Fanfiktion / Bücher / Harry Potter / Vertrauter Feind
Kapitel 1
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von gugi28    erstellt: 18.11.2007    letztes Update: 21.12.2007    Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews) 109 Reviews
INFORMATION AN ALLE LESER: Entschuldigt bitte – nein, dies ist keine neue Story von mir. Meine Monstershotsammlung „Check it out“ wurde mit der Bitte an mich gesperrt, die längeren Storys gesondert zu posten. Die Leser unter euch, die mir schon bei „Check it out“ ein Kommi hinterlassen haben, brauchen dies bei diesem Posting natürlich nicht nachzuholen! Ich bitte um Verständnis und Kenntnisnahme. Danke euch allen! Bussis, gugi.

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Ladys and Gentleman!


Hiermit präsentiere ich euch meinen neuesten Monstershot bzw. Mehrteiler!

Ich bin schon sehr gespannt, was ihr dazu sagen werdet, denn dieser hier ist anfangs mit Herzschmerz verbunden!


Kleiner Tipp am Rande: Bringt wirklich gute Nerven mit! Ausrastgefahr! *Ganz sicher sogar - hust*

Lest euch bitte die kommenden Informationen durch, damit ihr auf dem Laufenden seid.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß und Vergnügen!


Bussis, eure gugi and her dark half!



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Kategorie: Neu, August-September 2007

Widmung: Allen Kommischreibern von Jumanji, die dazu beigetragen haben, dass die 3000-Kommi-Grenze geknackt wurde! Danke, danke, danke! Ihr seid einfach die besten dieser Welt! Kein Autor kann jemals so stolz sein, wie ich es bin! *überzeugt bin*  

Disclaimer: Das HP-Universum gehört leider nicht mir, alles JKR! *tiefe Verbeugung* Gäbe es sie nicht, wäre ich heute ein Schlumpf in der Wüste.

Eigene Charaktere: Selest Young, Kevin Leary.

Genre: Vorwiegend Drama, Romantik, ein wenig Humor und eine Happy End Garantie!

Zeit: Spätsommer, siebtes Jahr.

Pairings: Vorerst Draco/Selest und Harry/Ginny *Ich muss sofort gegen mich protestieren!! Schnauf!* Welches Pairing wohl dann folgt? Ist nicht schwer zu erraten. Wer mich kennt… Es gibt natürlich auch überraschende bzw. außergewöhnliche Nebenpairings!

Rating: Slash-PG18 + Überraschung. Nicht geeignet für Leser unter 18 Jahren! WARNUNG!

Kapitel: 11 Teile, 1 Epilog

Bücher: Ich gehe nicht nach den Büchern, Dumbledore lebt in meiner Story.

Tipp: Geht nicht mit Erwartungen und bestimmten Vorstellungen in diese Story. Bleibt offen für alles, dann wird sie euch vielleicht gefallen.

Warnings: Völlig OOC! Herzschmerz pur! Also bitte kein Gemecker, denn es wird wirklich hart für einige Leser! KITSCH und Schnulz pur! *ging nicht anders, sorry*  Don´t like it, don´t read it.

Infos:
(*) Die ersten Kapitel werden eher aus Harrys Sicht + allgemein beschrieben, erst dann fügen sich auch die Sichtweisen von anderen Charakteren hinzu – diese Geschichte wird dann detailierter erzählt.
(*) Diese Story ähnelt einigen Kapiteln aus „Jumanji“, also wundert euch bitte nicht, das ist beabsichtigt! Ich wollte aus bestimmten Gründen meinerseits unbedingt dieses Thema noch einmal aufgreifen.
(*) Oftmaliger, eventuell auch abrupter Situationswechsel, sonst wäre die Story zu lang geworden – big sorry!

Beta: tempi – danke, Süße!

Update: Jeden zweiten Tag.

Inhalt: Harry hatte Voldemort und viele seiner Anhänger in den Sommerferien zu seinem siebten Jahr mit Hilfe des Ordens und seinen Freunden vernichtet. Die restlichen Todesser wurden gefangen genommen - die Zauberwelt atmete erleichtert auf. Jetzt fand Harry endlich die Zeit, um sich dem Thema Liebe zu widmen und verliebte sich ausgerechnet in die falsche Person. Als er eines Tages beobachtete, mit wem die Liebe seines Herzens zusammen war, stürzte seine heile Gefühlswelt in ein tiefes Loch namens Chaos. Harrys Gemütszustand sank ins Bodenlose, er zog sich von fast allem und jedem zurück und machte zudem noch einen gewaltigen Fehler. Doch als er eines Tages nachsitzen musste, brachte dies Folgen mit sich und Harrys Leben stand plötzlich auf dem Kopf

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P.s. Habt ihr wirklich die Warnungen gelesen? Ich warne nämlich nicht umsonst… Besser zu viel als zu wenig.


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~*@ Vertrauter Feind @*~


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>>> Vertrauter Feind – Teil 1 <<<




Die trostlose verregnete Landschaft zog an seinem Fenster vorbei, der Zug rüttelte ihn stetig durch. Das regelmäßige Klackern der eisernen Räder auf den Gussschienen drang an seine Ohren. Die Stimmung der Natur beeinflusste die seine, so viel war sicher. Eigentlich sollte sich Harry Potter freuen, so wie seine Freunde, die bei ihm im Abteil saßen und vergnügt miteinander schwatzten und scherzten. Immerhin hatten sie es in einer unglaublichen Geschwindigkeit und mit beharrlichem Eifer geschafft, in den Ferien zum siebten und letzten Schuljahr die fehlenden Horcruxe ausfindig zu machen und mit Hilfe des Ordens zu zerstören.  

Kurz darauf war es zum finalen Kampf zwischen Gut und Böse gekommen, und fast hatte es so ausgesehen, als würde die dunkle Seite gewinnen. Harry hatte sich jedoch selbst übertroffen und alle Kraftreserven für den richtigen Moment aufgespart. Schließlich hatte er es mit List und Tücke geschafft, den schlimmsten aller Schwarzmagier zum Teufel zu schicken.

Als der Avada Kedavra Voldemort mitten in die Brust traf, sah er überrascht zum Gewinner des Duells. Das Leben wich aus seinen Augen, dann glitt er schlaff zu Boden. Es war schon makaber, aber Harry konnte nicht anders, als teuflisch zu lächeln, als er den Fall des Dunklen Lords verfolgte.

Harry hatte immer gedacht, dass der Mut seines Gryffindorwesens ausschlaggebend für seinen Sieg sein würde, nur stimmte dies nicht so ganz. Die bisher tief in ihm schlummernden Eigenschaften der Slytherins trugen einen wesentlichen Anteil dazu bei, Voldemort im richtigen Moment zu blenden. Wer hätte das gedacht. Keine Sekunde später verließen ihn seine Kräfte und Harry tauchte ins Land der Bewusstlosigkeit ab. Die schrillen Rufe seiner Freunde konnte er nicht mehr hören…

Eine Woche später wurde die Totenmesse gehalten. Die dunkle Seite war so gut wie vollständig ausgerottet worden, die Seite der weißen Magie trauerte angemessen. Die äußeren Wunden der ehemals Verletzten waren geheilt, nicht jene tief im Innerem. Es würde Zeit brauchen, die schrecklichen Bilder des Kampfes aus dem Kopf zu verbannen, aber sie waren auf dem besten Weg dazu.

Manchmal wunderte sich Harry darüber, wie er es geschafft hatte, Voldemort zu vernichten - aber jetzt kam es nicht mehr auf das Wie an. Ebenso geisterten ihm die letzten Berichte in den täglichen Ausgaben des Tagespropheten durch seine Gedanken. Da Harry seit dem Endkampf und somit die restlichen Ferien bei den Weasleys wohnte, war er Dank Hermines Anwesenheit immer auf dem neuesten Stand.

In den Niederschriften hieß es, dass Professor Severus Snape eine Schlüsselfigur in Voldemorts Vernichtungsplan gewesen wäre und als freier Mann weiterhin in Hogwarts unterrichten dürfe. Auch wurde darüber berichtet, dass nicht die gesamte Familie Malfoy mitgekämpft hatte – Draco Malfoy hatte gefehlt. Lucius starb und Narzissa lag seit dem letzten Kampf auf der Psychiatriestation im St. Mungos, aus der sie nie wieder entlassen werden würde. Über den Verbleib des jungen Malfoyerbens wurde viel spekuliert, denn niemand kannte seinen Aufenthaltsort. Viele glaubten, dass der junge Malfoy nicht mehr am Leben war…

Aber nun wusste Harry, dass der Blonde noch lebte, denn er hatte ihn heute kurz am Bahnsteig gesehen.

Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Ginny hell auflachte und sich die Handfläche auf den Schenkel klopfte. Hermine schmiegte sich mit einem seligen Grinsen an Ron, der Rothaarige strahlte über das gesamte Gesicht. Dean und Seamus warfen sich heimliche, verliebte Blicke zu und Neville streichelte seine Kröte Trevor der Dritte. Luna vertiefte sich in ihre Zeitung, ab und zu lächelte sie versonnen.

Harry seufzte leise und ließ seine Augen über die Gesichter seiner Freunde wandern. Ja, sie waren glücklich und einige von ihnen frisch verliebt. Nicht, dass Harry es ihnen nicht gönnen würde, nur… Fast der gesamte Zug war verliebt! Und wer nicht? Er nicht. Zumindest war er von seiner Erkenntnis felsenfest überzeugt, denn schon am Bahnsteig waren ihm die küssenden Pärchen aufgefallen. Bitterkeit wallte in ihm hoch, Eifersucht mischte sich hinzu.

Dennoch sollte Harry sich glücklich schätzen. Seine Freunde und er waren nicht so schwer verletzt gewesen, wie viele ihrer Kameraden, Lehrer, Auroren oder Mitglieder des Ordens. Sie alle waren noch einmal glimpflich davon gekommen, das Glück hatte auf ihrer Seite gestanden – trotz zahlreicher Tote, die sie zu verzeichnen hatten.

„Ich such dann mal den Wagen mit den Süßigkeiten“, erhob sich Harry, Ron strahlte ihn an.

„Super, Kumpel! Mann, ich kann´s kaum erwarten, die Schokofrösche in meinem Mund zergehen zu lassen!“, schwärmte er mehr als begeistert.

„Das glaube ich dir aufs Wort, Ron“, schüttelte Harry lächelnd den Kopf und setzte sich in Bewegung. Die Unterhaltung der Freunde ging nach der Verabschiedung Harrys munter weiter, nur Luna und Neville sahen dem hochgewachsenen jungen Mann mit gerunzelter Stirn hinterher.

Verliebt zu sein, war etwas wirklich Schönes, nur waren manche von ihnen auch geblendet gegenüber anderen Tatsachen, wie zum Beispiel jenen, die sich direkt vor ihren Augen abspielten. Nicht so bei Luna und Neville.  

Eine der Tatsachen war, dass Harry stiller und erwachsener geworden war. Zwar lachte und scherzte er, und trotzdem zog er sich immer mehr zurück und baute eine unsichtbare Mauer um sich auf. Neville und Luna waren diese Tatsachen nicht entgangen, wohingegen die restlichen Freunde gerne darüber hinwegsahen, wenn auch nicht bewusst.  

°°°°


Harry torkelte durch den Gang und stützte sich mal rechts und mal links ab. Einige der Abteiltüren standen offen, Gelächter und gute Laune stürmten auf ihn ein. Ein paar Kids verschiedener Schulstufen standen im Gang und unterhielten sich lebhaft. Harry schenkte der guten Stimmung keine Beachtung, seine Augen suchten weiterhin nach dem Süßigkeitenwagen. Schließlich fand er ihn auch, nachdem er zwei Wagone durchlaufen hatte. Die verlockende Stimme der Verkäuferin drang in Harrys Ohren, doch seine Augen hatten ein anderes Ziel auserkoren.

Der junge Mann aus Gryffindor blieb stehen und lehnte sich mit einem ungehörten Seufzen gegen die Abteilwand, mit ausdruckslosem Gesicht musterte er die Szene vor sich. Einige Meter von ihm entfernt lehnte Draco Malfoy ebenfalls an einer Abteilwand, er unterhielt sich leise mit einem Mädchen aus seinem Haus. Harrys Smaragde huschten zwischen den beiden hin und her, aufgrund ihrer Gesten schienen sie sehr vertraut miteinander zu sein.

Malfoys Lippen verzogen sich zu einem kleinen Lächeln, er nickte soeben, Harry wollten die Augen aus dem Kopf fallen. Seit wann konnte Malfoy ehrlich lächeln? Zu seiner Frustration musste Harry feststellen, dass auch der Blonde zu einem jungen Mann herangereift war und den Gryffindor noch immer um einen knappen Kopf überragte. Mann , musste das sein? Natürlich, Harry hatte kein Problem damit, kleiner als der Blonde zu sein, aber es war schon ein wenig ungerecht, fand er. Malfoy strich sich soeben eine platinblonde Strähne hinters Ohr, allerdings war sie widerspenstig und löste sich wieder - seine Hände schob er nun lässig in die Hosentaschen.

Seine Gesprächspartnerhin hieß Selest Young, sie war ebenfalls in der siebten Klasse. Früher war sie Harry nie aufgefallen, da sie generell ein stilles Mädchen war. Nun erkannte er, dass Selest eine gewisse Schönheit ausstrahlte, obwohl sie auf den ersten Blick nicht sonderlich auffiel. Die Asiatin hatte schwarze, glatte Haare und dunkelgrüne Augen. Selest war sehr schlank, etwas kleiner als Harry und präsentierte sich stets mit stolzer Haltung.

Harry wusste nicht wieso, aber er tat sich schwer, seine Augen von den beiden zu lösen. Plötzlich hielt Malfoy im Reden inne, drehte Harry den Kopf zu und blickte ihn emotionslos an. Harry hätte erwartet, dass der Blonde eine abfällige Bemerkung fallen ließ, doch dem war nicht so. Viel lieber ließ er seine silbergrauen Seen aufblitzen, bevor er sich erneut seiner Gesprächspartnerin widmete.  

Der Gryffindor schüttelte den Kopf und ging weiter. Er vermied es tunlichst, Malfoy und Young anzusehen, als er sie passierte – noch immer kam keine abfällige Bemerkung von dem Blonden. Es war eher so, dass ihr Gespräch verstummte, dabei hätte Harrys Neugierde so gerne erfahren, über was sie sich so angeregt unterhielten.

„Mein Lieber, willst du etwas von meinem Süßigkeitenwagen?“, sprach ihn die Verkäuferin an, als Harry bei ihr angekommen war. Nun blies er sich eine schwarze Strähne aus den Augen und musterte die verführerischen Süßigkeiten.

„Ja, äh… Ich hätte gerne einen Sack voll Schokofrösche bitte“, kramte er in der rechten Hosentasche nach Geld und überreichte es der Verkäuferin. Sie schenkte ihm ein nettes Lächeln, nahm das Geld an sich und übergab Harry den vollen Sack. Schon stürmten die nächsten Schüler auf die alte Dame zu und konnten sich nicht entscheiden, welche Art von Naschereien sie kaufen wollten.

Harry wurde dieser Trubel zu viel, er drehte sich um und sah sich mit den kühlen Blicken von Malfoy und Young konfrontiert. Schweigend standen sie nebeneinander und musterten Harry ziemlich auffällig. Der Gryffindor versuchte, nicht rot zu werden und eilte an ihnen vorbei. Nur weg hier!

°°°°


„Mann, Harry! Ich dachte schon, ich müsste einen Suchtrupp nach dir schicken!“, lachte Ron und nahm Harry dankbar den Sack ab. Voller Vorfreude griff er hinein und verteilte die Köstlichkeiten aus Schokolade an seine Freunde.

„Ich wurde aufgehalten“, nahm Harry platz und sah erneut aus dem Fenster.

„Aufgehalten?“, stopfte Neville sich Sekunden später einen Schokofrosch in den Mund und betrachtete Harrys Gesicht sehr interessiert. Luna linste über den Zeitungsrand und studierte ihr Gegenüber.

„Ja, hab Malfoy getroffen. Er war seltsam“, nuschelte Harry noch immer aus dem Fenster sehend.

„Malfoy? Was hat er gesagt!“ Ron ließ seine Knöchel knacken und lehnte sich ein wenig vor. Endlich drehte Harry seinen Kopf und blickte seinem besten Freund nachdenklich ins Gesicht. „Nichts.“

„Nichts?“, konnte Hermine nicht glauben, Harry nickte.

„Was war dann so seltsam an ihm? Etwa, dass er dich nicht angepöbelt hat?“, wollte Dean wissen und lehnte sich ebenfalls vor.

„Genau das. Er unterhielt sich mit ähm… Selest Young, glaube ich.“

„Die kleine Asiatin aus Slytherin?“, lächelte Luna verträumt, Harry wandte sich ihr zu. „Genau die.“

„Hast du etwas von dem Gespräch mitbekommen? Ging es um dich?“, gab sich Seamus mit Harrys Äußerungen nicht zufrieden, der Gryffindor zuckte mit den Schultern. „Ich konnte nichts verstehen. Sie sahen mich nur so komisch an.“

„Ja, das ist seltsam. Malfoy hatte es in all den Jahren nicht lassen können, dich zu ärgern, Harry. Und diesmal war es anders?“, überlegte Hermine.

„Vielleicht hält er sich endlich zurück! Ihr wisst ja, seine Eltern…“, grinste Seamus in die Runde, Harry senkte seufzend den Kopf.

„Malfoy ist eine Vollwaise! Immerhin heißt es, dass seine Mom nicht mehr zurechnungsfähig wäre“, gluckste Ron, Harry fühlte sich immer unwohler.

„Jetzt wird er endlich am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ohne Eltern zu leben! Nicht wahr, Harry?“, war Ginny schadenfroh, Harry sagte noch immer nichts dazu und ignorierte sie. Überraschte Blicke wurden unter den Freunden ausgetauscht, dann folgte rasch ein Themenwechsel.  

Wenn man Feinde hatte, wünschte man diesen niemals etwas Gutes. So auch Malfoy nicht. Wie oft hatte sich Harry seine Rache ausgemalt und sich vorgestellt, wie dann wohl Malfoys Gesicht aussehen würde? Sehr oft. Aber dann hatte er beim Kampf bemerkt, dass Malfoy nicht unter den Todessern gewesen war, es folgten die Schlagzeilen im Tagespropheten. Und jetzt hatte Malfoy mit einem Schlag seine Eltern verloren. Harry fühlte keinen Triumph, er fühlte eigentlich gar nichts.

Er wünschte seinem Feind viel, aber nicht, dass er seine Eltern verlor…

°°°°


Harry hätte kotzen können, wieder einmal wurde es ihm bestätigt. Alle Welt war verliebt! Als seine Freunde und er in der Großen Halle saßen und der Einteilung der neuen Schüler lauschten, ließ Harry seine Augen wandern und schnaufte. Überall wo er hinsah, bemerkte er verliebte Blicke – wie lästig!

Eigentlich könnte er seinem Singledasein schnell ein Ende bereiten, da Ron ihn oft wissen ließ, dass Ginny noch immer auf ihn abfuhr. Nur irgendwie interessierte ihn dieses Mädchen nicht, aber wie konnte er Ron diese Nachricht schonend beibringen? Natürlich waren ihm nicht die gewissen Blicke der Rothaarigen entgangen, aber Harry hatte einfach keine Lust auf sie.

In diesem Sommer war viel mit ihm passiert. In erster Linie hatte er sich auf den Endkampf vorbereitet, in zweiter Linie festgestellt, dass er dem eigenen Geschlecht anscheinend nicht ganz abgeneigt war. Allerdings tat er sich mit der neuen Erkenntnis noch etwas schwer und war sich zudem seiner Neigung nicht sicher. Wie viele Schüler gab es in Hogwarts, die bi waren? War er der Einzige?

Seine Augen wanderten zum Slytherintisch und blieben an Draco Malfoy hängen. Der Blonde hatte sich im Zug ziemlich seltsam verhalten, war Harry der Meinung. Der Slytherin saß direkt zwischen Blaise Zabini und Selest Young, er schien sich angeregt zu unterhalten. Gerade eben sprach Theodore Nott, Malfoys Augen blitzten belustigt auf.

Toll, meinem Erzfeind geht es prima, obwohl er keine Eltern mehr hat, und wie geht es mir?

Harry verzweifelte und fand sein Leben ziemlich ungerecht. Wieso war Malfoy nicht geknickt? Immerhin hatte er mit einem Schlag seine Eltern verloren! Außerdem nervte es Harry, dass Draco Malfoy ihn keines Blickes würdigte, ihn nicht herausforderte, was ziemlich untypisch für den Blonden war. Wo hatte er sich in den Ferien versteckt und wieso vor dem Krieg gedrückt?

Draco Malfoy hatte sich verändert, schien nicht mehr so angespannt zu sein, und Harry hatte das Gefühl, mit seiner eigenen Veränderung auf der Stecke zu bleiben. Alle hatten sich weiter entwickelt, nur er nicht. Woran es wohl lag?

„Und nun, meine lieben Schüler, lasst es euch gut schmecken!“, verkündete Dumbledore zum Schluss, auf den Tischen erschien das Festessen.

„Komm schon, Kumpel, sieht doch lecker aus!“, mampfte Ron und stieß seinem besten Freund unsanft in die Rippen und somit aus seinen Gedanken.

„Ich hab keinen Hunger“, nuschelte der Schwarzhaarige, Hermine schnaufte. „Iss endlich, Harry! Du bist viel zu mager!“

„Also ich finde, er sieht gerade richtig aus“, ließ Ginny leise vernehmen, Ron grinste von einem Ohr zum anderen. Harry wurde leicht rötlich um die Nase und füllte seinen Teller.

„Sag ich doch, sie ist scharf auf dich“, zischte Ron Harry zu, der Schwarzhaarige nickte ausweichend.

„Ähm, ich muss kurz zu Dumbledore, bin gleich wieder hier.“ Schon stand Harry auf und verschwand.

„Was hat er denn?“, wunderte sich Ron, der im Essen innehielt und Harry nachsah.

„Keine Ahnung“, seufzte Seamus. Neville blickte hoch, begegnete Lunas Blick am Nebentisch und nickte ihr zu. Den beiden war wie immer nichts entgangen, sie machten sich sichtlich Sorgen um Harry.

°°°°


Die fragenden Blicke der Schüler in seinem Rücken waren ihm gleich, Harry steuerte direkt auf den Lehrertisch zu. Albus sah gerade hoch und erfreute sich über Harrys Näherkommen, während Severus ihn abfällig musterte.

„Ah! Harry!“, begrüßte Albus ihn, der Schwarzhaarige blieb stehen.

„Ähm, Sir? Entschuldigen Sie, wenn ich Sie beim Essen störe, aber…“

„Aber nicht doch, Harry! Was kann ich für dich tun?“, lächelte Albus väterlich.

„Nun, ich wollte fragen, ob ich weitertrainieren darf, Professor“, senkte er verlegen den Blick. Albus war erstaunt und legte die Gabel beiseite.

„Aber Harry – der Krieg ist vorbei, das ist dir doch bewusst, nicht wahr?“, fragte er sicherheitshalber nach, Harry sah wieder hoch und nickte.

„Natürlich, Sir, aber das Training hat mir gefallen. Ich würde gerne meine Kondition beibehalten, das ist alles. Aber wenn das nicht geht, dann…“

„Wieso sollte es nicht gehen, Harry? Wir haben dir viel zu verdanken, mein Junge, da sollte es kein Problem sein, trainieren zu dürfen“, zwinkerte er vergnügt.

„Auch mit dem Schwert?“, fragte Harry leise, Albus´ Augen blitzten auf. Aha! Daher wehte also der Wind!

„Du willst tatsächlich mit dem Schwert üben?“, lehnte er sich ein wenig vor, Harry bejahte.

„Einverstanden, Harry. Aber du musst es von mir abholen und nach dem Training wieder zurück bringen.“

„Ja, Sir, danke“, strahlte Harry, Albus lächelt wieder. „Wann willst du denn mit dem Training beginnen?“

„Noch heute Abend, Sir.“ Albus´ Lächeln wich. Heute noch?

°°°°


Viele Schüler aus Slytherin waren beim Endkampf gestorben, so auch Pansy Parkinson, Gregory Goyle und Vincent Crabbe. Theodore Nott und Blaise Zabini hatten sich aus dem Kampf herausgehalten und entgingen ebenso wie Draco der kurz davor stattgefundenen Weihe des dunklen Mals. Sie alle hatten etwas gemeinsam: Entweder waren ihre Eltern gestorben oder sie saßen in Askaban ein. Selest Young hingegen besaß noch ihre Eltern, denn diese lebten in einem anderen Land und hatten nicht im Traum daran gedacht, sich Voldemort anzuschließen.

So hatte Selest nicht unbedingt ein leichtes Leben gehabt, da die Anhänger Voldemorts in ihrem eigenen Haus sie regelrecht unter Druck gesetzt hatten. Selest hingegen hielt tapfer durch und gab ihren Eltern sofort Bescheid, wenn Voldemort ihnen auf den Fersen war. So waren Vater und Mutter Young immer wieder entkommen, nun lebten sie in Sicherheit.

Draco Malfoy, Blaise Zabini, Theodore Nott und Selest Young waren die Letzten auf dem Weg zum Kerker, denn sie hatten sich beim Abendessen gnadenlos verquatscht. Sie waren froh, endlich frei zu sein, nicht mehr in Angst leben zu müssen. Auch wenn dies hieß, dass ihre Erzeuger teilweise nicht mehr am Leben waren. Allerdings würden sie ihre Freude niemals nach außen hin zeigen, denn Slytherins waren stets kühl und verhielten sich angemessen.

Gut, ab und zu war Draco Malfoy aus der Reihe getanzt, wenn er auf Harry Potter getroffen war, aber auch diese Zeiten sollten vorbei sein, so war er sich sicher. Nun hatte er andere Ziele, als der ehemaligen Notwendigkeit, nämlich Potter zu ärgern, nachzugehen. Immerhin besaß er nun andere Prioritäten, und er könnte sich auch durchaus vorstellen, mit Selest Young eine Beziehung zu führen. Wer wusste es schon? Vielleicht war Draco Malfoy eines Tages im Stande, sich in sie zu verlieben. Er hoffte es stark, denn sie war seiner würdig.  

„Bei Salazar, seht euch das an“, blieb Theodore verdutzt stehen, seine Freunde folgten. Allesamt starrten sie aus dem Fenster, Draco schnaufte.

„Es reicht ihm wohl nicht, in aller Welt als Held gefeiert zu werden. Nein, er muss auch jetzt noch angeben, wie erbärmlich“, schnarrte der Blonde herablassend und verfolgte Harry mit seinen Augen.

„Aber er macht es gut“, legte Blaise den Kopf schief und bemerkte dabei nicht die entsetzten Blicke seiner Freunde. Er hatte nur Augen für Harry Potter, der mittig stehend auf dem Gelände Hogwarts´ das Schwert von Gryffindor schwang und Kampftechniken trainierte.

„Das ist Ansichtssache, Blaise“, näselte der platinblonde Slytherin und zog seine Nase kraus. „Ich wusste ja immer, dass Potter unfähig ist, sich neue Kleidung zu besorgen. Aber dass er so arm wie eine Kirchenmaus ist und sich nicht einmal ein Unterhemd leisten kann…? Welch Blamage, typisch Halbblut.“

„Ich schätze, wenn du trainieren würdest, Draco, dass du das auch mit nacktem Oberkörper tun würdest“, hielt Blaise dagegen, wütende Augen trafen ihn.

„Auf welcher Seite stehst du eigentlich, Blaise?“, zischte Draco sauer, Blaise hielt den Mund.

„Los, gehen wir“, musterte Draco Blaise und setzte sich mit den beiden anderen in Bewegung. Blaise sah noch einmal kurz zu Harry und beobachtete diesen in seinen fließenden Bewegungen. Er hatte ihm viel zu verdanken, dass musste er trotzdem zugeben.

„Mann, Draco! Natürlich bin ich auf deiner Seite!“, machte er schnell kehrt und lief der Gruppe hinterher. Draco und seine Freunde blieben stehen.

„Das würde ich dir auch raten, Blaise“, erklärte Draco direkt, als er ihm entgegen sah.

„Komm mal wieder runter, Draco! Mann, bist du mies gelaunt!“, schnauzte Blaise, Draco grinste hämisch.

„Ich habe keine schlechte Laune, das ist mein Naturell. Eigentlich solltest du das wissen“, belehrte er ihn, Blaise holte auf und hielt abermals den Mund. Er wusste, dass Draco sich in Anwesenheit seiner anderen Kameraden wie ein Idiot verhielt, denn diese Maske kannten sie bereits von ihm, sie war vertraut. Nur wenn sie alleine waren, konnte Draco auch nett sein – wenn er wollte.  

°°°°


Der Alltag kehrte schneller ein als gedacht, die Schulklassen klingelten nach ihren Schülern. Mit dem ersten Schultag begleitete Hektik die Schüler. Das hieß: Früh aufstehen, waschen, anziehen, in die Große Halle sprinten, Frühstück verschlingen und danach einen Endspurt zum Klassenzimmer hinlegen. Als Nächstes folgte das Aufpassen in den Lehrstunden, Aufgaben lösen, Hausaufgaben erhalten und dann voller Freude in die Große Halle zum Mittagessen laufen.

In der einen Stunde Pause, die sie hatten, gab es natürlich viel an den Lehrmethoden der Professoren auszusetzen, man tauschte sich lautstark aus und sammelte Kraft für den Nachmittagsunterricht. So ein Nachmittag konnte verdammt hart sein. Die Schüler waren vom Mittagessen noch gesättigt, die Müdigkeit setzte ein. Manchen gelang es, dem Unterricht zu folgen, andere pennten gnadenlos ein und bekamen am Ende der Stunde eine saftige Strafe.

Zumindest ging es Harry und seinen Freunden so – mit Ausnahme von Hermine. Sie hatte jeden Tag sorgfältig durchplant und schien selten bis nie in Eile zu kommen, während die Jungs eher gerne mit der Türe ins Haus fielen. Zudem sagte man sich, dass Frauen besser organisieren konnten als Männer.

Vielleicht traf dies auf die Muggelwelt zu, jedoch nicht auf die Zauberwelt und besonders nicht auf Slytherin. Draco Malfoy, der Anführer, hatte ebenso alles im Griff, auch er besaß einen gut durchdachten Terminplan. Seine Freunde schlossen sich ihm an, so kamen sie oft in den Genuss, die verpeilten Gryffindors auszulachen.

In solchen Momenten fühlte sich Harry beinhart erwischt und wurde zudem auch noch rot im Gesicht! Einerseits aus Wut, da Malfoy und seine Gang immer dann auftauchten, wenn es am unpassendsten war, und andererseits, weil Malfoy einfach nur schadenfroh war und trotzdem keine blöden Sprüche abließ! Zwar kam es ab und zu vor, dass ausgerechnet Ron die Siebtklässler aus Slytherin provozierte, aber auch dann folgte keine erwähnenswerte Reaktion von ihnen. Die Gryffindors bekamen nur spöttische Blicke als Antwort, mehr nicht.

Eines Tages aber ging Ron wirklich zu weit. Harry befürchtete schon, dass nun ein weiterer Krieg ausbrechen könnte, aber da hatte er sich geirrt. Es war zehn Uhr vormittags, Slytherin und Gryffindor trafen in einem der zahlreichen Gänge aufeinander. Die vier Slytherins blieben nach Rons Beleidigungen stehen und drehten sich mit blitzenden Augen um, Ron sah giftig und mit geballten Fäusten zurück.

„Ron…“, legte Hermine beschwichtigend eine Hand auf Rons Schulter, doch der Rotschopf schnaufte weiter. Dean, Seamus, Neville und Ginny wechselten irritierte Blicke aus, Harry verspannte sich. Seine Augen lagen auf Malfoys Gesicht, welches ansonsten keine Regung zeigte. Der Blonde machte zwei Schritte auf Ron zu und musterte ihn übertrieben, ehe er seine Nase verzog und angewidert schnaubte.

„Anscheinend muss man es euch Pfeifen auf die Nase binden, stumme Gesten versteht ihr Idioten wohl nicht“, zischte er. „Ihr Gryffindors seid unter unserer Würde! Geht uns gefälligst aus dem Weg! Ihr seid nur Abschaum, der unsere Luft verpestet!“, spuckte er zum Schluss.

Ron schnappte nach Luft und bevor er etwas antworten konnte, drehte Malfoy ab und eilte mit seinen Leuten davon.

„Das… war ein harter Treffer“, schluckte Dean, Harry zitterte vor Wut.

„Dieser Scheißkerl! Was bildet sich dieses Frettchen eigentlich ein!“, keifte Ron hochrot im Gesicht, Hermines beschwichtigende Worte verfehlten ihre Wirkung.

„Malfoy hat sich verändert“, sah Neville der Gruppe hinterher.

„Kommt schon, Leute, gehen wir! Es bringt doch nichts, sich mit Malfoy anzulegen! Immerhin lässt er uns in Ruhe! Wir sollten diesmal das tun, was Malfoy sagt, dann haben wir ein Problem weniger“, versuchte Hermine, die Sachlage ein wenig zu beruhigen, aber Ron rastete ein weiteres Mal aus.

„Wir sind unter seiner Würde?! Abschaum?!“

„Lass es Ron, lass es. Ärgern bringt nichts“, drängte Harry Ron weiter, er warf ein letztes Mal einen mordlustigen Blick in Richtung Slytherins.

Was hatte Neville gesagt? Malfoy hatte sich verändert…

°°°°


Inzwischen war eine Woche vergangen, am heutigen Abend lag Harry alleine auf seinem Bett im Schlafsaal der Gryffindors. Mit der Entschuldigung müde zu sein, hatte er sich früher vom Abendessen verabschiedet und war tief in Gedanken die Stufen hoch zum Turm gegangen.

Eine Woche… Eine lausige Woche reichte schon aus, um Harry permanent auf die Palme zu bringen! Wütend drehte er sich von einer Seite zur anderen. Wieso war er so unzufrieden? Wieso konnte er nicht seinen inneren Frieden finden? Hermine und Ron nervten ihn mit ihrem Geschmuse und den verliebten Blicken; Luna war zwar in Ordnung, aber sie schien nie so richtig anwesend zu sein. Seamus und Dean zogen sich oft in die vertraute Zweisamkeit zurück und Neville war von vornherein nicht unbedingt der gesprächige Typ. Und Ginny? Wie kurz konnten Kleidungstücke noch werden? Harry fühlte sich bedrängt und gleichzeitig ausgeschlossen, einfach fehl am Platz.

Lächle doch wieder einmal, Harry! Du hast gesiegt! Sei stolz auf dich!
Mann, leg dir endlich eine Freundin zu. Es ist unausstehlich, wie griesgrämig du bist. Du weißt ja, Ginny…
Bist du vielleicht krank, Harry? Du siehst immer noch sehr blass aus.
Willst du vielleicht mit mir, Luna und Trevor dem Dritten spazieren gehen?

Harry stöhnte auf und legte einen Arm auf seine geschlossenen Augen. Er wusste, dass seine Freunde es nur gut mit ihm meinten, dennoch konnten sie ihn nicht aufheitern. War er undankbar ihnen gegenüber? Und was stimmte nicht mit ihm? Zudem kam noch hinzu, dass er in jeder freien Sekunde Malfoy beobachtete und jede einzelne Erkenntnis wie ein Schwamm in sich aufsog. Wie der Slytherin schon vorhergesagt hatte, waren die Gryffindors tatsächlich unter seiner Würde, denn er schenkte Harrys Freunden und ihm selbst wirklich keine Aufmerksamkeit. Irgendwie gefiel das Harry nicht, absolut nicht.

Er vermisste die Streitereien mit dem Slytherin, die Duelle und die Raufereien. Es fehlte ihm gewaltig. Jetzt, wo er Zeit für sich hatte, wusste er nicht, was er mit sich selbst anfangen sollte. Irgendwie war bei ihm die Luft raus, Harry langweilte sich eingehend. Außerdem musste er sich mit einem seltsamen Problem herumschlagen, welches er sicherheitshalber noch nicht mit seinen Freunden besprochen hatte: Malfoy.

Ja, Malfoy stand schon wieder im Vordergrund, auch wenn dieser ihn nicht beachtete. Harry bekam seit neuestem ein seltsames Gefühl in der Magengegend, wenn er ihn sah, sein Herz stolperte regelrecht in der Brust und seine Wangen wurden rot. Seit dem er Malfoy das erste Mal im Zug hatte ehrlich lächeln sehen, hatte sich etwas an seiner Einstellung zu ihm verändert. Konnte er tatsächlich nett sein? Wie war Draco Malfoy wirklich?

Krank, oder? Mein Verhalten ist krank! Widerlich! Wieso stelle ich Malfoy nach!?, rief eine grelle Stimme in Harrys Kopf, der Gryffindor stöhnte ein weiteres Mal auf. Egal wie lange Harry über sein Verhalten nachdachte, er fand einfach keinen Weg, es zur Zufriedenheit Aller zu ändern. Harry fühlte sich noch immer ausgeschlossen und nicht verstanden. Er hatte das Gefühl, neben sich zu stehen.

„Alter! Was ist nur los mit dir?“ Ron drückte die Türe auf und kam in den Schlafsaal spaziert, dicht gefolgt von Dean, Seamus und Neville.

„Nichts“, nuschelte Harry düster und starrte an die Decke seines Bettes.

„Langsam wirst du mir unheimlich, Harry. Willst du wirklich nicht sagen, was mit dir los ist?“, setzte sich Seamus an die Kante, Harry schielte zu ihm.

„Sorry, aber ich weiß selbst nicht, was mit mir los ist. Wahrscheinlich muss ich nur ein Hobbie oder so was für mich finden, jetzt wo ich Voldemort vernichtet und für mich Zeit habe“, versuchte Harry zu lächeln, Ron gluckste.

„Wieso hast du das nicht gleich gesagt, Kumpel? Mann, wir verstehen dich ja! All die Jahre musstest du dich vorbereiten und Acht geben, damit dich der alte Spinner nicht in seine knochigen Hände bekommt, und jetzt bist du frei wie ein Vogel und langweilst dich“, schüttelte Ron amüsiert den Kopf.

„Schätze, so ist es“, grinste Harry noch immer gezwungen, Neville runzelte die Stirn.

„Du könntest ja mit Hermine und mir…“, überlegte Ron, Harry hob schnell die Hand.

„Nein, Ron, nicht böse sein. Aber wenn ihr beiden zusammen seid…“

„…dann habt ihr nur Augen füreinander“, zwinkerte Dean, Ron lief rot an.

„Entschuldige, Harry, ist mir nicht bewusst gewesen“, wirkte er schuldbewusst.

„Nicht der Rede wert, Ron, ich kann euch ja verstehen“, winkte Harry noch immer auf dem Bett liegend ab.

„Was ist jetzt mit Ginny?“, wollte der Rotschopf sofort wissen, Harry rollte mit den Augen.

„Mann, Ron! Dräng ihn doch nicht!“, begehrte Seamus auf, dem Rons Drängelei ebenfalls auf die Nerven ging.  

Entschuldigt bitte! Ich mein ja nur!“, plusterte Ron sich auf, Harry lachte kurz.

„Ich finde es ja auch nett von dir, Ron, aber ich werde selbst entscheiden, ob ich mit Ginny etwas anfangen will oder nicht“, lenkte er ein, Ron kam näher.

„Ziehst du es wenigstens in Betracht?“ Hoffnung schimmerte in Rons Augen.

„Okay“, gab Harry klein bei und hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt, da er schon längst mit Ginny abgeschlossen hatte.

„Super!“, freute sich Ron und schmiss sich auf sein Bett, während Seamus einen mitleidigen Blick für Harry übrig hatte.

„Ach, Kumpel? Vergiss nicht, dass wir morgen Quidditchtraining haben“, grinste Ron nun, Harrys Herz machte einen Sprung.

„Stimmt ja! Hätte ich beinahe vergessen!“, riss Harry die Augen auf, Dean warf ein Kissen nach ihm.

„Schäm dich, Harry!“ Die Jungs lachten los.

°°°°


Harry war froh, dass heute Samstag war. Endlich stand etwas auf dem Programm, was ihm auch Spaß machte: Quidditch! Hermine war glücklich, Harry endlich wieder lächeln zu sehen und begrüßte ihn überschwänglich, als er in den Gemeinschaftsraum kam.

„Wie geht es dir heute, Harry?“, fragte sie ihn strahlend.

„Gut, Mine, danke! Ich freue mich schon auf das Training“, gab er zu, Hermine hakte sich bei ihm unter. Nach und nach trafen die Freunde ein und gemeinsam gingen sie schwatzend zur Großen Halle. Diesmal waren sie nicht zu spät dran, konnten ihr Frühstück genießen und gingen bei Tisch ihre Strategien durch.

Als sie mit dem Essen fertig waren, beeilte sich die Quidditchmannschaft sofort zu den Umkleidekabinen, um das geeignete Outfit anzuziehen. Die restlichen Schüler aus Gryffindor wollten das Training nicht verpassen und gesellten sich zu den Zuschauertribünen, um live dabei zu sein, so auch Hermine.

„Was glaubt ihr? Werden wir dieses Jahr auch gewinnen?“, fragte Dean in die Runde, die Jungs zogen sich gerade um.

„Aber sicher doch!“, triumphierte Seamus, Gelächter erklang.

„Na ja, ich weiß nicht so recht“, gab Neville sich verstimmt, das Gelächter erstarb.

„Du zweifelst, Neville?“, riss Ron die Augen auf, Harry setzte sich fertig angezogen auf die Bank.

„Hab durch Zufall gesehen, wie gut Slytherin geworden ist“, nuschelte Neville, Harrys Neugierde war geweckt.

„Wann?“, wollte er genau wissen, Neville schielte zu ihm hinab. „Gestern nach dem Unterricht.“

„Und sie haben dich nicht bemerkt?“, kam Dean näher, Neville verneinte.

„Wie gut waren sie?“, wurde Ron unwohl im Magen, Neville seufzte tief. „Verdammt gut.“

„Mir doch egal, wie gut die sind! Das sind sie doch immer! Aber wir sind besser!“, sprang Harry hoch, Ron war sofort seiner Meinung. „So gefällst du mir, Kumpel!“

„Ja, das schon, aber diesmal…“, ließ Neville es nicht gut sein.

„Vergiss es, Neville! Die Slytherins haben keine Chance gegen uns!“, streckte Ron seine Brust vor, Seamus und Dean johlten. Neville und Harry blieben stumm, ebenso der jüngste Spieler, ein Sechstklässler namens Dave.

„Kommt schon, gehen wir es an und bieten unseren Fans eine geile Show!“, lachte Seamus und schob Ron und Dean aus dem Umkleideraum.

„Ich mein es ernst, Harry“, sagte Neville leise, Harry nickte. „Ich glaube dir. Danke für den Tipp.“

„Gern geschehen“, erwiderte Neville. Gemeinsam mit Dave verließen sie den Raum und begaben sich auf das Quidditchfeld.

„Lasst uns trainieren!“, rief Harry laut aus, ihre Fans klatschten und feuerten sie an.

„Auf die Besen!“, freute sich Dean schon auf das Training und machte es vor. Ginny war das einzige weibliche Wesen unter der Männermannschaft, aber als Jägerin besaß sie ein ausgezeichnetes Talent. Als alle in der Luft schwebten, ging Harry mit ihnen noch einmal alle Strategien durch, ehe es losging.

Dann flogen Quaffel durch die Lüfte, Klatscher nahmen Kurs auf die Spieler oder wurden erbarmungslos abgeschossen. Harry hingegen hatte sich wie immer den Schnatz vorgenommen und legte sich ins Zeug. Den goldenen kleinen Ball vor Augen drifteten seine Gedanken ab, um genauer zu sein, landeten sie bei Draco Malfoy – schon wieder.

Dieser besagte Slytherin wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen und erst heute Nacht hatte ihn ein feuchter Traum von diesem blonden Teufel heimgesucht. Gott sei Dank war er noch vor den anderen aufgewacht, so dass diese Peinlichkeit nur von ihm bemerkt wurde. Unter der Dusche stehend hatte er sich mehrmals verflucht, da Malfoy im realen Leben regelrecht durch ihn hindurch sah. Außerdem stand er höchst wahrscheinlich auf Mädchen, somit hatte Harry absolut keine Chance bei ihm.

„Harry!“, rief Ron ihm zu, da er sich langsam im Engpass sah und Harry sich nicht die Mühe gab, diesen verfluchten Ball endlich zu fangen. Harry kam endlich wieder zu sich und stierte während seinem Flug zu Ron, der damit beschäftigt war, seine Tore zu verteidigen. Harry gab alles, biss die Zähne zusammen und konzentrierte sich. Jetzt an Malfoy zu denken, war höchst unangebracht. Keine Minute später war der goldene Schnatz gefangen und die erste Trainingseinheit beendet.

Die trainierenden Spieler riefen sich Lob zu und strahlten über ihre Gesichter, während Harry zu ihnen hinab schwebte und den Schnatz frei ließ. Große Augen Aller folgten.

„Außer Ginny haben alle gehört, was Neville gesagt hat. Slytherin ist besser und stärker denn je, wir sollten uns anpassen“, ließ er seine Augen über die verdutzten Freunde wandern.

„Aber Harry! Wir wissen nicht, wie gut sie geworden sind! Außerdem…!“, warf Ron ein.

„Schon gut Ron, ich weiß! Und da wir ihre Grenzen nicht kennen, müssen wir eben bis an unser Limit gehen, um besser als sie zu sein. Ob wir damit Erfolg haben, werden wir spätestens beim ersten Turnier sehen.“

Ron gab es auf, wusste er doch, dass man den Gegner niemals unterschätzen durfte und sein Teamkapitän Recht hatte. So ordnete Harry weitere Trainingseinheiten an, während seine Freunde stöhnten. Dieses Training würde das härteste für sie werden, so viel war sicher. Denn Harry wollte gewinnen, koste es, was es wolle!

Zirka zwei Stunden später waren alle Spieler erschöpft und keuchten um die Wette. Harry hatte alles von ihnen abverlangt und sogar den goldenen Schnatz ein wenig manipuliert, so dass es schwieriger für ihn war, den kleinen Ball zu fangen.

„Jetzt ist aber Schluss!“, japste Ginny nach Luft, Harry keuchte mit roten Wangen. „Einverstanden.“

°°°°


Während die Jungs unter den Duschen standen, mussten sie immer wieder damit prahlen, wie gut sie doch im Training gewesen waren. Harry war der Einzige, der sich zurückhielt und eher zurücklächelte, als seine Meinung kund zu tun. Da es nur zwei Umkleide- und Duschräume gab, fragte sich Harry, ob Draco schon einmal unter jener Dusche gestanden hatte, unter der er sich nun befand. Diese Frage löste ein angenehmes Prickeln auf seinem Körper hervor, ein sanftes Lächeln zierte seine Lippen.

Fertig geduscht und angezogen marschierten die Gryffindors mit ihren Kameraden zurück zum Schloss. Ron hatte einen Arm um Hermine gelegt, Dean nahm sanft die Hand von Seamus in seine. Harry schluckte hart, und in diesem Moment wurde ihm bewusst, dass auch er sich eine Beziehung wünschte.

„Du hast wirklich toll gespielt, Harry“, säuselte Ginny von links, Harry lächelte ihr zu. „Danke, du auch.“

„Sag mal, Harry… Was machst du dieses Wochenende?“, wollte sie wissen, Harry wurde ein wenig rötlich um die Nase. Seit wann war Ginny so direkt?

„Weiß ich noch nicht, lass mich überraschen“, brachte er hervor, während Ginny mit ihren Locken spielte.

„Hättest du Lust, mit mir nach Hogsmeade zu gehen?“, fragte sie unverwandt, Harry blieb kurz stehen. Ginny wandte sich ihm zu, hoffnungsvoll erwiderte sie seinen Blick.

„Ginny, ich…“, hielt er nun inne.

„Ja?“

„Ich…“ Rons Augen brannten sich auf Harry ein. „Ich überlege es mir, okay?“

Enttäuscht zog Ron mit Hermine ab, die leise mit ihm schimpfte. Immerhin sollte er Harry in Ruhe und selbst entscheiden lassen, auch wenn sie Ginny sehr mochte und dieses junge Mädchen gerne an Harrys Seite sehen würde.

„Oh, sicher. Sagst du mir Bescheid?“, gab Ginny nicht so schnell auf.

„Rechtzeitig sogar“, lächelte Harry charmant, nun war Ginny zufrieden. Mit einem seligen Seufzen schlenderte sie weiter und holte bald ihren Bruder ein, ehe Neville zu Harry aufschloss.

„Überleg´s  dir gut, Harry“, riet er leise, erstaunt drehte sich der Angesprochene ihm zu. „Weshalb?“

„Du findest Ginny nett, aber du willst nichts von ihr. So kommt es mir jedenfalls vor. Ron wird dir schon nicht den Kopf abreißen, wenn du ihr absagst“, teilte er ihm mit, Harry wurde nachdenklich.

„Weißt du, Neville, ich bin mir nicht sicher, was ich will“, gestand der Schwarzhaarige, Neville lächelte schmal.

„So etwas macht jeder mal durch, Harry. Letztes Jahr ging es mir genauso.“

„Wirklich? Und… Was hast du gemacht, um…“ Harry fühlte sich irgendwie wie ein Trottel.

„In mich hineingehorcht und den anderen zugehört. Ich habe herausgefunden, was jeder gerne macht, damit er glücklich ist. Also habe ich mich hingesetzt und ebenfalls überlegt, was mich glücklich macht, wie ich Glück überhaupt definiere.“

„Und bist du zu einem Ergebnis gekommen?“, wollte Harry sogleich wissen.

„Ja, das bin ich, und ich stehe dazu. Nur weiß es nicht jeder. Hauptsache, ich komme damit klar.“

„Also ist es ein Geheimnis?“

Neville grinste ihn an. „Könnte man sagen. Mach dir nicht so viele Gedanken, sondern lass es laufen, Harry. Das Schicksal findet dich schon. Und wenn es dich hat, zeigt es dir den Weg.“

Neville schenkte ihm noch ein letztes Lächeln, dann nahm er an Tempo zu. Harry war dies nur recht, denn er wollte jetzt für einen Augenblick alleine sein. Was Neville ihm gesagt hatte, war es wert, darüber nachzudenken. Was wollte Harry? Antwort: Liebe, eine Beziehung. Hermine hatte ihm einst geraten, nichts zu erzwingen, da es sonst nicht funktionierte. Wenn man den Dingen seinen freien Lauf ließ, käme das Glück selbst zu einem. Ob das stimmte? Wie auch immer, Harry fühlte Erleichterung in sich.

Als er hochsah, war von seinen Freunden nichts mehr zu sehen, wahrscheinlich waren sie schon längst in der Großen Halle beim Mittagessen. Harry fühlte sich seit langem wieder etwas ruhiger, als er die Eingangshalle passierte und etwas im Blickwinkel wahrnahm. Neugierig geworden kam er der kleinen Nische näher, deren schwerer Vorhang ab und zu zuckte. Wer sich wohl dahinter versteckte?

So leise Harry konnte, pirschte er sich an und lugte mit langem Hals in die Nische hinein. Wie er vorhin nicht genau erkennen konnte, verdeckte der Vorhang nicht die gesamte Nische, er stand zur Hälfte offen. Harry erstarrte, sein Grinsen wich. Direkt vor ihm stand kein Geringerer als Draco Malfoy und in seinen Armen hielt er Selest Young. Harry war genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, denn Draco neigte in diesem Moment seinen Kopf und kam den Lippen des Mädchens immer näher. Beide hatten Harry nicht bemerkt, welcher wie angewachsen zu ihnen starrte.

Als sich ihre Lippen zu einem Kuss fanden und Draco sie näher an sich zog, sprengte sich etwas in Harrys Körper. Obwohl der Gryffindor bereits damit gerechnet hatte, traf ihn dieser Anblick sehr.

Gehetzt lief er davon, sein Herz schmerzte. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er sich bereits verliebt hatte, nur leider unglücklich. Sein Herz hatte Draco Malfoy auserkoren, was eindeutig die falsche Wahl war. Wie konnte er nur so blöd sein, sich ausgerechnet in Malfoy zu verlieben? Malfoy war ein Reinblut, ein Slytherin, sein Feind und dazu noch ein Junge! Konnte es noch beschissener kommen? Ja, er war leider Gottes wirklich bisexuell veranlagt, das konnte er nun nicht mehr leugnen!

Wütend und enttäuscht stapfte Harry hinaus auf das Gelände von Hogwarts und nahm Kurs in Richtung See. All seine Unzufriedenheit, seinen Hass, seine Enttäuschung und seine Wut packte er zusammen und ließ sie am Ufer des Sees mit einem gewaltigen Schrei entweichen. Während er sich die Seele aus dem Leib schrie, ging er auf die Knie und hieb mit den Fäusten auf den Kies ein. Danach holte er tief Luft und schluckte hart.

Den Oberkörper hob er langsam an, starr blickte er auf den See hinaus. Rachegelüste und Schmerz kämpften um die Vorherschaft in seinem Herzen. Blanke Wut wallte in ihm hoch, sämtliches rationales Denken schaltete sich aus. Entschlossen stand er auf und nahm eilig den Weg zurück zum Schloss.

Als er endlich ankam, traten Malfoy und Young gerade aus der Nische und taten so, als wäre nichts passiert. Natürlich! Keine menschlichen Gefühle in der Öffentlichkeit! Beschissene Slytherins! Harry sprühte vor Wut, hatte nur Hass für den Blonden und sein Püppchen übrig, den er ihm mit einem einzigen Blick schickte. Draco verschloss sein Gesicht und setzte seine gleichgültige Maske auf. Young runzelte nur die Stirn und Malfoy flüsterte ihr etwas ins Ohr.

Harry wandte rasch den Blick von den beiden ab und marschierte in die Große Halle. Malfoy und Young folgten mit gebürtigem Abstand. Viel zu sehr waren sie damit beschäftigt, sich ständig gewisse Blicke zuzuwerfen, als auf Harrys Reaktion zu achten.

„Harry!“, rief Hermine erleichtert aus, als der wütende Schwarzhaarige auf ihren Tisch zueilte.

„Wir warten schon eine Ewigkeit auf dich! Ist etwas passiert?“, stand Ron auf, Harry kam immer näher.

„Noch nicht, aber bald“, zischte Harry und schritt an Ron vorbei. Ginny bekam große Augen, als Harry sie hochzog und sie fest auf die Lippen küsste. Ginny war zunächst überrascht, doch dann schmiegte sie sich an ihn. Ron konnte sich vor Begeisterung nicht halten, Hermine war Harrys Verhalten nicht geheuer. Dean und Seamus klatschten erfreut, während Neville seltsam ruhig blieb und nur den Kopf schüttelte. Auch Luna blieb dieser Kuss nicht verborgen, sie konnte Harry einfach nicht verstehen.

„Das perfekte Pärchen“, schnarrte Draco gehässig und legte seinen Arm um Selest.

„Da gebe ich dir Recht“, säuselte Selest mit einem giftigen Lächeln.

„Blaise und Theo warten, lass uns zu Tisch gehen“, wisperte Draco in ihr Ohr und schob sie sanft voran.

Harry löste sich von Ginnys Lippen und sah sie hart an.

„Oh Harry! Ich wusste doch, dass du mich magst!“, war Ginny happy, Harry wurde leicht übel. Entsetzt weiteten sich seine Augen, danach drehte er seinen Kopf in Malfoys Richtung. Ein spöttischer Blick kam als Antwort, Harrys Magen verknotete sich.

„Harry!“, holte Ginny ihn wieder in die Realität zurück, der Gryffindor sah ihr wieder in die Augen.

„Sind wir jetzt zusammen?“, fragte sie beinahe schüchtern, automatisch nickte Harry.

Ginny warf sich selig lachend in Harrys Arme, während der Gryffindor erstarrte und sich nur eines fragte: Was zum Henker tat er hier eigentlich?

TBC…



Information: Nächstes Posting in drei Tagen, also am Mittwoch! Bussis, gugi

Anmerkung: Oje, bitte mich nicht killen! Ich weiß, dass ihr diese Weiber nicht leiden könnt. Keine Panik, ich kann sie auch nicht ausstehen. Allerdings müssen diese Pärchen zusammen kommen, damit ich meinen Plotfaden weiterspinnen konnte, versteht ihr? Also freut euch auf die nächsten Chaps, denn ab jetzt sollte es interessanter werden.
 
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