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2. Kapitel
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| von AyameZorro erstellt: 15.11.2006 letztes Update: 13.02.2007 Actionabenteuer / P18 Slash | 6 Reviews |
So Kapi 2 is on.. schreibt wie ihr es findet......
DeKlair war zur Zeit Bürgermeister von Tokio. Was die Sache nicht gerade einfacher machte...
Jack saß vor den Berichten der Spurensicherung, der Autopsie und seinen eigenen Notizen in seinem Büro, als der Telelink leuchtete. „Logan.“, Meldete er sich. „Wie kommen Sie klar Leutnant?“ Fragte der Comander ihn mit ruhiger Stimme. „Es stockt aber es geht soweit voran.“
„Sind Sie schon mit Crawford in Verbindung getreten?“
„Nein. Ich werde morgen auf die Beerdigung gehen und anschließend habe ich einen Termin bei ihm.“ Er hatte, als er gerade im Büro eingetroffen war, bei Gan-Industries angerufen, sein anliegen und seinen Polizeiausweis vorgelegt und war nach langem hin und her zu der Chef-Tippse vorgedrungen. Diese blickte ihn voller Missgunst und Geringschätzung an und gab ihm einen Termin für Morgen 16 Uhr. „Das ist gut. Haben Sie die Tatwaffe schon untersuchen lassen?“ Wofür hielt ihn der Comander?
„Natürlich habe ich das und ich kann Ihnen Sagen, Sir, das es eine Pistole war. Eine SIG P210-2. Eine Schweizer Armeewaffe um die 1970... Sie ist in einem Einwandfreien zustand. Geölt, gereinigt und es war nur eine einzige Kugel in der Kammer...“
„Die mit der Hayato ermordet wurde!“ Drängte er in den Satz. Jack schluckte seinen Ärger runter. „Ja, genau.“
„Gut machen Sie weiter!“ Er legte auf.
Drecksack, dachte er, verfluchter Bastard.
Am Abend stieg er in seinen Grünen 45er ein und schaltete auf Automatik, damit er nicht auch noch Augen und Ohren für den Verkehr aufhalten musste. Das Auto kennt den weg, dachte er und musste unwillkürlich lachen.
Zuhause angekommen, schälte er sich aus seinen Klamotten, warf sie achtlos in die Wäschetonne und ging duschen.
Den Drachen hatte er sich vor 10 Jahren machen lassen, der nun seinen Rücken und die Wirbelsäule zierte und am Nacken eine Windung machte. Er stellte die Dusche auf 30 Grad und lies sich das Warme Wasser über den Körper rieseln. Jack Logan wurde in New Los Angeles geboren und wuchs in Toronto auf. Er war 1.88 groß und als Polizist überdurchschnittlich mit Muskeln bedeckt. Auf dem breiten Rücken, trug er viele Narben. Teils von der Kindheit, teils durch den Job. Sein Vater hatte ihn misshandelt. Ab und an taten sie noch weh... Seine Ohrringe waren eine Wette, die er verloren hatte und dazu steht, das er sie verloren hat. Er griff nach dem Seifenspender und seifte sich ordentlich ein. Er duschte sich ab und nahm das Shampoo, schäumte sich ein und wusch es wieder ab.
Als die Weltregierung beschloss, eine einheitliche Macht zu bilden und alle Leben konnten, wo sie wollten, war Jack nach Japan gekommen. Erstens, weil ihn das Land faszinierte, andererseits weil er dahin versetzt wurde. Er drehte den Hahn zu, nahm sich ein Handtuch und band es sich locker um die Hüften. „Fernseher an!“ Leise schaltete er sich an. Es lief gerade ein Spiel der Tokio Pirats. „Basketball.“ Grummelte er, nahm sich ein Bier aus dem Auto Chef und setzte sich vor den Fernseher. „Kanal hoch!“ Der Fernseher sprang einen Kanal nach oben und zeigte eine der etlichen Verfilmungen der gefundenen Goldschätze in der Arktis und deren Opfer. „Musik Sender vier!“ Laut dröhnte es aus den Boxen, als Metall gezeigt wurde. „Ton leise!“ Raunte er und nippte von seinem Bier. Nach einer weile hatte er genug. „Fernseher aus, Computer an!“ Er setzte sich vor den Computer, verzweifelte, das er ne lahme Krücke war und gab seinen Code ein. „Computer, zeige alle Artikel über Brad Crawford!“ Leises Rattern machte sich bemerkbar und Jack dachte das der PC es nun entgültig hinter sich hatte, aber er wurde enttäuscht. Stattdessen wurde er mit einer Flut von Artikeln aus Zeitungen und Magazinen über Crawford überschwemmt.
Er suchte Stunden, aber vergebens, nach Anzeichen, die beide, Opfer und Crawford mit einander verbanden. Es war nach 22 Uhr und morgen würde wieder ein Harter Tag werden. Er schaltete den PC aus, ging in sein Schlafzimmer, wo durch die Bewegungssensoren, automatisch das Licht angemacht wurde, und suchte im Schrank nach einem Passenden Schwarzen Anzug für die Morgige Beerdigung. Er fand ihn, hängte ihn zum lüften raus und suchte noch eine Krawatte und ein eher Blau, als Schwarzes Hemd. Er lies das Handtuch von seinen Hüften gleiten und legte sich nackt ins Bett. Lange dachte er nach, was er dem Bürgermeister wohl sagen könnte, schlief aber über seine Überlegungen hin, ein.
Das Kind weinte bitterlich, aber den Vater interessierte es nicht, er schlug weiter mit einer Peitsche auf es ein. Die Mutter, die das Kind beschützen wollte, lag tot in ihrem eigenen Blut. Der Säugling der hätte Schreien sollen, war Stumm. Auch er war Tot. Der eigene Vater hatte es erwürgt, gerade, weil es schrie. Der Mutter wurde der Kopf abgetrennt. In einem Moment der Pause, in dem der Vater nicht auf das Kind einschlug, entwischte es ihm. Von Zorn gepackt, hechtete er dem Kind hinterher. Es stolperte die Treppe des Hauses hinab und brach sich den Arm. Es spürte den Schmerz nicht, es wollte nur weg. Es riss die Tür auf und lief einem Uniformierten Beamten in die Arme. Dieser Beamte erschoss den Vater, weil er im begriff war, das Kind mit der Peitsche wieder einzufangen, erwischte aber den Stunner und löste den Schussreflex des Beamten aus. Der Beamte benachrichtigte umgehend sein Revier, das Krankenhaus, und die Spurensicherung. Er wiegte sanft das Kind in seinen Armen, und sah das dieses lachte. Es durfte Lachen ohne je wieder Schläge zu bekommen.
Schweiß gebadete wachte Jack auf. Lange hatte er nicht mehr von damals geträumt. Er wollte es auch nie wieder, doch die Erinnerungen an seinen Vater, wie er erst seinen kleinen Bruder erwürgte und dann seine Mutter enthauptete, gingen ihm nicht aus dem Kopf. Dafür das er sich schützend vor seine Mutter gestellt hatte, als diese schreiend und weinend zusammenbrach, hatte mit einer schallenden Ohrfeige geendet. Danach kam Stille und er sah das Blut seiner Mutter auf den Beige Farbenden Teppich fließen. Dann kamen die Peitschenhiebe, die sein ohnehin schon geschundener Körper, von vorherigen Wutausbrüchen seines Vaters, schmerzlos hinnahm. Sein Rücken war übersäht mit langen Narben. Er musste sich übergeben, als die Flut der Erinnerungen ihn überwältigte. Er schaffte es noch rechtzeitig ins Bad und übergab sich in die Kloschüssel. Als sein Magen nichts mehr heraus gab, lehnte er sich an die Kühle Wand. Er schloss die Augen. Er verdrängte die Bilder seiner Kindheit, stand auf und wusch sich durch das Gesicht, putzte seine Zähne und schaute auf die Uhr in seinem Angrenzenden Schlafzimmer. Zwei Uhr morgens. In Vier Stunden ging der Wecker. Er legte ich wieder hin, machte das Licht aus und schlief, jedweder seiner Erwartungen, wieder ein.
Es regnete wie auf Bestellung. Irgendwie war das bei fast jeder Beerdigung so der Fall. Er stieg aus dem Auto, spannte den Regenschirm und trabte zu der Menschenmenge, die sich um die Trauernde Familie drängte. Er sah dem Bürgermeister und seine Gattin, trat auf sie zu und stellte sich in die Reihe, die den beiden ihr Mitleid verkünden wollten. Als er an der Reihe war schüttelte er dem Bürgermeister die Hand. Dieser sah ihn wissend an und nickte stumm. „Ich werde alles dran setzten um den Mörder zu finden Sir, das verspreche ich ihnen.“ „Danke Leutnant Logan, das vergesse ich ihnen nie. Mein Sohn mag zwar zum Transvestiten geworden sein, war aber immer noch mein Sohn und ich habe ihn geliebt.“ Jack hörte reue in der Stimme des Bürgermeisters, sagte aber nichts weiter. Er wandte sich der Gattin zu. Mrs. DeKlair, ich möchte Ihnen mein Tiefstes Mitleid aussprechen.“ Er nahm ihre Hand und schüttelte sie. „Danke das Sie gekommen sind.“ Mehr sagte sie nicht. Sie hatte Beruhigungspillen genommen dachte Jack. Er ging in die Trauerfeier in der Kirche, setzte sich in eine der hinteren Reihen und schaute durch den Raum. Er traute seinen Augen nicht, als er in einer der Vordersten Reihen Brad Crawford sitzen sah. Er musterte ihn und nicht nur er, sondern auch viele der anwesenden Frauen schienen förmlich mit ihm zu flirten, nur Crawford schaute geradeaus, als ob ihn das nicht interessierte. Um ihn herum war eine Barriere. Natürlich konnte man sie nicht sehn, aber sie war da. Er lies keinen an sich heran. Plötzlich drehte er sich um und schaute Jack in die Augen. Er musste all seine Beherrschung zusammen nehmen um nicht leise aufzuschreien. Sie schauten sich eine geschlagene Minute in die Augen, als sich die Menschenmasse in Bewegung setzte. Er verlor ihn aus den Augen, reihte sich in den Strom von Menschen ein und trat in den Regen. Er spannte den Schirm. Als er aufschaute stand Brad Crawford ihm gegenüber. Er zuckte leicht zusammen. Brad Crawford war ein gutaussehender, dreißigjähriger Multimilliardär. 1,90 groß und nicht schwerer als 80 Kilo. Er hatte Rabenschwarze Haare, die ihm modisch bis zu den Ohren gingen, Braune Augen die Fast schwarz waren, trug eine Brille, die ihn noch attraktiver aussehen lies und er lächelte. Was für ein himmlisches lächeln, dachte Jack
Brad saß still in der Kirche und dachte über den sinnlosen tot von Pasquale nach, als sich seine Nackenhaare aufrichteten und er ein leichtes kribbeln fühlte. Er drehte sich um und sah einen Mann der ihn fixierte. Brad wurde von der Schönheit dieses Mannes überrascht, als er ihn doch aus den Augen verlor. Draußen suchte er nah ihm und fand ihn.
„Mr. Crawford, mein Name ist Leutnant Jack Logan, Tokioer Polizei. Ich habe ein paar fragen bezüglich Pasquale Hayato an Sie.“ Brad zuckte innerlich zusammen. Er hatte normalerweise einen sechsten Sinn für Bullen, aber diesmal versagte er. „Haben Sie das Leutnant? Ich bin gerne bereit Ihnen die gewünschten Informationen... Moment.. Sie haben doch nachher einen Termin bei mir, nicht wahr?“
„Ganz recht, das habe ich.“
„Dann wollen wir keine Zeit vertrödeln, was ich ganz und gar nicht mag, und schlage Ihnen vor, mich in meiner Limousine zu begleiten.“
„Danke, nein ich bin mit meinem eigenen Fahrzeug hier, danke.“ Brad schaute auf die vollen, verführerischen Lippen. Er konnte sich nicht erklären, wie jemand so gut aussehendes, bei der Polizei war. „Wie Sie meinen, aber ich kann ihn zu meinem Büro bringen lassen.“
„Wenn ich Ihnen den Code verraten würde, müsste ich mich gleich mit Anzeigen. Ich fahre Ihnen hinterher!“ Schade dachte Brad, lies es sich aber nicht nehmen ihn bis zu seinen Auto zu begleiten. „Verlieren Sie mich gleich aber nicht aus den Augen.“ Grinste er und lies Jack stehen, stieg immer noch lächelnd in die Limousine ein fuhr davon.
Jack fluchte immer noch über die Frechheit dieses Mannes und die unendlich tiefen, schwarzen Augen. Man hörte aus Brads Stimme den leichten verführerischen Ton Irlands. Seine Heimat.
Er saß im Auto und fuhr zu Gan-Industries. Als er ankam, stellte er sich in die zweite Reihe, machte sein stummes Blaulicht an, damit kein Droide versehendlich das Auto abschleppte und ging hinein. Wieder war er überwältigt, und gleichzeitig überrumpelt von soviel Stiel und proll, das er erst mal fünf Minuten staunend dastand, ehe er zur Rezeption ging. Brad Crawford bitte. Er legte seinen Dienstausweis dem Droiden auf dem Tisch. „Sicher Mr. Logan. Er erwartet Sie. Bitte begeben Sie sich in den Aufzug Nummer drei und fahren ganz nach oben. Ich wünsche ihnen einen schönen und erfolgreichen Tag.“ Er hasste Droiden, mit ihrer übertriebenen Höflichkeit und Arroganz. Er ging zum Aufzug Nummer Zwei, stieg ein und fuhr nach oben. Der Fahrstuhl war aus Glas, sodass er über Tokio schauen konnte. Er sah den Tokioer Dom, den Fernsehturm, den überdachten Stadtpark... einfach alles. Oben angekommen, trat er sofort in das überwältigende Büro Crowford´s. Alles war... Alt. Rustikale Möbel aus echtem Holz, Leder von echten Kühen. Eine sehr Stielvolle Einrichtung, auch sehr teuer dachte Jack als er aus dem Staunen wieder aufwachte. Brad schaute ihn fasziniert aus seinem Bürostuhl an. „Sehen Sie so was das erste mal Leutnant?“ Er schaute ihn an. „Ja das tue ich, es ist so... überwältigend und fast erstickend.“ Er trat näher an den Riesigen Schreibtisch. „Ich besitze viel Geld, also warum es nicht in Sachen investieren die lange halten und älter sind als hundert Jahre?“
„So wie eine SIG P210-2?“ Jack ging direkt in die vollen.
„Aha, Sie wissen das ich Waffen sammele? Ja eine SIG P210-2 ist auch unter meinen Exemplaren dabei.“
„Das verstößt gegen die Paragraphen 264 und 983 des Waffenverbots!“ „Sie zu haben nicht, Leutnant, sie einzusetzen ja, aber wenn ich sie auf meinem Privaten Gelände gebrauche nicht.“ Er grinste fröhlich, weil er Jack aus der Bahn geworfen hatte. Dieser grummelte nur. Er setzte sich auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch. „Ich möchte ihre Waffensammlung sehn!“ Jack´s Ton war nicht gerade weich, aber er schaute Crawford in die Augen. Verführerische Augen dachte er wieder. Jack war eigentlich Hetero.
„Sehr gerne, wie wär es morgen abend um acht? Sie wissen ja sicherlich wo ich wohne. Das dürfte in meiner tadellosen Akte stehen.“ Wieder dieser Sarkasmus. „Ja ich weiß wo Sie wohnen.“ Er stand auf und ging zur Tür. „Ich werde sicherlich einige Fragen an Sie haben.“ „Ich bin sehr gespannt Leutnant.“ Daraufhin verlies Jack die Firma.
Brad drehte seinen Stuhl in Richtung Fenster. Er schaute auf die ihm untergebene Metropole. Diese Augen, dachte er, So ein klares Blau habe ich noch nie gesehen... Sie faszinieren mich, und rauben mir die Fähigkeit klar zu denken... Das darf nicht sein... Jack... Logan... Er rief bei seinem Butler an und sagte ihm die Menüfolge für den Morgigen Abend.
Jack fuhr in sein Büro, und wälzte sämtliche berichte, die im Zusammenhang mit Brad Crawford und dem Mordopfer standen, durch. Kam aber zu keinem besonderem Ergebnis, außer das ihm ein Gefühl nicht mehr aus dem Kopf geht, genauso wenig, wie Brads, fast schwarze Augen. Er trank von seinem Kaffeeersatz. Es war zu lange her seit dem es echten Kaffee gab. Die, die sich diesen leisten konnten, bezahlten teuer dafür. Ebenso erging es sich mit Zigaretten, Fleisch und Bier. Für alles gab es einen Ersatz oder man musste für das
Original sehr tief in die Tasche greifen. Jack konnte es sich nicht leisten, echten Kaffe zu trinken, oder echtes Fleisch zu essen. Er rieb sich die Augen, von dem monotonen starren auf den PC Bildschirm, stellte ihn ab und schaute auf die Uhr. 22 Uhr. Es war schon lange dunkel, nur ein Beamte von der Nachtschicht befand sich im Haus. Er löschte das Licht in seinem Büro, schloss die Tür und stieg auf das Gleitband. Jet stieß zu ihm. „Fährst du jetzt nach hause oder hast du Lust noch mit mir um die Häuser zu ziehen?“ Jack sah Simon erstaunt an „Wieso das denn?“ Na ja.. Ich bin Vater geworden und wollte einen ausgeben.“ Jetzt schaute er ihn bewundernd und schockiert an. „Glückwunsch, ein Junge oder?“ Nun war es an der Zeit das Simon Jack ansah „Ja, stimmt. Sein Name ist Paul.“ Ein lächeln strich über Jacks Lippen. „Einfach nur geraten. Danke für die Einladung, aber ich möchte nichts Trinken. Ein andermal gerne, aber nicht heute. Morgen muss ich zu Crawford.“ Jet stieg verwundert vom Gleitband. „Du fährst morgen zu Brad Crawford? Himmel Logan ich dachte du bist Hetero!“ Jack stolperte vom Gleitband hielt sich am Geländer fest und sah Jet mit einem puterrotem Gesicht an. „Bin ich auch, ich muss wegen der Waffe zu ihm. Auf ihn ist auch eine SIG P210-2 registriert.“ Er wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Ah daher weht er wind, sag das doch gleich!“ Er stieß ihn in die Seite. „Verschwinde zu deiner Frau und deinem Sohn.“ Lachend verschwand Jet aus dem Foyer.
DeKlair war zur Zeit Bürgermeister von Tokio. Was die Sache nicht gerade einfacher machte...
Jack saß vor den Berichten der Spurensicherung, der Autopsie und seinen eigenen Notizen in seinem Büro, als der Telelink leuchtete. „Logan.“, Meldete er sich. „Wie kommen Sie klar Leutnant?“ Fragte der Comander ihn mit ruhiger Stimme. „Es stockt aber es geht soweit voran.“
„Sind Sie schon mit Crawford in Verbindung getreten?“
„Nein. Ich werde morgen auf die Beerdigung gehen und anschließend habe ich einen Termin bei ihm.“ Er hatte, als er gerade im Büro eingetroffen war, bei Gan-Industries angerufen, sein anliegen und seinen Polizeiausweis vorgelegt und war nach langem hin und her zu der Chef-Tippse vorgedrungen. Diese blickte ihn voller Missgunst und Geringschätzung an und gab ihm einen Termin für Morgen 16 Uhr. „Das ist gut. Haben Sie die Tatwaffe schon untersuchen lassen?“ Wofür hielt ihn der Comander?
„Natürlich habe ich das und ich kann Ihnen Sagen, Sir, das es eine Pistole war. Eine SIG P210-2. Eine Schweizer Armeewaffe um die 1970... Sie ist in einem Einwandfreien zustand. Geölt, gereinigt und es war nur eine einzige Kugel in der Kammer...“
„Die mit der Hayato ermordet wurde!“ Drängte er in den Satz. Jack schluckte seinen Ärger runter. „Ja, genau.“
„Gut machen Sie weiter!“ Er legte auf.
Drecksack, dachte er, verfluchter Bastard.
Am Abend stieg er in seinen Grünen 45er ein und schaltete auf Automatik, damit er nicht auch noch Augen und Ohren für den Verkehr aufhalten musste. Das Auto kennt den weg, dachte er und musste unwillkürlich lachen.
Zuhause angekommen, schälte er sich aus seinen Klamotten, warf sie achtlos in die Wäschetonne und ging duschen.
Den Drachen hatte er sich vor 10 Jahren machen lassen, der nun seinen Rücken und die Wirbelsäule zierte und am Nacken eine Windung machte. Er stellte die Dusche auf 30 Grad und lies sich das Warme Wasser über den Körper rieseln. Jack Logan wurde in New Los Angeles geboren und wuchs in Toronto auf. Er war 1.88 groß und als Polizist überdurchschnittlich mit Muskeln bedeckt. Auf dem breiten Rücken, trug er viele Narben. Teils von der Kindheit, teils durch den Job. Sein Vater hatte ihn misshandelt. Ab und an taten sie noch weh... Seine Ohrringe waren eine Wette, die er verloren hatte und dazu steht, das er sie verloren hat. Er griff nach dem Seifenspender und seifte sich ordentlich ein. Er duschte sich ab und nahm das Shampoo, schäumte sich ein und wusch es wieder ab.
Als die Weltregierung beschloss, eine einheitliche Macht zu bilden und alle Leben konnten, wo sie wollten, war Jack nach Japan gekommen. Erstens, weil ihn das Land faszinierte, andererseits weil er dahin versetzt wurde. Er drehte den Hahn zu, nahm sich ein Handtuch und band es sich locker um die Hüften. „Fernseher an!“ Leise schaltete er sich an. Es lief gerade ein Spiel der Tokio Pirats. „Basketball.“ Grummelte er, nahm sich ein Bier aus dem Auto Chef und setzte sich vor den Fernseher. „Kanal hoch!“ Der Fernseher sprang einen Kanal nach oben und zeigte eine der etlichen Verfilmungen der gefundenen Goldschätze in der Arktis und deren Opfer. „Musik Sender vier!“ Laut dröhnte es aus den Boxen, als Metall gezeigt wurde. „Ton leise!“ Raunte er und nippte von seinem Bier. Nach einer weile hatte er genug. „Fernseher aus, Computer an!“ Er setzte sich vor den Computer, verzweifelte, das er ne lahme Krücke war und gab seinen Code ein. „Computer, zeige alle Artikel über Brad Crawford!“ Leises Rattern machte sich bemerkbar und Jack dachte das der PC es nun entgültig hinter sich hatte, aber er wurde enttäuscht. Stattdessen wurde er mit einer Flut von Artikeln aus Zeitungen und Magazinen über Crawford überschwemmt.
Er suchte Stunden, aber vergebens, nach Anzeichen, die beide, Opfer und Crawford mit einander verbanden. Es war nach 22 Uhr und morgen würde wieder ein Harter Tag werden. Er schaltete den PC aus, ging in sein Schlafzimmer, wo durch die Bewegungssensoren, automatisch das Licht angemacht wurde, und suchte im Schrank nach einem Passenden Schwarzen Anzug für die Morgige Beerdigung. Er fand ihn, hängte ihn zum lüften raus und suchte noch eine Krawatte und ein eher Blau, als Schwarzes Hemd. Er lies das Handtuch von seinen Hüften gleiten und legte sich nackt ins Bett. Lange dachte er nach, was er dem Bürgermeister wohl sagen könnte, schlief aber über seine Überlegungen hin, ein.
Das Kind weinte bitterlich, aber den Vater interessierte es nicht, er schlug weiter mit einer Peitsche auf es ein. Die Mutter, die das Kind beschützen wollte, lag tot in ihrem eigenen Blut. Der Säugling der hätte Schreien sollen, war Stumm. Auch er war Tot. Der eigene Vater hatte es erwürgt, gerade, weil es schrie. Der Mutter wurde der Kopf abgetrennt. In einem Moment der Pause, in dem der Vater nicht auf das Kind einschlug, entwischte es ihm. Von Zorn gepackt, hechtete er dem Kind hinterher. Es stolperte die Treppe des Hauses hinab und brach sich den Arm. Es spürte den Schmerz nicht, es wollte nur weg. Es riss die Tür auf und lief einem Uniformierten Beamten in die Arme. Dieser Beamte erschoss den Vater, weil er im begriff war, das Kind mit der Peitsche wieder einzufangen, erwischte aber den Stunner und löste den Schussreflex des Beamten aus. Der Beamte benachrichtigte umgehend sein Revier, das Krankenhaus, und die Spurensicherung. Er wiegte sanft das Kind in seinen Armen, und sah das dieses lachte. Es durfte Lachen ohne je wieder Schläge zu bekommen.
Schweiß gebadete wachte Jack auf. Lange hatte er nicht mehr von damals geträumt. Er wollte es auch nie wieder, doch die Erinnerungen an seinen Vater, wie er erst seinen kleinen Bruder erwürgte und dann seine Mutter enthauptete, gingen ihm nicht aus dem Kopf. Dafür das er sich schützend vor seine Mutter gestellt hatte, als diese schreiend und weinend zusammenbrach, hatte mit einer schallenden Ohrfeige geendet. Danach kam Stille und er sah das Blut seiner Mutter auf den Beige Farbenden Teppich fließen. Dann kamen die Peitschenhiebe, die sein ohnehin schon geschundener Körper, von vorherigen Wutausbrüchen seines Vaters, schmerzlos hinnahm. Sein Rücken war übersäht mit langen Narben. Er musste sich übergeben, als die Flut der Erinnerungen ihn überwältigte. Er schaffte es noch rechtzeitig ins Bad und übergab sich in die Kloschüssel. Als sein Magen nichts mehr heraus gab, lehnte er sich an die Kühle Wand. Er schloss die Augen. Er verdrängte die Bilder seiner Kindheit, stand auf und wusch sich durch das Gesicht, putzte seine Zähne und schaute auf die Uhr in seinem Angrenzenden Schlafzimmer. Zwei Uhr morgens. In Vier Stunden ging der Wecker. Er legte ich wieder hin, machte das Licht aus und schlief, jedweder seiner Erwartungen, wieder ein.
Es regnete wie auf Bestellung. Irgendwie war das bei fast jeder Beerdigung so der Fall. Er stieg aus dem Auto, spannte den Regenschirm und trabte zu der Menschenmenge, die sich um die Trauernde Familie drängte. Er sah dem Bürgermeister und seine Gattin, trat auf sie zu und stellte sich in die Reihe, die den beiden ihr Mitleid verkünden wollten. Als er an der Reihe war schüttelte er dem Bürgermeister die Hand. Dieser sah ihn wissend an und nickte stumm. „Ich werde alles dran setzten um den Mörder zu finden Sir, das verspreche ich ihnen.“ „Danke Leutnant Logan, das vergesse ich ihnen nie. Mein Sohn mag zwar zum Transvestiten geworden sein, war aber immer noch mein Sohn und ich habe ihn geliebt.“ Jack hörte reue in der Stimme des Bürgermeisters, sagte aber nichts weiter. Er wandte sich der Gattin zu. Mrs. DeKlair, ich möchte Ihnen mein Tiefstes Mitleid aussprechen.“ Er nahm ihre Hand und schüttelte sie. „Danke das Sie gekommen sind.“ Mehr sagte sie nicht. Sie hatte Beruhigungspillen genommen dachte Jack. Er ging in die Trauerfeier in der Kirche, setzte sich in eine der hinteren Reihen und schaute durch den Raum. Er traute seinen Augen nicht, als er in einer der Vordersten Reihen Brad Crawford sitzen sah. Er musterte ihn und nicht nur er, sondern auch viele der anwesenden Frauen schienen förmlich mit ihm zu flirten, nur Crawford schaute geradeaus, als ob ihn das nicht interessierte. Um ihn herum war eine Barriere. Natürlich konnte man sie nicht sehn, aber sie war da. Er lies keinen an sich heran. Plötzlich drehte er sich um und schaute Jack in die Augen. Er musste all seine Beherrschung zusammen nehmen um nicht leise aufzuschreien. Sie schauten sich eine geschlagene Minute in die Augen, als sich die Menschenmasse in Bewegung setzte. Er verlor ihn aus den Augen, reihte sich in den Strom von Menschen ein und trat in den Regen. Er spannte den Schirm. Als er aufschaute stand Brad Crawford ihm gegenüber. Er zuckte leicht zusammen. Brad Crawford war ein gutaussehender, dreißigjähriger Multimilliardär. 1,90 groß und nicht schwerer als 80 Kilo. Er hatte Rabenschwarze Haare, die ihm modisch bis zu den Ohren gingen, Braune Augen die Fast schwarz waren, trug eine Brille, die ihn noch attraktiver aussehen lies und er lächelte. Was für ein himmlisches lächeln, dachte Jack
Brad saß still in der Kirche und dachte über den sinnlosen tot von Pasquale nach, als sich seine Nackenhaare aufrichteten und er ein leichtes kribbeln fühlte. Er drehte sich um und sah einen Mann der ihn fixierte. Brad wurde von der Schönheit dieses Mannes überrascht, als er ihn doch aus den Augen verlor. Draußen suchte er nah ihm und fand ihn.
„Mr. Crawford, mein Name ist Leutnant Jack Logan, Tokioer Polizei. Ich habe ein paar fragen bezüglich Pasquale Hayato an Sie.“ Brad zuckte innerlich zusammen. Er hatte normalerweise einen sechsten Sinn für Bullen, aber diesmal versagte er. „Haben Sie das Leutnant? Ich bin gerne bereit Ihnen die gewünschten Informationen... Moment.. Sie haben doch nachher einen Termin bei mir, nicht wahr?“
„Ganz recht, das habe ich.“
„Dann wollen wir keine Zeit vertrödeln, was ich ganz und gar nicht mag, und schlage Ihnen vor, mich in meiner Limousine zu begleiten.“
„Danke, nein ich bin mit meinem eigenen Fahrzeug hier, danke.“ Brad schaute auf die vollen, verführerischen Lippen. Er konnte sich nicht erklären, wie jemand so gut aussehendes, bei der Polizei war. „Wie Sie meinen, aber ich kann ihn zu meinem Büro bringen lassen.“
„Wenn ich Ihnen den Code verraten würde, müsste ich mich gleich mit Anzeigen. Ich fahre Ihnen hinterher!“ Schade dachte Brad, lies es sich aber nicht nehmen ihn bis zu seinen Auto zu begleiten. „Verlieren Sie mich gleich aber nicht aus den Augen.“ Grinste er und lies Jack stehen, stieg immer noch lächelnd in die Limousine ein fuhr davon.
Jack fluchte immer noch über die Frechheit dieses Mannes und die unendlich tiefen, schwarzen Augen. Man hörte aus Brads Stimme den leichten verführerischen Ton Irlands. Seine Heimat.
Er saß im Auto und fuhr zu Gan-Industries. Als er ankam, stellte er sich in die zweite Reihe, machte sein stummes Blaulicht an, damit kein Droide versehendlich das Auto abschleppte und ging hinein. Wieder war er überwältigt, und gleichzeitig überrumpelt von soviel Stiel und proll, das er erst mal fünf Minuten staunend dastand, ehe er zur Rezeption ging. Brad Crawford bitte. Er legte seinen Dienstausweis dem Droiden auf dem Tisch. „Sicher Mr. Logan. Er erwartet Sie. Bitte begeben Sie sich in den Aufzug Nummer drei und fahren ganz nach oben. Ich wünsche ihnen einen schönen und erfolgreichen Tag.“ Er hasste Droiden, mit ihrer übertriebenen Höflichkeit und Arroganz. Er ging zum Aufzug Nummer Zwei, stieg ein und fuhr nach oben. Der Fahrstuhl war aus Glas, sodass er über Tokio schauen konnte. Er sah den Tokioer Dom, den Fernsehturm, den überdachten Stadtpark... einfach alles. Oben angekommen, trat er sofort in das überwältigende Büro Crowford´s. Alles war... Alt. Rustikale Möbel aus echtem Holz, Leder von echten Kühen. Eine sehr Stielvolle Einrichtung, auch sehr teuer dachte Jack als er aus dem Staunen wieder aufwachte. Brad schaute ihn fasziniert aus seinem Bürostuhl an. „Sehen Sie so was das erste mal Leutnant?“ Er schaute ihn an. „Ja das tue ich, es ist so... überwältigend und fast erstickend.“ Er trat näher an den Riesigen Schreibtisch. „Ich besitze viel Geld, also warum es nicht in Sachen investieren die lange halten und älter sind als hundert Jahre?“
„So wie eine SIG P210-2?“ Jack ging direkt in die vollen.
„Aha, Sie wissen das ich Waffen sammele? Ja eine SIG P210-2 ist auch unter meinen Exemplaren dabei.“
„Das verstößt gegen die Paragraphen 264 und 983 des Waffenverbots!“ „Sie zu haben nicht, Leutnant, sie einzusetzen ja, aber wenn ich sie auf meinem Privaten Gelände gebrauche nicht.“ Er grinste fröhlich, weil er Jack aus der Bahn geworfen hatte. Dieser grummelte nur. Er setzte sich auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch. „Ich möchte ihre Waffensammlung sehn!“ Jack´s Ton war nicht gerade weich, aber er schaute Crawford in die Augen. Verführerische Augen dachte er wieder. Jack war eigentlich Hetero.
„Sehr gerne, wie wär es morgen abend um acht? Sie wissen ja sicherlich wo ich wohne. Das dürfte in meiner tadellosen Akte stehen.“ Wieder dieser Sarkasmus. „Ja ich weiß wo Sie wohnen.“ Er stand auf und ging zur Tür. „Ich werde sicherlich einige Fragen an Sie haben.“ „Ich bin sehr gespannt Leutnant.“ Daraufhin verlies Jack die Firma.
Brad drehte seinen Stuhl in Richtung Fenster. Er schaute auf die ihm untergebene Metropole. Diese Augen, dachte er, So ein klares Blau habe ich noch nie gesehen... Sie faszinieren mich, und rauben mir die Fähigkeit klar zu denken... Das darf nicht sein... Jack... Logan... Er rief bei seinem Butler an und sagte ihm die Menüfolge für den Morgigen Abend.
Jack fuhr in sein Büro, und wälzte sämtliche berichte, die im Zusammenhang mit Brad Crawford und dem Mordopfer standen, durch. Kam aber zu keinem besonderem Ergebnis, außer das ihm ein Gefühl nicht mehr aus dem Kopf geht, genauso wenig, wie Brads, fast schwarze Augen. Er trank von seinem Kaffeeersatz. Es war zu lange her seit dem es echten Kaffee gab. Die, die sich diesen leisten konnten, bezahlten teuer dafür. Ebenso erging es sich mit Zigaretten, Fleisch und Bier. Für alles gab es einen Ersatz oder man musste für das
Original sehr tief in die Tasche greifen. Jack konnte es sich nicht leisten, echten Kaffe zu trinken, oder echtes Fleisch zu essen. Er rieb sich die Augen, von dem monotonen starren auf den PC Bildschirm, stellte ihn ab und schaute auf die Uhr. 22 Uhr. Es war schon lange dunkel, nur ein Beamte von der Nachtschicht befand sich im Haus. Er löschte das Licht in seinem Büro, schloss die Tür und stieg auf das Gleitband. Jet stieß zu ihm. „Fährst du jetzt nach hause oder hast du Lust noch mit mir um die Häuser zu ziehen?“ Jack sah Simon erstaunt an „Wieso das denn?“ Na ja.. Ich bin Vater geworden und wollte einen ausgeben.“ Jetzt schaute er ihn bewundernd und schockiert an. „Glückwunsch, ein Junge oder?“ Nun war es an der Zeit das Simon Jack ansah „Ja, stimmt. Sein Name ist Paul.“ Ein lächeln strich über Jacks Lippen. „Einfach nur geraten. Danke für die Einladung, aber ich möchte nichts Trinken. Ein andermal gerne, aber nicht heute. Morgen muss ich zu Crawford.“ Jet stieg verwundert vom Gleitband. „Du fährst morgen zu Brad Crawford? Himmel Logan ich dachte du bist Hetero!“ Jack stolperte vom Gleitband hielt sich am Geländer fest und sah Jet mit einem puterrotem Gesicht an. „Bin ich auch, ich muss wegen der Waffe zu ihm. Auf ihn ist auch eine SIG P210-2 registriert.“ Er wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Ah daher weht er wind, sag das doch gleich!“ Er stieß ihn in die Seite. „Verschwinde zu deiner Frau und deinem Sohn.“ Lachend verschwand Jet aus dem Foyer.
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