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Ein letztes Mal
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von Blacky007    erstellt: 24.06.2007    letztes Update: 24.06.2007    Drama / P16 Slash    (fertiggestellt) 7 Reviews
Hallo ^^
Das ist meine erste Linkin Park - Story! Ich hoffe, sie gefällt euch. Bitt verzeiht Rechtschreibfehler. Ich habe keinen Beta! Ich habe die Story zwar noch mal genau durchgelesen, aber ich bin ein Zeitspringer! Also schon mal im voraus ein dickes Sorry!!!!


Ein letztes Mal

Es funkelte. Immer und immer wieder. Sobald ein erneuter Blitz die Nacht erhellte. Für einen kurzen Moment; Für einen ganz kleinen Augenblick…
Aber es reichte.
Es reichte aus, um die Töne schimmern zu lassen.

Ja, Nur für eine kleine Weile funkelte das Silber im Licht des Blitzes in wunderschönen Farben.

Es war, als ob sie nach mir schrie. Als ob sie ihr ganzes Leben lang nur auf diesen einem Moment gewartet hatte; Mit all ihrem Glanz und ihrer Schärfe.

Ja, es war so, als ob die Klinge nur gemacht wurde, um sich an meiner warmen Haut und meinem kalten Blut zu ergötzen.

Sie schrie nach mir…

Ich legte das Messer neben mich auf den Boden. Ganz vorsichtig. Als ob es zerbrechlich wäre. Ich wollte nicht, dass dieser Schrei aufhört. Ich wollte nicht, dass ich im letzten Moment schwach werde.
Ja, Ich wollte diesen Schrei genießen…

Mein Blick glitt zu dem Bild auf meinem Schoß. Es sah alt aus. Dabei ist es erst ein Jahr alt.
Immer wieder hatte ich es zusammen geknüllt und in eine Ecke geworfen, nur um es wieder sorgfältig auseinander zu falten.
Immer wieder hatte ich es in kleine Stücke gerissen, nur um es wieder fein säuberlich zusammen zu kleben.
Immer wieder hatte ich es mit einem Feuerzeug angezündet, nur um die Flamme ganz schnell wieder auszupusten.
Dieses Bild war viel zu wertvoll! Aber gleichzeitig war es das Schlimmste, was mir je passiert war.

Ich liebte es und doch hasste ich es.
Ich vergötterte es und doch jagte ich es zum Teufel.
Es hielt mich am Leben und doch brachte es mich um.

Ja, dieses Bild ließ mich den Schrei genießen…

Aber eigentlich was es nicht die Klinge die schrie, sondern mein Herz.
Jede einzelne Faser meines Herzens schrie.
Mit jedem Schlag.
Mit all seiner Kraft.
Mit seiner letzten Kraft… Nach diesem Bild!

Meine Augen brannten. Aber ich wollte nicht weinen. Nicht jetzt! Nicht bevor ich mein Vorhaben in die tat umgesetzt habe. Nicht bevor der Schrei aufgehört hat.

Wieder sah ich mir die Klinge an.
Sie funkelte immer noch.
Obwohl kein Licht eines Blitzes in dem Silber reflektiert wurde.
Aber das war mir egal, denn einzig und allein was zählte war das, was jetzt kommen wird.

Mit einem Lächeln auf den Lippen legte ich das Bild beiseite. Es würde mir immer in Erinnerung bleiben. Das weiß ich genau! Denn es ist alles in allem zu wertvoll und zu schmerzhaft, als das man es vergessen konnte…

Mit der rechten Hand fasste ich das Messer fest am Griff. Die Klinge zitterte. Trotz allem, trotz meiner Sicherheit hatte ich Angst. Was, wenn es nicht funktionieren würde? Was, wenn die Zeit zu knapp werden würde? Was, wenn der Schrei zu schwach werden würde?
Ich schaute wieder auf das Bild. Auf all die Narben, die darauf zu sehen sind.
Nein! Ich brauchte keine Zweifel haben! Es würde schon alles glatt gehen, da war ich mir sicher.
Nun, ohne jegliches Zittern, setzte ich das Silber an meiner Haut an. Ich spürte sofort die Kälte die mein Fleisch umfing als das Metal in mich eindrang.
Es war angenehm.
Und als das dunkle Blut aus der Wunde quoll war es, als ob das Funkeln in mich übergehen würde. Es verstärkte mich in meinem Vorhaben!

Ein Pochen verriet mir, dass ich tief genug war und das Messer zur Seite legen konnte.
Eine Hand würde reichen!
Zum einen, weil es langsam gehen sollte und zum anderen, weil ich die Rechte noch benötigen werde.

Ich schloss die Augen und ließ für einen kurzen Moment die Gefühle auf mich einwirken. Es waren kalte Gefühle; angenehme Gefühle die mein Herz umschlossen und die letzten Unsicherheiten verbannten.

Ich fühlte mich so erleichtert.

Ich nahm das Telefon in die rechte Hand, das ich extra neben mir hingelegt hatte. Schnurlose Telefone… ein wahres Wunder der Evolution.
Meine Finger wählten schon automatisch die Nummer. Zu oft hatte ich sie in letzter Zeit gewählt. Zu oft… Nur mit dem einen Ziel: Diese Stimme zu hören, die mich immer wieder in ihren Bann sog.

“Shinoda!”

Und da ist sie. Diese Stimme! Mit dem gleichen sanften und wunderschönen Klang, wie ich sie in Erinnerung hatte. Gott, wie ich diese Stimme liebte. Wie ich Mike liebte!

“Hallo?”

Ich stellte mir vor, wie er gerade auf dem Bett sitzt. Verschlafen und mit verwuschelten Haaren.
Mit dem Telefon in der Hand und müden Augen. Und nur mit einer Boxershorts bekleidet, oder vielleicht sogar vollkommen nackt. Was wäre das jetzt für ein Anblick!

“Hallo? Ey, wenn das ein Scherz sein soll, dann…”

“Mike…”

Meine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern. Was kein Wunder war, denn meine Lippen waren trocken und meine Zunge schwer wie Blei. Zu sehr wurde meine Kraft auf Grund des Blutverlustes in Anspruch genommen. Zu sehr hat mich diese Stimme in ihren Bann gezogen…

“Chester? Bist du das? Was ist los? Hast du mal auf die Uhr gesehen? Mensch, es ist drei Uhr nachts!”

Drei Uhr Nachts? Ist es wirklich schon so spät?
Mein Blick glitt rüber zu dem Funkwecker, der auf meinem Schreibtisch steht. Das letzte Mal hatte ich auf die Uhr geguckt, da war es 22:30 Uhr.
Tatsächlich, es war drei Uhr in der Früh. Wie schnell doch die Zeit vergeht… Dabei hatte ich nichts weiter getan, außer mir abwechselnd das Bild und die Klinge angeschaut…

“Chester?”

“Mike…”

Wieder nur ein Flüstern. Aber in diesem einen Wort steckt so viel Schmerz, so viel Liebe und so viel Gefühl…

“Kannst du auch noch was anderes außer meinen Namen sagen?”

Seine Stimme klingt genervt und ein bisschen wütend. Nicht mehr verschlafen, aber immer noch wunderschön. Ich liebte sie und hasste sie, genau wie das Bild…

“Komm schon Chester, es ist drei Uhr Nachts! Ich bin hundemüde und will zurück in mein Bett! Würdest du bitte so freundlich sein und mir sagen, warum du mich zu so einer bescheidenen Zeit anrufst?”

“Ich wollte nur…”

Meine Stimme versagte mir. Der Schmerz an meinem Handgelenk, den ich die ganze Zeit über verdrängt  habe, nahm zu. Mir wurde schwindlig. Und meine Augenlieder wurden schwer. Nein! Nicht jetzt! Ich war so kurz davor! So kurz…

“Ja? Du wolltest was?”

Diese Stimme… Mikes Stimme! Ich vergaß den Schmerz wieder für einen Moment. Für einen klitzekleinen Augenblick… Aber er reichte, um genug Kraft für meine letzten Worte zu tanken.

“Ich wollte nur deine Stimme hören… eine letztes Mal…”

Damit nahmen der Schmerz und das Schwindelgefühl die Oberhand. Das Telefon rutschte mir aus der Hand und krachte auf den Boden. Ich hörte Mikes Stimme nicht mehr. Die Stimme, die ich so sehr liebte und nun nie wieder hören würde.
Ich hörte nur meinen Herzschlag, der immer leiser wurde, bis mich schließlich die Dunkelheit umfing und in Kälte tauchte. In eine angenehme Kälte…

Und da war sie wieder… Mikes Stimme! Wie sie in ihrem wunderschönen und sanften Ton liebevoll meinen Namen rief.
Ich hörte sie…
Ein letztes Mal…

~Ende~

Und? Bekomme ich Kommentare? Ob Kritik oder Lob, ich bin für alles offen!
Vielen Dank fürs Lesen!
 
 
   
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