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Der muss zu Chester Bennington gehen!
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von Blacky007    erstellt: 25.08.2007    letztes Update: 25.08.2007    Allgemein / P12 Slash    (fertiggestellt) 14 Reviews
Titel: Wer will fleißige Handwerker sehen?
Autor: Blacky007
Teil: 1/1
Rating: P12-Slash
Pairing: Bennoda [Linkin Park]
Disclaimer:t Chaz und Mike gehören mir nicht und das alles hier ist nur meiner Fanatsie entsprungen.
Widmung: Meiner Beta-Leserin und besten Freundin Lindi *knuddel* Sie hat sich den Titel hier ausgedacht, den ich einfach nur genial finde!
Auch ,wenn du das hier nicht lesen wirst: Love Dich XD
Anmerkung: Mal ein One-Shot von mir, bevor ich das Zusatzkapitel zu "Smile" on stelle. Das ist schon geschrieben, aber meine liebe Lindi hat ausversehen ihre Korrektur gelöscht und muss es nun noch mal von vorne machen *drop* Deshalb erst einmal den hier zur Versöhnung, denn der ist schon gebetat XD Wäre lieb, wenn ihr mir ein Kommi da lassen würdet!

Wer will fleißige Handwerker sehen?


“Und du bist dir sicher, dass du nicht noch vorbei schauen möchtest?”

“Nein! Wenn diese Möbelfuzzis erst einmal kommen, weiß ich nicht, wie lange die mir auf die Pelle rücken werden.” Genervt strich ich mir durchs blondierte Haar. Eigentlich hatte ich da heute überhaupt keine Lust drauf. Schließlich war dies mein erster freier Tag seit Monaten und dann das. Innerlich verfluchte ich mich regelrecht dafür, dass ich mir unbedingt eine neue Küche leisten wollte. Meine Alte war aber wirklich nicht mehr zu gebrauchen. Vollkommen abgenutzt und  veraltet. Die hatte dringend eine Überholung nötig.

“Sam, es klingelt! Das sind die bestimmt. Ich ruf dich morgen noch einmal an, okay!? Bye!”

“Tschüß Chaz. Und lass dich nicht zu dolle nerven.” Und mit diesen Worten legte sie auf. Pff, wie sollte ich mich nicht nerven lassen, wenn ich jetzt schon total angepisst war? Ich meine: Es war ja auch verständlich. Wir haben Freitag und dazu ist es 9 Uhr in der Früh, wobei man bedenken sollte, dass die Leute von Porta schon um 8 Uhr da sein wollten und ich deshalb seit um 7 Uhr auf den Beinen bin und das an meinem freien Tag. Zum Reihern.

“Ja, ja. Ich komm ja schon!”
Ohne wirklichen Elan ging ich in den Flur um die Tür zu öffnen. Ein junger, muskulöser Mann mit dunklen Augen und asiatischem Touch lächelte mir freundlich entgegen.

“Hi. Ich habe eine Küche von Porta im Schlepptau, die gerne aufgebaut werden will. Bin ich bei ihnen richtig?”

Ich nickte und trat zur Seite. “Kommen sie rein!”

Der Dunkelhaarige kam meiner Anforderung nach und folgte mir, ohne sich die Schuhe auszuziehen - Wie ich das hasse - in die Küche.  

“Hier soll das gute Stück eingebaut werden?”

“Jep!”, kommentierte ich knapp.

“Wie soll es denn genau aussehen?”, fragte er und schaute sich in dem leeren Zimmer um.

Ich folgte seinem Beispiel, bevor ich ihm alles erklärte und ihm die jeweiligen Stellen für die Inneneinrichtung zeigte.

“Wollen sie einen Kaffee, bevor sie anfangen, Mr…?”

“Mike!”, strahlend hielt er mir seine Hand entgegen. “Einfach nur Mike. Ich mag es nicht so förmlich!”

“Chester!” Ich ergriff seine Hand und lächelte leicht zurück. Ich war ein Bürotier. Förmlichkeiten gehörten zu meinem Alltag und ehrlich gesagt  mochte ich das lieber. Aber für diesen Kerl machte ich doch gerne mal ne Ausnahme. “Also, Mike: Kaffee?”

Doch er schüttelte seinen hübschen Kopf und schaute auf die Uhr. “Nein danke. Nachher vielleicht. Jetzt würde ich lieber anfangen. Weißt du… Darf ich du sagen?”

“Klar!” Wie gesagt: Für Mike überging ich doch gerne mal meine Gewohnheiten.

“Okay. Also mein Partner ist unerwartet krank geworden, weshalb ich übrigens auch zu spät gekommen bin. Das Navigationssystem ist kaputt und Karten lesen war noch nie meine Stärke!” Verlegen kratzte er sich am Kopf und lachte. Es war ein schönes Lachen; Hell und aufrichtig. “Auf jeden fall muss ich die Küche jetzt alleine aufbauen. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen unverfroren, aber könntest du mir bei ein paar Kartons helfen? Alleine wäre das ganz schön anstrengend!”
Mike verzog das Gesicht, als ob er schon alle unaufgebauten Schränke alleine hoch getragen hätte und brachte mich so zum Lachen. Es sah aber auch verdammt niedlich aus.

“Kein Problem!”, meinte ich nur woraus er wieder lächelte.

Zusammen hievten wir dann die größten Kartons nach oben und ich verfluchte mich dafür, dass ich im vierten Stock wohnte und es zudem keinen Aufzug gab. Allerdings hatte die Anstrengung auch sein Gutes: Ich konnte die ganze Zeit über Mike beobachten und jedem einzelnen Muskel seine Arme beim Handeln zu sehen.

Als wir schließlich das letzte große Teil in meine Wohnung gebracht hatten, ließ ich mich keuchend auf den Boden nieder, während Mike mit den Worten: “Ich hole noch die letzten Kartons!” wieder nach unten hechtete um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Gott, was hatte der nur für eine Energie. Ich war ja jetzt schon am Ende meiner Kräfte. Mühsam rappelte ich mich auf um in mein Schlafzimmer zu gehen und eine Flasche Wasser aus dem Kasten zu nehmen. Mir war heiß. Und das lag nicht nur an der unerträglichen Hitze, die aus den offenen Fenstern in meine vier Wände gelangte.

Ich hörte die Tür ins Schloss fallen und nahm an, dass Mike nun auch endlich fertig war. Mit meiner und einer zweiten Wasserflasche für ihn in der Hand ging ich wieder zur Küche und erstarrte.
Mike stand mit dem Rücken zu mir und dass ohne Oberteil. Was war denn bitte mit seinem T-Shirt geschehen?

“Ah, Chester!” Als er mich bemerkte, drehte er sich um. Fataler Fehler. Ein ganz fataler Fehler. Denn so hatte ich nun einen perfekten Blick auf seinen Oberkörper und der war… nicht von schlechten Eltern. Vorhin war mir schon aufgefallen, dass er sehr gut gebaut war, aber gegen das hier war Arnold Schwarzenegger in seinen früheren Jahren ja gar nichts! Okay, das war übertrieben. Viel zu dolle, um genau zu sein, schließlich sah es schon nicht mehr schön aus, was Arnie da mit seinem Körper veranstaltete. Mike dagegen schien perfekt: Flacher Bauch mit Six-Pack, breite Schultern, muskulöse Brust… Wow! Ob er es merken würde, wenn ich mal mit meiner Zunge die Konturen seiner Muskeln nachfahren würde? Ja? Schade!
“Ich hab dir Wasser mitgebracht!” Mühsam richtete ich meinen Blick auf sein Gesicht und reichte ihm die Flasche.

“Danke! Das kann ich jetzt wirklich gebrauchen, so heiß wie es hier ist!”

Grinsend nahm er mir das Getränk ab und schraubte den Deckel ab. Und dann… Boah, das macht der doch mit Absicht! So sinnlich wie er die Flasche an seine Lippen führt und gemächlich einen Schluck nach dem Anderen nimmt und sein Kehlkopf dabei auf und abspringt… Das bilde ich mir doch nicht ein!
Der Kerl legt es regelrecht darauf an, dass ich ihn anspringe. Aber: ich reiße mich zusammen, lächle ihm noch einmal kurz zu und verschwinde dann im Wohnzimmer.
“Wenn was ist, ich bin im Nebenzimmer!”

 

Wie soll das einer bitte aushalten? Ich bin in einer Wohnung mit einem - völlig fremden - Mann, der mein Handwerker ist und dazu noch absolut sexy! Ich habe als Homo schon viel erlebt, aber das ist eindeutig die Kirsche auf der Sahnetorte, was gemeinste Gemeinheiten der Gemeinheiten betrifft.
Und da ist es ja kein Wunder, dass ich hier - an meinem freien Tag - mit einem Stapel von Akten - an meinem freien Tag - auf meinem Tisch, sitze und wie bekloppt eine nach der Anderen - an meinem freien Tag - durch arbeite. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich heute eigentlich frei hatte? Aber nein, da muss ja unbedingt Porta die neue Küche bringen (Was teils wohl auch meine eigene Schuld war…) und dazu noch einen schnuckeligen Fachmann mitschicken. Im Moment wäre es  mir wirklich lieber, wenn da ein fetter, alter Sack in meiner Küche stehen würde und nicht Mike.

Mein Blick wanderte zur Uhr. Seit zwei Stunde arbeitete er nun an meiner Küche, vielleicht sollte ich mal nachschauen, ob er nicht doch noch einen Kaffee will. Also ließ ich meine Arbeit erst einmal Arbeit sein und schlenderte zur Küche.
Dort angekommen, verwarf ich den Wunsch, lieber einen fetten, alten Sack zum Küchenaufbauen zu haben. Mike war doch um einiges besser und vor allem: leckerer. Er stand, mal wieder, mit dem Rücken zu mir und versuchte gerade einen der Schränke an die Wand anzubringen. Sein Oberkörper glänzte auf Grund der Hitze samt Anstrengung. Zwischen seinen Schulterblättern rann ein einzelner Schweißtropfen seinen Rücken hinab und verlor sich schließlich im Bund seiner Hose, die übrigens ein wenig hinab gerutscht war, da er sich strecken musste, und nur einen wunderbaren Blick auf seine Boxershorts freilegte. Dunkelblau… Passt zu seinen Haaren, die auch irgendwie bläulich waren.

“Mike?”, zögernd räusperte ich mich, auch wenn es mich viel Überwindung kostete. Lieber hätte ich ihm noch so eine Weil zugesehen.
Angesprochener fixierte noch eine Schraube (“Moment, bitte!”), bevor er sich umdrehte und mich fragend ansah.

Ich versuchte zu lächeln, aber bei seinem Anblick verspannten sich gerne einmal meine Gesichtsmuskeln. Gott, sah er heiß aus. “Vielleicht jetzt einen Kaffee? Du scheinst schon ziemlich weit zu sein und jeder brauch mal eine kleine Pause!”

Mike ließ seinen Blick über die halbfertige Küche wandern und lächelte dann. “Gerne! Das kann ich jetzt gebrauchen.”

Ich nickte und verschwand wieder ins Wohnzimmer zu meiner Kaffeemaschine. Da ich ja keine Küche hatte, musste die halt dort hin ziehen.

“Chester, kann ich mal bitte dein Bad kurz benutzen?”

“Klar, neben der Haustür, links!”, sagte ich, während ich den Filter mit Kaffeepulver füllte und die Maschine schließlich anstellte.
Was er jetzt wohl machte? Man(n) stelle sich vor, er würde jetzt duschen gehen. Kleine, einzelne Wassertropfen, die sich ihren Weg über seinen perfekten Körper bahnten; Jedes Fleckchen Haut berührten und sanft seine Muskeln umspielten, bis sie schließlich ins Becken platschten und im Abguss verschwanden. Braune Augen, die dem Treiben des Wassers verfolgten. Sanfte Finger, die die Bahnen der Tropfen nachzogen und… Moment! Ganz falscher Gedankengang. Hände weg. Finger weg. Die gehörten da jetzt wohl mal gar nicht hin. Vor allem, da sie eine unnatürliche Ähnlichkeit mit meinen aufweisen!

Seufzend holte ich zwei Tassen aus einer Kiste und goss das koffeinhaltige Gebräu in sie hinein. Genau in diesem Moment kam Mike durch die Tür und hatte, Gott sei Dank, wieder sein Shirt an. Wer weiß, was ich angestellte hätte, wenn er mir mit diesem halbnackten Körper zu nahe gekommen wäre…

“Hier!” Ich hielt ihm eine Tasse hin und deutete aufs Sofa. Dankend nahm er sie an, während ich mit meinem Kaffee zur Couch schlürfte und mich vor meinen Aktenstapel niederließ. Mike nahm neben mir Platz und nippte an dem Gebräu. An sich war es Folter, bei dieser Wärme so etwas Heißes zu sich zunehmen, aber: Hey! Ich werde seit drei Stunden von einer anderen Hitze geplagt und das störte auch niemanden!

“Darf man fragen, was du vom Beruf bist?” Er stellte seine Tasse zur Seite und begutachtet fassungslos die Akten auf den Tisch.

“Darfst du. Ich bin Rechtsanwalt!” sagte ich und wartete gespannt auf seine Reaktion. Bei den Meisten war sie gleich: Von Erstaunen ging es zur purer Amüsiertheit über. Warum? Nun, sagen wir mal, ich sehe nicht gerade aus wie ein Rechtsanwalt. Gefärbte Haare, lackierte Fingernägel, Lippenpiercing… Ich sehe eher aus wie ein rebellischer Teenager als dass ich in einer Kanzlei arbeite. Das mag auch daran liegen, dass ich noch sehr jung bin. Mit meinen 26 Jahren bin ich noch nicht lange in dieser Branche, aber dank etlicher Nachschichten und Überstunden und das schon seit Jahren, bin ich weit oben auf der Liste der Top-Anwälte. Vor allem junge Leute und Familien kommen mit ihren Problemen zu mir, da ich sie eher verstehe als irgend so ein alter Kauz. Zudem habe ich auch humanere Preise, als manch ein anderer.
Auf alle Fälle fällt es den meisten Leuten schwer zu glauben, was ich vom Beruf bin und deshalb halten es viele für einen Scherz. Vor allem wenn ich mit meinen Freunden ein paar Lokale unsicher mache (wobei ich natürlich nie über die Strenge schlage. Kann man sich als Anwalt nicht leisten!) und in meinen Freizeitklamotten rum laufe, dass heißt: Schwarz! Schwarzes T-Shirt, zerrissene schwarze Hose, Nietenarm- und Halsbänder, Chucks… Der typische Punk-Look halt. Aber ich laufe nun einmal gerne so herum. Auch jetzt mal wieder.

“Wow!” Mike unterbrach mich in meinen Gedanken und ich schaute zu ihm. “Als ich Bennington gelesen habe, dachte ich schon als erstes an diesen jungen und berühmten Anwalt. (Bei dem Wort “berühmt” schoss mir eindeutig die Röte ins Gesicht!) Aber ich hätte nie gedacht, dass du es wirklich wärst. Ich meine, du siehst so anders aus. So… so…”

“Rebellisch?” Half ich ihm auf die Sprünge und grinste schief. Die Leute dachten auch immer das Gleiche! Innerlich hatte ich gehofft, Mike wäre anders.

“Ja. Ich hatte immer gedacht, dass wäre so ein kleiner, pickliger Typ mit steifen Anzug und zurück gegelten Haaren, aber du siehst ja ganz anders aus!” Lachend strich er sich durchs Haar. “Du siehst echt viel zu gut aus, um Anwalt zu sein!”
Ja, ja. Das sagen… Was?

“Wie bitte?”

Mike hielt inne in seiner Bewegung und musste anscheinend selbst erst einmal überlegen, was er da gesagt hatte. Ein wenig rot um die Nase fing er dann an, wild mit den Händen zu gestikulieren.
“Naja… halt… du weißt schon… also… ja… ach, du weißt, wie ich dass meine!”
So? Weiß ich das? Ich könnte ihn jetzt noch ein bisschen triezen (Er sieht noch besser aus, wenn er verlegen ist), aber ich will mal nicht so sein.

“Danke!” Ich lächelte ihm zu. “Ich fass das mal als Kompliment auf!”

Mike erwiderte mein Lächeln schwach, trank seinen Kaffee aus und erhob sich dann.
“Ich mach dann mal weiter!”, murmelte er und verschwand wieder in der Küche. Als er aus dem Wohnzimmer raus war, seufzte ich geschafft auf. Gott, ich bin am Ende meiner Kräfte. Noch so eine Aktion von ihm und ich falle eiskalt über ihn her. Ohne Rücksicht auf Verluste, versteht sich. Scheiß drauf, ob er mich von sich stoßen würde. Scheiß drauf, ob er es will oder nicht und scheiß drauf, ob ich danach dann nur ein halbfertige Küche habe. Meine Fresse, warum saß ich dann bitte noch hier und schnappte ihn mir nicht? Er hat doch gesagt, dass ich gut aussehe! Jedenfalls indirekt… Und er war rot geworden. Also hat er nicht gelogen. Und er schien sich auch nicht für meine Anwaltkarriere, sondern eher für mein normales Ich zu interessieren. Was auch schon eher ein seltener Fall war. Sobald die meisten meinen Namen erfuhren, suchten sie entweder ganz schnell das Weite, oder hängten sich erst recht an mich dran. Meistens waren das dann übrigens die kleinen Kriminellen, die sich was von einer Beziehung zu mir versprachen. Ja, das Leben war grausam. Aber Mike war anders. Ihm schien meine Arbeit eher egal zu sein. Glaub ich jedenfalls…
Oh, wenn das stimmen würde, dann würde er mich bestimmt auch nicht abservieren. Ich würde ihn küssen und er mich. Wir würden übereinander herfallen, heißen Sex auf dem unfertigen Küchentresen haben oder auf dem Boden, mir egal, und dann… STOPP! Was tat ich hier eigentlich? Ich glaube, mir ist die Hitze zu Kopf gestiegen. Nun gut, ist auch nicht verwunderlich. Das Thermometer zeigt 30°C im Schatten (in meiner Wohnung ist es bestimmt doppelt so warm) und ich sitze hier auf der Couch mit langer Hose und Kapuzenpulli… Noch fragen? Wenn ich keinen Hitzeschlag habe, dann weiß ich auch nicht… Vielleicht sollte ich mir doch mal was leichteres anziehen.

Gesagt, getan! Ich stapfte in mein Schlafzimmer, suchte mir ein (hautenges… man weiß ja nie) T-Shirt und eine kurze Hose raus und zog mich um. Ich hatte meine Hose schon gewechselt und wollte mir gerade mein Shirt über den Kopf ziehen, als ich meinen Namen hörte.

“Chester? Ich brauch mal dei…” Mike stand im Türrahmen und stockte, als er mich sah. Oh, warum hab ich Depp die Tür nicht zugemacht? Na gut, ich hatte zwar eine Hose an, aber anscheinend war Mike auch so oder so von meinem Oberkörper angetan, so wie er starrte!

Moment! Er starrte? Um genau zu sein: Er starrte mich an? Ui, na das ist mal ne Erkenntnis, die mich komplett aus der Bahn wirft. Wie war das? Noch so eine Aktion von ihm und ich falle eiskalt über ihn her? Nun, ich stand so kurz davor und dass er wieder ohne Oberteil rum lief, machte die Sache auch nicht viel besser.

“I-Ich… ähm…” Er stotterte und mit mir war es nun gänzlich vorbei. Mein T-Shirt fiel achtlos zu Boden als ich auf Mike zu ging und dabei fest in seine Augen sah. Er beobachtete mich, aber mit einem Ausdruck in den Augen, dem sämtliche Schüchternheit und Zurückhaltung gewichen war. Oha, da war aber einer genauso angetan wie ich.

Bevor ich die letzen Meter überwinden konnte, spürte ich schon den Schrank an meinem Rücken und Mikes muskulösen Körper an meinen gedrückt. Seine Hände waren neben meinem Kopf abgestützt.

Sein Haut auf meiner machte mich wahnsinnig. Sein halb geöffnete Mund lud direkt dazu ein, meine Lippen auf seine zu pressen. Ein paar Haarsträhnen klebten an seiner Stirn, während seine Augen noch dunkler als vorhin wirkten.
Ich wollte ihn küssen, ihn berühren und… was alle Männer in solch einer Situation nun einmal wollen.
Mike kam meinem Gesicht näher und vor freudiger Erwartung schloss ich die Augen, nur mit einem Gedanken: Küss mich! Küss mich! Küss mich!
Ich spürte seinen warmen Atem an meiner Wange und meine Gesichtshaut fing an zu prickeln; dort, wo ich seine Lippen vermutete. Doch entweder schien es ihm Spaß zumachen, mich zu quälen oder er hat es sich auf einmal anders überlegt. Denn seine Lippen spürte ich immer noch nicht auf meinen. Ich öffnete die Augen und wollte schon protestieren, als ich seine Stimme an meinem Ohr vernahm. Sie war rau, dunkel und verpasste mir eine Gänsehaut, die sich gewaschen hat.
“Du machst mich verrückt, seitdem du mir die Tür geöffnet hast!”
Und dann küsste er mich. Endlich! Voller Leidenschaft, aber doch sanft und mit viel Gefühl. Und während seine Hände sich verselbstständigten, blendete sich bei mir so langsam alles aus. Ich hätte ihm noch gerne gesagt, dass es mir genauso erging wie ihm, aber das musste dann wohl warten. Um genau zu sein: Bis morgen! Bis dahin musste ich ihm halt zeigen, wie sehr ich von ihm angetan war…

Übrigens: Die Küche hatten wir dann doch ein wenig vergessen. Erst als ich am nächsten Morgen Kaffee machen wollte und ich mit einem riesengroßen Fragezeichen in einem Raum stand, der sogar nicht nach meiner Küche aussah, sondern eher so, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte, kam mir die Erinnerung an unser Bauprojekt wieder. Für uns hieß das, dass wir an einem Samstag die Küche fertig machen durften. Was ich jetzt nicht so als Problem sah, da die Außentemperatur sich um weitere Grade nach oben gezogen hatte und Mike daher wieder ohne Shirt arbeitete…

~Ende~


Review? - Jep!
Kritik? - Immer doch!
Lob? - Her damit!
Morddrohungen? - Bitte an meinen Anwalt schicken XD
 
 
   
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