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2. Kapitel
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| von Lejune erstellt: 28.01.2007 letztes Update: 03.02.2007 Romanze / P12 (fertiggestellt) | 32 Reviews |
2. Kapitel
Mist! Kaum dass sie außer Sichtweite war, ließ Hermine ihre Wut bzw. dem Stampfen ihrer Füße freien Lauf. (Ich glaube, wenn das so weitergeht, lande ich tatsächlich auf Grundschülerniveau.) Nichtsdestotrotz stapfte sie weiter und verfluchte Blaise dafür, dass er mit ihr zum Ball gehen wollte. Blaise! Sie bezweifelte, dass Ron überhaupt seinen Namen kannte, geschweige denn, dass irgendetwas an ihm unverzeihlich genug war, um Ron in Rage zu versetzen. Okay, er war Slytherin. Aber sonst? Er sah besser aus als Ron. Sie hasste sich für diesen Gedanken, aber zwangsläufig war es besser, als sich zu fragen, was an Hannah Abbott interessanter war als an ihr selbst. Denn Hannah Abbott war diejenige, mit der Ron ausging – man höre, ausging! – und die sogar seine Ballbegleiterin war. Unglaublich.
Hermine hatte wirklich nichts gegen Hannah Abbot, sie hatte nur etwas gegen Mädchen, mit denen Ron ausging. Das war es.
„Abschlussball!“, fauchte sie die Fette Dame an. „Na na, junge Dame! Ein bisschen freundlicher, wenn ich bitten darf.“ Das Portrait stemmte nun ebenfalls die Hände in die Hüften (das muss eine weit verbreitete Krankheit unter weiblichen Wesen sein), schwang aber dennoch zur Seite und ließ Hermine in den Gemeinschaftsraum klettern.
„Hermine!“ Nicht etwa Ron, nein, es war Harry. „Hi“, sagte sie. „Frag besser nicht, wo Ron ist. Er...“ „Schon gut, ich kann’s mir denken.“ Hermine seufzte. „Sei nicht traurig, der fängt sich bestimmt wieder. Irgendwann kommt er drauf, was er an dir hat.“ „Klar.“ Hermines Blick sagte etwas anderes als ihre Worte. Harrys auch.
„Magst du einen Kürbiskernkeks haben?“ „Was bitte?!“ „Einen Kürbiskernkeks. Neue Spezialität im Honigtopf.“ Harry hielt eine bunt bedruckte Schachtel hoch. „Danke.“ Hermine nahm sich zwei Kekse und steckte sie abwesend in die Tasche ihres Umhanges. „Du, ich mach jetzt Hausaufgaben, oben im Schlafsaal. Wir sehen uns morgen.“ „Schlaf gut“, rief Harry ihr hinterher.
(So weit, so gut. Naja, zumindest ist noch nicht alles verloren. Gib’s zu, Hermine, tief drin bist du froh, nicht mit Malfoy gehen zu müssen.) Hermine warf sich auf ihr Bett und starrte gedankenverloren aus dem Fenster. Von wegen Hausaufgaben – gar nichts hatte sie auf, sie konnte es nur nicht ertragen, mit Harry zusammen zu sitzen, wenn sie wusste, dass Ron vielleicht irgendwo im Schloss (oder sogar draußen) wild mit Hannah umherknutschte. Nein. Mit jedem anderen, aber nicht mit Harry. Magst du einen Kürbiskernkeks haben? Hilfe. Sie mochte Harry ja. Aber nicht, wenn er sie mit diesem Blick anschaute, wo sie doch Ron wollte. Das war alles so kompliziert!
Missgelaunt feuerte sie eines der Bücher von ihrem Nachttisch auf den Boden; unglücklicherweise genau in dem Moment, als Lavender und Parvati in den Schlafsaal kamen. (Mach doch irgendwer, dass die keine blöden Fragen stellen. Bitte. BITTE.) „Was machst du denn da?“, fragte Lavender erstaunt. „Deine geheiligten Bücher umherfeuern? Aber Hermine, das ist doch kein Benehmen.“ Die beiden kicherten (Grundschulniveau... hallo, Drehbuch?), beruhigten sich aber recht schnell wieder und traten zu ihr ans Bett. „Hey, tut uns Leid.“, meinte Parvati. „Ron ist ein Idiot.“
Hermine schniefte mustergültig. Besser so, als wenn sie die Wahrheit wüssten. Aber Ron war trotzdem blöd. „Ich geh jetzt schlafen“, meinte sie, einen Anflug von Trotz in der Stimme. (Und das, ohne noch einmal gelernt zu haben. Dabei sind bald Prüfungen! Ich werde jämmerlich versagen...)
Ihr Leben war eine einzige Katastrophe.
Mist! Kaum dass sie außer Sichtweite war, ließ Hermine ihre Wut bzw. dem Stampfen ihrer Füße freien Lauf. (Ich glaube, wenn das so weitergeht, lande ich tatsächlich auf Grundschülerniveau.) Nichtsdestotrotz stapfte sie weiter und verfluchte Blaise dafür, dass er mit ihr zum Ball gehen wollte. Blaise! Sie bezweifelte, dass Ron überhaupt seinen Namen kannte, geschweige denn, dass irgendetwas an ihm unverzeihlich genug war, um Ron in Rage zu versetzen. Okay, er war Slytherin. Aber sonst? Er sah besser aus als Ron. Sie hasste sich für diesen Gedanken, aber zwangsläufig war es besser, als sich zu fragen, was an Hannah Abbott interessanter war als an ihr selbst. Denn Hannah Abbott war diejenige, mit der Ron ausging – man höre, ausging! – und die sogar seine Ballbegleiterin war. Unglaublich.
Hermine hatte wirklich nichts gegen Hannah Abbot, sie hatte nur etwas gegen Mädchen, mit denen Ron ausging. Das war es.
„Abschlussball!“, fauchte sie die Fette Dame an. „Na na, junge Dame! Ein bisschen freundlicher, wenn ich bitten darf.“ Das Portrait stemmte nun ebenfalls die Hände in die Hüften (das muss eine weit verbreitete Krankheit unter weiblichen Wesen sein), schwang aber dennoch zur Seite und ließ Hermine in den Gemeinschaftsraum klettern.
„Hermine!“ Nicht etwa Ron, nein, es war Harry. „Hi“, sagte sie. „Frag besser nicht, wo Ron ist. Er...“ „Schon gut, ich kann’s mir denken.“ Hermine seufzte. „Sei nicht traurig, der fängt sich bestimmt wieder. Irgendwann kommt er drauf, was er an dir hat.“ „Klar.“ Hermines Blick sagte etwas anderes als ihre Worte. Harrys auch.
„Magst du einen Kürbiskernkeks haben?“ „Was bitte?!“ „Einen Kürbiskernkeks. Neue Spezialität im Honigtopf.“ Harry hielt eine bunt bedruckte Schachtel hoch. „Danke.“ Hermine nahm sich zwei Kekse und steckte sie abwesend in die Tasche ihres Umhanges. „Du, ich mach jetzt Hausaufgaben, oben im Schlafsaal. Wir sehen uns morgen.“ „Schlaf gut“, rief Harry ihr hinterher.
(So weit, so gut. Naja, zumindest ist noch nicht alles verloren. Gib’s zu, Hermine, tief drin bist du froh, nicht mit Malfoy gehen zu müssen.) Hermine warf sich auf ihr Bett und starrte gedankenverloren aus dem Fenster. Von wegen Hausaufgaben – gar nichts hatte sie auf, sie konnte es nur nicht ertragen, mit Harry zusammen zu sitzen, wenn sie wusste, dass Ron vielleicht irgendwo im Schloss (oder sogar draußen) wild mit Hannah umherknutschte. Nein. Mit jedem anderen, aber nicht mit Harry. Magst du einen Kürbiskernkeks haben? Hilfe. Sie mochte Harry ja. Aber nicht, wenn er sie mit diesem Blick anschaute, wo sie doch Ron wollte. Das war alles so kompliziert!
Missgelaunt feuerte sie eines der Bücher von ihrem Nachttisch auf den Boden; unglücklicherweise genau in dem Moment, als Lavender und Parvati in den Schlafsaal kamen. (Mach doch irgendwer, dass die keine blöden Fragen stellen. Bitte. BITTE.) „Was machst du denn da?“, fragte Lavender erstaunt. „Deine geheiligten Bücher umherfeuern? Aber Hermine, das ist doch kein Benehmen.“ Die beiden kicherten (Grundschulniveau... hallo, Drehbuch?), beruhigten sich aber recht schnell wieder und traten zu ihr ans Bett. „Hey, tut uns Leid.“, meinte Parvati. „Ron ist ein Idiot.“
Hermine schniefte mustergültig. Besser so, als wenn sie die Wahrheit wüssten. Aber Ron war trotzdem blöd. „Ich geh jetzt schlafen“, meinte sie, einen Anflug von Trotz in der Stimme. (Und das, ohne noch einmal gelernt zu haben. Dabei sind bald Prüfungen! Ich werde jämmerlich versagen...)
Ihr Leben war eine einzige Katastrophe.
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