Fanfiktion / Reale Personen / Musik / Linkin Park / Sterne auf deiner Haut
1. Kapitel
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von Blacky007    erstellt: 13.03.2008    letztes Update: 13.03.2008    Romanze / P12 Slash    (fertiggestellt) 12 Reviews
Titel: Sterne auf deiner Haut
Autor: Blacky007
Teil: 1/1
Rating: P12-Slash
Pairing: Bennoda [Linkin Park]
Disclaimer: Mike, Chaz, LP nix meins
Widmung: Allen, die bei „Phänomenal egal“ so lange auf das neueste Chap warten mussten ^^
Anmerkung: Hey Ho und hier noch ein zweiter Onnie. Ja, ich war mal kreativ *hüstel* Wurde auch mal Zeit. Die Idee hatte ich, als ich den Film "Weil es dich gibt..." gesehen habe und dabei an einer bestimmten Stelle hängen geblieben bin. Der Titel ist kitschig. verdammt kitschig, aber ich finde, er passt am besten! Nun ja... Viel Spaß beim Lesen ^^

Sterne auf deiner Haut


“Widerliche…”

Stich.

“…kleine…”

Stich.

“…Viecher!”

Stich. Stich. Stich.

Trotzdem verschwanden sie nicht. Wurden, wenn es hochkam, maximal ein ganz klein wenig blasser. Wenn überhaupt. Eigentlich machten sie gar nichts. Blieben an Ort und Stelle. Und das ging ihm gehörig auf die Nerven. Wozu existierten die überhaupt? Sie waren hässlich, unnütz und einfach nur da. Zu nix zu gebrauchen. Purer Blödsinn.

“Fuck. Fuck. Fuck!”

Stich. Stich. Stich.

Brachte eh nix, dennoch versuchte er es immer wieder. War schon seit heute Morgen dabei, seine Haut zu malträtieren und dachte gar nicht daran, aufzuhören. Irgendwann mussten diese widerwärtigen Viecher ja mal nachgeben. Ihm endlich zeigen, dass er der Herrscher über seinen eigenen Körper ist und nicht diese… diese… na, die da.

Stich. Stich. Stich.

Waren immer noch da. Und wollten einfach nicht weggehen. Würden wohl auch nie weggehen. Das wusste er. Bloß, ob er daran glauben wollte, war eine andere Sache.

“Was machst du da?”
Die warme Stimme aus dem Hintergrund ließ ihn kurz bei seiner sinnvollen Tätigkeit inne halten. Er kannte sie. Würde sie wahrscheinlich aus tausend anderen erkennen.

Er kannte sie so gut, dass er jede einzelne Schwingung, Note oder sonst was deuten konnte.
Er wusste genau, welcher Ton für welche Stimmungslage stand.
Wenn sie zitterte, dann war der Besitzer wahnsinnig nervös.
Wenn sie leicht auf der Tonleiter hin und her schwankte, dann stand er vor lauter Freude kurz vorm Platzen.
Wenn sie in extreme Höhe schlug, dann machte er wieder einen seiner Witze.
Wenn sie so dunkel wurde wie die Nacht, dann würde der Besitzer bald auch zu einem Wesen der Finsternis werden.

Und der Klang von ihr bescherte ihm jedes Mal aufs Neue eine gewaltige Gänsehaut.
Keine unangenehme, sondern eine warme, wohltuende… Sie stellte die kleinen Härchen in seinem Nacken auf, wie nur sie es vermag zu tun. Ließ die einzelnen Zellen seiner Haut auf eine besondere Art und Weise tanzen und die Muskeln freudig spielen.

Ein seltsames Gefühl - Seltsam zu beschreiben.

Er drehte sich um. Die Rückenlehne der Couch, auf der er saß, nun als Armlehne missbrauchend. Mehr hockend als sitzend in den Sofakissen versunken. Den Zeigefinger immer noch über eines dieser Viecher erhoben, bereit, jeden Moment zu zustechen.
“Ich werde meinem Körper zeigen, wer der wahre Meiser ist!”, sprach er und stach wieder zu.

Stich. Stich. Stich.

Erstarrte keine Sekunde später, weil eine neue Gänsehaut sich den Weg über seinen Leib bahnte.
Die Ursache: Mal wieder die Stimme. Diesmal hell und klar und eindeutig als Lachen zu identifizieren. Der Besitzer: Halb gegen Türrahmen gelehnt, halb auf dem Boden liegend.

“Na dann: Möge die Macht mit dir sein!”, quetschte der MC zwischen zwei weiteren Lachsalven hervor.

Der Angesprochene quittierte diese Aussage mit einem gewaltigen Schmollmund, bevor er sich wieder umdrehte und als Bonus noch die Arme verschränkte.
“Das ist nicht witzig, Mike!”
War es nicht. War es wirklich nicht. Diese beschissenen Viecher gingen ihm schon seit Jahren… Nein, seit Jahrzehnten auf den Senkel und der Halbjapaner hatte nichts Besseres zu tun, als sich über ihn lustig zu machen. Danke, aber das konnte er auch gut alleine machen.

“Komm schon, Chaz.”
Arme, die sich um seinen Hals schlangen. Kuss aufs Haar. Stimme am Ohr. Ganz mies.
“Das war nicht ernst gemeint!”

“War es doch!”
Demonstrativ wurde das Gesicht von der Stimme weggedreht.

“War es nicht. Und das weißt du auch!”
Leicht belustigter Unterton, der da bei dem MC mitschwang, als er seinen Kopf zum anderen Ohr von dem Shouter drehte. Anscheinend gefiel ihm das Spiel.

“Kann ich wissen, was sich in deinem Erbsengehirn für Gedankengänge abspielen?”
Chester eher weniger, denn: Gesicht wurde wieder weggedreht.

“Ich hab dabei gelacht!” Erneute Kopfdrehung. “Aber wenn es dir soviel bedeutet, dann… tut es mir leid!”
Kein belustigter Unterton. Kein Spiel. Nur ein Flüstern. Verzeihendes Flüstern.
Chester wusste, wie sehr Mike es hasste, jemanden um Verzeihung zu bitten. Jedenfalls bei solch einer Lappalie. Auch, wenn es für den Sänger keine Lappalie war…

Ein Schmunzeln legte sich auf seine Lippen.
“Das meintest du jetzt aber nicht ernst!”
“Cha~az!”
Schmunzeln wurde breiter. Verwandelte sich in ein monströses Grinsen, welches kurz darauf vom Halbjapaner bemerkt wurde.
Als Konsequenz wurde der Shouter in die Seite gepiekst.
“Du hast mich verarscht!” Und noch mal und noch mal und noch mal. Bis Mike schließlich schon halb über der Couchlehne hing, um an Chester ran zukommen.

“Würde ich nie tun!”, quietschte der Gepiekste währenddessen und versuchte der Attacke irgendwie zu entkommen.
Scheiterte kläglich.
Wurde weiter gepiekst.

“Mike, Hör auf! Von dem Gepiekse wird mir schon ganz schlecht!”
Lüge.
Wusste der MC.
Piekste weiter.

“Ich… Ich krieg keine Luft mehr!”
Wahrheit.
Wusste der MC.
Piekste weiter.

“Mike!”
Und der Angesprochene hatte Erbarmen und hörte auf. Endlich. Chester wäre wirklich fast erstickt. War schon kurz davor Gevatter Tod einen Blumenstrauß als Begrüßung zu überreichen. Gut, übertrieben, aber noch fünf Minuten länger und es wäre so gekommen.

Die Wangen knallrot und schwer atmend lag er nun auf der Couch. Der Schwarzhaarige halb auf ihm. Genauso fertig. Fing schließlich an, vorsichtig über die blasse Haut am Arm zu fahren.
“Ich versteh nicht, was du hast. Durch die Tattoos sieht man sie doch gar nicht!”

“Doch. Ich seh’ sie! Und das reicht ja wohl!” Angewidert hob der Shouter seinen anderen Arm, der nicht gerade vom Halbjapaner in Beschlag genommen wurden war und sah sich die Übeltäter an. Über all waren sie. Auf seinem ganzen Arm verteilt. Mehrere kleine, dunkle Punkte die seine Haut entstellten.

Leberflecke.

Wie er sie hasste.
Mit zusammengekniffenen Augen versuchte er sie zu erdolchen. Oder weg zu Lasern. Oder was man auch immer mit den Augen machen konnte.

Klappte leider nicht. Waren immer noch da.  

Sein Arm verschwand aus seinem Blickfeld, als Mike schließlich auch noch nach diesem griff und zu sich heran zog. Begann dann, genau wie bei dem anderen, über dessen Haut zu streichen. Angefangen am Handrücken, über das Handgelenk zur Innenseite des Unterarms bis zum Ellenbogen und wieder zurück.
“Ich finde, sie passen zu dir!”

“Und ich finde, sie entstellen mich!”, grummelte Chester, machte aber keine Anstalten, sich der Berührung des Halbjapaners zu entziehen. Folgte stattdessen lieber dem Zeigefinger, der nun die einzelnen Leberflecke aufsuchte und sie sanft umkreiste.

“Schwachsinn…” Murmeln von Seiten des MC’s. Eigentlich kaum zu verstehen. Doch in dieser Situation laut genug für die Ohren des Shouters.
“Du musst das anders sehen! Das sind keine Leberflecke, sondern… uhm…“ Pause, die Mike zum nachdenken nutzte. Die Stirn in Falten gelegt und den Finger auf der Haut ruhend legte er sich die passenden Worte zurecht. Bis sich auf einmal seine Mine erhellte.  “Das sind Sterne, die sich zu Bildern verbinden lassen!”

Fassungslosigkeit. Ausgedrückt durch die Augenbraue von Chester, die gezielt ihren Weg nach oben fand. “Du willst mir doch jetzt nicht wahrlich weis machen, dass meine Leberflecke kleine Glühbirnen aus dem All sind?”

“Doch!” Ein Grinsen unterstützt mit kräftigem Kopfnicken.

“Das ist Schwachsinn!”, meinte der Sänger. Schmunzelte dennoch. “Und verdammt kitschig noch dazu!”

“Nein, schau doch mal…” Der Halbjapaner fuhr mit dem Zeichnen auf der Haut fort. “Wenn man diese Punkte hier…” Sein Zeigefinger deutete auf fünf Leberflecke, die relativ nah beieinander lagen. “… Zusammen verbindet…” Malte schließlich unsichtbare Linien von Mal zu Mal. “… Dann kommt Kassiopeia raus!” Und grinste anschließend.

Zu der ersten Augenbraue gesellte sich die Zweite.
“Klar und auf meinem Arsch habe ich den großen Wagen!” Sarkasmus pur. Störte den MC aber anscheinend weniger, denn der grinste nur noch mehr. Ließ von den Armen ab und wanderte mit den Händen zur Hose des Shouters.
“Soll ich nachschauen?”

Der Angesprochene schmunzelte immer noch.
“Du bist verrückt!”

“Verrückt nach Sternen!” War die Antwort, bevor der Gürtel mit einem endgültigem Klick geöffnet wurde…

~Ende~


Reviews? *Dackelblick aufsetz*
 
 
   
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