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Schwarzer Hund
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| von TonicWater erstellt: 10.03.2010 letztes Update: 28.03.2010 Drama / P16 | 28 Reviews |
Entrissene Tochter
by TonicWater
~*~
Hi Leute!
Da mein Ideenreichtum mich fast innerlich totkloppen will, dachte ich, ich schreib das lieber auf.^^
Minerva McGonagall ist in ihrem sechsten Jahr in Hogwarts … und erfährt durch Zufall, dass ihre Mutter sie über Jahre belogen hat … und nicht nur sie.
Viel Spaß, eure Liv!
~*~
by TonicWater
~*~
Hi Leute!
Da mein Ideenreichtum mich fast innerlich totkloppen will, dachte ich, ich schreib das lieber auf.^^
Minerva McGonagall ist in ihrem sechsten Jahr in Hogwarts … und erfährt durch Zufall, dass ihre Mutter sie über Jahre belogen hat … und nicht nur sie.
Viel Spaß, eure Liv!
~*~
Stille lag über dem Verwandlungsklassenzimmer auf der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei. Nur vereinzelt raschelte mal ein Umhang oder eine Buchseite, die umgeblättert wurde oder man vernahm das leise Schleifen der Schuhe über den Boden von Schülern, die sich in eine bequemere Position setzen.
Die Sechstklässlerin aus Gryffindor, Minerva McGonagall brütete gerade über einem Ausschnitt aus dem Buch „Theorien Transsubstantieller Transfiguration“ und machte sich dazu ein paar Notizen. Kurz sah sie auf und nach vorne.
Am Lehrerpult saß ihr Verwandlungslehrer Professor Dumbledore und las etwas aus demselben Buch und hatte dabei leicht seine Stirn gerunzelt, als würde er darüber nachdenken, ob das, was er dort las den Tatsachen entspreche.
Professor Albus Dumbledore, mit seiner hohen, markanten aber dennoch gutaussehenden Gestalt sah auf, und ließ seinen Blick durch die arbeitenden Schüler schweifen und senkte seinen Blick wieder. Seine blauen Augen funkelten immer so freundlich, dass wirklich niemand anders konnte, als ihn für äußerst sympathisch zu halten.
Minerva lächelte, als sie ihren Blick wieder auf ihre Pergamente senkte – andere Mädchen in ihrem Jahrgang würden alles hergeben, um mit Dumbledore nur einmal eine Nacht zu verbringen, doch für Minerva entsprach das nicht. Sie mochte Dumbledore wirklich, aber für sie … für sie war er immer etwas wie ein Vater … und sie reagierte seltsam gereizt, wenn ihre Freundinnen sie fragten, ob sie es nicht mal mit ihm versuchen wollte.
Sie musste zugeben – sie hatte schon immer ein sehr hitziges Temperament gehabt, was sie definitiv nicht von ihrer Mutter hatte. Minerva war sicher, dass sie das von ihrem Vater hatte, aber ihr Vater war noch vor ihrer Geburt gestorben, so war sie ihr Leben lang ohne aufgewachsen – nicht einmal ein Bild hatte sie von ihm, geschweige denn sein Grab besucht in all den Jahren – ihre Mutter hatte es ihr nie erlaubt und auch nie erzählt, wo er beerdigt worden war – sie hatte gesagt, dass sie nicht wollte, dass sie traurig war, wenn sie sein Grab sähe …
Ganz in ihren Gedanken bemerkte sie erst etwas spät, dass der Junge auf der Nachbarbank zischte, um sie auf sich aufmerksam zu machen, ohne, dass es Dumbledore mitbekam.
„Psst!“, zischte er und genervt schaute Minerva rüber.
Es war der Slytherin Abraxas Malfoy. Was wollte dieser Schleimbeutel von ihr?! Minerva konnte noch nie gute mit Slytherins, aber Malfoy hasste sie am meisten.
„Was?!“, zischte sie so leise und böse es ging zurück.
Minervas Freundin Augusta Longbottom, die neben ihr saß, sah auf und verfolgte das Gespräch mit.
„Hey, McGonagall – was ist der Unterschied zwischen Gryffindor und Hundescheiße?“, grinste Malfoy dreckig aber so leise, dass niemand ihn hörte außer Minerva und Augusta.
„Minerva, ignorier den Kerl!“, zischte Augusta besorgt, da sie Minervas Temperament nur zu gut kannte und wusste, wie schnell sie ausrasten konnte, doch Minerva hörte ihr gar nicht zu.
„Hundescheiße stinkt – Gryffindor stinkt noch abartiger!“, lachte Malfoy leise und in sein hämisch grinsendes Gesicht hätte jeder Gryffindor mit Herzenslust reingeschlagen.
„Minerva, nein!“, stöhnte Augusta, doch zu spät.
Minerva war mit einer fließenden Bewegung aufgesprungen. Die Schüler schauten verdutzt von ihren Büchern auf, auch Dumbledore sah verwundert auf, doch da er das Gespräch nicht gehört hatte reagierte er noch nicht.
Sie riss ihren Zauberstab hervor, peitschte ihn durch die Luft, sodass diese kurz zu vibrieren schien vor energetischem Zorn.
Zuerst dachte jeder, es wäre nichts geschehen und Malfoy sah erleichtert aus, doch dem war nicht so. Das Pult, an dem Malfoy saß erzitterte, sodass es leicht über den Boden knarzte und schuckelte, doch dann lösten sich die strengen Holzformen des Pultes auf, es schien zu wachsen – immer dunkler wurde es, bis es schließlich schwarz war. Haare erschienen und endlich hatte das Pult seine neue Gestalt angenommen.
Ein riesiger, schwarzer Hund mit zottigem Haar und tiefgrünen, klaren Augen stand zähnefletschend vor Malfoy und ließ ein hallendes und donnerndes Bellen hören.
Malfoy schrie wie eine getretene Riesenratte und wurde von dem Hund bis auf einen Schrank gejagt, wo er knurrend und bellend auf und absprang, an den Schrank kratzte und versuchte nach Malfoy zu schnappen.
Minerva trat hinter den Hund und sagte verächtlich: „Was ist der Unterschied zwischen Gryffindor und Slytherin? … Gryffindor besitzt Mut und Treue, während Slytherins nichts weiter als feige und kindische Ratten sind!“
„Nimm ihn weg!“, schrie Malfoy, als der Hund fast seinen Fuß erwischt hätte. „Pfeif ihn zurück!“
Der große, schwarze Hund verwandelte sich plötzlich in das ursprüngliche Pult zurück.
Minerva wandte sich um und Dumbledore stand direkt hinter ihr. Sie schluckte, als er sie seltsam ansah.
„Ein wirklich beeindruckendes Stück Magie, Miss McGonagall, jedoch Strafarbeit wegen ihres unbeherrschten Verhaltens.“, sagte er ruhig, während Malfoy vom Schrank runterkam.
„Ich bin nur meinem Herz gefolgt, Sir!“, schoss Minerva giftig zurück – etwas mehr, als eigentlich beabsichtigt.
Kurz musterte Dumbledore sie ernst.
„Ich weiß, Sie werden Gryffindor noch alle Ehre machen, aber das geht so nicht.“
„Aber – er - !!!“, schäumte Minerva zornig, dass sie kaum einen anständigen Satz hervorbrachte.
„Ich weiß schon und er wird seine Strafe ebenfalls bekommen. Ich sehe Sie heute Abend um sieden in meinem Büro.“
Kurz sah Minerva rebellisch in seine Augen, war drauf und dran zu protestieren, als sie plötzlich ein stolzes Funkeln in dem tiefen Blau erkannte. Er war gar nicht zornig auf sie … er war stolz! Minerva lächelte nun matt und setzte sich wieder auf ihren Platz, während Dumbledore sich Malfoy vorknöpfte und ihm eine Strafarbeit beim Hausmeister aufbrummte.
tbc
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