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Vorwort, Inhalt, Prolog
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| von gugi28 erstellt: 18.01.2008 letztes Update: 31.12.2008 Allgemein / P18 Slash (fertiggestellt, keine anonymen Reviews) | 4696 Reviews |
Hallo meine Lieben!
Diese Story widme ich allen Lesern, aber vor allem den Reviewern meiner vielen Geschichten!
Mein Dankeschön an euch ist, dass ich euch ein neues Werk präsentiere!
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Vorwort
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Herzlich willkommen zu meinem neuesten Baby! *rote Rosen verteil* Seid ihr genauso aufgeregt wie ich? Ich bin jedenfalls ziemlich nervös, das passiert mir bei jeder neuen Story. Gibt den gewissen Kick! *lach* Was meint ihr? Gehen wir es an? Na dann…
Zum Thema dieser Story: Ich weiß, dass das Thema Drachen schon recht oft im HP-Fandom durchgekaut wurde, aber ich bekomme die Faszination für diese Tiere einfach nicht los. Diejenigen unter euch Lesern, die mich schon seit Jahren kennen, wissen, dass ich im Jahre 6000 vor Christus schon einmal eine Story in Stein gehauen habe, in der Drachen vorkamen. Nun, ihr könnt beruhigt sein, denn diese Idee wird absolut nicht der damaligen gleichen. Ich war und bin noch immer der Meinung, dass meine Storys sich voneinander unterscheiden sollten. (Ausnahmen für Gleichungen gibt es natürlich. Beliebtes Beispiel: Ich wiederhole mich gerne, wenn es um Lemons geht.)
So! Und nun bitte ich euch in eurem Sinne, meine Infos sehr aufmerksam durchzulesen, damit es keine Missverständnisse gibt! Herzlichen Dank und viel Spaß mit dem Prologkapitel!
Alles Liebe an euch!
Eure gugi und natürlich darkgugi!
WARNUNG!
Ich habe nicht vor, es jedem Leser Recht zu machen, denn es ist leider ein Ding der Unmöglichkeit, den Geschmack aller zu treffen. Wem diese Story, mein Schreib- und Erzählstil, meine Ideen und meine Handlungsweise nicht gefallen, der soll bitte in seinem eigenen Interesse nicht mehr weiter lesen. Also noch einmal: Don´t like it, don´t read it! Niemand wird dazu gezwungen. Es ist meine Story und ich schreibe sie so, wie ich sie haben will. Denn ich schreibe sie in erster Linie für mich und stelle sie euch zur Verfügung. Natürlich hoffe ich sehr, den Geschmack vieler Leser zu treffen, denn das wünscht sich sicher jeder Autor!
WARNUNG!
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INHALT
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Name der Story: Xion – Reich der Drachen
Disclaimer: Mir gehört nichts, alles JKR. Ich borge mir einige ihrer tollen Charaktere aus und gebe sie nach Beendigung dieser Story ziemlich versaut wieder zurück! Es könnte jedoch vorkommen, dass Ähnlichkeiten zum Film "Eragon" entstehen.
ACHTUNG! Charaktere: Wie Draco und Harry aussehen und von welchen Schauspielern sie gespielt werden, wisst ihr. Und wie sich JKR Blaise Zabini vorstellt, wisst ihr wahrscheinlich auch. Ich hingegen habe mir Blaise schon damals, als es nur diesen Namen und sonst nichts weiter von ihm gab, anders vorgestellt. Meine Stammleser wissen das. An alle! Wollt ihr wissen, wie mein Blaise Zabini aussieht?
Blaise Zabini: Für mich verkörpert der Schauspieler Gaspard Ulliel auf diesem Bild den Chara Blaise perfekt!
http://www.teenidols4you.com/picture.html?g=Actors&pe=gaspard_ulliel&foto=554&act=384&mv=4&pic=120035
Eigene Charaktere:
Kevin Leary – verkörpert von Chase Crawford:
http://www.teenidols4you.com/picture.html?g=Actors&pe=chacecrawford&foto=554&act=917&mv=4&pic=124677
Samuel Miller – verkörpert von Chris Evans, nur bitte ohne Bart:
http://www.teenidols4you.com/picture.html?g=Actors&pe=chris_evans&foto=554&act=534&mv=4&pic=57897
Joey Miller – verkörpert von Nick Stahl, nur sollten die Haare etwas mehr gelockt und länger sein:
http://www.teenidols4you.com/picture.html?g=Actors&pe=nicks&foto=554&act=147&mv=4&pic=11644
Adrian Fletscher – verkörpert von unbekanntem Model, nur mit viel weniger Behang und kürzeren Haaren. Lasst euch bitte nicht schocken und seht nur auf das Gesicht:
http://web.ard.de/galerie/bilderpool/boulevard/2006/Gaultier/Gaul5.jpg
Salmeus Hardegan – verkörpert von Bollywoodschauspieler:
http://www.indiaoz.com.au/bollywood/stars/Arjun_Rampal/gallery/5.jpg
Mike Finnley (neu!) – verkörpert von Aaron Carter:
http://www.teenidols4you.com/picture.html?g=Actors&pe=aaron_carter&foto=554&act=572&mv=4&pic=98728
Nicolas Monroe - verkörpert von Jamie Johnston:
http://www.teenidols4you.com/picture.html?g=Actors&pe=jamie_johnston&foto=554&act=593&mv=4&pic=88714
Hoffentlich gefallen sie euch! Ich hab SAULANG im Netz gesucht, bis ich gesagt habe: „Das ist er!“ Fragt meine Beta, die Arme! Hat unter meinem Wahn leiden müssen. Ich hab mir extra für euch diese Mühe gemacht! *Schweiß von der Stirn wisch* Aber dieser Kerle sind doch geil, oder? *sabba*
Genre: Allgemein. In dieser Story sind alle Genres enthalten.
Info1: Happy-End-Garantie. Und da Slash vorkommt, werden die Charaktere sicherlich OOC!
Rating: Slash, R18. Nur für Leser ab 18 Jahren bestimmt! Warnung! Lemon!
=>Lemon: In dieser Story könnt ihr mit verschiedenen Varianten von Lemons/Limes rechnen! Manche sexuelle Handlungen erwähne ich oberflächig, manche fasse ich kompakt zusammen und andere schreibe ich bis fast ins kleinste Detail aus. Ihr habt somit die Wahl zwischen soft, knisternd und hot!
Pairing: Harry/? (Er wird noch ein paar Anläufe brauchen, bis er sein Ziel erreicht hat! *sorry*) Harry/Draco, Blaise/Kevin, Hermine/Ron, vielleicht noch andere. (Pairings werden erst später zusammenfinden!)
Hauptpersonen: Vorwiegend Harry - und seine Freunde. Weitere Personen springen immer wieder durch die Story.
Erzählstil: Ähnlich oder gleich wie bei „Geheimnisvolle Schlangen und Jumanji“. Ihr werdet verschiedene Sequenzen zu lesen bekommen, die sich nach und nach zusammenfügen und ein Ganzes ergeben. Das heißt, dass ihr mit Szenenwechseln rechnen müsst.
Mein Tipp an die Leser: Geht nicht mit Erwartungen und Vorstellungen in die Story. Bleibt offen für alles, dann wird sie euch vielleicht gefallen.
Kapitelanzahl: Keine Ahnung. Ich lass mich da selbst überraschen. Wie immer eigentlich. Sobald ich Genaueres weiß, lasse ich es euch wissen!
Seitenanzahl: Zwischen 10 und 15 Seiten pro Kapitel.
HP Bücher: Ich gehe nicht direkt nach den Büchern, entnehme aber trotzdem einige Ereignisse aus ihnen. Andere Details habe ich eiskalt erfunden. *grins* Wundert euch also nicht! Ach ja: Dumbledore und einige andere leben in meiner Story.
Spielraum: Ab Jänner, siebtes Schuljahr.
Rechtschreibung: Traditionelle/Österreichische! Außerdem bin ich schon ein „älteres“ Mädchen, deshalb kann es sein, dass sich die alte Rechtschreibung noch einmischt.
Beta: LadyMarJa – Danke mein Herz! Du bist toll, Mädel! *Knutsch*
Update: Schwer zu sagen. Kommt darauf an, wie schnell ich mit den Kapiteln fertig werde und wie es sich mit der Zeit ausgeht. Genauere Info kommt, sobald ich ein wenig Routine habe. Bis dahin versuche ich, jeden Freitag ein Kapitel hoch zu laden. Aber nur, wenn es mir möglich ist!
Info2: Diese Geschichte springt zwischen Xion und Hogwarts hin und her, bitte stellt euch darauf ein. Und noch etwas: Der Schulleiter von Xion ist ziemlich schräg drauf!
Inhalt: Die Zauberwelt ist davon überzeugt, dass Harry Potter die Kraft und den Mut besitzt, sich gegen Voldemort zu stellen und ihn zu besiegen. Harry sieht sich somit gezwungen, seine zuversichtliche Maske für alle Hoffnungsträger dieser Zauberwelt aufrecht zu erhalten, was mit der Zeit immer schwieriger für ihn wird. Viel zu oft überfallen Harry mysteriöse Panikattacken - er kommt mit der ihm auferlegten Bürde nicht mehr zurecht und hegt dementsprechend düstere Gedanken, die seinen Lebenswillen rapide schwächen. Gerade noch rechtzeitig findet Dumbledore einen Weg, ihm zu helfen. Er schickt Harry auf eine geheimnisvolle Insel namens Xion, mit dem Auftrag, etwas Besonderes zu finden – zieht Draco Malfoy seinen Nutzen daraus?
P.s. Gelaber + Links + schon wieder Gelaber + Prologkapitel = 14 Seiten.
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Prologkapitel
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Dieser Moment gehörte ihm, ihm ganz allein. Hier draußen, am Ufer des Sees, konnte man wundervoll entspannen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Der junge Mann schlang seinen Umhang fester um seinen schmalen Körper, setzte sich auf einen der flachen, großen Steine und zog die Knie fest an seine Brust. Mit einem Seufzen umschlang er seine Beine und legte das Kinn darauf ab. Obwohl es ihn ein wenig fröstelte, fror er nicht wirklich, denn sein Körper war an die kühlen Temperaturen des jungen, neuen Jahres bereits gewöhnt.
Hier, in diesem, seinem Moment gab es keine lästigen oder schwerwiegenden Fragen, nur Ruhe und das sanfte Rauschen der anrollenden Wellen. Vor Jahren noch war Harry Potter, der berühmteste Junge der Zauberwelt, sich nicht bewusst gewesen, wie schwer die Bürde auf seinen Schultern tatsächlich lastete. Doch je älter er wurde, um so mehr verstand er. Unfreiwillig war er in einen realen Lebensalptraum gestoßen worden und hatte viele seiner Lieben mit sich gerissen.
Bitterkeit lag auf Harrys Gesichtszügen, während er abwesend einen kleinen Ast in seinen Fingern umher drehte und das Spiel zwischen dem Wind und seinen Haaren nicht registrierte. Harry Potter gab sich die Schuld an vielem. Vor allem aber an einigen Todesfällen: Es betraf seine Eltern, Sirius, Cedric…
Wenn es mich nicht gäbe, wären sie alle noch am Leben, so dachte er.
Unsinn, Harry! Wenn du nicht wärst, hätten wir keine Auszeit von Voldemort nehmen können! Du hast mehr verhindert und für uns alle getan, als dir bewusst ist!
Harry hörte Hermines eindringliche Stimme in seinen Gedanken und schmunzelte. Das war so typisch sie: Niemals an seinem Wert zweifeln. Man konnte Hermine Granger als Harrys dominantes Gewissen bezeichnen, wenn man so wollte.
Ja, Mann! Du darfst dich geehrt fühlen! Immerhin bist du mit mir befreundet! Alter, ich nehm’ nicht jeden als besten Kumpel, klar?
Harry gluckste vor sich hin und stellte sich Rons Gesicht vor. Ron Weasley war eine Nummer für sich, ebenso Hermine, trotzdem war Harry absolut vernarrt in seine beiden besten Freunde. Kurz hielt er in seinen Gedanken inne, das Lächeln verschwand langsam. Obwohl Hermine und Ron ihm immer zur Seite standen, schafften sie es auch mit einer Leichtigkeit, Harry permanent daran zu erinnern, was bald erfüllt werden musste. Natürlich, sie meinten es nur gut und lieferten Harry wertvolle Hilfestellungen, aber…
Es war an Harry Potter, den dunklen Lord zu bezwingen, nicht an seinen besten Freunden, obwohl er die manchmal lebensmüden Einsätze der beiden mehr als bewunderte und schätzte. In letzter Zeit jedoch wurden die Fragen und Hinweise für Harry immer bedrückender, auch wenn seine Freunde nichts dafür konnten. Harry wollte vor ihnen nicht als Schwächling dastehen, wenn er zugäbe, dass ihre eindringlichen Fragen ihn regelrecht erdrückten – immerhin war er der Auserwählte!
Der Gryffindor, noch immer am Seeufer sitzend und gedankenverloren gerade aus starrend, runzelte die Stirn. Schwachsinn. Für diese Gedanken würde Hermine ihm wohl eine scheuern und von Ron müsste er sicher Drohungen einstecken! Okay, Harry wusste, dass er seine Zweifel seinen Freunden anvertrauen konnte, dennoch tat er es nicht. Er konnte es irgendwie nicht, etwas hielt ihn zurück.
Wie gesagt: Mit den Jahren zwängte sich auch das Tiefgründige von Harrys Bürde in den Vordergrund. Bekam er Schiss? Ja, durchaus. Aber war es verwunderlich? Eigentlich nicht. Nur weil Harry der Auserwählte war, hieß das noch lange nicht, dass er sofort Wunderkräfte entwickelte und mit strahlender Rüstung in den Krieg zog. Harry Potter war ein Teenager; mit all den Wünschen, Hoffnungen, Träumen und Ängsten, wie sie ein ganz normaler Junge eben hatte.
Zum einhundertsten Male fragte sich Harry, weshalb das Schicksal so offensichtlich auf ihn gezeigt hatte, als es darum ging, das gefährliche Erbe werdender Eltern in Empfang zu nehmen. Und nun? Hier war er, Harry Potter, gezeichnet durch seine Narbe und den daraus entstehenden, berühmten Namen.
Das Wetter ahmte seine Stimmung nach, der Wind wurde stärker und riss an Harrys Kleidung und Haaren. Die schwer am Himmel hängende Wolkendecke wurde fülliger und nahm an Schwärze zu, der See zeigte anfängliche Aggressionen. Am Saum des Ufers tanzten die biegsamen Baumwipfel mal links, mal rechts, erst jetzt spürte Harry die Kälte unter seine Kleidung kriechen. Der Gryffindor entschied, dass es an der Zeit war, wieder zurück zum Schloss zu gehen und erhob sich.
Plötzlich zog sich sein Herz zusammen, es klopfte wild gegen den Brustkorb. Harry sackte keuchend auf die Knie und rang nach Atem. Schwindel erfasste ihn, das aufbrausende Wetter stürmte auf ihn ein. Der Schwarzhaarige griff sich panisch geworden an die Brust, sein Blick war geschockt auf den wütenden See ausgerichtet. Wie ein Fisch auf dem Trockenen japste er nach Luft, dann setzte wieder sein Verstand ein.
Ganz ruhig, Harry, alles ist in Ordnung! Dir fehlt nichts und du leidest auch nicht an einer Krankheit! Wahrscheinlich bist du nur ein wenig überfordert, das ist alles!
Harry sagte sich diese Worte immer wieder im Geiste vor und durchlitt zeitgleich Angstzustände, die er noch nie zuvor so intensiv erlebt hatte. Solche Gefühle wünschte er nicht einmal seinem Feind – ausgenommen Voldemort -, denn das, was er spürte, konnte er einfach nicht in Worte fassen. Man musste es selbst erlebt haben, um zu wissen, was für einen Höllengrad der Betroffene in diesem Moment durchlebte.
Seine beharrlichen Gedanken erzielten endlich einen hart gekämpften Erfolg. Harrys Herz raste nicht mehr, die Angst legte sich. Die Kälte schien noch unerträglicher geworden zu sein, da sie den Schweißfilm auf seinem Körper trocknete. Mit zittrigen Knien erhob sich Harry und atmete hektisch. Er zitterte und verstand nicht, was soeben mit ihm passiert war. Aber es war nicht zum ersten Mal vorgekommen.
Erleichtert darüber, dass es nun vorbei war, hob er sein Gesicht dem Himmel empor, die ersten Tropfen fielen. Die Sicht des Gryffindors wurde immer schlechter, da sich die Regentropfen vermehrten, auf Brille und Gesicht auftrafen. Harry atmete noch einmal tief durch, drehte sich um und nahm den Weg zurück zum Schloss. Mit jedem Schritt baute Harry seine unbekümmerte Maske wieder auf, in der Hoffnung, weitere Täuschungsmanöver ausführen zu können.
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„Harry! Da bist du ja endlich! Sag mal – warst du draußen?“ Ron kam soeben aus der Großen Halle und musterte Harry ziemlich überrascht.
„Ich hab dir doch erzählt, dass ich einen Verdauungsspaziergang mache“, erwiderte Harry achselzuckend und trat Ron entgegen.
„Ja, das schon. Nur dachte ich, du bevorzugst das Innere des Schlosses, denn bei dem Sauwetter…“, beide Jungs sahen soeben aus dem Gangfenster, „…wäre ich sicher nicht freiwillig rausgegangen.“
„Du nicht, Ron, aber ich schon“, grinste Harry, die Jungs stellten sich zum Fenster und beobachteten das Unwetter. Tratschende Schüler anderer Häuser schritten hinter ihren Rücken vorbei und waren tief in ihre Gespräche versunken, während das Naturschauspiel die Aufmerksamkeit zweier Gryffindors geschenkt bekam.
„Manche Anwandlungen von dir werde ich wohl nie kapieren, Harry“, schüttelte Ron schief grinsend den Kopf.
„Musst du auch nicht, Ron“, lächelte Harry schmal zurück, beide nahmen ihren Weg wieder auf und folgten einer kleinen Gruppe an tratschenden Schüler.
„Wo sind denn eigentlich die anderen?“, sah Harry sich um.
„Die sind schon voraus gegangen. Wir haben uns gedacht, wir warten auf dich, aber dann…“
„…ist die Zeit knapp geworden. Ich versteh schon, Ron. Ich war wieder einmal zu spät dran. Wenigstens du hast auf mich gewartet“, seufzte Harry, Ron schüttelte entschieden den Kopf.
„Fast, Kumpel, immerhin haben wir noch ein paar Minuten. Wenn wir den Geheimgang hinter dem Ritter von Eckstein nehmen, dann könnten wir Glück haben, und Snape reißt uns nicht die Köpfe ab“, haspelte der Rotschopf los. Harry brachte nur ein Nicken zustande, beide sputeten sich und bahnten sich ihren eiligen Weg durch die Schülermengen.
Biegung um Biegung und Geheimgang hinter sich gebracht spähten zwei Köpfe in den leeren Gang hinaus, Ron gab das Zeichen. „Die Luft ist rein, Harry.“
„Puh, Schwein gehabt, wir haben noch fünf Minuten“, beschleunigte Harry seine Schritte, Ron passte sich ihm an. Hinter ihren Rücken hörten sie plötzlich die Stimmen der Slytherins, die immer näher kamen. Super, die Schlangen hatten wieder einmal das perfektes Timing erwischt!
„Sieh mal einer an! Potter und das Wiesel schaffen es zum ersten Mal, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen! Welch Weltwunder!“, schnarrte Dracos Stimme überheblich durch den Gang, die Gryffindors drehten sich im Gehen mit blitzenden Augen zu den Slytherins um. Soeben bogen die restlichen Siebtklässler der gehässigen Schlangen um die Ecke und grinsten hämisch, der Platinblonde führte erhaben die Gruppe an.
„Klappe, Malfoy“, knurrte Harry und packte Ron fest am Arm, um einerseits eine hitzige Reaktion seines besten Freundes zu verhindern und um ihn andererseits mit sich zu schleppen. Das boshafte Gelächter der Slytherins hallte ihnen nach.
„Verdammt, Harry! Diese Idioten haben es verdient, dass…!“, zischte Ron ihn säuerlich an.
„Vergiss es, Ron, sie sind es nicht wert. Du weißt doch, dass sie es darauf anlegen, uns zu reizen. Willst du in ihre Falle tappen? Zum Schluss fliegen uns noch Flüche um die Ohren, dann taucht Snape wie aus dem Nichts auf und gibt uns die Schuld. Nein danke, das hatten wir schon zu oft!“, fauchte Harry zurück, der Rotschopf gab sich geschlagen.
„Du hast ja Recht, Harry, aber Malfoy bringt mich einfach zur Weißglut! Ach ja, Malfoy…“, fiel Ron etwas ein.
„Was ist mit ihm?“, erkundigte sich Harry neugierig und warf einen knappen Blick über seine Schulter. Die stechenden Augen der Slytherins hafteten noch immer an ihnen, sie tuschelten miteinander.
„Es geht das Gerücht um, dass Malfoy es geschafft hat, sich der Todesserweihe zu entziehen.“
„WAS?!“ Harrys Augen wurden tellergroß, er hielt abrupt an.
„Oh Mann, leiser!“, schob nun Ron Harry voran, während die Slytherins hinter ihnen abermals lästernde Bemerkungen über sie fallen ließen, nur hörten die beiden Betroffenen nicht hin. Ron hatte diese Neuigkeit sofort loswerden wollen und Harry platzte gleich vor Neugierde.
„Von wem hast du das gehört?“, fragte Harry nach, beide betraten soeben das Klassenzimmer für Zaubertränke.
„Harry, Ron! Beeilt euch! Na macht schon!“, winkte Hermine sie ungeduldig zu sich, da sie ihren Freunden Plätze freigehalten hatte. Ron und Harry steuerten auf sie zu.
„Von der Maulende Myrte“, flüsterte Ron ihm zu, Harry stand der Mund offen.
„Von der Maulende Myrte? Sag mal, Ron, was hat dich bloß zu ihr verschlagen? Sag ja nicht, du besuchst sie freiwillig? Sorry, Mann, aber ich würde ihr nicht glauben“, schüttelte Harry energisch den Kopf. Ron blieb für einen kurzen Moment stehen, spähte schnell zu Hermine, zog Harry zu sich und lehnte sich ein Stück zu ihm vor. Eindringlich sah er ihn an.
„Du kennst doch Hermine, manchmal… da brauch ich einfach eine Auszeit von ihr. Und wenn du nicht da bist oder keine Zeit hast, geh ich eben zu Myrte. Kannst du dich noch daran erinnern, als ich vor einer Woche so tierisch pinkeln musste und ich es nicht mehr bis zur Herrentoilette geschafft hätte?“
„Ja, war ja nicht zu übersehen gewesen“, grinste Harry schief, Ron rollte mit den Augen. „Ich bin dann ins Mädchenklo gegangen, und als ich fertig war, war da auf einmal Myrte und quatschte mich voll. So hat alles angefangen. Zuerst stritten wir und sie erklärte mir lang und breit, dass nur Mädchen oder du auf ihre Toilette dürften. Aber dann hab ich ihr mitten ins Gesicht gesagt, dass mir das scheißegal ist, wenn ich dringend pinkeln muss.“
„Spätestens nach dieser Meldung hat sie dich sicher angekeift und in Grund und Boden geschrien“, gluckste Harry, Ron grinste.
„Schon, aber… Wie es aussieht, freut sie sich jetzt über meine Besuche, sie vertraut mir langsam. Heute Vormittag war ich wieder bei ihr, wir unterhielten uns ganz normal. Aber dann meinte sie, sie hätte mir etwas zu erzählen.“
„Das Gerücht um Malfoy“, schlussfolgerte Harry in dessen Richtung blickend, Ron nickte. Die Slytherins nahmen soeben Platz.
„Und woher weiß sie es?“, fragte Harry weiter.
„Das wollte sie mir nicht sagen. Sie sagte nur, dass ich es dir mitteilen soll.“
„Tatsächlich? Aber wieso wollte sie, dass ausgerechnet ich es erfahre?“, runzelte Harry die Stirn.
„Snape kommt!“, hörten die beiden Jungs Deans warnende Stimme, schnell setzten sie sich auf ihre Plätze.
„Es wurde ja aber auch langsam Zeit, dass ihr euch setzt!“, zischte Hermine sie von links an, Harry und Ron seufzten im Duett. Im selben Moment stürmte Snape das Zaubertränkezimmer und schloss mit einem Schwenker seines Zauberstabes die Türe.
„Seite 356, rasch!“, fügte Severus Snape kurz an und begab sich mit wehendem Umhang zu seinem Pult.
„Hör mal, Harry. Ich weiß nicht, wieso Myrte wollte, dass ich dir das sage, aber sie muss einen guten Grund dafür gehabt haben“, nuschelte Ron und blätterte in seinem Zaubertränkebuch, Harry machte es ihm gleich.
„Und wie hat Malfoy es geschafft, sich davor zu drücken?“, fragte Harry im Flüsterton weiter. Da sich Hermine mit steifer, eifriger Haltung auf den Unterricht konzentrierte, bekam sie nichts von dem Inhalt des Gespräches mit.
„Angeblich war er in den Ferien krank, schwerkrank. Aber wenn das so war, dann hat er sich auf wundersame Art und Weise rasch erholt. Oder…“
„…oder er hat nachgeholfen, krank zu werden“, schielte Harry über seine Schulter und musterte den Blonden, der konzentriert an die Tafel starrte. Als würde Draco Harrys Blick spüren, drehte er seinen Kopf, zog angewidert seinen linken Nasenflügel hoch und schnaubte Harry abfällig an.
„Potter! Wäre es ratsam, meinem Unterricht zu folgen?!“, hallte Snapes Stimme durch das Zimmer, Harry drehte sich rasch nach vorne und bekam rote Wangen.
„Ja, Sir“, pflichtete er klein bei.
„Dann tun Sie das auch gefälligst, Potter! Zehn Punkte Abzug für Gryffindor!“, schnappte Snape, die Slytherins lachten schadenfroh auf. Harry verhielt sich von nun an ruhig, Ron stöhnte genervt und Hermine schüttelte verärgert ihren Kopf.
Als der Unterricht fortgeführt wurde, hörte Harry nur mit halbem Ohr zu. Seine Gedanken waren bei Myrte und dem, was sie Ron anvertraut hatte. Und so beschloss Harry, gleich in der nächsten Pause die Maulende Myrte zu besuchen…
°
Harry vergewisserte sich eingehend, dass niemand außer ihm im Gang anwesend war, dann erst drückte er die Tür zur Mädchentoilette auf. Während Ron in Absprache mit Harry soeben versuchte, Hermine abzulenken, nutzte Harry nun die Chance, ein Gespräch mit Myrte zu führen, wenn diese überhaupt anwesend war.
Sobald er eingetreten war, hörte er auch schon das leise Summen des Geistes, seine Augen fanden die durchsichtige Gestalt auf dem hoch angesetzten Fenstersims sitzend. Harry kam näher, erst jetzt bemerkte der Geist seine Anwesenheit.
„Oh! Harry! Es ist lange her, nicht wahr?“, begrüßte sie ihn im Singsang und neigte ihren Kopf, Myrte zeigte ein schüchternes Lächeln und zog kichernd die Schultern hoch.
„Hallo Myrte! Tut mir leid, ich hatte wirklich viel…“
„…um die Ohren, ich weiß!“, kreischte sie plötzlich und drehte einen Looping in der Luft, ehe sie wutschnaubend vor Harry Halt machte und ihre Hände in die Hüften stemmte. Von einem Moment zu anderen veränderten sich jedoch ihre Gesichtszüge, sie seufzte herzerweichend.
„Ich vergebe dir, Harry Potter, schließlich bist du jetzt bei mir“, säuselte sie, Harry zwang sich zu einem Lächeln.
„Stimmt es, was Ron mir gesagt hat, Myrte?“, kam er gleich zum Punkt, das Gesicht des Geistes verschloss sich. Nachdenklich schwebte Myrte vor ihm auf und ab, sie nickte langsam.
„Kaum zu glauben, aber es stimmt. Draco Malfoy hatte wohl Schiss“, zwitscherte sie zum Schluss.
„Woher…“ Harry konnte seine Neugierde nicht zügeln.
„Woher ich das weiß? Ich… Ich kann mich nicht erinnern“, schluchzte sie einmal kurz auf. Als würde sie Schmerzen verspüren oder sich vor etwas fürchten, fing sie zu wimmern an, legte ihre Hände um ihren Leib und drehte sich im Kreis. Harry gab es auf, schlau aus ihr zu werden, für ihn hatte sie eindeutig einen Sprung in der Kloschüssel.
„Bitte, Myrte, gib dir Mühe. Für mich!“, bettelte er, der Geist hielt inne. Aufmerksam sah Myrte ihm ins Gesicht und schwebte wieder nahe an ihn heran.
„Für dich, Harry, tu ich fast alles“, flirtete sie ihn mit Augenaufschlag an, Harry sah schnell zu Boden.
„Es war eine Stimme“, sinnierte sie, Harry lauschte gespannt. „Sie war männlich, leise und geisterhaft. Sie kam von überall her. Aber wenn ich sie eingrenzen müsste, würde ich sagen, sie kam aus… dieser Toilette“, zeigte sie auf die zweite von links, Harry ging langsam darauf zu. Vorsichtig streckte er seine Hand aus, berührte damit die Schwingtür und stieß sie fest auf. Der Griff krachte an die Wand, vor ihm befand sich die Toilettenmuschel.
Myrte schwebte auf diese zu und sah hinein. „Jetzt ist sie nicht mehr da“, meinte sie nur, Harry rollte mit den Augen.
„Myrte! Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich kann schwer glauben, dass…“
„Du glaubst mir nicht!?“, brauste sie wütend auf und baute sich in gleicher Weise vor ihm auf, Harry stolperte zurück. „Ich… also…“
„Ich habe sie gehört! Sie war deutlich genug, Harry! Und wenn du glaubst, ich hätte sie mir eingebildet, dann liegst du falsch!“, kreischte sie weiter, Harry widersprach ihr nicht.
„Etwas wird passieren“, schwankte sie erneut in ihrer Stimmung, Myrte schien nun in Gedanken zu sein.
„Und was?“, traute sich Harry zu fragen, der Geist seufzte.
„Das weiß ich nicht, Harry, aber ich habe so ein Gefühl im Bauch…“
Harry verbiss sich den Kommentar, ihr zu sagen, dass Geister nichts mehr fühlen konnten, denn er wollte unbedingt mehr erfahren.
„Es ist, als ob sich weitere Geister ankündigen wollen“, sah Myrte abwesend an ihm vorbei, jetzt war Harry mehr als interessiert.
„Ankündigen wollen?“, hakte er nach, Myrte nickte und schwebte vor ihm auf und ab.
„Weißt du noch? Der letzte Krieg zwischen Gut und Böse?“, flüsterte sie beschwörend, Harry nickte. „Ein dreiviertel Jahr zuvor hatte ich dasselbe Gefühl.“
Harry erinnerte sich sehr genau an die letzte Schlacht im Schloss. Damals hatte Malfoy seine Finger im Spiel gehabt und es geschafft, die Todesser nach Hogwarts zu schleusen. Auf beiden Seiten hatte es Opfer gegeben, was leider nicht zu verhindern gewesen war. Harry hatte eigentlich angenommen, dass der blonde Slytherin schon längst Todesser geworden war. Aber wenn es stimmte, was Myrte Ron verraten hatte, dann musste in den Ferien zum siebten Schuljahr einiges passiert sein.
„Also glaubst du, dass in einem dreiviertel Jahr wieder ein Krieg ausbricht?“, keuchte Harry weiß im Gesicht, Myrte nickte zaghaft. „Könnte sein, Harry.“
„Wieso wolltest du, dass Ron es mir erzählt?“, fragte Harry weiter, Myrte seufzte.
„Weil ich denke, dass Draco Malfoy dir eines Tages helfen wird. Du bist auch sein Retter, Harrylein“, kicherte sie zum Schluss mädchenhaft. Wie es aussah, glaubte Myrte an das Gute im Slytherin, da sie ihn damals auf ihrer Toilette weinend vorgefunden hatte. Ja, Myrte hatte Mitleid mit ihm gehabt, hatte ihn verstanden.
„Unmöglich!“, stieß Harry aus. „Wir sind Feinde! Malfoy liegt lieber vor Voldemorts Füßen und küsst seinen Saum, als mir zu helfen!“, regte er sich auf.
„Und warum dann hat er das Mal nicht angenommen?! Warum dann ist er ausgerechnet zur Weihe krank geworden?!“, fuhr sie ihn an, Harry setzte zur Antwort an.
„Du kannst mir glauben oder nicht, Harry! Mach doch, was du willst!“, heulte sie los, zischte wie eine Rakete ab und versenkte sich in einer Toilettenschüssel. Harry entspannte sich ein wenig und fuhr sich über das Gesicht. Er hatte wirklich keine Ahnung, ob er ihr Glauben schenken sollte, aber er würde darüber nachdenken.
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„Und? Was hat sie gesagt?“, lehnte Ron sich über den langen Esstisch zu ihm vor, Hermine hielt im Gespräch mit Ginny inne und senkte ihren Löffel.
„Wer hat was gesagt?“, wollte der Lockenkopf wissen, die anderen Gryffindors scherzten bei Tisch.
„Ich war bei Myrte“, hielt sich Harry kurz und bündig, Hermines Blick brannte sich auf ihn ein.
„Ach ja? Wieso denn, Harry?“, fragte sie nach.
„Ich… ähm… wollte für mich alleine sein, und irgendwie bin ich dann bei Myrte gelandet“, fing Harry Rons flehenden Blick ein, ihn doch bitte nicht zu verraten. Hermine zog die Augenbrauen zusammen, blinzelte und entspannte sich ein wenig.
„Und? Was hat sie gesagt? Habt ihr beide Geheimnisse vor mir?“, wandte sie sich zuerst an Harry, dann an Ron.
„Nein! Hermine!“, beteuerte Ron sofort, Harry half ihm erneut aus.
„Ich hab Ron vorhin schon erzählt, dass ich bei Myrte war. Also! Sie meinte, dass Malfoy in den Ferien nicht zum Todesser geworden ist. Angeblich war er schwerkrank“, wusste Harry zu berichten, Hermines Neugierde war geweckt.
„Er war krank? Das hat sie gesagt? Vielleicht war das nur ein Zufall?“, antwortete sie.
„Kann schon sein, aber irgendwie glaub’ ich nicht daran“, nuschelte Harry auf den Tisch starrend, dann sah er kurz zu Malfoy hinüber.
„Ihr glaubt also, er hat nachgeholfen, um krank zu werden?“, schaltete sich Ginny ein, Ron und Harry nickten.
Nun sahen alle vier zu Malfoy, der soeben den Kopf drehte, ihre Blicke trafen sich. Dracos Ausdruck wurde düster, die vier drehten sich wieder zurück.
„Irgendetwas stimmt da nicht“, murmelte Hermine, Harry nickte abermals. „Das denke ich auch.“
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Zwei Stunden vor Mitternacht saß Harry völlig übermüdet und trotzdem putzmunter vor dem Fenster im Gryffindorturm und starrte hinaus in die Ferne. Er sah es als Wunder an, dass er heute nicht mit Fragen bombardiert worden war, und doch konnte er an nichts anderes denken, als an den unvermeidlichen, hoffentlich letzten Kampf. War es gut, seinen Freunden nichts von seinem inneren Gefecht erzählt zu haben?
Harrys Herz begann erneut zu rasen und verkrampfte sich, Harry griff sich an die Brust. Nicht schon wieder! Was zum Henker war nur los mit ihm? Hatte er sich vielleicht einen Virus eingefangen, der sich auf diese Art und Weise bei ihm auswirkte? Aber wie passte das dann mit den Angstzuständen zusammen?
„Harry? Kannst du nicht schlafen?“, nuschelte Ron vom Nebenbett aus, Harry riss sich zusammen und drehte ihm den Kopf zu.
„Schlaf weiter, Ron, alles in Ordnung“, antwortete er leise, der Rotschopf schloss mit einem sanften Lächeln seine Augen. Harry hingegen konnte nicht lächeln, denn die Panikattacke war intensiver als die, die er am See durchlebt hatte. Die Atemnot stieg an, kalter Schweiß brach ihm aus. Es war, als würde jemand die Luftzufuhr abschneiden, den Brustkorb einquetschen. Nun bekam Harry richtig Angst.
Geistesgegenwärtig zückte er seinen Zauberstab, rief eine Papiertüte herbei und hielt sie sich vor Mund und Nase. Nach einigen tiefen Atemzügen bemerkte er, dass das Rasen seines Herzens nachließ, die Angst legte sich ein wenig. Verwirrung machte sich in Harry breit, da er sich beim besten Willen nicht erklären konnte, wovor er Angst haben sollte. Etwa vor Voldemort? Das war doch lächerlich!
Harry kam es wie eine Ewigkeit vor, bis sich sein Zustand endlich verbesserte und er aufhörte, kalten Schweiß auszusondern. Mit zittrigen Beinen erhob er sich und schlich ins angrenzende Badezimmer, in dem er eine Dusche nahm und tief durchatmete. Nach dem angenehmen Nass trocknete er sich ab und zog sich um, dann erst schlenderte er in den Schlafraum zurück.
Wie angewurzelt blieb er vor seinem Bett stehen, sein Atem beschleunigte sich wieder. Nein, er schaffte es einfach nicht, sich schlafen zu legen, viel zu groß war die Angst vor… dem Einschlafen? Bei Merlin! Was war denn so schlimm am Einschlafen? Harry war doch jung und gesund, was sollte schon Großartiges passieren?
Ja, es führte kein Weg daran vorbei, so wusste Harry, er musste sich auf die Krankenstation begeben. So leise er konnte, holte er den Tarnumhang hervor und machte sich auf den Weg. Wie nicht anders zu erwarten, lagen die Treppen, der Gemeinschaftsraum und auch die Gänge verlassen vor ihm, Dunkelheit bestimmte die Umgebung. Erst jetzt wurde Harry klar, dass er ganz alleine unterwegs war, sein Herz stolperte erneut in der Brust.
„Verdammt! Ich war schon oft alleine im Schloss unterwegs! Reiß dich zusammen!“, schimpfte er sich zischend aus, die letzten Meter zur Krankenstation lief er.
°
„Madam Pomfrey? Madam Pomfrey!“
Die Krankenschwester eilte erst nach mehrmaligem Rufen in die Krankenstation und rieb sich verschlafen die Augen.
„Mister Potter! Was… Geht es Ihnen gut?“, war sie sofort hellwach, Harry wurde verlegen.
„Ja, mir geht es gut“, nuschelte er, Poppy sah ihn scharf an.
„Lassen Sie mich raten, Mister Potter. Sie vermissten mich so sehr, dass Sie sich dachten, mich um diese Uhrzeit unbedingt besuchen zu müssen“, meinte sie schnippisch, Harry seufzte.
„Es ist mir peinlich, verstehen Sie? Aber ich muss…“ Seine Stimme versagte.
„Harry, was haben Sie denn? Kommen Sie mit“, verstand Poppy den Ernst der Lage und geleitete Harry zu einem der Betten, der schlaflose Gryffindor setzte sich.
„Vor mir braucht Ihnen nichts peinlich zu sein, junger Mann. Sagen Sie mir, was Sie bedrückt“, vermittelte sie leise. So gut Harry konnte, berichtete er Poppy von seinen Panikattacken, während die Medihexe die Stirn runzelte und ihn ernst ansah.
„Ist es etwas Schlimmes, Madam Pomfrey? Muss ich vielleicht sterben?“, wisperte Harry völlig verunsichert, Poppy winkte ab.
„Nichts da, Sie werden nicht sterben, Mister Potter. Das, was Sie haben, sind Angstzustände. Dafür muss es einen Auslöser geben, das ist gewiss. Denken Sie nach, Harry, was macht Ihnen Angst?“
„Ich… kann nicht“, stammelte Harry wie ein Häufchen Elend.
„Ich werde Sie nicht verurteilen, Harry, versprochen“, erwiderte die Medihexe mitfühlend, Harry sprang über seinen Schatten.
„Alle erwarten von mir, dass ich Voldemort stürze. Wieso ich, Madam Pomfrey? Wieso ausgerechnet ich? Wieso muss ich stark sein? Wieso hat Voldemort es auf mich abgesehen?“
Und Poppy verstand.
„Jetzt sind Sie sicher enttäuscht von mir, oder?“, seufzte Harry, Poppy lächelte zart.
„Ganz und gar nicht, Mister Potter. Ich warte schon lange darauf, dass Sie sich diese Fragen stellen. Es bedrückt Sie, dass ausgerechnet Sie der Auserwählte sind, nicht wahr?“
„Ja, und wie! Hermine und Ron nerven mit ihren ständigen Fragen und Hilfestellungen… Ich brauch’ auch mal Zeit für mich! Luft zum Atmen!“, begehrte Harry auf, Poppy nickte verstehend.
„Sie sollten unbedingt mit Professor Dumbledore darüber sprechen, Mister Potter. Ich kann zwar die Symptome heilen, aber nicht den Ursprung. So lange Sie eine gewisse Einstellung hegen, oder eher gesagt eine Abwehrhaltung, können Sie dieses Problem nicht lösen und die Symptome kommen wieder. Sie müssen sich Ihrer Angst stellen, ihr tief in die Augen sehen, nur so schaffen Sie es.“
„Das kann ich nicht“, schüttelte Harry energisch den Kopf, Poppy legte eine Hand auf seinem Knie ab.
„Sie können alles, Mister Potter. Ich glaube es nicht, ich weiß es. Lassen Sie sich vom Schicksal führen und haben Sie keine Angst, denn alles wird gut.“
„Versprochen?“, krächzte Harrys Stimme, Poppy sah ihn offen an. „Versprochen.“
„Geben Sie mir einen Trank oder etwas Ähnliches? Gibt es überhaupt einen Trank dafür?“, wollte Harry wissen.
„Natürlich, Harry, wo denken Sie hin? Dass Sie der einzige Schüler an dieser Schule sind, der Panik hat?“
Poppy eilte davon, holte den Trank und überreichte ihn schlussendlich an Harry. „Drei kleine Schlucke pro Tag sollten reichen. Sobald das Fläschchen leer ist, sehen wir uns wieder.“
„Danke“, hauchte Harry peinlich berührt, Poppys Hand weilte für einen Moment auf seiner Schulter.
„Sprechen Sie mit Professor Dumbledore, Harry.“
Harry erwiderte ihren Blick, aber er antwortete nicht.
°
Wieder unter dem Tarnumhang verborgen geisterte Harry durch die Gänge, aber nicht in Richtung Gryffindorturm. Ja, Harry war sehr müde, sein Körper schrie regelrecht nach Schlaf. Und dennoch machte ihn der Gedanke, sich ins Bett zu legen und einfach nur einzuschlafen fast wahnsinnig. Seine Füße führten ihn zum Astronomieturm, einer seiner Lieblingsplätze im Schloss. Müde steuerte er die obige Etage an, stellte sich vor das Fenster und öffnete es.
Der kalte Wind stürmte den Astronomieturm und blies gegen Harrys Gestalt, dem Gryffindor wurde kalt. Schlotternd schlang er den Umhang fester um seinen Körper, nur der Kopf war zu sehen. Die Kälte ignorierend machte er einen Schritt vor und sah in den tiefen, dunklen Abgrund hinab, die Hände legte er auf das Geländer. Nur ein kleiner Schritt, dann wäre er seine Bürde los…
Harry schüttelte den Kopf. Was dachte er denn da? Seit wann besaß seine Angst mehr Macht als sein Verstand? Harry wollte nicht, dass seine Angst die Kontrolle über ihn hatte, ihn Dinge denken ließ, die er sonst nie dachte! Er musste raus aus diesem Teufelskreis! Jetzt sofort! Plötzlich war der schmale Grad zwischen der einen Entscheidung und der anderen noch enger geworden. Harry besaß zwei Möglichkeiten: Springen oder den Trank nehmen.
Der Gryffindor kämpfte mit sich, die Vernunft gewann. Hastig suchte er nach dem Fläschchen, da passierte es erneut. Schweißausbrüche, Herzrasen, Panikattacken, die Schübe wurden häufiger. Harry glaubte sich in einem Alptraum ohne Wiederkehr in die Normalität, er wankte vom Geländer weg. Gott sei Dank - sonst wäre wahrscheinlich ein großes Unglück passiert.
„Potter! Dachte ich mir doch, dass ich ein Geräusch gehört habe! Was machen Sie hier? Antworten Sie mir!“, herrschte McGonagall Harry an und eilte die Stufen hoch. Im nächsten Moment merkte sie, dass mit Harry etwas nicht stimmte und packte ihn fest an den Schultern.
„Potter! Hören Sie mich!“, sah sie ihn eindringlich an, Harry rang nach Luft. Erst jetzt bemerkte sie das Fläschchen in seiner zittrigen Hand, entnahm es ihm und öffnete es.
„Haben Sie das von Madam Pomfrey, Potter? Nun sagen Sie doch etwas!“, gab sie ihm den Befehl, Harry nickte. Mehr brauchte Minerva nicht zu wissen und half Harry, den Trank zu sich zu nehmen. Harry spürte bereits beim zweiten Schluck, dass der Trank seine Wirkung entfaltete und drückte Minervas Hand von sich, damit er nicht zu viel zu sich nahm.
„Potter, Sie machen mir Angst. Was fehlt Ihnen denn?“, fragte sie eindringlich, Harry musste sich setzen. Mit noch immer zittrigen Händen verschloss er das Fläschchen und sah endlich zu ihr hoch.
„Panikattacken, Professor. Deshalb kann ich nicht schlafen. Ich hab Angst zu sterben.“
„Zu sterben, Potter?“, flüsterte Minerva geschockt, Harry nickte. „Ich glaube schon. Klingt absurd, oder?“
„Kommen Sie mit, Potter, wir müssen sofort zu Professor Dumbledore. Er wird wissen, was zu tun ist“, bestimmte sie und zog Harry hoch.
„Ich denke schon, dass ich Harry helfen kann“, meldete sich eine Stimme hinter ihnen, Harry und Minerva sahen einem hochkommenden Albus Dumbledore in die Augen.
„Schon gut, Minerva, ich kümmere mich ab jetzt um Harry.“ Albus stellte sich zu Harry und stützte ihn, da dieser noch ein wenig wackelig auf den Beinen stand.
„In Ordnung, Albus, gute Nacht.“
„Gute Nacht, Minerva“, lächelte er sie an und sah zu, wie sie leise die Treppen hinab stieg und wenig später aus dem Turm verschwand.
„Harry? Willst du mich ein Stück begleiten?“, fragte Albus ihn behutsam, Harry nickte nur.
°
Auf dem Weg zu Albus´ Büro blieb der Schulleiter an einem der Gangfenster stehen und fragte Harry, ob der heutige Vollmond nicht wunderschön war.
„Na ja“, zuckte Harry die Schultern, Albus schmunzelte.
„Wenn der Vollmond sich zeigt, wird die Dunkelheit erleuchtet. Ganz gleich, was auf dieser Welt passiert, Harry, der Vollmond erscheint immer wieder und lässt sich nicht vertreiben.“
Harry glaubte, die Bedeutung hinter Albus´ Worte zu verstehen und nickte. Sollte das für ihn bedeuten, dass auch er einen hell leuchtenden Kern in sich trug, der zum jetzigen Zeitpunkt von Dunkelheit umhüllt war?
„Gehen wir weiter, Harry“, drang Albus´ Stimme zu Harry vor, stumm folgte er ihm.
Minuten später erreichten sie das Büro, Harry steuerte automatisch auf einen der bequemen Ohrensessel nahe des Kamins zu. Albus sah ihm schmunzelnd nach, kam hinterher und setzte sich dem völlig erschöpften Jungen gegenüber.
„Wieso sind Sie noch wach, Sir?“, flüsterte Harry in die Flammen starrend, als Albus nicht von sich aus zu sprechen anfing.
„Ich habe eben viel zu tun, Harry. Meist kommt es vor, dass ich die Nächte durcharbeiten muss.“
„Aber ist das nicht anstrengend? Ich könnte das nicht durchhalten“, schielte Harry zu ihm, Albus schmunzelte.
„Ja, ja, sei froh, dass du nicht Schulleiter bist“, gluckste Albus.
„Seien Sie froh, dass Sie nicht derjenige sind, auf den die Prophezeiung fällt“, flüsterte Harry, dann schrak er zusammen. Er wollte sich sofort für seine Dreistigkeit entschuldigen, als Albus die Hand zum Stillschweigen hob.
„Schon gut, Harry, und… Ich bin wirklich froh, nicht der Auserwählte zu sein. Da bin ich doch gleich viel lieber Schulleiter und schlage mir die Nächte um die Ohren“, versuchte Albus, die Spannung ein wenig zu lockern.
„Trotzdem, ich hätte das nicht sagen sollen, Sir. Ich bin nur…“ Harry stockte.
„Mit der Gesamtsituation überfordert, richtig?“ Albus lehnte sich vor, Harry musterte ihn aufmerksam.
„Ich kenne dich Harry, und ich habe mir in der letzten Zeit große Sorgen um dich gemacht. Meine Besorgnis begann bereits nach der letzten Schlacht vorigen Jahres. Aber wie ich leider feststellen musste, ist dieser Zustand schlimmer geworden. Harry, seit wann genau leidest du unter den Panikattacken?“
Harry fühlte sich ertappt und brauchte einige Zeit, um wieder seine Sprache zu finden.
„Seit Monaten, Sir. Zuerst war alles ganz harmlos, aber seit einigen Wochen, da…“ Harry konnte nicht weitersprechen.
„Es wurde schlimmer, die Schübe kamen häufiger, nicht wahr?“, fragte Albus behutsam nach, Harry bejahte.
„Woher wissen Sie das, Professor?“, runzelte der Gryffindor die Stirn, Albus´ Augen funkelten.
„Ich weiß fast alles, mein lieber Junge. Und auf dich, das solltest du wissen, habe ich ein besonderes Augenmerk. Zudem kommt noch hinzu, dass mich Poppy über alle Ereignisse auf der Krankenstation informiert.“
Harry starrte ihn geschockt an. Hatte sie ihm auch von Harrys Besuch unterrichtet?
„Diesmal aber musste sie mir nicht sagen, was los war, ich wusste bereits darüber Bescheid. Und ich wusste auch, wo ich dich finden konnte. In Ron Weasley hast du einen sehr guten Freund gefunden, Harry. Als er aufwachte, holte er Minerva zu sich und berichtete ihr, dass du nicht im Turm wärst. Ich bin mir sicher, dass er dich normalerweise nicht verraten hätte, aber er bestand darauf, dass mit dir etwas nicht stimmt.“
„Die Portraits, sie kommunizieren…“, kam Harry der Geistesblitz, das mit Ron bekam er nur so am Rande mit.
„Exakt erkannt, Harry. Sie berichten mir regelmäßig, wie es um dich steht, so auch heute.“
„Im Astronomieturm hängt nur ein Bild“, sinnierte Harry weiter. „So erfuhren Sie, dass ich dort war.“
„Weshalb stellst du dann Fragen, wenn du die Antworten weißt, Harry?“, glitzerten Albus´ Augen.
„Wollte nur sichergehen“, brachte der Jugendliche nuschelnd hervor und bekam rote Wangen.
„Gute Einstellung, Harry, behalte sie bei“, gluckste Albus, bevor er ernst wurde. „Und nun erzähl mir von deinen Sorgen, sonst kann ich dir nicht helfen.“
Harry überlegte einige Zeit hin und her, beschloss aber dann, dem Schulleiter seine Ängste und Zweifel zu schildern. Er ließ nichts aus, keinen einzigen Gedanken, den er in letzter Zeit gedacht hatte. Albus Dumbledore machte sich ein Bild über Harrys Zustand und kam zu dem Entschluss, dass es um das seelische Befinden des Jungen sehr kritisch stand.
„Nun, Harry, ich bin sehr froh, dass du zu Poppy gegangen bist. Der Trank wird dir helfen. Und sie hat auch Recht damit, dass du dich deinen Ängsten stellen musst.“
„Aber wie?!“, sprang Harry in die Höhe, Verzweiflung stand in seinem Gesicht geschrieben. „Ich will nicht sterben!“
„Ich weiß, Harry, ich weiß. Setz dich bitte, ich will dir einen Vorschlag unterbreiten.“
„Vorschlag? Welchen denn?“, kam Harry seiner Aufforderung nach, Albus lehnte sich zurück.
„Du musst wieder an Stärke und Selbstbewusstsein gewinnen, Harry. Nicht für mich, nicht für deine Freunde, nicht für die Zauberwelt, sondern einzig und alleine für dich. Ich kann gut nachempfinden, wie du dich fühlst, mein Junge. Aber du kannst dir auch sicher sein, dass ich dich beschützen werde, so gut ich kann. Wir kämpfen Seite an Seite; wenn die Zeit gekommen ist, ich werde dich nicht alleine lassen. Mein Wort darauf.“
„Ich weiß, Professor, trotzdem belastet es mich sehr.“ Harry starrte wieder ins Feuer.
„Das ist nachvollziehbar, immerhin bist auch du nur ein Mensch“, pflichtete er bei.
„Ja, Sie sehen mich so, aber nicht die Zauberwelt. Für die bin ich ein Held mit Überkräften“, spuckte Harry bitter.
„Dann lass sie das glauben, Harry, ohne dass es dich belastet. Tief in ihren Herzen aber wissen sie, dass du nur ein ganz normaler Junge bist. Sie haben nur dich, deshalb klammern sie. Befreie dich von deiner Last und konzentriere dich auf das Wesentliche.“
„Und wie?“, fragte Harry nach, Albus lächelte.
„Da ich dich schon seit Anfang des Schuljahres genau unter Beobachtung gestellt habe, und somit weiß, wie es um dich steht, kam mir ein besonderer Gedanke. Ich werde dich nach Xion schicken – mit einer Mission.“
„Xion? Was ist Xion? Was soll ich dort? Und für wie lange?“, verstand Harry nicht so recht.
„Das ist noch ungewiss, Harry.“
„Aber in einem dreiviertel Jahr wird erneut ein Krieg ausbrechen!“, ließ Harry die Bombe platzen, Albus runzelte die Stirn. Harry berichtete ihm schließlich, was Myrte ihm erzählt hatte – auch die Sache mit Malfoy -, Dumbledore hörte aufmerksam zu.
„In einem dreiviertel Jahr, sagst du? Nun, sechs Monate Aufenthalt auf Xion sollten reichen. Die Mission, auf die ich dich schicke, ist von äußerster Dringlichkeit. Du musst in Xion nach etwas Besonderem suchen. Alles Andere lass meine Sorge sein.“
„Ich soll nach etwas Besonderem suchen? Und was soll das sein? Ich werde dort ein halbes Jahr alleine sein?“ Harry sah ihn schockiert an, Albus schüttelte den Kopf.
„Was das Besondere ist, musst du selbst herausfinden, Harry, darin liegt deine Mission. Und du wirst auch nicht alleine sein, auf der Insel Xion gibt es eine außergewöhnliche Schule. Dort wirst du ganz normal am Unterricht teilnehmen - ich werde noch heute den Leiter dieser Schule benachrichtigen. Und ich verspreche dir, Harry, wenn du zurückkommst, wirst du ein ganz neuer Mensch sein.“
„Bei Ihnen klingt das so einfach, Sir“, nuschelte Harry, Albus lachte auf. „Es ist einfach, Harry. Du darfst nur nicht ständig über eventuelle Möglichkeiten nachdenken.“
„Klingt einleuchtend. Und wann soll ich dorthin reisen?“, war Harry nun doch neugierig, der Druck in seiner Brust hatte nachgelassen.
„Übermorgen, Harry. Pack all deine Sachen zusammen und komm dann um 10 Uhr in mein Büro, damit ich dir den Weg erklären kann.“
„Was? Schon übermorgen?“ Harry musste diese Neuigkeit erst einmal verdauen, Albus nickte.
„Willst du hier übernachten, Harry? Ich wache über deinen Schlaf, wenn es dir so lieber ist“, lächelte der Schulleiter milde, da er auch vom Schlafproblem des Gryffindors wusste. Harry bejahte leise und nahm danach ein kleines Fläschchen entgegen, welches Albus ihm überreichte.
„Ein Schlaftrunk, richtig?“, sah Harry hoch, Albus setzte sich ihm wieder gegenüber. „Richtig, Harry, und nun schlaf schön.“
„Professor?“
„Ja, Harry?“
„Glauben Sie, dass Malfoy mit Absicht kein Todesser geworden ist?“, wollte Harry unbedingt von ihm wissen. „Stimmt dieses Gerücht?“
„Möglich wäre es“, hielt sich Albus wie immer bedeckt, Harry war enttäuscht.
Als der Gryffindor die kleine Flasche öffnete und den Inhalt trank, nahmen wohlige Wärme und Müdigkeit seinen Körper und Verstand in Besitz, Harry schlief auf der Stelle ein.
Albus Dumbledore atmete tief durch und sah den schlafenden Jungen lange ins Gesicht. Tiefe Sorgenfalten bildeten sich auf Albus´ Stirn. Dann sah er in den Kamin hinein, nahm etwas Pulver in die Hand und streute es in die Flammen hinein, die giftgrün wurden.
„Xion – Reich der Drachen, Büro des Schulleiters Salmeus Hardegan.“
TBC…
Anmerkung: Was die Panikattacken und Angstzustände angehen, so weiß ich, wovon ich schreibe, falls ihr euch das fragt. Ich selbst war vor fünf Jahren in so einer Situation und musste über ein Jahr lang kämpfen, bis ich gesiegt habe. Es war der schwierigste und gleichzeitig wichtigste Sieg in meinem Leben. Durch solche Einflüsse wird man stärker.
Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe, dieses Kapitel hat euch ein wenig neugierig gemacht? So düster bleibt es nicht, keine Bange. ^_^ Bekomm ich ein Kommi? Oder zwei? Bitte, danke! *ganz artig ist*
So, ich hau jetzt ab, wünsche euch allen ein schönes Wochenende und schätze, nächste Woche Freitag habt ihr mich wieder am Hals. Gewöhnt euch dran. *schmunzel*
Viele Bussis an euch!
Eure für immer, gugi und in dieser Story sicher wieder auch darkgugi
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