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Was zur Hölle...?
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von Zwiebelfisch    erstellt: 05.10.2007    letztes Update: 31.12.2007    Humor / P12 Slash    (fertiggestellt) 266 Reviews

Manchmal ist man beim Lesen echt verwundert, was genau dort eigentlich zusammengeschrieben wurde. Und manchmal ist man einfach so begeistert, dass man die Story unbedingt würdigen möchte. Ich möchte mit dieser FanFiktion auf keinen Fall irgendjemanden beleidigen oder demütigen, ich fand die Idee einfach zu gut um sie in den hinteren Schubladen meines Gehirns verstauben zu lassen. Lieber Autoren, wenn ihr Fragmente eurer eigenen Geschichten hier drinnen wiederfindet, fühlt euch nicht gekränkt, ich will euch nicht schlecht machen. Geschichten die mir nicht gefallen lese ich nicht, also fühlt euch eher geehrt. Für alle anderen: wenn ihr neugierig geworden seid, schaut einfach mal in meine favourisierten Geschichten^^

Disclaimer: Personen und Schauplätze des Harry Potter Universums gehören nur der reichsten Frau von England. Aber die Idee ist meine!^^
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„AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH“ Ein lang gezogener, schriller Schrei hallte durch das noch schlafende Hogwarts. Rums! Zack! Dong! Schepper! „Aua“ „Verdammt!“ „Mist, was soll das?“ „Hey, wisst ihr, wie spät es ist?“ „Wer hat hier geschrieen?“ Solche und ähnliche Gespräche konnte man in jedem Schlafsaal hören. Woher war der gruselige Schrei gekommen und vor allem, warum wurde er ausgestoßen? Selbst die Geister irrten verwundert über die Flure und wechselten sorgenvolle Blicke.

Im Schlafsaal der Gryffindorjungen tobte mittlerweile eine sehr wütende Hermine. Ron, der bis gerade eben friedlich geschlafen hatte und nun absolut nicht wusste, was um ihn herum geschah, sah sie verständnislos an und Harry vergrub sein Gesicht unter seiner Bettdecke, was ihm nichts nützte, da Hermine sie ihm im nächsten Moment wegriss. „Harry, wie heißt du, lebst du in einer Beziehung, wer ist dein bester Freund, bist du ein normaler Mensch?“ schrie sie ihm aufgebracht entgegen. Harrys Kiefer machte Bekanntschaft mit seiner Bettdecke. „Mine, ist mit dir alles in Ordnung? Ich meine, geht’s dir gut?“ „Guck nicht so blöd und beantworte meine Fragen!“ „Ähm, ich heiße Harry Potter, nein ich bin solo, Ron natürlich und ja, ich bin ein normaler Mensch. Gut ich hab den Dunklen Lord getötet aber ansonsten bin ich völlig normal. Sagst du mir jetzt bitte was du eigentlich von mir willst?“

Aber Hermine hörte ihm gar nicht mehr zu. Sie war inzwischen zu Ron gerannt und stellte ihm dieselben Fragen. Ron antwortete brav und Hermine war inzwischen etwas ruhiger geworden. „Du bist also nicht mit Blaise Zabini zusammen oder mit Luna?“ „WAS? Nein natürlich nicht!“ „Gut, gut, das ist sehr gut. Und du Harry? Keine Beziehung mit Draco Malfoy oder Fred? Du bist kein Werwolf und kein verängstigter, misshandelter Teenager, der seine Wut und Trauer nur durch sexuelle Abenteuer ausdrücken kann?“ Harry Kiefer krachte ein zweites Mal auf die Bettdecke. „HERMINE! Nein, ich bin’s Harry, ich bin normal! Du kennst mich, du bist meine beste Freundin. Was zur Hölle ist los mit dir?“ Inzwischen war er mehr als nur verwundert, er wollte endlich wissen was zur Hölle hier eigentlich los war. Draco Malfoy? Beziehung? Fred? Nein?! ‚Tzz... Soweit kommt’s noch, dass ich mit dem Frettchen eine Beziehung eingehe, ich glaub’s ja wohl nicht, ich steh auf Mädchen verdammt nochmal!’


Hermine hatte sich in der Zwischenzeit etwas beruhigt und nachdem sie dreimal tief durchgeatmet hatte, konnte sie sogar die Fragen beantworten, mit denen sie Ron und Harry mittlerweile bestürmten. „Hast du so geschrieen?“ „Was sollen die ganzen Fragen? Ist alles okay?“ „Wie kommst du auf solche seltsamen Vermutungen?“
Sie lies sich geschafft auf Rons Bett fallen. „Gott, wenn ihr wüsstet... Ich dachte ich dreh durch als ich das alles gelesen habe.“ Harry hatte die Nase voll. Er sprang auf, packte Hermine leicht an den Schultern und schüttelte sie. „Erde an Hermine. Antworten. Jetzt. Auf unsere Fragen. Bitte!“ Sie schaute etwas erschrocken, denn normalerweise war Harry nicht so explosiv. „Ist ja schon gut, ich erzähl ja schon.“ Sie holte tief Luft und begann:“ Als ich heute morgen den Tagespropheten bekommen hatte...“ Gekonnte ignorierte sie das genervte Gestöhn von Ron und Harry, sie wusste, die beiden hassten diese Zeitung mit einer Inbrunst, die immer wieder erstaunlich war. „... las ich, dass es im Mugelinternet eine Seite gibt, auf der Geschichten über uns geschrieben werden.

Ron schaute verständnislos drein, er verstand nicht, was seine sonst so kluge und besonnene Freundin so aufregte. „Na und? Es erzählt sich jeder Geschichten über Harry und seit letztem Sommer auch über uns, das ist doch nichts Neues.“ Doch ein Blick in Hermines aufgebrachtes Gesicht lies ihn schleunigst wieder verstummen. Nachdem sie einen mörderischen Blick Richtung Ron geschickt hatte, erzählte sie weiter. „Du hast Recht Ron, es ist an sich nichts Schlimmes.... Aber ihr müsstet lesen was genau sie schreiben. Das ist alles erfunden. Erlogen. Ausgeburten von von uns besessenen Gehirnen. Ihr wisst, dass wir hier in Hogwarts Internet haben, ahnt ihr denn nicht die Katastrophe, die auf uns zukommt? Unser Ruf wird ruiniert sein, alle werden mit dem Finger auf uns zeigen, sie werden uns auslachen!“

Die beiden sonst so pfiffigen Gryffindors schienen immer noch nicht so recht den Ernst der Lage begriffen zu haben. Da beschloss Hermine zum Äußersten zu gehen und holte einen Stapel Papier aus ihrer Umhangtasche hervor. Mit steinerner Miene reichte sie die Blätter den Beiden. „Hier. Lest.“ Das Papier wurde ihr förmlich aus der Hand gerissen. Nach ca. 2 Minuten keuchte Harry entsetzt auf. Auch Ron wurde von Minute zu Minute bleicher. Schließlich stand der-Junge-der-zu-seinem-eigenen-Entsetzten-noch-lebt auf, marschierte schnurstracks zum Schrank, öffnete die Tür und kroch hinein. „Ähm... Harry? Was genau machst du da eigentlich?“ Keine Antwort. „Harry?“ versuchte es jetzt auch Ron, der zwar bleich, aber weitaus gefasster als sein bester Freund aussah. „Komm schon, so schlimm wird es doch nicht gewesen sein.“ Er hob die Geschichte auf, die Harry fallen gelassen hatte und begann zu lesen. Nach kurzer Zeit lies auch er die Blätter fallen, taumelte in Richtung Schrank und schlüpfte hinein.

Nun war Hermine vollends irritiert. „Leute? Geht es euch wirklich gut? Was hat euch so schockiert?“ Eine schwache Stimme tönte, gedämpft durch die dicken Holztüren des Schranks. „Ron... er... ich... du.... zusammen.... Bett... bleiben im Schrank.... Snape.... Strapse....“ Nun begann die junge Hexe aus vollem Halse zu lachen. „Hihi... ja die Geschichte war echt nicht gut für euch...“ Aber sie verstummte sofort, als sie daran dachte, was über sie geschrieben wurde. Kurzzeitig überlegte sie, ob sie den Beiden nicht auch noch Gesellschaft leisten sollte aber wenn sie daran dachte, was aus dieser Situation für Geschichten entstehen könnten, unterließ sie das doch lieber. „Euch hat wenigstens niemand mit Snape verkuppelt, oder? Also kommt jetzt da raus und wir gehen runter zum Frühstück. Bestimmt hat noch niemand irgendwelche Sachen gelesen.“ Was für ein törichter Gedanke. Gerüchte verbreiteten sich in Hogwarts schneller als die Pest im Mittelalter.

Auf dem Weg zur Großen Halle musste Hermine auf die ach so mutigen Gryffindors einreden wie auf ein krankes Pferd und trotzdem versteckten sie sich hinter ihr, als sie die Halle betraten. Konnte man vorher das alltägliche Gemurmel hunderter Schüler hören, die aßen, lachen, lästerten, rummaulten oder sich einfach seelisch und moralisch auf den kommenden Tag vorbereiteten, verstummte jedes Geräusch als sich die Tür öffnete und das Goldene Trio eintrat. Alle starrten sie an. Es war wie in einem dieser Alpträume, in dem man nackt vor einer großen Menschenmenge steht. Genauso fühlten sie sich jetzt. Nackt. Schutzlos. Bloßgestellt. Plötzlich setzte ein unglaubliches Stimmengewirr ein. Erst jetzt konnten unsere Helden die aufgeklappten Notebooks auf den Tischen sehen. Jeder wusste es. Absolut jeder. Verdammter Tagesprophet. Verdammtes Internet. Verdammte Möchtegernschriftsteller. Verdammte Notebooks. „Hermine ich kann das nicht, ich will das nicht, ich will zurück in den Schrank. Sofort!“ wimmerte Ron und sah so aus, als würde er am liebsten in Ohnmacht fallen. Was er ja laut einigen Geschichten sogar regelmäßig tat. Aber laut denen war er ja auch schwul. Oder in Pansy verliebt. Oder in Luna. Oder in eine Küchenpflanze. Er wollte nie wieder drüber nachdenken.

Das Stimmengewirr gewann an Konsistenz und sie mussten sich zu ihren Plätzen förmlich kämpfen. Es war, als versuche man durch eine Schüssel Wackelpudding zu laufen. Immer wieder wurde man zurückgeworfen oder von etwas Weichem, Nachgiebigen getroffen. Als sie schließlich ihre Plätze erreicht hatten, blickten sie in die grinsenden Gesichter von Seamus und Neville. Vor den beiden stand ein Notebook und sie konnten eine dieser unseligen Draco*Harry Geschichten sehen. Sie hatten gut lachen. Die Links zu den Geschichten über sie standen ja auch nicht in der meistgelesensten Zeitung der Zaubererwelt. Hermine ging immer wieder durch den Kopf, dass der Tagesprophet das Äquivalent zu der Muggelzeitung „Bild“ war. Man wusste, sie schreiben Schund, man wusste, die Hälfte ist erfunden und man wusste, man läuft Gefahr sich absolut lächerlich zu machen, wenn man den so genannten Fakten Glauben schenkte. Aber trotzdem wurde er oft gekauft und oft gelesen.

„Ein Wort... Ein einziges Wort und ich gebe jedem den Link der Geschichten, in denen du mit Blaise Zabini rum machst!“ fauchte sie Seamus an, dem das Grinsen gleich vom Gesicht rutschte. Neville feixte. „Und du bist von Voldemort besessen“ bekam auch er sein Fett weg. Etwas ängstlich blickte er sie von der Seite an und beschloss, vorerst lieber seinen Mund zu halten. „Beruhigt euch wieder, ich wette bald schauen sich alle die Seite genauer an und werden auch die Geschichten, bzw. so genannte FanFiktions über Seamus, Neville, Dean und Co. finden. Und dann haben wenigstens wir alle ein Problem.“ Das schien die Nervenbündel an ihrer Seite nicht zu beruhigen und Harry begann, wie immer wenn er nervös war, eine Tasse Kaffee nach der anderen reinzuschütten. Man musste immer aufpassen, dass er nicht den Zucker mit dem Salz verwechselte...
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So das war der erste Streich, doch der zweite folgte... irgendwann später^^
Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, lasst mir bitte ein Review da!
lg Zwiebelfisch
 
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