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Poor Percy
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von Zwiebelfisch    erstellt: 30.08.2007    letztes Update: 30.08.2007    Romanze / P6    (fertiggestellt) 14 Reviews

So das hier ist nur eine kurze Story über die beiden. Ich find, sie sind ein absolut süßes Paar und da hier ja kaum welche über die beiden stehen, hab ich selbst eine geschrieben. Um Reviews wird gebeten, wenn sie euch nicht gefallen hat auich um konstruktive Ktitik. Erwartet kein  literarisches Meisterwerk, die ist mir heute Nacht um eins einfach so eingefallen und in einem Rutsch geschrieben worden.
Also viel Spaß beim Lesen!
Und nicht wundern, es geht nicht um Percy. Aber da er ja ein bisschen leiden muss und ich Alliterationen liebe, musste er als Kapitelüberschrift herhalten^^
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Oliver Wood saß auf der Couch vor dem Kamin im Gemeinschaftsraum, vertieft in ein Buch über Quidditch, als ihn auf einmal von hinten zwei Arme um den Hals geschlungen wurden und jemand vorsichtig das Kinn auf seine breite Schulter legte. „Hey Baby Bell“ sagte er mit einem kleinen Lächeln. „Was kann ich für dich tun?“ „Du bist doch mein bester Freund?“ „Kommt drauf an…“ „Gehst du morgen mit mir einkaufen?“ ‚Alles was du willst, Kleine. Alles was du willst’ waren seine Gedanken, aber die sprach er natürlich nicht laut aus. „Wenn du mich so nett drum bittest“ „Danke Ol, du bist der Beste“ lachte sie, schwang sich neben ihn auf das Sofa und kuschelte sich an ihn ran und folgte gebannt den Demonstrationen von Weasley’s zabelhaften Zauberscherzen.

„AUFSTEHEN“ „Wäh?“ war das famos formulierte Kommentar des Kapitäns der gryffindor’schen Quidditchmannschaft, als seine beste Freundin auf sein Bett sprang und sich unter seine Bettdecke kuschelte. „Du hast es mir versprochen“ ertönte es anklagend und sie nutze die Gelegenheit, ihm ihre kalten Füße unter die Beine zu schieben. Er quiekte erschrocken auf. „Sag mal hast du die in Eiswasser gebadet oder warum sind die so kalt?“ ‚Oh Kats, bitte, tu mir das nicht an… Ich halt das nicht aus…’ „Es ist Winter und da ist es nun mal kalt. Frag mal, wie kalt sie sind, wenn wir von deinen Fünf-Uhr-Morgen-Trainings zurückkommen“ spottete das blonde Mädchen. „Baby Bell, wenn du möchtest, dass ich heute mit dir einkaufen gehe, dann halt jetzt noch zehn Minuten die Klappe, okay?“ erwiderte er, legte einen Arm um sie und schloss die Augen. „Och, du bist so ein Spielverderber!!!“ „BITTE“ „Ist ja schon gut“ sagte sie, kuschelte sich etwas näher an den warmen Körper ihres meistens-besten-Freundes (sie gab nur dann an, für ihn nicht das kleinste positive Gefühl aufzubringen, wenn sein Team wieder einmal drei Stunden mit seinem so genannten „Aufbautraining“ quälte) und schloss die Augen. Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass auch sie wieder einschlief.

Sie wurden unsanft geweckt. So unsanft, dass einem Tränen des Mitleids in die Augen schießen könnten. So unsanft, dass die Rache grausam sein würde… Wenn sie nicht von den Weasley-Zwillingen geweckt worden wären, die ihnen die Decke wegzogen. Aber man wusste ja schließlich, dass Rache sinnlos war - denn die darauf folgende Attacke wäre um einiges schlimmer. Also beschränkten die beiden sich darauf, sämtliche Schimpfwörter zu brüllen, die ihnen grade in den Kopf kamen, und für ein Mädchen kannte Katie recht viele.
Percy, der grade durch die Tür in den Schlafsaal trat, lief rot an und beschloss, sich nicht der Gefahr auszusetzen, einem unsanft geweckten Wood in die Arme zu laufen.

„Seit ihr noch ganz dicht? Was soll das? Gebt mir gefälligst meine Decke zurück!!!“ „Da siehst du mal..“ „…wie wir uns immer fühlen,…“ „…wenn du uns zum Training weckst“ konterten die Zwillinge. „Manchmal hab ich das Gefühl meine Trainingmethoden sind nicht sonderlich beliebt bei euch.“ Bemerkte Oliver ratlos. Katie lachte laut auf: „Wie kommst du denn da drauf?“
„Ich weiß auch nicht… Ist nur so ein Gefühl.“ Fred trieb sie dazu an, endlich mitzukommen, sie haben Hunger und wollen frühstücken.

„Und wieso könnt ihr das nicht ohne uns?“ fragte Katie mürrisch und schien vergessen zu haben, dass sie vor kurzem Oliver genauso unsanft geweckt hatte.
„Wir finden…“ „…eure Gesellschaft so angenehm..“ „… und dachte es ist ungerecht,…“ „…wenn ihr schlafen könnt während wir wach sind“
„Könnt ihr nicht einfach ganz normal reden? So wie wir auch?“
„Nein können wir nicht…“ „… das verdirbt den ganzen Effekt“

Durch diesen Wortwechsel waren die beiden nun doch richtig wach und schlossen sich den Weasleys an und gingen zum Frühstück. Katie beobachtete bei ihrer ersten Tasse Tee wie Oliver sich den perfekten Toast schmierte. Leicht getoastet, knusprig aber nicht hart, die geschmolzene Butter dringt langsam in den Toast ein, ein kleiner Klecks Erdbeermarmelade, nicht durchgeschnitten, bereit zum genießen. Sein Pech war, dass er zögerte, bevor er in dieses kulinarische Meisterstück biss. Denn schon hatte es ihm Katie aus der Hand gerissen und genüsslich reingebissen.

„Was  soll  das? Das machst du jeden Samstagmorgen. Jeden einzelnen Samstagmorgen den wir uns jetzt schon kennen, klaust du mir meinen mühevoll und mit Präzision geschmierten Toast.“
„ich passe auf dich auf.“ kam die unschuldige Antwort. „Inwiefern?“ fragte er ungläubig. „Sieh mal in diesem Toast sind verdammt viele Kalorien…“ sie biss ein zweites Mal davon ab „… und als Kapitän musst du ja auf deine Figur und deinen Körper achten…“ sie kniff ihm liebevoll in den nicht vorhandenen Bauchspeck „… und indem ich den Toast esse, nehme ich auch die feindlichen Kalorien auf.“

„Eine gelungene Erklärung… Und trotzdem… Es ist mein Toast. Ich brauch Kraft um dir heute durch sämtliche Läden Hogsmeads zu folgen und deine bestimmt unzähligen Tüten zu tragen.“ „Wofür hat man sonst beste Freunde?“ „Freunde? Du meinst wohl Haussklave!“ entrüstete sich der große, gutaussehnde Junge.

‚Freunde… Ja, das ist wohl das Einzige, was wir jemals sein werden. Freunde und Teamkollegen. Wenn du wüsstest, wie ich mich fühle, wenn du morgens in mein Bett krabbelst, um mich aufzuwecken oder mich von hinten umarmst, um mich davon abzuhalten, mich wieder endlos in Quidditchspielpläne zu vertiefen…Ja, wenn du nur wüsstest’
Katie, die nichts von den schwermütigen Gedanken mitbekam, denen ihr bester Freund nachhing, freute sich schon auf den heutigen Tag. „So, ich hol nur schnell meine Sachen, dann können wir los.“ Rief sie, als sie sich auf den Weg zum Gryffindorturm machte.

Oliver blieb, die Hände in die Taschen gesteckt, an die Wand gelehnt, in der Eingangshalle zurück und schaute ihr nach. ‚Wie Bitterschokolade… Süß, aber ohne diesen widerlichen zuckrigen Nachgeschmack, genau richtig und nur die edelsten und wertvollsten Zutaten.’ Wie es wohl wäre sie zu küssen, wie sie wohl schmecken würde? ’ich wette sie schmeckt nach Bitterschokolade… Aber das werde ich wohl nie herausfinden.’ dachte er, als er ihr nachsah.
Als sie zurückkam, beobachtete sie von weitem wie er so dastand, völlig in seine Gedanken (an sie) versunken, groß, schlank, muskulös und dunkel. Er war ihr bester Freund seit - ja seit eigentlich schon immer. Und doch bemerkte sie heute, dass etwas anders an ihm war. Er wirkte irgendwie… erwachsener… anziehender auf sie. Schnell versuchte sie diese Gedanken abzuschütteln. Ol war ihr Kumpel und außerdem gab es da ja noch diesen hübschen Rawenclaw…

Am Nachmittag, als sie wirklich jeden, einzelnen, verdammten Laden in diesem ganzen Dorf abgeklappert hatten, gingen sie, Katie leichtfüßig wie immer und Oliver, schwankend weil schwer beladen mit diversen Tüten zu Madame Rosmerta um sich dort mit den Zwillingen zu treffen. Als sie ankamen, waren schon viele ihren Schulkameraden dort und im Lokal war es laut, stickig und eng - kurz gesagt die beste Atmosphäre um den Samstagnachmittag ausklingen zu lassen. Während Oliver sich mit den Zwillingen und Lee Jordan unterhielt, flirtete Katie heftig mit dem hübschen Rawenclaw.  

‚Nimm  Deine  Dreckigen  Hände  Von  Ihr oder muss ich rüberkommen? Wie kann sie das nur zulassen? Sieht sie nicht wie ihm förmlich die Zunge raushängt? Oh Kats, bitte, sag mir, dass du dich NICHT grade mit ihm verabredet hast!’
„Hey?! Wood? Bist du…“ „… noch da oder versuchst du grade…“ „… Justin McDouglas mit deinen Blicken…“ „…langsam zu töten?“ fragten die Zwillinge auf einmal in ihren üblichen nervigen Wir-teilen-die-Sätze-immer-untereinander-auf-Art.
Er sprang auf. „Komm Kats, wir gehen.“ „Einen Moment, ich komme gleich.“ Sie beugte sich rüber und gab Justin einen Kuss auf die Wange. „Also bis morgen dann. Ich freu mich.“

Oliver schnappte sich ihre Hand und die Tüten und zog sie wütend aus dem Laden. „Was zur Hölle sollte das grade eben? „Was meinst du?“ „Du hast dich mit ihm verabredet!“ „Ja, na und? Ich kann machen was ich will. Ich bin ein freier Mensch und kann daten wen ich will, verstanden?“ „Aber… Aber… Ich meine, wieso willst du dich verabreden, du hast doch mich!“ Im selben Moment, in dem ihm diese Wörter über die Lippen kamen, hatte er das dringende Bedürfnis, sich zu ertränken. Jetzt. Gleich. Sofort. Aber kein See, kein Fluss, nichtmal eine verdammte Pfütze in Reichweite. So blieb ihm also nur übrig zuzusehen, wie sich Katies hübsches Gesicht langsam rot färbte und ihre Augen gefährlich blitzten.

„Oliver Hamish Wood.“ ‚Ohoh, mein zweiter Name bedeutet nie was Gutes… Schon gar nicht die Worte: Du hast Recht, komm küss mich’ „Hör mir gut zu: du hast absolut kein Recht, dich so zu verhalten. Wir sind Freunde. Nicht zusammen. Hast du mich verstanden?“ schrie sie ihm entgegen, schnappte sich die Tüten, drehte sich um und lief zum Schloss zurück.
In diesem Moment begann es zu schneien. Oliver sah ihr nach, bis er vor lauter Schneeflocken nicht mehr erkennen konnte und erst dann machte er sich langsam auf den Weg zurück. Er ignorierte Fred ‚Oder George, ist mir doch egal wer von den beiden’ der nach ihm rief und stapfte weiter.

Im Schloss angekommen lief er zum Gryffindorturm, fauchte der Fetten Dame das Passwort zu, stürmte durch den Gemeinschaftsraum zu seinem Schlafsaal, den er sich mit Percy teilte, schmiss ihn raus, knallte sich auf’s Bett und starrte an die Decke. Er ignorierte Percys wütendes Klopfen, er ignorierte die Zwillinge, die ihn zum Abendessen mitnehmen wollten, er ignorierte alle. Irgendwann schlief er ein, nur um von Katie zu träumen, wie sie diesen Widerling küsste. Rasend vor Wut wachte er auf. Am Sonntagmorgen wachte er auf, schnappte sich seinen Besen, riss die Tür auf, stolperte über den schlafenden Percy, der es irgendwann aufgegeben hatte, an die Tür zu klopfen und rannte in den Schlafsaal der Zwillinge.

„Wenn ihr in 10 Minuten nicht unten auf dem Quidditchfeld seid, dürft ihr 5 Runden ums Feld in voller Montur rennen. Sagt allen Bescheid!“ bellte er. „Wirklich allen?“ fragte ein verschlafener Fred, dessen Haare in alle Richtungen von seinem Kopf abstanden. Er sah aus wie ein explodierender Feuerwerkskörper.
„Nein, Ms. Bell hat heute frei, sie darf ihr wichtiges Date nicht verpassen.“ Er sagte diese Worte nicht, er spuckte sie förmlich auf den Boden.
Manchmal wussten selbst die Zwillinge, wann es besser war den Mund zu halten und zu gehorchen und so trommelten sie alle zusammen.

Als sie Mannschaft wirklich innerhalb zehn Minuten unten auf dem Feld standen, konnten sie ihren Kapitän sehen, wie er so aggressiv und schnell um die Torringe kreiste, dass man teilweise nur noch einen Schemen erkannte.
Trotzdem war sieben Uhr morgens an einem Sonntag eindeutig nicht die richtige Zeit für ein Training, sodass, während Oliver ihnen die Spielzüge wütend entgegenschleuderte, Fred und George, auf Harrys Schulter gestützt, einschliefen und selbst Alicias Kopf ab und zu gegen Angelinas knallte. Das alles machte ihn nur noch wütender. ‚Wenn ich leiden muss, sollen wenigstens alle leiden’ das war zwar sonst nicht sein Stil, aber es würde schon niemandem auffallen, schließlich war er immer etwas rabiat, wenn es um Quidditch ging.

Als er sie endlich um elf Uhr entließ, war seine Wut verraucht und wich einer überwältigenden Traurigkeit. ‚Was hast du dir vorgemacht? Es war doch klar, dass ein Mädchen wie sie sich nicht in die verliebt… Gib es auf.’
Seine Teammitglieder warfen sich den ganzen Nachmittag besorgte Blicke zu, als sie beobachteten, wie er auf einem Sessel saß, sein geliebtes Buch über Puddlemere United verkehrt rum hielt und keine Seite umblätterte. Er saß nur da und starrte auf die Seiten.
Irgendwann warf er es mit einem frustrierten Aufschrei weg und verließ den Gemeinschaftsraum.

Nachdem er seinen ganzen Nachmittag vergeudet hatte, wollte er in die Bibliothek gehen um dort seinen Aufsatz für Verwandlung fertig zuschreiben. Auf dem Weg begegnete er Katie. Sein Herz stockte und er schaute an ihr vorbei und ging immer weiter. Als er glaubte, es nicht mehr aushalten zu können und sich zu ihr umdrehen zu müssen, hörte er es. Ein Wort. Es klang so unglaublich kläglich, es war leise, fast geflüstert und doch kam es bei ihm an. „Oliver…“ Er würde ihre Stimme immer hören, immer erkennen, selbst in einem vollen Stadion.
Stumm drehte er sich um und schaute sie an. Sie kam langsam auf ihn zu, den Blick fest auf ihn gerichtet, ihr Gesichtsausdruck gequält, ihre Augen glitzerten verdächtig.

„Es tut mir so Leid. Es tut mir so unglaublich Leid. Ich war so dumm. Der Nachmittag war katastrophal. Ich konnte mich keine Sekunde lang konzentrieren. Ich musste immer nur an dich denken. Es war ein Fehler, dich gestern so anzuschreien. Bitte verzeih mir.“
Sie ging langsam die letzten Schritte auf ihn zu und stellte sich vor ihn. Sie spürte seinen warmen Atem auf ihrer Haut, fühlte die Hitze, die von ihm ausging. „Der Tag ohne dich war schrecklich, ich hab mich noch nie so einsam gefühlt. Ich hab es versucht aber ich kann nicht ohne dich sein und ich will es auch ehrlich gesagt nicht. Ich will, dass du mir gehörst, dass ich das erste bin woran du denkst, wenn du aufwachst und das letzte, wenn du einschläfst.“

Sie zitterte in dem kalten Korridor und Oliver überwand die letzte Distanz die zwischen ihnen bestand, nahm sie ihn die Arme und flüsterte, kurz bevor er sie küsste: „Das bist du schon“
Als sich ihre Lippen trafen, war sein letzter klarer Gedanke, den er fassen konnte: ‚Bitterschokolade… Wie ich vermutet habe.“
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*räusper* ja das war er also, mein erster Oneshot. Faules Obst und andere nette Sachen bitte verbal ausdrücken, ja?
und nicht vergessen: Reviews!
glg
 
 
   
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