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1. Kapitel
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| von Aviii erstellt: 20.09.2008 letztes Update: 20.09.2008 Drama / P16 (fertiggestellt) | 5 Reviews |
„Katja… Um Himmels Willen, was machst du hier?!“, erschrocken blickte Sven Leitner durch die Glasscheibe, die ihn von der blonden Frau trennte, die gegenüber von ihm auf einem der Stühle platz genommen hatte. „Du weißt, dass du nicht hier sein sollst!“
Katja lächelte schüchtern. „Ich… ich hatte solche Sehnsucht nach dir…“, flüsterte sie. Sven seufzte leise. „Mädchen, wenn rauskommt, dass du einen Verbrecher liebst, kommst du in Teufels Küche! Wir können nicht zusammen sein, versteh das doch!“
Doch sie schüttelte den Kopf. „Das ist mir egal…“, erwiderte sie. „Dann… dann verlier ich meinen Job halt… Aber das interessiert mich nicht, ich will bei dir sein… Einfach nur bei dir… Weißt du was? Ich hol dich hier raus… Ich… ich kündige und dann hauen wir ab…“
„Katja…“ Sven legte seine Handfläche auf die Trennwand, als könnte er sie berühren. „Ich hab vier Frauen vergewaltigt… Und ich schwöre dir, ich würde es jederzeit wieder tun…“
Katja musste schlucken. „Ich weiß…“, murmelte sie. „Aber ich lieb dich so sehr…“
„Du darfst es nicht… Du darfst keinen Vergewaltiger lieben… Und jetzt geh…“
„Aber…“
„Kein aber… Ich will dich hier nicht mehr sehen, hast du mich verstanden? Nie mehr. Geh, leb dein Leben und vergiss mich.“
Hastig wischte sich Katja die Tränen aus dem Gesicht. „Ich kann dir jederzeit ein psychiatrisches Gutachten besorgen… Es würde deine Unschuld beweisen… Zwei Wochen… Und wir sind weg…“
Sven schüttelte den Kopf. „Katja… Ich bin schuldig…“
„Ich weiß…“, flüsterte sie kaum hörbar. „Aber es ist mir egal… Völlig egal…“
Mit einem Lächeln auf den Lippen erhob er sich. „Dummes, dummes Mädchen… Läufst sehenden Auges in dein Verderben…“, er wandte sich um. „Und ich halte dich nicht einmal davon ab…“
Atemlos kam Katja in die Kanzlei gestürmt, schloss hastig die Türe hinter sich. Ihr Kollege Sebastian beobachtete die Szene kritisch, mit gerunzelter Stirn. „Kannst du mir mal verraten, wo du gesteckt hast?“
„Nirgendwo!“, entgegnete sie etwas zu hastig. Basti seufzte leise. „Dann komm nächstes Mal etwas früher aus dem Nirgendwo zurück, Ingo ist stinksauer auf dich…“
Katja zog einen Schmollmund. „Ich weiß… Aber ich hab einfach die Zeit vergessen… Tut mir ja Leid…“
„Ich glaube Sebastian kann mit dieser Entschuldigung nicht viel anfangen, Katja…“, kam es plötzlich von hinten. Etwas kleinlaut wandte sie sich um und sah ihrem Chef in die Augen. „Kommt nicht wieder vor, Ingo…“, murmelte sie. Ingo seufzte. „Das will ich auch hoffen.“ Ein Lächeln huschte über seine Lippen. „Ach, übrigens, Sandra will dich sprechen.“
„Katja, er tut dir nicht gut…“ Seufzend ließ sich Sandra auf die Couch im leeren Ermittlerbüro sinken. „Ich weiß, du liebst ihn, aber willst du deswegen wirklich alles aufs Spiel setzen?“
Katja schloss für einen kurzen Moment die Augen. „Ich weiß es doch auch nicht…“, flüsterte sie. „Aber es tut so weh, ohne ihn zu leben…“
Erneut konnte Sandra ein Seufzen nicht unterdrücken. „Du tust es also wirklich…“
Nicken. „Sandra…“
„Hör zu Katja, ich kann dir beim besten Willen nicht helfen… Du musst selbst entscheiden, was du für richtig hältst und was nicht… Aber ich werd dir beistehen, egal welchen Weg du einschlagen wirst.“
Ein leichtes Lächeln umspielte Katjas Lippen. „Danke, Sandra… Du… du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet…“
„Sven…“ Mit Tränen in den Augen flog Katja ihm in die Arme. „Endlich“, flüsterte sie. „Endlich kann ich dich berühren… Dich fühlen…“
Sven lächelte. „Ich weiß nicht, wie ich dir danken soll, meine Kleine…“, zärtlich strich er über ihre Wange. Katja atmete tief durch. „Aber ich…“, entgegnete sie. „Du… du musst mir versprechen, keine Frauen mehr anzufassen…“
Sven musste schlucken. „Okay…“, murmelte er. „Ich… verspreche es dir, Kleines. Und jetzt komm, ich will keine Minute mehr in diesem Haus verbringen müssen.“ Zärtlich legte er einen Arm um ihre Schultern, warf die Tabletten, die ihm seine Psychiaterin verschrieben hatte achtlos in den Müll und ließ das Gefängnis endgültig hinter sich.
„Hansen?“
„Frau Hansen, hier spricht Wagner, Kriminalpolizei. Es tut mir Leid, Sie so spät stören zu müssen, aber ist es richtig, dass Sie von Frau Nitka als die im Notfall zu verständigende Person angegeben würden?“
Katja musste schlucken. War etwas geschehen? „Ja… Ja, das stimmt… Was ist denn passiert?“
„Das kann ich Ihnen nicht am Telefon sagen. Es wäre schön, wenn Sie sich die Zeit nehmen könnten, hier her zu kommen, die Adresse werde ich Ihnen per SMS durchgeben.“
Ein eiskalter Schauer durchfuhr ihren Körper. „Gut…“, entgegnete sie. „Ich komme…“
„Sandra…“, erschrocken schlug sich Katja die Hand vor den Mund, als sie sie erblickte. Zitternd saß sie am Rand eines Krankenwagens, eine Decke fest um ihren Körper gewickelt. Ihr Top und die Jeans waren völlig zerrissen, sie war blutüberströmt. „Du… du bist vergewaltigt worden, oder?“ fragte Katja kaum hörbar, als sie sie fest in ihre Arme schloss. Sandra brachte nur ein Nicken zu Stande, starrte jedoch immer noch ins Leere. Katja strich zärtlich über ihren Handrücken. „Hey… Ist ja gut…“, flüsterte sie. „Alles ist gut, ich bin da…“
Sie hob ihren Kopf, sah dem Polizisten tief in die Augen. „Haben Sie schon eine Spur vom Täter?“
Kommissar Weber seufzte. „Nun… Wir haben den Vergewaltiger schon gefasst…“, entgegnete er und wandte seinen Blick nach links. Katja riss entsetzt die Augen auf. „Sven…“
„Katja, hey… Es ist nicht so, wie es aussieht! Bitte, du musst mir glauben!“
Doch Katja schüttelte nur den Kopf. Vorsichtig löste sie sich von Sandra, kam bedrohlich drei Schritte auf ihn zu. „Du hast es mir versprochen…“, zischte sie. „Hoch und heilig geschworen hast du es, nie wieder eine Frau zu vergewaltigen! Verdammt, ich hab alles für dich aufs Spiel gesetzt! Ich hab meinen Job gekündigt, ein psychiatrisches Gutachten gefälscht, nur um mit dir zusammen sein zu können! Und du?! Du zerstörst alles, einfach alles! Wie konntest du ihr das antun?! Sieh sie dir doch an! Macht dich das glücklich?!“
Schweigen. Bedrohlich kam Katja einen weiteren Schritt nach vorne. „Sieh mich an!“, schrie sie. „Sieh mich an und sag mir, ob es dich glücklich macht! Sandra, die Frau, die mir immer beigestanden hat, so wie ich dir, so zerstört, so gebrochen zu sehen, ist es das was du willst?! Gibt dir das Befriedigung?! Ich… ich hab dir vertraut, Sven… Ich hab gedacht, du hättest dich verändert… Die alten Zeiten hinter dir gelassen, würdest neu anfangen…“ Mit zitternden Händen gab sie ihm eine heftige Ohrfeige, wandte sich anschließend schluchzend ab „Schafft ihn mir aus den Augen… ich will ihn nicht mehr sehen…“ Doch ein letztes Mal drehte sich Katja zu ihm um. „Weißt du, was das Schlimmste ist?“, fragte sie kaum hörbar. „Das Schlimmste ist… Ich hab tatsächlich geglaubt, dich zu lieben…“
Katja lächelte schüchtern. „Ich… ich hatte solche Sehnsucht nach dir…“, flüsterte sie. Sven seufzte leise. „Mädchen, wenn rauskommt, dass du einen Verbrecher liebst, kommst du in Teufels Küche! Wir können nicht zusammen sein, versteh das doch!“
Doch sie schüttelte den Kopf. „Das ist mir egal…“, erwiderte sie. „Dann… dann verlier ich meinen Job halt… Aber das interessiert mich nicht, ich will bei dir sein… Einfach nur bei dir… Weißt du was? Ich hol dich hier raus… Ich… ich kündige und dann hauen wir ab…“
„Katja…“ Sven legte seine Handfläche auf die Trennwand, als könnte er sie berühren. „Ich hab vier Frauen vergewaltigt… Und ich schwöre dir, ich würde es jederzeit wieder tun…“
Katja musste schlucken. „Ich weiß…“, murmelte sie. „Aber ich lieb dich so sehr…“
„Du darfst es nicht… Du darfst keinen Vergewaltiger lieben… Und jetzt geh…“
„Aber…“
„Kein aber… Ich will dich hier nicht mehr sehen, hast du mich verstanden? Nie mehr. Geh, leb dein Leben und vergiss mich.“
Hastig wischte sich Katja die Tränen aus dem Gesicht. „Ich kann dir jederzeit ein psychiatrisches Gutachten besorgen… Es würde deine Unschuld beweisen… Zwei Wochen… Und wir sind weg…“
Sven schüttelte den Kopf. „Katja… Ich bin schuldig…“
„Ich weiß…“, flüsterte sie kaum hörbar. „Aber es ist mir egal… Völlig egal…“
Mit einem Lächeln auf den Lippen erhob er sich. „Dummes, dummes Mädchen… Läufst sehenden Auges in dein Verderben…“, er wandte sich um. „Und ich halte dich nicht einmal davon ab…“
Atemlos kam Katja in die Kanzlei gestürmt, schloss hastig die Türe hinter sich. Ihr Kollege Sebastian beobachtete die Szene kritisch, mit gerunzelter Stirn. „Kannst du mir mal verraten, wo du gesteckt hast?“
„Nirgendwo!“, entgegnete sie etwas zu hastig. Basti seufzte leise. „Dann komm nächstes Mal etwas früher aus dem Nirgendwo zurück, Ingo ist stinksauer auf dich…“
Katja zog einen Schmollmund. „Ich weiß… Aber ich hab einfach die Zeit vergessen… Tut mir ja Leid…“
„Ich glaube Sebastian kann mit dieser Entschuldigung nicht viel anfangen, Katja…“, kam es plötzlich von hinten. Etwas kleinlaut wandte sie sich um und sah ihrem Chef in die Augen. „Kommt nicht wieder vor, Ingo…“, murmelte sie. Ingo seufzte. „Das will ich auch hoffen.“ Ein Lächeln huschte über seine Lippen. „Ach, übrigens, Sandra will dich sprechen.“
„Katja, er tut dir nicht gut…“ Seufzend ließ sich Sandra auf die Couch im leeren Ermittlerbüro sinken. „Ich weiß, du liebst ihn, aber willst du deswegen wirklich alles aufs Spiel setzen?“
Katja schloss für einen kurzen Moment die Augen. „Ich weiß es doch auch nicht…“, flüsterte sie. „Aber es tut so weh, ohne ihn zu leben…“
Erneut konnte Sandra ein Seufzen nicht unterdrücken. „Du tust es also wirklich…“
Nicken. „Sandra…“
„Hör zu Katja, ich kann dir beim besten Willen nicht helfen… Du musst selbst entscheiden, was du für richtig hältst und was nicht… Aber ich werd dir beistehen, egal welchen Weg du einschlagen wirst.“
Ein leichtes Lächeln umspielte Katjas Lippen. „Danke, Sandra… Du… du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet…“
„Sven…“ Mit Tränen in den Augen flog Katja ihm in die Arme. „Endlich“, flüsterte sie. „Endlich kann ich dich berühren… Dich fühlen…“
Sven lächelte. „Ich weiß nicht, wie ich dir danken soll, meine Kleine…“, zärtlich strich er über ihre Wange. Katja atmete tief durch. „Aber ich…“, entgegnete sie. „Du… du musst mir versprechen, keine Frauen mehr anzufassen…“
Sven musste schlucken. „Okay…“, murmelte er. „Ich… verspreche es dir, Kleines. Und jetzt komm, ich will keine Minute mehr in diesem Haus verbringen müssen.“ Zärtlich legte er einen Arm um ihre Schultern, warf die Tabletten, die ihm seine Psychiaterin verschrieben hatte achtlos in den Müll und ließ das Gefängnis endgültig hinter sich.
„Hansen?“
„Frau Hansen, hier spricht Wagner, Kriminalpolizei. Es tut mir Leid, Sie so spät stören zu müssen, aber ist es richtig, dass Sie von Frau Nitka als die im Notfall zu verständigende Person angegeben würden?“
Katja musste schlucken. War etwas geschehen? „Ja… Ja, das stimmt… Was ist denn passiert?“
„Das kann ich Ihnen nicht am Telefon sagen. Es wäre schön, wenn Sie sich die Zeit nehmen könnten, hier her zu kommen, die Adresse werde ich Ihnen per SMS durchgeben.“
Ein eiskalter Schauer durchfuhr ihren Körper. „Gut…“, entgegnete sie. „Ich komme…“
„Sandra…“, erschrocken schlug sich Katja die Hand vor den Mund, als sie sie erblickte. Zitternd saß sie am Rand eines Krankenwagens, eine Decke fest um ihren Körper gewickelt. Ihr Top und die Jeans waren völlig zerrissen, sie war blutüberströmt. „Du… du bist vergewaltigt worden, oder?“ fragte Katja kaum hörbar, als sie sie fest in ihre Arme schloss. Sandra brachte nur ein Nicken zu Stande, starrte jedoch immer noch ins Leere. Katja strich zärtlich über ihren Handrücken. „Hey… Ist ja gut…“, flüsterte sie. „Alles ist gut, ich bin da…“
Sie hob ihren Kopf, sah dem Polizisten tief in die Augen. „Haben Sie schon eine Spur vom Täter?“
Kommissar Weber seufzte. „Nun… Wir haben den Vergewaltiger schon gefasst…“, entgegnete er und wandte seinen Blick nach links. Katja riss entsetzt die Augen auf. „Sven…“
„Katja, hey… Es ist nicht so, wie es aussieht! Bitte, du musst mir glauben!“
Doch Katja schüttelte nur den Kopf. Vorsichtig löste sie sich von Sandra, kam bedrohlich drei Schritte auf ihn zu. „Du hast es mir versprochen…“, zischte sie. „Hoch und heilig geschworen hast du es, nie wieder eine Frau zu vergewaltigen! Verdammt, ich hab alles für dich aufs Spiel gesetzt! Ich hab meinen Job gekündigt, ein psychiatrisches Gutachten gefälscht, nur um mit dir zusammen sein zu können! Und du?! Du zerstörst alles, einfach alles! Wie konntest du ihr das antun?! Sieh sie dir doch an! Macht dich das glücklich?!“
Schweigen. Bedrohlich kam Katja einen weiteren Schritt nach vorne. „Sieh mich an!“, schrie sie. „Sieh mich an und sag mir, ob es dich glücklich macht! Sandra, die Frau, die mir immer beigestanden hat, so wie ich dir, so zerstört, so gebrochen zu sehen, ist es das was du willst?! Gibt dir das Befriedigung?! Ich… ich hab dir vertraut, Sven… Ich hab gedacht, du hättest dich verändert… Die alten Zeiten hinter dir gelassen, würdest neu anfangen…“ Mit zitternden Händen gab sie ihm eine heftige Ohrfeige, wandte sich anschließend schluchzend ab „Schafft ihn mir aus den Augen… ich will ihn nicht mehr sehen…“ Doch ein letztes Mal drehte sich Katja zu ihm um. „Weißt du, was das Schlimmste ist?“, fragte sie kaum hörbar. „Das Schlimmste ist… Ich hab tatsächlich geglaubt, dich zu lieben…“
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