danach s"amtliche Schachtel aus den Regalen flogen und der Laden zus"atzlich verw"ustet wurde, langte Draco mit ausgestreckten Armen "uber die Theke und wollte den armen Mann erw"urgen.
Der Alte riss darauf hin geschockt die Augen auf, fl"uchtete und suchte nach dem richtigen, w"ahrend Harry M"uhe hatte einen aufgebrachten Draco Malfoy davon abzuhalten "uber den Tresen zu klettern, um den armen Mann zu verfolgen. Drei weitere Versuche und Wutanf"alle sp"ater, strahlte Draco endlich den richtigen Zauberstab in H"anden zu halten. Harry behob den angerichteten Schaden, bezahlte ohne etwas zu sagen und l"oschte das letzte Erlebnis aus dem Ged"achtnis des Verk"aufers. Verdattert sah dieser ihnen nach, als Harry den breit grinsenden Draco nach draussen schob und mit ihm apparierte.
Endlich waren sie angekommen und Draco versuchte es nochmals mit dem Zauberstab. Angestrengt verzog er sein Gesicht, welches nochmals rot anlief, doch nichts passierte. Harry fing zu lachen an und legte den Umhang ab.
"Nur mit der Ruhe, Malfoy! Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut." Draco richtete w"utend seinen Stab auf Harrys Halsschlagader, dachte an etwas geh"assiges, doch nichts passierte. Harry g"ahnte und Draco bekam grosse, w"assrige Augen. Es schien beinahe so als w"urde er verzweifeln und Harry t"atschelte gutm"utig seine Wange.
"Sag ich doch. Was h"altst du davon, wenn ich f"ur uns koche?", rief er "uber die Schulter und schlenderte in die K"uche. Draco knurrte lautlos, pfefferte seinen sch"onen und neuen Zauberstab auf den Boden, trat ihn und keifte ihn an. Er hasste seinen Zustand, da kein Wort "uber seine Lippen kam. Erst jetzt bemerkte er, dass Harry verschwunden war und folgte ihm sogleich. W"ahrend Harry T"opfe holte, im K"uhlschrank nach etwas Essbarem suchte, setzte sich Draco und sah Harry gelangweilt zu.
"Wir bekommen heute Spaghetti Bolognese!", schnarrte Harry alias Koch und schwang dabei seinen Kochl"offel. "Uber Dracos Kopf schwebte ein Fragezeichen, ausserdem wollte er kein Muggelessen zu sich nehmen! Abermals maulte er Harrys R"ucken an, der gut gelaunt pfeifend die Sauce zubereitete und abschmeckte. Draco verging das raunzen, er schnupperte. Langsam bekam er Hunger, stand auf und kam n"aher, lugte in den brodelnden Topf hinein.
"Riecht gut, hm?", versuchte es Harry, Draco sah ihn nur absch"atzend an.
"Kannst du mal kosten? Vielleicht fehlt noch etwas.", meinte Harry abwesend, w"ahrend er nach Nudeln suchte und einen zweiten Topf mit Wasser zum kochen brachte. Draco r"umpfte die Nase, drehte sich demonstrativ weg und verschr"ankte seine H"ande vor der Brust.
"Gut, dann nicht.", zuckte Harry mit den Schultern, nahm einen L"offel und probierte selber.
"Hm... sehr gut.", seufzte er zufrieden und verschwand danach kurzzeitig aus der K"uche. Draco sah ihm hinterher, wurde neugierig und lugte abermals in den Topf hinein. Er musste sich zu seiner Schande eingestehen, dass es tats"achlich unheimlich gut roch und schnupperte nochmals. Da er nun wusste wo sich die L"offel befanden, zog er an der Lade, nahm sich einen und tauchte damit in die Sauce ein. Etwas unsicher kostete er davon, riss die Augen auf. Verdammt! Das war gut! Gen"usslich leckte er sich "uber die Lippen und schloss die Augen.
"Schmeckt dir doch, was?" Draco wirbelte herum, sah einem grinsenden Harry entgegen und verzog sein Gesicht. Er wurde leicht rot um die Nase, weil er Harry nicht geh"ort hatte.
"Wenn du willst, kannst du nochmals kosten.", zwinkerte Harry gut gelaunt, Draco Malfoy schien so ver"andert! Irgendwie wirkte der Blonde sehr unsicher, doch h"orte er mehr denn je zu und unterbrach ihn niemals. Ausserdem bemerkte Harry dessen Neugierde, die beinahe kindlich war. Ja, langsam fing er an diesen Malfoy zu m"ogen. Ob er der alte werden w"urde, wenn er wieder sprechen konnte? Harry hoffte es nicht, denn es war das erste Mal, dass sie beinahe friedlich auskamen.
10 Minuten sp"ater sassen sie am Tisch und Draco versuchte die Spaghetti auf seine Gabel zu bekommen. Harry zeigte ihm wie er dies am Besten machen konnte, aber Draco weigerte sich. Wieso sollte er einen Rat von Potter befolgen? Nach einiger Zeit Beobachtung verd"usterte sich Dracos Gesicht und er tat dann doch was Harry ihm sagte. Harry hingegen kicherte leise, sah Draco neutral an. Er merkte, dass Draco ihn immer wieder verstohlen musterte und fragte sich wo der alte Draco Malfoy hingekommen war. Draco hingegen fragte sich dauernd, wieso Potter so nett zu ihm war. Ausserdem f"uhlte er sich langsam aber sicher in Harrys Gegenwart wohl und dann war da noch so ein anderes Gef"uhl, welches er sich nicht erkl"aren konnte. Potter war so anders als auf der Schule und endlich geh"orte nur ihm alleine seine Aufmerksamkeit!
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Der Fernseher war das Wunder der Woche, entschied Draco, der wild auf der Fernbedienung umherdr"uckte und Harry damit zum lachen brachte. Schliesslich landeten sie bei einem Actionfilm und Draco kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Mit offen stehendem Mund sass er dort, starrte auf den Bildschirm - seine Augen leuchteten. Harry betrachtete ihn verstohlen von der Seite und dachte sich dabei, dass Draco gerade in diesem Moment mehr als nur s"uss wirkte. Erschrocken "uber seine Gedanken sah er verwirrt weg, schluckte hart. Er wurde aus den Gedanken gerissen, als Draco aufstand, hinter den Fernseher lugte und anscheinend etwas suchte.
""Ahm, Malfoy? Das ist ein Bildschirm. Die Leute stecken nicht in diesem Ding, keine Sorge. Ausserdem w"urde es zu lange dauern, um es dir zu erkl"aren.", grinste Harry am"usiert, Draco sah ihn s"auerlich an. Er ertappte sich immer wieder dabei sich vor Harry bloss zu stellen und lief danach meist rot an. Wieso war das so? Wieso funkelten Potters Augen so intensiv? Was war nur mit ihm passiert? Ja, er hatte gelernt zuzuh"oren und er kam zu dem Schluss, dass er dadurch viel mehr aufnehmen konnte. Er bemerkte dabei nicht, dass er auf dem besten Wege war sich zu ver"andern.
Die Nacht brach heran und Draco sass noch immer mit offen stehendem Mund vor der Flimmerkiste. Der Abspann lief und Harry fing zu g"ahnen an.
"Zeit f"urs Bett, Malfoy.", grinste er keck, Draco riss sich aus der Starre los, sah auf die Uhr. Tats"achlich, es war bereits weit nach 1 Uhr Fr"uh. Erst jetzt bemerkte er die M"udigkeit und starrte trotzdem auf Harrys Po, als dieser als erstes aus dem Wohnzimmer ging. Draco sank in sich zusammen und raufte sich die Haare. WAS PASSIERT MIT MIR!? Wieso klopfte sein Herz schneller, wenn Potter ihn so ansah? Heftig sch"uttelte er seine Gedanken ab, folgte Harry hinauf und stand nun alleine im Schlafzimmer. Harry war noch im Bad verschwunden, kam in diesem Moment heraus und l"achelte Draco zu.
"Jetzt kannst du rein.", meinte er knapp, schl"upfte unter die Decke und kuschelte sich ins Kissen. Draco sah ihn nachdenklich an, zuckte mit den Schultern und verschwand hinter der Badezimmert"ure. Minuten sp"ater war er wieder im Schlafzimmer und stand unschl"ussig vor dem Bett. Gott! Eine Nacht mit Potter! So nahe! In einem Bett! Bei Salazar! Draco wusste nicht was er davon halten sollte, als Harrys Stimme zu ihm vordrang.
"Alles in Ordnung mit dir? Das Bett frisst dich schon nicht. Dir wird sonst noch kalt. Komm schon unter die Decke.", murmelte Harry m"ude und schlug sie auf, klopfte mit der Hand auf die Matratze. Ohne Harry anzusehen, krabbelte Draco ins Bett, schnappte sich den anderen Wipfel der Decke und zog diese bis zu seinem Kinn.
"Gute Nacht, Malfoy. Tr"aum was Sch"ones.", nuschelte Harry leise, ehe er die Augen schloss und zufrieden seufzte. Draco starrte wieder einmal an die Decke, dachte in der Dunkelheit nach. Er "uberlegte, ob er noch immer Hass f"ur den ehemaligen Gryffindor empfand. Einerseits schon, andererseits war Potter so hilfsbereit ihm gegen"uber, was seine Wut beinahe komplett verrauchen liess. 7 Jahre purer Hass und nur ein freundlicher Blick von Potter reichte aus, um ihn vers"ohnlicher zu stimmen? Draco war verwirrt, wusste nicht was er damit anfangen sollte. 7 Jahre lang hatte er sich so ein L"acheln von Potter gew"unscht, welches dieser immer nur seinen Freunden geschenkt hatte. Und heute war es f"ur ihn bestimmt gewesen, satte dreimal. Tja, einem Malfoy konnte man einfach nicht widerstehen. Mit einem breiten Grinsen schlief Draco ein und f"uhlte sich das erste Mal seit langem ruhiger.
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Die Sonne stand am Mittagshimmel, als Harry seine Augen aufschlug und schnaubend seinen Kopf sch"uttelte. Was f"ur einen unglaublichen Traum er gehabt hatte! Malfoy wohnte bei ihm! Nat"urlich! Aber... Harrys Atem beschleunigte sich, als ihm eine gewisse Schwere bewusst wurde, leises Schmatzen zu h"oren war. Harrys Mund wurde trocken, als er langsam seinen Kopf drehte und dabei einen blonden Haarschopf erkannte. Sein Herz sprang vor Schreck kurzzeitig in der Brust, ehe er realisierte, dass es kein Traum gewesen war. Irgendwie konnte er es noch immer nicht glauben, dass der Blonde sich in seine Arme gekuschelt hatte, sein Bein in jenes von Harry einhackte. Trotzdem nutzte er die Zeit sich Draco genauer anzusehen. Wie sch"on dessen Gesicht auf einmal war, wenn er dieses nicht geh"assig verzog? Unbewusst zog er Draco n"aher zu sich, sog dessen Duft ein. Es war unglaublich Draco Malfoy im Arm zu halten, da er sich so warm und weich anf"uhlte. Dennoch konnte Harry unter dem Stoff des Pyjamas Dracos Muskeln erkennen, die ihn mehr als m"annlich auszeichneten. Ja, Draco Malfoy war schon eine imposante Erscheinung - war er schon immer gewesen. Harrys Herz schlug auf einmal schneller.
Als sich der Blonde regte, schloss Harry schnell seine Augen und wartete ab. Pl"otzlich verspannte sich der damalige Slytherin, stiess Harry von sich und dann erklang ein dumpfer Laut. Harry "offnete langsam die Augen, sah sich verpeilt um und nahm einen am Rande des Bettes auftauchenden blonden Schopf wahr, der ihn aus grossen Augen musterte.
"Was denn los, Malfoy?", nuschelte Harry verschlafen und rieb sich die Augen. Draco blitzte ihn scharf an, "offnete seinen Mund, schloss ihn knallrot wieder.
"Wieso hast du mich denn gestossen? Kannst du mir das einmal verraten? Und was zum Henker machst du ausserhalb vom Bett?", fragte er erstaunt, musste sich ein Grinsen verkneifen. Draco kam mit hochn"asigem Gesichtsausdruck hoch, machte kehrt und marschierte ins angrenzende Bad. Und Harry? Der verschr"ankte seine Arme hinter dem Kopf und grinste fies die zugemachte Badezimmert"ure an.
Heute war der Tag an dem Harry und Draco Malfoy Manor besuchen wollten. Draco war nerv"os, da er dem Frieden nicht traute. Ausserdem waren sie sowieso sp"at dran, da Draco wieder einmal Stunden gebraucht hatte, um endlich fertig zu werden. Harry war da viel schneller und versuchte Draco einzureden, dass er zu keinem Sch"onheitswettbewerb musste. Draco knurrte ihn an und zog an Harrys Haaren um ihn zu verdeutlichen, dass Harry heute wieder einmal wie durch den Wind aussah, was Harry schmollen liess. Schliesslich apparierten sie zu Malfoy Manor und Draco liess es wieder einmal murrend "uber sich ergehen, dass Harry ihn fest umarmte. Zwar wurde er ein wenig rot im Gesicht, doch sah er schnell weg, als Harry breit grinste. Als sie ankamen stutzte Harry, hielt Draco auf.
"Warte, Malfoy. Die Wachen stehen nicht an ihrem Posten.", wisperte er leise, Draco "uberfiel G"ansehaut. Mit bleichem Gesicht krallte er sich in Harrys Arm, der mit ihm langsam entlang schritt.
"Bleib ja nahe bei mir, okay? Ich will nicht, dass dir etwas passiert.", zischte Harry wachsam und sah sich dementsprechend um. Er lauschte auf jedes Ger"ausch, wobei Draco sich fragte, wieso Harry wollte, dass ihm nichts passierte. W"are er denn nicht froh, wenn Draco nicht mehr an seiner Seite war? Vorsichtig dr"uckte Harry die grossen Fl"ugelt"uren auf, sp"ahte hinein und zog Draco mit sich. Langsam folgte der Blonde, dessen Herz hart in der Brust klopfte. Er hatte sicherheitshalber seinen neuen Zauberstab eingesteckt, auch wenn er damit noch nicht richtig umgehen konnte. Eigentlich gar nicht. Gemeinsam gingen sie wachsam die G"ange entlang, Draco zeigte ihm den Weg.
"Wenn du etwas h"orst, warne mich, ja?", wisperte Harry leise, Draco nickte nur. Er fing zu zittern an, wusste er doch, dass seine Eltern noch auf freiem Fuss waren. Ausserdem war er sich den Hass seines Vaters sicher, da Draco ein Verr"ater war. Harry bemerkte den Zustand sehr wohl, dr"uckte Dracos Arm und sah ihn zuversichtlich an.
"Wird schon gut gehen. Ich bin mir sicher sie sind nicht hier.", wisperte er leise, Draco nickte "angstlich. Ja, er hatte Angst, h"ollische Angst. Fr"uher h"atte er es niemals gezeigt, doch jetzt konnte er nicht anders. Irgendetwas war hier faul und er wusste nicht was es war. Er wollte es Harry sehr gerne mitteilen, doch seine Stimme versagte. Wie Raubtiere, die vorsichtig einen Dschungel durchstreiften, wanderten sie durch die G"ange des Anwesens, wobei sie Raum f"ur Raum absuchten. Harry wollte sichergehen, dass niemand ausser ihnen anwesend war und trotzdem fragte er sich wo die Wachen abgeblieben waren. W"ahrend Harry sich den n"achsten Raum vornahm, inspizierte Draco den zweiten. Harry war sich sicher, dass Draco in seiner N"ahe blieb, um so verwunderte war er, als er alleine dastand.
"Malfoy?", fragte er leise, Panik stieg in ihm hoch.
"Malfoy!", rief er lauter, doch von Draco war keine Spur. Hastig fing Harry zu laufen an, irgendwie machte er sich Sorgen. Seine Schritte hallten laut im Korridor wider, w"ahrend er keuchte und sich hektisch umsah.
"Komm raus! Das ist nicht lustig!", rief er abermals aus, doch Draco machte sich nicht bemerkbar. W"ahrend Harrys Alarmglocken schrillten, tauchte Draco immer tiefer in Malfoy Manor ein und durchsuchte alles. Da das Anwesen so gross war, konnte er Harrys Rufe nicht h"oren. Auch er war in der Annahme, dass Harry ihm folgte und als er sich umdrehte war er alleine. Draco fing zu zittern an, schluckte hart und f"uhlte sich verlassen? Lautlos formte er ein "Potter?", doch Harry blieb verschwunden. Auch er machte sich auf die Suche, lief nun durch die G"ange und bekam das ungute Gef"uhl einfach nicht los. Eine T"ure nach der anderen riss er auf, auch jene einer Kammer. Doch dann stockte ihm der Atem, denn was er sah, liess ihn w"urgen. Die Wachen, von denen Harry erz"ahlte, lagen ziemlich schlimm zugerichtet und deformiert auf einem Haufen zusammen - leblos. Starre Augen sahen ihm entgegen. Kalte Schauer liefen "uber Dracos K"orper, denn nun wusste er, dass sie nicht alleine waren.
"MALFOY!" Draco horchte auf. Das war Potters Stimme! Erleichtert machte er sich auf den Weg, wollte zu ihm und schlidderte um die Ecke. Einen sehr langen Gang vor sich habend, zuckte er zusammen, als Harry am Ende von diesem stand und sich umsah. Draco wollte auf sich aufmerksam machen, doch dann trat aus einem Schatten eine andere Gestalt hervor. Sein Vater.
"POTTER!", rief Draco aus, doch mehr als ein leises Wimmern war nicht drin. Tr"anen der Wut und Hilflosigkeit liessen seine Sicht unscharf werden, w"ahrend sein Vater sich mit dem R"ucken zu Draco aufbaute, seinen Stab zog. Potter war in Gefahr, das wusste er nun. Wenn er sich nicht bald umdrehen w"urde, dann... Nochmals versuchte er nach ihm zu rufen, aber es war zwecklos. Und dieser verdammte Gang war so lang! Gott sei Dank wusste Draco wie er sich beinahe lautlos bewegen konnte, ging ins laufen "uber. Seine Schritte wurden immer schneller, wobei seine F"usse sich wie Pudding anf"uhlten.
"Verdammt, Malfoy! Wo bist du! Komm zu mir! DRACO!", br"ullte Harry los, eilte noch immer her und sah nicht die Gefahr. Draco schallte Harry einen Idioten, da Harry nicht auf seine Instinkte achtete. Er betete verzweifelt, dass Potter sich endlich umdrehen w"urde, denn sonst w"are er genauso tot wie die Wachen! Die Zeit schien stehen zu bleiben, als Draco auf seinen Vater zulief, dieser von Dracos Anwesenheit noch immer nichts ahnte. Draco sah noch wie sein Vater den Stab anhob und ihn auf Harrys R"ucken richtete...
Langsam drehte sich Harry um, irgendwas stimmte hier nicht. Er war nicht mehr alleine und Harry wusste bereits, dass es sich hierbei nicht um Draco handelte. Sein Herz pochte hart in der Brust, als er die Umdrehung vollendete und starr in Malfoy Seniors Gesicht blickte.
"So sieht man sich wieder, Potter.", schnarrte Malfoy Senior, hielt sich nicht lange mit Floskeln auf. Der Todesfluch kam als n"achstes "uber seine Lippen, doch konnte er ihn nicht mehr komplett aussprechen. Harry duckte sich einfach, denn zu einer Abwehr war es zu sp"at. Ausserdem h"atte er sowieso keine Chance gegen einen Todesfluch. Als Malfoy Senior jedoch erstarrte und hart zur Seite kippte, sah Harry erstaunt hoch, direkt in Dracos graublaue Augen. Draco stand wie ein Fels in der Brandung dort, wirkte entschlossen, obwohl sein Herz hart klopfte, sein Atem hektisch ging.
"Malfoy.", kr"achzte Harry dankbar, er f"uhlte sich wie ein Versager. Wieso hatten seine Sinne nicht Alarm geschlagen? Wie konnte ihm das passieren? War es die Sorge um den blonden, jungen Mann gewesen, der alle Sinne l"ahmte?
"Wie hast du..", kr"achzte Harry fassungslos weiter, rutschte an der Wand hinab, w"ahrend Draco zitternd seinen Zauberstab senkte. Draco nickte nur, konnte er noch immer keinen Ton sagen. Harry wusste Bescheid, richtete sich langsam auf und kam auf Malfoy zu. Dann allerdings wurde er w"utend, krallte sich Dracos Kragen und zog ihn hart zu sich. Draco riss erstaunt die Augen auf, liess japsend seinen Zauberstab fallen.
"Du verfluchter Idiot! Weisst du eigentlich was f"ur Sorgen ich mir wegen dir gemacht habe? Wegen dir konnte ich nicht aufmerksam genug sein! Und was w"are, wenn dein Vater dich zuerst erwischt h"atte? Ich h"atte dich nicht einmal aufsuchen k"onnen!", kreischte Harry los, bl"ahte seine Nasenfl"ugel auf. Draco sah ihn verdattert an, konnte all die Sorge in den gr"unen Smaragden sehen. Harrys Blick "anderte sich, pure Erleichterung stand darin.
"Mach das nie wieder! H"orst du! Wenn wir wo gemeinsam hingehen, dann bleiben wir zusammen! Sonst gehst du mir wieder verloren und dann..." Harry unterbrach sich einfach, zog Draco hart in eine Umarmung und seufzte.
"Idiot.", nuschelte er leise, Draco schnaufte. Einerseits war er gl"ucklich, weil Potter sich um ihn ehrlich sorgte, andererseits h"atte er Harry ebenso gerne eins reingew"urgt, weil er selber ein Volltrottel war. Harry liess ihn langsam wieder los, sah zu Malfoy Senior.
"Ist er tot?", fragte er leise, Draco sch"uttelte verneinend den Kopf.
"Du hast ihn gel"ahmt, was?", hackte Harry nach, Draco nickte.
"Sehr gut. Jetzt m"ussen wir nur noch das Ministerium benachrichtigen, damit..." Harry wurde schroff unterbrochen, da Draco seine Hand schnappte und ihn durch den quer verlaufenden Gang zerrte.
"Malfoy, was...", stotterte Harry und wurde rot im Gesicht. Dracos Hand f"uhlte sich so unglaublich gut in seiner an, es war ein unbeschreibliches Gef"uhl. So dr"uckte er fester zu, in der Hoffnung, dass Draco seine Hand nicht loslassen w"urde. Draco f"uhrte ihn weiterhin, bis sie zu einer Art Alarmaufh"angung kamen. Dort grinste Draco Harry an, legte seine Hand um den Hebel und zog daran. Ein schrilles Ger"ausch durchbrach die Stille, klirrte in Harrys und Dracos Ohren wider. Beide verzogen das Gesicht, doch das war ihnen egal. Harry wollte nicht einmal nachfragen wieso Malfoy Manor eine Alarmanlage besass, da es sowieso zwecklos w"are. Innerhalb einer Minute `ploppte' es und viele der Auroren standen ihnen gegen"uber. Die Sirenen verstummten.
"Harry! Ist alles okay mit dir!?", rief Ron nun aus, als er auf Harry zust"urmte und dieser nur nicken konnte.
"Was tut Malfoy hier?", r"umpfte Ron die Nase, Harry rollte mit den Augen und Draco erdolchte ihn mit Blicken.
"Na was wohl! Wir waren gerade dabei die Bibliothek auf den Kopf zu stellen, da "uberraschte uns sein Vater.", hielt sich Harry kurz, Ron nickte nur.
"Gut, dann werden wir Malfoy abtransportieren und ihn nach Askaban bringen. Mrs. Malfoy haben wir auch schon schnappen k"onnen. Tut mir Leid f"ur dich, Malfoy.", grinste Ron ein klein wenig, Harry stiess ihn in die Rippen.
"Mehr Taktgef"uhl, bitte! Du weisst, Malfoy war ein Spion und er hatte es nicht gut gefunden, dass seine Eltern dem Lord dienten! Wie w"urdest du dich f"uhlen, wenn deine Eltern in Askaban s"assen!", zischte Harry los, Ron wirkte verdattert.
"Aber.. aber..", stotterte er eingehend, Draco sah nachdenklich zu Boden.
"Nichts aber. Egal wie Malfoy zu uns war, seine Eltern zu verlieren ist scheiss hart, klar?", murrte Harry eingehend, da verstand Ron.
"Sicherlich. Tut mir Leid, Harry. Auch was dich angeht, Malfoy. Und das meine ich ehrlich. Ich mache mich nun an die Arbeit und ihr zwei solltet mit eurer Aufgabe weiter machen.", meinte er ernsthaft, erntete ein sanftes L"acheln von Harry.
"Danke, Kumpel.", grinste er schief, Ron nickte knapp.
"Keine Ursache. Pass auf dich auf, klar?", meinte er mit einem Seitenblick zu Draco Malfoy, der ihn ziemlich w"utend ansah.
"Ja, mache ich.", stimmte Harry zu. Beide sahen dem regen Treiben zu, da die Auroren Malfoy Senior mitnahmen und das restliche Haus auf den Kopf stellten. Draco wedelte vor Harrys Gesicht umher, der sofort aufmerksam wurde.
"Was denn?", fragte Harry nach, Draco deutete in die andere Richtung.
"Ja?", kam Harry nicht mit, Draco murrte und stampfte w"utend mit dem Fuss auf. Er zog Harrys Handfl"ache zu sich und zeichnete einige Buchstaben mit seinem Finger darauf.
A-U-R-O-R-E-N, T-O-T, K-A-M-M-E-R, schrieb Draco, Harry ging ein Licht auf.
"Ach, Ron!", rief er aus, Rotschopf hielt kurz inne.
"Ja, Harry?"
"Malfoy meinte, dass ihr die Kammern durchsuchen solltet. Die beiden Auroren die als Wachen abgestellt wurden sind leider tot." Rons Gesicht wurde weiss, er nickte zaghaft.
"Dachte ich mir schon. Danke f"ur den Tipp." Mit diesen Worten verschwand er und liess Harry sowie Draco alleine. Es dauerte keine zwei Minuten, da wurden die beiden Leichen gefunden und die Autoren verschwanden mit ihnen.
"So, Malfoy, jetzt sind wir wieder alleine. Sch"atze, die R"aumlichkeiten m"ussen wir nicht mehr durchsuchen. Gehen wir lieber zur Bibliothek, ja? Zeigst du mir den Weg?", fragte er leise, Draco nickte niedergeschlagen. W"ahrend sie also weiterhin die G"ange entlang schritten, musterte Harry ihn von der Seite her.
"Bist du traurig?", hackte er nach, Draco sah ihn absch"atzend an. Er zuckte die Schultern, Harry seufzte.
"Ich kann dich verstehen, Malfoy. Wie du weisst, habe auch ich meine Eltern verloren. Wenn du dich mir irgendwie einmal mitteilen willst, bin ich da und h"ore dir zu, okay?", fragte er freundlich, Draco nickte abermals und wirkte dabei weit weg. Nach einiger Zeit hatten sie die Bibliothek erreicht und Harry bekam vor Staunen den Mund nicht mehr zu. Draco grinste absch"atzend, verschr"ankte seine Arme vor der Brust und verfolgte jeden Schritt von Harry. Der Schwarzhaarige drehte sich mehrmals im Kreis und staunte noch immer, ehe er sich kurzzeitig erinnerte, wo der Mechanismus des Geheimganges war. Nachdenklich schritt er in die hinterste Ecke und las sich die Titel auf den Buchr"ucken s"amtlicher B"ucher durch. Draco trat neben ihn, betrachtete absch"atzend grinsend die B"ucher, dann Harry. Na klar, Potter w"urde ja wissen wo sich alles befand! Nicht, dass Draco sich damals, als er noch hier wohnte, mehrmals umgesehen h"atte. Potter w"urde niemals den geheimen Eingang finden! Ausserdem gab es keinen, weil...
Draco riss die Augen auf und Harry rief ein "HA!" aus. Gut, jetzt war Draco "uberrascht, als sich eine geheime T"ure "offnete, Treppen hinab f"uhrten. Draco kam sich verarscht vor, schnaubte und fing zu knurren an. Harry eilte voran und schnappte sich eine Fackel, die beim "offnen von alleine anging. Draco sch"uttelte permanent den Kopf und konnte einfach nicht glauben, dass es tats"achlich einen geheimen Eingang gab - er nie darauf gekommen war. In diesem Moment verachtete er Potter abermals, weil er wieder einmal etwas vor ihm wusste. Beleidigt folgte er ihm die Stufen hinab und sah sich danach neugierig um. Harry schien in seinem Element zu sein, tastete alle B"ucher ab und zog eines nach dem anderen heraus.
"Wow, dein Vater besass eine beachtliche Sammlung! Mann, so viel zu lesen!", ereiferte sich Harry mit gl"anzenden Augen, Draco seufzte lautlos. Ja, er w"are auch interessiert, wenn ER als erstes draufgekommen w"are! Verfluchter Potter! Draco war noch immer beleidigt. Still beobachtete er Harry, erkannte dessen Eifer und musste dar"uber ein wenig schmunzeln. Draco machte sich n"utzlich, durchsuchte ebenso s"amtliche B"ucher und bekam grosse Augen. Ein jedes schien interessant zu sein und so h"aufte sich der Stapel an B"uchern auf den kleinen, sehr wackeligen Holztisch, der mittig in dem kleinen, verstaubten Raume stand. Eine halbe Stunde sp"ater wirkten beide ersch"opft, st"ohnten bei dem Stapel an B"uchern. Sie w"urden Jahre brauchen um diese zu durchforsten!
"Welche nehmen wir mit?", raunzte Harry, der kein Licht am Ende des Tunnels sah. Draco machte eine ausladende Handbewegung, Harry riss die Augen auf.
"ALLE?", kreischte er los, Draco sah ihn w"utend an.
"Ja, ja! Schon gut! Ich weiss ja, dass wir alles durchsuchen m"ussen, um eine L"osung f"ur dich zu finden.", gab Harry nach, z"uckte seinen Zauberstab und liess mit einem Schlenker alle B"ucher schrumpfen, welche von selber in Harrys Tasche flogen. Draco war mehr als zufrieden, w"ahrend Harry langsam verzweifelte. Wie lange w"urde es wohl dauern auf die L"osung zu kommen? Ja, der Fluch war ein harter Brocken, aber vielleicht durchaus wert?
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Mittlerweile war eine Woche vergangen, in der die beiden sich relativ gut verstanden. Harry quatschte Draco zu, der manchmal sich sogar die Ohren zuhielt und die Augen zusammen kniff. Manchmal war Harry einfach nur eine Plaudertasche und Draco w"unschte sich mehr denn je Ruhe. Ausserdem gestand sich der Blonde ein, dass es Spass machte mit Harry neue Gerichte auszuprobieren, wobei Harry es das erste Mal schaffte den Topf zum "uberkochen zu bringen. Draco schimpfte ihn lautlos aus, verpasste ihm eine Kopfnuss und reinigte alles. Inzwischen kannte auch er sich in der K"uche aus und half ab und zu mit. Die N"achte verbrachten sie so, dass sie weiterhin getrennt duschen gingen, sich beim schlafen gehen ebenfalls die Pyjamas anzogen und sich eine gute Nacht w"unschten. Jetzt war es schon so, dass Draco seine Lippen bewegte, um Harry ebenfalls eine gute Nacht zu w"unschen.
Morgens wachten sie meist eng umschlungen auf und je nachdem wer als erstes wach war, r"uckte dieser schnell und hochrot im Gesicht ab, um gleich darauf wieder einzuschlafen und abermals eng umschlungen aufzuwachen. Sie genossen beide die N"ahe des anderen, was meist in einem Gef"uhlschaos endete. Der Tag verlief dann so, dass Draco ab und zu ebenfalls in den B"uchern schm"okerte, Harry sich darin eingrub. Wenn Draco dann langweilig wurde, "ubte er einige Zauber, denn in Malfoy Manor hatte er es ja auch geschafft, oder?
Am Anfang der Woche bekam Draco regelm"assig Wutanf"alle und schleuderte meist seinen Zauberstab quer durchs Wohnzimmer, w"ahrend sich Harry beim lesen duckte und der Stab dann an der Mauer auftraf. Wenn dann der Satz kam: "Nur Geduld, Malfoy. Du kannst das sicherlich bald.", kam, h"atte Draco den Schwarzhaarigen erw"urgen k"onnen. Mitte der Woche war es dann so weit, er st"urmte auf Harry zu und fing an ihn zu w"urgen. Harry japste lachend nach Luft und schon w"alzten sie sich am Boden umher, w"alzten die B"ucher platt. Harry lachte immerzu, da Draco knallrot vor Wut war und austickte, weil er noch immer nicht sprechen konnte.
War Harry einmal nicht gleich am Morgen aus den Federn, zog Draco einfach die Decke weg und kitzelte Harry so lange durch, bis dieser missmutig und maulend aufstand. Tr"odelte Harry beim Fr"uhst"uck, nahm Draco den Tost von Harrys Teller und stopfte ihn dem Schwarzhaarigen in den Mund. Dann schupste er ihn ins Wohnzimmer, wo er ihn zu den B"uchern zerrte und abermals mit ihm lautlos schimpfte. Harry sah meist wie ein gepr"ugelter Hund aus, doch konnte er Draco verstehen. Draco revanchierte sich damit, dass er Kaffee kochte und Harry damit belieferte. So glich sich ihr Zusammenspiel aus, w"ahrend Harry sich bem"uhte. Mitte der Woche gelang es Draco endlich an einen "harmlosen" Spruch zu denken, der auch funktionierte.
Harry sass gerade "uber den B"uchern vertieft, da zeigte Draco mit dem Zauberstab auf ihn, dachte angestrengt an einen Zauber und schon klappte es. Harrys Haare wurden giftgr"un und noch immer bemerkte er es nicht. Er kratzte sich nach einem Kribbeln nur am Kopf, was Draco zum lachen brachte. Schliesslich w"alzte sich Draco bereits am Boden, hatte Lachtr"anen in den Augen, Harry sah auf und runzelte die Stirn.
"Was ist denn so lustig?", fragte er nach, Draco japste nach Luft und k"usste seinen Zauberstab. Harry bekam grosse Augen, sprintete zum Spiegel und stiess einen spitzen Schrei aus.
"Meine Haare! Malfoy!", kreischte er los und hechtete "uber die Couch auf den Blonden zu. Harry versuchte Draco den Zauberstab zu entreissen, was Draco zu vereiteln wusste. Beide rauften spielend am Boden umher, suchten - ohne es zu wissen - abermals die N"ahe des anderen und kuschelten sogar sekundenlang. Sie schoben es darauf, dass sie ausser Atem waren, ehe die Rauferei um den armen Zauberstab weiter ging. Allerdings gewann Harry, da er Draco durchkitzelte und ihn anblaffte den Zauber r"uckg"angig zu machen. Draco sah ihn schuldbewusst an, so als w"usste er den Gegenspruch nicht.
Harry erhob sich knurrend und sprach seit dem kein Wort mehr mit Draco. Still schweigend, diesmal genoss Draco die Ruhe mit keinem bisschen, fertigten sie ihr Abendessen. Draco half wieder brav mit und bevor sie zu Bett gingen, verschanzte sich Harry mit Zauberstab im Bad. Draco lauschte gespannt am Bett sitzend, kicherte immer wieder. Denn Harrys Gekeife drang durch die T"ure hindurch - Draco lachte sich schief. Gleich morgen w"urde er nach dem Gegenzauber suchen. Dummerweise konnte Draco keinen finden und so lief Harry weiterhin mit giftgr"unen Augen herum.
Am n"achsten Tag betrachtete Harry seufzend im Spiegel des Badezimmers sein Haupt, zupfte an den gr"unen Spitzen und verzweifelte. Wenn es ein einfacher Zauber gewesen w"are, dann w"are es ja gut gewesen. Aber Malfoy musste ja immer die komplizierten versuchen und dann wusste er nicht einmal den Gegenspruch? Harry schmollte und Dracos Gesicht erschien hinter ihm im Spiegel. Er grinste wie ein Unschuldslamm, schnappte sich seine Zahnb"urste und fing an sich beherzt die Z"ahne zu putzen. Wie man so sch"on sagte verstanden sich die beiden in stummer "Ubereinkunft und wenn Blicke t"oten k"onnten, sie w"urden es tun. Trotz allem "uberlegte Harry Draco sein bisheriges Leben n"aher zu bringen, konnte sich nicht mehr auf die B"ucher konzentrieren. Auch Draco h"orte mit dem "Uben auf, krabbelte vorher am Boden sitzend auf Harry zu und sah ihm fragend in die Augen.
"Malfoy? Willst du mehr "uber mich wissen? Ich meine, mein Leben? Ach was, war eine bl"ode Frage.", sch"amte sich Harry, doch vertraute er Draco bereits und wollte es mit ihm als Freund teilen. Ja, sie hassten sich nicht mehr, beinahe schien eine Freundschaft zu entstehen. Und vielleicht mehr? Draco nicke wie wild, zupfte an Harrys Shirt und als Harry nicht reagierte stiess er ihn einfach um.
"Ja, ja! Ich mache es ja schon!", rief Harry lachend aus, da er die Neugierde in Dracos Augen lesen konnte. Gemeinsam gingen sie ins Schlafzimmer, wo Harry seinen Schrank aufmachte und aus dem hintersten Ecke ein Denkarium herausfischte. Draco bekam Stielaugen, Harry seufzte.
"Ich warne dich, es wird nicht sch"on sein. Aber weisst du was, Malfoy? Ich vertraue dir. Ja, das tue ich. Ich h"atte es mir niemals denken k"onnen, aber ich mag deine Gesellschaft und..." Harry wurde rot, Draco sah ihn offen an. Sein Herz schlug bei Harrys s"ussem Anblick schneller, das Kribbeln nahm zu. Was war das bloss?
"Du bist f"ur mich ein Freund geworden, auch wenn du mich nicht leiden kannst.", wisperte Harry leise und senkte seinen Kopf. Draco f"uhlte sich schuldig, dr"uckte Harrys Kinn mit seinen Fingern hoch und l"achelte schmal. Dann umarmte er Harry und zog ihn fest an sich, sog Harrys Duft ein und vergrub seine Nase in Harrys Haar. Harrys Herz h"ammerte schmerzlich in der Brust und wenn er das Denkarium nicht in H"anden gehalten h"atte, er h"atte die Umarmung erwidert.
"Heisst dass, du kannst mich auch ein wenig leiden?", wisperte er leise, Draco liess ihn los. Dann grinste er breit, t"atschelte Harrys Wange, der zu schmollen anfing. Draco h"atte ihm am liebsten gesagt, dass es mehr war als nur "ich kann dich leiden.", doch er selber wusste ja nicht was es war. Eigentlich wollte er nicht mehr zur"uck in sein kaltes Haus, wo er einsam und alleine war. Bei Harry war es viel sch"oner, gestand er sich ein. Das gemeinsame Kochen machte Spass, da es mit Zaubertr"anke zu vergleichen war. So zauberte Draco im wahrsten Sinne des Wortes "ofters leckere Gerichte, er verw"ohnte Harry eingehend damit.
"Fein! Gut, setzen wir uns hin, ja? Und dann kannst du hineinsehen. Ich kann dir jedenfalls nur sagen, dass ich hier alle schlimmen Erinnerungen gespeichert habe, okay? Erschrick nicht. Ich hoffe, du verstehst mich danach besser.", wisperte Harry betr"ubt, Draco nickte ernsthaft. Beide setzten sich aufs Bett und Harry dr"uckte Draco sein Denkarium in die Hand. Draco sch"atzte den Vertrauensbeweis sehr, war allerdings mehr als nerv"os. Dann holte er tief Luft, tauchte ein und verschwand in eine andere Welt.
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