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Wenn doch nur alles so einfach wär
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von Zwiebelfisch    erstellt: 31.08.2007    letztes Update: 31.08.2007    Romanze / P6    (fertiggestellt) 14 Reviews

Disclaimer: Nix meins, alles entweder JKRs oder Matchbox Twentys. Have Fun
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All day
Staring at the ceiling
Making friends with shadows on my wall


Oliver Wood, Kapitän der gryffindor’schen Quidditchmannschaft lag auf seinem Bett, nachdem er seinen Zimmernachbarn Percy mal wieder unsanft rausgeschmissen hatte. Der Arme hatte immer am Meisten unter seinen Schlechte-Laune-Anfällen zu leiden. Und in letzter Zeit nehmen diese leider etwas überhand. Aber es war auch nicht verwunderlich, seine Situation war nun mal verdammt aussichtslos.

All night
Hearing voices telling me
That I should get some sleep
Because tomorrow might be good for something


Er schlief schlecht, lag die halbe Nacht wach und versuchte sich einzureden, dass er nur ein bisschen Schlaf brauchte, um wieder klar denken zu können, um eine Lösung zu finden. Die Tatsache, dass Percy fürchterlich schnarcht, macht die Sache mit dem Einschlafen auch nicht leichter. An den Abenden nach dem Quidditchtraining war an Schlaf meistens nicht mal ansatzweise zu denken. Einen ganzen Nachmittag lang seine Gefühle unter Kontrolle zu halten, sich nicht auf sie zu stürzen und zu Boden zu knutschen, wurde mit der Zeit immer schlimmer. Er wusste nicht einmal, was genau er an ihr so toll fand. Waren es ihre 1,70 Meter Sturheit, ihre vor Wut blitzenden Augen, wenn er wieder einmal ein Training im Morgengrauen angeordnet hatte, ihre Lippen, die zu einem schmalen Strich zusammengekniffen waren, wenn er sie anschrie, dass sie zu spät war?

Hold on
I'm feeling like I'm headed for a
Breakdown
I don't know why


Er wusste nicht, warum er besonders streng zu ihr war. Vielleicht um seine Gefühle besser unter Kontrolle zu bekommen? Damit er nicht schwach wurde, wenn sie ihn anlächelte oder freundschaftlich umarmte. Oder mit ihm auf dem Weihnachtsball tanzte? Eine seiner schönsten Erinnerungen an sie war, als er sie vor Freude umarmt und rumgewirbelt hatte, als sie ein wichtiges Spiel gegen Slytherin gewonnen hatten und sie ihn so strahlend angelächelt hatte, dass sein Herz mehrere Schläge ausgesetzt hatte.

I'm not crazy, I'm just a little unwell
I know, right now you can't tell
But stay awhile and maybe then you'll see
A different side of me


Nein, eigentlich war er nicht verrückt oder so. nur über beide Ohren verliebt. Und das seit mindestens 2 Jahren. In seine Jägerin. Baby Bell oder Kats, wie er sie nannte, wenn er gute Laune hatte. Es wäre ja zu einfach gewesen, wenn er sie einfach um ein Date hätte fragen können. Aber nein, sie musste ja unbedingt in seinem Team spielen, zwei Jahre jünger als er sein und er musste sich wirklich unbedingt fast jedes Mal total unausstehlich verhalten, wenn sie in seiner Nähe war.

I'm not crazy, I'm just a little impaired
I know, right now you don't care
But soon enough you're gonna think of me
And how I used to be


Und das beeinträchtige alles. Er konnte sie nicht fragen. Außerdem, warum sollte sie mit ihm ausgehen? Oder ihn mögen? Nein, das alles hatte er sich gründlich versaut. Und wie würde es aussehen, wenn er auf einmal total nett und freundlich und zuvorkommend war. Da könnte er ja gleich jedem erzählen, dass er in sie verliebt war. Hätte den gleichen Effekt.
Vielleicht, wenn er es langsam angehen ließ? Dann würde es nicht so auffallen und sie würde eventuell beginnen ihn zu mögen. Ja, das war ein verdammt guter Plan fand er.

Me
Talking to myself in public
Dodging glances on the train
I know
I know they've all been talking 'bout me
I can hear them whisper
And it makes me think there must be something wrong
With me


Zusätzlich zu seinen Schlechte-Laune-Anfällen hatte er leider auch damit begonnen, Selbstgespräche zu führen. Im Korridor. Vor allen anderen. Und auch das musste schleunigst aufhören. Jedes Mal wenn er im Gemeinschaftsraum saß, fühlte er die besorgte Blicke seiner Teamkollege auf sich ruhen und ab und zu bemerkte er, dass sie sich leise über ihn unterhielten, aber schnell das Thema wechselten, wenn er auf sie zukam. Er wusste, es war seltsam was er machte, mehr als seltsam. Aber es steckte ja auch keiner von ihnen in so einer beschi… bescheidenen Lage.

Out of all the hours thinking
Somehow
I've lost my mind
I'm not crazy, I'm just a little unwell
I know, right now you can't tell
But stay awhile and maybe then you'll see
A different side of me


Jetzt musste er sich wirklich zusammen reissen. Am Ende verloren sie noch den Respekt vor ihm und das war für einen Kapitän mehr als schädlich. Als er diesen Gedanken zu ende gedacht hatte, musste er laut lachen. Respekt? Welcher Respekt? Das waren seine Freunde, nicht seine Untergebenen. Leicht grinste er, als er an die Weasley-Zwillinge dachte, die ihn immer mit „Oh Captain, my captain“ begrüssten und sich dabei verbeugten.

And how I used to be
I been talking in my sleep
Pretty soon they'll come to get me
Yeah, they're taking me away


Und er musste auch an Percy denken und was er ihm alle zumutete. Schlechte Laune, sinnloses Rumgemeckere und plötzliche zerstörerische Wutanfälle. Nicht zu vergessen, dass er ihn regelmäßig rausschmiss. Aber er beschwerte sich kaum, sondern ließ alles über ihn ergehen. Gestern hatte er ihm mitgeteilt, dass er im Schlaf redet. Er hoffte inständig, dass er nicht ihren Namen erwähnt hatte. War ja alles schon auch so schlimm genug.

Es klopft an der Tür. Er stand auf und streckte sich, ließ die Knochen knacken. Hätte ihn jemand beobachtet, hätte er gesehen, dass sein T-Shirt hochgerutscht war und man einen tollen Blick auf seine Bauchmuskeln hatte. Er zupfte sich seine Klamotten zurecht, strich sich kurz durch die Haare und ging zur Tür. ‚Das ist bestimmt Percy, der endlich wieder in sein Zimmer will’ dachte er und öffnete die Tür.

Vor ihm stand nicht Percy. Auch nicht die Weasley-Zwillinge, bereit ihn wieder in den Wahnsinn zu treiben. Nein, viel schlimmer. Vor ihm stand der Traum seiner schlaflosen Nächte, diejenige die ihm soviel Kopfzerbrechen bereitete. Und sie sah sehr, sehr wütend aus. „Oliver Hamish Wood“ fauchte sie. Er schluckt. „Ähm ja, das bin dann wohl ich?“ „Wie blöd kann man eigentlich sein?“ „Was genau hab ich eigentlich getan?“ „Sei still und hör mir zu.“ „Okay“ sagte er kleinlaut. Bei jedem Wort piekte sie ihren Zeigefinger auf seine Brust und zwang ihn einen Schritt zurückzugehen. „Ich geb mir wirklich große Mühe. Ich bin nett, ich bin freundlich, ich beschwere mich nicht, wenn du wieder eins deiner UNMÖGLICHEN Morgengrauentrainings anordnest, ich ignoriere die Tatsache, dass du zu jedem einigermaßen freundlich bist nur zu mir nicht und ignoriere deine Stimmungsschwankungen aber jetzt reicht es mir endgültig.“

Bei ihrem letzten Wort stieß er mit den Beinen an sein Bett und fiel rückwärts drauf. Wie ein Racheengel stand sie vor ihm aufgebaut und schaute finster auf ihn runter. „Ich weiß, dass du mich magst, also will ich jetzt gefälligst ein Date mit dir oder wenigstens einen Kuss oder du hast eine Jägerin weniger.“ Den letzten Teil schrie sie förmlich. Er konnte sich nicht mehr beherrschen und fing unkontrolliert an zu grinsen. „Na, wenn das so ist… Das kann ich ja nun wirklich nicht riskieren.“ Antwortete er ihr und zog sie zu sich auf’s Bett.
Percy, der an der Tür stand und eigentlich in sein Zimmer wollte, schloss vorsichtig die Tür, ging runter zum Gemeinschaftsraum und sagte trocken zu den Zwillingen: „Jungs, ich glaub euer Quidditchtraining fällt heute aus…“
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So ich hoffe es hat euch gefallen wenn ja lasst mir en kleine Review da okay?
glg
 
 
   
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