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Boden verlieren
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von BlubbFisch    erstellt: 23.02.2009    letztes Update: 26.11.2009    Drama / P12 Slash     19 Reviews
So jetzt geht’s weiter.
Würde mich über Kommentare freuen, auch wenn es nur was ganz kurzes ist,
damit ich weiß, ob es überhaupt noch Leute gibt die die Story lesen.
Sonst viel Spaß hier mit.
Lg
Blubb




Kapitel 17

(3 Monate später)

Ich schmeiße meine Jacke über die Kommode im Flur und gehe in die Küche. Allerdings fällt mir wieder ein, dass ich nichts mehr im Kühlschrank haben und so drehe ich gleich wieder um.

Allerdings hab ich jetzt auch keine Lust einkaufen zu gehen, aber bestellen hab ich noch weniger Lust. Also doch einkaufen, weil Per heute Besuch von seinem Bruder hat und ich so auch nicht zu ihm gehen kann, was ich sonst eigentlich immer tue wenn ich vergessen habe einzukaufen.

Also ziehe ich die Jacke, die ich gerade auf die Kommode geschmissen haben wieder an und mache mich auf dem weg zu dem kleinen Laden um die Ecke. Auf Supermarkt habe ich jetzt echt keine Lust.

Als ich eine halbe Stunde später wieder in meiner Wohnung bin koche ich nur schnell Spagetti und kippe Öl und Kräuter darüber. Zu mehr hab ich jetzt echt keine Geduld. Ich bin irgendwie verdammt fertig vom Training.

Ich stelle den schmutzigen Teller in die Spülmaschine, ehe ich ins Wohnzimmer gehe und mich aufs Sofa fallen lasse. Es ist komisch wieder alleine in der Wohnung zu sein oder generell alleine. Die letzten Wochen und Monate hab ich entweder zusammen mit Per oder mit Lena und Ida verbracht.

Ich muss lächeln als ich an die drei denke. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Vor allem Per. Er weiß immer noch nichts von meinen Gefühlen und das ist auch gut so, weil ich sonst vermutlich alles zerstören würde. Und gerade ist es perfekt. Wir stehen uns so nahe wie noch nie, es ist, als ob sich unsere Freundschaft in den letzten Monaten verdoppelt hat.

Und irgendwie fällt es mir auch nicht mehr ganz so schwer, meine Gefühle zu verstecken. Und manchmal vergesse ich es fast. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, oder ein Lauf auf dünnem Eis, bei dem man nie weiß, ob es einen trägt, oder ob es einbrechen wird. Und manchmal habe ich immer noch das Gefühl einzubrechen, wenn Per mich wieder so intensiv mustert, oder wenn er mich erwischt, wie meine Augen einen Moment zu lange auf ihm ruhen. Aber ohne ihn geht es nun mal nicht mehr. Und dafür gehe ich das Spiel mit dem Feuer ein.

Das Klingeln von der Haustüre reißt mich aus meinen Gedanken. Ich stehe auf und zucke durch das Ziehen in meinen Waden zusammen. Verdammt, dass Training war Heute echt alles andere als angenehm. Ich drücke auf den Türöffner im Flur ehe ich die Wohnungstüre öffne und den Schritten lausche, die jetzt die Treppen hochkommen. In diesem Moment piepst allerdings mein Handy und ich gehe nochmal schnell in die Küche um es zu holen und kehre dann mit mit dem Handy in der Hand zur Türe zurück, lasse es dort vor Schreck aber fast fallen. Zwei Polizisten stehen vor meiner Türe.

„Guten Tag, Hofmeister mein Name und das ist meine Kollegin Krüger. Sind sie Clemens Fritz?“ Ich nicke nur mechanisch, während in meinem Kopf alles durcheinander läuft. Warum zur Hölle stehen die Polizisten vor meiner Türe? „Kennen sie Lena Höffner.“ „Ja.“ „Gut.“ „Ich habe eine Tochter mit ihr zusammen. Ida, die ist jetzt ca. drei Monate alt.“

Die Polizisten nickt nur. Ich merke, dass sie vermeidet mir in die Augen zu schauen. Sie ist noch jung. „Es tut mir Leid, aber Lena und ihre Tochter hatten einen Autounfall. Ihre Freundin liegt im Komma. Ihrer Tochter geht es soweit gut.“ Ich habe das Gefühl, mir wird der Boden unter den Füßen weggezogen und ich taumle.
Automatisch greift die junge Polizistin nach meinem Arm und stützt mich. „Geht's?“ Ich nicke langsam und lehne mich gegen die Wand. „Wollen sie mit ins Krankenhaus?“ Ich nicke nur. In mir drinnen ist nur noch Angst, Angst, Angst. Ich will Lena nicht verlieren.
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