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"Die Liste"
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| von Zwiebelfisch erstellt: 22.09.2007 letztes Update: 22.09.2007 Humor / P12 (fertiggestellt) | 6 Reviews |
Heyho hier bin ich mal wieder^^
Das ist eine Geschichte, die ich für meinen besten Freund zum Geburtstag geschrieben hab, dementsprechnd ist sie ihm natürlich auch gewidmet... also Telefonhilfe, nochmal alles Gute zum Geburtstag
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Zack! Und wieder einer weniger. Es wäre doch gelacht, wenn er sie nicht alle aus dem Weg räumen könnte. Er würde es persönlich nicht als falsch oder ungesetzlich bezeichnen, was er hier tat. Eher ein Weg sein „Eigentum“ zu schützen. Und nichts würde ihn davon abhalten können, es auch weiterhin zu tun. Die paar verbotenen Flüche, hier und da, ein wohl gezielter „Imperius“ konnte ja nicht schaden, oder? Niemand wurde getötet oder hatte einen Schaden davon. Die paar gesprochenen Worte, ab und zu ein gelöschtes Gedächtnis oder ein bisschen Einschüchterungstaktik, was war schon groß dabei? Schaden konnte man das nicht nennen. Vielleicht eine Lektion oder einen etwas anderen Weg seinen Standpunkt deutlich zu machen....
Zufrieden ging er durch die leeren, dunklen Gänge zurück zum warmen Gemeinschaftsraum. Dort warteten bestimmt schon seine Freunde... und Sie! Ein wohliger Schauer durchlief ihn und ein glückliches Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, wenn er an Sie dachte. Ihre langen, blonden Haare, die im Schein des Feuers golden leuchten und die hellgrünen Augen mit den schwarzen Pünktchen, die aufblitzen, wenn Sie ihn sah. Etwas beunruhigt fragte er sich, was Sie wohl denken würde, wenn Sie wüsste was er, was sie hier taten. Aber Sie würde es nie herausbekommen und er und seine Freunde sorgten dafür, dass es ihr niemand erzählen könnte oder würde.
Die Liste, die er aus seiner Tasche holte, war lang, sehr lang. Dort standen viele, viele Namen, alle männlich und alle bekannt als die bestaussehendsten und intelligentesten von ganz Hogwarts. Einige waren bereits durchgestrichen, hinter anderen stand ein Fragezeichen und drei waren mit Ausrufezeichen versehen. Um die durchgestrichenen hatte er sich schon gekümmert, bei denen mit Fragezeichnen musste er noch genau prüfen, ob sie ihm gefährlich werden könnten und die mit Ausrufezeichen waren am dringendsten und mussten möglichst bald erledigt werden. Sollte er sie selbst in die Hand nehmen oder lies er es die Zwillinge machen? In letzter Zeit war er sehr beschäftigt gewesen und sie warteten darauf, auch mal wieder einen „Auftrag“ zu bekommen. Auch Alicia und Angelina waren eindeutig unterfordert gewesen. Das konnte er schnell ändern. Sobald er zurück sein würde, würde er sich an den kleinen Tisch neben der großen Couch, auf der bestimmt schon die beiden Mädchen und Sie sitzen und quatschen würden, setzen, und die Liste durcharbeiten. Ihr würde es nicht auffallen, Sie würde denken, es wäre ein Quidditchspiel, das er zum 100. Mal überarbeiten würde. Aber Sie irrten sich. Es würde die Liste sein...
Als er durch das Portraitloch kletterte, ergriff ihn auf einmal die Erregung, die ihn regelmäßig befiel, wenn er daran zurückdachte, was er getan hatte. Es war... aufregend... kreativ... eine Art Sport... eine Ablenkung... er tat es fast so gerne wie Quidditch... er wetteiferte mit seinen Mitstreitern, wer schneller, effizienter, einfallsreicher und unbemerkter als die Anderen war. Jeder hatte seine Stärken und zusammen würden sie ein Team sein, das Angst und Schrecken verbreiten würde, aber sie wollten unerkannt und heimlich arbeiten, nicht auszudenken, was passieren würde, wenn jemand sie erwischt. Hauspunkteabzug, Teamverweis, ihn würde es seinen Platz als Captain kosten, eventuell sogar ein Schulverweis. Man könne doch nicht einfach Schüler mit Zaubersprüchen belegen und einschüchtern... Oh doch, man konnte! Er kann das und er würde es weiter tun. Ihn würden sämtliche Verweise und Ausschlüsse nicht stören, er wäre nur traurig, wenn Sie ihn deswegen verachten würde, jedoch tat er nur, was ein Mann nun mal tat, um seine Freundin vor lästigen Verehrern zu schützen.
Katies Augen leuchteten wie immer auf, als sie ihren Freund durch das Portraitloch klettern sah. Sie wunderte sich nicht, dass er wieder mal für eine halbe Stunde verschwunden war, sie nahm an, dass er trotz Dunkelheit runter zum Quidditchfeld gegangen war, um noch zu trainieren. Zusammen mit Angelina und Alicia saß sie auf dem kuschligen, alten Sofa vor dem Kamin und schwatze mit den Beiden. Die Drei waren schon immer beste Freundinnen gewesen, in der gleichen Straße aufgewachsen und schließlich im selben Haus in Hogwarts gelandet, wo sie die Zwillinge und Oliver kennen lernten. Katie war von Anfang an von ihm fasziniert gewesen, es hatte aber lange gedauert, bis sie und der stille, intelligente, zurückgezogene Junge sich näher gekommen waren. Sie wusste ihn sehr zu schätzen, er war ein offener und ehrlicher Freund und würde ihr nie etwas verschweigen oder verheimlichen, genau wie ihre besten Freunde.
Er begrüßte sie mit einem Kuss, zog sich aber gleich darauf mit der Entschuldigung, dass er nochmal ein Quidditchspiel überdenken muss, zurück. Als er die Liste aus der Tasche gezogen hatte, überkam ihn ein zufriedenes Gefühl, wie immer in dem Moment, in dem er wieder einen Namen durchstreichen konnte. Während alle dachten, er wäre in das Spiel vertieft, schrieb er Pläne und Tabellen, um für die nächsten Tage Aufgaben und „Opfer“ zu verteilen. Einige wollte er aber unbedingt selbst übernehmen. Nachdem alles fertig war, sprach er leise einen Zauberspruch, der das Pergament vervielfältigte und unter die Kopfkissen der Empfänger legte und sagte Allen Gute Nacht. Kurz vorm Einschlafen überdachte er noch einmal seine heutige Aufgabe und wie er sie erfüllt hatte. Man konnte schon sagen, dass er stolz war...
*Flashback*
Draco Malfoy war gelangweilt. So gelangweilt, wie man in einer Stunde Geschichte der Zauberei nur sein konnte. Während der Geist, der sich Lehrer schimpfte, vorne vor der Tafel irgendetwas über die Gnomenaufstände im 13. Jahrhundert faselte, schweiften seine Gedanken und seine Blicke hinüber zu Katie Bell, die genauso gelangweilt wie er aus dem Fenster blickte und verträumt vor sich hin starrte. Er würde es niemals zugeben, nicht mal unter Folter, dass er sich für die hübsche Gryffindor interessierte. Hätte er bemerkt, dass er von den Weasley-Zwillingen beobachtet wurde, die schräg hinter ihm saßen, hätte er sich nicht mehr gelangweilt. Nein, er hätte gezittert, so wie er es später an diesem Tag noch tun sollte...
Nachdem die Stunde vorbei war, wollte er schnell das Klassenzimmer verlassen, wurde aber von zwei rothaarigen Brüdern umgerannt, so dass er auf dem Hintern landete und lautstark schimpfte. Er war ein Malfoy, es gehörte sich nicht, ihn umzurennen und dann sich nicht mal auf Knien zu entschuldigen. Das einzige was sie taten, war sich umzudrehen und hämisch zu grinsen. Das würden sie noch bereuen, dachte er, ich werde gleich nach dem Abendessen Crabbe und Goyle vorbeischicken. Galant erhob er sich und schickte einige böse Blicke in die Richtung der Leute, die es sich wagten, zu lachen. Begleitet von seinem Gefolge, schlenderte er in die Große Halle zum Abendessen. Am Gryffindortisch konnte man die Zwillinge sehen, wie sie mit ihrem Teamcaptain redeten. Dieser schickte ihm einen bitterbösen Blick, gefolgt von dem gleichen hämischen Grinsen, mit dem ihn schon die beiden rothaarigen Katastrophen bedacht hatten.
Es sollte das letzte Abendessen sein, das er ohne Angstzustände genießen konnte. Als auch das letzte bisschen Essen vom Tisch verschwunden war, stand er auf und verlies die Halle. Er schlug den Weg Richtung Kerker ein, so wie jeden Abend. Im letzten Korridor vor seinem Gemeinschaftsraum ging auf einmal eine Tür zu einem verlassenen Klassenzimmer auf. In der Erwartung Snape, seinen Patenonkel zu sehen, entspannte er sich und lies seinen Zauberstab wo er war, nämlich lässig-elegant in der hinteren Tasche seiner Designerjeans, so wie er es bei Potter gesehen hatte. Umso entsetzter war er, als ihn auf einmal Oliver Wood hart am Arm packte und in den Raum zerrte, ihn mit einem Beinklammerfluch belegte und den Raum magisch verschloss.
„Was willst du? Lass mich sofort frei oder ich erzähl alles meinem Vater.“ kreischte Malfoy, als er am Boden lag und Oliver lässig gegen den alten Lehrertisch lehnte und mit seinem Zauberstab spielte. „Na, Draco, wie war heute Geschichte der Zauberei? War’s schön?“ „Schön langweilig meinst du wohl. Was willst du von mir?“ fragte er irritiert. „Ich will wissen, was du in der Stunde gemacht hast. In allen Einzelheiten.“ „Bist du noch ganz dicht? Warum willst du das wissen? Hilfe, ein Verrückter hält mich fest, so hilf mir doch jemand!“ schrie er wieder los und Oliver musste einen Schockzauber auf ihn loslassen, damit er nicht das ganze Schloss zusammen rief. Nachdem sich Malfoy erholt hatte, begann er zu erzählen. „Ich hab mit Blaise Schach gespielt, dann ca. eine halbe Stunde geschlafen und anschließend aus dem Fenster geschaut.“ sprudelte es aus ihm heraus. „Soso, du hast also aus dem Fenster geschaut? Bist du dir da sicher?“ Er wurde rot. Es konnte doch keiner wissen, dass er... Bell beobachtet hatte, oder? Oder? Anscheinend wusste es doch jemand - Wood. Und der stand im Moment bedrohlich über ihm, also schien es ihm am taktisch klügsten die Wahrheit zu sagen.
„Na gut, ich hab Katie Bell beobachtet, jetzt zufrieden?“ Er schaute ängstlich hoch und was er sah, lies in zittern. Wood schien total auszurasten und er konnte die Wut förmlich in seinen Augen brennen sehen. Er ahnte, dass er nicht unbedingt heil aus der Sache herauskommen würde. In den folgenden zehn Minuten konnte man, wäre man zufällig an dem Klassenzimmer vorbeigekommen, die Geräusche von präzise ausgeführten Zaubersprüchen hören. Als sich Oliver schließlich abreagiert hatte, sah Malfoy aus, als hätte er die schlimmsten zehn Minuten seines Lebens erlebt. Seine Kleidung war zerfetzt, seine Augen weit aufgerissen und er nickte zu allem was Oliver sagte nur noch panisch.
„Ich erwarte, dass du dich von Katie fernhältst und ihr nicht näher kommst als fünf Meter. Außerdem wirst du niemandem erzählen, was heute geschehen ist, sonst erzähle ich jedem, dass du heimlich Schwulen-Pornohefte anschaust.“ Malfoy lief dunkelrot an und nickte noch heftiger. „Achja, noch eins zum Abschluss...“ er murmelte einen Zauberspruch und verlies den Raum. Als Draco seine Haare anschaute, quiekte er völlig entsetzt auf, ein Quieken, das nur jemand los lies, dessen schlimmste Alpträume gerade wahr geworden sind: „Rosa!!!“
*Flashback Ende*
Oliver seufzte zufrieden. Einige Zaubersprüche hatten wunderbar miteinander harmoniert und großartige Effekte erzeugt. Der kleine Malfoy hatte nur noch gezittert. Er lachte leise, drehte sich um und schlief zufrieden ein.
Am nächsten Morgen suchte er Neville auf. Angelina und Alicia hatten zufällig entdeckt, dass er außerhalb des Zaubertrankunterrichts und außerhalb Snapes Reichweite ein echtes Talent für Zaubertränke hatte und so kam es, dass er immer wieder bestimmte Tränke für sie braute. Er verriet niemandem, welche Tränke sie benötigten und sie erzählten niemandem, dass er verbotenerweise in der Besenkammer Tränke braute. Zum Glück stand er bis jetzt noch nicht auf der Liste, sonst wäre er in einem ernsthaften Gewissenskonflikt gekommen. Aber Neville war ein schüchterner, stiller Junge, er konnte sich nicht vorstellen, dass dieser sich für Katie interessieren sollte. Der Trank, den er schnell in seine Tasche steckte, war noch nicht getestet worden, es war eine Neuentwicklung von Angelina, die sich um Cedric Diggory kümmern wollte, obwohl er ihn gerne selbst erledigt hätte. Da sie jedoch bald Geburtstag hatte, dufte sie sich jemanden aussuchen.
Manchmal wunderte er sich ernsthaft, warum Katie bis jetzt noch nichts gemerkt hatte. Denn sie war absolut nicht dumm und sehr feinfühlig, was die Stimmungen und Gefühle ihre Freunde und vor allem ihres Freundes betraf. Sie war die erste, die gemerkt hatte, dass Angelina an extremem Liebeskummer litt, nachdem Cedric sie verlassen hatte. Gleich nachdem sie den Gemeinschaftsraum betreten hatte, wusste sie was los war. Hoffentlich blieben sie auch weiterhin so erfolgreich und vor allem so unerkannt. Niemand wusste, wie lange es noch dauern würde, bis die Liste abgearbeitet war, bis jeder Name durchgestrichen war und vor allem bis keine neuen Namen mehr dazukamen. Er war wirklich gespannt, was der Trank bei Diggory ausrichten würde...
Später am Vormittag, als er mit seinen Freunden und Katie zum Zauberkunstunterricht ging, kam ihnen Diggory entgegen. Er grüßte ihn wie immer und verhielt sich auch sonst ganz normal. Bis sein Blick auf Katie fiel... Sein Mund öffnete sich, seine Augen wurden immer größer. Auf einmal entwich ihm ein lauter Schrei des Entsetzens und er rannte davon, als wären Dementoren hinter ihm her. Katie schaute ihn verwundert an, hatte zum Glück jedoch nicht realisiert, dass er wegen ihr wegrannte. Einen kurzen Moment war er sehr verwundert, doch dann fiel ihm der Trank ein, den er heute Morgen Angelina gegeben hatte. Heimlich warf er ihr einen bewundernden Blick zu und sie grinste zufrieden vor sich hin.
In den nächsten Wochen verspürten einige arme Seelen das dringende Bedürfnis, schreiend wegzulaufen sobald sie Katie Bell sahen. Der Trank wurde aber soweit abgeschwächt, dass sie zwar das Bedürfnis hatten, es aber nicht taten und sich somit nur von ihr fernhielten. Das alles waren Angelina und Alicias Opfer. Diejenigen, die den Zwillingen überlassen wurden, waren weitaus ärmer dran, denn jedes Mal, wenn sie sich ihr auch nur auf 10 Meter Entfernung nährten, wurden sie unfreiwillige Tester von Weasleys zauberhaften Zauberscherzen™. Zauberhaft waren diese leider nur in den seltensten Fällen. Justin Fin-Fletchley litt seit zwei Wochen unter immer wiederkehrenden Schluckaufanfällen, wenn er Katie erblickte, Ernie McMillian bekam heftiges Nasenbluten und Blaise Zabini fiel regelmäßig in Ohnmacht. Und immer wieder konnte man stolz blickende Rothaarige sehen, die sich im Geiste die Hände rieben.
Oliver bevorzugte immer noch die direkte Variante, er fand, wenn man jemanden schon zur Ordnung rufen musste, dann sollte man das persönlich machen. Niemals würde er zugeben, dass es ihm Spaß machte und dass er das Gefühl hatte, Katies Ehre zu verteidigen, die zwar in keinster Weise gefährdet war aber da schien wohl der Höhlenmenschtrieb zu sein, der ab und zu durchkam. Auch wenn es ihn an manchen Tagen Spaß machte, so würde er an manchen Tagen am Liebsten damit aufhören, aber sie hatten sich geschworen erst dann aufzuhören, wenn alle „beseitigt“ waren. Zum Glück würde es nicht mehr lange dauern, die letzten Paar waren für die Mädchen und Fred und George. Nur den einen würde er sich noch persönlich vornehmen. Sein Plan war simpel, aber genial. Snape würde leiden....
In der Nacht schlich er lautlos durch die zugigen Korridore. Je näher er den Kerkern kam, desto kälter wurde es und er musste mehrmals hinter eine der großen, steinernen Statuen flüchten, die ihn neugierig fragten, was genau er um diese Uhrzeit hier machte, denn sonst hätte ihn Mrs. Norris oder sogar Filch erwischt und das wollte er um jeden Preis vermeiden. Er konnte sich Schöneres vorstellen, als mit einer Zahnbürste die Treppen zu putzen.
Vor Snapes Tür konnte er seinen Atem als kleine Wölkchen sehen, so kalt war es mittlerweile geworden. Mit äußerster Vorsicht drehte er den Türknauf und war völlig überrascht als die Tür sich einfach öffnete. Snape schien wohl so von seiner Aura der Angst überzeugt zu sein, dass er seine Gemächer nicht abschloss. Oliver schüttelte den Kopf über soviel Arroganz. Leise betrat er den Raum und konnte schon von weitem das laute Schnarchen seines Zaubertranklehrers hören. Er schlich weiter, bis er schließlich genau vor der Tür des Schlafzimmers stand. Von hier aus hörte sich das an, wie ein Ungarischer Hornschwanz mit Schnupfen.
Auch diese Tür war nicht verschlossen. Fast schon enttäuschend, wie leicht es diesmal werden würde. Er betrat den Raum und zog seinen Zauberstab hervor. Fast lautlos flüsterte er diverse Verschönerungssprüche über Snape. Sein Haar war nicht mehr fettig, sondern glänzte gesund, seine Augenbrauen waren nicht mehr fast zusammengewachsen, sondern formten zwei ordentliche Bögen und sein gesamtes Gesicht verlor die fahle Farbe, die man bekam, wenn man wochenlang nicht das Sonnenlicht sah. Auch sein Schrank bekam eine Generalüberholung und enthielt nun lauter modische Roben anstatt den alten gruseligen schwarzen. Schnell sprach er noch einen Zauberspruch, der verhindern würde, dass der Professor alles in seinen üblichen Zustand hexen würde und verschwand genauso lautlos wie er gekommen war.
Als er gehört hatte, dass auch Snape Katie öfter und vor allem länger ansah als nötig, waren bei ihm diverse Sicherungen raus gesprungen. Himmelherrgott er war ein verdammter Lehrer, der sollte keinen unschuldigen Schülerinnen nachgaffen!! Oliver zerbrach sich den Kopf, wie er seinem verhassten Professor möglichst eine Lektion erteilen oder ihn zumindest davon abhalten konnte, weiterhin seine Freundin anzuhimmeln. Seine Haare hatten ihn auf die zündende Idee gebracht. Das Licht der Kerzen spiegelte sich auf den fettigen Strähnen wieder und plötzlich dachte er, dass Snape bestimmt der Schwarm aller Schülerinnen werden würde, wenn er sich denn mal die Haare waschen und die Augenbrauen zupfen würde.
Manche Leute musste man halt zu ihrem Glück zwingen! In der Bibliothek suchte er sich die passenden Sprüche heraus und schlich sich nachts heimlich aus dem Gemeinschaftsraum und machte sich auf den Weg in die Kerker...
Nach getaner Arbeit legte er sich mal wieder sehr zufrieden in sein Bett und schlief wenig später ein und freute sich auf den nächsten Morgen.
Die gesamte Große Halle hielt den Atem an, als Snape sie betrat. Sämtliche Köpfe flogen herum und alle starrten ihn an. Mit sichtlich schlechter Laune stapfte er zum Lehrertisch und begann sein Frühstück runterzuschlingen, so als hätte es ihn persönlich zutiefst beleidigt. Oliver konnte nicht anders, er grinste das ganze Frühstück über und freute sich, dass sein Plan so ausgezeichnet funktionierte.
Den ganzen Tag konnte man Schülerinnen beobachten und belauschen, die wie im Flur rumstanden und über Snape und sein gutes Aussehen diskutierten und tratschten.
Erleichtert stand er abends am See und beobachtete den Kraken, der gemütlich seine Runden drehte. Er betrachtete all die durchgestrichenen Namen, die Häkchen, die Ausrufe- und Fragezeichen. Die liste war vorüber, beendet, Geschichte, passé, alle Namen durchgestrichen, keine neuen waren dazugekommen. Für’s erste konnte er sich entspannt zurücklehnen und sein Leben und Katie genießen. Sie hatte von allem nichts mitbekommen und seine Freunde hatten ihn auf ihre Art und Weise unterstützt. Er zerriss das Pergament in kleine Stückchen und warf sie in die Luft. Noch lange sah er zu, wie der Wind sie erfasste, weit raus auf den See trieb und wie sie schließlich elegant Richtung Wasseroberfläche trudelten. All was well...
Liebes Tagebuch
Ich weiß, nur total fantasielose Menschen nennen ihr Tagebuch „liebes Tagebuch“ aber ich möchte mir keine andere Bezeichnung für dich einfallen lassen. Heute Morgen kam Professor Snape total verändert zum Frühstück. Er sah viel besser aus als sonst, richtig aufpoliert. Ich nehme mal an, auch da hatte Oliver seine Finger im Spiel, in letzter Zeit hatte ich öfters das Gefühl, dass Snape mich anstarrt. Es ist immer wieder niedlich meine Freunde zu beobachten, wie sie Pläne schmieden, Triumphe feiern und zweite Versuche starten. Und alle denken, sie verstecken sich ausgezeichnet vor mir und ich wäre wirklich so dumm und merke nichts. Aber ich bin nur blond, nicht auch noch blöd. Und ich kenne Oliver wahrscheinlich besser als jeder Andere, ich merke, wenn er etwas vorhat. Vom Fenster der Bibliothek konnte ich sehen, wie er „die Liste“ zerrissen und in den See geschmissen hat. Ich hoffe, jetzt ist erstmal Ruhe mit den Racheaktionen, langsam wird es unangenehm, dass so viele Jungs mir nicht mehr ins Gesicht sehen können.
Du fragst dich, was ich eigentlich in der Bibliothek mache? Ich suche. Ich suche nach Zaubersprüchen um meine eigene „Liste“ zu verkleinern. Langsam wird Olivers kleiner Fanclub etwas zu groß und ich kann nicht zusehen, wie sie sich ihre hässlichen Finger nach ihm lecken und schmachtende Blicke aufsetzen wenn er vorbeikommt. Er ist meins. Und wird es auch immer bleiben...
In Liebe Katie
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Und das war's auch schon wieder für heute^^ Ich hoffe es hat euch gefallen, lasst mir bitte ein Review da!
Wenn ihr Lust habt, klickt einfach mal auf mein Profil und schaut euch die andere Katie*Oliver Stories an^^
lg
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