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1. Kapitel
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| von Lejune erstellt: 12.03.2007 letztes Update: 12.03.2007 Humor / P6 (fertiggestellt) | 6 Reviews |
Inhalt: Eine grausame Ersatzsängerin, Schreibblockaden und dann auch noch Beziehungsprobleme - manchmal kommt halt alles auf einmal... Aber davon lässt sich unser Phantom nicht unterkriegen - lest selbst!
Disclaimer, Erläuterungen, etc.: Christine und Erik gehören Gaston Leroux, Ohropax sind komische Wachs-Ohrstöpsel (ja, ich mache Schleichwerbung - aber ich stehe dazu!), und Inspirationstee ist der saloppe Begriff für eine glanzvolle Tee-Kreation namens "Momente der Inspiration".
Editiert: Es heißt jetzt nicht mehr PDO, sondern Erik. :)
Das Phantom und der Wattebausch der Weisen
„Gnah! Die Welt ist so grausam zu mir!“ Erik knüllte das Notenblatt zusammen und warf es mit einem gekonnten Schwenk des rechten Unterarmes in den Papierkorb. „Bei dieser Geräuschkulisse kann ich mich einfach nicht konzentrieren!“
Christine, die wenige Meter entfernt in seinem Bett lag, würgte ein Hüsteln herunter. „Tut mir Leid, ich wäre ja oben geblieben und hätte meine Bronchitis allein auskuriert...“
„Ich meine doch gar nicht dich“, ungeduldig fuchtelte Erik mit der Hand umher, „sondern die da oben!“
In der Tat drangen alle paar Sekunden Schreie in das weitläufige Kellergewölbe hinab, wo sie sich mit ihrem vielfältigen Echo vermischten und doppelt so laut wie vorher in Eriks empfindliche Ohren drangen. „Die neue Sängerin ist einfach grausam. Es ist zum Haare ausreißen!“
„Sie bleibt ja nicht lang“, hustete Christine, „nur, bis ich wieder gesund bin.“
„Das kann lange dauern, bei dem Krach...“ Eriks Nuscheln ging fast in einem langgezogenen „MIMIMIMIIIIIIIIIIII!“ unter.
„Mich stört es eigentlich gar nicht so sehr.“ Christine räkelte sich wohlig im Bett, bevor sie einen prüfenden Blick auf Erik warf, um festzustellen, ob er es bereits bereute, seinen gemütlichen Schlafplatz für sie aufgegeben zu haben, um an einer neuen Oper zu schreiben.
„Aber mich“, jammerte Erik. „Und ich habe keine Ohropax da!“
„Bitte? Was ist das denn?“
„Sind die etwa noch nicht erfunden worden? Das Schicksal hat heute wirklich kein Erbarmen mit mir...“ Verzweifelt stütze Erik den Kopf in die Hände.
„Aber was ist das denn?“ Christine richtete sich auf, gefolgt von einem Hustenanfall.
„Soll ich dir auf den Rücken klopfen?“, erkundigte Erik sich fürsorglich, wandte sich auf Christines energisches Kopfschütteln jedoch wieder den Ohropax zu. „Das sind Gehörschutzstöpsel, und wenn ich die hätte, müsste ich dieses –“ „MIMIMIMIIIIIIIIIIII!“ „– nicht mehr ertragen.“
„Also, ich glaube, die – HUST – gibt es noch nicht. Möchtest du es nicht mal mit Inspirationstee versuchen?“
„Bitte WAS?“
„Inspirationstee! Ich glaube, den hat auch noch niemand erfunden...“
„Ich mag keinen Tee. Ich will Zucker dadrin haben!“
„Bäh, Zucker. Weißt du nicht, dass du davon schlechte Zähne kriegst?“
„Aber ich will Inspiration!“ Erik schob die Unterlippe vor und schmollte.
Christine seufzte resigniert. „Dann nimm halt Watte.“
„Für den Tee?!“
„Nein, für deine Ohren!“
„Oh. Ähm. Ja, wenn du meinst, das geht?“
„Klar geht das.“
Christine kramte in ihrer Handtasche und zauberte einen wunderschönen, rosafarbenen Wattebausch hervor.
„Christine...“ Mit glänzenden Augen trat Erik an ihr Bett – nun gut, sein Bett – und nahm die Watte entgegen. „Ich bin dir so dankbar.“
Charmant grinste Christine ihn an, bevor sie erneut loshustete. Erik hüpfte entsetzt zurück.
„Steck mich bloß nicht an! Jetzt, wo ich meine nötige Ruhe bekomme, möchte ich nicht von einer Krankheit unterbrochen werden...“
„Bääh, du bist doof.“ Christine streckte ihm die Zunge heraus und kuschelte sich erneut unter die Bettdecke. „Du schreibst, ich schlafe. Gute Nacht!“
„Pah! Frauen!“, murmelte Erik, bevor er sich wieder an den Schreibtisch setzte, die Watte in die Ohren stopfte und in einem Raum aus Stille mit dem Schreiben beginnen konnte.
Ende
Disclaimer, Erläuterungen, etc.: Christine und Erik gehören Gaston Leroux, Ohropax sind komische Wachs-Ohrstöpsel (ja, ich mache Schleichwerbung - aber ich stehe dazu!), und Inspirationstee ist der saloppe Begriff für eine glanzvolle Tee-Kreation namens "Momente der Inspiration".
Editiert: Es heißt jetzt nicht mehr PDO, sondern Erik. :)
Das Phantom und der Wattebausch der Weisen
„Gnah! Die Welt ist so grausam zu mir!“ Erik knüllte das Notenblatt zusammen und warf es mit einem gekonnten Schwenk des rechten Unterarmes in den Papierkorb. „Bei dieser Geräuschkulisse kann ich mich einfach nicht konzentrieren!“
Christine, die wenige Meter entfernt in seinem Bett lag, würgte ein Hüsteln herunter. „Tut mir Leid, ich wäre ja oben geblieben und hätte meine Bronchitis allein auskuriert...“
„Ich meine doch gar nicht dich“, ungeduldig fuchtelte Erik mit der Hand umher, „sondern die da oben!“
In der Tat drangen alle paar Sekunden Schreie in das weitläufige Kellergewölbe hinab, wo sie sich mit ihrem vielfältigen Echo vermischten und doppelt so laut wie vorher in Eriks empfindliche Ohren drangen. „Die neue Sängerin ist einfach grausam. Es ist zum Haare ausreißen!“
„Sie bleibt ja nicht lang“, hustete Christine, „nur, bis ich wieder gesund bin.“
„Das kann lange dauern, bei dem Krach...“ Eriks Nuscheln ging fast in einem langgezogenen „MIMIMIMIIIIIIIIIIII!“ unter.
„Mich stört es eigentlich gar nicht so sehr.“ Christine räkelte sich wohlig im Bett, bevor sie einen prüfenden Blick auf Erik warf, um festzustellen, ob er es bereits bereute, seinen gemütlichen Schlafplatz für sie aufgegeben zu haben, um an einer neuen Oper zu schreiben.
„Aber mich“, jammerte Erik. „Und ich habe keine Ohropax da!“
„Bitte? Was ist das denn?“
„Sind die etwa noch nicht erfunden worden? Das Schicksal hat heute wirklich kein Erbarmen mit mir...“ Verzweifelt stütze Erik den Kopf in die Hände.
„Aber was ist das denn?“ Christine richtete sich auf, gefolgt von einem Hustenanfall.
„Soll ich dir auf den Rücken klopfen?“, erkundigte Erik sich fürsorglich, wandte sich auf Christines energisches Kopfschütteln jedoch wieder den Ohropax zu. „Das sind Gehörschutzstöpsel, und wenn ich die hätte, müsste ich dieses –“ „MIMIMIMIIIIIIIIIIII!“ „– nicht mehr ertragen.“
„Also, ich glaube, die – HUST – gibt es noch nicht. Möchtest du es nicht mal mit Inspirationstee versuchen?“
„Bitte WAS?“
„Inspirationstee! Ich glaube, den hat auch noch niemand erfunden...“
„Ich mag keinen Tee. Ich will Zucker dadrin haben!“
„Bäh, Zucker. Weißt du nicht, dass du davon schlechte Zähne kriegst?“
„Aber ich will Inspiration!“ Erik schob die Unterlippe vor und schmollte.
Christine seufzte resigniert. „Dann nimm halt Watte.“
„Für den Tee?!“
„Nein, für deine Ohren!“
„Oh. Ähm. Ja, wenn du meinst, das geht?“
„Klar geht das.“
Christine kramte in ihrer Handtasche und zauberte einen wunderschönen, rosafarbenen Wattebausch hervor.
„Christine...“ Mit glänzenden Augen trat Erik an ihr Bett – nun gut, sein Bett – und nahm die Watte entgegen. „Ich bin dir so dankbar.“
Charmant grinste Christine ihn an, bevor sie erneut loshustete. Erik hüpfte entsetzt zurück.
„Steck mich bloß nicht an! Jetzt, wo ich meine nötige Ruhe bekomme, möchte ich nicht von einer Krankheit unterbrochen werden...“
„Bääh, du bist doof.“ Christine streckte ihm die Zunge heraus und kuschelte sich erneut unter die Bettdecke. „Du schreibst, ich schlafe. Gute Nacht!“
„Pah! Frauen!“, murmelte Erik, bevor er sich wieder an den Schreibtisch setzte, die Watte in die Ohren stopfte und in einem Raum aus Stille mit dem Schreiben beginnen konnte.
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